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Adresie für Depeschen: Anzeiger Giene«.
höchsten Gerichts nahm den KömgS-Mcmtel von: Altar legte ihm im Verein mit dem Bischof von Drontheim die Schultern des Königs, der niederkniete und Salbung von dem Bischof von Drontheiin auf Stirn
politische Lcrgesschasr.
Der englische Floltenbesuch.
R. Berlin, 22. Juni.
Die gestrige Nachricht von dem in Aussicht stehenden Besuch des englischen Kanalgeschwaders in der Lübecker Bucht wird in Marinekreisen lebhaft besprochen. Man findet die plötzliche Vorliebe der britischen Marine- oerwaltung für die Ostsee auffallend. In früheren Jahren kam m der Tat hauptsächlich die Nordsee für die
die königliche Krone vom Altar und setzte sie mit dem Bischof von Drontheim dein Könige aufs Haupt. • Der Minister deS Auswärtigen, Löoland, übergab dem König das Szepter, Staatsrat Arctander überreichte ihm den Reichsapfel, und Staatsrat Olssön das Schwert. Bei jeder dieser Handlungen sprach der Bischof von Drontheim ein Gebet. Nach dem letzten wurde ein Salut von 42 Schutz abgegeben. Nach abermaligem Gebet und Segen schritt die Königin unter Klängen der Orgel zum Throne. Mit bem königlichen Mantel bekleidet siel sie aufs Knie und wurde von dem Bischof von Drontheim an Stirn und Handgelenk gesalbt. Hierauf erfolgte derselbe Vorgang wie bei dem Könige. Der Königin wurde die Krone aufs Haupt gesetzt und Szepter und Apfel wurden ihr gereicht. Der Bischof von Bergen sprach ein Gebet und erteilte den Segen. Hierauf ertönte Salut und abermaliges Orgelspiel. Als die letzten Töne verklungen waren, erklärte dec Präsident deS Storthings den Krönungsakt für vollzogen.
Der Jubel der Bevölkerung, der auf der Hinfahrt zur Kirche bem KönigSpaar entgegenschallte, steigerte sich auf ber Rückfahrt noch bedeutend. Immer und immer wieder brachte die Menge Ovationen dar.
Krönungsprozession in die Kirche erfolgte durch den Haupt- eingang, der seit Jahrhunderten nicht betreten wiicde. Die Kirche bot mit den zahlreichen Uniformen und den glänzenden Damentoiletten einen prachtvollen Anblick. Zur Rechten deS ThroneS des Königs standen der komm. General und der komm. Admiral mit dem Reichsbanner. Zur Linken sahen auf goldenen Stühlen der Kronprinz unb die Kronprinzessin von Dänemark, Prinz Harald von Dänemark, Großfürst Michael und ber amerikanische Gesandte. Zur Rechten deS ThroneS der Königin saßen der Prinz und die Prinzessin von Wales, Prinzessin Viktoria von Großbritannien, Prinz Heinrich von Preußen und der französische Gesandte.
Nach einem Choralgesang hielt der Bischof von
Christiania die Predigt. Sodann schritt der König zum
schmückteS Gewand aus gelbem Moirv. Der Einzug
Ausland.
Stockholm, 22. Juni. Der König hat angeordnet, daß eine auS drei Mitgliedern der Ersten und drei Mit- gliedern der Zweiten Kammer bestehende Kommission eingesetzt wird, die das Justizdepartement bei der Ausarbeitung eines Wahlgesetzentwurfes, durch den das allgemeine Wahlrecht zur Zweiten Kammer und die Proportionswahl für die Erste Kammer eingefnhrt wird, unterstützen soll.
Paris, 22. Juni. Die „Zeitschrift des Komitees für Französisch-Afrika" will wissen, daß der in Paris eingetroffene italienische Minister des Aeußern Tiltoni bereit sei, das Uebereinkom men betr. die abessinische Bahn mit Frank- re ich und England baldigst zu unterzeichnen.
Genf, 22. Juni. Die Konferenz für die Revision der Genfer Konvention sandte an König Haakon ein Glückwunsch-Telegramm, lieber die Arbeiten der am DonnerS-
— Mcnc, Mene, Tekel, Upharsin. Englands Ueberwältigung durch Deutschland — so lautet der Titel der Mhandlung eines englischen Generalftabs- o f s i; i e r s, der sich mit der Möglichkeit cin.r Invasion der deutschen Truppen auf englischem Boden befaßt. Es in dow sicherlich fein Zufall, daß gerade m unseren Tagen jidj ernste Militärs in England so wütig und eingehend nut
Nr. 145
Erscheint «Sgltch außer Sonntag«.
Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Hessischen Landwirt die Kletzener Familien- blätter viermal in der Woche beigelegt.
Notationsdruck il Verlag der Brühl 'schen Univers.-Bucb-u. Stein- druckeret. R. Lange.
Throne. Die Oberadjutanten nahmen ihm den Fürstenmantel ab, der auf den Altar gelegt rourbc. Der Justitiarius
Handgelenk empfing. Nachdem der König sich erhoben auf den Thron gesetzt hatte, nahm Staatsminister Michelsen
der F-rage beschäftigen, ob ein Einfall deutscher Truppen in die englischen Jnfellande möglich ist, ober ob Albion sich unter allen Umstäirdeu auf den steten Schutz seiner Flotte verlassen unb- sich auch weiterhin benügen darf mit einem Landschutzsystem, das rveit hinter dem aller anderen europäischen Staaten zurückbleibt. Bisher wiegten sich die Engländer in dem Wahne, daß ihr Vaterlano unangreifbar für jedes Landheer fei; aber es hat doch den Anschein, als ringe sich eine andere, entgegengesetzte Anschauung bei so manchen vorurteilssreien Sachverständigen in England durch. Dafür ist das bei Adolf Sponholtz in .Hannover erschiinene Buch Beweis. England ist auf eine Invasion nicht vorbereitet, einige hunderttausend deutsche Truppen, die auf der Insel landeten, würden das ganze Land bald bändigen können. Und wie sich eine solche Landung vollziehen dürste, das schildert der englische Offizier. Er nimmt den Fall an, daß ein großer Teil der englischen Flotte irgendwo in ber Feme engagiert sei. Diesen Augenblick benutzt Deutschland, um ein Heer von 250 000 Mann nach England zu werfen. Lediglich Infanterie, von der die Hälfte mit Fahrrädern versehen ist, die in Blechkisten verpackt bei den Bootslandungen leicht ans User zu schaffen sind. Dio englischen Küsteittruppeu werden überrumpelt, Pferde requiriert, einzelne kleine Gefechte bringen die deutschen Truppen in den Besitz von Geschützen, die sie ob der Schwierigkeit ihrer Landung zu Hause gelassen haben, und so steht ihnen am Ende der Weg nach London offen, das sie einnehmen und brandschatzen, unb so England zu den demütigendsten Friedensbedingungen zwingen, obivohl inbcji'cn die meerbeherrschende Flotte längst zur Stelle ist. Was .aber will sie gegen das fremde Heer im eigenen Lande unternehmen, das sich von den englischen Einwohnern ernähren läßt und Milliarden englischer Werte oon Millionen englische« Bürger in der Hand hat. Denn der englische Landsoldat hat trotz großer individueller Tüchttgkeit versagt. Er ist als Masse zu schwerfällig, zu wenig unabhängig, zu wenig diszipliniert. Und so muß sich am Ende Mion zu einer kolossalen Kriegsentschädigung, zur Stellung von Geiseln und zu wetteren Frie-. d^nsgarantien bequemen und dem deutschen Heere sogar noch sicheres Geleit in die Heimat garantieren. Es ist interessant, wie d?r Verfasser die einzelnen Phasen dieser Kämpfe zwischen Deutschen und Engländern auf cnglischvm Boden schildert. Man glaubt jörml'.ch, es handle sich um öcriiable Geschichte und nicht umj
legt das Festprogramm für den 8. Juli beredtes Zeugnis ab. Mag sich darunter mancher dem großen Publikum unbekannter Name vorfindeii, der mit der Materie Vertraute sieht ganz genau, daß die einst so üpp'g blühende, sclstidliche Bierbank- literatur glücklich und dauernd überwunden ist.
Ein besonderer Reiz wird dem Fest noch verliehen, daß innerhalb des Rahmens dcs Sängerbundesfestes eine zweite Feier aus- blühen soll. Der älteste Mannergesangverein (Gießens, ein treues Mitglied d.s Lahittalsängerbundes, „Die Harmonie", begeht am Vorabend, am 7. Juli, die 46. Wiederkehr ihrer Begründung. 1850 ins Leben getreten, hat die Harmonie bis auf den heutigen Tag ohne Unterbrechung den Gesang ausgeübt. Akten aus den ersten Jahrzehnten sind nicht mehr vorhanden, and) von ben sangcsfrohen Begründern lebt nur noch ein Herr Reiber, ber aber schwerlich hier mit uns mitfeiern wird, da seine neue Heimat Paris ist. Gleich anderen Vereinen hat auch die Harmonie neben den fetten Jahren die mageren hinnehmen müssen, sie hat aber niemals gezagt oder verzagt und wenn das Vereinsschifflein schwankte woyr inttgeschwaukt, aber bald wieder desto fester geflauten. In den letzten Jahren nahm bte Harmonie großen Aufschwung, frisches Blut nrurbe dem alten, immer noch lebensfähigen festen Stamme zugeführt; zu den Vorstandsämtern fanöen sich arbcitssreudige, zielbewußte Männer und einem für alles Gute und Schöne begeisterten Dirigenten, dem neben dem Wollen auch das Können verliehe,', ist, wurde der Stab an- vertraut. Heute darf ber Verein mit berechtigtem Stolz auf das Errungene Hinblicken und dem Wettstreit am 8. Juli hoffnungsvoll entgegengehen.
So mögen die Julttage des Jahres 1906 zugleich Ehrentage ber Sänger des Lahntals werden und Hoch und Niedrig, Jung und Alt durch ihre Anwesenheit dem Fest die rechte Weih: geben.
E. CH.
tag unter bem Vorsitz des Generals von Manteuffel zusarnrnen- getreteuen ersten Kommission verlautet: Die Delegierten behandelten die den Militärbehörden einzuräumende Möglich- leit, verw rindete und kranke Gefangene einem neutralen Staat zu übergeben, ferner die Ausdehnung der Verpflichtung der Kriegführenden, im Rückzugsfalle die auf dem Schlachtfeld zurückgelafsenen Verwundeten und Kranken zu schützen. Hierauf wurde die schwierige und wichtige Frage der Räumllngstra nSporte von Ver- wlindeten geprüft. Die Kommission beschäftigte sich ferner mit dem Schicksal von Tragwaffen und Munition, die bei den in Anibiilanzen und Feldspitälem behandelten Kranken gefunden werden.
Newyork, 22. Juni. In KansaS City (Missouri) wurden mehrere Flcischpackerfirmen und die Burlington- Bahn wegen Verletzung der Trustgesetze zu 15 000 Dollar Geldbuße und zivei Frachtvermittler zu Gefängnisstrafen von mehreren Mouciten verurteilt. Der Präsident ordnete die Strafverfolgung des Oeltruft8 an.
— Bei der Debatte über die Fl ei schbeschau Vorlage im Bundcssenat sagte Senator Lodge: Ich habe keine Sympathie mit irgendwelcher sozialistischen Bewegung, die alle Arten Geschäfte betreiben und alles zerstören will, was wir seit 100 Jahren aufgebaut haben, aber ich erkläre, daß unsere Zucker- und Fleisch-Trust und Standard-Oil- Magna ten mehr getan haben, den SozalismuS und Anarchismus und die Unzufriedenheit zu fördern, als alle sozialistischen Agitatoren zusnmmengeuommen eS hätten tun können. Der Senat fordert eine Aendcrung der im Repräsentantenhause angenommenen Fleischbeschauoorloge dahin, daß der Fleischtrust die Kosten der Inspektion trage und die Etiketten der Konserven daS Datum der Herstellung an- geben sollen. _______________________
5>ic Oärung in Außtano.
Die Rerchsduma fuhr am Freitag in der Erörterung der Ministererklävungen fort. Der sozialistische Abg. Rami schwili aus dem Kaukasus ergebt Einspruch dagegen, daß man Interpellationen eiubringe über einzelne Verbrechen der Bernmllung, während die Regierung sich täglich Ungeheuerlichkeiten zu schulden fonunen wsse und während das Ministerium des Innern alles in Rußland verschlinge, sogar die Kirche tutb die Schulen. Redner verspottetden Mini stc - t> es Innern, ber ben Mut gehabt habe, zu sagen, der Lärm im Saale ver- lvirre ihn nicht. Ramischwüi schließt, die feindliche Haltung, welche die Duma dem Ministerium gegenüber ein* nehme, wiederspiegele noch nicht die viel feindseligere Haltung des Landes.
Aladjin kommt aus die Unruhen in ber Armee zu sprechen. Daß die Minister jetzt einen entgegenkommenderen Ton anschlagen, finde feine Erklärung in dem Sinken derrus fischen Werte im Aiuslande. „91ber", so fährt Redner fort, „wir wollen uns durch Ihre Versicherungen nicht täuschen lassen unb Ihnen erst bann Beifall fpenben, wenn Sie Ihre Entlassung einreichen."
Kowalewsky legt bar, baß ber Mangel einer einheitlichen Gewalt in Rußland bie Hauptursache ber Unruhen sei. Witte selbst habe ihm, bem gtebner, geftanben, baß er ohnmächtig war währeub ber Zeit seiner Regierungsführung. Kowalewsky erzählt weiter, er habe an den Minister bes Innern geschrieben wegen ber Gefangenen, ber Minister habe ihm gar nicht geantwortet; jeder ausländische Minister würbe schon aus Höflichkeit gegenüber ben Abgeorbneten geantwortet haben.
9JMt großer Mehrheit wirb eine von Grebeskout namens ber konstitutionell-oemokratischen Partei beantragte Tages-
Die heutige Wummer umfaßt 16 Seiten.
Die Krönung des norweg^chen Königspaares.
Drontheim, 22. Juni.
Die Krönung deS Königs und der Königin hat heute vormittag in der Domkirche stattgefunden.
Der König trug die norwegische Abmiralsunisorm, die Königin ein prachtvolles mit Gold, Perlen und Juwelen ge-
DaS 20. Lahntal-Sängerbundesfest
am 7 , 8. und 9. Juli wirft seine Schatten in viele Kreise voraus. Fieberhaft Wird in allen Ausschüssen gearbeitet,. um die letzten Vorbereitungen zu treffen. Auch die Sänger sind noch fleißig an der Arbeit. Die einsichtsvolleren Dirigenten fangen jedoch bereits an, weniger intensiv zu proben, cincricits davon überzeugt „wer S bis jetzt nicht gelernt hat, lernl's nie", andererseits aber auch, um den angestrengten Stimmen Ruhe zu lassen, damit der etwas abhanden ^tonnuene Schmelz sich wieder ein,teilt.
ES ist noch gar nicht so lange her, da waren die eängene,tc ein E'was, dem sich der Musilallscye mit gewissem Besangen näherte Es ropr damals auch schon „furchtbar nett", das war aber auch Alles. Heute hat sich durch ernste Arbeit, durch sorgfältigste Auswahl in der Literatur, der Manucrgesang das Bürgerrecht bereits int Konzertsaal erworben, ja, er i|t hoffälhg geworden, seitdem Kaiser Wilhelm II. denen hohen Wert erkannt hat. .. .. .. . .
^cr Mänuergkfang, oder, rrajqet ausgcdruckt, der M ä n n c r - E h o r g e s a ii g , ist das jüngste Kmd der tyrau Mu- jifa. Keine hundert Jahr alt ist dieses vüsthäkcl^n In fernen prft?« fahren ein wohlgczogenes Kmd, artete es sehr bald au», veraaß^aanz die schönen Lehreii feiner Erzieher und musikalischen Mnde Kürzte sich in die Politik unb auf die. Burbank. Was dem Menschen das Blut ist, das i|t für den Gelang dellen Literatur, unb an seiner Literatur hat der Mannergesang lange unb schwer gekrankt. In der Qu antitat itt ia die Mannes gesangs-Licerat'.ir reichlich, überreichlich versehen, ob aber da alles wie lauteres Gotd blitzt, muß doch sehr in Frage gestellt werden. Gegen früher jedoch leben wir heute m einem gesegneten Zeitalter. Eine Reihe hochbegabter Komponisten hat sich in den Dünst des Männergefangs gestellt, und wir können behaupten, daß kaum einer der besten fehlt. Von ben ca. .55 000 entstandenen deutschen Männerchorwerken konnte man nxi.id) die letzte NM ohne Gewissensbisie und ohne Mangel hervorgerufen zu haben, streiä-en, lebt doch der viel ältere Bruder „2er gcuti]djne l'hor" mit seinen 30 000 Chören, int größten Uebcr{(uB unb mürbe vieles oavon sreudig entbehren.
Wie sorgfältig heute unsere Dirigenten ihre Vvroercttungen und vor allen Dingen ihre Wahl aus ben Massen treffen, davon
englischen Geschwaderübungen in Betracht, erst der vorige Spätsommer sah den Union Jack in deutschen Ostseehäfen, und mit der Aufnahme konnte die britische Schiffsmannschaft wohl zufrieden sein. König Eduard hat denn auch seiner dankbaren Anerkennung für die erwiesene Gastfreundschaft Ausdruck gegeben durch Zueignung kostbarer Geschenke an die betreffenden deutschen Stadtverwaltungen. Der erneute Besiich — noch dazu einer so starken englischen Flotte — in der Ostsee ist wohl ein Zeichen der fortschreitenden Besieruiig der beiderseitigen politischen Beziehungen. Er sollte der deutschen Marinevecwaltung den Gedanken nahelegen, einmal die großen deutschen Herb st manöoer mit einer UebungSfahrt der Schiffe in die englischen ®e» wässer zu verbinden und die Aufnahme in dortigen Hafen zu erproben.
Deutsches Reich.
Kiel, 22. Juni. Bei öcc heutigen Wettfahrt aus der Kieler Föhrde passierte der Kaiser auf seiner Pacht „Meteor* als Erster um 1 Uhr 40 Minuten daS Ziel.
Berlin, 22. Juni. Der preußische „Staatsaiiz.* veröffentlicht das Gesetz betreffend die Erweiterung, Vervoll- flänbigung, und bessere AuSrüstung des Staats» cisenbahnnetzes und die 23elei(igung deS Staats an dem Bau von Kleinbahnen.
— Die „Nordd. Allg. Ztg.^ veröffentlicht ausführliche Mitteilungen über den neuen Zolltarif der britifchen südafrikanischen Kolonien, welchen das Kapparlament bereits endgültig angenommen hat, und den die anderen gesetzgebenden Körperschaften voraussichtlich ebenfalls an- nehmen werden.
Hannover, 22. Juni. Bis 11 Uhr nachts wurden gezahlt für Brey (Soz.) 31 14 0, für Fink (nah.) 16 740, Launeuberg (Welfe) 10 898, Erzbeiger (Zlr.) 2364, Holz, greber (Bund der Landwirte) 192 und Ehoziewski (Pole) 59 Stimmen.
Dresden, 22. Juni. Der deutsche Landwirtschaftsrat trat zu einer zweitägigen Sitzung zusammen. Minister Graf Hohcnthal hob hervor, daß die Landwirtschaft auch in bem industriell hoch entwickelten Sachsen sich durch unermüdliche Pflege pnd zähe Energie zu einer ansehnlichen Höhe emporgeschwuiigcn habe. Die Regierung stehe ber Landwirtschaft mit demselben Wohlwollen wie der Industrie gegenüber und werde fortgesetzt bestrebt sein, beide mit gleicher Liebe zu behandeln. Auch der König nehme an den Arbeiten des Landwirtschaftsrats das größte Interesse.
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