Ausgabe 
22.9.1906 Erstes Blatt
 
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yie heutige Nummer uwfatzt 13 Seiten.

Kcovinzia!- und Kroßstadtpreffe.

Unzweifelhaft bedeutet ine wachsende Ueberschwemm- Ung der mittleren und kleineren Städte sowie der Land­orte durch die Massenflut der Groß stad tpr esse einen ge­wissen Uebelstand für das lesende Publikum, den wir in der jetzigen Zeit des größeren Lesebedürfnisses ausführlich beleuchten möchten.

Der Gegensatz der geistigen und materiellen Interessen zwischen Großstadt und Provinz ist viel zu bedeutend, als daß der Lesestoff oer großen Frankfurter oder gar der Berliner Presse sich den Bedürfnissen des ländlichen oder klein- und mittelstädtischen Publikums intimer anschmicgen könnte. Und je klarer die Bedeutung erkannt wird, die für das Gesamd- wohl in einer gewissen Tezentralisicrungsbestrebung der Provinz gegenüber den Zentralisicrungs- und Nivellier­ungsversuchen der Großstadt liegt, umsomehr springt der geringe Wert der Großstadtprepe, deren Inhalt nach. Voraussetzung wie Ausführung sich sehr oft gar nicht mit den inneren und äußeren Znteressensjchären der Provinz declt, ins Auge.

Mährend ein großer Teil der wohlfeilen Großstadtpressc die breite Sensationsmalerei bevorzugt und sich beeisert, alltäglich eine Fülle möglichst piianter Neuigkeiten in prickelnder Form, die die empfindlichen Nerven des übersättigten Großstädters anreizt, dem Publikum vorzusetzen, verfolgt die Provinzpresse durchaus andere Interessen. Gewiß bemüht auch sie sich, über die Dinge aus aller Welt ihre Leser aus dem Laufenden zu halten, ihnen die Gelegenheit zu geben zur eigenen Be­urteilung der wett-, reichs- und lanüespoliiischen Begeben­heiten. Ihre Schnelligkeit in der Berichter­stattung der Ereignisse Don allgemeiner Wichtigkeit steht durch die ergiebige Benutzung von Telephon und Telegraph der Großstadtpresse kein es- ,w e g S na ch, nur mit dem Unterschiede, daßdie Provinzpresse von der Art, zu der sich der Gießener Anzeiger zu rechnen das Recht hat, ihre Nachrichten sondiert ihrem Leser- publitüni unterbreitet, im Gegensatz zur Großstadtpresse, die allzu häufig in unnötige Weitschweifigkeiten undSensa- tiouen" verfällt.

Der dadurch erworbene Raum wird von uns nach Kräften verwertet für die Spezialintercsfen von Stadt, Provinz und weiterer Heimat, von denen die Großstadtpresse meist gar nichts, hier und da höchstens in ein paar dürren Zeilen etwas berichtet. Demi das Gros ihrer Leserschaft kümmert sich nicht im mindesten etwa um neue Bogelsbergbahn- projekte, um Bürgerm erst erwählen in Ober- Hessen, um Kanalisationsanlagen in Dörfern, überhaupt um die kommunalen Wünsche und Er- füllu'ugen der Mittelstädte, Städtchen und Dörfer, int Gegen­satz zur Provinzpresse.

Und was etwa an wirklichen, wertvollen Vorzügen dieser Art wohlfeiler Großstadtpresse eigen ist, das geht der ernsthaft sich um die Erwei­terung des Wissens unv des Gesichtskreises ihrer Leser­schaft bemühenden Provinzpresse teincswegs ab. Auch der Gießener Anzeiger veröffentlicht, wie manches vielgenannte billige Großstadtblatt, da er über eine Anzahl tüch­tiger, mit Parlamentariern in eng st er Fühl­ung stehender Berliner Mitarbeiter verfügt und in Dar m stadt seine eigene Redaktion besitzt, Leit­artikel auf Grund von Informationen an der Qu e l l e, so­fortige P a r l a m e n t s b e r i ch t e in einer Ausführlichkeit, wie sie anerkanntermaßen sonst nur große Blätter bringen, so­wie erschöpfende, dabei Unterhaltsam geschriebene Stimm­ungsbilder über jede Reichstagssitzung, verfaßt von einem namhaften Berliner Politiker. Ferner telegr. Kursberichte, Gewinnlisten der Lotterie?c. ?c. Dabei übertrifft er jegliches auswärtige Blatt in selbständiger und gründlicher "sowie schleunigster Behandlung bc5 gesamten Loka:- und Pro- vinzialstofses, worin die Großstadtpresse natürlich völlig versagt.

Seinen alten Grundsätzen getreu wird der Gießener Anzeiger auch fernerhin über die die hessische Bevölkerung besonders angehenden Dinge, wie z. B. über die Land­wirt sch a fts kam m er wa hlen sowie über alle inner­politischen Vorgänge Hessens wie des Reiches, insonderheit die Entwicklung unserer Kolonien, die fortan unter dem Hessensprossen Dornburg die allgemeine Aufmerlsam- keit in erhöhtem Maße verdienen, aufs beste seine Leserschaft orientieren und in selbständiger, unabhängi­ger und freimütiger Tonart darüber sprechen. Dabei läßt er es sich bekanntlich angelegen sein, nicht etwa die Interessen eines großen Standes oder die engen Grenzen eines einzelnen Parteiprogramms ängstlich zu berück­sichtigen, sondern nach bedächtiger Abwägung die als be­rechtigt erkannten Wünsche sowohl des Arbeiters wie des Bauern, des Städters wie des Landmannes nach bestem Willen und Wissen zu fördern.

Im Gegensatz zu der wohlfeilen Großstadtpresse steht ferner der Gieß. Anz. bekanntlich jedermann aus dem Volke zu freier Meinungsäußerung über kom­munale oder w i r t s ch a s t l r ch e Fragen von aktueller oder dauernder Bedeutung zu Gebote, unD wir freuen uns, daß davon sowohl Dom Gießener Industriearbeiter wie vom oberhess. Bauer, vom Handwerker und Klein kau fmann wie vom größeren Fabrikanten und hervorragenden Gelehrten ausgiebiger Gebrauch gemacht wird. Dadurch ist jeder Stand in der Lage, seinen Wünschen und Forderungen Ausdruck zu geben, und manche wichtige Tagessrage, manche Angelegenheit von er­heblicher lokaler, provinzieller oder heimatspolitischer Be­deutung hat gerade dadurch erfreuliche Klärung erfahren.

Auch rönnen wir zu unserer Freude, feststellen, daß

Str. 228

Erscheint ««glich außer Sonntags.

Dem Gießener Anzeiger werden int Wechsel mit dein Hessischen Landwirt die Siebener Zamitien- blätter viermal in der Woche beigelegt.

Rotationsdruck tu Ver­lag der Brü h l'scheu Univers.-Buch-u. Stein­bruderei. R. Lange. Redaktion, Expedition mtb Truderet:

Schulstratze 7.

Redaktion 112

Verlag u.Exped.S^Kbl Adresse für Depeschen:

Anzeiger Gießen.

K j r

Erstes Blatt

158. Jahrgang

General-Anzeiger

Samstag 22. September 1906

Bezugspreis: monallicb7bPs., viertel­jährlich Mt. 2.20; durch Abholc- u. Zweigstellen monallid) 65 Pf.; durch diePost Alk. 2. viertel- jährl. ausschl. Aestellg. Annahme von Anzeige« für ine Tagesuununer bis vormittags 10 Uhr. Zeilenpreis: lokal I2Pf. auswärts 20 Psg.

Verantwortlich für den poliL und allgem.

X V /b^ 9 * Teil: P. Wittko' für

iteis Stegen gs?s

zeigenteil: Hans Beck.

der Gießener Anzeiger von Freunden, die sich auf Reisen befinden, oder von Hessen im Anstande, wie z. B. in Rußland, Amerika usw., öfter recht wertvotte und wichtige Nachrichten und längere politische oder ethnographische Abhandlungen zum M-druck erhalten hat, und wir stossen in Zukunft dazu noch häufiger als bisher Gelegenheit zu finden, da unser Freundeskreis auch im Auslande stetig im Wachsen begriffen ist.

In unserer UnterhaltungsbeilageGießener Familieu- Blätter" 'legen wir besonderen Wert ans gute, vom Frivolen ebenso entfernte, als der lebhaftesten Anregung dienende Kost. Unsere Leser finden darin Romane von Schriftstellern besten Rufes, Miscellen über wissenschaftliche wie hauswirtschaft­liche Dinge von Wert und Bedeutung, literarische Notizen re.

Unsere landwirtschaftliche Beilage ist bekannt­lich seit Jahren derartig mit Original-Artikeln ausgestattet, daß sie unseren Lesern von erheblichem Wert ist

Die ^age in Kußf-rnd.

Die Rückkehr der Zarenfamilie nach Peter- hof steht für den 28. oder 29. September bevor. Die für Donnerstag in Aussicht genommene mehrstündige Rück­kehr des Zarenpaares nach Peterhof zur Parade eines Garderegiments unterblieb 'lediglich des schönen warmen Wetters wegen in den finnischen Schären, nicht etwa wegen der Attentatsdrohungen. Tatsächlich liegt die Sache so, daß von Finnland aus Anschläge gemeldet werden, die die Palastpolizei für fingiert erklärt, da derartige Meldungen bei Zarenfahrten nach Finnland stets einlaufen. Diese Meldungen stammen von Beamten ,welche sich der Mühe der Verantwortung bei der Anwesenheit des Zaren in F-innland entheben wollen. Ebensowenig beabsichtigte der Zar zu Trepows Beerdigung zurückzukchren.

Cs soll sich, nach heutiger Petersburger Meldung, be­stätigen, daß anläßlich der Beisetzung Trepows ein Kom­plott gegen den Zaren organisiert tour uud daß ver­schiedene Verhaftungen in Petcrhof vorgenommen worden waren, u. a. vier Revolutionäre, die als Gendarmen ver­kleidet sich in einem Automobil befanden. Angeblich rvar auch von den Revolutionären eine Höllenmaschine kon­struiert worden, womit der Zar, falls er der Beisetzung bei-- gewohnt hätte, in die Luft gesprengt worden wäre.

Aus Petersburg wird derWiener Mg. Korresp." berichtet; Ueber die Verzögerung der Rückkehr, des Zaren verlautet, daß sie mit dem Entschluß des Königs von England, sich zu kurzem Besuch nach Kopenhagen zu begeben und bei dieser Gelegenheit mit dem Kaiser Nikolaus auf offener See zusammen zu treffen, in Zusammenhang stehe. König Eduard habe selbst die Anregung zu der Begegnung mit dem Zaren gegeben und Kaiser Nikolaus h-ave ihr mit großer Befriedigung entsprochen. Andererseits will man jedoch wissen, daß es sich bei der Verlängerung des Aufenthaltes der Zarenfamilie in Vjörkö um die ursprünglich für Ende Juli in Aussicht genommene Begegnung des Kai- scrsNikolausmitdemdeutschenKaiser handele. Wir glauben weder das eine noch das andere.

Der Zustand der Tochter Stolypins hat sich ver­schlimmert. Man befürchtet eine Blutvergiftung und ein baldiges Ende.

Eine Petersburger Wochenschrift behauptet in einer- provokatorisch gefärbten, fett gedruckten Auslassung, daß am 23. und 24. September von Anarchisten und Revo­lutionären Massenermordungen von Gardeoffi­zier e n geplant werden und fügt hinzu, ein fürcht erb­liches Blutvergießen werde folgen.

Aus dem in der Peter Paul-Festung befindlichen Artilleriedepot sind drei Geschütze gestohlen worden, die angeblich nur Metallwert haben. Der General­stabschef Galizin hat dem Kriegsrat eine Denkschrift ein­gereicht, die vorschlägt, alle Bei revolutionärer Propaganda in den Kasernen Betroffenen ohne Gerichtsverfahren und Personalfeststellung niederzuschießen und auf dem Kasernen­hose zu begraben. Die Peter Paul-Festung wurde aufs Genaueste durchsucht, um sestzustellen, auf welche Weise das Hingerichtete Fräulein Kouklianikow den Text ihrer vor Gericht gehaltenen Rede nach auswärts übermitteln konnte. Die Durchsuchung ist aber ergebnislos verlaufen.

TerTirana" zufolge beruhten zwei Bauern auf dem Gute Treskim ein Attentat gegen den früheren Justizm in ist er Akimow. Sie drangen in dessen Schlafgemach ein und gaben auf Akimow mehrere Schüsse ab, welche jedoch nicht trafen. Tie Täter wurden verhaftet.

Infolge Brandstiftung brach, nachts in der Villo Pobjedonnoszews in Sergiewo Feuer aus, welches erst nach großer Anstrengung gelöscht werden konnte.

Die wohlhabenden Bauern der Mitauer Gegend haben sehr unter dem Treiben von Räuberbanden zu leiden, welche die Bevölkerung eiuschüchtern und zum Anschluß au die revolutionäre Bewegung zwingen. Im Bezirk Volmar haben 16 Besitzer, die mit dem Tode bedroht worden sind, sich mit Panzern zu ihrer .Verteidigung versehen.

In Riga wurden der Werkmeister der Baumwoll­spinnerei', Eickert, und ein Deutscher Namens Hülse er­mordet. Ter Mörder des Grafen Lambsdorff wurde vom Feldkriegsgericht zu 12 Jahren Zwangsarbeit verurteilt. In der Georgenstraße drang eine Schar von We ib ern in die Wohnung des Kaufmanns Keney und forderte mit vorgehaltenen Revolvern Geld. Der telephonisch herbeigerufenen Polizei gelang es, sämtliche Weiber zu ver­haften.

Im Keller eines Hauses in Wilna beschlagnahmte die Polizei zahlreiche Bomben, große Mengen Explosiv­stoffe, 9JhmitL0ii, Revolver und Proklamationen. Särnt- liche Bewohner des Hauses wurden verhaftet.

Bei der Prüfung der Papiere von Reservisten in Mul- tany im Kreise Malmysh töteten Bauern 7 Mann der Landpolizci und verwundeten einen Geyilsen des Land- lommissars Mödlich, weil die Polizei einen Agitator ver­haftet hatte.

DieRuss. Korresp." erhält aus Siedlce nachstehen­des Telegramm: Der Gouverneur ließ den Vorstand der jüdischen Gemeinde wissen, daß, falls noch eine Bombe geschleudert werden sollte, kein einziger Jude der Stadt am Leben bleiben würde. Die Panik bricht erneut aus, da natürlich die städtische Bevölkerung un­möglich eine Garantie für jeden einzelnen Bewohner über­nehmen kann, um so weniger, da mit Agents provocateurs gerechnet werden muß.

Aus Biala an der schlesisch-galizischen Grenze wird gemeldet: In Livnik würde der Wachmann Dittrich, als er zwei russische Landstreicher verhaften wollte, von diesen durch zwei Revolvcrschässe n i e d e r g c st r e ck t. Ein Bauer, der ihm zu Hüie eilte, wurde gleichfalls von den Riissen, die entkommen ) inb, durch mehrere Schüsse schwer verletzt.

In O d e ss a ist der Revolutionär Tarlo vom Feld- kriegsgcricht zum Tode verurteilt und hingerichtet worden.

In Tiflis fand die Polizei bei einer Haussuchungi im Zimmer eines jungen Mannes eine Büchse, welche Druckereimaterial enthielt. In dem Augenblick, wo mau die Büchse berührte, sand eine Explosion statt, durch die zwei Sicherheitsinspektoren und der Beigeordnete des Pol'Zeikommissars getötet, mehrere andere Sicherheits­beamte, ein Soldat und ein Offizier verwundet wurden. Der Fußboden stürzie ein, zermalmte ein in der unteren Etage befindliches Kind und verletzte die Mutter desselben. In dem Zimmer wurden auch zwei nichtgesüllte Bomben gefunden. Zwei Männer und zwei Frauen wurden verhaftet. Der Mieter des Zimmers ist verschwunden.

Deutsche- Reich.

Berlin, 21. Sept. Der Kaiser und die Kaiserin trafen heute mittag von Karlsruhe auf Station Wildpark ein und fuhren nach dem Neuen Palais. Um 1 Uhr 20 Min. trat das Kaiferpaar mit der Prinzesfin Viktoria Luise die Reise nach Nom int en an.

Wie wir hören, ist Herr v. Bethmann-Hollweg zum Kultusminister ausersehen und Herr v. Studt wird demnächst die Stätte feiner Wirksamkeit verlassen. Daß Herr v. Bcthmann für diese Stellung mehr Qualitäten mitbiingt als sein Vorgänger, wird sich nicht leugnen lassen; auf eine großzügige und volkstümliche Schulpolitik dürfen wir auch unter feiner Aegide nicht hoffen, denn leider fehlt auch diesem klugen und gebildeten Manne das Schöpferische und die Schöpferkraft.

DerDziennik Berlinsky* erklärt gegenüber dem offi­ziösen Dementi, daß er seinen Bericht über die angebliche Unterredung des Kultusministers v. Studt mit dem Fürst- Bischof Kardinal v. Kopp vollinhaltlich aufrecht erhalte. Sein Gewährsmann fei eine sehr hochgestellte Persönlichkeit und habe die Mitteilungen aus dem Munde des Kardinals, v. Kopp selbst. Ehe nicht der Gegenbeweis erbracht wird, schließt das Blatt, und das kann nicht geschehen, muffen ivir dabei bleiben, daß unsere Jnforniationen absolut authen­tische sind.

Kolonialdirektor Dernburg unternimmt, wie nun- mehr seststeht, eine Informationsreise von mehr als einjähriger Dauer in die Kolonien. Er wartet nur die Eröffnung des Reichstags ab, um dort sein Programm zu entwickeln.

Graf Hocnsbroech ist aus der nationallibe- raten Partei ausgeschieden.

DieNordd. Allgem. Zig.* weist gegenüber einem pessimistischen Artikel des ostasiatischen Lloyd über die gegen­wärtige wirtschaftliche Lage in Kiautschon auf die amt­liche Denkschrift zum Etat hin, in denen auf Grund statistischen Materials nachgewiesen ist, daß die Handelsverhältnisse im ostasiatischen Schutzgebiet durchaus jene günstige Entwickelung genommen haben, die bei nüchterner Beurteilung der Lage gehofft werden konnte.

Köln, 21. Sept. Der »Köln. Ztg." wird aus Berlin von helite telegraphiert: Zu der Meldung des Neuterschen Blirealls über die Errichtung einer deutschen Bank in Persien erfahren wir, daß in der Tat vor einiger Zeit der delltfchen Regierung von der persischen auf deren eigene An­regung und ohne jedes deutsche Zutun die Konzession für eine deutsche Bank angeboten worden ist. Die Frage befindet sich noch un Stadium der Prüfung und es steht nur das eine fest, daß, wenn es zur Gründling einer solchen Bank kommen sollte, diese unter keinen Umständen den Charakter einer politischen, sondern einer reinen Handelsbank tragen soll. Sie ist gedacht als eine Vertreterin der deutschen kaufmännischen Interessen, nicht aber als eine Staatsbank.

Mannheim, 21. Sept. Zum sozialdemokratischen Parteitage sind hier eingetroffen u. a.: Bebel, Singer, Molkenbnhr, Psannkuch, Gerisch und Auer-Berlin, ferner Klara Zetkin-Stuttgart und Huysiuanns-Belgien.

AolonöaLpoßt.

Betreffend die Liebesgaden->Lendungen nach Süd west a fri ka schreibt dieSchief. Ztg.": Nach L ::t bisherigen Erfahrungen sollen noch bei zehn unter 107 Kisten der Inhalt der Kisten mit den In­haltsangaben nichc über em stimmen. Die Unzuträg- tichkeitem welche dadurch herbsigeführt lverden, daß 4. P. anstelle von hängst ersehnten und nach der Aufschrift