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14.12.1906 Drittes Blatt
 
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Drittes Blatt

ISO. Jahrgang

iVrcttnfl 14. Dezember 1906

Erscheint täglich mit Ausnahme bei bonntagS.

DieSiebener SamllienblStter* werden dem ,ynAetgex viermal roödienthd) dergelegt. Der hessische Sanörolrl erlcheml nwnaihd) etnmaL

Gießener Anzeiger

Rotationsdruck und Verlag der Brühl'fchen Unwerstlälsdruckeret. R. Lange, Gießen.

Redaktion, Expedition ».Druckerei: Echukstr.7.

Tel. Nr. 61. Telegr.-Adr.; Anzeiger Gießen.

General-Anzeiger, Amis- und Anzeigebiatt für den Kreis Eichen.

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Sitzung der Stadtverordneten.

14 i c b c n, 13. Tezctniier.

Anwesend: Oberbürgermeister Mecuin, die Beigeordneten Curschmann rind Georgi; die Stadtverordneten: Dr. Ebel, Eichenauer, Euler, Dr. Haberkorn, Haubach, Heichelheim. Helfrich, Helm, Jann, Jughardt, Keller, Kirch, Krumm, Leib, Löber, Orbig, Dr. Schäfer, Schaffftaedt, Schntall, Wallenfels und Dr. Wimmenauer.

Bauqesnche.

Ein Baugeiuch des Phil. Hofmann, der seine Wirt- schakisräume erweitern unb zivei Neubauten errichten will, für die Wehsteingasse bedarf insofern deß TispenscS, als die vor­gesehenen Hofräuine nicht die vorqeschriebenen Höfe haben würden. Tas Gesuch wird nicht befürwortet, da eine andere bessere Gestaltung deS Projektes möglich ist.

I. G. Pfaff will an der Westanlage (früher Hom- berger'schen Fabrik) einen Neubail errichten, der schräg zur Baufluchtlinie (rechtwinklig zum Grundstück) oorspringen soll Ein Erker und Balkon würden etwas über die Fluchtlinie hinauSragen und ein Teil deS Dachgeschosses soll in Fach­werk hergeltcllt werden. Die deshalb erforderlichen DiSpense werden befürwortet. Der zwischen Pfaff und der Stadt er­forderliche Geländeaustausch wird genehmigt.

Konrad Rübsamen will am Wismarer Weg eine Scheuer zu einem Wohnhaus nebst Stallungen u. s. w. um- bezw. einen Neilbau errichten. Das HauS liegt sehr weit außerhalb deS OrtSbauplaneS, wcShalb die Baudeputation Ablehnung deS Gesuchs beantragt. Stadtv. Haubach spricht für Genehmigung des Gesuchs, da daS dortige Gelände in absehbarer Zeit kaum in den Ortsbauplan fallen werde und die Genehmigung für den Gesuchsteller fast eine Lebensfrage sei. Die Stadtv. Wallenfels und Dr. Ebel sprechen sich ebenfalls für daS Gesuch auS. Tie Versammlung beschließt Befürwortung unter der Bedingung, daß der Gesuchsteller für sich und seine Rechtsnachfolger auf den Anschluß an die Wafferleitunq u. s. w. verzichtet.

Tie Witwe August Hofmann beabsichtigt, das Erd­geschoß ihres in der Walltorstraße, an der Ecke der Damm­straße gelegenen Hauses umzubauen, insbesondere einen Laden mit Schaufenster zu errichten. DaS Haus fällt ganz in die geplante Baufluchtlinie für die Dammstraße, weshalb die Stadt bei Ablehnung deS Baugesuchs verpflichtet wäre, das HauS sofort zu übernehmen. Da durch die Abänderung deS Hauses die Wertsteigerung nur gering ist, wird Befürwortung deS Gesuchs beantragt.

Stadtv. Löber setzt die Gründe auseinander, die für den Erwerb des HauseS durch die Stadt sprechen und be­merkt, daß die früher dafür gestellte Forderung von 30 OOO Mark, die auch dem Ankaufspreis des Hauses entsprochen stabe, durchaus nicht zu hoch gewesen sei. Der spätere Er­werb könne doch nicht auSbleiben.

Der Vorsitzende bemerkt, daß die Erweiterung der Dammstraße bei Inbetriebnahme der höheren Mädchenschule wohl nötig werde, wenn man-den Eingang von der Damm­straße frei gebe. Dieser solle aber nicht freigegeben werden.

DaS Baugesuch wird genehmigt.

Karl NicolauS hat in der Moltkestraße einen Neubau errichtet, den er anders auSgeführt hat, als er sich der Stadt gegenüber vertragsmäßig verpflichtet hatte. Ein bereits früher eingereichtes Gesuch, das Haus in feinem jetzigen Zustand belasten zu dürfen, wurde abgelehnt. Ein erneutes Gesuch wurde ebenfalls abgelehnt. .

Stadtv. Dr. Haberkorn fragt an, ob die Baubehörde nicht Einhalt gebieten könne, wenn anders gebaut werde als die Pläne vorschreiben. Dec V orsi tz end e hält die Anregung für dankbar-, die Bauten würden auch überwacht, aber ein Recht zum Einhaltbieten stehe den Beamten nicht zu.

Stadtv. Schaffftaedt ist ebenfalls der Ansicht, daß schon während des Baues Einhalt geboten werden solle, wenn Abweichungen vom Bauplane vorkämen. Der Vorsitzende bemerkt demgegenüber, daß auch er fein Recht habe, einen Bau zu sistieren. Wenn gegen den Bauplan gebaut werde, könnte nur das Abreißen des nicht nach dem Plan gebauten Teils in Frage kommen. Stadtv. Krumm ist ebenfalls dafür, daß in solchen Fällen der Bauplan eingehalten werden müste. Stadtv. H au b a ch ist der Ansicht, daß e§ nicht Auf­gabe der Stadt fein könne, die genaue Ausführung der Neu­bauten nach den Plänen zu überwachen. Wenn die Leute anders bauten, müßten sie halt die Konsequenzen tragen. Nach weiteren Bemerkungen deS Stadtv. Eichenauer wird der Gegenstand verlosten.

Die Umgestaltung der Sudanlage.

Der Stadttheaterbau macht eine Umgestaltung der Südanlage nötig. Es handelt sich vor allem darum, die nötigen Zugänge zu dem Theater zu schaffen, sowohl für die Fußgänger wie für den Wagenverkehr. Im Zusammen­hang damit werden auch einige andere Umänderungen der Weganlage in der Südanlage nötig. Die Umänderung soll unter Schonung der Bäume usiv. erfolgen (was leider bis­her nicht in der rechten Weise geschehen ist. Es sind schon heute viel zu viele prachtvolle Bäume in der Nähe des Theaters, namentlich die an der Johannesstraße, ganz un­nötigerweise gefallen. D. Red.)

Stadtv. Kirch tritt nochmals für die Beseitigung deS TorhäuschenS ein, die ja bereits früher beschlosten geweffn sei. Das kleine Gebäude würde sich in der Anlage nicht schön ausnehmen und ihm scheine durch seine Belastung die Anfahrt zum Theater zu schmal zu werden.

Beig. Georgi bemerkt, daß nach dem Beschluß der letzten Versammlung nur die vorläufige Belastung des Tor- Häuschens in Aussicht genommen sei.

Stadtv. Wallenfels regt die Anlegung eines Teiches Springbrunnen vor dem Theater an.

Stadtv. Schaffftaedt ist für Beseitigung bc8 Torhäus­chenS und empfiehlt auch eine Springbrunnen-Anlage, für letztere könne man leicht.die Hälfte des Wassers, daS für den Spring­brunnen in der Oftanlage gebraucht werde, verwenden. Es sei nicht nötig, daß dieser Springbrunnen auch in dec Nacht laufe.

Stadtv. Ha ubach ist der Ansicht, daß man den Beschluß der letzten Sitzung, daS TorhäuSchcn stehen zu lasten, nicht abäudern solle.

Stadtv. Dr. Ebel spricht sich auS historischen Gründen für die Erhaltung deS TorhäuschenS auß. Es sei das letzte Wahrzeichen der Stadt Gießen auS der Zeit, in der die Festung geschleift worden sei. Er sei der Ansicht, daß man daS TorhänSchen unter Denktnalschutz stellen solle; wenn es richtig hergeftellt werde, wie cs früher war, werde es auch zur Verschönerung deS StaditheaterS dienen. Weiter fragt er, ob die alten Bäume neben bein Theater erhalten blieben.

Ter Vorsitzende bemerkt, daß man mit dem Fällen von Bäumen sehr vorsichtig sein werde. (Hoffentlich! D. Red.)

Stadtv. Schwall schließt sich den Ausführungen des Stadtv. Dr. Ebel an.

Sladlo. Kirch verweist nochmals darauf, daß die Be­seitigung des TorhäuschenS bereits früher beschlosten worden sei und meint, man solle in der Ausübung deS Denkmal­schutzes nicht zu weit gehen. (Darin kann man u. E. nie zu weit gehen. D. Red )

Nach weiteren Ausführungen der Stadtv. Krumm, Kirch, Tr. Ebel, Schaffftaedt und Ha ubach wird die Umgestaltung der Anlaae genehinigt. Auch die Ucberwölbung des SchoorgrabenS zwischen Plock- und Goethestraße wird beschlossen. Weaen der Anlage eines Teiches soll ein Kosteu- voranschlag ausgestellt werden.

Stadtv. Kirch bemerkt zur Geschäftsordnung, daß er nur deshalb keinen Antrag stelle, daS TorhäuScben zu ent­fernen, weil feine vorläufige Erhaltung aus Sparsamkeits­rücksichten beschlosten worden sei.

Städtische Arbeiten und Lieferungen.

Für den Ausbau der Schott st raße und de? Aster- wegS zwischen der Steinstraße und der nächsten Querstraße betrugen die niedrigsten Angebote für die Auffüllltng 1932 und 2093 Mk., während der Voranschlag je 1875 Mk. vor- sah. Die Vergebung an den Wenigstnehmenden wird genehmigt, zumal der Mehraufivand durch Ersparniste bei den Pflaster- und Chaussierungsarbeilen nahezu gedeckt wird.

Stadtv. Euler regt an, jetzt auch den neuen Vieh­marktplatz aufzufüllen, da die Arbeit jetzt am billigsten komme. Der Vorsitzende bemerkt, daß die Deputation schon in den nächsten Tagen hierüber beschließen werde.

Für den Neubau der höheren und erweiterten Mädchenschule werden vergeben: Der Mehrbedarf an Bänken, die Katheder unb 800 Kleiderhaken zu 25 Pfg. das Stück. DaS billigste Angebot für die Katheder ist von außerhalb, eS ist 350 Mk. billiger als das billigste Gießener Angebot. Da der betr. Lieferant für die Stadt noch nichts geliefert hat, wird ihm aufgegeben, innerhalb acht Tagen entsprechende Zeugnisse beizubringen. Falls dies nicht in genügender Weise geschieht, wird das niedrigste hiesige An­gebot berücksichtigt.

Stadtv. Schwall bittet dabei dringend, alle Arbeiten wenn irgend möglich hier zu vergeben.

Bei Beratung dieses Gegenstands teilt der Ober­bürgermeister mit, daß Bestrebungen im Gange seien, die höhere Mädchenschule zu erweitern, um den Mädchen die Vorbereitung für das Universitätsstudium zu ermöglichen.

Die Ab ort an läge für die höh. Mädchenschule wird an einen Frankfurter Unternehmer für 1905 Mk. vergeben.

Die Herrichtung des Hauses Dammstr. 2 6 für eine Schuldienerwohnung erfordert 700 M., die bewilligt werden.

Für die Instandsetzung des HauseS Dammstr. 4, das 350 M. Miete einbringt, werden 144 M. bewilligt.

In der städtischen Kaserne sollen bei Einfü hrun g dec Kanalisation Klosetts eingerichtet werden. Die Anlage kostet 1250 M., die bewilligt werden. Der Mietpreis erhöht sich dadurch um die öprozentigen Zinsen für diese Summe.

Auf Antrag des Arbeiterausschusses wird für die Wiesenarbeiter die Beschaffung von Werkzeug be­schlossen und dafür ein Kredit von 50 Mk. bewilligt.

Die Kanal stiefel kosteten seither 34 und 36 Mk. Mit Rücksicht auf die Erhöhung des Lederpreises ist man mit einer Preiserhöhung auf 36 und 40 Mk. einverstanden. Auch der Preis für die Stiefelhölzer wird von 8.75 Mk. auf 9 Mk. erhöht.

Für den von Bnchbindermeister Sann gefertigten Ein­band alte r Ratsprotokolle, der sehr schwierig war und von mehreren Archiven deshalb abgelehnt wurde, wurde der Betrag von 76 Mk. bewilligt.

Der Bauplatz für die höhere und erweiterte Mädchenschule gehörte dem Stadterweiterungsfonds und es ist noch der, an diesen zu zahlende Preis festzusetzen. Der Platz kostet' mit Zinsen 122000 Mk., etwa 20 Mk. für den uQadrat- meter, und es wird jetzt beantragt, diesen Betrag dem Stadterweiterungsfonds zuzuführen.

Beig. Georgi hält diesen Betrag für zu hoch, da doch auch das Plocksche Gebäude einen ziemlich großen Wert repräsentiere, und beantragt, die Sache an die Deputation zurückzuweisen.

Die Stadtvv. Löber und Wallenfels unterstützen dies, während Stadtv. Heichelheim und der Vorsitzende für den Antrag der Deputation eintreten. Mit Mehrheiti wird beschlossen, den Preis nach dem Antrag der Depu­tation festzusetzen.

Verschiedenes.

Für die Kanalisation wird die Lieferung von 80 Schachtdeckeln und 180 Seiteneinläusen zum Preise von 43.75 Mk. und 26.75 Mk. vergeben.

Die von dem betr. Verleger wieoecholt angeregte Ver­öffentlichung von Inseraten im illustrierten Reise- album München wird debattelos abgelehnt.

Stadtv. Heichelheim bittet unter Bezug auf seine gleichartigen Ausführungen in der letzten Sitzung, die Aus­führung der Kanalisationsanschlüsse so zu regeln, daß die einzelnen Straßen möglichst gleichzeitig sectiggestellL würden.

Der Vorsitzende bemerkt dazu, daß nunmehr alle noch rückständigen Hausbesitzer ausgefordert seien, bis zum 15. März n. I. ihre Pläne einzureichen. Vis jetzt seien 900 Anschlüsse, also die .Hälfte aller, fertiggestellt und von 475 weiteren lägen die P'äne vor.

Zu der Beschwerde der Installateure gegen beit Betriebsleiter des Elektrizitätswerks wird mitgetcitt, daß die Installateure ihren Sachverständigen inzwischen benannt hätten. Auf rnehrfache Ansrage bei bedeutenden Elektro­technikern und Eleltrizitätswcrken habe sich aber heraus- acstellt, daß kein irgendwie namhafter Elektrotechniker mit diesem Herrn zusammen arbeiten wolle. ES soll deshalb den Beschwerdeführern mitgeteilt werden, daß sie bis zum 27. Dezember einen anderen Sachverständigen ernennen sollen.

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In der nichtöffentlichen Sitzung wurde die Anstellung eines 2. leitenden Beamten am ©aS- und Wasserwerk mit dem AmtLtitel BetriebSingeni ur beschloßen. Für die Stelle wurde der seitherige technische Leiter deS GaSiveckS Kaiserslautern, He^c Karl Ritzinger, bestimmt.

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vermischter.

* DaS Ende der Slffäre Kracht. DaS Wieder­aufnahmeverfahren im Strafprozesse gegen die Frau Kracht in Lemgo, die in der anonymen Briefaffäre wegen Meineides zu schwerer Zuchthausstrafe verurteilt wurde, ist nunmehr dem Oberlandesgericht Celle endgültig zurückge­wiesen worden. Ferner hat Fürst Leopold zur Lippe ein an ihn gerichtetes Gnadengesuch abgelehnt, worin um Umwandlung der Zuchthausstrafe in eine entsprechende Gefängnisstrafe gebeten wurde. Frau Kracht ist infolgedeffen gestern aus dem Detmolder Gerichtsgefängnis in das Zucht­haus eingeliefert worden, um dort den Rest ihrer Strafe, der noch etwa sieben Monate beträgt, zu verbüßen.

* Hochzeit zweier Hundertjährigen. Vor einigen Tagen fand in Aujezd (Mähren) eine merkwürdige Eheschließung statt. Der Bräutigam namens Joseph Koppner, der bereits das 101. Lebensjahr überschritten hat, führte die 100 jährige Rosa Waldner zum Traualtar. Trotzdem die beiden sich bereits seit 30 Jahren kennen, wollten sie prinzipiell vor ihrem 100. Jahre nicht in den Hafen der Ehe treten.

ICunft rind Wissenschaft.

Heimatbilder von Jeanette Baltzer (Clauß und Feddersen Hanau). Die Verfasserin gibt ihren fünf kleinen und lieben Geschichtchen ein Vorwort ohne Prätensionen. Wir sollen von vornherein wissen, was wir zu erwarten haben. Und daS finden wir dann auch: Erlauschtes und Erlebtes auS dein ländlichen Leben des Ober- und desUnter- lahnkreises. Jeanette Baltzer aus Weilburg spintisiert nicht die Glaubwürdigkeit von ihren Gestalten fort, sie bringt das Elemen­tare ihrer Art kräftig und fast dramatisch heran? aber von Pathos ist nirgends eine Spur. Ganz allerliebst ist die Geschichte vom Kainillenweibchen, das die himmlische Herrlichkeit m der GießenerKlinik erlebt 11 lieber d^r Novelle .Fran­zosenstein" schwebt etwas süß, aber stimmungsecht Lavendelduft.

GiosuöEarducci, der, wie bereits gemeldet, den Nobel­preis dieses Jahres für lyrische Dichtung erhalten hat, erfreut sich keiner guten Gesimdheit. Von einer feierlichen Veran­staltung zu Ehren des Dichters hat man Abstand genommen. Die Uebergabe des Preises soll im engsten Freundes- und Familienkreise zu Bologna, wo Carducci als Professor lebt, stattfinden. Gar- ducci hat vor etwa zivei Jahren einen Schlagfluß erlitten, in dessen Verfolg Lähmungserscheimmgen anfgetreten sind. Der Nobelpreis bebentet für Earducci endlich alich einen würdigen materiellen Lohn für seine Dichtuiigen. Carducci hat drei Bände Gedichte veröffent­licht und etwa zwölf Bände wertvolle Studien zur ital. Literatur­geschichte. Alle seine Schriften erbrachten ihm aber nur eine Jahresrente" van durchschnittlich 1000 Lire.

Landwirtschaft.

0 Marburg, 13. Dez. Der Verkauf deS diesjährigen Ge­meindeobstes im Kreise Marburg ergab recht eigen­artige Resultate. Bei schwächerer Ernte wie im Vorjahr wurden diesmal 10 859,81 Mk. eingenommen gegen 8 265,07 Alk. Was speziell Marburg anbelangt, war zwar das umgekehrte Verhältnis zu fonftntieren, denn hier nahm man nur 810,90 Mk. ein gegen 1837,90 Mk. im Vorjahr. Dagegen schnitten einige Landgemeinden, die hauptsächlich Aepfel anbieten konnten, recht gut ab.

Familien-Nachrichten.

Gestorben: Dr. jur. Adolf Heyer in Darmstadt.

Vergessen Sie nicht, daß Weihnachten bevorsteht und daß als bestes Weihnachtsgeschenk sich eine Dav-Füllfeder erweist, welche von Mk. 12.50 aufwärts, der Größe der Goldfeder entiprerhenb, käuflich ist. Es gibt nichts Brauchbareres, weil jedermann täglich sich einer Feder bedienen muß. Es gibt auch nichts Dauerhafteres, weil sie lebenslänglich vorhält. Es gibt überhaupt nichts, dessen sich der Beschenkte angenehuier erinnert, als der Gabe einer Caws- Jüllfeder. Nachahmungen sind zahlreich, aber jeder Händler von gutem Rufe wird Ihnen eine Caw verkaufen, wenn Cie Caw ver­langen. Mau beachte beim Kaufen, daß der Halter den Namen Caw trägt. Bezug durch Paviergejchä'te. Jllustr. Katalog gratis Lchwau-Blcisttft-Fabrik, Nürnberg. , |88»/®;

Soeben erschienen

Adreßbuch 1997

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