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nmgefommen sind; 12 Schiffe sind gesunken, 24 gestrandet. Von den Fahrzeugen der Eingeborenen ist die Hälfte gesunken. Die Verladungen sind wegen Mangel an Leichterschiffen ins Stocken geraten. Der Gouverneur von Hongkong glaubt, daß die Zahl der verunglückten Chinesen sehr groß ist, während seiner Kenntnis nach nur sechs Europäer ums Leben gekommen sind. An Bord des Dampfers „Fatshcm" sind 4 Offiziere und 2 Zivilpersonen getötet worden. Von S chi ffsb esa hu ng en sind 2 0 0 Mann u m gekommen. Im Ganzen sanken 8 Dampfer, hiervon 6 an der Küste. Im Pearlfluß sanken über hundert Boote, wobei viele Eingeborene unikamen. Ein amerikanisches Segelboot wiirde völlig aiis dem Waffer gehoben. Die Behörden von Hongkong sandten Hilfe. Der Gesaintschaden wird auf mehrere Millionen geschäht.
• D i e geschiedene Frau alsKöchin. Daß jemand die Frau, von der er sich hat scheiden lasten, als Köchin nimmt, läßt sich noch hören, daß aber die geschiedene Frau dann das Hochzeitsmenu zur zweiten Verehelichung ihres früheren Gatten kocht, dürfte ein Fall sein, der sich nur im „Land der unbegrenzten Möglichkeiten" ereignen kann. Ein Kaufmann namens John C. Putner, der in Daneville in Virginia lebt, ließ sich kürzlich von seiner Frau scheiden. Da er jedoch ein Feinschmecker war, und die Haushälterin, die er engagierte, seinen Erwartungen nicht entsprach, so nahm er seine erste Frau als Köchin ins Haus. Sein Herz aber hielt mit seinem Magen nicht gleichen Schritt, und er verliebte sich in eine junge hübsche und niusikalische Lehrerin, die er auch zum Altar führte. Da? Hochzcitsdmer war von seiner ersten Frau derart schmackhaft zubereitet, daß Putner sich nicht enthalten konnte, seinen Kästen in einer wohlgeschten Rede zu erklären, daß er der glücklichste Mann in Amerika sei, da er zwei Frauen habe, von denen die eine, mit der er gesetzlich allerdings nicht mehr vereinigt sei, gut zu kochen verstände, während die zweite alle gesellschaftlichen Vorzüge in sich vereine.
• Die Himmelsküche. In Südafrika werden bekanntlich die Kaffern besonders in der Küche verwendet. Ein zum Christentum bekehrter Zulu wurde kürzlich überhört, wie er einem anderen Kaffer in der bilderreichen und klangreichen Sprache seines Stammes die Herrlichkeiten des Himmels auseinandersehte, die er in einem Traume gesehen hatte. Der andere Kaffer hörte mit offenem Munde staunend zu und fragte dann: „Hast Du auch Kaffern im Himmel gesehen?" Der Erzähler dachte einen Augenblick nach und sagte dann: „Nein, bis in die Küche bin ich nicht gekommen."
• Die in Kanada angesiedelten Duchoborzen, die fanatische russische Sekte, die das Wiederkommen Christi erwarten und von Zeit zu Zeit ausziehen, um ihn aufzusuchen, gibt der kanadischen Regierung abermals zu schaffen. Wie vor zwei Jahren, so ist jetzt auch wieder ein Teil derselben mit Hinterlassung von Hab und Gut ausgezogen und war nicht zur Rückkehr 511 bewegen. Wie bekannt, sind die Duchoborzen strenge Vegetarianer und behaupten auch, daß cs Mord sei, einem Tiere das Leben zu nehmen. Ganz abgesehen davon, daß sie kein Fleisch essen, tragen sie auch nichts am Leibe, was tierischen Ursprungs ist, weder Leder noch Wolle. Viele von ihnen befanden sich ganz nackt im Zuge, und es mußte schließlich eine starke Polizeimacht aufgeboten werden, um sie nach ihren Ansiedelungen zurück- zutreibcn. Die Anführer der fanatischen Bande wurden verhaftet, und sie verweigern es jetzt, im Gefängnis etwas anderes zu essen, als Obst und rohe Kartoffeln. Einige wehren sich überhaupt, Nahrung zu sich zu nehmen, und sie wird ihnen nun im flüssigen Zustande mit Gewalt ein- geptimpt.
* Eine kubanische Amazon e. Eine der eigenartigsten Erscheinungen in den Kämpfen, die gegenwärtig auf Kuba zwischen den Insurgenten und den Truppen des Präsidenten Palma ausgefochten werden, ist eine Frau, die als Führerin einer Abteilung der Aufständischen auftritt und erst nm vorigen Mittwoch nach einem erbitterten Nahkampfe den Regierungstruppen eine empsindliche Niederlage beigebracht hat. Es ist die Senora Clara Santos, die Frau des reichen Pflanzers Juan Santos, die ihre Frauenkleidung abgelegt und die Offiziersuniform ungezogen hat. Man hatte so großes Vertrauen zu ihrer militärischen Tüchtigkeit, daß inan ihr den Befehl über 100 Mann anvertraute. Am Mittwoch traf nun ihre Abteilung bei Guines auf einen Trupp Landgarden unter dein Obersten Estrempes, der ausgesandt war, die Rebellen anzugreifen. Ein hartnäckiger Kampf entspann sich, während dessen die Senora Santos an der Spitze ihrer Leute mitten in die feindlichen Reihen ritt, rechts und links Hiebe mit dem Säbel austeilend. Die Insurgenten brachen angesichts der Kühnheit ihrer Führerin in ein begeistertes Hurra aus und stürmten mit Todesverachtung hinter ihr her, so daß die Recsierungslruppen sich bald zur Flucht wandten.
* Kl e in e T a g c s ch r 0 u i k. Beim Exerzieren im Manövergelände bei Loitkirkeby 'Schleswig) wurde der Füsilier Meder von einer Platzpatrone im Gesicht getroffen und auf der Stelle getötet. — In Recklinghausen erkrankte eine aus Oesterreich stammende Bergarbeiter-Familie schwer nach dem Genuß von Pilzen. Der Zustand des Familienvaters und eines Kindes ist hoffnungslos. — In der russischen Stadt Tomaschow erkrankten gelegentlich der Feier eines Konfirmationsfestes 50 Personen an Fi.scbv eraiftung, 19 starben. Es wurde fest- gestellt, daß in den M e s s i n g t ö p f c n , in denen Fische gekocht worden waren, sich Grünspan angesetzt hatte. — Es sind noch folgende deutsch klingende Namen von Personen, die bei dem Erdbeben von San Francisco seinerzeit umgekommen sind, bekannt geworden: Frau Groß, Lander ober Lauder oder Landers, Friedrich Rauscbkolf, Rosenbera. Henri Schmuchert oder Schuhmacher, Adolf Schwerin oder Schwinn, Frau Emily Schwerin oder Schwinn. — Die Gräfin Comminges in Paris, die vor einigen Monaten ihren Gatten verließ, um ihrer Neigung zu dem Leutnant de Berthier nach Sauvlgny zu folgen, schoß sich in dessen Wohnung eine Kugel in den Kopf, weil der Leutnant des Verhältnisses überdrüssig geworden war und mit ihr brechen wollte. Tie Verwundung scheint lebensgefährlich zu sein.
Arbeiterbewegung.
Berlin, 19. Sept. Die ausständigen Kohl en - ar beiter beschlossen heute, morgen die Arbeit zu den a lten Bedingungen auf allen Kvhlenplätzen wieder aufzuneh- in e n. Einzige Bedingung ist, daß keine Mastregelungen erfolgen 'und zum 1. Januar eine Erhöhung des Lohnes um 3 Pf. pro 'Stunde zugestanden wird. , .
Verviers, 19. Sept. Die Aussperrung von Arbeitern hat -hier eine ernste Lage geschaffen. Heute wurde eine mit Pulver iinb Eisenstücken gefüllte Bombe gefunden und auf das Pollzer-
amt gebracht. Die Zündschnur war noch nicht angebrannt. Dagegen explodierte auf dem Platz Verte eine Tynamrt- Patrone in der Nähe der Straßenbahn. Die Explosion verursachte eine große Panik, aber geringen Schaden. Die Zahl der Ausgesperrten wird auf 20 000 geschützt. Die sozialistische Presse eröffnet eine Subskription zu gunsten der Ausgesperrten.
Mons, 19. Sept. 1200 Grub enarb eiter der Grube „Grand Hornu", denen nur 10 Prozent anstatt 20 Prozent Lohnerhöhung bewilligt wurde, sind in den Ausstand getreten. Auch die Marmor ar beit er der Umgegend sind ausständig. Die Polizei fort einen Franzosen, den Vorsitzenden des internationalen Marmorarbeiterverbandes, ausgewiesen.
Mailand, 19. Sept. Um gegen die angebliche willkürliche Verhaftung von Genossen zu protestieren, wurde von den Trambahn-Bediensteten der Ausstand erllärt. Die Ausstandsbewegung am Logo Maggiore nimmt große Dimensionen an. Gegen 20 000 Arbeiter streiken.
Landwirtschaft.
- Kinzenbach, 19. Sept. Für Vollreife Zwetschen zahlt man augenblicklich hier 3 Mark im Zentner; sie werden in Körben nach Frankfurt a. M. versandt.
Gerichtssaal.
Essen, 20. Sept. Die Strafkammer verurteilte den früheren Bankier Brandöd ter, der für überführt erachtet wurde, 430 Bohranteile der Kali-Bohrgesellschaft Hattorf zu eigener Bereicherung unrechtmäßig ausgegeben zu haben, zueinernJahre Gefängnis. 6 Monate Untersuchung wurden angerechnet. Der Staatsanwalt hatte 2 Jabre Zuchthaus beantragt.
Meteoroloqiscke Beobachtungen
der Station Gießen.
K
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Wetter
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Still
September 1906
9,1
7,7
7,0
19.
19.
20.
749,7
749.1
749,5
12,0
8,3
6,8
88
94
94
Bed. Himmel
Klarer „
Lichter „
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71s
■e - &
Höchste Temperatur am 18.—19. September — + 13,0 ° C.
Niedrigste „ „ 18.-19. „ = + 6,00 C.
Voransfichlliche Witterung in Hessen für Freitag, den 21. September: Mäßige östliche Winde; vielfach neblig. Messt trocken; Temperatur nicht erheblich geändert.
Orrgnral-Drahtmel-nngen.
Abg. Häusel ch.
sd. Darmstadt, 20. Sept. Der Landtagsabgeordnete Gg. Häusel ist heute vormittag in Michelstadt einem Schlaganfall erlegen. (Häusel war 1851 zu Steinbach bei Michelstadt geboren und lebte in Michelstadt als Kreistechniker und Zeichenlehrer. Auch war er Kreisfeuerwehrinspektor. Er vertrat seit 1899 in der hessischen Zweiten Kammer den Wahlbezirk Höchst-Michelstadt und gehörte der nationalliberalen Partei an. Er war ein arbeitsfreudiges Mitglied und wirkte namentlich mit Erfolg im Finanzausschuß. In allen politischen Fragen erwies er sich als ehrlich liberal gesinnt, während er in wirtschaftspolitischen Fragen der Richtung Haas zuneigte. Bekannt ist sein zähes Eintreten für eine andere Bemessung der Mietentschädigungen für Dienstwohnungen, eine Frage, deren definitive Regelung er nicht erleben sollte. Da die Wahl seines Nachfolgers durch die Wahlmänner der letzten Wahl vorgenommen wird, ist die Wahl eines nationalliberalen Abgeordneten in dem sonst stark von den Sozialisten bedrohten Wahlkreis sicher.)
sd. D a r m ft a d t, 20. Sept. Heute verhandelte die Strafkammer gegen den Redakteur Friedr. Hannemann und den Redakteur Albert Vandlow vom „Darmst. Tägl. Anz." wegen Beleidigung des Reichstagsabg. Berthold. Es stellte sich bei der Verhandlung heraus, daß H. bei der Mfassung der Notiz, in der behauptet wurde, Berthold sei sinnlos betrunken gewesen und deshalb in einer Wirtschaft verspottet worden, das Opfer einer Mystifikation wurde. H. erhielt mit Rücksicht aus seine politische Stellung und Tätigkeit den Schutz des § 193 zugebilligt und wurde von Strafe und Kosten freigesprochen. B a n d l 0 w wurde zu 5 0 M k. Geldstrafe verurteilt und dem Beleidigten wurde die Publikationsbefugnis im „Darmst. Tagt. Anz." zugebilligt.
fc. Hornburg v. d. H., 20. Sept. Heute vormittag 10 Uhr 19 Min. kamen Reichskanzler Fürst Bülow und Gemahlin hier an. Sie wurden am Bahnhof vom Oberbürgermeister v. Marx begrüßt. Der Reichskanzler bewohnt den sog. englischen Flügel im Kgl. Schlosse, in dem auch einige Beamte der Reichskanzlei untergebracht sind.
Köln, 19. Sept. Die „Köln. Ztg." meldet aus Peking von heute: Die deutschen Reichstagsabgeordneten setzten nach kurzem Aufenthalt die Reise von hier nach Tientsin fort. Sie sind von dem hiesigen Aufenthalt sehr befriedigt und erkennen namentlich dankbar an, daß ihnen die chinesischen Behörden bei jeder Gelegenheit das größte Entgegenkommen gezeigt haben.
Essen, 20. Sept. Der Vorsitzende des Verbandes der Bergarbeiter richtete an Efferts ein Schreiben mit der Aufforderung, eine Konferenz einzuberufen zur Besprechung der L 0 h n fr a g e. Efferts erließ über die Notwendigkeit der Konferenz eine Rundfrage. Die christlichen Gewerkschaften wollen die Lohnfrage durch Ausschuß regeln. Sollte dies erfolglos sein, ist ein weiteres Vorgehen der Siebenerkommission zu erwarten.
Berlin, 20. Sept. Der Vorstand der hiesigen jüdischen Gemeinde hat an den Reichskanzler ein Telegramm gesandt, in dem dieser gebeten wird, soweit es die Interessen des deutschen Vaterlandes gestatten, den bedrängten Juden in Rußland seinen Beistand zu gewähren. — Wie der „Vorwärts" mitteilt, ist Rosa Luxemburg vor einigen Tagen aus Rußland nach Deutschland z u r ü ck g e k e h r t. Vom Landgericht zu Weimar ist sie wegen Aufreizung 31t Gewalttätigkeiten augeklagt.
Berlin, 20. Sept. Wie von direkt beteiligter Seite mitgeteilt wird, bestätigt sich die Ausweisung des deutschen Schiffes „Meteor" aus dem Hafen Plymouth. Ter englische Hafenbeamte soll sich außerdem schwerer Beleidigungen gegen die Deutschen schuldig gemacht haben. Tie Hamburg-Amerika-Lime ha. die Angelegenheit zur Verfolgung auf diplomatischem Wege der Reichsregierung übergeben. . ,
Kobürg, 20. Sept. Der Kaiser und die Kaiserin reiften gestern abend 11 Uhr nach Karlsruhe ab.
London, 20. Sept. Der Scho ttl and-Expreß zug, der mit zahlreichen Passagieren London verlassen hatte, entgleiste bei der Stadt Grantham. Der Zug stürzte den Bahndamm hinab und die Trümmer gerieten in Brand, der mehrere Stunden andauerte. Bis jetzt wurden sieben Leichen Verunglückter geborgen.
Grenoble, 20. Septr. Die Vorstände sämtlicher Arbeiter-Syndikate beschlossen gestern abend, heute den Genera laus stand zu beginnen. Die Setzer kamen heute morgen nicht zur Arbeit, weshalb heute keine Zeitungen erscheinen.
Paris, 20. Sept. Eine Bande von Wüstlingen und ihrer Helfershelfer, die über Automobile verfügen, operiert geqemvärtig mit unerhörter Verwegenheit vornehmlich in der Nähe des Triumphbogens. Die Mitglieder der Bande entführen auf offener Straße junge Mädchen.
Baven0 (Oberitalien), 20. Sept. Der General- strcik im Industriegebiete am Langen See ist vollständig und breitet sich in der Umgegend aus. Bisher streiken etwa 20 000 Arbeiter einschließlich der Bäcker.
Wien, 20. Sept. Hiesige Blätter melden, daß im Angezzotal vier leichte Erdbeben st öße gespürt wurden.
Esseg, 19. Sept. Heute veranstalteten Maurergesellen eine Kundgebung gegen einen Baumeister, weil er Akkordarbeiten vergab. Die Temonsrranten zertrümmerten die Fenster und Türen und drangen in das Baubureau ein, dessen Einrichtung sie zertrümmerten. Der Baupolier gab drei Revolverschüsse ab, wodurch Arbeiter verletzt wurden. Zwölf Personen wurden verhaftet.
Riga, 19. Sept. Die in deutscher Sprache erscheinenden Blätter bringen an leitender Stelle einen Ausruf aus Kurland an die deutsche L a n d e s j u g e n d , in welchem diese auf- gefordert wird, sich zur Abwehr b er revolutionären Banden, die von der internationalen Sozialdemokratie geleitet werden, zusammenzuschließen. Die Verteidigung des heimischer Herdes sei die beiUgfte Pflicht. Alles sei fertig zur Selbstwehr, nun sei die Reihe an der Jugend.
Oran, 20. Sept. Im Walde von Aya wurden die furchtbar verstümmelten Leichen des Generalpostinspektors Dubois und des Postbeamten Barbier gefunden. Beide sind offenbar einem Raubmord zum Opfer gefallen. Dubois trug 1000 Frcs. bei sich.
Dar-es-Salaam, 19. Sept. Aus Sansibar wirb hierher gemeldet, daß dort gestern früh sämtliche Soldaten und Polizisten wegen höherer Lohnforderungen in den Aus- stand traten. Der Premierminister konnte weder die Ordnung Herstellen, noch die beiden höchsten farbigen Offiziere vor Mißhandlungen schützen. Schließlich fuhr der Minister nach Chukwani, dem Landhause des Sultans, rind brachte diesen zur Stadt. Durch eine kurze verständige Ansprache des Sultans an die Abgesandten der Streikenden wurde die Sache beigelegt. Der Sultan versprach, sich persönlich für die Angelegenheit der Soldaten und der Polizisten zu interessieren.
Hongkong, 19. Sept. Bei dem gestrigen Taifun, der ganz unerwartet kam, sind von 19 hier liegenden deutschen Dampfern folgende sechs gestrandet: Petrarch, Emma Luyken, Johanne, Apenradc, Signal und Sexta. Schwer beschädigt wurden Prinz Waldemar, Deyawongse, Chowtai, Rajah, Sullberg und Quint. Menschenverluste unter Reichsdeutschen sind nicht zu be- llagen.
Hongkong, 19. Sept. Die Mehrzahl der Eingeborenen von Samvangs ist bei dem Taifun umgekommen. Polizei n>nd Zivilpersonen retteten Hunderte von Eingeborenen, ein japanisches Schiff allein 66 Personen. Die Chinesen belagern die Polizeiwache, um die Toten zu rekognoszieren. Es herrscht völlige Ruhe. Die öffentliche Meinung ist sehr aufgebracht gegen die Leitung des Observatoriums, welche den Taifun nicht rechtzeitig angekündigt hat. Der englische Kreuzer Terrible ist hier eingetroffen, ohne etwas von dem Cyllon gemerkt zu haben.
New York, 19. Sept. Die Kontinental Cable Gesellschaft meldet, daß die Telegraphenvcrbindungen mit Canton und S w a 10 w unterbrochen sind. Man befürchtet, daß auch diese Städte durch den Taifun vernichtet worden sind.
Schiff-nachrichten.
Red Star Linie.
Ter Postdampfer „Vaderland" der „Red Star Linie" in Antwerpen ist laut Telegramm am 18. September wohlbehalten in New-Pork angekommen.
Telefonische Kursberichte
des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie, Giessen.
Frankfurter Biirse, 20. September, 1.15 Uhr.
3%e/0 Reichsanleihe . . 98.80 3% do. . . 86.50 3j^°/o Konsols .... 98.65 3-6 do 86 50 3^°/o Hessen 98.15 3^’4 Oberhessen . . . — 4°o Oesterr. Goldrente. . 99.40 41/8?o Oesterr. Silberrente 100.10 4?o Ungar. Goldrente . . 94.85 4% Italien. Rente . . . 103.10 3% Portugiesen Serie I . 69.70 3% Portugiesen „ III 70 80 4 >£6/0 russ.Staatsanl. 1905 85.40 4%°/n japan.' Staatsanleihe 93.50 4 % Conv. Türken von 1903 95 60 Türkenlose 145.80 4% Griech. Monopol-Anl. 54 00 4% äussere Argentinier . — — 3°/0 Mexikaner .... 68.70 4j£% Chinesen .... 98 60
Aktien:
Bochum Gass 244.00
Buderus E. W .... 125.00, Tendenz: fest.
Berliner Börse, 20.
Canada E. B 178.10 Bannstädter Bank . . . 139.80 Deutsche Bank .... —.— Dortmunder-Union C. . . 84.20 Dresdner Bank .... 158.30
Tendenz: geteilt.
Elektriz. Lahmeyer . . . 141.00 Elektriz. Schuckert . . . 129.50 Eschweiler Bergwerk . . —.— Gelsenkirchen Bergwerk . 225.00 Hamburg-Amerik. Paketf. 158.75 Harpener Bergwerk. . .214.75 Lanrahfltte 247.00 Nordd. Lloyd 127.90 Oberschles. Eisen-Industrie 129.00 Berliner Handelsges . . 173.20 Darmstädter Bank . . . 140.00 Deutsche Bank . . • 288.70
Deutsch-Asiat. Bank . . —.— Diskonto-Kommandit. . . 188.40 Dresdner Bank . . . 158.25 Kreditaktien . . . . . 209.70 Baltimore- und Ohio-
Eisenlahn . . . 124.80
Gotthard bahn .... —.— Lombard. Eisenbahn . . 34 80 Oesterr. Staatsbahn . . . 143.80 Prince-Henri-Eisenbahn . 145,00
September. Anfangskurse.
Harpener Bergwerk. . . 214.20 Laurahtitte 246.20 Lombarden E. B. ... 34.70 Nordd. Lloyd 127.80 Türkenlose 144.70
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