Ausgabe 
19.10.1906 Erstes Blatt
 
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Die Musik kommt.

Frei nach Lilien eron. SUiiigling, bumbum und tschingdada, Zieht im Triumvh der Perserschah? Und um die Ecke brausend brichts Wie Tubaton des Weltgerichts, Voran der Bürgermeister.

Der Bürgermeister ächzt und stöhnt, Er ist das Schweigen nicht gewöhnt. Auch der Rendant marschiert im Trab; Man nahm ihm seine Schlüssel ab. Und dann der Herre Hauptmann.

Der Hauptmann naht mit stolzem Sinn, Die Schuppenketten unterin Kinn, Die Schäroe schnürt den schlanke': Leib, Beim Zeus! das ist kein Zeitvertreib, Und dann bet viele Jelde l

Zwei Pferdchen, rosenrot und braun, Zieh'n den Herrn Bürgermeister traun, Samt der Fran Bürgermeisterin, Auch der Rendant sitzt, mitten drin. Und dann die Grenadiere.

Die Grenadier im strammen Tritt, In Schritt und Tritt und Tritt uiid Schritt, Das stampst und dröhnt und klappt und s rrt, Laternenglas und Fenster klirrt, Und dann die Köpenicker.

Die KLvenicker, dicht gedrängt

Steh'n schwitzend ins Spalier gezwängt.

Aus Tür unb Tor und Hos und Hails

Schaut Mine, Trine, Stine aus Und keiner wagt zu mucksen!

Der Hauptmann unterde? ganz sacht Hat schlaii sich mrs dem Staub gemacht. Ganz leise bumbumbumbum tsching Flag da ein bunter Schmetterling Tsching tsching, bum, um die Ecke!

Maul- und Klauenseuche.

Berlin, 18. Oft. Zum Stande der Maul- und Klauen­seuche aus dem hiesigen Vieh- unb Schlachtbol erfährt ber »Lok.- Anz/, daß das Ausfuhrverbot vorläufig noch in Kraft ge­blieben ist. Die Krankheit hat bisher nicht weiter um sich gegriffen. Man hofft, dasi nach Beendigung der in der großen Schweinehalle begoiinenen Desinfektion die Aufhebung der Ausfuhrsperre er­folgen wird. Zu der Verseuchung des Viehhoses nimmt Geh. Oberregierungsrat Schröter aus dem Landwirtschastsministerium das Wort. Er rechnet auf Grund der Ergebniffe der bisherigen Untersuchung mit drei Möglichkeiten der Einschleppung der Seuche: Sie kann durch Personenverkehr aus Rußland, wo an der Grenze die Maul- und Klauenseuche in starkem Mabe herrscht, nach Deutschland übertragen sein. Auch österreichische Schafe, von denen 350 Stück auf dem Berliner Viehhos vor Ausbruch der Seuche überständig blieben, fönncit die Träger der Seuche gewesen sein. Sodann ist es aber nicht unwahrscheinlich, daß der Seuchen­stoff aus dem Kreise G r e i f s w a l d stanlint, ivo vor kurzem in einem Faste die Maul- und Klauenseuche durch Personenverkehr mit dem I m m n n i s i e r u n g s v e r s n ch s - I n st i t u t des Prof. Dr. Löffler hervoraernsen wurde. Der Ausbruch der Seuche auf dem Berliner Viehhose hat dem Landwirtschaft s- m i n i ft e r bei seiner Rückkehr aus dem Urlaube, nachdem ihm über den Vorfall Vortrag gehalten worden war, Veranlassung zu einer Aeuberung gegeben, daß die Grenzen gegen die Ein­fuhr gesperrt bleiben müssen. Die Vermutungen des Geheimerats Schröter werden auch von dein Generalsekretär der Zentrale für Viehoerwertung, Burkhardt, geteilt. Wie Burkhardt mitteilt, ist es erwiesen, daß nm 30. September im ostpr. Kreise Lyck durch russische Arbeiter in ein Gehöft die Seuche eingeschlevpt worden ist. Ebenso leicht könne eine Uebertragung nach dem ostpr. Kreise Osterode, ans dem ein Teil der verseuchten Schweine ans dem Berliner Viehhofe stammt, erfolgt fein. Ilm die Verschleppung des AnstecknngsstoffeS aus bem Institute bes Pros. Dr. Löffler- Greiiswald, ber mit staatlicher Unterstützung seit Jahren Versuche mit einem Imnumisierungsversahren anstellt, zu verhinbern, ist jetzt von ber Regierung die sofortige Tötung aster im Institute befind­lichen Tiere, sowie die Einstestung aster weiteren Jrnmunisierungs- versnche angeordnet worden.

M a g d e b n r g, 18. Oft. Die Maul- undKlauenseuche ist auch hier im Viebhcüe ausgebrochen.

Vermischtes.

*ElneZusammenkunftderGräfinMontignoso mit ihren Kindern wird, wie dieDr. R. N." erfahren, in allernächster Züt stattfinden. Der Ort ber Zusammenkunft ist bestimmt, wird aber ebenso wie ber Zeitpunkt geheim gehalten, da man weder die Kinder des Königs, noch die Gräfin Montignoso lästiger Neugier aussetzen will. Sicher ist, baß die Zusammen­kunft nicht in Dresden ober ber näheren Umgebung Dresdens arrangiert wird. König Friedrich August wird bei her Zusam­menkunft nicht zugegen sein. DerFr. K." meldet dagegen von toskanischer Seite, ber König von Sachsen habe bas Ersuchen der Gräfin, ihre Kinder wieder zu sehen, entschieden abgelehnt. Auf eine Einwirkung von toskanischer Seite habe der König ge­antwortet. er müsse sich wundern, baß ihm von dieser Seite eine solche Zumutung gestellt werde, da die Mütter der Gräfin, die Großherzogin von Toskana, ihre verheiratete Tochter verreisen lasse, wenn die Gräfin, ihre Tochter, zu Besuch nach Lindau komme. Von einem Ausgleich, könne keine Rede sein. Dieser sei seit 1905 vertragsmäßig festqelegt.

* Eine ungeheure Zahl von Pferdewursthänd- lern, die seit dem Sommer 1905 Pferdewurst bezogen haben, b"t jetzt die Berliner Kriminalpolizei durch Beschlagnahme von Geschäftsbüchern in der Pferdewurstfabrik von Kolbe u. Co., Lich- <?uberg, ausgespürt. Haben auch sebr viele es bei einem Ver­such bewenden lassen, so sind doch nicht minbc- viele in wieder- b'itter und dauernder Verbindung mit der Pferdewurstfabrik ge­blieben und haben so wissentlich oder fahrlässig ihren Kunden Pferdewurft geliefert, dadurch aber auch die reellen Geschäfte "ud nameutlicp auch die Metzger schwer geschädigt. Die Metzaer- Fnnunqen haben daher Strafantrag gestellt, und die Ber­liner Innung bat sich für diese Mafsenanzeiaen sogar gedruckte Formulare Herstellen lasfen. DieAllg. Fleischer-Ztg." beginnt demnächst mit der Veröffentlichung der Firmen, die wiederholt bezw. in größeren Mengen Pferdewurst bezogen haben.

* Kleine Tageschronik. Fn Vukva in Böhmen er- frnnften nach dem Genüsse einer Wurstsuppe in 20 Familien 50 Personen. Ein Bergg'-beiter ist bereits der Vergiftung erlegen. In Eisenach wurde auf Veranlassung eines dor­tigen Hoteliers die Frau eines Berliner Oberleut­nants verhaftet und in Untersuchungshaft gebracht, die durch verschiedene unglückliche Zufälle auaenblicklich ohne Mittel und Legitimation, war. Erst nachdem ihr Glitte telegraphisch 400 Mark angewiesen batte, erfolgte die Freilassung. Das Vor- aehen des Hoteliers erscheint um so unbegreiflicher, als die Hotel- schuld nur 17 Mark betrug.

rcunst und Wissenschaft.

D a s G l a s h a u s", ein Lustspiel in drei Akten von Oskar Blumenthal, wurde im Wiener B'irqtheat°r trotz guter Besetzung und sorgfältiger Inszenierung fehr entschieden abgelehnt. Das angebliche Lustsviel arbeitet mit stark possen­haften Effekten, die aber als von der Kadelburgfirma ber bekannt ihre Wirkung ganz verfehlten. Die Satyre auf literarisches Bauernfäugertnm, Modernitätsgeckerei und bürgerliche Snobs, die in die O ssentlichkeit drängen, ist schon zu abgelagert, um insbesondere in Wien noch Eindruck zu machen, wo fast alle witzigen Vointi n aus den Feuilletons desselben Autors ohnehin bekannt sind. Es gelang wohl den zahlreichen Verehrern des Feuilletonisten und Verfassers anderer besserer Stücke, den Autor

mehrmals vor den Vorgang zu rufen, es wurde aber dach' ko stärk' gezischt, daß es erstaunlich war, daß Blumenthal selbst sich dieser Demonstration aussetzte. (Frkf. Ztg.)

Ranen, 18. Okt. Bei dem heutigen Besuch der Mitglieder der Konferenz für drahtlose Telegraphie wurde auf der großen Telefunkenstation Rauen zum e rft en Male in Deutsch­land praktisches Telegraphieren mittels unge­dämpfter Schwingungen nach der neuen von der Tele- siinfengesellschaft ausgebildeten Methode mit vollem Erfolge vor- geführt.

UniüeriifäfsaHacbricbten.

Der außerordentliche Professor Dr. Adolf v. W e n ck st e r n in Greifswald ist als Ordinarius für Staatsivissenschaften an die Universität Breslau berufen worden.

Gerlchtssaal.

(fb.) Darmstadt, 18. Okt. lieber 20 000 Kilometer wegen einer eigentlichen Bagatelle mußte der Tierarzt Leo Brücker, zuletzt in Ostafrika, zurücklegen, der sich wegen eines Vergehens im Amt, das ihm während seiner Tätigkeit in Viernheim zur Last gelegt wird, vor der hiesigen Strafkammer zu verantworten hatte. Er hat als vereidigter Fleischbefchäuer der Gfcmeinbe Viern­heim im Jahre 1904 baselbst in seinem Tagebuch eingetragen, daß er ein geschlachtetes Schiwein d"s Wirtes F. auch schon vor der Besichtigung, wie es Vorschrift ist. gesehen habe. Durch einen konkurrenzneidigen Kolleaen kam die Unwahrheit aber heraus und der Angeklagte vor die Strafkammer. Er sucht die Stäche als ein Versehen darzustellen, durch die Zeugenaussagen wird aber das Vergehen festgestellt und muß das Gericht zu einer Verurteilung kommen. Obwohl nach ber Erklärung des Vorsitzenden die gesetz­liche Mindeststrafe immer noch zu hoch ist. mußte er zu dieser, bestehend in einem Monat Gefängnis, verurteilt werden.

Berlin, 19. Okt. Im Prozeß gegen den Grafen Pück- l e r - K l e i n - T s ch i r n e, der sich vor der 9. Strafkammer wegen Aufreizung zu Gewalttätigkeiten, begangen in 17 Reden beziehungsweise Flugblättern, zu verantworten hatte, beantragte der Staatsanwalt 6 Monate Gefängnis, gegen zwei mitangeklagte Buchdruckereibesitzer geringe Geldstrafen. Nach 314 stündiger Be­ratung beschloß der Gerichtshof weitere Erhebungen über die letzten Vorstrafen des angeklagten Grasen Pückler. Die weitere Verhandlung wurde auf Samstag mittag vertagt.

Eine Säbelmensur mit tödlichem Ausgange hat die Münchener Strafkammer beschäftigt, der Gerichts­hof hat sich jedoch als unzuständig erklärt unb die Sache, dem Antrag des Staatsanwalts entsprechend, an das Schwurgericht abgegeben. Angeklagt ist der Student der Rechte Mar Grun­wald aus München, der den cand. med. Heinrich Wollenweber bei einer sog. leichten Säbelpartie rechts und 5<».'ks am Kopfe nur leicht verletzte. Der Verwundete, der dreizehn Tage nach der Mensur an Blutvergiftung starb, soll am Tage nach dem Waffengang mit seiner Korpsmütze in einen Gewitterregen ge­kommen sein und die farbige Kopfbedeckung mit dem gleichfalls durchnäßten Verband die Nacht über aufbehalten haben. Am anderen Tage stellten sich Schüttelfrost und Rotlauf am Kopfe ein, und die Erkrankung nahm den bereits geschildetten traurigen Verlauf.

Kirche tntfc Schule.

München, 18. Okt. Ter Prinzregent ernannte den Bischof 'von P«ssau Dr. b. Henle zum Bischof von Regensburg. Der Werhbischof Dr. v. Ow wurde zum V i sich o f b o n Passau ernannt.________________________

Handel und Verkehr, Volkswirtschaft.

Von der Berliner Börse. Die zuversichtliche Stimmung, die infolge der besseren Russenkurse herrscht, scheint nicht recht anhalten zu wollen. Bei Eröffnung war die Börse zurückhaltend wegen der gestrigen Beschlüsse der Vertreter der deutschen Bergwerksbezirke. Trotzdem hält die Börse an der Hoffnung fest, daß es zu einem Ausgleich kommen werde. Russen lagen wiederum im ganzen recht fest auf Depeschen über einen angeblich günstigen Artikel in derTimes". 'Schiffahrtswerte avancierten 14 Proz. Amerikaner hingegen waren eher abgeschwächt. Für hei­mische Fonds zeigte sich kein Interesse. Montanwerte gingen durchweg um Bruchteile zurück. Laura und Hohenlohe wurden durch den Streikausbruch der Gräfl. DonnerS- marckschen Zinkgrube Neuhof ungünstig beeinflußt. Pribat- diskont 4 sieben Achtel Prozent.

Märkte.

fc. Frankfurt a. M., 19.Oft. lOrfg.-Telegr. de?Gieß. Anz/st V i e h rn a r k t. Zrnn fPerfaufe standen 00 Kälber 00 Schafe unb Hämmel, 510 Schweine: 1. Qual. 7677 Pfa. Lebendgewicht 60.0000.00 Pf., 2. Qual. 7476 Pf., Lebendgewicht 59.00-00 Pfg., 8. Qual. 68-70 Pfg. Kälber 1. Qual. 00-00 Pf., Lebendgewicht 0000 Pfg., 2. Qual. 0000 Pfg., Lebendgewicht 0000 Pfg., Schlachtgewicht 0000 Pfg. Schafe 1. Qnalitä Schlachtgewicht 0000 Pfg., 2. Qualität 0000 Pfg. Geschäft gedrückt, 11 eberff anb bedeutend.

Der Rheinisch-Westfälische Effektenmarkt.

Tagesbericht der Firma Walter Hammer st ein.

Mülheim a. d. Ruhr, 18. Oft. 1906.

Auch heute hielt die Festigkeit auf dem Kohlenkuren- markte in unveränderter Weise an. Die Umsätze beschränkten sich jedoch nach wie vor auf das kleinste Maß. Lebhafter gesucht waren Alte Haase, Schürbank und Tremonia. Ferner zeigte sich für Johann Deimelsberg, Langenbrahm und Gottessegen weiter rege Kauflust. Tie Kurse der schweren Werte waren meistens un- verändert, doch konnte die Nachfrage durchweg nicht befriedigt werden.

In Kalikuxen war das Geschäft beute außerordentlich still. Die Kurse bröckelten weiter ab. Besonders schwach lagen Alexanders- liall, Bürbach, Hohenfels und Siegfried T.; Güntershall dagegen waren zu gestrigen Preisen im Verkehr. Von Kali-Aktien wurden Heldburg niedriger gehandelt. Sonstige Werte fast unverändert.

Der Er z kux en m a r f t hatte ebenfalls nur vereinzelte Um­sätze in Apfelbaumerzug unb Coneorbia zu verzeichnen.

Aus bem Braunkohlenknxen markte lagen heute Liicherberg sehr fest. Es fanbcn größere Umfähe zu weiter fteigenben Kursen statt. Bellerhammer waren unverändert in Nachfrage. Auch Schallmauer weiter fest.

Arbeiterbewegung.

Aachen, 18. Okt. In einer beute nachmittag in Haaren abgehaltenen Versammlung ber Ausständigen des Hüttenwerkes Rote Erde", welche von über 2000 Arbeitern besucht war, wurde beschloffen, den Streik für beendet zu erklären. Der Tag der Arbeitsaufnahme wird noch näher bekannt gegeben werden.

Hamburg, 18. Okt. Die oberelbischen Reedereien erhoben gegen d i e A u s st ä n b i g e n in allen Fällen wegen Kon- traktbruches gerichtliche Klage unb lehnten strikt jegliche Verhanblung mit ber Organisation bet Binnenschiffer ab.

Beuthen, 18. Okt. Ter im A u s st a n b besinblichen Beleg­schaft ber GrubeNeuhof" haben sich heute beim Schichtwechsel auch bie Bergarbeiter ber benachbarten Viktoria-Grube an­geschloffen. Heute mittag fuhren in bie GrubeNeuhof" von 341 Mann ber Belegschaft 14, in die Viktoriagrube von 119 Mann 15 ein.

Gießener Wetterdienst.

Voraussichtliche Witterung für Neffen am Samstag den 29. Oktober: Meist trüb, leichte Regenfälle. Nachts wärmer, am Tage Temperatur wenig verändert. Mäßige westliche Winde.

Verlobte. Fräulein Tina Metzger, Butzbach, mit Herrn Louis Löb, Hamburg. Fräulein Minna Isenberg, Sterzhausen, mit Herrn Sally Ziegelstein, Treis a. Lumda.

De st brbe n c. Herr Heinrich Diehl, Alsfeld. Herr Josef EImiger, Butzbarfi.

2Cird)licl)c Nachrichtev.

Evangelische Gemeinde.

19. Sonntag nach Trinitatis, den 21. Cftobcr: (AeffesbUnn.

In der Stadtkirchc.

Vornuttag? 9V Uhr: Pfarrer T). Schlosser.

Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Matthäusgemeinde.

Pfarrer D. Sch losser.

Abends 5 Uhr: Siehe IohanneSkirche.

Abends 8 Uhr im Matthänsfaal: Vereinigung der konfir­mierten männlichen Jugend ber M a 11 h ä u § g e in e i n d e.

Dienstag, den 23. Oktober, nachmittags 4 Uhr, im MatthäuS- faa(: Frauenmissionsverein.

Donnerstag, den 25. Oktober, abends 8 Uhr, im Matthäus- saal, Bibelstunde. (Offenb. Joh., K. 5.)

Pfarrer D. Schlosser.

Tie Vereinigung der konfirmierten weiblichen Jugend der Markus gemeinde versammelt sich statt Mittwoch, am Dienstag, den 23. Oktober, nachmittags 6 Uhr.

In ber FohanueSkirche.

Vormittags 9V? Uhr: Pfarrassistent S r e i n e r.

Vormittags 11 Uhr: Kindergottesdienst für die JohanneS- gemeinde. Pfarrassistent Steiner.

Abends 5 Uhr: Oberpfacrer Müller aus Lauterbach.

Festgottesdienst zum Stiftungsfeste des evangelischen Arbeiter­vereins.

Freitag, den 26. Oktober, nachmittag? 4 Uhr, beginnt der Missionskranz ber ßuffi§gemeinbe. Derselbe findet im Konfirmanden­saal ber Lilkasgemeinde regelmäßig alle 14 Tage statt. Tie fDlit- glieber sind eingetaben, weitere Teilnehmerinnen herzlich will­kommen. Pfarrer Euler.

Katholische Gemeinde.

Samstag, den 20. Oktober 1906.

Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beichte.

Sonntag, den 21. Oktober: , 2 0. Sonntag nach Pfingsten.

Vormittags von 6'/, Uhr an: Gelegenheit zur heil. Beichte.

um 7 Uhr: Die erste heil. Meffe, vor unb in derselben Austeilung der heil. Kommunion.

, um 8 Uhr: Tie zweite heilige Messe. Militärgottesdienst mit Predigt.

um 91/» Uhr: Hochamt mit Predigt.

Nachmittags um 51/, Uhr: Christenlehre; darauf Rosenkranzandacht mit Segen.

An den Werktagen ist täglich des Abends um 61/, Uhr: Rosenkranzanbacht mit Segen.

Origittal-Drahtmeldungen.

Düsseldorf, 19. Okt. Der Verein der Aerzte hat den Ortskrankenkassen die Verträge gekündigt. Er verlangt eine Erhöhung des PanschalsaheS.

Gelsenkirchen, 19. Okt. Die Stadtverordneten be­schlossen, die Negierung zu ersuchen, zur Linderung der Fleischnot die Grenzsperre aufzuheben.

Paris, 19. Okt. lieber die Ministerkrise wird be­richtet: Als mutmaßlicher Nachfolger des Krie gtz minister 8 Etienne gilt Berteaux. Für das Kolonial-Nessort werden Dessaibne und Leygnes genannt. Thomson wird das Marine- Portefeuille beibehalten. Als Nachfolger des Finanzministers Poincarö bezeichnet inan Caillaut und Gauthier. Mille­rn n d soll das H a n d e l s m i n i st e r i u m übernehmen, während für daS Justizministerium Vivienne in Betracht kommt.

Biserta, 19. Okt. Die Nettungsarbeiten der Taucher werden fortgesetzt, jedoch bisher ohne Erfolg. Es gelang zwei Tauchern, bis an das Unterseeboot heranzukommen, aber auf ihr Klopfen gegen die Schiffswand erhielten sie keine Antwort, sodaß die Vermutung sich zu bestätigen scheint, daß niemand von der Besatzung mehr am Leben ist. Man will nunmehr versuchen, zwei starke Ketten unter daS Boot zu legen und cs in die Höhe zu heben. Das Untersee­boot hat während der Zeit, wo es in La Rochelle in Dienst gestellt war, mehr als 250 Tauchversuche unternommen, die sämtlich einen guten Ausgang genommen hatten.

Budapest, 19. Okt. In der Werkstatt des Bandagen- Fabrikanten Oswald fand eine Benzin-Explosion statt, durch welche ein Kind getötet, Oswald, seine Frau und mehrere Gehilfen schwer verletzt sowie eine Anzahl andere Personen leichter verletzt wurden. Auf Antrag des Staats­anwalts verhaftete die Polizei den 32jährigen Mini- steri albe amten KarlFilipp, der beschuldigt wird, seine Frau zu Tode geprügelt zu haben.

Telefonische

des Giessener Anzeigers, mitgi nnd Indnsti

Frankfurter Hör* 3%°/o Eeichsanleihe . . 97.90 3% do. . . 86.20

Konsols .... 97.95 3% do. .... 8625 3H6/ Hessen 97.50 3%°/ Oberhessen . . . 4% Oesterr. Goldrente. . 98.60 4/s?< Oesterr. Silberrente 99.70 4% Ungar. Goldrente . . 94.60 4% Italien. Rente . . . 102.80 3?o Portugiesen Serie I . 69.20 3% Portugiesen III 7020 4%°/0 rnss.Staatsanl. 1905 87.00 414°japan. Staatsanleihe 93.00 4% Conv. Türken von 1903 94 20 Türkenlose 146.00 4 % Griecb. Monopol-Anl. 53.30 4% äussere Argentinier . 87.75 3°/ Mexikaner .... 67.70 4H°/o Chinesen .... 96 65

Aktien:

Bochum Guss 241.20

Buderus E. W ... 126.20

Tendenz: schwächer.

Berliner Börse. 1

Canada E. B 182.50 Darmstädter Bank . . . 139.10 Deutsche Bank ..... Dortmunder-Union C. . . 82 80 Dresdner Bank .... 156.50

Tendenz: lustlos.

Kursberichte

teilt von der Bank ftlr Handel le, fliessen.

e. 19. Oktober, 1.15 Uhr.

Elektriz. Lahmeyer . . 141.2o Elektriz. Schuckert . . . 126.70 Eschweiler Bergwerk . . 243.00 Gelsenkirchen Bergwerk . 223.30 Hamburg-Amerik. Paketf. 159.90 Harpener Bergwerk. . . 211.80 Lanrahfitte 248.50 Nordd. Lloyd 124.80 Oberschles. Eisen-Industrie 129.00 Berliner Handelsges . . 172.00 Darmstädter Bank . . . 139.40 Deutsche Bank . . . 238.50

Deutsch-Asiat. Bank . . 172.00 Diskonto-Kommandit. . . 182.80 Dresdner Bank . . . 156.50 Kreditaktien . . . . . 210.80 Baltimore- und Ohio-

Eisenbahn . . . 124.50

Gotthardbahn. Lombard. Eisenbahn . . 86.90 Oesterr. Staatsbahn . . . 145.70 Prince-Henri-Eisenb ahn . 147,50

l Oktober. Anfangskurse.

Harpener Bergwerk. . . 212.00 Laurahfltte 248.50 Lombarden E. B. ... 36.80 Nordd. Lloyd 124.90 Ttirkenlose

Wann, schließ mir die Sparbüchse auf, ich will mir Fays ächte Sodener Mineral-Pastillen kaufen, damit ich morgen wieder gesund bin und in die Schule rrwri geben kann. Schäfchen du, die brauchst du dir^doch nicht ETÄTi selbst zu kaufen ! Ter Papa bringt wieder sechs Schachteln mit, damit wir sie im Hanfe haben und dann sollst du sehen, wie schnell die Schlnckbefchwcrden und der bummd Husten fort sind. Fays ächte Sodener kosten nur 85 Pßs. lürig j und sind in allen einfchläc^n Geschäften zu haben. [hv*f/e