Ausgabe 
15.3.1906 Zweites Blatt
 
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Der neue Geschäftsinhaber klagte

getragen werden mußte.

des

Handel

Frnnkfnrter Börse. 15. März, 1.15 Uhr.

Reichsanleihe

. . 100.80

110.40

strittst und Wissenschaft.

. 23 90 . 143.90 . 134.-

EJektriz. Lahmeyer . .

Elektriz. Schnckert . . Eschweiler Bergwerk Gelsenkirchen Bergwerk

Darmstädter Bank . Deutsche Bank .

Deutsch-Asiat. Bank Diskonto-Kommandit. .

Dresdner Bank Kreditaktien . . . . Baltimore- und Ohio-

Eisenlahn .

Gotthard bahn . . . - Lombard Eisenbahn . Oesterr. Staatsbahn . . Prince-Henri-Eisenbahn

3^7, 3% 3K7t 3%

Wlt 3^7,

do.

Konsols do.

Hessen . .

Oberhessen

Börse, . 173.80 . 147 . 243.40 . 81.20 . 163.70

236.20

125.

. 211.20 . 240 . 33 90 . 129.70 . 116.90

147.

243.30

181.50

189.30

163.90

211.10

Hennigs Raubmord an dem Kellner August Giernoth in Berlin ist wohl nicht mehr in Erinnerung. Äm 4. Dezember

Stellung in einem Restaurant, das zwischen Wannsee und Klein-Glienicke liegen sollte, fortgelockt worden. Am 9. De­zember wurde die Leiche Giernoths an der Chausee zwischen Wannsee und Klein-Glienicke aufgefunden. Es wurde fest­gestellt, daß am Nachmittage des 4. Dezember ein Mann, auf den die Beschreibung des angeblichen Inspektors Reimann paßte, bei dem Bankier Werner das Sparkassenbuch Giernoths verseht und darauf 550 Mark geliehen hatte. Der Bruder des Ermordeten erkannte, daß die auf einen Wechsel gesetzte, angebliche Unterschrift des August Giernoth gefälscht war. Daraus ging hervor, daß dieser mit jenem unbekannten

v. I. war Giernoth von einem Manne, der sichInspektor Reimann* nannte, aus seiner Wohnung zum Antritt einer

Bom Grubenunglück in Courriöres.

« 6 Feuer in den Gruben wütet mit solcher Gewalt, das; man bte Notwendigkett erwägt, einen Stollen unter Wasser zu scheu.

hiäa? mn W -b/r Arbeiter gegen die Verwaltung * tta.tcn heute in den Ausstand.

Man spricht von der Möglichkeit eines Ausstandes von 35 000 Arbeitern.

. 141.20

. 128.00

. 251.50

. 220.20

- Neber die hiesige Kanalisation sprach gestern abend in einer außerordentlich zahlreich besuchten Versamm­lung deL Bürgcrvercins Oberbaurat Schm ick. Er erwähnte ani Eingang seiner interessanten Ausführungen ausdrücklich, daß die im Kanal beobachteten Risse zu keinerlei Bedenken Anlaß geben können. Er gab sodann eine Uebersicht über die Einrichtung der Kanalisation und besonders der Klär­anlage. Zum Schluß erörterte er an Hand des OrtSstatutS die Bestimniungen über die Einrichtung der HauSanschlllffe. An die interessanten Ausführungen des Vortragenden schloß sich eine lebhafte Diskussion, in der auch die Frage der Kostendeckung erörtert wnrde. (Näherer Bericht folgt)?

* Versuchte Brandstiftung. Gestern abend wurde in die Hofraite der Witwe Rothenberger, in welcher zuweilen brennbare Stoffe lagern, ein aus Papier und Holz hergestellteS kleines Packet, daS vorher angezündet worden war, geschlendert. DaS Packet siel auf eine Zinkplatte und verfehlte die beabsichtigte Wirkung.

** Eigentümer gesucht. Im Monat Oktober oder November v. Js. hat ein Unbekannter in einer hiesigen Wirt-

Telefonische Kursberichte

Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für und Industrie, Giessen.

Berliner

Canada E. B Darmstädter Bank . . Deutsche Bank . . . Dortmunder Union C. . Dresdner Bank . . .

Tendenz: schwach.

Handel rrnö Verkehr, Volkswirtschaft.

Russische Staatsbank. Der neueste Ausweis läßt eine Verminderung der Goldguthaben im Auslände um zirka 20 Mill. Rubel erkennen. Die Goldbestände im Inlandc haben sich gleich­zeitig um zirka 11 Mill. Rubel erhöht. Die gesamten 'Gold­bestände belaufen sich nunmehr auf 931 Mill. Rubel gegen 936 Millionen Rubel z-r Zeit des letzten Ausweises. Der Roten- umlaus ist unverändert auf 1240 Mill. Rubel geblieben, die tatsächlich zirkulierenden Roten haben sich etwas vermehrt, da daS Institut von den emittierten Roten nur noch 89 Mill. Rubel äegen 100 Mill. Rubel zur Zeit des letzten Ausweises in seinem Portefeuille hat. Die StaatSguthabcn haben sich von 51 aus 12 Mill. Rubel ermäßigt.

Berlin, 14. Marz. Im ZentralauSs ch n ß der Re, chSbank hob Vrä'sident Koch hervor, daß die Ansprüche an die Reichsbank sich nicht erheblich verminderten. Die Wechsel-! anlage beträgt 118, 67, 149, 117, bezw. 136 Millionen mehr als in den 5 Vorjahren, nämlicv 819 Millionen. Auch die Lombard- anlage sei größer. Die Wechselanlage übersteige trotz des hohen'

88.70

100.80

88 70

99.60

15. März. Anfaugskurse.

Harpener Bergwerk . . Laurabfltte . . , Lombarden E. B. . . Nordd. Lloyd .... Türkenlose . . .

100.50

101

95.45

106.20

69.20

70.15

92.10

94.80

93 70

146.80

53.90

91.50

68.60

97.50

München, 14. März. DieAllg. Ztg/ meldet: Zwischen der Voftheater-Intendanz und dem als Oberregisseur des Schau­spiels hierher berufenen Schriftsteller Hermann Bahr soll ein Uebereinkommen perfekt geworden sein, wonach Bahr zu rück­tritt und eine in Raten zu zahlende Entschädigung von 24 0 00 Mark erhält, die eine Verminderung erfährt, sobald Bahr innerhalb zweier Jahre eine ähnliche Stelle in einem anderen -^Heater annimmt.

Orkginal-Drahtmeldungen.

Berlin, 15. März. DemVorwärts" geht die Mit­teilung zu, daß die seit mehreren Monaten in Russisch Polen weilende Rosa Luxen bürg An fang März in Warschau verhaftet und in das Stadtgefängnis gebracht worden ist. ! Eine bestimmte Anklage ist noch nicht erhoben.

Stettin, 15. März. Der Schuß, den Hennig auf den Sch utzmann abfcuerte, traf die Wange, glitt an dem llntcrhefer ab, trat unterhalb des Ohres aus und traf noch den Beamten der Wach- und Schließgesellschaft in den Iuifcn Oberarm. Den letzten Einbruch verübte Hennig in der Nacht zum Mitttnoch bei dem Geschäftsreisenden Schulz, der auf Geschäftsreisen abwesend war. Gegen 4 Uhr wachte Frau Schulz von einem Geräusch auf, und als sie Licht wahrnahm, fragte sie, wer da fei. Darauf erschien im Türrahmen ein etwa 30 Jahre alter Mann, welcher sagte:Ihr Leben will ich nicht, ich will Ihr Geld." Die Frau gab ihm die Schlüssel, Nwrauf der Verbrecher ihre Augen mit einem Taschentuchc ver­band und sie in das Wohnzimmer führte, wo er alle Be­hälter durchwühlte. Schließlich riß die Frau die Binde

Diskonts die Vorjahre um 105, 138, 83, 188 bezw. 171 Millionen nnb sei nur um 2 Millionen kleiner als am 7. Februar. Ter Metallvorrat von 967 Millionen sei um 9 Millionen größer, als an jenem Tage, aber um 117 Millionen kleiner als vor Jahres­frist ! Jn Roten und ungedeckten Roten seien erheblich mehr im Umlauf, als in den 5 Jahren. Tie Rotenreseroe sei weit geringer. ?ln fremden Geldern mit 575 Millionen seien 35 Millionen weniger vorhanden, als im Jahre 1905. Auf dem offenen Markt sei Geld nicht besonders flüssig, was die Re-Diskontierung von Schatzau- iveisungen des Reiches gezeigt habe, die jetzt auf 81 Millionen berabge.iangen feien. Ter Privatdiskont in Berlin betrage 4 pEt. -ttc fremden Wechselkurse seien zwar gegen den vorigen Monat etwas gefallen, aber noch immer nicht niedrig; kurz, London stehe 20,46o. Ta auch der politische Horizont nicht ungetrübt und der Vierteljabresabschluß nicht fern sei, so werde eine Diskontherab­setzung zur Zeit nicht beabsichtigt.

Märkte.

4% Oesterr. Goldrente. . I 4'/z % Oesterr. Silberrente 4 % TJno-ar. Goldrente . . 4% Italien. Rente . . . 3% Portugiesen Serie I . 3Jo Porturriegen .. III 4%°/ russ.Stnatsanl. 1905 4j<°/h japan. Staatsanleihe 4 % Conv. Türken von 1903 Türkenlose 4% Griech. Monopol-Anl.

4% äussere Argentinier . 370 Mexikaner . . . . 4><7o Chinesen . . . .

Aktien:

Bochum Guss Buderus E. W . . . .

Tendenz: schwächer.

->«-» I ........ toSKÄÄ.

Gießen, den lo. Marz. bestimmt wurden, die Rettungsarbeiten zu leiten und die Werke

Vom Wetter. Vom herannahenden Frühjahr jst l?/^ocr betriebsfähig zu machen, erstatteten ausführlichen Bericht noch nicht viel zu bemerken. Dem warmen Vorfrühlings- Ga^7rv0/ns'itastropHc auf weiter der letzten Woche folgte inzwischen Schnee und zwar gewhrn Die Art und der Ursprung de/eMMert^nÄst weltzm .gleich in so großer Menge, wie sie im ganzen Winter nicht sich erst jeststellen lassen, wenn man bis zu dem Explosionsherd zu verzeichnen war. Auch von der weiteren Umgebung liegen ^orgedrungen ift

gleichartige Meldungen vor. In Frankfurt und Umgegend Bergarbeiter ^vendett" für'^Eicher herrscht seit gestern ununterbrochener Schneefall. DerMain ZMLooM " Katastrophe tn Cour-

(fon,r^e9 s -1'm ^ett JRet tu an u schäften setzten in

G^ube 2 die Bergung der Leichen fort. Vormittags find 22 Leichen rekognosziert. Im ganzen sind jetzt 223 Leichen zutage gefördert ^^^E^uer Galerie wurden 105 Leichen aufgesimden. Brandmeister >1vch halt iede Moglrcgkeit, daß noch Lebende in den Minen sein _'ür ausgeschlossen. Er spricht sich über die spm- Manne in die Nähe von Wannsee gefahren, ermordet und I m e r^a d e / sehr'erfreu?Vus^^ $ sranzosischen Ka-

Leraubt sein mußte. ES handelte sich nun darum, die Spur . Der sonst wenig deutschfreundlicheMat in" widmet den be§ Mörders zu entdecken. Man vermutete zwar bald, bafc hmen C * $ * $n r $f u n e n'

g -u den gew-rb-mößig-n HÄmts. Spartafi* unbUn MMS

Dcrsatz-Schwmdlern gehören durfte; aber erst m neuerer Zeit an Frankreich, ein solches Muster nachzuahmcn. ' 9

gelang e§, aus Handschriften mit völliger Sicherheit festzustellen, . , ^chnete für die Hinterbliebenen 10 000 Franken,

daß der Lederarbeiter Rudolf Hennig der Mörder ist, der am 'unter oOO Franken Die Subskription der hiesigen Presse. 6. Februar verhaftet wurde, aber wieder entsprang. P "m errt6n 284841 ^"ken ergeben.

I th. G testen, 14. März. Ter dieswöcbentliche V i e b m a r f t , batte einen Aisitrieb von 1400-1500 Stück Großvieh ca. 250 Kälber I und 500600 Schweine. Ter Vorhandel, der sich nur mit Milchvieh befaßte, begann bereits am vergangenen Mittwoch, an welchem I -age bereits die ersten^Transportc Ostfricsen-Kühe angelangt und I verkauft wurden. Tie Sucht der Verkäufer, schon vor dem eigent­lichen Markt ihre Ware abzwetzen, führt nunmehr dahin, in Gießen vor dem eigentlichen Markttage eine ganze Woche hindurch Vieh- bandel zu treiben. So sehr MarkP und Sanitäts-Polizei sowie selbst die Ei^enbahnbehörde dem entgegen arbeiten, ist es bisher incht geglückt diesen Vormarkt abzufchaffen ober wenigstens auf einen Tag noch vor dem Markt einzudämmen. Die Einrichtung des Vormarkte? ist sehr zum Nachteil unserer Viehmärkte, wird doch durch den Vorhandel dieseni eine erhebliche Anzahl gerade der besten Tiere entzogen, wodurch die Bedeutung des Marktes herab gedrückt wird. Auf dem Markt selbst war der Handel in Milch- küheii recht gut, trotz der Ungunst des Wetters, da außer der ständigen Kundschaft Käufer von der oberen Mosel und aus Bagern am Markt waren, die lebhaft in das Geschäft eingriffen. Dadurch kounten die Preise des letzten Marktes sich halten, weil der große Abtrieb Abnehmer fand. Ter Handel in Jettvieh war nicht sonberlich lebhaft und die nun in Wirksamkeit getretenen höheren Zollsätze auf diese Viehgattnng machten sich 'hier ebensowenig bemerkbar wie dies an den großen Jleischmärkteu Frankfurt a. M. und Köln a. Rh. der Fall gewesen ist. Rach Kälbern war wieder starke Nachfrage in allen Qualitäten. Außer Frankfurt, Mainz rind Wiesbaden hatten nnfre heimischen Metzger Bedarf, so daß sich die hohen Preisen der letzten Märkte hielten. Der Gangviehmarkt ivar nur mit wenigen Paaren befahren, die in Qualität nicht besonders waren, so daß von einem eigentlichen Handel nichts bemerkbar war. Tas Geschäft in Schweinen am zweiten Markt­tage litt unter dem schlechten Wetter, es waren nur wenige Käufer

I zum Markte gekommen, sodaß die Umsätze trotz des kleinen Auftriebs >ich nur mäßig gestalteten. Trotz aller Mühe, die sich die Käufer gaben, war von den seitherigen hohen Preisforderungen nidit? runter zu handeln. Als die Handelsleuten merkten, daß doch irichts zu ntachen sei, zogen sie vom Platz mit der Erklärung, sie würden ihre Waren zu Haus zu besseren Preisen los. Es wurden g e - bandelt: pro Stück Kühe frischmelkend und tragend 1. Qual. Mk. 450500 (schwere Tiere bis Mk. 540), 2. Qual. 'Mk. 360400 3. Qual. Mk. 280340 pro Ctr. Schlachtgewicht. Fette Rinder I. Qual. Mk. 7073, 2. Qual. 6769, fette Kühe Mk. 6466, geniigere Ware Mk. 6062. Verkauft murbeit pro Paar: Ferkel 3-4 Wochen alt Mk. 35-45, bis 8 Wochen alt Mk. 50-60, bis 12 Wochen alt Mk. 70 - 80. Springer, leichtere Ware Mk. 100110, schwerere Tiere Mk. 130160. Ter Vorrat in Schweinen blieb I erheblich überständig. Nächste Markttage am 27. und 2 8. März d. I., am 2. Markttage Krämermarkt und Gießener F r ü h j a h r s . P f e r d e m a r k t.

le. Fr ankfur t a. M., 15. März. (Telegr. Orig.-Bericht de- , Gieß. Anz.".) Amtliche Notierungen der heutigen V i e b m a r ft. preise. Zum Verkaufe standen: 22 Ochsen, ' 3 aus Oesterreich 2 Bullen, 0 aus Oesterreich, 68 Kühe, Fersen, Stiere und Rinder, 0 aus Oester., 742 Kälber, 119 Schafe und Hämnlek, 3 Ziegen, 21 Ziegenlämmer, 71 Schastämmer. Bezahlt wurde für 100 Pfund Schlachtgewicht: Ochsen 1. Qualität 7779 Mk 2. Qualität 7173 Mk., 3. Qualität 6568 Mk.; Bullen 1. Qual. 6464, 2. Qual. 0000; Kühe 1. Qualität 6971 Mk., 2. Qual. 6300 Mk., 3. Qual. 4546 Mk., 4. Qual. 0000 Mk, 5. Qual. 0000 Mk. Kälber 1. Qual. 8993 Pfg., Lebendgewicht 5457 Pfg., 2. Qualität 8085 Pfg., Lebendgewicht 47 50 Pfg., Schlachtgew. 61-65Pfg.; Schafe: 1. Qual. 7880 Pfg., 2. Quäl. 7072 Pfg. Geschäft: bei Hornvieh mittelmäßig, Iteberftanb unbedeutend, bei Kleinvieh gut, fein Iteberftanb.

radd ie b stahl ausführen wollte. Er wurde von mehrerenIschäft ein noch gut erhaltenes .Wolf-Fahrra b aeaen Kindern beobachtet, welche entem Schutzmann hiervon Mitteilung oP(x.P nnn o ,,.rrirFnprrtr.> -1 /

machten. Dieser nahm mit einigen anderen Personen die Verfol-1 ?? 9 ~,a$ ist offenbar

gung auf. Hennig wurde verhaftet und nach dem nächsten Polizei-! stkffohlen und kann sich der Eigentümer auf der Kriminal­revier gebracht, wo er sich zur Wehr setzte und einen Revol-1 abteilung des Großh. Polizeiamts melden.

7, er|» u fi abfcuerte, durch den , w e i Beamte l e i ch t v e r° « Ge st o hI en. Aus einem Hausflur der Wildelmflmuc letzt wurden. Em anderer D e a m t e r ergriff emen P o l t z e t- tv

knüppel und schlug auf Hennig ein, sodaß er bewußt- £üor * C ^a^rrab' MarkeWeil" mit

l o s und blutüberströmt z u B o d e n st ü r z t e. Man fand I ck^kilauf, gestohlen.

Hamhurq-- Amerik. Paketf. 167 25

Harpener Bergwerk . . . 211 20

Laurahfitte 241.60

Nordd. Lloyd 129.70

Oberschles. Eisen-Industrie 126.30

Berliner Handels^es . . 172.75

und zweier Zivilpersonen führte der Schiitzrnann ben ^jroenhonantrafe). Er begründete seinen Klageanspruch damit Verbrecher bis zum nächsten Polizeirevier. Vor deut Bureail zog J.015 der Vorgänger ihm alle Rechte aus' dem mit dem Be- Sennig den Revolver rind feuerte auf den Schutzmann, der einen sagten abgeschlossenen Engagementsvertrag abgetreten, d. h Streifschuß, airscheinend nur einen Fleischschuß, iii die Lüste erhielt. Ediert hat. Das Kvusmannsgericht war der Arrsicht, daß eine Der Schutzmann schlug mit seinem Stock Hennig so stark auf den ^ffion, wie sie hier vorliege, rechtlich zulässig sei und daß in- Kopf, daß dieser betvußtlos zusammenbrach und in das Bureau wlgedesten die von dem Bellagten dem früheren Ehef gegenüber -----**------C1' ^onkurrenzllausel auch dessen Nachfolger gegenüber ^Et besteht. Daher rechtfertige sich auch die Verurteilung des Beklagten zur Zahlung der Konventionalstrafe in der vereinbarten Höhe.

vnd feine Nebenflüsse, die immer noch stark angeschwollen B i l l y-M o n t i g n p , 15. Marz. Einige der deutschen

waren, steigen von neuem, sodaß wiederunt Hochwasier zu " ff u g sm a n n sch a ft en sind an den Folgen der R au ch-

erwarten ist. Nachdem sonnige Frühlingstage die Vegetation s 0 . ,

h-rvorgezmibert Ratten - di- Mand-lbäum- blühen län-,s sind dir inneren Gr?b-n )°st un;un^nnl^ch'^Tie der Bergjtra ße sind die Berge wieder tief eingeschneit. Rettungsmannschaften schwanken, ob sie die Arbeit fortseKen sollen. Die Straßen zeigen ftißhohen Schnee, und da§ Schneetreiben! Defekt ordnete an, daß die zutage geförderten Leichen in dnu-rt. noch fort. Grneut st-ht S°chwosmgrf->hr bevor. ba^ S"hÄrgt rmb

m /' "lgende rrngli ch e Rnfra gc der -lbgg. Dar14 März. Der Vorsitzende der Parlamentsgruppe v. Brentano, Pennrtch und Genossen (sämtlich aus Rhein- mr internattonale Schiedsgerichte richtete an den Führer der Hessen), ist der 2. Hess. Kammer über die Keller-1 o^schen Rettungsmannschaft folgendes Telegramm:Die fran- kontrolle in BlideSheim zugegangen: R^J.1-Jn-1FSJU mSl Sch iedsge-

Kurz nachdem im Reichstage in unverantwortlicher Weise zu JoHfe aeeiften b c n + f^rhVu r s* ^'ran^I^d>

Rüdesheim und Büdesheim in Rheinhessen in Bezug auf die sten ^ank aus und bealiickwnnkck,?

Reellitat der Winzer und Weinhäudler angegriffen war, erschien d.uckävolle O'unbm'h mnbUrtf em''

gezogen. Wir fragen an, ob der Großh. Negierung dieser Vor- '

^ang bekannt ist. Welche Gründe bestanden, daß ohnejede! w.

vorherige Information und ohne st i ch h a l t i g e U r -1 Untve-ksttars-Nachvichten.

fache gerade zu der jetzigen Zeit in dem schwer angegriffenen ! . Marburg, 14. März. Der Direktor des pathologischen In- Orte eine das h o ch st e A n f s e h c n erregende Untersuchung si'tuts, Professor Tr. A s ch o f f, hat einen Ruf an die Universität porgenommen wurde? Welche Veranlassung bestand, einen b a t) e-1 r e i b it r g erhalten.

rischen Kontrolleur zuzuzichen? Was gedenkt Großh. Regierung

?tt tun, um die durch solches Vorgehen herbeigeführte s ch w e r e Schädigung des r h e i n h e s s i s ch e n Winz er st an des ftnd Wein Handels, namentlich aber auch die Ehre des in Kohem Ansehen stehenden hessischen Weinkontrolleurs Braden wieder herzustellen?

Der ihm den auf seinen Namen lautenden Heimatsschein, 38,50 Mk., Lollar, 14. März. Zu unserer Notiz vom 6 b M einen Toto -in-n Hirschto.q-r nnb meine.- aus Berlin stammende in welcher wir mitteilten. baB ein Miillerbursche auf bet söl.J Scherzartckel. 9U5 er ju ftef) fam, g c\t a n b c r c t n, b c r (a n ad .-.ur- A tvn U1|i oer.y)oi5«

gesuchte Hennig z u sein. Er wurde ins Polizeigefängnis sttnen Dienstherrn um Iftart betrogen bat, können gebracht und in der T o b s u ch t s z e l l e interniert. Hennig hatte I m,c l^tzt tnnteden, daß der Betrüger eine Postkarte an

sich schon längere Zeit in Stettin unter falschem Namen aufgehalten, den Besitzer der Mühle gesandt hat, in der er um

Heute liegen noch folgende Stettiner Meldungen vor: scndung seiner zurückgelasienen Papiere bittet. Hoffentlich '<L Vei enter neuen Durchsuchung wurden bet ihm gefunden: singt es, den Menschen brr dadurch frinnn krer*

Verschiedene aitSgefünte und gefälschte unausgefüllte Pfandscheine '' ^^, ocn ^.^leyen, der dadurch seinen Aufenthalt selbst

auf ben Namen Otto Walther, Berlin, ferner eine Korrespondenz, verraten hat, festzunehmen.

die aus Heiratsschwindel, beit er in Berlin betrieben bat, Friedberg, 15. März. (Eig. Drahtmeldung.) Der

herrühr-t, außerdem noch ein guter Revolver amerikanischen Sy- etwa 25 Jahre alte Briefträger Jakob Bo rett i von hier stems, Embrecherwerkzeug und viele scharfe Patronen, sowie zwei das ciiuiac Kind seiner Eltern lieü sich t, \ '

polizeiliche Abmeldescheine, die er selbst ausgefüllt batte. Mennig I 17 -r? bcr

hatte hier zwei Wohnungen, zuerst hatte er sich cingemietet unter 1-oru chen bru cken tn selbstmördertscherAbsicht über» dem Namen eines Monteurs Otto Fuchs am 27. Februar, bann I' 0 n r e n. Er war sofort tot.

am 6. Marz unter dem Namen eines Monteurs Otto Vorkmann. I "" 11. i>.

Wahrscheinlich hat er dann noch eine dritte Wohnung gehabt bei I , . Aiarifmannsgcrrcht.

einem Wirt, die er in der Nacht heimlich verlaffen' unb wo er . l-B Gießen, 14. März. Eine für kaufmännische Kreise einen Spiegel und eine Uhr gestohlen hatte. Die Polizei nimmt 'ffteressante Entlcheidung hat bas Gießener Kaufmannsgericht an, baß die in letzter Zeit hier vorgekommenen schweren Ein- dieser Tage gefällt. Der Angestellte eines Bankhauses hatte sich brücfie und Diebstähle Hennig zur Last zu legen sind. Der J6*-1 einem Ehef gegenüber verpflichtet, bei einem even- Vorgang bet seiner Verhaftung spielte sich folgendermaßen ab:teilen Verlassen seiner Stelle bei keinem anderen Bank-! Heute mittag 12V, Uhr sah ein Angestellter der Wach- und Schließ- ha u s e am Platze Engagement anzunehmen. Das Bankgeschäft! aesellschaft, der kürz vorher in ein Haus getreten war, daß ein 6'ng durch Verkauf in andere Hände über. Der Angestellte snollte Unbekannter fein Fahrrad stahl. Mit einem anderen Mann nahm ansanglrch bei dem neuen Inhaber bleiben, kündigte aber einige er sofort die Verfolgung des Diebes auf. Als dieser sich verfolgt 1 trätet dem Ehef und verließ seinen Posten, als dessen

sah, ließ er das Rad stehen und rannte in eine andere Straße. Rachsvlger das Geschäft übernahm, um eine Stelle bei einem Dort lief er einem Kriminalschutzmann in die Arme, der ihn sofort «tmCurrenten anzunehmen. Der neue Geschäftsinhaber klagte festhielt. In Begleitung des Beamten der Wach- und Schließge- daraus auf Zahlung Vvn 3500 Mk. lder Betrag der vereinbarten sellschast und zweier Zivilpersonen führte der Schutzmann den Äiojwcntionalftrafe). Er begründete seinen Klageanspruch damit