Ausgabe 
14.4.1906 Drittes Blatt
 
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Samstag 14. April 190fr

Nr. 88

Drittes Blatt

156. Jahrgang

Gießener Anzeiger

General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Siehe«

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der König von Württemberg 300 Mark. Köfener S. E. in Beziehungen stehenden

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Es starben an:

Wochenfteber

Masern Diphtherie Keuchhusten Tuberkulose der

Lungen

Redaktion, Expedition n.Druckerei: 8chulstr.A.

Tel. Nr. 51. Telegr^Adr.: Anzeiger Gtttz«.

Erscheint «glich mit Ausnahme be8 Sonntags.

DieOtetzener Zamittenblätter" werden dem »Anzeiger viermal wöchentlich beigelegt. Der «Hessisch, Landwirt"' erscheint monatlich einmal.

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Auch von anderen zum 1 ,

Mitgliedern von Fürstenhäusern wurden Beiträge gezeichnet.

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Zu dem von den alten Herren des Kösener S. C. geplanten Bau eines Korpsoerbandshausesm Kosen spendete Kaiser W i l h e l m 1000 Mark, der Koni,

Tuberkulose anderer Organe

Lungen­entzündung

anderen Lungen­erkrankungen

Herziehler Gehirnschlagfluß Magendarmkatarrh Bösartigen Neu­bildungen

Anm.: Tie in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel der Todessälle in der betreffenden Krankheit aui von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen.

WonatliHt ilrberpdjt btt Todesfälle in (liegen.

Monat März 1906.

Einwohnerzahl: angenommen zu 29 500 (infl. 1600 Mann Militär.) Sterblichkeitsziffer: 19,93

nach Abzug von 25 Ortsfremden: 9,76 Vno.

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COOaen Inhalatorium |J Werra Deutschlands.

gewaltsamen Tod

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ÄÄsrn'i.

i" der Entwicklung oder beim Lernen zurückbleidende Kitkder, sowie blut­arme, sich mattfühlendc und nervöse überarbeitete, leicht erreg­bare, frühzeitig erschöpfte Erwachsene gebrauchen als Kräftigüngs- mittel mit großem Eriolg Dr. Hommel's Haematogen.

Der Appetit erwacht, die geistigen und körperlichen Kräfte werden rasch gehoben, das Gesamt-Nervensystem gestärkt.

Man verlange jedoch ausdrücklich das echte ,,Dr. Hommel's" Hnematogeu und laffc sich keine der vielen Nachahmungen auf- rcden.

Summa: 49 (25) 32 (20) 4

Nächte folgen, in denen der Hauskehrickt abgeholt wird. Zu­widerhandelnde machen sich strafbar."

Unsere Gießener blaue.Schmutztruppe" scheint dass Wasser leider sehr zu scheuen und wirbelt beim Straßenkehren stets ungeheuerliche Staubwolken auf.

Darmstadt, 11. April. Im Konkurs des Eisenbahn­sekretärs W e n d l a n d t war heute Prüfungstermin. Der Eisen- bahnfiskus fordert an Schaden 43 154 Mark. Da er die Forderung aber nicht beim Gericht, wie vorgeschrieben, ange­meldet hatte, mußte auf seine Kosten ein neuer Prüfungsterniin tattfinhen.

Mainz, 10. April. Die städtische Verwaltung beschloß, von der Erweiterung des städtischen Gaswerks abzuschen und dafür eine Koksgas an läge zu errichten. Die Erweiterung des Gaswerks würde 900 000 Mk. erfordert haben, während die Kvksgasanlage nur 340 000 Mk. kosten soll. (Frkf. Ztg.)

() M a r b u r g , 11. April. Die E in f ü hr un g einer Wert­zuwachssteuer ist von der hiesigen Stadtverwaltung in Vor­bereitung genommen. Auf einen von einer Anzahl Mitglieder der Stadtverordnetenversammlung gestellten Antrag hin, den Ma­gistrat zu ersuchen, eine Vorlage betreffs dieser Steuer zu macken, gab Oberbürgermeister Schüler in der heutigen Stadtvervrdueten- itzung die Auskunft, daß ein solcher Entwurf bereits in Arbeit sei und demnächst teorgelegt würde.

Am vneb urg, 10. April. Tor Magistrat und die Stadtverordneten haben beschlossen, gegen die Ver­sagung der Bestätigung der Wähl des Lehrers Schick zum künftigen Bürgermeister unserer Stadt Beschwerde beim Ministerium zu erheben. Die Be­schwerdeschrift, die längere Ausführungen enthält, ist be­reits abgesandt worden. Als die Stadtverordnetenversamm­lung in letzter Zeit den Etat beriet, gab vor Eintritt in die Verhandlungen der Magistrat eine Uebersicht über den Stand der ganzen Rechnungsverhältnisse. Danach wurden die Unterschlagungen des Stadtiämmerers Braun auf zirka 7000 Mk. festgestellt. Dazu kommen allenfalls noch Gelder, die sich bei der Abrechnung über die Einnahme- Rückstände als unterschlagen herausgestellt haben. Von dieser (Summe hat Braun der Stadt 5000 Mk. ersetzt, sodaß also der Verlust durch die unmittelbaren Unterschlagungen nur gering ist. Die Einnahme-Rückstände betragen, wie nunmehr auch festgcstellt wurde, 4 1 000 Mk. Gegen den bisherigen Bürgermeister Weber ist nun vom Bezirksausschuß ein De fekten bes ch lu ß wegen Unter­schlagung städtischer Gelder in Höhe von 12300 Mk. erlassen worden. (Hess. Ldsztg.)

** kleine 9Jc 111 c i I u n g e n aus Hesse n und den "Nachbarstaaten. In Kassel wurde Recktsanwalt Dr. W e d e m e y e r bei einem Spazierrit in der Kärlsau vom Pferde geschleudert, fiel gegen einen Baum und brach das Genick. Er wurde tot vom Platze getragen. In Bechtheim (Kreis Worms) wurde ein vierjähriges Mädchcn von einem Unbekannten in eine Sandgrube gelockt und dort vergewal­tigt.

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Ituitfi und Eigenschaft.

Von der Darmstädter K ü n st l e r k o 1 o n i e. Kürz­lich nahm der Maler Cissarz einen Rus nach Stuttgart an. An Professor Habich, den Bildhauer, ist jetzt ebenfalls cm Ruf auS Stuttgart ergangen, wo er Mitglied der vom König gegrün­deten Künstlerkolonie werden soll. Habich, der Schöpfer des Gießener Kriegerdenkmals, ist bekanntlich geb. Darmstädter, und hat fiel) nm die Gründung der Kolonie und ihre Förderung große Verdienste erworben. Aber er hatte wenig Neigung, mit Professor Olbrich, dessen Ansichten über moderne Kunslbeslrebungen ganz andere sind, wie die seinen, länger die Künstlerkolome zu bilden. So hat er denn kürzlich seine Absicht, wieder von dannen zu ziehen, S. K. H. dem Großherzog mitgeteilt, der ihn aber gebeten hat, sich die Sache nochmals zu überlegen. Eine endgültige Entscheidung dürfte daher erst in einigen Wochen fallen, wenn Habich üou seiner Italienreise zurückgekehrt ist. Ter Großherzog sinnt über Drittel nach, wie die Kolonie wieder gehoben werden kann. Wenn übrigens Habich geht, dürste ihm auch Olbrich bald folgen. Er wartet, wie in 'Künstlerkrcisen verlautet, nur auf eine günstige Gelegenheit. Immer- hm besteht noch die Hoffnung, daß es gelingt, neue Kräfte heran­zuziehen und die beiden Professoren Habich und Olbrich zu erhalten.

Was bedeutet das Wort Passah? Der kirch­liche Name des Osterfestes, Passah, ist die griechische Aussprache des hebräischen Pesack in der ältesten Uebersetzung des Penta­teuch. 9iad) diesem bedeutet das Wort, welches nicht sowohl das angeblich zur Erinnerung an den AuHug aus Aegypten gestiftete Fest, als vielmehr das für den ersten Festabend angeordnete Opsermahl, das Opferlamm, bezeichnet: Ueberschreitung, weil Jahveh «der alttestamentarische Gott), als er die Erstgeborenen der Aegypter erwürgte, die Häuser der Israeliten überschritt, d h versck-onte, roenit er an Schwelle und Türpfosten das Blut des Lamnwpfers erbliche. -Exodus 12. Kap.) Diese mythische Er- klärung bedarf keiner Widerlegmig. Manche Ratioiialisten haben daher an den bei den alten Völkern verbreiteten Brauch er­innert 'wovon sich bei Thutydides und Lenophon Spuren finden), beim Wegzug in ein anderes Land sogenannte Abzugsopfer zu bringen. Das Wort würde danack nicht überschreiten, sondern fort- dos heißt anderswohin schreiten bedeuten. Nun gehört aber jener Auszug aus Aegypten überhaupt ins Gebiet der un- hiswrischen Sage, und das betreffende Fest war ohne Zweifel bei den alten Israeliten ein Frühlingsfest, ebenso wie bei dLN Germanen das1 christliche Ostern. Danach soll der Name bedeuten, das; die Sonne den Himmelsäguator resp. den Früh- liugspunkt überschreitet. Eine originelle, sehr beacktensiyerte Erklärung hat der scharfsinnige Forsck^r Nork ausgestellt, indem er darauf hinweift, daß der Wortstamm auch,chinken" bedeutet. Hinke fest nannten viele orientalische SÜilte das Siegesfest des Frühlings über den Winter, an dem die Sonnenstrahleit nur geringe Kraft haben, der Jahrgott gleichsam hinkend ist. Darum hüpften die Baalspriester um den Altar ihres Gottes (nach den Büchern der Könige), wie die Priester des Nationalgottes der Römer MarS «nach dem der Lenzmonat März heißt), die daher Salii hießen, dieHüpfenden". Auch der Erzvater Jakob, offenbar ein semitischer Sonnengott, wie seine zwölf Söhne die Stern­bilder des Tierkreises personifizieren, schreitet in der Episode von seinem Ringkampf iGencsis 12) hinkend über den Strom beim Aufgang der Ddorgenröie. Vermutlich hängt auch der hinkende Gott der Griechen und Römer Hephaistos gleich Vulkan mit der Vorstellung des hinkenden Wiiüersonnengottes zusammem

D i e Ku n ft". Monatshefte für freie und angewandt^ Kunst. Aprilheft 1906 (Münck)-en, Berlagsaustalt F. Bruckmann. Preis vierteljährlich 6 Mk.). Zunächst finden wir in diesem Hefte die Fortsetzung des Labansckwn 2lufsatzes über die Deutsche Jahrhundert-Ausstellung; die muiiergsttige Wiedergabe der Bilder ersetz: dem, der die Jahrhundert-Aussteliung nicht besuchen kann, fast die Originale: die Anordnung d^.s Textes wie der Abbild^ ungeii ist chronologisch und itaa) Schulen vorgenommen und ver­mittelt so in glücklichster Weise die Kenntnis der fortschreitenden Entwickln' der Deutschen Kunst von 17751875. Ein ent-

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zückendes und in der Reproduktion untibert . i'uurs ülatt ist die beni Heft beigegcbene Kunstbeilage, ein Mezzotinto nach Spitzwegs Serenade. Ten zweiten Teil des Heftes bildet cm mit 73 Abbildungen ausgestatteter Aufsatz über Richard Riemer - chmid. Von seinen in dem Aufsatz^ behandelten Arbeiten er­wähnen wir die Ofsizicrsinessen der KriegsschiffePrinz ÜÜ)albert" uni>Berlin", die Weinstube Trarbach in Berlin, keramsiäu Arbeiten, Landhäuser ustv. Wer Ricmerschmids künstlerische Ent­wicklung verfolgt hat, wird erkennen, daß dieses Hcst das Reifste und Beste vereinigt, was die Kunst dieses Malerarchitetten bisher geschaffen hat.

Oskar Wilde's Salome (Tragödie m em ent Akt>, übertragen von Hedwig Lachmann ist in der schönen Ausgabe des Insel-Verlags (Leimig, in dritter Auflage erfdyicncn. Die Zeich­nungen sind von Marcus Behmer ausgeführt.

Gerichtssa«!.

Wegen Zweikampfes mit tödlichen Waffen wurde der RechtSkandidat Landicn von der Strafkammer in Kö­nigsberg i. Pr. zu fünf Monaten Festungshaft verurteilt. Der Staatsanwalt hatte nur drei Monate beantragt. Der Ge­richtshof war aber über diesen Antrag hinausgegangen, und zwar mit Rücksicht darauf, daß der Angeklagte durck ein seinem Bildungsgrad und seiner Lebensstellung nicht entsprechendes Be­nehmen das Pistolenduell veranlaßt hatte. Sein Gegner, der Kaufmann und Leutnant der Landwehr Pattl Wonneberg ist be­reits vom Kriegsgericht der ersten Division zu drei Monaten Festungshaft verurteilt worden. Der Zweikampf war im übrigen unblutig verlaufen.

Dresden, 10. April. Teuer, aber noch nicht teuer genug muß der russische Fürst K o t s ch o u b e n die F u ß t r 111 c bezahlen, die er bekanntlich dem Portier des HotelsEuropäischer Hoi" in Dresden versetzt hatte. Da der Portier eine Schädigung seiner Gesundheit erlitten, der Füvst ihn jedoch nicht schadlos halten wollte, hat das Dresdener Landgericht dem Mißhandelter» jetzt eine jährliche Rente von 1520 Mk. bis ginn 55. Lebensjahr zugebilligt. Von da ab ist sie zwar etwas niedriger, da der Portier aber erst im 30. Lebensjahre steht, wird er im 55. bereits die stattliche Summe von 38 000 Alk. erhalten haben. Für den immens reichen Fürsten eine Bagatelle.

politifdye Tagesscharr.

Fiskus und Kali.

Ausersten Finanzkreisen" wird einem unserer Berliner Mitarbeiter mitgeteilt:

Unter dem heutigen Tage wurde im Niederbarnimer Kreis dem preußischen FiSkuS vom Oberbergamt Halle a. S. ein Bergwerkseigent tim verliehen, welches die 9tnmcn Rüdersdorf und Kalkgraben trägt, 4 240 000 Quadratmeter groß ist, in den Gemarkiingen Rüdersdorf, Steinitz und Hennickendorf gelegen ist und zur Kali- gewinnung dienen soll. Man sieht, der preuß. Fiskus ist jetzt eifrig daran, sich Bergwerkseigentum zu sichern, nachdem er unter der Aegide Möller im Kohlenbergbau manches ver­absäumt hat. Der neue Handelsminister scheint den maß­gebenden Einfluß des Fiskus im Montangewerbe allmälig erzwingen zu wollen. Gerade wie man s. Z. lieber ein gut gehendes, rentables Kohlenbergwerk, die .Hibernia" kaufte, statt unverritzte Kohlenfelder abzubauen, so hat der Fiskus ja erst kürzlich durch den Ankauf des Kalibergwerks Hercynia sich dieses wertvolle Mineral gesichert und damit im Kali- syndikat Sitz und Stimme erlangt.

Da wir im Kali ein unschätzbares National­eigentum besitzen, ja ein Weltmonopol haben, so ist der Erwerb von Kali-Feldern durch die Bundesregierungen, wie das ja auch Hesien tut, nur zu begrüßen. Je einfluß­reicher der Fiskus im Kohlen- und Kalibergbau ist, umsomehr ist dieses für uns eine Gewahr, daß mit dem National­vermögen haushälterisch umgegangen wird, daß Raubbau vermieden, Lohn- und Preisfragen geregelt werden.

und Flotte.

Grau oder graugrün? Neber den gegenwärtigen Stand der Vekleidungsfrage in der Armee erfahren wir folgendes: Nach den eingegangenen Berichten der Versuchs­bataillone (Grenadier-Regiment Nr. 3, Infanterie-Regiment Nr. 145, Lehr-Jnfanteriebataillon, Jägerbataillon Nr. 3 und Jägerbatatllon Nr. 5) haben sich bei den Trageversuchen die Uniformen aus mantelgrauem Tuche bewährt. Ehe jedoch eine endgiltige Entscheidung getroffen wird, sollen auch graugrüne Tuche, die unter Umständen bei unseren Verhält­nissen noch besser sind, erprobt werden. Deshalb sind die Versuche noch nicht als endgiltig abgeschlossen zu betrachten, sondern werden bei je zwei Kompanien der erwähnten fünf Versuchsbataillone fortgesetzt. Zpr Gewinnung eines maß­gebenden Urteils ist bei den jetzigen Versuchen auch den Ausrüstungsgegenständen eine dem Tuche entsprechende Farbe gegeben worden, unter möglichster Vermeidung aller glän­zenden Teile.

Die Gesamtkosten des neuen englischen Ricsen- panzersDreadnought (Fürchte-Nichts!") belaufen sich nach amtlichen Mitteilungen auf 36 850 000 Mart (1 797 947 Lstr.), wovon 2 320 000 Mk. (113 200 Lstr.) au die Bestückung entfallen.

Aus Siaöt uno tano.

Gießen, den 14. April.

" In den Ruhestand versetzt wurden am 10. April d. Js. die Brückengelderheber und Steueraufseher Johann Schneider und Gg. Pet. W a lte r zu Mainz auf ihr Stach- suchen unter Anerkennung ihrer langjährigen treu geleisteten Dienste und unter Verleihung der Krone zum Silbernen Kreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen.

** DasBundesfest deSBundes der Landwirte, Abteilung Oberhessen, wird, wie man uns mitteilt, in diesem Jahre im Ossenheimer Wäldchen bei Fried­berg, am Sonntag, den 8. Juli, nachmittags, abgehalten werden. Der Festausschuß ist bereits zusammengetreten und hat Beratungen über die Vorbereitungen gepflogen. Es ist zu hoffen, daß das Fest dem im Jahre 1905 in Altenburg bei Alsfeld gefeierten sich würdig anschließen wird.

** Gabelsberger Stenographen-Gesellschaft. Bei der am 10. d. Bits, im Hotel Einhorn abgeljaltencii General- Versa in m lang fand nach der Erstatumg des Jahresberichts die Nemvabl des 1. Vorsitzenden und 1. Kassierers statt. Es wurden einstimmig zum 1. Vorsitzenden H. Bickel und zum 1. Kassierer W. Muhl gewählt. Die Versammlung war gut besucht.

** Spielplätze auf dem Lande. Man schreibt uns vom Lande: Das nahende Sommerhulbjahr veranlaßt wieder dazu, die Errich tun g von Spielplätzen für d i e s ch u l e n 11 äs s e u e I u g e n d anzuregen. Tie jungen teilte sind in diesen Tagen aus den Schulet! getreten und haben nunmehr den ganzen Tag über zu arbeiten. Die von den Verhältnissen gebotene einseitige Beschäftigung laßt es wünschenswert erscheinen, daß die körperlichen Kräfte all­seitig geübt und dw Elastizität und Gewandtheit des Kör­pers gepflegt wird. Ter in voller Entwicklung begriffene iuqendliche Körper bedarf in hohem Grade der Zufuhr frischer Luft Es märe daher sehr zu empfehlen, womöglich mit jeder Fortbildungsschule einen Spielplatz zu verbinden. Auch vom erzieherischen Gesichtspunkt ist daö Bewegungsspiel nicht zu verachten. Tie Unterordnung unter die Spiel­regeln, die lebhafte Beteiligung am wechselvvllen Spiel üben die Tatkraft und bilden den Charakter, solche Spiele, am Sonntag nachmittag veranstaltet, halten die^jungen Leute auch vom Kneipen und TMtzboden fern. Tie An­gelegenheit verdient in hohem Maße die Förderung durch alle, die die Jugend lieb haben. Schulhöfe und Turn­plätze könnten gewiß noch wirksamer als bisher für diese Zwecke ausgenützt werden.

** Gegen den Staub. Der Frankfurter Polizei­bericht schreibt: , ... , ,.

Bei Beginn der warmen Jahreszeit wird darauf hin- gewiescn, daß bei trockener Witterung die Bürgersteige und die Fahrbahn zur Verhütung des Staubes vor Dem Kehren mit reinem Wasser gehörig gesprengt werden i. Üffen. Das Kehren der Bürgerneige ist dreimal in der Woche und zwar an denjenigen Tagen vor.zui'.ehmen, die auf die

scteiligu"^ Gesuch- ...

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