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* Räuber dran g'en in den Postwagen des Schnellzuges Bukarest — Galaz ein. Sie Verlvun- deten den begleitenden Postbeamten durch Revolvcrschüsse schwer, konnten aber das Geld nicht erbeuten. Der Postbeamte konnte noch Aussagen machen, verschied dann aber. Tic Räuber sind uncrkannt entkommen.
Donnerstag, den 13. September 1906, nachmittags 3 Uhr wird aus hiesigem Ortsgericht die vor dein Namen der Job. Richard Urmersbach Ehefrau geb. Bubenheim stehende Parzelle der Gemarkung Gießen
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Donnerstag, den 13. September 1906, nachmittags 3 Uhr werden aui hiesigem Ortsgericht die vor dem Namen des Carl Wilke und Ehefrau geb. Geller stehenden Grundstücke der Gemarkung Gießen
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rechts des Wiesecker Wegs, 21/7,4 — 102 qm Hofraite das., 21/7,7 — 326 qm Grabgart. das. öffentlich meistbietend versteigert.
Gießen, den 1. August 1906.
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Donnerstag, den 27. September 1906, nachm. 3 Uhr wird auf hiesigein Ortsgericht die vor dein Namen der Heinrich Wölfing Ehefrau geb. Mildner stehende Parzelle der Gemarkung Gießen
5/140,4 — 473 qm Hofraite auf der Weißerde, auf den obersten Riegelvfad
öffentlich meistbietend versteigert werden.
Gießen, den 15. August 1906.
Großh. Ortsgericht Gießen.
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Salzburg, 16. August. Der Apochcker-Provisor Dahmann Aachen, der eine Partie nach dem Kreuzekbaus unternahm, wird mehreren Tagen vermißt. Er dürfte ab gestürzt sein.
Kaschau, 16. August. Der Reichsdeutsche Wilhelm Häscle ist _.. der Lomnitzer Spitze in der hohen Tatra abgcstürzt und hat schwere, wenn auch nicht lebensgefährliche Verletzungen erlitten.
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in ein besseres Jenseits abzurusen.
Die trauernden Hinterbliebenen
Wilhelm Schuck und Frau
nebst Kindern.
Gießen (Neue Kaserne II) und Birlenbach.
Die Beerdigung findet am Sonnabend, den 18. August, nachm. V-6 Uhr von derKapelle be§ neuen Friedhofs aus statt.
Die Enthüllung des Landgrafendenkmals in Homburg.
(Original-Trahtbericht.)
Homburg, 16. 9(nq.
In Anwesenheit bc§ Kaisers hat heute hier die Enthüllung des Landgrafendenkmals stattgeftinden. Der Oberbürgermeister Maß hielt dabei eine Ansprache. Der Kaiser- Habe ein Bild von der Wirksamkeit eines erloschenen, echt deutschen Fürstengeschlechtes entrollt und gezeigt, in welch aufopferungsvoller Weise die Hcldensöhnc dieses Geschlechtes nicht blos ihrem eigenen, sondern in ahnender Voraussicht ber kommenden großen Zeit dem ganzen deiltschen Vaterlande mit Gut und Blut gedient haben. „Man sichert sich die Zukunft, wenn man die Vergangenheit ehrt." Diesem Worte, das in großer Zeit die Königin Augusta hier in Hdmburg ausgesprochen hat, habe der Kaiser dadurch Kraft und Geltung verliehen. „Mit Liebe und Verehrung hat Homburg allezeit an seinem alten, heinigegangenen Fürstengeschlecht gehangen und wird das Gedächtnis daran in treuem Herzen bewahren — mit Liebe und Hoffnung grüßte es vor nunmehr 40 Jahren dem neuen Herrn zu, dem edlen Könige aus dem Hohenzollernstamm, der dann wie kein zweiter in der Geschichte der Vater seines Volkes geworden ist — mit
Märkte.
le. Franksurt n. M., 16. Ang. (Seienr. Oriq.-Bericht des , Gieß. Anz.".) dlmtliche Notierungen der heutigen Viebmark t° weite. Zum Verkaufe standen -. 7 Ochsen,' 0 aus Oesterreich 0 Bullen, 0 aus Oesterreich, 63 Kühe, Fersen, Stiere und Rinder, 0 aus Oester., 534 Kälber, 61 Schafe und Hammel, 0 Ziegen, 0 Ziegenlämmer, 3 Schaflämmer. Bezahlt ivurde für da? Pfund Schlachtgewicht: Ochsen 1. Qualität 81—87 Mk., 2. Qualität 79—81 Mk., 3. Qualität 69—73 Mk.: Bullen 1. Qual. 00—00, 2. Qual. 00—00; Kühe 1. Qualität 80—81 Mk., 2. Qual. 77—79 Mk., 3. Qual. 64—66 Alk., 4. Qual. 00—00 Mk., 5. Qual. 00—00 Mk. Kälber 1. Qual. 95—98 Psg., Lebendgewicht 56—59 Psg., 2. Qualität 90—96 Psg., Lebendgewicht 55 — 57 Psg., Schlachtgew. 68—72 Psg.; Schafe: 1. Qual. 82—85 Psg., 2. Qual. 00—00 Psg. Geschäft: bei Kleinvieh lebhaft, kein Ueberstand.
Gießen, den 16. August 1906. Heinrich Müller.
Fünft finden, das gegenwärtig etwa 30 Leprakranke be- bcrbergt. — Ein am Montag aus dem Main geländeter Toter ist der 59 Jahre alte Spengler Matthias Müller von Bockenheim. Er ivurde seit mehreren Wochen vermißt und war in der letzten Zeit ivegen eines Unfalles nicht mehr ganz zurechnungsfähig. — Im Oberräder Felde ver- gewaUigten gestern drei Burschen ein junges Mädchen, mit welchem sie spazieren ging, soll die andern zu der Tat veranlaßt haben.
Brenner bad, 16. Anglist. Der Obcrinspektvr der bayrischen Staats- bahn, Herrmann aus Würzburg, ist vom Vennberg ab gestürzt schwer verletzt.
-Danksagung*
Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme, sowie für die zahlreichen Blumenspenden und treue Pflege der Schwestern bei dem uns so schwer betroffenen Verluste unserer unvergeßlichen, lieben Gattin, treuen Mutter, Tochter, Schwester, Schwiegertochter, Schwägertw und Tante sagen wir Allen auf diesem Wege unseren tiefgefühltesten Dank.
Iw Namen der tieftraliernden Hinterbliebenen
- -I
Statt jeder besonderen Anzeige.
Verwandten, Freunden und Bekallnten die scbnlerz- liche Mitteilung, daß unsere innigftgcliebte Gattin, Mutter, Schwester^ Schwägerilt 1111b Tante
Frau Marie Schütz
geb. Schlcmminger
im Alter von 47 Jahren nach langem, mit Geduld ertragenem, schweren Leiden heute, den 14. August, abends 8 Uhr saust entschlafen ist.
Im Namen der traueniden Hinterbliebenen
Familie Schütz.
Gjießcit (Bismarckstraße 17), den 14. August 1906.
Die Beerdigung findet Samstag, den 18. August, nachmittags 5 Uhr von der Kapelle des neuen Friedhofes aus statt. 105910
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Orrgrnnl-Drcrhtmel-uttgen.
Weimar, 16. Aug. Der Kaiser hat dem Karl Alexander-Denk mal-Fonds 10 000 Mk. überwiesen.
Antwerpen, 15. Aug. Der von Brüssel um 8.30 Uhr abends abgegangeue Personenzug fuhr bei Vieux-Dieu auf einen Güterzug und schnitt diesen in zivei Teile. Fünf Wagen wurden zermalmt und viele Personen verwundet. — Nach einer neueren Meldung wurde durch das Eisenbahnunglück mir wenig Unglück angerichtet. Einige Personen sind leicht verletzt. Der internationale Verkehr erleidet keine Verzögerung.
Liebe und Dankbarkeit endlich blicken jetzt wir alle empor zum Kaiserthrone, von dem Eure Majestät mit starker Hand die Geschicke des großen deutschen Vaterlandes leiten, ohne über den großen realen Aufgaben der Politik der treuen Fürsorge für das Ideale zu vergessen. Die Geschichte wird es Ew. Maj. danken, denn schiverer als glänzende Waffentaten iviegt vor ihrem Nichterstuhle die schaffende segens- srohe 9lrbeit des mit dem Schwert in der Hand geschützten Friedens.
Ter Kaiser verlieh den Roten Adlerorden 3. Klaffe mit der Schleife und mit der Königs. Krone dem Schöpfer deS Denkmals Bildhauer Fritz Gerth: die Brillanten zum Kgl. Kronenorden 2. Klasse dem Geh. Baurat Prof. Dr. Jacobi; die Kgl. Krone zum Roten Adlerorden 3. Klasse dem Gym- nasialdirektor Geh. Regierungsrat Dr. Schulz; den Noten Adlerorden 4. Klasse dem Oberbürgermeister Maß; den Kronenorden 3. Klaffe dem Kurdirektor Freih. v. Maltzahn- Homburg. Eine Reihe von Orden und Ehrenzeichen wurde an eine ?lnzahl alter Homburger verlieben.
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Schuhlager
-0- Frankfurt a. M., 15. Aug. Der 35 Jahre alte Schreiner Eugen Reith, der seit einiger Zeit stellungslos ist, schoß gestern abend bei seinem Rachhausekommen auf seine Frau, die er durch einen Streifschuß am Kopfe verletzte. Der Mann hat sich dann selbst einen Schuß in den Arm und einen in die Brust beigebracht. — Gestern mittag fiel eine Katze vom Dache eines HauseL Bethmannstraße und stürzte einer 60jährigen Frau auf den Kopf, die infolgedessen bewußtlos zusammenbrach. — Ueber den hier im städtischen Krankenharise in einem besonderen Raume internierten Lepra kranken wird noch gemeldet: Der 48jährige Mann, der behauptet, aus England zu kommen, nennt sich David Eisemann und ist in Rumänien geboren. ?lerztlicherseits wurde konstatiert, daß er am rechten Fttß und Bein aussätzig ist. Die gefürchtete, unheilbare Krankheit bedingte die Ergreifung aller nur denkbaren Maßnahmen zum Schutze der Umgebung des Kranken. Dieser war seit zwanzig Jahren nicht mehr zu Hause; als Geburtsort nennt er Braila in Rumänien. Als er hörte, daß in London ein Institut criilicrc, wo Leprakranke behandelt würden, reifte er nach England. Er verweilte längere Zeit in London, fuhr aber dann nach Köln, nächtigte hier und kam am 31. Juli in Frankfurt an, wo er in einem Gasthause der Altstadt für eine fstacht Unterkunft fand. Eisemann besitzt so gut iüic keine Papiere. Wenn es ihm gelingt, seine Staatszugehörigkeit nachzuweisen, so wird er nach Rtunänien abgeschoben werden, andernfalls aber wird er im Lepraheim in Memel Unter-
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