Nr. 139 Viertes Blatt.
156. Jahrgang
Samstag 16. Juni 1906
Erscheint tStzNch mH Ausnahme des Sonntags.
Eie „Giehener Zamiliendlätter" werden dem ^Anzeiger oiermal wöchentlich beigclegt. Ter «^ejstlch« Landwirt" erscheint monatlich einmal.
Giehener Anzeiger
Rotationsdruck und Verlag der tlrflbf'fdw Unwersltätßdruckerei. 9L Lange, Wietzem.
Redaktion,Expedition a.Druckerei' Schusktr.A, Tel. Nr. 6L T«legr..Adr.: Anzug« Äueft»
General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen.
Das Gebäude ist zu rund 50 000 Mark
berger Höhenklub Sorge.
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sog. • die Aba Bei hiit daß statt der
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aufgebaut, der jetzt als Ansichtsturm dient und von Touristen viel besucht wird. Der Turnt bietet einen weiten Rundblick nach Westen, Norden und Südwesten. In dem letzten Jahre sind die Grundanlagcn des BergschlosscS sichtbar gen,acht und durch Tafeln bezeichnet worden, sodaß man sich über Ausdehnung und Anlage der Burg em Bild machen kann. Für die Erhaltung der Ruine trägt die Sektion Vogels-
Ans StaOt nno lano.
Gießen, den 16. Juni. Gemälde-Ausstellung. Wie bereits kur» er-
Hervorrufen wird.
X Alsfeld, 14. Juni. Die Erbauung eines Kreis- krankenhauseS in Alsfeld hat der Kreistag unseres
rt. Kolaendes, mir - - - ---- ,,
j hatte >ch vor längerer Zeit Gelege.cheu, an, Bierlifch mit-
. 4,vei emagievte Sporlsteute, der erste em Ruderer, der in £)od)tourift,1ül)vten es. Alan sprach über die Geiahreu ,orts und tarn dann dabei auf die mancherie, Belästigungen chen denen der Körper bei Ausübung des Sports auSgeietzl r rist klagte üver die ihn lsäuftg peinigenden wunden lid'de.i.Wolst, der Ruderer klagte über aiUgeriebene pande. nitnft verwünschte den Sonnenbrand aui den ivlbtfchern, Der Ä eSSXm» aui Den »mxlf«». D°r T°unN tlatft r Schweißsüße, der Ruderer über Hand- und Achselschweiß. Und ai.m es weiter Ich wunderte mich darüber, daß so erfahrene 3pSute sich auf diesem Gebiete so hilflos zeigten, erinnerte mich
von H. Reh, Rechtsanwalt und Notar zu Alsfeld Mainz^ Verlag von I. Dicmcr (Preis Mk. 3.—). — Der Verfasser des vorliegenden Handbuches hat dte m demselben bearbeitete Materie fr. ^t. als Berichterstatter des Zweiten Ausschusses der Zweiten Kammer im Landtage vertreten. Da sich Haiidbücher, welche bestimmte Zweige der Gesetzgebung umfassen, in der Praris bewahrt haben, so trat derselbe auch an die Bearbeitung eines solchen für die Feld- und Forststrafgesetzgebung heran. Verwertet wurde die Begründung der Regierung, dte Ausschußberichte und Verhandlungen der beiden Kammern und die Rechtsprechung der Gerichte. Die Amtsblätter und Ausschreiben der Ministerien, die für die Handhabung der gesetzlichen Vorschriften in Betracht kommen, wurden zum Teil in Anmerkungen berücksichtigt, zum Teil wörtlich abgedruckt. Mit diesem reichhaltigen und übersichtlichen Inhalt wird daS Handbuch nicht allein denjenigen Behörden und Beamten, welchen die Anwendung der Feld- iliid Forstsnafgesetze obliegt, ihre Arbeit erleichtern, andern auch die jungen Juristen in diese Materie des )essischen Rechtes entführen.
~ Nachklänge zur Darmstädter Reichstags- wähl. Der .Rhein. Courier" veröffentlicht folgende Meldung au? Darmstadt:
Wie man hört, soll der national-soziale Pf a rr er Ad o lf Korcll tn Kömallädtcn, der .Kandidat der Freisnmlqen, Temo- traten und Rational-sozialen bei der RetchStaqöersatzwahl in Tarin. sladl-Eroß-Geiau, weqcn seines Verhaltens wahrend des Wahl- kampfeS (Uiuerflützirng der soualdemokraUschen Kandidatur Berthold bei der Stichwahl! ?) von seiner vorgesetzten Behörde d t S z i p l i n a r l s ch b c slra i t worden sein. Tic Bestätigung dieser GerüchrS bleibt abzuivailcu. IcdenlaUS aber dars man bei dem großen Jnlercsie, das diese Angelcaenheit verdient, erwarten, daß bald eine autbcntifdjc Auiklärung ersolgl.
Wir überlassen dem genannten Blatte die volle Verantwortung für diese Nachricht, die jedenfalls großes Aufsehey
TaS liebenswürdige Amerika.
Die dem deutschen Botschafter in Washin gton, Frhr n. v Sternburg, durch die llitiüetfität von ^UmorS rfabrene. Auszeichnung, die Ernennung zum juristischen nooftor, wird ihm wähl von keiner Serie mrßgonnt. ist eine Liebenswürdigkeit, eine Quittung über die Ck> '^nheit des Botschafters, in seinen Reden auf den udmua und sonstige schätzenswerte Ergcnfcha tcn der -Ikaner hinzuweisen. Am Ende gibt es der Llebens- nakeiten von amerikanischer Seite noch mehr, um den ; den Fleischtrustfkandal hervoeaerusenen üblen Emin Deutschland zu verwischen. Aber auf cmeSot- i ft wartet man noch immer vergebens vom tfrlpm.
ternburg, nämlich auf die Nachricht vom Beginn der ldelSv - r tragsoerhandlungen. Nahezu vier mate seit Geltung deS Provisoriums sind bererts Mo mb flcqanßen, und eS wäre erwünscht, daß den Yankees
Allusion genommen würde, als könnten ftc im illt- ömen Besitz der Wohltaten bleiben, die ihnen Deutschland tem Glauben erzeigte. Vielleicht erinnert Herr von iburg seine Freunde einmal daran in cm er feiner
Mitwirkenden.
*• DaS in Hessen geltende
F o r st st r a frecht. Praktisches Handbu
jlolitlsehe Tagesschatt.
TaS neue Exerzier-Regtement.
Die Einführungsorder, mit welcher der Kaiser das in Gießen zuerst erprobte neue Exerzier-Reglement für die Infanterie genehmigte, hatte nach einer Mitteilung der Straßb. Post folgenden Wortlaut:
„Ich genehmige das beifolgende Exerzierreglement für die Infanterie in der Erwartung, daß bei voller 2mfrcchterHaltung der althergebrachten Zucht und Ordnung die kriegsmäßige Ausbildung, für die das neue Reglement loeitcren Raum schafft, stetig gefördert wird. Es ist untersagt, zur Erzielung gesteigerter, äußerlicher Gleichmäßigkeit ober in anderer Absicht mündliche oder schriftliche Zusätze zu dem Reglement zu erlassen. Der für die Anwendung de? Reglements und die Ausbildung gelaßene Spie l r au m darf ke i n e E inschrän ku n g erfahren. Ich ermächtige jedoch das 51riegSminiftcrium, etwa notwendige Aenderungen, soweit sie nicht grundsätzlicher Natur sind, eintreten zu lassen. _____
Wilhelm.
Als der Kaiser das bisher in Geltung gewesene Exerzier- Reglement am 1. September 1888 genehmigte, begann die betreffende Einführungsorder an baß KrlegSministerium mit den Worten:
An daS Kriegsmmisterium."
„In dankbarem Gedenken an meines in Gott ruhenden S)crrn Vaters Majestät übergebe ich der Armee das auS Seiner Anregung hervorgegangene neue Exerzier-Reglement für die Infanterie." »
Ruch bei der Genehmigung deS neuen abgeanberten Reglements hat wohl der Kaiser in pietätvoller Weise seines Heimgegangenen Vaters gedacht, indem er die Einführungsorder an dem Tage vollzogen hat, wo er in Töberitz zum Gedächtnis an den 29. Rial 1888, an welchem Tage er die von ihm kommandierte Garde-Jnsanterie-Brigade nach einer Hebung seinem Vater auf der Terrasse des Charlottenburger Schlosses vorführte, in diesem Jahre mit seiner ehemaligen Brigade ein Gefechtsexerzieren ab hielt. Mit Ausgabe des neuen Reglements durch das Ministerium an die Kommandobehörden dürfte in nächster Woche begonnen werden.
In bet letzten Sitzung des Beirats für Arbeiterstatistik stellte der Abg. Frhr. v. Hcyl bei den Beratungen über die Erhebungen in der Fischindustrie im Interesse des Arbeiterpersonals in dieser Industrie einen Antrag, der aber ab-
z.B.'gar nicht Hst, Voat Fußkraiike sind.' Tab Gespräch haue uns einander naher gebracht, Rach einem Zähre lras ich die Herren wiede. 3ie dankten mir für die guten Ratschläge und waren de- geistert von den guten Wirkungen der obendrein jpottbtlhgcn Qtafalan- Präparate. .Man mutz neuerdings aber stets auf die Retorten- ivlar-ke und den Namenszug Dr. Adolph llift achten, bemerkt« der eme noch beim Scheiden. — Bestandteile. NaflUan: Naphta 9a, Seik 5. Nafalan-Hefipflaster: Nawlan 50, Kaulfchickmalie 35, Zinkweiß 15. HauSnaialan: Nasalan 50, Lanolin 15, Zinkweiß 20, Paraffin' 15. In den Apotheken resp. Drogerien, Parfümerien^u haben. h
neu eolbnten noch vor ganz ruioei ganz ähnlich ergangen war. Ich mischte mich ins besprach und bat, meinen Rat anzuhören: ,'tfuv wunde ®lifie, Ußolf, auch Lchenkel, für wundgeriebene panbe gibt es nur ein fibneU und s cher Wicken der Mittel, namltch das pauennfalan, für sZi'lr- und Achiel- schivetß, Gletscher- und Lonnenbrand da» Nafaüm-Ltreupulver, zur allgemeinen Ltarkung der Haut, die Nafalan-^oneue-Leife, wahrend gegen die Mückcnplage, befonber« far Jager dem Anstande, Nafalan-Totlettc-ErLme m'.erffbehrlrch ist." Lchlietzltch mach e 'ch noch auf da? Rchalan-Heftpflastcr aufrnerksmn, daS sich bei mir «U» ^utz- decke bet kleinen Verletzungen autzcrordenvich bcioahrt hat. -Wait fragte mich, warum ich mich so für dieses Nafalan inS ^"0 lege. Es gibt feinen anderen Grund, a!5 die oorzuglicheti Erfolge an
Zusjllv raß bin A!Mbksi»fomttfe:u der Atsbt thtetzkv.
rrnfgebolc.
Juni: 9. Dr. Ernst Hermann Graßmann, UiüversitatSprofehor dahier, mit Laura Agnes Margarete Holste in Stettin. 11. Georg Bick'sthauvt, Bauaufsehcrafpirant dahier, mit Emma Rottrao htcr- Iclbft. 12. Lugo Sstracke, Grubenbeamter dahier, nut Awthilde Grünetvald in L)ber»Roßbach. 13. Friedrich Wilhelm Martin Stephan, Landbrieffager in Lauterbach mit Anna Caroline Kichaupt dalner. 14. Leonhard Treufch, Bauauffeherafpirant dahier, mit Karoline Alice Christiane Becker bierfclbft. - Wilhelm Burk, Fuhrmann dahier, mit Margarete Borjchbach geb. Trost Hierselbst.
Eheschließungen.
Jmii: 8. Benjamin gen. Benno Weinberg, Bergwerksdirektor in Dresden, mit Rosa gen. Paula Baer dahier. 0. i^ranz Bruno Krohn, Kan'mann in Lahr, nut Johanna Zimmer dahier. — Albert Bill, Eisenhobler dahier, mit Anna Honig h'crselbst. Io. Ntchary Rahn, Fabrikant in Pforzheim mit Antonie Rosenbaum dahier.
Geborene.
Juni- 2. dem Schuhmachermeister Wilhelm Schmidt X. em Cohn, Otto. 4. dem Lankbeamten Wilhelm Heinrich Aloe er enie Tochter, Hedwig Hermine Paula Elise. 5. dem -lener Ludwig Leilich eine Tochu-r, Dlarie Sophie. 6. dem Oberluier Hari Ehr.stiaii Plund cm Sohn, Georg Johann Heinrich. - bem Zugführer Heinrich Denderoth eine Tochter, Elfriede WilhelMme. 7. dem Taglöhiier Georg Schmidt III. eine Tochler^Marie. 8. dem Schmied Karl ■öofmnnn em Sohn, Adolf. — dem Schlosier DLüholm ^isksr eine Tochter, Oltilie Philipptne. 9. dem Kanalarbeiter Wilhelm JRanft eine Tochter, Katharine Elisabeth. 10. dem Schneider Hemnch Klee ein Sohn, Wilhelm.
tfefterbene.
Inni: 8. Luise H-rnfeck geb. Stadler, 68 Jahre alt, ohne Beruf, dahier. 9. Rosa Günther, 2 Monate alt, Tochter deS AletzgerS Qtaihnn Günther dahier. 10. Friedrich Schürz, 68 Jahre all, Bleichereibesttzer dahier. 11. Karl Paul Kramer, 44 Jahre all, Cbcrbnefufiger dahier. - Tlargarcte Bruckmann geb. Bahr, 77 ^ahre alt, Witwe deS GutSpächterS Heinrich Bruckmann dahier. IS. Marie Lchomber geb. Gcuguagel, 41 Jahre aü Eheirau deS Kellners Konrad Lchomber dahier. - Luise Pau a Pfeil. 2 Jahre att, Tochter bc9 Aufsehers Johannes Pfeil dahier. 14. Alane Borick)el, 4 Jahre alt, Tochter deS TaglöhnLrS Heinrich Borichel Sahter. __ _
wähnt, hat im Laufe dieser Woche wieder ein vollständiger Wechsel der Gemälde stattgefunden. Unter anderen hat eine Sammlung malerischer und plastischer Arbeiten der bekannte Künstler Prof. A. Volkmann aus Rom geschickt. Die Kasseler Künstlerschaft weist 34 Gemälde auf, worunter die Künstler Mathei, Hock, Potente, Giebel, Jcschke, Scheffer, Mayer und andere beteiligt sind. Auch hat O. Ubbelohde erfreulicher Weise dem Wunsche mehrerer Kunstfreunde entsprochen und eine Anzahl künstlerischer Radierungen der Ausstellung überwiesen. Auch eine paar einheimische Künstler begrüßt man gern wieder als Aussteller, und zwar W. Barthl mit 2 Gemälden „Westfälische Landschaft" und „Wintcrstillc. Minna Bergen zeigt sich diescsmal mit emer Kollektion hervorragender plastischer Arbeiten, welche durch eine passende Dekoration schön zur Geltung kommen. Unsere Porträtmalerin Marie Felchner hat 4 recht anmutige Porträts ausgestellt. Der Besuch dieser reichhaltigen und hervorragenden Ausstellung kann aufs angelegentlichste empfohlen werden. .
** An Gemeinde-Umlagen erheben die 8^Land- gememden des Kreises Gießen zusammen 6 219 70 Mk. Die höchsten Beträge erhöben Grüiiberg 31000 Mk. (81667 %), Wieseck 27 500 (114260 %), Großen-Linden 27 400 Mk. (87,9 %), Heuchelheim 26000 Mk. (125,094 %), Lollar 24500 $1 (59,130 %), Lich 21000 Mk. (41,404 %), Lang-Göns 18000 Mk. (81,296 °/o), Klein- Linden 17 000 Mk. (173,958 %), Watzenborn-Steinberg 17 500 Mk. (141,875 %), Londorf 17 000 Mk. (132,612%), Hungen 1'6 500 Mk. (56,738 %), Leihaestern 16 500 Mk. (79 375 %), Holzheim 15000 Mk. (14Ö026 %), Obbornhofen 12500 Ml. (152,948 %), Alten-Buseck 11000 Mk. (93,400 %>, Bellerheim 11000 Mk. (93,834 %), Grümngen 10000 Mk. (130,354 %). Gar keine Gemeindesteuern erheben Albach, Bersrod und Ettingshausen. Heber 200 % Zuschlag der doppelten Grundzahlen und deß ganzen Einkommensteuerbelrags erheben die 3 Gemeinden Stangenrod (271,031 %), Lindenstruth (226,932 %) und Trohe (207,375%), zwischen 200 und 100% 40Gemeinden und unter 100 % 35 Gemeinden.
•* Eine Ausstellung für Reformbekleidung findet am Dienstag, 19 Juni, im Neuen Saalbau statt. Sie wird das ganze Gebiet der Reform-Unter- und Oberkleidung in großer Mannigfaltigkeit, von der einfachsten bis
Kreises beschlossen, veranschlagt. Den Bauplatz stellt die Stadt kostenlos.
X Ulrichstein, 14. Juni. Den sich über unserem Städtchen erhebenden Tchloßberg krönte in alter Zeit eine Burg, die den Norden des VogelbergS beherrschte. Auf den Trümmern wurde nun vorigen Herbst ein Eckturm wieder
lingc erlasse, die in den Betrieben des HandelSgewerbcS gehalten werden dürfen. Jnfolae dieser Eingaben hat der Reichskanzler die Regierungen der Bundesstaaten zu einer Aeußerung in der Angelegenheit aufgefordert, und diese wiederum haben sich zu dem gleichen Zweck an ihre.Handelskammern gewendet. Bon den letzteren sind bereits einige Aeußerungcn eingegangen. Gegen den Erlaß derartiger Vorschriften durch den BundeSrat Ijaben sich die Handelskammern zu Friedberg, Mannheün und Rostock ausgesprochen. Für t>en Erlaß von Vorschriften durch den Bundesrat hat sich bisher allein die Handelskammer zu Darmstadt ausgesprochen, und zävar in der Richtung, daß die Zahl der Lehrlinge von der Zahl der KommtS abhängig gemacht werde, nwber diejenigen Geschäfte, die keine KommiS beschäftigen, nicht mehr al8 höchstens einen Lehrling würden halten dürfen.
zur elegantesten Art, umfassen.
” Die Schule für höheres Klavierspiel des Fräulein Mtnna Körner, die bekanntlich ihre Zöglinge von der untersten bis zur höchsten Stufe führt, veranstaltet in zwanglosen Zwischenräumen Vortragsabende. Nach längerer Pause hat Frl. Körner am verflossenen Freitag einen Vortragsabend anberaumt, bei welchem den vorgeschrittenen Schülern Gelegenheit gegeben war, ihr Können zi, bekunden. Durch Mitwirkung einiger jungen Herren, die ein Streich- initrument beherrschen, war den Schülern ivieder Gelegenheit geboten sich im Ensemblespiel zu betätigen, waS ja nicht allein den Unterricht interessanter gestaltet, sondeni vor allen Dingen ein wesentlicher Faktor der musikalischen Erziehiing ist. DaS Programm, welches Namen, wie Bach, Haydn, Mendelssohn, Raff, Schubert, Schumann u. a. aufwicS, war, wie immer, durch Frl. Körner in geschmackvoller Weise zil- sammengestellt und tn sorgfältigster Arbeit vorbereitet, sodaß auch ein strengerer Beurteiler freudig seine Zustimmung zu dem gespendeten Beifall geben könnte. Ohne bie anderen Mitwickenden unterschätzen zu wollen, möchten wir an dieser Stelle nur die Leistlingen des Herrn Polak, eines begabten Schülers des Meisters Becker aus Frankfurt lobend hervorheben. Ter junge talentierte Musiker befindet sich ohne Zweifel auf dem richtigen Wege zmn Ziele, bietet heute schon recht Beachtenswertes. Frl. Körner kann mit Genugtuung ouf den verflossenen Abend zurückblickcn und mtt ihr alle
gelehnt wurde.
Frhr. v. Seyl wieS darauf hin. daß es geboten sn, die Znt-r» essen der Arbeiter in der Fisch-Industrie zu wahren, tyut die Großbetriebe sei eine Ausdehnung der Bestimmungen der Ge- werbcortmung vielleicht notwendig, die Anwendung derselben auf die Werkstätten bedeute aber für diese, wo bic größten Mißstände herrschten und die Arbeitszeit der Arbeiter und Arbeiterinnen ungebülwliÄ ausgedehnt ü^cr?^'., ^mschrankung der willkürlichen Ausdehnung der Arbeitszeit. Der Erlaß von Bestimmungen für Fabrikbctriebe biete eine willkommene Gelegenheit auch regelnd in die Lüerkstätteiibetriebc einzugreifcn. Abg. v Heul stellte daher den Anrrag, die verbündeten {Regierungen zu ersuchen, auf Grund beS §154 der Gewerbeordnung die für 'die fabrikmäßig betriebene Fischindustrie dorgeschlagenen Bc- Kimmungen auch auf die Wcrkstättiw des änsch^gcw^rbes aus- »11 b an’11. ©egen diesen Antrag erhob der ,tellvcrt«iende, Bor- f'Pende Geh-Rat Fischer grimdsätzllclst: Bedenken, weil die Er- he'ungen sich nu? aus fabrikmäßig betriebene Unternehmungen erste st nättett und man, um ein ungetrübtes Biü) öu schalten, gri irdsätzlich von der VernelMiung solcher LsnÄunstsderfonen, n Lerkstättenbelrieben beschäftigt waren, abg-.felfcn hllte. —
Sj ; b c war im Gegensatz hierzu ber Memung, da» die m ngen doch zur Genüge gezeigt hatten, welche ERstahrsti • übermäbiq langen Arbeitszeit verbunden fcrcn, und eine Ausdehnung der Beflimmungen auch auf Werk- tburiebe sich rechtfertigen ließe. Bei der Abstimmung wurde urttag v. Helfl mit 5 gegen 3 stimmen abgelehnt.
en jeden.
Dom LehrlingSwesen.
jteten an ben BundeSrat gerichteten Eingaben Vorüber geklagt worden, daß in sehr vielen kaufman- i ßMfhäftcn die Zahl der Lehrlinge im Mißverhältnis m stnckana und der Mt des Betriebes stehe und bic Prinzipale deshalb außerstande seien, ben ihnen § 76 des .HandelsgesetzbucheS obliegenden
•i i,u aenilaen. Es wurde b^urtoortet, daß der BundeS- naebende Borschristen über die höchste Zahl der Lehr-
als Soldaten besonders mrercsfanr'e! aber, daß eS mir mit meineit Solbaten noch vor ganz tuizer^ ^c.t mu ulbii im^ ^i^meiue^f. )b , ^8 ö,;D^ä± balle


