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11/12/1906 Drittes Blatt
 
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Nr. 291

Drittes Blatt. 156. Jahrgang Dienstag 11. Dezember 1906

Erscheint täglich mit Ausnahme de« Sonntags.

DieEiehener ZamllienblStter" werden dem Anzeiger viermal wöchentlich beigelegt. Der hessische Landwirt" erscheint monatlich einmal.

Giehener Anzeiger

Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitätsdruckerei. R. Lange, Gießen.

Redaktion, Expedition ».Druckerei: Schulstr.7.

Tel. Nr. 51. Telegr.-Adr.: Anzeiger Gief-rn.

General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen

j Anfang, wenn nicht anders bemerkt, abends um 7 Uhr.

Kauft nur

«

Nur echt mitDreieck-

Kpirlpllur der vereinigten Frankfurter Stadttheater.

LperuhauS.

(Heiterkeit.) ,

Zeuge: Wahrscheinlich nach dem ersten Oktober; Herr Trautwein, an den ich sofort dachte, war es nicht.

Auf die Frage des Priv.-Klägers, ob er erzählt habe, Grünewald schreibe in letzter Zeit nur noch mit der Maschine, ant­wortet Zeuge im bejahendem Sinne.

Zeuge fährt fort: Zn meiner Sprechstunde erzählten mir ein paar Bergleute, in Steinberg habe sich ein neuer Arzt nieder­gelassen ; er sei durch seinen Schwiegervater dorthin gekommen und werde auch in allernächster Zeit eine größere Kasse bekommen. Als mich dann Dr. Esch, der Direktor des Bergwerks, fragte, ob ich die Knappschaftskasse nicht billiger übernehmen wollle, ein Dr. Wagner habe ein billigeres Angebot gemacht, schloß ich rück­wärts, daß der Priv.-Kl. mir etwas in den Weg legen wolle, denn r halte mir früher angedroht, er werde mich schädigen, wo er Iijnn$raft. Arzt Wagner erklärt, daß er nie die Absicht gehabt habe, durch Grünewald die Kasse zu erhalten. Er habe sich bei Dr. Esch um die Kasse zwar beworben, aber ohne ein Angebot zu machen, auch sollte seine Bewerbung nur sür Steinberg gelten.

Dr. Kipper: Auf Frage des Priv.-Klägers: Den Zeugen Apotheker Lindenborn habe ich Herrn Metz namhaft gemacht. Er ist ein guter Freund von mir, und hat mir vor vielen Jahren ciimial erzählt, in der Stadt würden Grünewald und Geilsus all­gemeinGrünert und ©eilert" genannt, weil sie immer zusammen joären und ihre Streiche auch zusammen machten.

Bon anonymen Schriftstücken außer den vorliegenden weiß ich nur noch von einem an meinen Schwiegervater gerichteten Brief : daß jedoch der Berdacbt m der Familie gegen Grünewald seit langen Jahren beststand, das wußte ich; er schrieb teils offen, teils anonym an meine Eltern.

Grünewald: Wo ich Grund hatte, schrieb ich, aber offen.

Der Privatkläger stellt dann noch sest, daß die Mißstimmung «wischen ihm und Dr. Kipper von einem Konflikt aus dem Jahre 1896 herrühre, der wegen der Vergebung der Knappschailskas e entstanden sei, eine Drohung wie die vom Zeugen ausgesprochene, habe er nie geäußert.

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ffQMarke auf der Sohle.

Angeklagter: Ich stand schon, als ich Kartell für Privat- kläaer trug, auf anderem Standpunkte darüber wie er; dazu kamen bie^treuigfeiten mit meinem Bruder, auf dessen Seite ich natürlich trat, und ein Vorfall in Nidda gelegentlich einer Prwatklage.

Grünewald: Haben Sie die Exmission Geilsus im Korps 6Ct llHcu?ae: Ich habe erklärt, das Protokoll Geilsus' sei gelogen, und wem?er es beule wiederholt gesagt hat so hat er eben auch gelogen Ich wollte mit dem Ausdruckso dumm und schlecht i,l er mcht", sagenwollen,so dumm und schlecht, daß er sich ba5u mißbrauchen läßt". . _ , _ .

Grünewald: Ist eine Ueberwachung meines Verkehrs em-

politische Lagerscha«.

Antisemitisches aus Hessen-Nassau.

Eine von derWirtschaftlichen Volkspartei für Hessen-Nassau" kürzlich in Wiesbaden abgehaltene Ver­sammlung hat nach dem Bericht derDeutschen Reform" folgendes Ergebnis gehabt:

Vor einiger Zeit hatten Vertreter der d e u t s ch - s o z i a l e n Partei den Versuch gemacht, die Wiesbadener Organisation für sich zu geraumen, und dieDeutschsozialen Blälter" verkündigten schon, dieWirtsch. Volkspartei für Nassau" sei ihrer Partei beige­treten. Nach kurzen Wochen jedoch trat in Wiesbaden, Biebrich usra. ein völliger Umschwung ein: Man sagte s i ch aus Gründeii, die roir einstweilen nicht in die öffentliche Diskussion ziehen wollen, m i t a l l e r E n t s ch i e d e n h e i t v o n d e n D e il t s ch s o z i a l e n l o s. Nach diesem Vortrage des Abg. Böckler wurde beschlossen, dieWirtschaftliche Volkspartei sür Nassau" der Deutschen N es orm Partei a n z u s ch li e ß en. Es soll in Verbindung mit den Reformern in Kassel, Marburg usro. e i n e P r o v i n z i a l - Organisation für das gesamte Hessen- Nass au ge­schaffen werden. Die Vorarbeiten dazu sind sofort in die Wege geleitet worden."

Daraufhin werden wahrscheinlich wieder die Deutsch­sozialen die Hebel ansetzen, um die eine oder andereReformers- Organisation auf ihren politischen Standpunkt zu bringen.

Das Duell Noereu-Dernburg

soll mit einem CJ-ange nicht abgetan sain. Abg. Erzberger, derSchildknappe" des älteren Zentrumsmannes vom Rhein, kündigte in der Budgetkommission die Wiederaufnahme dieser Angelegenheit für die zweite Lesung des Nachtrags­etats im Plenum an, die natürlich erst im Januar erfolgen kann. Es sollen dann il a. Briefe des Reichskanz­lers an Noe ren zur Sprache gebracht werden. Das wäre eine Gelegenheit für den Fürsten Bülow, Mitteilung dar­über zu machen, wie er selbst zu denunzulässigen Beeinflussungsversuchen des Zentrums" auf die Kolonialverwaltung sich gestellt habe. Darauf ist der Kanzler in seinen allgemein gehaltenen Bemerkungen in der Kolonialdcbatte mit keinem Worte eingegangen. Wahr­scheinlichkeit spricht dafür, daß der frühere Kolonialdirektor Dr. Stübel, der sein Ab schiedsgesuch a,ls Gesandter am norwegischen Hose eingereicht hat, von dem Ansinnen Roerens seinen unmittelbaren Vorgesetzten, den Staats­sekretär des Auswärtigen, Frhr. v. Richthofen, in Kenntnis gesetzt hat. Und Frhr. v. Richkhofen war, wie man weiß, der Vertrauensmann des Fürsten Bülow. Des weiteren muß * daran erinnert werden, daß der anerkannte Führer des Zentrums, Abg. Dr. Shahn, im Verlauf alter Sessionen der letzten Jahre zu vertraulichen Besprechungen im Kanz­lerpalais erschienen ist. Unter Be^ug darauf sprach man scherzhaft vomKompromiß-Zylinder" Dr. Spahns. Es müßte Wunder nehmen, wenn die kol. Bedingungen des Zentrums bei diesen Konferenzen gänzlich unerörtert ge­blieben wären. Fürst Bülow hat zwar anscheinend den Wunsch, gegenüber der Kontroverse Roeren-Dernburg ebenso im Hintergrund zu bleiben, wie Dr. Spahn mit dem Gros des Zentrums. Es hat aber die Oefsentlichkeit ein Inter­esse an gründlicher" Klarstellung. Fürst Bülow hat ge­legentlich selbst einmal auf den Wert desin alle Winkel Leuchtens" hingewiesen.

Ein Beleidigt«,gsprozetz zwischen zwei Rechtsanwälten.

lFortsetzung.)

Gießen, den 10. Dezember.

Zeuge: Von Herrn Herberg habe ich die an den Dr. Brei- bert gerichtete Karle bekommen und stellte eine Aehnlichkeit ihrer Schrift mit der der beiden anderen Karten sest; ich habe dieselbe dann an Jnstizrat Metz roeitergegeben. Als ich die Karle sah, habe ich auch raohl zweifelnd ausgesprochen, ich könnte mir nicht denken, daß Grünewald sie geschrieben hätte. Als mein Schwager August mir dann erzählte, der Schreiber der Karle habe sich gemeldet, und mich a'isforderte, zu raten, wer es sei, sagte ich sofort, das könne kein anderer als Geilius sein; als iulellekluelleii Urheber aber habe ich Grünewald angesehen. Auf eine Frage des Angell.: Ich habe einmal im vertraulichen Gespräch der Meinung Ausdruck gegeben, wenn die Sache brenzlig würde, würde schon einer gefunden werden. Auf weitere Frage des Angekl.: cYd) erinnere mich, einmal gegen Abend am Hause des Pnv.- mägerS vorbeigegangen zu sein und den Kopf eines alten Mannes (Geilsus) am Fenster gesehen zu haben; ich sah den Kopf nur von hinten; als ich zurückkam, war der Vorhang sest zugesteckt, was sonst nicht der Fall war. (Heiterkeit.)

Grünewald: Wann war das mit dem alten Kopf?

geleitet roorben mich interessiert, ob ein Verkehr zwischen r)r»||n|zQO/>hptr| O 11 p |* A

dem Privalkläger und Geilsus staltfindel. Am22. Oktober war LJ I U U O G U 11 Ü i I C3 8 I ü I Al l

Dr. Kipper bei mir und sagte, er ljabe ।einer» ^««« «Jfvnei^fnl liefert in jeder gewünschten Aue-

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Nach Verlesung der darauf bezüglichen Briese wird der Zeuge I Zeuge äußert sich dann noch über den Besuch Buschmanns beeidigt und erklärt bei Gegenüberstellung mit demselben, er habe das

Apotheker L i n d e n b o r n (Mühlhausen i. Th.) kann sich schwach Gesprächsthema der Gäste gar nicht wissen 'vollen. (Ter Zeuge erinnern, daß man Grünewald und GeilsusGrünert und Gellert" I bleibt unbeeidigt.) . ...

genannt habe ; ihm habe das ein verstorbener Freund erzählt. Daß! Bureauvorsteher R ü h l, Gießen, halt es nir ausgeschlossen, ich gesagt habe, sie machten auch ihre Streiche zusammen, weiß ich daß der von Dr. Kipper erwähnte anonyme Bries von Rechts- mch't mehr anwalt Grünewald herrührt; der Brief ist seiner Erinnerung nach

Nachdem der Zeuge W o h l m n t h seine Aussage vom Vor- von der Post eingelangt. Als Zeuge den Artikel gelesen, habe er mittag dahin berichtigt hat, daß er am 16. Februar abends ein I das Gefühl gehabt, daß Grünewald gemeint sei, er habe das auch Telegramm nach Frankfurt aufgegeben habe, und daß der Aus- geäußert. Er bestätigt auch, daß vom Privatkläger eine allgemeine druckGefängnis" stattFestungshaft" in dem Bericht nur aus Weisung gegeben sei, Geilsus und Angehörigen keine Auskunft in einem Versehen beruhen könne, bestätigt der Zeuge G e i l s u s jun.,- der Sache zu geben. .

der erst vor wenigen Wochen mit seinem Vater über die Harten R.-A. Klarenaar spricht sich zunächst über den Konflikt des gesprochen Hal, daß in der letzten Zeit ein Verkehr zwischen seinem Privatklägers mit Dr. Kipper wegen des angeblich von des Letzteren Vater und Grünewald nicht mehr stattgesunden habe. Sem Vater Vater sür das Bergwerk bezogenen Weines aus, in dem er eine ei vollkommen unabhängig von Grünewald. Allein sei Grünewald Verständigung zwischen beiden habe aubahnen wollen. Daß ich ge­rne in ihrem Kontor gewesen. sagt hätte, die Metze sind ,a hirnverbrannt, weiß ich nicht mehr;

Unter allgemeiner Spannung macht sodann I u st i z r a t aber ich habe, als ich die Photographie der Postkarte sah, geäußert, Metz, Gießen, seine Aussührungen. Als das Duell vorüber es sei ja ganz ausgeschlossen, daß die Karle von Grünewald sei. war, glaubte ich, die Ausregung, in die ich geraten war, endlich Es ist richtig, daß Wohlmuth mir gesagt bat,im übrigen weiß ja los zu jein, da Hörle ich von der anonymen Anzeige. Viele Ge° R.-A. Grünewald ganz genau, wer der Täter ift'; ich halte von danken brauchte ich mir über den Anzeiger nicht zu machen; es der Täterschaft keine Ahnung. Ob Wohlmuth im Ernst gesagt hat, konnte niir jemand jein, der Angehöriger des Korps war. Eine die Karte könne von einem der jungen Herren Metz geschrieben solche Person gab es in Gießen nur eine, und das war R.-A. Isein, um sich mal berühmt zu machen, kann sein, ich habe das aber Grünewald. Ich traf dann Dr. Rosenberg und Justizrat Weidig scherzhaft behandelt.

im Amtsgericht, ohne einen Namen zu nennen, waren roir uns Angekl.: Halten Sie den Privalkläger für fähig, anonyme klar, von welcher Seile das herkam. Als ich dann bei Herrn Karten zu schreiben?

Herberg die Karte sah, konnte ich bei oberflächlicher Betrachtung Zeuge: Ich kann nur sagen, daß ich von seinen Verwandten keine Aehnlichkeiten entdecken, als ich sie aber las, kam mir der vielfach Dinge gehört habe, die ihn im Verhältnis zu seinen Ver- Slil bekannt vor; ich überlegte, es konnte nur Grünewald sein, wandten in einem nicht gerade guten Licht erscheinen lassen.

Nach etwa 14 Tagen kam Dr. Kipper mit der Karte von Herrn A n g e k l. Ist es möglich, daß Sie eine Aeußerung getan haben, Herberg. Er wollte mir scheinbar aus den Zahn fühlen, ich erklärte daß Sie den Privalkläger einer solchen Handlung für fähig hielten, aber, ich hätte gar feinen Verdacht. Da erzählte mit Dr. Kipper Zeuge: "Möglich wäre es ja, daß ich gesagt habe, wenn das von der anonymen Karte au Gutmann, deren Schrift ähnlich der allerdings wahr ist, kann man vieles jagen.

der Eiviskarte sei, und daß Gutmann nach langem Ueberlegen R.-A. Le un: Der Privalkläger habe es nicht fassen können,

auf Grünewald Verdacht befommen habe. Da sagte ich zu daß et mit dem Artikel gemeint sei, er habe es immer abgewiesen, Dr. Kippet: Ich habe denselben Verdacht. Ich ging zu Gutmann daß er der Tätet sei. Herrn Gutmann gegenüber eine Aeußerung unb dieser erzählte mir von den Schritten, die er zur Ermittelung I über Dr. Kipper getan zu haben, wie letzterer behaupte, erinnere des Schreibers der beiden anonymen Karten an feinen Schwieger- er sich absolut nicht; er habe mal für den Gtudenvorstand ein vater Müller und ihn getan habe, insbesondere von den beiden Gutachten über Tr. Kippers Bezüge abgegeben, vielleicht habe er Gutachten, die et eingeholt, eins positiv, eins duditativ. Ich wandte darüber mit Gutmann gesprochen. Nach meiner Ansicht hat mich darauf an die Staatsanwaltschaft und wies auf das vor- Grünewald niemals gegen Dr. Kipper operiert. Was ich in dem liegende öffentliche Interesse hin, ohne Erfolg; man wies darauf Pferdeprozeß zwischen Gutmann und einer von uns vertretenen hin daß m der Karte ja nur die Verwaltungsbehörde beleidigt Firma gejagt, hat mir Pferdehändler Michel mitgeteilt, Herr Gut- ei/ Ich ging au die Verwaltungsbehörde, wies darauf hin, daß mann habe bei einer sog. Par'orcetour das Pferd überanstrengt. Ich ich in der Lage sei, Material zur Ermittelung des Täters herbei- kann auch mit gutem Gewissen verneinen, daß Grünewald eurer zubtingen. Man versprach, die Sache in die Wege zu leiten. Handlung, wie der inkriminierten, fähig sei.

Nach einiger Zeit bedeutete mir Geheimerat Dr. Lreidert, die R.-A. Fischer lehnt den Sachverständigen Gra-

Sache sei in amtliche Behandlung genommen, es stände nur noch boro wegen Besorgnis (der Befangenheit ab, weil eine Mitteilung aus; ich vermutete, die des Ministeriums, fuhr I er bereits Privatgutachten für den Angeklagten erstattet habe; der nach Darmstadt, besann mich aber anders und kehrte unter-1 Sachverständige habe außerdem mit Zeugen Verkehr unterhalten wegs wieder um, leider; denn auf Grund eines objektiv unrichtigen! und schließlich werde seine Nichtqualisikalion als unparteiischer Berichts des Kreisamts, ich habe nur einen Verdacht geäußert, Sachverständiger auch dargetan durch die polemijchen Ausdrücke,, ohne direkte Beweise dafür zu haben, lehnte das Ministerium die die sein Gutachten enthalte.

Erteilimg der Genehmigung zur Stellung des Strafantrags ab. (Schluß im zweiten Blatte.)

Da kam die Strafkanunerverhandlung.mein Bruder tat m seinem I.. .... ------------ ------- . -53

Plaidoyer die bekannte Aeiißermig, von der ich vorher nichts uilx WtiSettldmh

wußte, und als nach der Verhandlung mein Bruder mir davon **,ll,*t

Kenntnis gab, erklärte ich: Nun wollen wir auch dafür sorgen, Der V erfasser v0nAdam Notmann", des in daß fein falscher Bericht in die Blätter kommt. Die Form im unserer Samstags-Nummer ausführlich besprochenen BucheS, Herr Gießener Anzeiger" habe ich meinem Sohne diktiert. Schließlich Fritz Philippi, ist, wie uns mitgeteilt, nicht mehr Pfarrer in hörte ich, daß die Privatklage erhoben sei. Mein Bruder hatte Brenscheid bei Herborn, sondern seit einiger Zeit Zuchthaus- nun das größte Interesse daran, den Beweis der Wahrheit zu I geistlicher in Diez an der Lahn.

führen, es galt daher Beweismaterial zu schaffen, bis jetzt hatten'-----------------

roir ja nur die Versicherung von Gutmann, Dr. Kipper und Frau über die Uebereinftunmung der Schrift auf den Karten. Erst nach Anrufung des Ministeriums erhielt ich nun eine Photographie der

Karte. Das Material wurde nach Berlin geschickt, worauf das. Mittwoch den 12. Dezembers:Farmen/ Donnerstag den Gutachten Grabows kam, das mit yofihöer ^6(111^61 ^13. ^ember:Samson und Dalila." Freitag den 14. Dezember der die erste Karte Gutmann ge chrieben, hat auch die eivi8-KaUe Samstag den 15. Dezember:Tie Jüdin." Sonntag

geschrieben. Da wurde mir, tm J"N'lf^rJuü, von Herrn ^Hben 16. Dezember, nachmittags halb 4 Uhr:Mignon." Abends mutt) mitgeteilt, Herr Grünewald solle den Taterhabe , pater L, F^lio." Montag den 18. Dezember, abends halb 8 Ubr; tarn Herr Silarenaar und teilte mir dasselbe mit, Herr Wohlmuth ^i^rmaus * habe es ihm gesagt; auch meinem Bruder wurde eine gleiche Mit- " 0

teilung von Herrn Amtsrichter Schnitzspahn, das war eine Woche, Schauspielhaus.

bevor' Geilms sich meldete. Vergleichsvorschlage lehnte ich ab. Als Mittwoch den 12. Dezember"):Ter Helfer." Donnerstag den ich dann hörte Geilsus habe sich gemeldet, sagte ich noch:So 13. Dezember:Fuhrmann Henschel." Freitag den 14. Dezember: dumm und so schlecht kann der nicht sein, Herr Geilsus kann mtrRose Berndt." Samstag den 15. Tezemder:Ter Pfarrer von das nicht getan haben, er kann es dem Korps nicht angetan haben. Kirchield." Sonntag den 16. Dezember, nachmittags halb 4 Uhr:

: Photographie der Civis-Starte und die dictando geschriebene Probe-Alt-Heidelbeag." Abends 7 Uhr:Fuhrmann Henschell" Montag jchrift Geilsus schickten luir nach Berlin, Grabow blieb bei seinem den 17. Dezember:Erziehung." Hieraus:Ter dankbare Julien." Gutachten. Wir fuhren dann, als Grabow Aufklärung über^Zum Schluß:Ter gemütliche Kommissär."

; Einzelheiten verlangte, selbst nach Berlin; als wir zu ihm kamen, war das Gutachten fertig, er erklärte uns nach Verlefung desselben

: nur noch seine Apparate, bann sind wir wieder abgerei,t. ,

Auf eine Frage des P r iv a t k l ä g e r s gibt Zeuge zu, daßLLSQ22.S

bis Frühjahr 1905 sie im Einvernehmeii lebten, der Verkehr em 77

angenehm kollegialer gewesen jei; das sei auch jchristellchversichert v. Mk. 1.10 ab. - zollfrei!

worden. I Master an Jedermann!

Grün ew ald: Was hat seitdem auf feindselige Handlungen , Nur direkt v. Seidenfabrkt Henneberg, Zürich.

meinerseits schließen laßen?----------------------------------------------------------

Zeuge: Ihr Ausschluß aus dem ^p ^ "ach Ihrem Bergessen Sie nicht, daß Weihnachten bevorsteht und daß als Hinweis aus mich und meine ^''gehorigen s^ bestes Weihnachtsgeschenk sich eine Caw-^ÜUfeber erweist, welche

Priv.»Klager: Das ist boch feine sembselige Handlung 12.50 aiifroärtS, der Größe der Goldseder entsprechend,

meinerseits. 1890 dem Vrivatkläaer käuflich ist. Es gibt nichts Brauchbareres, well jedermalm täglich

Zeuge gibt 8u, . b«(Je in®^er Es gibt auch nichts Dauerhafteres,

Kartell getragen unb e 1 n e e bi tat 10 n d ° n il; n i a n g e no mi nen a b e roct( r lebenslänglich vorhält. Es gibt überhaupt nichts, bessen

P r 1 v.-Klag er: Die aeaen ber Beschenfte angenehmer erinnert, als ber Gabe e.ner Caws-

gann, war dieselbe, bte 1890 21ngefeine gegen ^llfeder. Nachahmungen sind zahlreich, aber jeder Händler von

Ehre und Existenz gerichtete, frivole bezeichnet wurde. gUtem Rufe wird Ihnen eine Caw verlausen, wenn Sie Caw ver-

Angeklagter bestreitet bies. . . . .. 1890 lange». Alan beachte beim Kausen, daß der Halter den Namen

Privatflager: Ist6lt 1890 Caw trägt. Bezug durch Papiergeschäfte. Jllustr. Katalog gratis.

« SXÄÄ & h°b° mich Schwan.«»»-»-.,, Nürnberg._________

sogar gewundert, daß zwischen meinem Bruder und dem Prwat- tla0C(3 rüTe roaVb*: Niemand kann also konstatieren, was zwischen