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2.6.1906 Erstes Blatt
 
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Nr. 128

Erscheint täglich oujsn Sonntagä.

Dem öteßenet Anzeiger werden im Wechsel mit dem hessischen Landwirt die Gießener Samilieu» blätter viermal in der Woche beigelegt.

Rotationsdruck u. Ver­lag der Drühl'schen Univers.-Buch-u.Stein- druckeret. 0L Lange. Redaktion, Eroeditioa und Druckerei:

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Anzeiger Gieße«.

Erstes Blatt ILV.Jahvgmrg Saurstag Ä. Juni 1906

GletzenerAnzeigerW

lu^ General-Anzeiger 87

q/ den poltt unb öligem.

Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen MW

zeigenteil: HanS ®ei

I>ie heutige Yummer umfaßt 16 Seiten.

Zum Mngstfeste.

Pfingsten ist das Fest des vollendeten Frühlings. Die christliche Pfingstbotschaft verkündet den geistigen Frühling, ste erst giebt dem frommen Glauben seine höchste Vollendung.

Wald und Feld grünen und blühen in neuem Leben, und der Mensch, der sich als ein Teil des unendlichen Alls fühlt, sieht über aller Verdrosienheit doch freudig auf daS Sprießen und Blühen ringsum, auch in ihm regt sich ein Neues, Höheres, das ihn erhebt über die Wirrsale und die Niedrig­keiten des Alltäglichen. Liegt doch gerade darin der hohe Wert der Festesstimmung, der festtäglichen Nuhe, daß sie uns hinausdrängt auS dem engeren Kreise, in den ein jeder von unS gebannt ist, ob er auf die höchste Warte gestellt wurde oder sich abmühen muß um kargen Lohn für deS Lebens Notdurft.

Doch wenn wir solche Feierstunden fruchtbar gestalten wollen, wenn sie nicht wie Oasen bleiben sollen in einer großen Wüste, sondern lebendige Glieder in dem Ringe unseres Daseins, dann müssen wir rückschauend und vorwärts blickend Vergangenheit und Zukunst an den Gedanken messen und nach ihnen zu gestalten suchen, die in den Augenblicken festtäglicher Erhebung unser Herz erfüllen.

Der Presie tägliche Aufgabe ist eS, vor den Lesern die Ereignisse und die Personen vorüberziehen zu lassen, die unser öffentliches Leben bilden und gestalten. Und wenn wir heute offenen Auges, ehrlichen Sinnes um unS blicken, dann werden mir zu dem Geständnis gedrängt, daß es nicht der rechte Geist ist, der daS Tun und Treiben derer bestimmt, die unser Reichsauto autokratisch lenken.

Unsere Nation', so führt Harden in Nr. 34 seinerZukunft' auS, und man kann ihm leider nicht unrecht geben,steht aus allen Gebieten organisierter Arbeit voran und darf auf jedem mit dem stärksten Ringer den Wettkampf wagen. Daß ihre Lage nicht mehr so bequem ist, wie in den Jahren des ersten, gefährlichsten Wachs­tums, ist die Schuld einer unfruchtbaren, unruhigen, effektsüchtigen Politik, die alteFreun de verloren, neue nirgends gewonnen hat und ringsum nun Haß und Mißtrauen Enttäuschter erntet. Und für diese Politik ist der Reichskanzler verantwortlich. Wo ist ein greifbarer Eriolg, ein eiunger, den er bewirkt, wo auch nur ein festes, Gewinn verheißendes Ziel, das er gezeigt hat? Mit Worten zahlt er und bcgebrt, wenn er höflich zur Einlösung gemahnt wird, immer neuen Kredit."

Statt daß wir unseren Sinn hoffnungssreudig auf das Höchste richten, macht sich angesichts der wenig rosigen Lage des Reiches inmitten der Länder der Erde und angesichts der über die Maßen unpopulären Reichsfinanzreform mit ihrer Verkehrsoerteuerung, abgesehen von anderen Uebel- und Mißständen, allmählich wieder, wie vor einem Jahrzehnt, im Bürgertum ein resignierter Pessimismus breit, statt energischer, frisch-srei-frohlicher Kampfes- und Schaffens­lust zum Heile unseres deutschen Vaterlandes. Daneben beobachtet man mißbilligend einerseits das rücksichtslose Vor- drängen einseitiger materieller Interessen, das die Pflege der idealen und nationalen Güter immer verhängnisvoller be­droht, anderseits namentlich in dem führenden und größten deutschen Bundesstaat einen übel beengenden Wahnglaubcn der Beschränktheit auf kirchlichem Gebiet, sodaß mancher Wackere unter uns, der die Mitte des Lebensweges über­schritten hat, in übertriebenem Pessimismus seinen guten alten

Ibsens Beerdigung.

Christiani a, 1. Juni. Unter außerordentlich großer Beteiligung fand hcute die Beerdigung Ibsens statt. Die Regierung, das Storthiug, viele ausländische Deputa­tionen, Vertreter von Kunst und Wissenschaft wohnten her Trauerfeier bei, die in der Dreieinigkeitskircke abgehalten fcnirbc. Rach Beendigung der aus Gesang und der Trauer­rede bestehenden Feier, an der auch der König tecluahm, bewegte sich der lange Trauerzug unter Voran tritt ßiner Musillapelle nach dem Kirchhofe, wo nach Gesang die Bei- setzuna erfolgte. Ein Trauermarsch beschloß die Feier. So meldet das W. T. B. Rach derFrkf. Ztg." hatte man in Christiania noch nie eine so glänzende Versammlung hervorragender Persönlichkeiten gesehen. Pastor Christopher Bruun hielt die Gedächtnisrede, deren Inhalt eine Tank- fcmunq und ein Nachruf für Ibsen war, der Trager von Norwegens größtem Namen. Ibsen hatte eine Welt von denkenden Gestalten geschaffen Seine Ausgabe roar es, sein Volk groß ?u niachen und denken zu lernen. Mt Norwegen dankt ihm die ganze Welt. Aber besonders ist Norwegen dankbar weil seine Werke nicht nur ein Beitrag zu dem Geistesleben der Nation, sondern der gesamten Menschheit bedeuten. Schließlich gedachte der Redner Ibsens Frau, die ihren Gatten liebevoll gepflegt habe in selbswergessender Treue. Minister Stübel teilte mit, daß ihn der deutsche Reichskanzler Fürst Bülow gebeten habe, sein tiefes Mit­gefühl dem norwegischen Volke auszusvrechen. Ferner sprachen Vertreter der Städte München, Gossenfaß, Chrisiiania und der Geburtsstadt Ibsens, Skien. Weitere Kränze harten u. a. gespendet: die Universität, wissenfchaft- liche Gefellsck)aften, Schriftstellervereine, alle norwegischen Tbea^er, d>ie Direktion des Louvre in Paris, Studenten- vereine nortoegisck>e und ausländische Frauenverbände, der norwegische Lehr er verein, die verbündete Arbeiterpartei usw.

Adolf von Sonuenthal, der einst als Schnei­bergeselle den Sch-ritt zu den rveltbedeutenden Brettern

Jugendglauben immer mehr und mehr einschränken zu müssen glaubt, daß es möglich sei, mit Aussicht auf wirklichen Er­folg geistige Entwickelungen im Staate tatkräftig zu fördern.

In den weltgeschichtlichen Momenten nationaler Er­hebung wenden sich die Völker in entschloßener Einmütigkeit den höheren Aufgaben zu, die ihnen gestellt sind. Die großen historischen Umwälzungen verdanken gewaltigen populären Strömungen ihr Entstehen; ihre Vollendung aber hängt in erster Linie von den Männern ab, die berufen sind, jene Strömungen in die gangbaren Wege zu leiten, die zum Ziele führen. Wenn jedoch nach den Festzeiten nationalen Auf­schwungs die dürre Alltäglichkeit wieder ihr Recht fordert, dann ist es die schwierige und oft mit wenig Dank gelohnte Aufgabe der Führer deS Volkes, dec vergangenen großen Taten sich würdig zu zeigen im rechten Bewußtsein der Pflichten, die sich auS ihnen ergeben. Für sie gilt e5 dann, nicht den schwankenden Strömungen des TageS nachz,»geben, sondern ohne Menschensurchi, getragen von dem vollen Ver­ständnis aller Regungen der Volksseele, mit Klarheit, Wahr­heit und Festigkeit die aiiSeinanderstrebenden Elemente zu­sammenzuhalten zum gleichniäßigen starken Ausbau aller materiellen und ideellen Güter der Nation und ihrer einzelnen Stände und mit Um- und Einsicht zu verhindern, daß daS Staatsschiff von auswärtigen Feinden und Neidern so schlau als rücksichtslos auf Irrwege und Abwege gedrängt werde.

Darum war eS zu allen Zeiten eine der höchsten, aber auch der schwierigsten und verantwortungsvollsten Aufgaben der Staalskunst, an die Stellen, von denen die Geschicke'der Nation in maßgebender Weise beeinflußt werden, Männer zu setzen mit all den reichen Gaben, die nötig sind, um den höchsten Anforderungen gerecht zu werden und den Inhabern hervorragender Posten den Einfluß und daL Ansehen zu sichern, ohne die gedeihliches Wirten unniöglich ist. Nicht daS Ami an sich begründet, in unserer kritisch angelegten Zeit weniger denn je, die Wertschätzung, die beni Einzelnen zuteil wird, sondern lediglich daS Maß von Befähigung, das er für seinen Wirkungskreis mübringt, und vor allem der Geist, in dem er seinen Beruf erfüllt.

Der in amtlicher Stellung befindlichen Staatslenker Aufgabe ist es, gegenüber den hetzerischen Stimmen des Aus­landes sowohl wie gegenüber den vielen verhängnisvollen Strömungen, die unser innerpolitisches Leben zerrütten, überall der Ueberzeugung fest gegründeten Boden zu verschaffen und in jedem einzelnen die Zuversicht aufs neue wachzurufen, daß unserem Vaterlande die machtvolle Stellung, die ihm nach langer Ohnmacht und Zersplitterung durch einmütiges Zu­sammenstehen der Volksgenossen mit schweren unb blutigen Opfern errungen ist, durch den gleichen Geist erhalten wird, der in der Stunde der Geburt des Deutschen Reiches die Nation beseelte.

Nicht oberflächlicher Optimismus, nicht oratorische Schön- särberei, überschwängliche Freundlichkeit und aufdringliche Höf­lichkeit, sondern Krastentfaltung nach allen Seiten und Stetig­keit, nicht glatte, gleißende, in zierlichen Wortfügungen sich ge­fallende äußerliche Routine können Gewaltiges schaffen und ihm Dauer verbürgen, sondern jener Geist, der uns aus der Pfingst­botschaft entgegenklingt, einzig der mannhafte Mut der eigenen Ueberzeugung, der hoffnungsfreudige Mut der klugen Tat, und der von Paulus in seinem 2. Korrmther- briefe ausgesprochene Gedanke, der noch in jeder großen Leistung, in jeder gewaltigen Entwickelung menschlichen

Könnens seine Triumphe gefeiert hat: Der Buchstabe tötet, aber der Geist macht lebendig.

polififdtc Lagesdcba«.

Da8 neue Exerzierreglement.

Die Kaiserliche KabmetSordre, welche die endgiltige Einführung deS bei uns in Gießen zuerst erprobten neuen Exerzierreglements in der Armee befiehlt, ist, wie man UNS meldet, am 29. Mai auf dem Truppen­übungsplatz Döbentz ergangen. Ein Entwurf zum neuen Reglement, der von der Kommission unter dem Präsidium deS kommandierenden Generals des 14. Armeekorps, Exzellenz von ^ock u. Polach, festgestellt unb vom Kaiser genehmigt worden war, befand sich seit einigen Wochen in den Händen der Garde-Jnsanterie-Truppenteile. Dieser Entwurf hat letzthin nur einige unbedeutende redaktionelle Aenderungen erfahren.

Der Kaiser exerzierte am 29. Mai die von ihm als Kronprinz geführte 2. Garde-Jnfantene-Brigade zum ersten Rial nach den neu eingesührten Bestimmungen selbst im Feuer. In einer Ansprache an die Offiziere der Brigade mies er darauf hin, daß rbad neue Reglement bei striktem Wegfall aller starren Formen aber der Aufrecht- erhaltling der strammsten £ sziplin einen großen Fort­schritt in der Schlagfertigkeit des Heeres bedeute'.

Als militärisch-geschichtliches Sluiiojum darf bezeichnet werden, daß genau 18 Jahre, nachdem zum ersten Male eine preußische Truppe vor ihrem Kaiserlichen Kriegsherrn am 29. Mai 1888 vor Kaiser Friedrich III. einen Vorbeimarsch (in der Kompagniekolonne mit Gewehr über) nach dem damals in der Bearbeitung besindlichen, schon stark vereinfachten und geänderten Reglement auSgeführt hatte, wieder dieselbe Truppe die 2. Garde-Jnfantcrie-BrigLde! (Kaiserbrigade) nach dem jetzt eingeführten Reglement zuerst vor ihrem obersten Chef und Kriegsherrn defilieren konnte.

Corned beeft'.

Die Entrüstung über geradezu verbrecherische Unsauberkeit in den technischen Betrieben des ameri- kanischen Fl Lis ch tru ste s ist allgemein, und blc Agrarier säimttn nicht, ihre Bemühungen um das Verbot der Einfuhr von amerikanischem Büchsenfleisch besonders ins Licht zu stellen. Nun, der gute Glaube kann den Par­teien, die im Interesse der Volksernährung die Erschwerung der Einfuhr transatlantischer Fleischkonserven bekämpften, trotzdem nicht abgesprochen werden. Für die Amerikaner selbst ist ja die Aufdeckung der unerhörten Machenschaften des Trustes eine satäle Ueberraschung. Es gehörte die ganze Energie eines Roosevelt dazu, die skrupellosen Grüßen des Trustes an den Pranger zu stellen. Der Präsident setzt ich um der nationalen Ehre willen der bittersten Fernd- chaft des mächtigen Großkapitals aus Grund genug ür die Kritiker, bei diesem Fleischtrust-Skandal nicht zu verallgemeinern, sondern h^ervorzuheben, daß es in der Union noch anständige Leute gibt, die am Ende auch unter den Konservensabrikanten sich vorfinden dürften. Sie werden freilich mit den Schuldigen leiden müssen, beim der Rück­gang oder gar das Ausbleiben der Auslandsaufträge auf amerikanische Fleisch ton ser den halt zweifellos an, bis das von Roosevelt erstrebte scharfe Fleischbeschaugesetz in Kraft tritt, das der Trust im Kongreß zu Fall bringen möchte. Amerikcmichses Büchsenfleifch wird bekanntlich auch rn der deutschen Marine in großen Mengen verbraucht, insbe­sondere auf den im Ausland befindlichen Schiffen. Von

wagte und in Heinrich Laube einen starken Förderer fernes Talentes sand, feierte am 21. Mai das 50jährige Jubiläen seiner Bühnenwirksamkeit am Burgtheater in Wien. Kaiser Franz Josef hat dem Künstler aus diesem Anlaß das Kom­turkreuz des Franz Josef-Ordens verliehen, die höchste Aus­zeichnung, die jemals ein Hostheatermitglied erhielt. Das Sonnenthal-Jubikänni gestaltete fich zu einer Kundgebung ohnegleichen. Gespielt wurdeNathan der Weise". Natürlich hatten die Galeriebesucher schon in der Nacht vorher Auf­stellung vor der Lasse genommen. Sitzplcche waren seit Tagen nur mit hohem Agio zu haben. Das Haus bot einen Anblick, wie kaum je vorher. Alle Logen waren überfüllt, das Publikuni in Festkleidern. Schon bei seinem Erscheinen wurde Sonuenthal mit Llpplaus überschüttet, der bei jeder möglichen Gelegenheit von neuem eiusetzte. Nach der Pa­rabel vou den drei Ringen tobte ein Sturm durch das Haus, von dem man glaubte, daß er nicht mehr überboten werden könne, und doch gelang auch das. Nach dem Fallen des Vorhangs wurde Sonuenthal her vor gejubelt. Niemand hatte das Haus verlassen und Stille wurde geboten. Mit von Schluchzen halberstickter Stimme dankte nun Sonnenthal den Wienern, dem Kaiser, der Presse, seinen Direktoren und Kameraden, gedachte der Dahingegangenen und der Tradition des Burgtheaters, die gewahrt zu haben, sein einziges Derdienst sei. Aks er geendet hatte, erhob sich das ganze .Haus. Aus allen Logen wurde mit den Tüchern gewinkt," und unzahligemal mußte der Jubilar vor den Vorhang. Es wich und wankte niemand. Die Erzherzoginnen blieben auf ilpxn Plätzen und klatschten ohne Ende. Endlich wurde der eiserne Vorhang niedergelassen und damit der Kundgebung im Hause ein Ende gemacht. Tann stürmten die Enthusiasten ui hellen Haufen aus die Straße, wo sie Spalier bildeten.

Auch das neue Frankfurter Residenz- Theater der .Herren Lasse und Neher-Bionot, welches zur Pflege literarischer "Novitäten versuchsweise errichret wurde, gibt seine Bestrebungen wieder auf und löst sich auf, weil die Teilnahme des Publikums ausblieb. Das

Unternehmen brachte gute Vorstellungen heraus, zuletzt noch eine Aufführung des StrmöbergschenFräulein Julie" mit Frl. Agnes Meprecht vom Berliner Schillertheater. Da aber das Repertoire sich fast durchweg auf die Verstimmungs- liternhrr stützte, die grau in grau malt, im Mai aber das Publikum darauf nicht entging, so mußte das Unternehmen versagen.

Man teilt uns mit, daß für das Schauspielfach ernt koburg-gothaischen Hoftheater Frl. J^ Bauer aus Frank­furt, Tochter des dortigen Schauspielers Arthur Bauer, bisher am Wiener Rmumnd-Theater, engagiert worden.

Die Diva und Anders. Von Rudolf P r e s b e r. Sechste vermehrte Auflage. Concordia Deutsche Verlagsanstalt, Hermann Ehbock in Berlin W. 50. Preis g^h. 3 Mk. Von Rudolf Presber, dessen keckes, kokettes und amüsantes Buch vonLeutchen, die ich lieb getoann" nach dem Ausweis des Buchhandels zu den meistverlangten Neu­erscheinungen dieses Jahres gehört, ist soebenDie Diva und Andere" in sechster, vernvehrter Auflage erschienen. Alle Vormge einer humorvollen Erzählungskunst finden fich in diesem Buche in bunter Fülle wieder. Die gesunde Fröhlichkeit des Frankfurter Weltkindes und eine herzliche Liebe zu all den sonderbaren Schwärmern, deren mensch­liche Sck)wachen er aufdeckt, mischen sich in diesem Buch reich uno glücklich, daß es im dankbaren Leser das fröhlichste Behagen zurückläßt.

Wien, 31.Mai. Der Internationale Verband der Akademien der^Wissenschaften trat heute in die Beratung der Vorschläge der Londoner Akademie ein, die Sonnen- und Mondforschung der Generalversammlung zur Annahme zu empfehlen. Geheimrat Waldeyer be­richtete über den Stand der Gehirnforschung. Die Wiener Professoren Schroeder und Karabacek teilten mit, daß die beiden großen Unkeruehmungen, die Heraus­gabe des Mahabharala und einer Enchklopädie des Islam, finanziell gesichert sind.