Ausgabe 
11.12.1906 Erstes Blatt
 
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Protest <vtnnett>aTb-TIeft. Durch Ausladung elneS EatzeS in der Aussaae beS Ingenieurs Koch (im gestrigen Blatt) Ist der Sinn seiner Aussage entstellt worden. Es mutz herben: Nachdem Zeuge die Aussaae darüber verweigert bat, daß er zu einigen tz'errn die fragliche Aeutzernng über Geilluß getan babc, bemerkt er aut die Frage des Privatklägers, warum er ihm (dem Privatkläger) leinen Brief nicht beantwortet habe: ES ist richtig, datz ich dem Privatkläger auf sein Schreiben nicht geantwortet habe und zwar nutz Aergcr darüber, datz so vertraiiliche Aeußerungen weiter erzählt worden sind. Datz cs gefährlich ist, so etwas weiter ,it ergäbt en, habe ich jctU nefunben.

Tie Marktpreise für Vielt rind Frucht und die Gießener Fleisch- und Brolprcise am 10. Dezember 1906.

UnZvernLäts-Nachrichten.

Würzburg, 10. Dez. Heute starb hier Nniversitätspro> sesfor Geh. Rat Schönborn, ein hervorragender Klmicker.

Giesiener Wetterdienst.

«orauostchklrche Witterung für Hessen am Mittwoch, den 12. Dezember: Meist trüb. Niederschläge, Schnee, spater Regen. Etwas milder. Mätzige westliche Winde.

geseTlschnfk für Südivrstafrik-r ^rftttrnrrerutn soll. Die GtM sellschaft hat die Bedingung gestellt, daß das Reich diese Konzession bis zum 31. ds. erwerben solle. Die Kommission beschloß, das Anerbieten mit der Maßgabe anzunchmen, der Siedlungs-Gesellschaft die Jarmen Hoffnung und Un­verzagt zu belassen, das übrige der (Gesellschaft gehörige Land vom Fiskus des Schutzgebietes kostenlos als Kron­land zurücknehmen zu lassen.

Berlin, 11. Dez. In einer Zuschrift an dieVoss. Ztg." bezeichnet der Abg. Dr. Arendt die Von der Witwe des Koloniat-Direktors Dr. Kayser gegebene Darstellung seines Besuches bei Kayser als völlig aus der Luft ge­griffen. Dr. Arendt erklärt, er habe eine Reihe von Unterredungen mit Dr. Kayser gehabt, der ihn gebeten habe, bei den Verhandlungen mit Dr. Peters vermitteln. Dr. Kayser habe die Wiederverwendung des Dr. Peters im Kolo­nialdienst gewünscht. Ans Kaysers Wunsch habe er, Arndt, ibn während feiner Krankheit auch in der Privatwohmmg besucht, jedoch sei die von Frau Dr. Kayser geschilderte Szene nicht vor- gesallen.

Roni, IT. Dez. Der Papst hat anstelle des verstorbenen Leibarztes Lapponi seinen früheren Arzt in Venedig angestellt.

Petersburg, 11. Dez. Sechs bewaffnete Ban diten überliefen, wie ans Alcr androwo gemeldet wird, den Gasthof des Besitzers Szelig bei Minsk-Mazowiccki in Russisch-Polen, er­schossen zwei Dienstknechte und drangen in das Wohnhaus ein. Szelig und seine Fran wurden gefesselt, ein fünfjähriger Cohn mit Beilhicben erschlagen. Ein elfjähriger Knabe reitete sich durch die Z-lucht. Drei bewaffnete Verbrecher drangen in die Zuckerfabrik Ostrowo bei Kranjewice ein und raubten 1OOOO Rubel. Cie sind entkommen.

GrZginaL-Drahtmeldrittgen.

Hessische erste Kammer.

R. B. Parmsta d t, 11. Dez. Die erste Kammer uahm in ihrer heutigen Sitzung eine G l ü ck w u n s ch a d r e s s e <m S. K. H. den Großherzog anläßlich der Geburt des Erb- großherzogs an, die heute nachmittag vom Präsidium über­reicht worden ist. Rach Erledigung der übrigen Tagesord­nung kam dann der von 18 Mitgliedern der ersten Kammer gestellte Antrag zum Fall Ei ßn er t zur Beratung. Nach­dem der Berichterstatter Graf zu St 0 lb c r g-R0 ßla er­klärt hatte, daß alle Mitglieder des Hauses, auch die mit dem Antrag nicht einverstandenen, eine öffentliche M'stimm- ung über den Fall gewünscht hätten, verwies Ministerial- prasidcnt Braun auf die von der Großh. Negierung bei der Besprechung der bezügl. Anfrage in der 2. Kammer ge­gebenen Aufklärungen. Tie erste Kammer nahm dann den Antrag mit allen g e g c n d i e S t i m m c n des (M). Iustiz- rats Professor Dr. Schmidt-Gießen und des Geheimc- rats Prof. Dr. Kittlcr-Darmstadt an. Hierauf ver­tagte sich das Haus auf unbestimmte Zeit.

Berlin, 11. Dez. Die koloniale Landkom­mission hielt in Reichstage unter dem Vorsitz des Kolo- nMl-Direktors Deruburg eine Sitzung ab. Zur Beratung stand die Frage, ob das Reich die Konzession der Land-

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Londorf, den 10. Dezember 1906.

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Bekanntmachung.

Ter Voranschlag von 1907/08 der Gemeinde Rabertshausen liegt vom 15. Dezember 1906 acht Tage lang zu Jedermanns Ein­sicht offen auf hiesiger Bürgermeisterei.

Rabertshausen, am 9. Dezember 1006.

Großherzogliche Bürgermeisterei Rabertshausen

Bekanntmachung.

Auf Grund deS § 42 der Verordnung, die Anlegung de8 Grundbuchs und die Ausführung der Grundordnung be­treffend, vom 13. Januar 1900 hat das Großh. Ministerium der Justiz bestimmt, daß das Grundbuch und Berggrundbuch für Wieseck vom 1. Januar 1907 an als angelegt an­zusehen ist.

Die Vorschriften darüber, waS seitens der Beteiligten noch bis zu dem angegebenen Zeitpunkte zu geschehen hat, können auf der Amtsstube deS Großherzoglichcn Ortsgerichts­vorstehers zu Wieseck, und aus dem Anschlag der dortigen Ortstafel ersehen werden.

Gießen, den 8. Dezember 1906.

Großherzogliches Amtsgericht Gießen.

Der Voranschlag der Gemeinde Londorf für das Rechnungs- jabr 1907 liegt vom '14. d. Mts. ab acht Tage lang aus dem Vur- germeistereibureau zur Einsicht der Interessenten offen.

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Bekanntmachung.

Auf Grund deS § 42 der Verordnung, die Anlegung deS Grundbuchs und die Ausführung der Grundordnung betreffend, vom 13. Januar 1900 hat das Großherzogliche Ministerium der Justiz bestimmt, daß das Grundbuch und Berggrundbuch für Cliinbach vom 1. Januar 1907 an als angelegt anzusehen ist.

Die Vorschriften darüber, waS seitens der Beteiligten noch bis zu dem angegebenen Zeitpunkte zu geschehen hat, können auf der Amtsstube deS Großherzoglichen OrtsgcrichtS- vorstcherS zu Climbach, und aus dem Anschlag der dortigen Ortstafel ersehen werden.

Gießen, den 8. Dezember 1906.

Grotzherzogliches Amtsgericht Gießen.____________

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DaS Nmlaqekatafler der land- und forstwirtschaftlichen Bernfsgenoffenschaft, fortgeführt für das Jahr 1906, liegt zwei Wochen lang, nämlich vom 11. Dezember bis zum 25. Dezember 1906 dieses Jahres, auf der Bürgermeisterei, Zimmer Rr. 2, zur Einsicht der Beteiligten offen. ,

Etwaige Einsprüche gegen den Jiihalt dieses Kataster?, gegen die Aufnahme oder Nichtaulnahme der Ncbcnbetriebe in das Kataster, gegen deren Veranlagung unö gegen die Einschätzung der Betriebs- benmlen und Facharbeiter sind innerhalb emer Frist von vier Wochen nach Offenlegung bei dem Vorstande der land- und lorst- wirtschastlichen BerusSgenoffenschaft in Darmstadt bet Aieldung späterer Aichlberücksichtigung vorzubringen.

Gießen, den 8. Dezember 1906.

Gioßherzvali^e Bürgermeisterei Gießen.

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