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noch Dr. Kayser an der Spitze dieser Behörde stand, und wohl keine Sitzung des Reichstags versäumt, in der Etats der Schutzgebiete erörtert wurden. Wenn man kaum mittelgroße Gestalt dieses Offiziers beobachtete, nicht selten in hohen gelben Stiefeln erscheinend, sich
politische Tagesschau.
Der Kolonial-Major.
Unser Berliner R.-Mitarbeiter schreibt unS:
Der unter dem Verdacht, von Herrn v. Tippelskirch Bestechungsgelder angenommen zu haben, verhaftete Major Fischer von der Kolonial-Abteilung steht in nahen verwandtschaftlichen Beziehungen zu dem früheren Unterstaatssekretär im Reichspostamt, Dr. Fischer, der bekanntlich seinen Abschied nahm, weil seine Erivartung, der Nachfolger des Herrn v. Stephan zu werden, durch die Ernennung des Herrn v. Podbielski zum Chef der Postverwaltung getäuscht wurde. Major Fischer war eine in Berliner
langt. Wann war dies „seinerzeit"? War es vvr der Ver- Haftung des Majors Fischer, und wie lange? Wir wünschen recht lebhaft, daß dieser Brief des Wg. Erzberger nicht schon vor langen Monaten geschrieben worden ist, denn sonst mußte man dem Reichskanzler eine gewisse Lässigkeit in der Verfolgung dieser doch sehr wichtigen Angelegenheit vorwerfen. Wir geben aber zu bedenken, daß Fürst Bülow bisher alles getan hat, um Klarheit in dieser traurigen Angelegenheit zu schaffen, daß er die rücksichtslose Aufdeckung aller Mängel verlangte. Aus diesem Grunde darf man wohl annehmen, daß der ominöse Brief Erzbergers noch mcht allzu lange im Besitz des Kanzlers ist.
Nun hat Erzberger gemeint, ein Reichstag, der für die Kolonien Summen bewilligte, ehe nicht diese Affäre vöUig geklärt und ehe nicht die Schuldigen der gerechten Strafe entgegengeführt seien, müsse einen hochgradi gen Mangel anSelbstachtung zeigen. Das ist sehr richtig. So bedauerlich es wäre, wenn unsere gesarnte Kolonial- poUttk unter dem Verschulden Einzelner — freilich zieiw- lrch vieler Einzelner! — leiden müßte, so wenig kann man dem Reichstage zumuten, daß er auch nur einen Pfennig bewilligt, ehe nicht Klarheit geschaffen, ehe nicht alle Verträge, die das Reich benachteiligen, aus der Welt geschafft sind. Wir haben scbwere Opfer für unsere Kolonien zu bringen uud ungezählte Millionen sind in den letzten Jahren bewilligt worden. Wenn ein Teil dieser ungezählten Millionen dem Reich abgeschwindelt wurde, dann wird man es dem Parlament nicht verdenken'können, wenn es die alleräußerste Vorsicht übt. Wir wissen nicht, wie die Affäre Tippelskirch endigt, wir wissen nicht, was die Disziplinaruntersuchung gegen Herrn v. Putt- kamer über dessen Verhältnis zu den großen Terraingesellschaften ergeben wird, wir wissen nicht, ob und wie das Reich bei den Verträgen mit der Wörmannlinie übers Ohr gehauen wurde, aber Treu und Glauben wurden so sehr erschüttert, daß man jeden Heller zweimal umkehren wird, ehe man ihn ausgibt.
Und 'das ist vielleicht das Traurigste an der ganzen fortgesetzten Skandalaffäre. Mit großen Opfern treiben wir Kolonialpolitik und es sind der Leute nicht wenige, die diese ganze Kolonialpolitik für verfehlt und für ewig aussichtslos halten. Kommt nun noch dazu, daß das Reich trotz dieser bedauerlichen Sachlage unerhört b e st 0 h l e n worden ist — wird sich da die Zahl der Kolonialgegner nicht ganz bedeutend steigern? Man wird mit Mißtraue n dem Kolonialamt gegenüberstehen und dieser Zustand wird als weitere Folge d.ie haben, daß man mit den Mitteln für die Kolonialpolitik noch wesentlich sparsamer umgehen wird als bisher. Daran nützen alle kolonialen Sommerreisen unserer Parlamentarier nichts oder doch nur sehr wenig: die Kosten für alle diese traurigen Affären werden unsere Kolonien zahlen 1 müssen, die am wenigsten dafür verantwortlich gemacht : werden können. Nur wenn der Augiasstall mit eisernem । Besen aus gekehrt wird, läßt sich das vielleicht vermeiden. 1
scheiden im Hintergrund der BundesraiSestrade hielt, wenn man wahrnahm, wie er mit ruhiger Sicherheit das Material zurechtlegte, besten der Kolonialdirektor und seine Räte in der Debatte bedurften, dann konnte man vom Major Fischer keinen anderen Eindruck gewinnen, als den eines pflichttreuen und ehrlichen Ofsiziers, dessen amtliche Tätigkeit unanfechtbar wäre.
Dem Reichstag selbst hat Major Fischer nicht über feine dienstlichen Obliegenheiten Rede und Antwort gestanden, er sprach nur gelegentlich ein paar Worte zur Sache in der Kommission. Für die Volksvertretung lag ja auch keine Veranlassung vor, sich um die Amtsführung des Majors zu kümmern. Er war seinem Vorgesetzten und am Ende dem Reichskanzler verantwortlich. Kam der Fall „Fischer-Tippels- kirch" nicht an die kleine Glocke, wie sollte er zur großen gelangen? Von deck früheren Kolonialdirektor Dr. Stübel weiß man, daß er nicht der Mann war, die ihm unterstellten Beamten zu kontrollieren. Etwaige Bedenken dieser harmlosen Natur zu zerstreuen, mochte dem Major Fischer em Leichtes gewesen sein, falls überhaupt die Kimde von der finanziellen Bedrängnis des Letzteren und der Hilfsbereitschaft des Herrn v. Tippelskirch Herrn Dr. Stübel 51t Ohren gekommen war. Dem Fürsten Bülow mußte es also erst recht verborgen bleiben, was alles in den Bureaus der Kolonialabteilung sich abspielte.
Nun beruhige man sich nicht etwa damit, daß auch andere Kolonialstaaten — England, Frankreich, Holland — unter solcher Wirtschaft zu leiden hatten, daß also das Ausland den Vorgängen in Deutschland keine besondere Aufmerksamkeit zuzuwenden brauche. Wer in jüngster Zeit im
parlamentarischen Kreisen seit langen Jahren bekannte Per sönlichkeit. Er gehörte der Kolonialabteilung schon an,
Nr. 189
Erscheint täglich außer Sonntags.
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--- zeigenteil: Hans Beck.
Are Heutige Aummer umfaßt 8 Seiten.
Abg. Krzverger
hat in einer neuen am Sonntag in Gelsenkirchen gehaltenen Rede erklärt, daß er jetzt gegen die Wörmann- 2 inie vorgehen wolle. Er äußerte sich dahin, die Regierung wüste die Taschen zu halten. Notwendig sei es, den Heiden Christentum und Kultur zu bringen. Da sei es Pflicht der Negierung, in die Taschen zu greifen, aber so lange wir sehen, wie eine kleine Gruppe von Interessenten oder ein Minister, der nicht in Gütergemeinschaft mit seiner Frau lebt, Vorteile von der Kolonilpolitik haben, so lange müssen wir die Taschen zuhalten.
Ich hin gegen jedes Monopol, sagte Erzberger, besonders gegen jedes Privalmonopol. Selbstverständlich sage ich nicht, daß die Firma, die für die Regierung liefert, nichts verdienen soll. Nunmehr werde ich gegen die Wöriuann-Linie vorgehen, gegen d i e die Tippelskirch nichts bedeuten. Die notwendigen Schritte habe ch bereits getan. Das Zentrum wird in der nächsten Zession des Reichstages den Kamps fortsetzen und dann hofie ich, nicht so allein zu stehen.
Mso Herr Erzberger ist der erbaulichen Ansicht, daß die Affäre Tippelskirch noch lange nicht der größte Skandal der Gegenwart sei, daß noch viel Unangenehmeres im Schoße der nächsten Zukunft schlummert. Wir nehmen nicht an, daß Erzberger lediglich aus Liebe für den Skandal seinen Feldzug gegen Wörmann unternimmt, wir nehmen auch nicht an, daß er lediglich unter dem Schutze seiner Immunität Angriffe gegen Negierungspersonen und Private richtet, sondern daß seinen leidenschaftlichen Anklagen ein Kern zu Grunde liegt. Wir stimmen mit Erzberger durchaus darin überein, daß am Fäll Tippelskirch die traurigste Erscheinung die ist,daß ein preuß.Minister den Gewinn an dieser Zwischenhandelsfirma zum Teil in seine Tasche steckte — wer wird an der kommenden Affäre Wörmann der schuldige Teil sein?
Es ist schon lange ausgefallen, daß die Firma Wörmann bei allen Truppentransporten über See bevorzugt wurde. Lediglich Wörmanndampfer haben unsere Kolonialtruppen nach Süd- und nach Ostafrika gebracht — für sehr gutes Geld! — lediglich Wörmanndampfer brachten unsere Truppen zurück. Wörmanndampfer lägen ost unendlich lange vor der Mole in Swakopmund und erhielten ein unglaublich hohes Wartegeld — steckt hinter dieser Bevorzugung dieser Dampferlinie irgend etwas Unrechtes, irgend eine neue Bestechungs- oder Durchstechungsaffäre? Ter Stein ist tm Rollen. Freilich hat die Wörmannlinie den Postdienst für Afrika und war die nächste zum Transport der Truppen, aber es wird sich darum handeln, ob sie nicht für die Transporte Summen genommen hat, deren Höhe nicht gerechtfertigt ist.
Erzberger hat in seiner gestern erwähnten Düsseldorfer Rede behauptet, er habe an den Reichskanzler „seinerzeit" einen Brief geschrieben und volle Aufklärung ver-
Ierien iniö IerienLolonie.
(Original-Artikel des Gießener Anzeigers.)
Wißt ihr vom Spielmann, der aus düstrer Stadt In alter Zeit der Wunder und der Zwerge Zu ero’ger Lust im grünen Zauberberge Die armen Kindlein sich geladen hat?
Heut giebts noch holdre Märchenpoesie!
Das Mitleid führt die Kinderlein, die blassen, Aus dumpfen Stuben, engen, armen Gassen Ins Land des Glücks — zur Sommerkolonie.
Frida Schanz.
So sind sie denn wieder da, die „langen Ferien" mit ihrem märchenhaften Zauber'. So ist er wieder in Er- füNung gegangen, der wochenlange Traum unserer Kleinen von Freiheit und wagendem Spiel auf grünem Plan, von abenteuerlichen Streiszügen durch Feld und Wald, von weiten Reisen zum grün bewaldeten Mittelgebirg, zur Gletscherwelt der Lllpen oder gar zum Strand der ewig wogenden und rollenden See! Erfüllt ist aber auch manch wochenlanger süßer Traum von dickgeschmierten Butterbroten mit rosigem Schinkenbelag, von lockenden, bis zum Rand gefüllten Milchnäpfen und goldig schimmernden Eierkuchen, die doch nirgends so lieblich und unwiderstehliche winken wie draußen auf dem kornumwogten Gutshofe des Vaters, des Onkels oder auch der Eltern, des liebsten Schulkameraden, dessen Einladung hinaus aufs Land man ach wie gern! — gefolgt ist.
Ja, sie sind wieder da, die „langen Ferien". Mit dumpfem Schlag ist die Schultür hinter dem Letzten ins Schloß gefallen, und aus der Schulstube „quetschender Enge" „sind sie alle ans Licht gebracht. —
Alle? Nicht doch! Tagtäglich zur gewohnten Stunde werdet ihr andre immer noch den gewohnten Weg zur Schule wandern sehen, tagtäglich werden sie mit gleicher kindlicher Pfiichttreue den gewohnten Platz einnehmen und (trotz drückendster Hundstagsschwüle) mit Aufmerksamkeit den Worten des Lehrers lauschen. Ja, sie werden es tun und werden nicht murren und nicht mucksen! — Gern? — Ja! Nein! Nein! Ja! Je nachdem. — Nrm, sie werden es tun, denn sie wissen schon, was Arbeit und Pflichterfüllung ist, unsere Schulkinder aus dem „Volke". Und ihre Pflicht ist eben nach dem Buchstaben des Gesetzes, noch zwei Wochen länger bei der Arbeit auszuharren; denn dieser Buchstabe des Gesetzes macht inbezug auf die Ferien noch einen Unterschiä) zwischen ihnen und den Zöglingen der höheren Schulen. — Warum? Nun, darüber muß man die Gesetzgeber fragen, die werden es ja wohl wissen. Wer harret nur aus, ihr wackeren Kinder! Auch für euch kommt der Tag, au dem der schrille Klang der Schulglocke euch den Anfang der „langen Ferien" ankündigt; dann werdet auch ihr „ans Licht gebracht".
Aber geringer als, bei den. „höheren" wird, bei euch
die Zahl derer sein, die hinauseilen aufs Land, um bei lieben Verwandten die goldne Ferienfreiheit zu genießen, erfrischende und stärkende Landluft zu ahnen und sich an den ersten süßen Gaben des nahenden Herbstes zu erquicken; die meisten von euch werden ihre Erholung innerhalb der Stadt und ihrer nächsten Umgebung suchen müssen. Wer der Mensch lernt ja so leicht sich bescheiden, und auch diese Erholung möge euch zum Segen ausschlagen! —
Doch, da biegt ja ein ganzer Trupp Schulmädchen um die Ecke und eilt dem Bahnhofe zu. Wie ihre Gesichter strahlen, ihre Augen leuchten, während sie der führenden Lehrerin folgen! Kein Wunder, sie treten ja ihre gemeinschaftliche Ferienreise an, ihre Reife in die — Ferienkolonie! —
Ferienkolonie! Für Gießen seither ein fremdes Wort, ein Begriff, den man nur aus Zeitungsberichten kannte. Wer — zur Ehre unserer Stadt sei es auch bei dieser Gelegenheit wieder einmal gesagt —_ wo es sich jemals um Anregungen handelte, die, dem sozialen Denken und Empfinden unserer Zeit entsprechend, darauf abzielten, den Schwächeren ihr Los erleichtern zu helfen, da hat weder die Stadtverwaltung noch die Bürgerschaft jemals Ohr und Hand verschlossen gehalten. Und so ist Gießen — dank der hochherzigen Gesinnung eines edlen Menschen- und Kinderfreundes — heuer in der Lage, zum erstenmale eine Anzahl Kinder in die Ferienkolonie zu senden. Schon seit Wochen sind Schularzt und Lehrer damit beschäftigt, unter den Kindern diejenigen auszuwählen, denen im Interesse ihrer Gesundheit ein Aufenthalt in frischer Land- luft zu empfehlen ist. Selbstlose Männer aus der Verwaltung und Bürgerschaft unserer Stadt haben in dankenswerter Bereitwilligkeit die Verhandlungen gepflogen und die geschäftlichen Vorbereitungen getroffen, damit den Kindern ein trautes Nest bereitet ist, wenn sie nach ihrem ersten Fluge in die Weite zu längerer Rast sich niederlassen. Sehr glücklich war man in der Wahl des Aufenthaltsortes, der, in landschaftlich schöner und waldreicher Umgebung gelegen, sich für diesen Zweck ganz besonders eignet; und der vortreffliche Ruf, dessen sich ihr Wirt erfreut, gibt den Kindern Gewähr, daß chnen auch in der Ferne der bestmögliche Ersatz für die Fürsorge des Elternhauses geboten wird; ja sie werden draußen manches finden, was ihnen dieses mit dem besten Willen nicht geben konnte, und das ist es ja eben, warum man sie aufs Land schickt. Unb so mögen sich die kleinen Ferienkolonisten in ihrer Sommerfrische au&> tummeln, mögen unter Leitung der Lehrerin Wanderungen unternehmen und in Feld und WaU> ihr fröhliches Spiel treiben. Damit sie aber draußen ihre Schule nicht ganz vergessen, wird chnen diese in mütterlicher Fürsorge Griffel, Tafel und Schwamm? — ach nein! dafür ist in den Ferien keine Zeit und soll auch keine fein — nein, sie wird ihnen die nötigen Spielsachen, wie Bälle, Reisen usw.
und allenfalls für trübe Regentage unterhaltende Bücher mitgeben. Damit mögen sie sich vergnügen vom frühen Morgen, bis die Sonne sinkt. £3ie wird ihnen dazwischen die köstliche Milch, das kräftige- Butterbrot, wie werden ihnen die frischen Eier munden! Und wie wohlig wird am Abend der Schlummer sich auf die müden Augenlider senken! —
Und nun, chr lieben kleinen 'Ferienkolonisten, Glüick auf zur Fahrt. Ihr seid glücklicher dran als so gar viele, die ins Bad gehen, dort viel Geld opfern müssen und schließlich kränker zurückkehren, als sie gegangen sind; denn über die Wirkung mancher Bäder gehen selbst die Ansichten der Aerzte auseinander. Aber darin sind alle einig, daß frische Lust und Sonnenschein die denkbar besten Heil- uiid Kräftigungsmittel sind. Und eure Mitschülerinnen in anderen Städten, wo man schon seit einer Reihe von Jahren die Einrichtung der Ferienkolonien hat, würden es euch beweisen können, vielleicht nicht mit Worten, wohl aber mit roten Backen und hellen Augen; und ihre Lehrer würden es euch gern bestätigen, daß die kleinen Ausflügler jedesmal mit neuer Kraft und frischer Lust zum Lernen aus ihrem Sommer-, aufenthalt zurückkehren. Drum, ihr Kinder, hinaus in frische Luft und Sonnenschein! Und seid mir draußen nur nicht zu ängstlich mit dem Wetter! Wenn die Sonne hie und da vielleicht ein wenig heiß herniederbrennt vom blauen Himmel, tut nichts, sie ist doch eure beste Freundin. Drum weg mit dem Sonnenschirmchen, das vielleicht die eine oder andre von euch doch noch mitarnommen hat! Ihr seid ja noch wert, daß euch die Sonne bescheint; drum laßt ihr das Vergnügen und Senft, daß sie lieber ein freundliches Kinderantlitz sieht als ein paar Streifen zusammengehestetes Zeug. — Und wenn der kommende Herbst, müde von seiner weiten Wanderung, von den Höhen des Vogelsberges herab ein paar Stoßseufzer vorausschickt in Form von Regenschauern und kühlendem Wehen, so tut das auch nichts. Auch er meint es gut mit euch, denn er „will euch klar und blank die Augen wehen; und eure Backen will er tüchtig braunen, wie sichs für Kinder schickt". Versteht ihr mich? —
Und wenn ihr die Tage und Stunden da draußen im Sinne derjenigen verwendet, die euch hinaussenden in die Ferienkolonie, dann werdet ihr hrimkehren zur Freude eurer Eltern und eurer Lehrer mit frischen roten Backen, mit Hellem Blick und neuer Kraft für die Mühen und trüben Tage des Winters. Und ihr werdet stets mir Freude zurückdenken an die schönen Stunden, die ihr zusammen in der Sommerfrische verleben konntet; dann aber gedenket, wenn ihr auch feinen Namen nicht kennt, desjenigen, der euch den Weg geebnet hat, und segnet mir den guten Mann in seiner stillen Gruft dafür? —
Und damit noch einmal: Glückauf zur Fahrt in die Ferienkolonie l


