Juni 1906
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9.
des
den imb
Handel
4«5 Ocsterr. Goldrente.
Wetter
ro’tu'riesen
TIT
. 210.10
. 111.40
Juni
Berliner Börse, 14 Juni. Anfaneskurae.
Fräulein Katharine Kichl, mit Herrn Heinrich
— Fräulein Anna Leichihammex
(Austav Ringshauien, Nidda. — Fräulein Luise Len
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Stegen
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Deutsch-Asiat. Bank Diskonto-Kommandit.
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Darmstädter Pank .
Deutsche Bank . . .
Dortmunder-Union C. . Dresdner Bank . . . Tendenz: schwach.
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87.50
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252.10
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Elektriz. Lahmeyer . . . Elektriz. Schnckert . . . Eschweiler Bergwerk . . Gelsenkirchen Bergwerk . Hamburg - Amerik. Paketf. Harpener Bergwerk. . • T.anrnhiitte......
Nordd. Lloyd . . . . . Obei’chlcs. Eisen-Industrie
Beichsanleihe do.
Konsols . . do. . .
Hessen . .
Oberhessen
Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst, voraussichtliche Witterung in Hessen für Frcitaa.
15. Juni 1906: Meist trüb, doch nur geringer Regen, kühl windig.
Nähere? durch die Giestener Wetterkarte.
in e § Ganzen fü hle.
Berlin, 14. Juni. Der Massenmörder Dittrich
Bäckerei-Verkauf.
Modern eingerichtete Bäckerei, sehr altes, gutgehendes Geschält in bester Laae einer Garnison- sladt Oberhessens allerer Unter- nehmungen halber günstig git verkaufen.
Schritts. Anfragen unter 3380 an den Gießener Anzeiger erbeten.
l*ird)licbe Nachrichten.
Israelitische Nclitzionsgescllfchaft. Kottesdientl.
S a b b a t h s c i e r am 16. I u n i 1906:
Freitag abend 8.00 Uhr.
Samslao vormittag 8.00 Uhr. Nachmittags 4.00 Uhr. Sabbathausgang 9.35 Uhr.
: morgen? 6.00 Uhr, abends 8.00 Uhr
zu haben in den meisten Hotels und Restaurants von Giessen und Umgegend. 3672
ist in da§ Untersuchungsgefängnis eingeliefert worden. Er gestand bis jetzt neun Lustmorde. Jede Absicht des MordeL leugnet er und behauptet, er habe beim 91 n 61 i cf von Frauen blindlings um sich gestoßen, ohne die Absicht der Tötung gehabt zu haben. D. ist auch einer der gefährlichsten Einbrecher. In Dresden hat er 46 Einbrüche eingestanden, darunter einen, bei dem er einen Wächter erschoß und für 100 000 Mk. Wertsachen und Bargeld erbeutete. Er wird zunächst in einer Irrenanstalt längere Zeit
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Heute nacht wurde uns ein kräftiger JUNGE geboren
Hermann Will und Frau
Gertrud geborene Balzer
Giessen, 14. Juni 1906
OriglnKl-DrahteneL-rrngL«.
Berlin, 14. Juni. 91m gestrigen Vorabend der heute erfolgenden Eröffnung der von der deutschen LandwirtscbaftS- gesellschaft veranstalteten Landwirtschaftlichen 9luS- stellung fand eine Begrüßungsfeier im Berliner Nathause statt. Etwa 800 Personen waren anwesend, darunter Land- Wirtschaftsminister v. Podbielski. Ter Vorsitzende des deutschen LandwirtschaftsratcS Graf Schwcrin-Loenitz sagte in einer Begrüßungsansprache, daß die deutsche Landwirtschaft mit Ernst bestrebt sei, das deutsche Volk unabhängig vom 9luslandc zu machen, nnb daß alle Zweige der Industrie mit der Landwirtschaft verwachsen seien. Oberbürgermeister Kirschner wies auf die Pflicht hin, daß man die gegenseitigen Interessen achte und sich als Glieder
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Meteorologische Beobachtungen
der Station Gieße».
Heinrich Hirzel, Ortenberg. — Fräulei Marie Seibert, mit Herrn Georg Erbe, Homberg a. Obm.
Geborene. Herrn Max Stern und Frau, geb. Katz, Büdingen, eine Tochter. — Herrn Pfarrer Lie. Brauer und Frau Luise, geb. Kegel, Grusen, einen Sohn.
Telefonische Kursberichte
Giessener Anzeiger*, mitcreteilt von der Bank für und Industrie, Glessen.
Frnnkfnrter Itör»#*, 14. Juni, 115 Uhr.
Steife. Tie Pläne fiir die Sommerreife sind gemocht, die Voi> bereihmgen haben begonnen. Tic Hausfrau hat die letzte Wäsche, angesetzt, sie sorgt fiir die Garderobe und macht sich schon Gedanken über da? Einmotten. Ter Hausherr ift ruhiger, er glaubt, er hat genua aetan, wenn er da? nöt'ae Reifegeld befchnfft. Genügt das wirklich? Erinnert er sich nicht des unruhigen Gefühls, das ibn im vorigen Jahre ergriff, als er von Einbrüchen in leerstehende Wohnungen las? Nicht des GeuihlS der Erleichterung, als er bei der Nückfebr lein Hab und Gut unversehrt Vorland? Tiefe Unruhe kann er sich fvaren, er braucht nur wenige Mark für eine Einbruch- diebslahl'Bersicherung anuilegen ! Wenn er eine Reife machen kann, hat er auch »och daS 6>old für diele Versicherung. Tie Prämie hietiir ist im allgemeinen kleiner als für die Feuer-Versicherung. Tie Bedingungen der \;ictorio, Feiier-Versichenmgs-Aklien- Gesellscbgft, sind in verschiedenen Punkten für die Versicherten günstiger als die anderer Geiesiscbaften. Bei einer Veillcherungs- dauer von mindestens 5 Jahren ist bei ihr die Zahlung der Prämie 'm Wochenraten zulässig. Tie Reife legt auch ben Gedanken an die lebeitslängliche Eisenbahn- und Darnnfschiff-Unglück-Versichemug wieder nahe. Tic Viktoria gewnh'-t dieie Versicherung gegen eine einzige Jahresprämie, die in Woebenratelt von 20 Vfg. an' entrichet werden kann, auf die ganze VcbeitS^eit. Ihre VersicherlUtg gilt für alle Eifeitbabnen. Straßei-.bohlten usw. der ganzen Erde unb für Tamvsschiffe und Motorboote mif etiropäischen Binnengewäsiern. Ter Preis der Versicherung ist verschwiitdend klein, beträgt er doch auf die ganze Lebenszeit verteilt, nur weniae Pfennige für die Woche. Je früher mnn sie nimmt, je billiger rechnet sie sich. Eine Ein- brnchdiebstahl- und eine Eisenbahn-llnglück-Versicherung erfdieint unerläßlich für den, der sich mit Ruhe auf die Reise begeben will.
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beobachtet rnerben. Die vorläufigen Beobachtlingen von Aerzten haben ergeben, daß er zu rechn ungSfähig sei.
Berlin, 14. Juni. Zu dem Kapitel „Meuterei in S ü d w e st a fri ka" nimmt der „Vorwärts" nochmals das Wort und schreibt u. a.: „Die Nordd. Allg. Ztg." schiveigt ich aus und mir durch die Kloaken der Scherl-Blätter und der „Voss. Ztg." wird einiger duftender offiziöser Kehricht gegen uns gespült. ES beißt da, von Vorkommnissen dieser 9(rt ist an maßgebender Stelle nichts bekannt, mit anderen Worten nach einem sehr alten Rezept: „Was nicht in den Akten steht, hat auch nicht existiert." Die „Voss. Ztg." gibt wenigstens zu, daß einige Fälle von Gehorsamsverweigerung usiv. zu verzeichnen gewesen find. Dieses „Undsoweiter" ist einfach göttlich. Es ermöglicht nach Belieben, wenn die Negierung an zuständiger Stelle zur Verantwortung gezogen wird, unter „undsoweiter" das Verhauen eines Wachtmeisters und das Erstechen eines Offiziers zu registrieren. Man wird von un§ nicht verlangen, feafe, wir solches lächerliches Drumherumgerede irgendwie ernsthaft nehmen. Die „Nordd. Allg. Ztg." wird schon eine andere Methode anwenden müssen, wenn sie es nicht vorzieht, weiter zu schweigen."
Brandenburg a. d. Havel, 14. Juni. Ein Wolkenbruch überschwemmte weite Landstrecken bei Brandenburg. Die Ernte wurde zum Teil vernichtet.
Dresden, 14. Juni. Im Albertinum wurde ein Fremder verhaftet, weil er drei GipS statu en: Merkur, Alexander den Großen und den sterbenden Fechter, angeblich aus Entrüstung über deren Nacktheit, verstümmelte. Der jedenfalls geisteskranke Mann soll ein russischer Duma-Pope sein.
London, 14. Juni. Hier ist ein Ausschuß ernann worden zwecks Untersuchung über den geheimnisvollen Tod von 16 Personen in Hüll. Man vermutet, das; diese durch den Genuß von amerikanischem Konservenfleisch vergiftet worden sind. Mehrere hundert Kilogramm Konserven, wurden vernichtet.
London, 14. Juni. Auf eine Anfrage im englischen Unterhause erklärte derRegierlingsvertreter, daß er von Verhandlungen Deutschlands über den Erwerb einer Insel im pers. Golf oder von Konzessionen zur Bahnlinie Bagdad bis Khanakin keine Informationen habe. ,
Rom, 14. Juni. Es verlautet hier bestimmt, datz die preußische Regierung die an der Porta Pia gelegene Villa Bonaparte gekauft hat, um dorthin den Sitz des historischen Instituts und desStipen- diaten-Ateliers der Berliner Akademie der Künste zu verlegen. c „ _
Mailand, 14. Juni. Dem „Goutiere della Sera -ufolge wurden in Venedig drei Matroscder Kriegsmarine bei dem Versuche, Pläne des Forts San Nicolo zu entwenden, entdeckt und festgenomm cn.
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R. B. T o rin st ad 1, 13. Juni. Vor dem Schwurgericht batte sieh heute der am 16. November 1877 zu Lörzenbach nehovcnc Landbriefträger A d a m Müller in Vtörlenbach wegen U n t c r* s ch l a a u n g i m A m t e zu verantworten. Er hatte am 23.Ang. 1905 in Weiher auf einer Postanweisung von 10 Alk. die Unterkhriit gemischt und nm 27. Januar 1906 eine Postanweisung von 100 Alk. unterdrückt. Der früher Unbescholtene hatte sich auch während der Militärzeit gut geführt, iodast er zum Unteroffizier befördert wurde, mit dem Abgangszeugnis sehr gut ging er vom Militär nb und wurde als Landbriesträger angestellt. Sein jetziger Verdienst betrug 2 Mark täglich, (!) wovon er Frau und Kind ernähre n in n ß t c. In Anbetracht dessen lumben dem Angeklagten mildernde Umstände zugebilligt, er erhielt 1 Jahr Gefängnis, wovon 3 Atonal Untersuchung abgerechnet werden. Die Kosten des Verfahrens hat der Angeklagte zn tragen. Er trat die Strafe sofort an.
Leipzig, 13. Juni. Das Reichsgericht hat heute den ztvischen der DresdenerBank resp. dem preußischen Fiskus einerseits und der HiberniaHütte andererseits schwebenden Prozeß z u g u n st e n d e r l e tz t e r e n entschieden. _ ,
Frankenthal (Pfalz), 13. Juni. Wegen Wern- sälschung Ivurde der Wein Händler Schneider in Neustadt a. Haardt zu fünf Monaten Gefängnis und 3 0 00 Mark Geldstrafe, und sein Buchhalter Schober zu zwei Monaten Gefängnis und 15 00 Mark Geldstrafe verurteilt. Die in Betracht kommenden 20 000 Liter Wein wurden ein gezo g en.
Eine Kindesmörderin freigesprochen! ^ie ledige Verkäuferin Ida Tettenborn, die im April ihr uneheliches Kind nach der Geburt getötet und in den Ofen gesteckt hatte, wo es im angekohlten Zustande gefunden 'wurde, ist gestern vom Schwurgericht Rudolstadt freigesprochen worden.
Sandel uir- Verkehr, Volkswirtschaft.
‘y o nu b q ch 12. Juni. Bei dem heutigen Markte waren über 500 Jungschweine aufgetrieben: namentlich waren viele auswärtige Händler erschienen. Tie Preise waren nicht hoch: DaS Paar Ferkel war zu 70 Mk., das Paar Lauser zu 100 Mk. käuflich. Fast die ganze Ware wurde abaesetzt.
Märkte.
---Lauterbach, 12. Juni. Der gestern hier abgebaltenc PränUenmarkt hatte stark unter bem anhaltenden Regen- weiter zu leiden. Der Auftrieb von Vieh war trotzdem verhaltrn-- mäßia recht lebhaft. Es waren im ganzen ca. 300 Stück Rindvieh ! nh 476 Stück Schweine. Der Handel ging im allgemeinen recht Stt und diemststeWare wurdkauch abgesetzt Die Preise waren bei Rindern und Schweinen recht hoch, insbesondere winden für ^'ukrs hw ne sehr hohe Preise gefordert und gezahlt. Auch au feem Kieaenmarkt wurde recht lebhaft gehandelt Em recht bemo PHfmirfe(te sich auf dem nachmittags abgebalteneu
gingen flott, und die Händler waren wie man wahruelime.i konnte, recht zufrieden.
waren, wie nmu - j. (Teiegr. Ong.-Bencht des
Gies-' Än-"1 Amtliche Notierungen der heutigen V i e li m arkb- c KumVerkaufe standen: 40 Ochsen, 7 aus Oesterreich 0 Bullen O^aus Oesterreich, 100 Kühe, Ferien Stiere und Rinder, 0 Butten, 0 au. ' so Schafe und vammel, 1 Ziegen,
0 aus Oester., 7o7 ' Bezahlt wurde für
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bei Kleinvieh gut, kein Ueberstand. - r,
. , l. q io Qiini iv ru ch t m a r k t. Durch
G-rbicn 0.00 Tif.. Kartof'elu 0.00 Mk.
---Temperatrrr der Lahn und der Luft in der M ü l l e r'schen Badeanstalt.
Wasser 15° N.
empfing, überreichte er ihr den Strauß und' — wünschte ihr tn herzlichen Worten Glück zur Verlobung ihrer Tochter mit seinem Adjutanten, dem besten Schwiegersöhne, den sie sich wünsche könne. — So wurde, durch die Freiwerbunq des Kaisers, die Berliner Gesellschaft um ein glückliches junges Ehepaar reicher, um das sich inzwischen eine kleine Schar blühender Kinder gesammelt hat.
* Heidelberg, 13. Juni. Nachdem die Geheimräte Prof. Bier in Bonn und Prof. Garr^ in Breslau die an sie ergangenen Berufungen an die hiesige Universität als Nachfolger Geheimrat Ezernns abgelehnt hatten, ist jetzt ein solcher Ruf an den Chirurgen Prof. Dr. A. Na rat h an der Universität Utrecht ergangen.
Gießener Strafkammer.
-. . . Ä )( Gießen, 12. Juni,
uut der Kontrolle der Wehrvf'ichtigen beauftragten Behörden haben der Staatsanwaltschaft angezeigt, das; 7., teilte, die sich in der Provinz Oberhessen aufgehalten hoben, sieh AJt den angeordneten Reo sionen nicht gestellt Haben. Die an- gestellten Ermittelungen ergaben, daß sie sich nicht im Deutschen Nkich au'halten, auch ergaben die Erkundigungen feine Umstände, welche die Annahme ausschliefien, daß sie das Bundesgebiet ver- lasien haben, um sich der Wehrvflicht zu entstehen. Da feiner auf feie öffentliche Ladung erschienen ist, wurde jeder zu 3 0 0 Mart Geld st rafe verurteilt und die Beschlagnahme des Vermögens, soweit es zur Deckung der Strafe und Kosten nötig ift, verfügt.
T'itrch das hiesige Schöffengericht war der frühere G a st w i r t St. B. hier, wegen Duldens von G l ü ck s v i c l zu 40 Marl Geldstrafe verurteilt worden; seine mitangeflagte Frau wurde mangels Beweisen sreigesprocheu. Der Verurteilte und die Staatsanwaltschaft fochten das Erkenntnis an: letztere ließ ober die Be- rufung bezüglich der Frau vor der Verhandlung wieder fallen. Nach der Beweisaufnahme erhielt die Polizei infolge einer Beschwerde des Wirtevereins Kenntnis von dem Treiben in der Wirtschaft d"s B. Sie stellte fest, dast insbesondere von junoen Leuten allabendlich dem 6stückssviel gehuldigt wurde, wobei größere Geldbeträge vcr= svielt wurden ; ein Kellner verlor on einem Abend 70 Mark, während andere in der nämlichen Zeit 5 bis 20 Mark Verluste hatten. Der Angeklagte spielte nicht blos selbst mit, sondern er animierte auch feie Gäste dazu. Seine Berufung stützte sich darauf, dast er nicht Inhaber der Wirtschaft gewesen sei, seine Frau allein sei die Konzession zum Betriebe erteilt worden. Wenn auch tatsächlich feslsteht, daß ihm wegen einer Strafe, die er wegen einer Kuppelei erhalten hat, die Konzession versagt worden war, solche ab r der Frau erteilt wurde, so war doch erwiesen, daß er unabhängig von seiner Frau, in der Wirtschaft geschaltet und gewaltet hat, was insbesondere daraus hervorging, daß er einen Gast, der sich unliebsam gemacht hatte, ohne weitere? vor die Türe beförderte und einen Anderen, mit dem er wegen Zahlung feer Zeche in Differenzen geraten war, den lleberzieher einbehielt. Das Gericht war sich klar, daß das Gebaren des Augeflagten darauf hinauslief, die Bestimmungen des Gesetzes zu umgehen. Es hob hervor, indem es daS Urteil bestätigte, daß der Angeklagte neben seiner Frau wohl auch als Inhaber angesehen werden kann; auch fei kein Zweifel, dast das sogenannte Maufcheln sowohl, als auch das Wutzspiel und Siebzehmmdvier als Glücksspiele anzusehen seien.


