altbewährte Nahrung 7 , nke,Genes3nds. Verhütet , Brechdurchfall, Der-mkatarrh.
Samstag IO. Mürz 18V«
166. Jahrgang
Viertes Blatt.
Nr. 59
Giehener Anzeiger
General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Siehe».
Nöbs!
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Die frimfHenHätter** werden dem
«n^ftan viermal wöchentlich beigelegt. Der UttOWlrt* erlchenu monatlich einmal.
Märkte.
fe. Frankfurt a. M., S. März. Heu- und Stroh- markt. Man notierte: Heu Mk. 3.80 bis Mk. 4.10, Stroh <D1(. 2.70.-3.00 Alles per 50 Kilo. Tendenz: fest. ;
Moderne Verlobte
redet habe.
Abg. Haas geht auf die Frage einer Revision des Nebenbahngesetzes näher ein.
Abg. Ulrich meint, die vielen hier vorgebrachten Eisenbahn- schinerzeu beweisen, daß der Abschluß der Estenbahngememschast ein Fehler war; man hätte von Preußen ganz andere Zugesiand-
Kstchenfecn. „Das Thema über die Tienstmädchen ist uncvfd’öpf» /ich", bemerkte jüngst meine Freundin, als sie mir beim Nachmittags« Kaffee nun schon zum dritten Male von den uneehcnerlichrn Verfehlungen ihres „Mädchens für alles" erzählte. „ES muß irgend eine Schuld auf Deiner Seite liegen", erwiderte ich der Erregten, „beim ich weiß, daß auch von den Hausfrauen hier und da gesündigt wird". Damit tarn ich aber schön an, und ich hatte Mühe, sie zu besänftigen. Ick suchte ,hr klar zu machen, warum ich seit Jahren so gut mit meinen beiden Mädchen ans« käme. Lor allem hob ich hervor, daß jede Hausfrau einen gewißen 2ln> teil an den Freuden und Leiden des Dienstpersonals nehmen müsse, ganz besonders an den Leiden, für deren Beseuigung man nach Kräften sorgen müsse. Ungläubig schüttelte meine Freundin den Kopf. Ich erzählte aber joriter: ^Siehst Du, wir haben jetzt harten Winter. Es ist fast nimm-
für Kinder, Kra
□.beseitigt: D- 3 rrhoe,
niste erhalten können. ES fange auch schon m den Köv'en der Nationalliberalen an zu dämmern. (Widerspruch und Heiterkeit.) Die Fahl der Eisenbahnwsinsche ließe sich noch viel mehr ver- größern. Redner polemisiert dann deS Längeren gegen den omcinz- minister und besten Aeußerungen über d,e Lage der Eisenbahn- arbeiter. Durch die Beschränkung des Organnatlonsrechtes nehme man ihnen daS einzige Rampfe§mittel zur Perbesterunq ihrer Lage. Das nationale Unglück bestehe darin, daß man den Arbeitern ,ede Möglichkeit hierzu nehme; man mache sie damit zu Burgern zweiter ^^Finanzrninister Gnauth erklärt, er werde seinem gegebenen Versprechen treu bleiben und sich trotz der Aeußerungen des Vorredners nicht au? eine politische Debatte emlassen. Em Eingehen auf die Wünsche Ulrichs bezüglich der freien Organiiation wiirde eine Abänderung der Reichsqesetzgebung notwendig machen. Der Minister weist dann in entschiedener Weise die sozialdemokratischen Angriffe auf ben preußisch-hessischen Gemeinschaftsverrrag zurück. Derselbe sei bei der ganzen Lage der Verkehrsverhaltnisie unentbehrlich gewesen und habe sich inzwischen auch als höchst oorteu- hast erwiesen. Wir seien den Herren, die damals den Vertrag nut zum Abschluß brachten, noch heute großen Dank schuldig, (liebt).
Nach einigen Bemerkungen der Abgg. Horn und Häusel
schädigten Gelände gingen ganz erlzeblich auseinander und es seien bisweilen bis 5000 Mark für den M-wgcn Wcui.and an- gesetzt worden. Die Einschätzungen erfolgten stets nach genauester Prüfung, und bei etwa nickst genügender Entschädigung stelle auch dem Betroffenen frei, die Entscheidung des Rimters anzurusen, der die Entschädigungen durch Sachverständige nachprustn lasten werde. Tic Festsetzung der Entschädigung )ct ihm schwer gefallen, aber es sei Pflicht der Regierung, nut den Staats getbent sehr genau umzugeben. Da die Sac^erständigen keines-- wegs in ihren Angaben übereinstimmten, kam die Regierung noch mehr zu der Uebcrzeugung, daß die hoste Schatzung nicht gerechtfertigt war: zudem, mußte auch der Schinsl^imer rz-alb mit zur Vorsicht Veranlassung geben. Der Redner beantwortet dann die weiteren Anfragen und Veichwerden der einzelnen Abgeordneten. Die Gewcrbciuspcktion habe bisher zur vollsten Zufiiebeirhett gearbeitet, wenn jetzt iroch neue Aufgaben, wie Kinderschutz, .Heimarbeit usw. stiuzukämen, so wurde allerdings noch eine Vermehrung des Personals in Erwägung gezogen werden
'<$9 Dr. Schmitt dankt der Regierung für die Darlegung bezüglich der Reblausentsckwdigung und bemerkt, es ser bekannt, daß der „Hahnheimer, foiopf" eine vorzüglick)e Lage habe; da sei die geforderte EntsckLdigung nicht zu hoch gewesen.
Abg. 5b 0 r e l l bemerkt, die Kinderarbeit habe auch ihr GuteS, sie halte die Kinder vom Faulenzen fern. Man solle Mit den sozialpolitischen Vorschriften nicht zu weit gehen, die Verordnung über die Maßregeln im Häckselmaschinenbetrieb hatten tn land- wirtlckmftlichen Kreisen wenig Freude .erweckt
Abg Häusel beklagt das Verbot der Phosphorverarbeitung, durch welches in seinem Wahlkreis viele arme Leute geschädigt
^Abg^Müller dankt dem Abg. Saas, daß er gestern auch einmal für die Interessen Darmstadts eingetreten fei, doch fei es falsch, daß Darmstadt nur die Stadt selbst berührende Proiekte begünstige: die Stadt habe durch ihr Eintreten für bic ~inic Höchst—'Aschaffenburg v- das Gegenteil bewiesen. Redner bespricht dann die Bahnlinie Darmstadt-Zwingenberg; es schwebten schon seit zehn Jahren Verhandlungen über die Anlegung eines dritten Geleises, die immer noch nicht zum^ Abschlutz kamen. Die Anlage der sogen. Bazillusbahn nach geheim— Bickenbach sei ein Fehlgriff gewesen; da sei nur durch em drittes Geleise nach Zwingenberg Besserung zu schaffen. „
Abg. Hauck erklärt seine Befriedigung über die Verbesserung der Bahnhofsverhältnisse in Babenhausen.
Abg. U e b e l weist auf verschiedene Mißstande auf dem Bahnhof Dieburg hin und wünscht Ausdehnung der Arbeiterfahrkarten auf Linien von mehr als 50 Kilometern. Wetter wünscht er die Ausführung des Bahn Projekts Heppenheim—Fürth.
Abg. M 0 l t h a n führt aus, man könne das Entgegenkommen des preußischen Eifenbahnministers nur dankbar anerkennen und nur wünschen, daß auch ein cvcnt. Nachfolger dieselbe Haltung gegen Hessen bewahren werde. Redner vermißt das Eintreten des Abg Haas für die schon vor zehn Jahren beschlossenen Projekte Darmstadt—Kornsand, Geinsheim—Gustavsbnrg und Pfungstadt- Gernsheim Weiter betont Redner, daß man die Dorschlage desselben Abgeordneten bezüglich der Nebenbahnen in Rücksicht aus die Städte mit Vorsicht aufnehmen müsse.
Finanzminister Gnauth beantwortet wieder verschiedene an ihn gerichtete Anfragen. Dem Wunsche auf Verbesserung des RahnÄss Dieburg sagt er Unterstützung zu, dagegen habe das Projekt Heppenheim—Furth wenig Aussicht auf Verwirklickping. Das Projekt Geinsheim—GustavSburg konnte liicht zur Ausführung kommen, weil ein Unternehmer nicht gefunden wurde.
Die Abgg. Schmalbach, Dr. Weber, Leun und Pit- than bringen noch verschiedene Lokalwunsche vor. Letzterer plai- biert für eine Bahnlinie Wenbclsfreim—Kreuznach.
Nach kurzer Pause wendet sich Aba. Raab gegen verschiedene LluSführunaeu des Finanzministers. Dieser habe einen Eisenbahnstreik als em nationales Unglück bezeichnet; das |ei aber weniger der Fall, als die Tatsache, daß unzählige Arbeiter materiell so schlecht gestellt seien, daß sie zu einem Streik gezwungen würden. Die Arbeiter brächten ihre Beschwerden nicht mehr bei den De- Hörden an, »veil sie wüßten, daß sie dann gemaßregelt wurden. Weiter beklagt Redner, daß der Finanzminister der Einschränkung des Koalitionsrechts durch die Eisenbahnverwalrung das Wort ge-
iortgeiahren. .... ,. r . ,
Mimsterialpräsident Braun bespricht verschiedene sozialpolitische Fragen, die durch die vorgestrigen Redner angeregt worden waren, und bezeichnete es als eine sittliche Pflicht des modernen Staatslebens, den Ausbau der Sozialreform nach Kräften werter zu fördern. Redner verbreitet sich besonders über die Vorschläge des Abg. Dr. F r e n a y zur Frage der Kmderschuhgesetzaebung. Auf die Belehrung der Arbeiter in den giftigen Betrieben seien die Gewerbeinspektoren in schärfster Weise von der Regierung instruiert worden. Infolge der Berliner Ausstellung für Heimarbeit werde sich auch das öffentliche Gewissen in dieser Frage scharien ; eme weitere Lösung werde sich vielleicht auch nn Anschluß an die ^oh- nungsgesetzgebung erniöglichen lassen. Uebcr bie <Jrage einer ßen- tralisation im Arbeitsnachweis seien zurzeit Verhandlungen tm Gange DaS Verhältnis der Gewerbeinfvektoreii zu den Lehrern habe die „Soziale Praxis' außerordentlich lobend anerfaunt. Der Hinzuziehung von Arbeitern zur Gewerbeinspektion widme die Regierung besondere Aufmerksamkeit. Bezüglich der Belästigung der Landwirte im Lorsch-Heppenheimer Bezirk durch die Uebungen des 2. badischen Grenadierregiments wahrend der Erntezeit bemerkt der Redner, daß mit der Militärbehörde Verhandlungen darüber em- geleitet worden seien, damit zukünftig auf die örtliche,Lage der Verhältnisse seitens der einzelnen Truppenteile eine größere Rücksicht zur Anwendung gebracht werde. Das Generalkommando habe sich auch bereit erklärt, in Zukunft sich bei Vornahme größerer Schießübungen der Zuslimnumg der belr. Gemeinden zu versichern.
Abg Dr Schmitt erörtert die Art und Wene der (Sn.|cba= diguug für die von Reblausherdeu heimgeiuchten Gelände, d-e einer Verbesserung sehr bedürftig sei. DaS Verfahren Sckiebsiichtcr- amteö habe nicht zum Ziele geführt. Er |ei von der Entscheidung über die Nackenheimer Entschädigungen geradezu üoerrascht gewesen denn man habe damit einem Ltrich die Halste der von Taxatoren angegebenen Summe einfach gekürzt. Er habe auch gehört, daß die Vertreter der Negierung ihre Jmorrnattonen teil- weise auf den Straßen und in Wirtshäusern e'ngezoge'i hatten. Tas habe natürlich unter den Winzern viel doies Blut erzeugt.,
Ministerialpräsibent Braun bcleuchtet die Prnizstneil bezüglich 'bet Vergütung für Reblausschäden. Die Werte jur bie ge-
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über Lokalfragen fuhrt
Abg. Reinhart aus, er würde die Darmstadter Abgeordneten in ihrem Bestreben nach Verbefserimg der Bahnverbmdiiiig mit Worms stets gern unterstützen; er macke aber darauf aufmerksam, daß der Verkehr von Worms nach L.armstadt großer fei, als umgekehrt. Ter Rivierazuq habe von Frankmrt über Worms einen viel kürzeren Weg, als über Darmstadt. Redner wendet sich dann gegen die Ausführungen Ulrichs inbetreff der Etteubahn- qemeinsckaft. Einen Streik der Eisenbahnarbeiler, der durch die Verhetzung der Arbeiter herausbeschworen mürbe, wurde auch er fiir ein nationales Unglück halten. Man solle nur bebenken, wm, em so gewaltiger Streik in ber Gemeinschaft mit ihren 700 000 Arbeitern und Angestellten zur Folge haben wurde! Sorgen sie also (zur Sozialdemokratie) dafür, baß wir vor e nem solchen Unglück bewahrt bleiben! (Zustimmung.) Wenn die Arbeiter Wunsche und Beschwerden hätten, sollten sie diese direkt an die Behörden richten und nicht sich hinter einzelne Abgeordnete verstehen, wie das auck Eisenbahnminister Budde verlangte. Bezüglich eines Eisenbahn- streikS stehe wohl die große Mehrheit des Hanfes auf dem Standpunkt des Finanzministers. Daß sie auch dem Arbeiter seine Rechte gewähre, habe sie anläßlich des BergarbetterstreitS bewmen. Man könnte sehr wohl auch bei den Eisenbahnarbeitern eme Organisation gestatten, aber nur eine solche, bie dem Frieden dient und nicht der Verhetzung. Gegenüber bem Abg. Ulrich weist Redner darauf hin, daß Preußen damals keineswegs einen so „fetten Bisten geschluckt habe. Hessen hatte vor Abschluß des Vertrages nur etwa 129 000 Mk. Einnahme aus seinen Eisenbahnen, wahrend es setzt 13 Millionen daraus bezieht. Ein solches Ergebnis wäre ohne den Abschluß bcS Vertrages nie erreicht worden! Die Sozialdemokraten mögen mich gegen den Vertrag sagen, was sie ivolleii, ihre Reden werden im Lande sicherlich ohne Eindruck bleiben I (Beifall.)
Abg. Dr. David erwidert dem Vorredner und meint, bie Frage, ob Preußen ober Hessen bessere Geschäfte mit dem Vertragsabschluß gemacht habe, werde schon dadurch beantivortet, oaß man im preußischen Abgeordnetenhause den Abschluß nut allgemeinem Schmunzeln akzeptierte. Es sei durchaus nicht erwiesen, ob die jetzigen hohen Einnahmen mehr bem Gemeinschaftsvertrag ober der allgemeinen Verkehrssteigerung zu banken seien.
Nach einigen weiteren Bemerkungen des Abg. E r k weist Abg. Mo Ilhan als Ausschußberichterstatter in seinem Schlußwort darauf hin, baß nicht weniger al? 4 4 Ne du er zu dem Lcipttel bas Wort ergriffen hätten. Ta wolle er sich ja hüten, auch iivch etwas hinzufügen I (Heiterkeit). ,
Der Präsibent erklärt darauf die Debatte für gefchloffen unb bas Kapitel für genehmigt. Nach einer längeren Geschäfts- ordnungsbebatte, in ber allgemein die Verzögerung der Etatsberatung beklagt und deren schleunigste Erledigung befürwortet wurde, beraumte ber Präsident die nächste Sitzung schon auf heute
Zweite hessische Kammer. I <
R.B. Darmstadt, 9. März.
tyn Miilistertische: Staatsministcr Ewald, Finanzminister , Gnauth, Ministerialpräsibent Braun unb mehrere Mmi-
^PMbent Haas! eröffnet die Sitzung um 9V- Ulv:. Das Hous fetzt die Spezialbebattc bcs Haushaltsetats beim Kapitel Eisenbahnen fort. __ ,,
Abg. Dr. Gläfsing - Darmstadt bringt eine Anzahl Wünsche bezüglich ber Zugsverbinbungen mit Tarmitabt vor. und bittet n L um eine bessere Verbindung mit WormS. Afchaffenburg und Mannheim. Ten Ausführungen des Abg. Haas pflichte er vollkommen bei, besonders bezüglich ber D-Zugverbinbung nach Norden unb Süden. Er müsse aber gegen dessen gestern geäußerte Bchauptting Einspruch erheben, baß Tarmftabt gegen^ alle Bayn- In-Jiekte Teilung nehme, welche die Stabt weniger direkt berührten. Auch 'ben Vorschlägen dieses Mgeordneten betreffs 9Aanderung deS Nebenbahngesehes stimme er nicht zn, bemt durch bie wertere Inanspruchnahme ber Provinzen unb ftrene tourbe das Seldst- veiwaltungsrecht der Gemeinden beschränkt. Für die ^vrd^ruug des Bahnlwssbaus in. Darmstadt dankt Redner bem Minister f Finanzminister Gnauth bemerkt, es sei nicht möglich, auf arte hier geäußerten Wünsche einzugehen. Man muffe immer den Gesichtspunkt festhalten, baß wir es frier nut einem Gebiet zu tun haben, auf welchem wir nur selten Forderungen stellm können, sondern uns mehr mit Wünschen begnügen müssen, da ja die Verwaltung nicht Hessen untersteht. >roAem aber dürfen mir in unserer Eisenbalmgemeinschaft cm Werk von hervorragender Bedeutung erblicken und für uns in Anspruch nehmen. Auf die Klagen von sozialdemokratischer Sette über Lohiidruckerei und Ausbeutung ber Arbeiter erklärt der Minister, Nicht naher cinzugehen, weil sie völlig unberechtigt sind Die beste Widerlegung finden derartige Ausdrücke schon durco die^alnche des starken Zudrangs zu allen Llbteilungen des Eisenbahnweiens und auch durch die gewaltige Mehrsorderung, bie icder Etat für Lohnerhölnmgen unb Förderung der Wohlfahrt^innchtungen bringt. Auch auf bie Stellungnahme ber Eisenbahnverwaltung gegenüber verschiedeneii Arbeiirnorganisationen will, der Mmister nicht näher eingefren, er erinnere nur daran, daß ein event. und von gewisser Seite begünstigter Streik, selbst wenn er nur von kurzer Dauer wäre, ein nationales Unglück fern unb bie Wohl- f-.frrt des ganzen Volkes gefäfrrben könnte. (Lebh. Zustimmung.) Um ein solches Unglück abzuwenden, gebe es nur das Mittel strenger Zucht. Dem Abg. Glässing bemerke er, daß er nichts gegen die Einlegung weiterer Schnellzüge einzuwenben habe, fowett bas den allgemeinen Interessen entspreche. Bezüglich des Verkehrs mit WormS frage er, nach wessen Interesse soll lieb ber ^chnell- ss-ugsoerkehr richten? Dem von Worms oder bept von Darmstadt? Bei der Einführung deS ersten Schnellzugspaares mtt dort sei dem Jntereffe von Worms der Vorzug gegeben worden, bn ber event. Einrichtung bes zweiten Schnellzugspaares werde man Darmstadt mehr berücksichtigen müssen. Auf die Aeußerungen des Abg Reh erwidert der Minister, daß noch nicht alle Proiektt bezüglich ber Bahnen in Oberhessen vorlägen. Es komme auch noch ein Projekt Schotten—Ulrichstein in Frage. Tue Regierung habe noch keine Stellung zu den Projekten genommen, er persönlich neige mehr zu der Linie Mücke—Ulrichstein mit Abzweigung nach Rixfeld über Groß-Felda Gegenüber^ bem Mg. Haas bemerkt er, es sei auch eine Aufgabe der ^elcht- vcrwaltung, daß diejenigen, die etwas Besonderes für sich beanspruchen, auch mit ihrem Kopf unb ihrem Geldbeutel batur ernteten. Man solle doch kein s) hohes Lied auf die x-oelbstverfval-
nnhben. , _
9(bg. M 0 lthan wünscht eine gerechtere Emtcilung bg Kreises Oppenheim, die dringend notwendig sei, und bespricht dann ebenfalls die Reblausschädigungen. Die Frage sollte durch Reichsgesetz in allen Weinbau treibenden Bundesstaaten gleich- mäßig geregelt werden. ~ .. ..
Mg. Erk ist mit ber Bestimmung der Sparkassen über bie Bildung des Reservefonbs nicht einverstanden.
Abg Adelung bedauert, baß von ber Regierung die Frage bet Errichtung einer Arbeiterkammer gar nicht erwähnt worden fei, und macht Ausstellungen bezüglich des Muderschntzes, Der Heimarbeit usw. „ . w _
Abg. Frenay antwortet auf bie ihn betreffenden Auslassungen deS Abg. fitoretL ... , „
Mmisterialpväsident Braun geht auf verschiedene Anregungen ber Vorredner näher ein. Inbetreff ber Sparkassen wett* dafür gesorgt werden, daß die Sparkassen tn ber vom Aog- Erk gewünschten Richtung mehr freie Hand bekämen, die anber- weitiqc Einteilung des Kteifes Oppenheim werde sich voratisstclst- lich schon ohne die ?ll>änderung der Gesetzgebung durcksühren lassen. Die Vorschriften über den HLckselmaschinenbetrieb seien auf Anregung der Berufsgenossenschast erfolgt. Mtt, d^^^oroge der Arbeiterkammern werde sich letzt voraussichtlich bie Reichsgesetzgebung beschäftigen. .
Das Kapitel wird alsdann angenommen und zwar tn irm- nafrmc 5200 Mk., in Ausgabe für persönliche Zwecke 228 150 Mark, für sachliche Ausgaben 25 000 Mk.
Bei Kapitel: Mlgemeiner Fonds für Vertretungs-Aushilfekosten usw., Ausgabe 115000 Mk., bemängelt
Mg. Kor eil das fortgesekte Steigen ber Umzugsksten für Beamte', die oft das vier- ober fünffache ihrer wirklichen Unkosten ersetzt erhielten. „ „ . . n t .
Mimsterialpräsident Braun bestrettet das stete Steigen biefer Ausgaben. _ , „
Abg. Bähr wünscht eine anderweitige Regelung bet Umzugs
?ibg. Noack führt auS, daß die Vergütung für UmzngS- kosten häuffg zu gering sei. , D .
DaS Kapitel wird bewilligt, Kapttel Regierungsblatt usw. vorläufig auf Antrag Adelung zurückgestcllt. Die Schluß- k^pitel des Tttels Zentralverwaltung werden bewilligt. Bei bem folgenden Kapitel, Prvvin ziald ire ktivnen , Kreis- ämter usw. bezweifelt Abg. Adelung die Beschlußfähigkeit des Hauses. Ta dieselbe nicht mehr vorhanden, ist, wird die Sitzung abgebrochen und auf Montag nachmittag 0 Uhp vertagt.
Schluß der Sitzung: Abends 6 Uhr.
Nachmittag 3 Uhr an.
Schluß ber Sitzung nach 1 Uhr.
Nachrnittagsfitzung. .
In ber um 3\ Uhr wieder eröffneten Sitzung würbe mit ber Etatsberatung beim Kapitel 23, Minsterium des Innern,
gkscyten Wechsel rlvi cher- warmer und ’ l 2 f, b CcJ _ worden, denn meine Mädchen find immer für die ihnen geleistete Liste f°
gebeizter Kammer er stören e zum m ' 1 ^u-bel dankbar, daß sie fick, im Fleiß und guten Betragen geradezii überbieten.
Fuße und Ohren, bekommen, ttruh l h d rict meiner Freundin, sich gleichfalls mit den Nafalan-Praparaten
geben wie eß wollte, biS schttetzttM v 9 i()ncn öon belwint zu machen, und sie hat es auch getan. Seit jener Zeit wurden
d'g geworden warm, daß ich J «^suafalon und^Nafaian-Heit. auch ihre Klagen seltener. Die übrigen- spottbilligen Nafalan.Prapa.2i-, meinen Nafalan-Praparaten, dff d H err/in? e§"mir I Die nur echt und rein sind, wenn sie die Nelorlen-Marke und den Namen«-
Vstaster, und bald war aller Schad 8 - , »icmlich zua Dr. Adolf List tragen, batten hier eine erhebliche soziale Wirkung
kürzlich bei einer ^erbrennung. ~ cAnIftarh circ retfit empfindliche anSgeübt. Diese unentbehrlichen Hausmittel find in den Apotheken resp. heißen Wassers über d« Hand, Schmer' und verhütete weitere Drogerien, Parsürnericu znhaben; ihre Bestandteile: Rafalan: Naphta 95, Verbrühung. Hausnafalan stt M J*"1 Nafalan-Heftpflaster Seife 5. NafatawHestpflasier: Rafalan 50. ltantschukmaffe 35 Zinkweiß 15.
"hmS; Ä W --- **»!•<“; Ml-lanro, L«,.m 15, 20, »«.ff» 15. [hv”/.


