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dem im Jahre 1606 erbauten Kirchturme Kirchengemeinde Kinzenbach befanden
In der Habsburgischen Monarchie feiert wieder einmal der Nationalitätenhader wahre Orgien, und zur Ab-
Verhängung des Standrechtes tritt zudem der Kampf zwischen Staatsgewalt und Revolution in ein neues Stadium und es stehen neue Menschenschlächtereien bevor, die vielleicht noch grausamer sein werden als die bisherigen. Wir Kinder des 20. Jahrhunderts haben wahrlich keine Ursache, auf unsere Kulturersolge sonderlich stolz zu sein, wenn mir einen Blick auf die Greuel werfen, die in Rußland seit Jahr und Tag geschehen.
Gute Kost bei gutem Wetter.
Ein Mondamin-Mitchstammeri mit gedämpften frischen Früchten ist eines der beliebtesten Sommer-Gerichte.
Das Mondamin erhöht den Näbrwert solcher Kost.
Burg Gleiberg, 8. Sept. Nachdem unser
Aus dem Frankfurter Theaterlebcn.
m , «. Frankfurt a. M., 8. September.
Nach mehrwöchentlicher Abwesenheit möchte ich die bemerken-, wertesten Vorgänge, die sich in unserem Theater ereigneten, kur» registrieren. ' 9
Es gab zunächst einen rührenden Abschied und em rührendes Wiedersehen. Herr A l e r i s M ü l l e r, der vor mehreren Jahren sein 50]abnge§ Lchauspieler-Jubiläum feierte, ist an dem Tage an dem er der Frankiurter Bühne 50 Jahre lang angehört hat, in'den Ruhestand getreten. Zu fernem Abschied gab es eine neue Ein- ßubierung des „Versprechens hinterm Herd" unb von „fliirmärfec unb „Piearde', sowie bte Attmghausen-Szene aus dem „Teil". Das Publikum bereitete bem scheidenden Künstler, der immer seine Pflicht getan und der an diesem letzten Abend sich durch Vervs und sprudelnden Hlimor auszeichnete, lebhafte Ovation. Von Alexis Muller pflegte man zu sagen, das; er nie etwas verdirbt. Es sind nicht die Schauspieler, die die Gipfel der Kunst erreichen von denen man derart urteilt, aber jedes Ensemble bedarf den ehrlichen, ztiverlässigen, unermüdlichen Arbeiter, die immer ihre Pflicht tun. 1
Fräulein Charlotte Boch, die mehrere Monate hindurch sehr ernst erkrankt war, trat als Iphigenie zum ersten Male wieder auf und wurde mit einer Wärme und Herzlichkeit begrüßt, die ihr be- wiesen haben mag, das; man in ihr nicht nur die vornehme und liebenswürdige Künstleriii, sondern auch die voriiehme und liebenswürdige Persönlichkeit schätzt unb liebt.
An Neuaufführungen gab es den Schwank „Der Weg zur Hölle" von Kabelburg, ein Schmarren, aber lustig, flott gespielt unb viel belacht. Ferner eine Neueinstudierung der Oper „M a n o n* von Massenet, die bei vorzüglicher Aufführung sehr gute Aufnahme fand.
klärt, daß vorn Jahre 1905 an Preußen für Arbeiten an der Ruine, aber auch nur für solche, jährlich der gleiche Betrag als Beihilfe in Aussicht gestellt werden könne, den der Verein aus eigenen Mitteln für diesen Zweck vorsehen werde. Ein inzwischen aufgestellter Kostenanschlag verlangt die bescheidene Summe von 10000 Mk. Die allerdringendste Arbeit war die Sicherung der Mantelmauer um den Bergfried, die im Vorjahre zur AiiSstchrnng gebracht mache. Gegenwärtig ist man damit beschäftigt, die alten Manern ans der Süd- und Westseite auszitbessern. Dabei gilt es, kirchturmhohe Gerüste zu bauen, um diese schwierigen Arbeiten vornehmen zu können. Möge es dem Gleibergoersin vergönnt sein, das alte Gemäuer der Ruine so in Stand zu setzen, daß die Burg auch ferner als eine Zierde unserer schönen Landschaft erhalten bleibt.
g. Bad-Nauheim, 9. Sept. Unter dem Vorsitze de§ Kreisrat Fey tagte gestern vormittag eine von ca. 65 Bür- germeistern des Kreises Friedberg besuchte Versa mm- lung. Seitens des Kreisamts waren ferner anwesend die
politische Wochenschau.
„Unverhofft kommt oft" heißt ein alter Satz, der gerade unter der Negierung Wilhelms II. in seinen Maßnahmen zur Geltung gekommen ist. Der zu Beginn der Woche plötzlich erfolgte Wechsel im Kolonialamt war eine Sensation ersten NangeS; schien ailch die Stellung des Erbprinzen Hohenlohe etwas schivankend geiuorbcn zu sein, da er mit allzu viel Nachsicht unb ohne die notwendige Energie dem Klüngel im Kolonialamte gegenübergetreten war, aber niemand hatte geglaubt, daß er schon jetzt die Flinte ins Korn werfen ivürde. Daß er es getan hat, ist menschlich begreiflich, angesichts des ihm von der Beamtenschaft bereiteten passiven Widerstandes mußte er die Hoffnung aufgeben, ersprießlich auf seinem Posten wirken zu können. Auch die Unkenntnis in kaufmännischen Dingen soll der Erbprinz als Grund für sein Ausscheiden angegeben haben und damit findet
Verübelt man es doch auch von gewißer Seite dem Reichskanzler, daß er das Verlangen des Obersten von Deimling, den Bahnbau Keetmannshoop-Kubub trotz Ablehnung des Parlaments im Interesse der Kriegführung vorzunehmen, obwohl der Reichskanzler dabei in jeder Weise korrekt und konstitutionell gehandelt hat. Welch ein Cntrüstungssturm wäre wohl im Reichstage ausgebrochen, wenn die Regieriing eine so brüskierende Beachtung eines Neichstagsbeschliisscs gezeigt hätte. Eine Ablehnung sämtlicher Forderungen und ein scharfer Konflikt zwischen Regierung und Parlament wäre unaiisbleiblich gewesen; oder ivünschen vielleicht gewisse Kreise einen solchen, um ihnen mißliebige Persönlichkeiten beseitigen zu können?
„Dank vom Hanse Habsburg" hieß es früher, wenn man schnöden Undank kennzeichnen wollte. In neuerer Zeit müßte es aber heißen „Dank von Albion"; denn noch niemals hat irgend eine Macht von englischer Seite Dank für ihre Bemühungen im Interesse Englands erhalten. In diesen Tagen meilte der englische Kriegsminister in Berlin, als Gast des Kaisers, um an der Taufe des kaiserlichen Enkels teilzunehmen und gleichzeitig eine Reihe militärischer Einrichtungen kennen zu lernen. Er fand dabei die freundlichste Aufnahme und objektive englische Blätter stehen nicht an, dies voll anzuerkennen, indem sie gleichzeitig für eine Freundschaft bezieh. England und Deutschland als im Interesse des Weltfriedens liegend eintreten. Aber man darf nicht verschweigen, daß einige maßgebende Zeitungen nach wie vor in ein deutschfeindliches Horn stoßen und erklären, England kann nie auf gutem Fuß mit Deutschland stehen, wenn es nicht seine Vor- wacht zur See aufgeben wolle. Nun, find einerseits diese Aeußerungen eine Mahnung, nicht allzu verschwenderisch mit Liebenswürdigkeiten gegenüber England zu verfahren, so kann man doch zur Tagesordnung übergehen, denn Hunde die viel bellen, beißen nicht.
Im Vatikan hat man jetzt schwere Sorgen. Der Kultur- . ka mpf in Frankreich tobt noch immer und es laßt sich noch nicht voraussehen, welchen Modus man finden wird, . um der französischen Kirche in Frankreich ihr Besitztum zu । erhalten, ohne daß man es notwendig hat, sich vollständig 1
sich zwei gegossen 1717 von I. und A. Schneidewind in Frankfurt. Von diesen wurde eine in die im Jahre 1863 erbaute neue Kirche übernommen. Die beiden übrigen wurden in den Jahren 1839 von W. Rinker in Leun und 1863
Kreisamtmänner Werner und Muhl, Kreisarzt Dr. klebet, sodann Graf Oriola, Baurat Dr. Eser u. a. Als Themen waren vorgesehen ein Vortrag über Krankenpflege von Kreisarzt Dr. Nebel, ferner ein solcher über Hermat- und Kunst- Pflege von Hauptlehrer Storch aus Butzbach. Beide Herren ernteten reichen Beifall über ihre Ausführungen. ^Näherer Bericht folgt.) — Die Frequenz unseres Bades hat nmunehr die Zahl von 26 000 überschritten und wird voraussichtlich auf 27 000 steigen. Trotzdem aber hört man allenthalben Klagen laut werden und tratz des schönen Herbst- mettcrS, sind gerade in den letzten Tagen sehr viele" Gäste abgereift Es wäre wünschenswert, daß die hohe Ziffer der Fremdenfrequenz nicht wieder neuen Anlaß zu weiteren Spekulationen gebe, da durch die hiesigen zahlreichen Neubauten schon reichlich Platz für alle eintretenden Eventualitäten geschaffen ist. Die Arbeiten für den Neubau einer großen Küche am Kurhause haben nun schock ihren Anfang genommen; dieselbe soll bei Beginn der Saison 1907 dem Betriebe übergeben werden.
[J Marburg, 9. Sept. Nachdem beim Itebergang am Süd bahn Hof, in den auch die Kreisbahn einmündet, schon mehrfach Unfälle vorgekommen sind, hat die Landespolizei jetzt ein Projekt zum Bau einer Ueberführung in Anregung gebracht. Auf Stadt und Kreis entfallen 30 000 Mk. und auf den BahnfiSkus 50 000 Mk. Kosten. In der Stadtverordnetenversammlung herrscht die Ansicht vor, daß der Fiskus die Koften allein tragen möchte.
[] Biedenkopf, 9. Sept. Im nahen LaaSphe wurde heute unter Beteiligung zahlreicher Touristenvereine dem verdienten Förderer des Sauerländischen Gebirgsverkehrs, Professor Schneebusch, ein Denkmal gesetzt. — In Warzcnbach brannte gestern das Wohnhaus des Schäfers Joh. Schmidt ab.
fc. Frankfurt a. M., 9. Sept. Die Schnurgasse und die umliegenden Straßen zeigten gestern abend ihr gewöhnliches Alltagsgepräge. Die Ruhe wurde nirgends gestört. Die wiederum zahlreich aufgestellte Polizei fand keinen Anlaß zum Einschreiten.
dem verhaßten Trennungsgesetz zu unterwerfen. Im Vatikan herrscht die strenge Richtung vor, während bekanntlich ein Teil der französischen Geistlichen gern dazu bereit wäre, ™ mit der Regierung im Interesse der Kirche zu schließen. Vielleicht wird sich auf der in letzter Woche tagenden französischen Bischofskonferenz einen Ausweg gefunden haben. Noch mit einem anderen katholischen Staate" lag der Vatikan in letzter Zeit in Fehde, mit Spanien. Hier will die demokratische Regierung die Einführung der Zivilehe, wogegen sich der Papst ans das entschiedenste sträubte, indessen scheint man doch einzulenken, indem nach den letzten Meldungen der Papst die Unabhängigkeit der Zivilehe von dec kirchlichen Ehe anerkennen will, unter der Bedingung, daß die Kirche die Ehepaare, welche nur eine Zivilehe eingehen, nicht als Katholiken betrachtet.
nichts zurückschreckt und ein solcher Mann ist jetzt am Platze. Leichte Arbeit wird er ja nicht haben und man darf begierig sein, ob ihm das schwere Werk gelingen wird, zumal man vielfach in seiner Berufung einen Versuch der Negierung erblickt, mehr als bisher kaufmännische Prinzipien in der Ver- "roaltung emzuführen.
Die mit der Kalvnialaffäre im Zusammenhang stehende PodbielSkikrise hat bisher noch keine Lösung gefunden. Dieselbe ist wohl auch nicht vor Oktober erwartbar, obwohl die Entscheidung in Sachen des Majors Fffcher gefallen ist. Es ist nun verschiedentlich aufgefallen, daß der Landwirtschaftsminister in dieser Woche Vortrag beim Kaiser hielt, aber so lange er eben im Amte ist, muß er auch feinen Pflichten Nachkommen, wozu auch gelegentlich Vorträge beim Dionarchen gehören. Eine Stellungnahme deS Kaisers zugunsten Poddielskis ist also darin nicht zu erblicken, und es verdient hervorgehoben zu werden, daß entgegen sonstigem Herkommen ausdrücklich der Zweck des Vortrages in dem amtlichen Bericht über die Audienz mitgeteilt wird. Trotz alledem kann über den, vor Zusammentritt des Parlaments stattsindenden Rücktritt Podbielski kaum ein Zweifel obwalten, so sehr sich auch ihm nahestehende Kreise krampfhaft bemühen, ihn zu halten und die Campagne der Opposition als gegen den „Royalisten" Podbielski gerichtet erklären; man merkt die Absicht und man wird nicht verstimmt, weil sie gar zu durchsichtig ist. Auffällig ist es, daß von verschiedenen Seiten Pfeile gegen den Fürsten Bülow wegen seines Verhaltens in der Sache abgeschnellt werden, und man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, als ob wieder einmal allerlei Jnkriguen spielten, die einen unerfreulichen Eindruck machen müssen.
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(rJür.ben Inhalt der unter di- Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei
Verantwortung.)
Alljährlich im Herbst werden die Spaziergänger und die Bewohner der äußeren Stadtteile in unangenehmster Weise durch den Rauch der „Kartoffelfeuer" belästigt. Von Mftte September bis Anfang November wälzt sich täglich dicker, übelriechender Qualm über die Fluren, bald nach der einen, bald nach der anderen Seite, je nachdem ihn der Wind treibt. Sogar der ganze Wald ist oft von dem Geruch durchdrungen. Während ich diese Zeilen in meinem Zimmer bei offenem Fenster schreibe — 9 Uhr abends — ist sogar mein Zimmer -t- ich wohne in der Nahe der Nordanlage — angesullt mit dein lästigen Dunst, und in der ganzen Nacht habe ich das zweifelhafte Vergnügen, diese bunft- erfüllle Atmosphäre einzuatmen. Auch die Bewohner der Grün- bergerstraße und der angrenzenden Teile leiden, wie mir von verschiedenen Seiten geklagt wurde, unter diesem Uebelstand.
Ich gebe ja zu, daß das Verbrennen des Kartoffelkrautes die einfachste Art ist, dies zu beseitigen. Es könnte aber ebensogut auf Hanien gebracht und im Frühjahr, wo es fast zu nichts vergangen ist, untergegraben oder untergepflügt werden, und dadurch wären viele Bewohner unserer Stadt von einem lästigen Uebel- tanbe befreit.
Gießen, den 10. Sept.
- Parlamentarisches aus Hessen. Der zweiten Ständekammer ist von den Abgg. Häusel und Genossen ein Antrag zugegangen, der sich mit der Abänderung des Ge» sctzeS, den Bau und die Unterhaltung der Kun st- st raßen im Großherzogtum Hessen vom 12. August 1896, befaßt. Der Antrag will eine Aenderung in der Aufbringung der für den Bau und die Unterhaltung der Kreisstraßen erforderlichen Geldmittel. Die Kreisstraßenlasten sollen den einzelnen Gemeinden abgenommen und künftig für jede Provinz getrennt auf Einkommen und Vermögen ausgeschlagen werden. Dadurch sollen in den ärmeren Landkreisen die hohen Kreis- und Gemeindeumlagen ermäßigt werden.
O Krofdorf, 9. Sept. Nach einer ergangenen Ver- ügung der Kirchenbehörde zu Koblenz muß aus sämtlichen Kirchengemeinden der Nheinprovinz über die vorhandenen Kirchenglocken berichtet werden und zwar über die Jahre ihrer Anfertigung und etwaige Inschriften. Auf dem hiesigen Kirchturme hängen drei Glocken, gegossen in den Jahren 1709, 1743 und 1781 von Henschel und Otto in Gießen. Die größte davon weist folgende Inschrift auf:
Zum Gottesdienst herbeizulocken, Des Fürsten Willen kundzutun, Ist die Bestimmung aller Glocken, O, möchten sie von Stürmen ruh'n.
rühriger Gleibergverein bisher eifrig bemüht war, die vorhandenen Nüume wohnlich zu gestalten, ist man zurzeit mit der Ausbesserung der Ruine bsschästigt. Geheimrat Lutsch als Vertreter der preußischen Negierung hat vor zwei Jahren den Gleiberg einer Besichtigung unterzogen und damals er»
Herrn Dernburg den Mann gefunden zu haben, der sonder Das Kommunique der russischen Negierung Wanken daran geht, die schmutzige Kolonialwäsche zu waschen, hat die Voraussagungen rasch genug bestätigt, denn es ver- wobei ihm, wie böse Spötter behaupten, seine Lehrzeit in kündigt uns die feste Absicht der Petersburger Machthaber, einer Seifenfabrik zu statten kommen dürste. Doch Schcrz jede Schreckenstat der revolutionären Kreise mit einem ent- beiseite, Herr Dernburg gilt bei feinen bisherigen Leistungen sprechenden sofortigen Blutgerichte zu beantworten. Mit der als eine energische und rücksichtslose Persönlichkeit, die vor Verhängung des Standrechtes tritt zudem der Kampf zwischen
auch die enormes Aufsehen erregende Wahl seines Nach
folgers Erklärung. Es dürste wohl in der neueren preußischen wechslung ist es diesmal die ungarische^Hafenstad? Fiume, Geschichte einzig dastehen, daß ein 40jähriger Bankdirektor, wo Kroaten, Italiener und Magyaren einander die Köpfe der nicht einmal ein Examen abgelegt hat, was jetzt als eine blutig schlagen. Fast erscheint es wie eine Ironie des Schick- der wichtigsten Vorbedingungen fürs öffentliche Leben angesehen fals, das; zu derselben Zeit, wo der edle Tschechenheld Klefae wird, und der sonst nie ein Amt bekleidet hat, mit einem "ach Budapest zog, um den Zusammenschluß aller Slaven Sprunge plötzlich auf einer der obersten Stufen der Beamten- nut den magyarischen Brüdern gegen die pangermanistische Geleiter steht und sofort bei seinem Antritt, anscheinend als fahr zu proklamieren, die Kroaten in Fiume am liebsten so Pflaster für da? Rieseneinkommen das er aufgegeben, den eine Art Bartholomäusnacht gegen die dortigen Arpadsöhne höchsten Amtstitel erhält, der vergeben werden kann. Frei- veranstalten möchten. Die blutigen Vorfälle dortselbst be- lich war die Auswahl von Kandidaten unter den heutigen deuten ftir die Budapester Machthaber unstreitig einen Wink Widrigkeiten eine äußerst beschränkte, aber man glaubt in mit dem Zaunpfahl!
von P. H. Ninker in Sinn gegossen. Letztere trägt als In schrift:
Ich weiß nicht, wie es in dieser Beziehung in anderen Städten steht und möchte nur einmal die Frage amwersen, ob nicht durch eine entsprechende Polizeioerordnung hier Abhilfe geschaffen werben könnte. Mindestens ließe es sich boch ermöglichen, das Verbrennen bes Kartoffelkrautes auf gewisse Tage ober Tagesstunden zu be- schränken._____________Emer, der jedem gerecht werben möchte.
catchten.
Gestorben. Herr Samuel Spier, Alsfeld.
Geboren. Herrn Oberlehrer Zimmer unb Frau Meline Zimmer, geb. Scriva, Alsielb, eine Tochter.
. ®Ti,CS —“ . 156 10. 1906
Mrscheint WfHQ mit Ausnahme deS Sonntags. ™ <9
4fr V 1 A AA Rotationsdruck und Verlag bet vrSblfc-M
„Wietzener KamilienblStter" werden dem @ El ra>* !■' U Universttätsdruckeret. ÖL Lange, Steh««.
»Anzeiger otermal wöchentlich betg-legt. Der ä B AM ( 7^ W Ä K 0 -------
WHefstfch« Landwirt- erscheint monatlich einmal. v n ifo v KL xfM* «4^ Redaktion, Expebltion ».Druckerei: GchuMr.L
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General-Anzeiger. Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen.


