Ausgabe 
7.4.1906 Fünftes Blatt
 
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Nr. 83

Erscheint tLgllch mit Ausnahme des Sonntags.

alters her heilbringende Kräfte zuge

Stück

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Kilogr.

Aieincs FeniUeton

den

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3.-

nach dem Volksmund erscheint und stets hat. Zunr letztenmale einmal soll sie auch Ihrem Hellen, klaren,

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tretende Quelle, die Jahre im Frühjahr Sommer iin Gefolge im Frühjahre 1904; nicht dagewesen sein. Wasser werden von

b) C) d) e)

510 1020 2030

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1520

2025

2530

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nur alle sieben einen trockenen floß sie freilich 14 Jahre lang gut schmeckenden

wenn die Ladefähigkeit des Wagens 5 Tonnen nicht übersteigt. Er erhöht sich aus das IVr fache, tocnn die Ladefähigkeit über 10 Tonnen, aber nicht mehr als 15 Tonnen beträgt. Für je weitere 5 Tonnen Ladefähigkeit tritt die Hälfte der Sätze hinzu.

e. Perfoneufahrkarteusteuer:

Tie Steuer beträgt mij inländischen Bahnlinien in der ersten Wagenklassc 1, in der zweiten Wagenllasse V», in der dritten Wagenklasse 1, Pf. von jedem Kilometer. Bei Fahrkarten von und nach ausländischen Orten ist die Abgabe nur für die im Inlands zurnäzulegende Strecke zu entrichten. Stempelbeträge bis zu 5 Pf. bleiben unüerücksichtigt, höhere Beträge werden auf 10 Pf. abgerundet.

Fahrkarten von Straßenbahnen werden wie Fahrkarten dritter Klaffe behandelt.

Fahrkarten für Dampfschiffe auf inländischen Wasserstraßen, Seen, sowie im Tampfschijfsoerkehr der Nord- und Ostsee zwischen inländischen Orten \\ Pf. pro Kilometer, ivenn die Dampfer nur eine Klaffe führen, für höhere Fahrklassen beträgt die Abgabe Vs Ps. pro Kilometer.

Bei Zeitkarten ist das fünfzehnfachc des Steuersatzes zu er­heben, eine Stempelentri^htung findet nickt statt, wenn ein Stem- velbetrag für die einfache F«hrt nickt zu erheben sein würde.

1. Steuer auf Kraftfahrzeuge:

Tie Steuer beträgt für Krafträder 10 Mark pro Erlaubnis- karte, für Kraftwagen mit Motoren bis 6 Pferdekräfte 25 Mari als Grundbetrag und 2 Mark für jede Pferdeirast extra, mit Motoren über 6 bis 10 Pferdekräfte 50 Mark als Grundbetrag und 3 Mark für jebe Pferdetrast extra, mit Motoren über 10 bis 25 Pferdeträste 100 Mart als Grundbetrag und 5 Mark für jede Pjerdekraft extra, mit Äcowren über 25 Pfcrdekräste 150 Mark als Grundbetrag und 10 Mk. für jede Pserdekraft extra. Ausländische Automobilbesitzer zahlen bis zu 5 Tagen Aufenthalt im Inland 15 Mark, bis zu 30 Tagen 40 Mark, für Krafträder beträgt die Steuer bis zu dreißigtägigem Auf­enthalt 3 Mark.

g. Ouittuutjssteuer (fällt aus), h. Ansichtspostkartensteuer (fällt aus).

i. Tautivmeusteucr:

Einen Steuersatz von 8 Prozent der Gesamtsumme der Ver­gütungen trügt:Die Ausstellung der Astiengesellschaften, Kom­manditgesellschaften aus Aktien und Gesellschaften mit beschränkter Haftung über die Höhe der gesamten Vergütungen (Gewinnanteile, Tantiemen, Gehälter, Tagegelder über 50 Mark, Reisegelder ab­züglich der baren Auslagen), die den yir lieberwackung der Ge­schäftsführung bestellt-m Perlon en «Mitgliedern des Aufficktsratts) seit der letzten Ausstellung gewährt worden sind. Befreit find Ausstellungen, nach denen die Summe der sämtlichen an die Mitglieder des Aufsichtsrates gemachten Vergütungen nicht mehr als 5000 Mark ausmacht.

k. Erbschaftssteuer:

Dio Erbschaftssteuer beträgt:

1. 4 Prozent für leibliche Eltern, ffir voll- und halb­bürtige Geschwister, sowie für Abkömmlinge ersten Grades von Geschwistern:

2. 6 Prozent für Großeltern und entferntere Voreltern, für Schwieger- und Stiefeltern, für Schwieger- und Stiefkinder, für Abkömmlinge zweiten Grades von Geschkvistern, für uneheliche, von dem Vater anerkannte Kinder und deren Abkömmlinge, für an Kindesstatt angenommene Kinder und deren Abkömmlinge, soweit sich auf diese die Wirkungen der Annahme an Kindesstatt erstrecken;

3. 8Proz ent für Geschwister der Eltern, für Verschwägerte im zweiten Grade der Seitenlinie;

4. 10 Prozent in allen übrigen Fällen mit Ausnahme von Erb an fällen an Religionsgemeinschaften und milde Stift­ungen, die nur 5 Prozent zahlen.

Ueberfteigt der Wert des Erwerbes den Betrag von 20 000 Mark, so wird das l'/10 fache, bei 30 000 Mark das l2/10 lache, bei 50 000 Mark das l3/io fache nsw. bis 1000 000 Mark das 25/10 fad)c Mark, so wird das 1 fache, bei 30 000 Mark das 1 sacke, bei 50 000 Mark das 1 fache usw. bis 1 000 000 Mark das 2 fache der oben bestimmten Sätze erhoben. Für Eltern und Geschwister beginnt die Progression erst bei 50 000 Mark. «Diese zahlen also für Erbansälle unter 50 000 Mark nur 4 Prozent ohne Zuschläge.)

Von der Steuer befreit bleiben Erbansälle an Ehe­gatten, Kinder, ein Erwerb von nicht mehr als 500 Mark, ein Erb an fall von Hausgerät usw., der 5000 Mark nicht übersteigt, allerdings nur für Personen, die 4 und 6 Prozent Steuer zu zahlen haben, Schenkungen von leiblichen Eltern und Großeltern an ihre Nachkommen und Schenkungen an Dienstboten und 2ÜV gestellte, soir.ll sie 3000 Mars nickt überstei.zen.

Aus Stadt und Land.

Gießen, den 7. April 1906.

** L ehrerpcr so n allen. Heber tragen wurde dem Lehrer G. Diener zu Friedberg (^tabtieit Friedberg) eine Lehrerstclle an der Muster schule zu Friedberg; dem Schul­amtsaspiranten Kurl Schmidt aus .Langsdorf die zweite Lehrerstclle an der Gemeindeschule zu Villingen. Zn den Ruhestand verseht wurde der Lehrer an der Gemeinde- schule zu Büdesheim, int Kreise Friedberg, Fr. Mörschel auf sein Nachsuchen, unter Anertennung seiner langjährigen treuen Dienste, bis zur Wiederherstellung seiner Gesund­heit. Erledigt sind: die mit einem evang. Lehrer

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Alexander Koch-Tarmstadt. Einzelpreis des Heltes mit 70 2lb- bilbuiigcn 2.50 Mk.) Diese Veröffentlichung ist so instruktiv, so alle Einzelheiten umsassenb, daß selbst der, dein cs nicht möglich, die Ausstellung persönlich zu besichtigen, sich darnach et in: klare Vorstellung von der gewaltigen Kraft dieses Werkes machen kann. Ein großes Doppelblatt zeigt die gesamte Kom­position; jede einzelne Figur, der Sämann, der Ahne, der Ar­beiter mit dem Hammer, der Bergmann und die Fruchtbarkeit, sowie die Reliefs der Hüttenarbeiter, der Bergleute, der Hafen­arbeiter, der Schnitter, sind in großen Vollbildern wiedergegeben. Ein kurzer, aber fein tritifierenber Text von Dr. Fritz Wolff begleitet diese Abbildungen, und erklärt alles Wiffeuswerte.« Außerdem enthält dieses Heft derDeutschen ftunft und Deko­ration" eine neue Schöpfung von Professor I. Hoffmann in Wien: ein auch in ästhetisckwr hinsiwt muftergiltig ausgestattetes Sana- torium, sowie Plastiken von Richard Lutsch, eine interessante Gold- schmiedearbeit: eine Kassette nach Entwurf von Professor Czeschka für den Kaiser von Oesterreich, Ziiueneüiricktung eines Privat­hauses, Fächer und divers, tunstgewerblicke Gegenstände von Prof. Kolo Moser, und anderen.

Dem Regisseur Rudolf Schaper in Mannheim ist der Antrag geworben, als Regisseur^ unb stellv. Intendant in den Verband des I r a n f i u r t c i Schauspielhauses zu treten. Schaper, der um die neue, auch finanziell glänzend dotierte Position au nehmen zu können, um seine Entlassung ersucht haben soll, wäre in Frankfurt als Ersatz für Wolfgang Quincke in Aussicht genommen.

Für den Bau des neuen S t a d 11 h e a t e r s der vereinig­ten Saarstädte hat, wie aus Saarbrücken gemeldet wirb, der Kreis Saarbrücken 100000 Mar f bewilligt. Durch freie Zeichnungen sind 400 000 Mark aufgebracht worden.

a) bis zu 10 über 1015'

Die Fl ichskeuervorlagen nach d-n Beschlüssen der 2. Lesung.

Die Steuerkommission des Reichstags hat die 2. Lesung der Stouervorlagen nunmehr beendet. Bei der Wichtigkeit, die diese Vorlagen für das gesamte wirtschaftliche Leben haben, dürfte es angebracht sein, kurz ein Bild der Vor­lagen zu geben, wie jic aus der Kommissionsberatung I)er- vorgegangen sind. Das GLsarntresultat der 2. Lesung ist:

Gegenüber den Beschlüssen der 1. Lesung wurde die Steuer auf Bier in 2. Lesung verschärft, die Steuer für Zigaretten etwas gemildert, dagegen die Steuer für Ziga­rettentabake verschärft, die Steuer für Frachturkunden im ausländischen Schiffsverkehr nach der Vorlage ausgestaltet, im inländischen Schiffsverkehr sowie im Eisenbahnverkehr noch hoher als die Vorlage angesetzt, bei der Personen­fahrkartensteuer wurden die Beschlüsse 1. Lesung (Kilometer­zuschläge) ausrechterhalten, desgleichen mit einer kleinen Verschärfung der Kraftsahrzeugsteuer, neu eingefügt wurde die Tantiemensteuer, die Quittuugs- und Ansichtspostkarten­steuer aber fallen gelassen. Bei der Erbschaftssteuer wurden die Beschlüsse der 1. Lesung bestätigt, für Eltern und Ge­schwister aber bei größeren Erbanfallen unter 50 000 Mk. gegenüber der 1. Lesung einige Erleichterungen eingeführt. Die Bestimmungen über Steuerbefreiungen wurden in einem Punkte gemildert, in einem anderen ein wenig verschärft.

Im einzelnen sehen die Beschlüsse in ihren grund­legenden Bestimmungen kurz wie folgt aus:

a. Brausteuer:

Die Steuer beträgt für jeden Doppelzentner des nach § 3 Abf. 2 bestimmten Gesamtgewichts der in einem Rechnungsjahre steuerpflichtig gewordenen Braustoffe: von den ersten 250 Doppel­zentnern 4 Mk., von den folgenden 250 Doppelzentnern 4,50 Mk., von den folgenden 500 Doppelzentnern 5 Mk., von den folgenden 1000 Doppelzentnern 5,50 Mk., von den folgenden 1000 Doppel­zentnern 6 Pik., von den folgenden 1000 Doppelzentnern 6,50 Mk., von den folgenden 1000 Doppelzentnern 7 Alk., von den folgenden 1000 Doppelzentern 8 Mk., von den folgenden 1000 Doppelzentnern 9 Mk., von dem Reste 10 Mk.

b. Tabakstcucrgcsctz (fällt aus), c. Zigarettenstcncr:

Banderollsystem d. h. aus den un Kleinverkaufe abzugebenden Packungen sind Steuerzeichen (Banderolls) anzubringen. Die Steuer beträgt für un Jnlande yergestellte Zigaretten und geschnittene

zu besetzende Lehrerstclle an der Gerneindcichule zu Rud­los; mit der Stelle ist Organisten- und Lektorendienst ver­bunden. Ferner eine mit einem ev. Lehrer zu bes. Lehrer» slcllc an der Schule zu Gustavsburg (Gemeinde Ginsheim) und eine mit einem evang. Lehrer 511 besetzende Lehrer­stelle an der Gemeindeschute zu Ob er-Ramstadt.

f Aus dem S u m b a 1 a (, 5. April. Man hört in unserer Gegend vielfach die Ansicht, daß es, da der ver­gangene Winter so viele Fciichtigkeitsniedcrschläge gebracht hat, in diesem Jahre einen trockenen Sommer geben werde, wie dies 5. B. auch im Jahre 1893 der Fall war. Dafür spricht auch das Erscheinen des sogenanntengoaurc Born" bei TreiS a. d. Lda. Dieser Brunnen, am Süd- ad Hang des Totcnberges gelegen, ist eine periodisch zu tage

Pjörnftje r n e Björnson. Zwischen Scklackten Schauspiel in einem Alt. Berechtigte UeberstPung non Cläre Greverns Mjöen. Gehestet 1 Matt. Verlag von Albert Langen in München. Gleich Ich en holt auch Biörnson zu Beginn seines dramatisckfen Schaffens sich feine Walten aus Norwegens Vergangenheit. Das SchauspielZwischen den Lxhwch- ten" ist von ungebrudten Iugeudvermchen abgeiehen -- sein Erstlingswerk, das zuerst 1857 in itbrtlimnia ausgesiihtt wurde. Clwrakteristisch für Björnson, den zukünftigen Geiellschaftsschil- derer, ist dies: er führt uns seinen Hcldeii, den Birkebemer- könig Sverre, nicht in einer Haupt- und Staatsaktion vor, fondernZwischen 'den Schlackten" als <zriedcnsstister zwischen 'wei' prächtigen Menschen, in bereit Ehe mit durch seine Schuld der Unfriede gekommen war. Das heitere, trotz Blut und Kampf humorvolle Werk mit Rcckcngestatteit wird auch auf uns mit belebender Frffche wirken. .

Björn ft ferne B10 rns 0 n. Ter Redakteur. Sckaufviel in vier Akren. Berechtigte Uebersetzung von Cläre Greverus Mjöen. Geheftet 2 Mk. 50 Pf. Verlag von Albert Langen in München.Der Redakteur" gehört zu den ersten aus jener großen Reihe von GesellsHastsdramen, die des Ticktcrs zweite Ähaffensperiode ausfüllen unb die ihn zum geistigen Führer des norwegischen Volkes emporgehoben haben. Aus dem Dichter, 'der sich scknvärmeud in Norwegens große Vergangenheit versenkt hatte, wird bet realistische Schilderet, der große Ankläger, der die sittlichen Schäden des ganzen gescllsckaftiiai.i'.Systems" blotzlegt, der große Erzieher seines Voltes, der seine gewichtigen Forderungen aufstellt, die zur Gesundung fuhren sollen, Forder­ung en, die immer wieder, gegen toclche e-diäben am Geielffchafts-

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3. für Zigarettenhülsen und zugejchnittene Zigarettenblattchen offne Rücksicht auf ihre Herkuntt 80 Pfg. für 1000 Stück.

Als Zigarettcntabak im Sinne dieses Gesetzes gilt aller fein- gcschnuiene Tabak, der im Kleinverkmisc mehr als 3 Mk. das kilo- qramm kostet. 'Ansgenommen sind diejenigen vom Bnndesrat zu bezcichuenden fcingefchnittenen Tabake der angegebenen Art, die zur Herstellung von Zigaretten nachweislich nicht verwendet werden.

d. Frachturknndcustempel:

a) Konnossemente und Frachtbriefe im Schiffsverkelw zwischen in- unb aus ländischen Häsen uub Wasserstraßen, soweit sie nicht unter b fallen, 1 Mark von der Urkunde.

b, Zwisck)en in* unb ausländischen^ Häsen der dlord- und Ostsee, bes Kanals oder der norwegischen Küste 10 Ps. Wenn eine Urkunde über die Ladung eines ganzen Schiffsgefäßes lautet, wirb bei einem Frachtbetrage von nickt mehr als 25 Mark das Doppelte, bei höheren Beträgen das Fünsfachc, und sofern es sich um Sckifse mit einem Rauminhalt von über 200 KUbii- metern handelt, bei einem Frachtbetrage von nickt mehr als 25 Mark das fünffache, bei höheren Beträgen das Zehnfache der zu a unb b ' bezeichneten Sätze erhoben.

c) kvnnoffemente, Fwachtbriefc, Ladescheine, Einlieferungsfcheine im Schiffsverkehr zwischen inländischen Häfen, wenn die Urkunde über die Ladung eines ganzen SMsgesäßcs lautet, bet einem Frachtbetrage von nickt mehr als 2j Mk. 2$ Pf., bei höheren Be­lägen 50 Pf., unb sofern es sich um Schiffe mit einem Raunt- oehalie von über 10U Tonnen banbclt, bei einem Frachtbetrage von nicht mehr als 25 Mk. 50 Pf., bei höheren Beträgen 1 Mk. Dem Fracktbctrag im Sinne dieser Vorfchnft ijt der ^cklepplohn hinzuzurechnen. sofern er neben der Fracht jn zahlen ist.

t)> Frachtbri.se int inländilcken Eisenbahnverkehr, wenn die Urkunde über die Ladung ei'.ies ganzen Eisenbahnwagens lautet, bei einem Frachtbetrage von nicht mehr als 25 Ml. 20 Pf., bei l-öheren Beträgen 50 Pf. . . .

Der Steuersatz vermindert nck aus die Raffte diezer ^atze.

Zigarettentabake

1. für Zigaretten im Kleinverkausspreffe Mk. das Tausend, für 1000

schrieben unb cs wurde deshalb bis in die letzten Jahrzehnte hinein von der Landbcvölkcrnng im weiten Umkreis bei allen möglichen Krankheiten zu Heilzwecken geholt. Man sagt sogar, das Waffcr bleibe in einer Flasche gut verkorkt jahre­lang in genießbarem Zustand. Eine voegenommene chemische Untersuchung soll indessen keinerlei Anhaltspunkte für diese Behauptung ergeben haben. Die Quelle ist ca. 3 Mieter tief viereckig ausgemauert unb überdeckt und hat auf der Südseite eine Oeffnung zum Wasserschöpfen. Früher stand daneben ein Opferstock zum Einwerfen von Opfergaben, die dann unter die Armen des Treiser Kirchspiels verteilt wurden. Dieser Opferstock lag lange Jahre auf dem Boden des Rathauses daselbst unb ist vor Jahrzehnten mit anderem alten Holzwerk als Brennholz verkaiift ivorden. Die Chronik von Treis a. L. berichtet, daß im Jahre 1717 aus Johannis­tag der Kurfürst Carolus von Hessen dort ziir Kur gewesen und von bem Wasser, das für viele Krankheitengut" ist (daher der Name des Bninnens), drei Becher voll getrunken habe. Wahrscheinlich hat man e§ hier mit einerheiligen" Quelle zu tun, die bereits die alten Germanen verehrten. Nach Einführung des ChristentuniS ist sie dann einem christ­lichenHeiligen" zugeschrieben unb mit dem Nimbus der Heilkraft umgeben worden, den sie jetzt noch hat. In der Nähe der Qiielle staffd früher eine Ziegelhütte, deren Be­wohner erzählten, das Wasser stürze bei seinem jedesmaligeff ersten Erscheinen mit lautem Getöse in den Brunnen.

A Stockheim (Oberhessen), 5. April. Die hiesige Station weist als Ausgangspiinkt der Vogelsbergbahn einen stets wachsenden Verkehr auf, der feit Eröffnung der Strecke Stockheiin-Heldenbergen (1. Oft. 1905) unb der Strecke Stock- heim-Gebern-Grebenhain noch fortgesetzt im Steigen begriffen ist. Die früheren Bahnhofsverlstiltnisse genügen nicht mehr, unb so hat die Bahnbchörde bereits eine Pecsonenunterführung errichtet uub die Erweiterung der Gleisanlagen unb des Sta­tionsgebäudes in Angriff genommen. Letzteres erhält einen Anbau zur Vergrößerung der Wattesäle.___________________

* Kleine T a g c s ch r 0 n 11. In Hamburg stürzte ein B a u g c r ü st des im Bau befindlichen Zentralbahnhois ein. Mehrere Maurer wurden unter dem zusanuncngestürzten Gerüst begraben. Zwei Maurer sind lot und einer schwer verletzt. Die Feuerwehr eilte sofort ziir Hilfeleistung herbei. In Ätann- heim erschoß sich der Direktor der Pure Oil Co. in Mann­heim, Max Schulze, in Kesselhause des Luilpolbhafens. Er war auf der Stelle tot. Das Motiv zur Tat ist unbekannt. Nach Meldungen ans C h r i st i a n 1 a wird im Sommer für Rechnung des Fürsten von Monaco eine w 1 s s e n s ch a f t l i ch e E x p e d i t i 0 n nach dem Norden von Spitzbergen zu meteorologischen nnc> geologischen Untersuchungen abgehcn. Tic Expedition wird aus acht Persoiien besteheu. Ter ehemalige vraunschwcigische Ge­sandte, von Er a m m -B u r g sd 0 r f s, hat gegen das Guiachten des Aledizinalrais Dr. Leppin'ann, der ihn für geisteskrank erklärte, Beschiverde cingercicht. Er foll auch beabsichtigen, die Beleieigungs- llage gegen den'Diedizinalrat anzustreugen.

f) ,f 30 ,, II H II II

2. für Zigarettentabake im Klenwerkaufspreisc:

a) über 3 5 Alk. das Kilogr., 0.50 Alk. für - 1-

Fünftes Blatt. 156. Jahrgang Samstag 7. April 1806

A . . a a a ? a aa Rotationsdruck und Verlag b« Vrühl'schen

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Die ..«iehener Kamilirnblätter" werben bem K WM ® S.Z Ach ÄZ 3 / f B X SZ ® f $ AZ S ------

^Anzeiger viermal wöchentlich bcigclcgr. Der wJP 13 ja . w S 8 . M , 8 8 fe i Redaktion, Expedition u.Druckerei: 8ckulstr.V.

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körper er auch zu Felde zieht, in der einen gipfeln: Ter Forder­ung nach Wahrheit, Wahrheit im Deuten, Wahrheit im Handeln. Der neue Gcdankeninhalt feiner Dramen erforderte eine neue Form. Dic Schiwcrung der Wirklichkett verlangte den realisti­schen Darstellungsstil. In.dieser Beziehung zeigtDer Redakteur", daß es Björnson, was den technischen Aufbau des Schauspiels betrifft, nock) nickt in allen Teilen gelungen ist, die Anforder­ungen des neuen Stils zu erfüllen. In der realistifchen Zeichnung der Clwraktere dagegen offenbart auchTer Redatteuff" sckon seine große Kunst. . r _

Monatshefte sur graphischesK'uüstge werbe. Verlag Carl Flemming, ?l. G., Giogau. Herausgeber Kunstmaler Alben Knab, Redakteur Carl Matthies, Lettin W. 66, Leipzigcr- straße 115/116. Heft 4 und 5. Januar und Februar. Die Ausstattung der beiden Hefte in 4 und 5 Farben ist glänzend. Das Houptthema gibt Wilhelm Steinhausens graplnsches Schaffen, dem Dr. Bccinger aus Anlaß des 60. Geburtstages des Meisters einen liebevoll und inicreffant geschriebenen Aussatz gewidmet hat. Ein reiches, trefflick reproduziertes Jllusttations- iuaterial ist der Studie beigegeben Die Hefte enthalten ferner eine Wiedergabe des 1797 erschienenenEhrengedächtnis unseres lieben Ahnherrn Albrecht Dürers" von Heinrich Wackenroder mit Randzcichuungen von Albrcckt Dürer, eine Studie überDie Sckriit im graphffcken Kunstgewerbe" u. a. Ter Graphiker, der Buckgeiveroler, der Laie, sie alle finden in der ausgezeichneten Zeitschrift wertvolle Anregungen für den Beruf und das Leben.

-- Eine Constantin M eu ui er-Ausstellung wird demnächst in Frankfurt a. M. stattfinden. Auch das bedeut­samste Werk des Meisters, d.._Denkmal der Arbeit" wird hier ausgestellt. Vortresstick-c Abbitoungcn dieses Werkes enthält das Aprilhest derDeutschen Kunst unb Dekoration". (Verlags-Anstalt

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^Altbewährtes Soolbad.

Grösstes nhalatorium Deutschlands.