Nr. 262 Zweites Blatt LS6. Jahrgang Mittwoch 7. November 1906
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wQc|P|d}t Landwirt" erscheint monatlich einmal. V v U^VV 'SF V Ä Tel. Nr. 6L Telegr.-Adr. r Anzeiger Oie^tt,
General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen.
Amtlicher T it.
Gießen, den 6. November 1906.
Detr.: Beitreibung der Gemeindeeinkünfte.
Das Grotzherzogliche Kreisamt (5ic[;en au die Grotzh. Bürgcrmcistercicn und die Gemeinde- einuehmer dcS Kreises.
Unter Bezugnahme auf pos. 1 unseres AuSschreibenS vom 21. Oktober 1903 — Amtsblatt Nr. 13 — erinnern wir Sie an die alsbaldige Vorlage der Pfandbcfehle.
____________I. V.: Froelich.
Bekanntmachung.
Wegen Vornahme vonAnschluharbeiten wird die Marktstraße vom 8. November l. Zs. an für den Fuhrverkehr gesperrt. ,
Wegen Vornahme von KanalisationSarbeitcn wird die Walltor st raße, zwischen Bcaugasse und Nordanlage, von beute an bis auf weiteres für den Fuhrverkehr gesperrt.^
Gießen, den 6. November 1906.
Groß!). U^oii30nuiit Gießen.
__________________Herberg. ______
Kekanntmachmlg.
Betr.: Ausführung des Mietwohnungs-Gesetzes.
W»r haben die Wahrnehmung gemacht, daß die durch Artikel 4—6 und 11 des Gesetzes vom 1. Juli 1893 vorgeschriebene Anmeldung von Mietwohnungen (bestehend auS drei oder weniger Raumen einschließlich der Küche), Dchla'räumen und insbesondere von Schlafstellen beziv. von Aenderungen in der Person des Mieters oder Vermieters nicht stallfindet.
Wir bringen nachstehend die genannten Gesetzesbestimmungen »ur allgemeinen Kenntnis mit dem Aniügen, daß die vorgeschriebenen Anzeigelormutare aus unserem Aleldebureau zu Haden sind.
Gleichzeitig weisen wir daraus hin, daß Bestrafung eintreten wird, falls bet der demnächst statlstndenden Revision der iDliet- Wohnungen re. durch den städtischen Wohnungsinspeklor, die Unterlassung von Anmeldungen festgestellt wird.
Gießen, den 8. November 1906.
Großh. Poli-eiamt Gießen.
Herberg.
A rrrk el 4.
««zetgepsttcht der Vermieter.
A Derjenige, für dessen Rechnung eine Wohnung erstmals vermietet wird, oder dessen Vertreter ist verpflichtet, hiervon vor dem Einzuge des Mieters der Polizeibehörde Anzeige zu machen, wenn entweder
1. die Mietwohnung (einschließlich der Küche und ausschließlich solcher Räume, die in Astermiete gegeben oder von anderei» Personen regelmäßig mrtbenutzt werden) aus drei oder weniger Personen bestellt, oder
2. Kellergeschosse, oder nicht unterkellerte Räume, deren Fußboden nicht mindestens 0,26 Meter über Erde gelegen ist, oder
8. unmittelbar unter Dach (ohne Zwischendecke) befindliche Räiime zum Wohnen oeimietet werden sollen.
Die Anzeige niuß Auskunft geben über:
a) den Eigentümer, sowie die Lage des HauseS nach Straße und Nummer •
b) die Lage der Wohnung (ob im Haupt- oder Nebengebäude und in welchem Stockwerk);
c) die Anzahl und Bestimmung der Räume;
d) den Berus des Mieters, sein Verhältnis zit den in feiner Hausgemeinschaft befindlichen Personen, sotvie Nennen und Alter derselben.
f Die Vermieter sogenannter möblierter Wohiiungen sind von dieser Anzeigepflicht befreit, wenn und solange der Mietpreis für das Zimmer den Betrag von monatlich 8 Mark überschreitet.
Artikel 5.
Ter Polizeibehörde ist ferner binnen einer Woche Anzeige zu macheri, wenn in der Person des Vermieters oder Mieters einer Wohnung der im Artikel 4 bezeichneten Art eine Aenderung em- Iritt, oder wenn durch Sernunberung der Zahl der Mieträume oder durch Afteroermietung die Wohnung nachträglich anzeigepflichtig wirb.
Tie Anzeigepflicht trifft bei Aenderungen in bet Person bes Vermieters den neuen Vermieter.
Bei Aenderungen in der Person des Mieters sind zugleich die im vorigen Artikel unter den vorgeschriebenen Angaben zu machen.
Artikel 6.
Wer dritten, nicht zu feiner Familie gehörigen Personen Schlafstellen, mit oder ohne Berechtigung zum Aufenthalt über Tag, vermietet, hat hiervon vor Beginn der Mietbenutzung der Polizeibehörde Anzeige zu machen.
Die Anzeige muß Auskunft geben über:
a) Lage des Hauses nach Straße und Nummer, sowie über den Vermieter;
b) Sage, Länge, Breite und Höhe der zu Schlafstellen bestimmten Raume;
e) die Anzahl der in jedem einzelnen Raum vorhandenen Schlafstellen.
Von jedem Wechsel in der Person des Vermieters der Schlafstellen hat der neue Vermieter der Polizeibehörde binnen einer Mache Anzeige zu machen.
Artikel 11.
Mit Geldstrafe bis zu 30 Mark wird bestraft, wer die nach Artikel 4—6 vorgeschriebenen Anzeigen zu machen unterläßt oder in diesen Anzeigen wissentlich unrichtige Angaben macht.
Deutsches Reich.
Berlin, 6. Nov. Der Kaiser trifft am 14. b. Mts. in Donaueschingen ein. Aut 17. fährt der Kaiser nach Baden-Baden. Er wird dort bei dem bad. Großherzogspaar verweilen und reist dann nach Berlin zurück. Die Kaiserin trifft gleichfalls am 14. ds. in Donaueschingen ein und fährt nach kurzent Aufenthalt nach Titisee, wo sie einige Tage verweilen wird.
— Bei den heutigen Wahlmännerwablen für den 8. Berliner Landtagswahlkreis, die in der dritten Abteilung stattfanden, tourden 402 Sozialdemokraten, 18 Angehörige der Freisinnigen Volkspartei und 7 Konservative gewählt. Außerdem ergaben sich 13 Stichwahlen, von denen 11 zwischen den Freisinnigen und den Sozialdemokraten, 2 zwischen den Konservativen und den Sozialdemokraten statt- zustnden Habern
— Die Reichstags-^tudienkommisfisn, welche
sich nach Ostasien begeben hatte, hat die Rückreise angetreten. Diejenigen SDhtgliebec der Kommission, welche ben- eiben Weg wie auf der Hinreise gewählt haben, sind gestern abend auf dem Datnpfer ,Prinzeß SUice* in Hongkong eingetroffen. Abg. v. Rispenhaufen-Crangen, der nut der sibirischen Bahn zurückgereist ist, traf bereits heute wieder in Berlin ein. Die Rückkehr der ersteren Herren erfolgt anfangs Dezember.
— In einer längeren Zuschrift an die .Germania* protestiert Abgrordn. Erzberger gegen die Zurück- b e h a l t u n g seiner durch den Untersuchungsrichter im Reichstage beschlagnahmten Akten, die ihm trotz wiederholter Reklamation nicht auSgeliefert seien. Ebenso protestiert er dagegen, daß baS Material in die Hände der Geheimerate Rose und Seitz gelangt sei, wie sich auS Nandbemerkungen derselben ergebe.
Posen, 6. Nov. Die Staatsanwaltschaft leitete wegen der bekannten Moschiner Krawalle eine Untersuchung ein wegen Landfricdcnsbruches, Widerstandes gegen die Staatsgewalt und Beamtenbeleidigung gegen den Abg. Chlapowski, den Maurermeister KordylenSki und zehn andere Personen aus Moschin.
Lützen, 6. Nov. Heute nachmittag sand die feierliche Grundsteinlegung der Gustav-Adols-Kapclle auf dem Schlacht selde statt, deren Errichtung'der Schenkung des Ehepaares Konsul Ekmann-Stockholm zu danken ist.
Aussijchcs.
In Petersburg fand am 6. November eine Sitzung des ersten Staatsdepartements statt Kur Beratung einiger mit den Wahlen zur Reichsduma unö zum Reichsrate verbundenen Fragen, in deren Verlauf folgende Resolution gefaßt wurde:
„Die Bauern müssen innerhalb ihrer Kurie wählen und dürfen an Wahlen innerhalb der Gutsbesitzerlürie nicht teilnehmen. Die dem Kosakenstand angehörenden Personen dürfen weder an den Wahlen teilnehmen noch gewählt werden, wenn sie nicht in 5tosakenländereien ansässig sind. Unter einem eigenen Quartier, dessen Nutznießung den Inhaber desselben berechtigt, an den ftäbtu schen Wahlversammlungen teilzunehmen, ist eine solche Wohnung zu verstehen, die eine sechständige Wirtschaft mit eigenem Eingang und eigenem Herd repräsentiert und keine innere Verbindung mit anderen Wohnungen besitzt. Personen, die armutshalber von Wohltätigkeitsanstalten freie Wohnungen beziehen, desgleichen Mieter einzelner Zimmer genießen kein Wahlrecht und werden in die städtischen Wahllisten nicht eingereiht. Desgleichen dürfen Niedrigstdienende, wie Portiers, Monteure, Holzausseher, Lampenputzer usw. ebensalls nicht in die städtischen Wahllisten eingetragen werden. Ferner dürfen an den Reichstagswahlen nicht teilnehmen die NiedrigstLienenden der Eisenbahnen, wie Signalisten, Wege-- und Vrückenmeister, Lokomotivführer und deren Gehilfen, Kondukteure, Waggonausfeher, Weichensteller usw.
Am Dienstag explodierte in der lebhaftesten Verkehrsgegend, Ecke der Garten- und Erbsenstraße, in einem Wäschemagazin eine Bombe. Das ganze Magazin wurde zerstört und alle Fensterscheiben in der Umgegend zertrümmert. 15 Personen erlitten mehr oder minder schwere Verletzungen.
Obwohl die Führer der sozialdcm. und nationalen Parteien sich verständigten, dauern in der Umgegend von Lodz die mörderischen Kämpfe zwischen Arbeitern fort. Am Dienstag wurden sechs erschossen. Innerhalb sechs Tagen wurden dort 17 Arbeiter getötet.
Im Bezirk Samara töteten mit Gewehren bewaffnete Räuber den Bauern Gratschew in seinem Hause, ferner seine Schwester und einen Hirten sowie zwei Arbeiter. Sie verwundeten die Frau Gratschew und zwei andere Personen. Die Räuber befahlen, daß die Opfer sich auf die Kuiee legten, um ihnen mit dem Bajonett die Kopfe zu durchbohren.
In Sewastopol verhandelte das Kriegsgericht über die Angelegenheit des im Mai gegen den Festungskomman- danten General Nepljuje verübten Bombenanschlags und verurteilte den 13jährigen Edelmann Makarow unter Berücksichtigung seiner Minderjährigkeit wegen Teilnahme an dem Anschlag zu 12 Jahren Gefängnis.
Aus SiaSt uno Luno.
Sprechstunden der RedaU<:i 11—1 Uhr vornr., i/27—Vs8 Uhr abbs. Gießen, den 7. November 1906.
"Revision der Mietwohnungen. Der städtische Wohnungsinspektor ist zurzeit mit der Revision der Mietwohnungen, Schlafräume und Schlafstellen beschäftigt. Wir machen die Vermieter derartiger Räume darauf auf# merksam, baß, soweit es noch nicht geschehen ist, die alsbaldige Anmeldung bei dem Polizeiamt hier zu geschehen hat, wo auch die notwendigen Formulare zu erhalten sind. Wird durch den WohnungZinspektor die Unterlassung der vorgeschriebenen Anzeige festgestellt, so ist Bestrafung zu befürchten. Im übrigen verweisen wir auf die Bekanntmachung deS Polizeiamts im amtlichen Teil und insbesondere auf den Art. 5 der dortselbst abgedruckten gesetzlichen Bestimmung.
" Sein 25jährlges Dienstjubiläum feierte der Großh. Zugführer Johannes Port im Kreise seiner Familie. Auch seine Kollegen und Vereinsfreunde vom Fahrbeamten- Verein hatten sich zu einer kleinen Feier im Vereinslokale (Lenzscher Felsenkeller) zahlreich eingefunden. Möge es dem Beamten vergönnt sein, noch lange Jahre in voller Frische und Gesundheit seinem gefahrvollen Berufe gerecht zu werben.
'* Oejfentliche Lesehalle. Im Oktober wiwben 2216 Bände vusgeliehen. Davon kommen auf: Erzählende Sittern tur 1231, Zeitschriften 357, Jugendschristen 208, VerSdichtungen 47, Litteraturqeschichle 12, Länder- und Völkerkunde 43, Süiltur- qeschichte 22, Geschichte und Biographien 96, Kunstgeschichte 20, Naturwissenschaft und Technologie 81, Seewesen 4, Land- und Hauswirtschaft 10, Gefundbeilslehre 10, Religion und Phtlo-
sophie 29, StaatSlvissenschast 9, Sprachnnstenschasl 7, Kreindiprach- Nches 10 Bände. Nach auswärts kamen 93 Bände. — Ein Nachtrag zum Katalog ist erschienen und wirb für 10 Psg. während der Bücherausgadestunben verkauft.
" Ibsen-Gedächtnisse ier. Als zweiten Teil der Feier, deren erster am 14. d. M. slattfindet, veranstaltet der Theaterverein am 6. Dezember eine Aufführung von Ibsens „Frau vom Meere* mit Irene Triesch in der Tttelrolle.
" Zum Generalsekretär der hessischen Landwirtschaftskammer wurde, wie in der Vorstandssitzung am 8. November beschlossen wurde, der derzeitige Generalsekretär des hessischen Landivirtschaflsrats, Oekonomierat Dr. Müller (nicht LanbeSökonvmierat Müller, wie mitgeteilt wurde) gewählt.
• • Die Feldbereinigungsarbeiten in den Gemarkungen des Kreises Gießen machen fortgesetzt Fortschritte. Nachdem die Feldbereinigung in Hungen, Langsdorf und einigen Orten der Umgegend bis nach 9hbba zu Ende geführt wurde, haben in den letzten Wochen wieder vier weitere Gemeinden die Einführung beschlossen, Hattenrod, Leihgestern, Weiters ha in und Birklar.
• • In einer Schule fragt der Lehrer nach den Bergen int Fichtelgebirge, worauf bet Schüler den .Schneeberg" nannte. Nach dem anderen Berg gefragt, verharrt der Schüler im Schweigen. Der Lehrer will ihm auf die Spur helfen, indem er bedeutungsvoll mit einem Finger an den Kopf des Knaben tippt. Rasch erheiterte sich baS Antlitz des Jungen und freudestrahlend versetzt er laut: .Ochs en - köpf!"
V . Nodheim a. d. Bieber, b. Nov. Zur Ergänzung des letzten Artikels int .Gieß. Anz.*, den Bau der hiesigen Hochdruck-Wasserleitung betreffend, sei von unterrichteter Seite mitgeteilt, baß die Firma Schröder-Frankfurt a. M. zwar die Rohrlegungsarbeiten ausführte, die Quellen- fassung und der Ban des Hochbehälters im Launscheibsberg jedoch einer hiesigen Firma, dem Bauunternehmer L. Steinmüller, übertragen war, bet sich seiner gestellten Ausgabe In meisterhafter Weise entledigte; gewiß zu begrüßen im Interesse der heimischen Industrie! Die Bauleitung hatte die Firma Bichler-Frankfurt a. M. Was den Kostenpunkt an* betrifft, so sei bemerkt, daß die Kostenrechnung noch nicht abgeschlossen ist, zumal die Wassermeffer noch einzubauen sind. Aber dennoch kann schon übersehen werden, daß die Kosten des ganzen Objektes auf keinen Fall 120 000 Mk. erreichen und sich bedeutend niedriger stellen werden.
p. Vetzberg, 7. 9<oo. Unser auf einem 309 Meter hohen Basaltkegel gelegener Ort wirb beS ca. 30 Nieter hohen Marttnrms der einstigen Bergfeste wegen das ganze Jahr hindurch viel besucht. Von dieser seit einiger Zeit besteigbaren R uine hat man nämlich eine herrliche Aussicht auf die malerischen Schönheiten des Lahntales von Marburg bis nach Wetzlar, ja noch weiter. Auch erblickt man einen großen Teil des Taunus, Westerwaldes und Vogelsberges. Leiber ist der Ausstieg zum Wartturm bis jetzt leicht schwindelnden Touristen nicht möglich. Auch wird es wohl wenig Damen geben, die die Höhe auf der vorhandenen Leiter erklimmen. Hoffentlich wirb recht balb ein sicheres Geländer angebracht, oder was noch besser wäre, eine zuverlässige Treppe. Der Fremdenverkehr nach unserer alten Feste, die eine recht interessante Geschichte hinter sich hat — schon 1245 kommen die Ganerben von Vetzberg vor; 1454 errichteten ihrer 19 den Burgfrieden — wirb sicherlich dann noch zunehmen.
X Grünberg, 5. Nov. Der Einbruch in die hiesige Apotheke hat sich als schlimmer herausgeitellt als anfangs verlautete. Die Diebe drangen in die Waschküche, dann in das Speisezimmer, in den Flur und die Apotheke. Hier erbrachen sie die Kasse und stahlen 50 Mk., ferner entwendeten sie Tokayer und andere Weine, Speisen und Kleidungsstücke. — Der Kriegerverein plant für nächstes Jahr die Besichtigung der Schlachtfelder um Metz. — Bei Göbelnrod verunglückte der Fuhrmann Rühl und brach ein Bein. Er hatte Hotz geschleift und geriet unter einen Baumstamm. — Ein Knecht vom nahen Warthof, dem die Pferde durchgingen, stürzte vom Wagen und trug Verletzungen davon.
-s- Friedberg, 6. Nov. Der Neubau eines Kassengebäudes für den Vorschuß- und Kreditverein wurde dieser Tage in Angriff genommen. Er kommt in die Haagstraße auf dem Platze des alten Gebäudes zu stehen. Der Bau soll bei günstigem Wetter bis Neujahr unter Dach gebracht werden. Die Fertigstellung des Gebäudes soll spätestens am 1. Oktober 1907 erfolgen.
n. Ulfa, 5. Nov. Das im Frühjahr 1905 angefangene Pfarrhaus ist jetzt so weit fertiggeftellt, daß seine Einweihung Donnerstag am 8. dtooenibcr oorgenommen werben soll. Die Weihe wirb einem allgemeinen Wunsche der hiesigen Einwohnerschaft entsprechenb durch den Dekan Münch von Schotten vollzogen werden, der früher längere Jahre als Seelsorger in unserem Orte gewirkt hat. Auch Geh. RegierungSrai Schönfeld-Schotten wirb der Feier beiwohnen, ebenso hat Baurat Diehm-Gießen, nach dessen Entwürfen der Bau ausgeführt wurde, sein Erscheinen zugesagt. Da§ prächtige Gebäude ist in modernem Stile gebaut und bildet eine Zierde unseres Ortes. Gleichzeitig wurde ein äußerst geräumiger Konfirmandensaal in einem Nebengebäude eingerichtet. Zu der Einweihung, deren Nachfeier im Döll- fchen Saale slattfinden soll, sind die Vertreter der Gemeinde, Kirche und Schule, sowie die hiesigen Vereine eingelaben. — Tie Kosten des Baues dürften den Vorschlag mit 24 000 Mk. nicht übersteigen.
X Harbach, 6. Nov. Der hier bestehende Krieger- oerein hat nun das rieft der lang ersehnten Fahnen-


