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Bekanntmachung.
von Kanallsationsarbeiten wird die
Die Wahlen zur Landwirtschaftskammer.
Gießen, den 6.
September 1906.
, Es kriselt eben, wie sich nicht verkennen läßt, in unserer schusses fi Reichsmaschine ziemlich bedeutend. Die Kolonialaffären so'suß neb^
Gießen, 4, Sept. 1906.
G g. Kling, Lehrer.
In Nr. 201 Ihres geschaßten Blattes war eine Notiz der ,Germania" und der .Köln. Volksztg." enthalten, wonach unser NeichStagSabgeordneter Dr. Wallau in einer Versammlung des evangelischen Bundes erklärt haben sollte, er werde stets gegen den sog. Jntoleranzantrag deS Zentrums stimnten. Daran war seitens der Zentrums- Llätter die Bemerkung geknüpft, Herr Dr. Wallau könne sich im Falle einer Wiederwahl die Stimmen der katholischen Wähler im Monde suchen. Wir haben daraufhin sofort die »öligen Erkundigungen cingezogen. Das Ergebnis ist fol-1 KendeS: Weder im NeichstagSwahlkreise AlSfeld-Lauterbach- Schotten noch im Kreise Groß-Gerau, dem derzeitigen amt- llichen Wirkungskreise des Herrn Dr. Wallau, ist von dessen Seite in einer Versammlung des evangelischen Bundes der besagte Ausspruch gefallen, daß diese Aeußerung anderswo!
Großh. Polrzeiamt Gießen. Herberg.
in einer Versammlung des evangelischen Bundes von I Dr. Wallau getan worden sei, ist nach Lage der Dinge aus- geschlossen. Die ganze Notiz charakterisiert sich also als eine fette Ente und die ZentcumSblätter hätten sich ihre Altera- twn sparen können. Es ist übrigens sehr angebracht, darauf hinzuweisen, daß das hessische Zentrum bei den letzten Landtagswahlen die Wahlkreise Kasiel und Seligenstadt-Baben- Hausen gegenüber dem Ansturm der Sozialdemokraten nur mit Hilfe der nationalliberalen Wahlmänner halten konnte. Dies den Herren der „Germania* und der „Köln. Volksztg." zur gefälligen Kenntnisnahme und Schlußfolgerung, falls sie wieder einmal auf vage Gerüchte hin die hessischen Zentrumswähler gegen nationalliberale Kandidaten mobil machen wollen. Sapienti satt _______________
Universitäts-Nachrichten.
0 M arburg, 6. •cept Als Leklor der ualienischen Sprache an der hiesigen Universität »vurde Dr. Pnuc»^oM-Eglcia aus Rom angenommen.
Kelrannlmachung.
Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß die nach § 6 des ReichSgesctzeS vom 21. Juni 1887 über die Naturalleistungen für die bewaffnete Macht im Frieden ermittelten Durchschnittsmarktpreise, einschließlich eines Aufschlages von Fünf vom Hundert, pro Monat August 1906 für den Lieferungsverband Gießen pro 100 Kg. betragen:
Hafer Mk. 19.95, Heu Mk. 4.75, Stroh Mk. 3.70.
Gießen, den 5. September 1906.
Großherzogliches Krcisamt Gießen.
/ Dr. Breidert.
Wegen Vornahme i ~
Sonnenstraße von heute an bis auf weiteres für den Fährverkehr gesperrt.
Fachleuten beantwortet.
Der zweite Tag brachte nach der Morgen and acht, gehalten von Pfarrer N i e s - Melbach, das 3. Referat über das TbeMa: „Die Begründung etng£ .hkiderrHritzlichen
Sehr geehrte Schriftleitung!
Da ich mehrere Tage von hier abwesend war, kam mir erst heute der Artikel: „Sedantag und Schulfeier" in Nr. 204 Ihres geschätzten Blattes zu Gesicht. Ms Lehrer kann ich mich mit dem Inhalt des betr. Artikels nicht einverstanden erklären imb glaube, hierbei auch der Zustimmung der Mehrzahl meiner Kollegen sicher zu sein. Gerade wir Lehrer haben m. E. — besonders in der jetzigen Zeit der innerpolitischen Zerrissenheit unseres Volkes — die Pflicht, in vaterländischem Sinne auf die uns zur' Erziehung anvertraute Jugend einzuwirken. Und das kann wohl am besten int Anschluß an die jährliche Wiederkehr der nationalen Gedenktage geschehen. Jeder verständige Lehrer wird sich dabei nicht von blindem Chauvinismus leiten lassen; er wird aber auch nicht in eine solche ,,Humanitätsduselei" verfallen, wie sie aus dem betr. Artikel hervorleuchtet. Im übrigen schließe ich mich der Erwiderung des Herrn Postsekretär Mayer in Nr. 206 d. Bl., sowie den darin wiedergegebenen Ausführungen der „Parole" durchaus an.
Nur ein kurzes Wort sei mir noch gestattet. Wäre es nicht möglich, den „Sedantag" zu einem „schulfrei e.n" Tage zu machen? Die betr. Schulfeier könnte doch wohl am Tage vorher abgehalten werden, ohne dadurch der Bedeutung des Sedantages Abtrag zu tun.
Volks f i r che als Aufgabe der M iss io n". Referent war: Missionsdirektor D. v Schwartz, Leipzig. Tie Mssül>rung dreies interessanten, bibltsch und wissenschaftlich tief gegründeten Vortrags mag für viele der Höhepunkt des Kursus bedeutet haben, zumal eme hochinteressante, sachlich zustimmende, zweistündige Diskussion, tit deren Mittelpunkt Inspektor D Oehler- Ba,el stand, folgte.
Als letzter Vortrag folgte nachmittags an Stelle des plötz- lich erkrankten Missionssekretärs Würz-Basel Inspektor D. "Ein Blick in die Zutunst Kameruns ._ Tie,cs Land ist uns ja sowohl vom nationalen als miftionsfreundlichen Standpunkte aus angesehen, besonders inter- estant.
Man kann der hessischen Missionskonserenz und zumal ihrem rührigen Vorstände nur dankbar für die Veranstaltung dieses zweiten Missionskursus sein, der die verschiedensten inissions- technischen Fragen wissenschaftlich behandelte und zwar von be- rufener, sachkundigster Seite. Eine Fülle von Anregung und Belehrung ist ausgegangen. Sie wird für die Missionsarbeit in unserem Lande nickt ohne Wirkung und Ersolg bleiben.
EingesanSt.
(Für Form und Inhalt ...n ..... . Rubrik stehenden Artikel
übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)
Im gestrigen „Eingesandt" beschwert sich ein „müder Alter" darüber, daß die sämtlichen, in unseren Anlagen neu ausgestellten, mit der Aufschrift „Nur für Erwachsene" versehenen Bänke auch von Erwachsenen benutzt werden, welche sich erlauben, ihre Kinderwagen neben den Bänken aufzustellen. Will der Betreffende denn die schönsten Punkte unserer Anlagen, gerade an diesen befinden sich fast durchweg beregte Bänke, nur für linder,cheue, alte Privatiers in Anspruch nehmen? Man kann doch nicht jebe Gießnerin, die ihren Liebling in den Anlagen spazieren fahrt und sich einmal ausruhen will, zwingen, erst einen der stets überfüllten Spielplätze aufzusuchen! Erstens reichen die acht oder zclm Bänke, die sich an diesen Plätzen befinden, bei weitem nicht aus. um den, bei schönem Wetter außerordentlich zahlreichen, Besucherinnen unserer Anlagen Sitzgelegenheit zu bieten. Und dann kann sich eine Frau, die ein einigermaßen gutes Älew anhat, auf diese Bänke nicht setzen. Sie sind, hauptsächlich m der Ferienzeit, von 10—12 jährigen Kindern frequentiert, die ihre jüngeren Geschwister beaufsichtigen sollen und dabei selbst die Bänke durch Hmaufsteigen und DarauflMitmllettern total ver- ichmutzen, ja selbst in nicht auszusprechender Weise den Boden unmittelbar neben und hinter den Bänken verunreinigen. Man braucht gerade keine disizilen Geruchsorgane zu haben, um den Aufenthalt aus einer solchen Bank zu meiden. Auch werden die Banke an den Spielplätzen oft von beschäftigungslosen, an- getruntenen Leuten benutzt, die sich in ihrer ganjcn Länge darauf legen und schlafen. Noch ein anderer Umstand zwmgt jede Mutter die nm ihre Kinder besorgt ist, die Spielplätze zu meiden: Die stets drohende Ansteckungsgefahr; die Sandhaufen, auf denen die Kinder spielen sollen, sind die reinsten Schmutzl)ausen, die täglich auf jede Weise verunreinigt werden. Erst kürzlich wurde beobachtet, wie sich ein von starkem Keuchhusten befallenes Dnd auf dem Sandhaufen überaebcn mußte. Der Verfasser des gestrigen Eingesandts wird sich aber in seinen Erwartungen wohl getäuscht sehen, denn solange es in Gießen keinen besonderen, in jeder Hinsicht hygienisch ausgestatteten Kindergarten ' ■ ^etiutzung — vielleicht gegen eine geringe jährliche Eebuhr — jedermann möglich ist, wird man wohl keine Gießener Bürgersfrau verhindern können, sich auf den Anlagen hinzu- setzen, wohin sie will. Wenn unser „müder Alter" wieder einmal vergeblich eine Bank sucht, in deren Umkreis kein Bnderwagen zit erblicken ist, so ratet ihm Schreiber dieses, in den botanischen Garten zu gehen, da findet er die ersehnte Ruhe.
QanOcl nnd Verkehr, Volkswirtschaft.
— Die chilenische Regierung beabsichtigt nicht die Erhebung eines Ausfuhrzolls auf Salpeter.
— Siege rländer Roheisensyndikat. Die Roheisen- bestellungen der in dem genannten Syndikat vereinigten Werke betrugen im 1. Semester 1906 325 000 Tonnen gegen 240 000 Tonnen in der gleichen Vorjahrszeit; es ergibt sich also eine Ztmahme von 35 pEt. Tas Syndikat tragt sich mit der Absicht, nach der erfolgten Erhöhung der Eisensteinpreise eine Heraufsetzung des Preises für Siegerländer Roheisen vorzunehmen.
— Russische Staatsfonds. Die russischen Staatsfonds verfolgen seit neuefier Zeit wieder den Weg nach oben. Sie sind von vorgestern bis gestern um ein volles Prozent gestiegen und erholten sich dann weiter; die von 1902 bis 72,20. Tie neueste Hauste wird auf das eben erschienene Programm der russischen Regierung zurückgeführt, das der revolutionären Bewegung nun mit den schärfsten Mitteln ein Ende machen will, Feld- und Kreisgerichte errichtet, die Agrarunruhen rasch zu beseitigen verspricht und die Absicht hat, die liberalen Reformen unter allen Umständen dnrchzuführen. Ferner verspricht es bürgerliche Gleichheit und Religionsfreiheit. Wenn auf diese Versprechungen hin die Kurse teigen, so ist immer noch auf recht schivachen Grund gebaut, denn jedermann wird sich erinnern, was seit dem Oktober vor. Js. schon alles versprochen wurde und wie viel davon sich erfüllt Hal.
Märkte.
D Marburg, 6. Sept. Die Zufuhr von Schweinen zum heutigen Schweine markt betrug 928 Stück. Saugferkel kosteten das Paar 30—40 Mk., 3—4 Monat alte Läufer 70—80 Mk., und größere Mastschweine 130—150 Mk., je nach Größe und Qualität. Ter anfangs flott begimiende Handel gestaltete sich zum Schluß husi__da man bei den Preisen beharrte, recht flau.
Die „Darmst. Zig." schreibt offiziös:
In einer Versammlung von Interessenten ist kürzlich die Frage aufgeworfen worden, ob die Wähler bei _____ . Auswahl der Vertrauensmänner auf die ———————■ ------------Verbandsangehörigen ihres Vertrauens-
Aer rüstlge Netchslranzter. männerkre ises bes chränkt sind, stiach Ansicht des
Dem Ausfrager eines in den weitesten Kreisen un- Ministeriums des Innern ist dies aus folgenden Gründen bekannten Berliner Blattes hat angeblich der Reichskanzler der Fall: Die Vertrauensmänner besitzen eine doppelte Fürst Bülow in Norderney den offiziellen Auftrag erteilt, Eigenschaft. Sie sind einmal die Wahlmänner für die aller Welt kund und zu wissen zu tun, daß er, Fürst Bülow, Wahlen der Mitglieder zur LandlvirtschastSkammer und der sich durchaus wohl befinde und die schwere Bürde des Ausschüsse für die Provinzen; sodann sind sie Ausführunas- Rerchskanzleramtes zum Nutzen des deutschen Volkes noch und Hilfsorgane der Landwirtschaftskammer sowohl einzeln lange weiter tragen werde. Tenn es gäbe augenblicklich (Art. 34 d. G.), als auch je 15 gemeinsam für einen Bezirk
keinen Menschen, der ihn zu ersetzen vermöchte, und die als Bezirksausschuß (Art. 32 d. G.). Es liegt zunächst in
Geschichte mit dem Herrn v. Radowitz sei reiner Mumpitz, der Natur der Sach?, daß die Wahlmänner dem Bezirk
^er Interviewer hat sich auch seiner Aufgabe sehr schön angehören, aus dem sie gewählt werden — so auch Art. 9
entledigt, und der brave und geduldige Draht hat dieses des hessischen Landtagswahlgesetzes. Der Wahlmann („Ber- fonderbare Interview rasch liinauKgetragen in die weite trauensmann") ist der Mann, dem die Wähler als ihren Welt, die nickst wenig über Die Gesundheit des deutschen Interessen am nächsten stehend ihr Vertrauen schenken Reichskanzlers erfreut war. Doch, Scherz beiseite, wir sollen. Deshalb erachtete man es bei Beratung des Landglauben nicht daran, jdaß dieses Interview ernsthaft zu Wirtschaftskammergesetzes für eine besonders glückliche nehmen ist, denn der Reichskanzler ist, man mag sonst Lösung, in der Person des Vertrauensmannes gleichzeitig gegen ihn sagen, was man will, zu sehr ein Mann von Ge- ein Organ der Landwirtschaftskammer zu schaffen. Er soll schmack, als daß er sich selber als den unersetzlichsten die Persönlichkeit sein, die den Interessen der einzelnen Menschen im deutschen Reiche bezeichnet haben würde. Verbandsangehörigen am nächsten steht; er soll die Ab- Jmmerhin aber mag die ganze Geschichte einigen Kern sichten und das Wirken der Landwirtschaftskammer den haben und wenigstens darin rickstig sein, daß her Kanzler mit ihm am Ort oder doch nahebei wirkenden Berufs- Nicht die Absicht hat, sich auf die Seite schieben zu lassen, genossen näher bringen; er soll den Wünschen und Llnsichten Hat man das denn versucht? dieser Berufsgenossen wiederum bei der Landwirtschafts-
Es hat den Anschein. Erst jüngst ist allen Ernstes von kammer Geltung verschaffen. Personen, die den Verhält- einer militärischen Nebenregierung gesprochen nissen fernstehen, schienen hierzu nicht geeignet. Die Richtia- worden, man wußte davon zu erzählen, daß der Kaiser leit der oben vertretenen Ansicht läßt sich auch aus dem sich .in dem Zwist zwischen Podbielski und dem Reichs- Gesetz selbst folgern. Nach Art. 17 d. G. zerfällt jeder kanzler auf die Seite des ersteren gestellt habe, und daß Wahlbezirk in 15 Vertrauensmännerckreise mit annähernd Podbielski der UnterMtzung einiger hochgestellter „Käme- gleicher Zahl ,Verbandsangehöriger; jeder Vertrauensraden" sicher sei. Auch die Angelegenheit mit dem Obersten männerkreis hat einen Vertrauensmann zu wählen. Nach v. Deimling ist höchst sonderbar und noch lange nicht so Art. 21 setzt die „Wählbarkeit zum Vertrauensmann" die geklart, als es wünschenswert wäre. Wie nämlich recht „Wahlberechtigung des betr. Verbandsangehörigen" voraus bestimmt behauptet wird, fördern gewisse Kreise das Deim- die Wahlberechtigung ist aber nach Art. 20 nur an einem lingsche Projekt, die vöm Reichstag verweigerte Teilstrecke Ort gegeben, und zwar in der Regel am Sitz des Betriebes der Bahn als Feldbahn zu bauen, und an allerhöchster also da, wo der Verbandsangehörige in die sestgestellte Stelle soll man dem Gedanken, aus diese Weise den seiner- Wählerliste eingetragen ist. Nicht zu beanstanden wäre es zeitigen Reichstagsbeschluß richtig zu stellen, durchaus nicht Zugegen, daß em.Verbandsangehöriger aus einer Gemeinde abgeneigt fein. Das wäre für den Kanzler sehr fatal, denn in einer anderen demselben Vertrauensmännerkreis an- wenn Herr v. Deimling, der ein klein wenig vom 'Autokraten gehörenden Gemeinde zum Vertrauensmann gewählt wird an sich hat, wirklich die Bahn als Feldbahn bauen sollte, Daß im übrigen die Vertrauensmänner bei der Wahl der so würde der Reichstag darin eine Beschneidung seines Mitglieder der Landwirtschaftskammer nicht auf wählbare Budgetrechtes erblicken müssen, die er unmöglich stillschwei- Personen innerhalb des Wahlbezirks beschränkt sind, ergibt gend hmnehmen könnte. Und das Bad hätte dann im Herbst sich aus Art. 7 des Gesetzes. Eine solche Beschränkung haben unser Kanzler auszutrinken. sie sich nur bei der Wahl der beiben Mitalieder des Aus-
Es kriselt eben, wie sich nicht verkennen läßt, in unserer I'chusses für die Provinz aufzuerlegen, die diesem Aus- Reichsmaschme ziemlich bedeutend. Die Kolonialaffären IW neben dem Mitglied der Landwirtschaftskammer für haben den Stein ins Rollen gebracht, und wenn jetzt auch jeden Wahlbezirk angehören. Denn Art. 26 Ms. 2. d. G. vom Reichskanzler steif und fest behauptet wird, Podbielski bestimmt ausdrücklich, daß dem Ausschuß für die Provinz werde gehen müssen, wenn erst einmal d.ie Untersuchung die 15 Mitglieder der Landwirtschaftskammer aus der Pro- beendet und ein entsprechender Grund vor der Oeffentlich- öinz angehören müssen, wozu noch aus jedem Wahlbezirk keit gefunden sei, so sitzt das Uebel doch tiefer als im (nicht etwa „für" oder „auf") zwei durch dessen Vertrauenspreußischen Lanüwirtschastsministerium. Unstimmigkeiten männer .... gewählte Mitglieder treten. Tie mit den nennt man diese Tinge mit einem nicht schlecht erfundenen Wahlen zur Landwirtschaftskammer befaßten Behörden wer- Namen, und diese Unstimmigkeiten können fataler werdenden übrigens von der vorstehenden Auffassung der Rechts- als es noch den Anschein hat. Am meisten zu fürchten ist ^ge demnächst noch amtlich in Kenntnis gesetzt werden, die militärische Nebenregierung, von der eingeweihte Kreise — verschiedentlich bereits Spuren wahrgenommen haben Kirche Schule.
ÄASSSS S;
Generalen ducken müssen, bann sieht es schlimm aus. Dennläußere Mission statt, veranstaltet von der Ätifsionskonferenz wenn in Freedenszelten der Säbel Einfluß auf die Politik un Großherzogtum Hessen. Er ist von über 100 Teilnehmern be- ssrlangt, dann wird bald alles drunter und drüber gehen I sucht, sodaß mit Hinzurechnung der einheimischen Gäste sowie der
Tie alten Römer, die sich auf die Politik ein toenia ei‘*teit Lehrerseminars die Burgkirche besetzt war. Ein
verstanden, hatten ein interessantes Wort- eedant armn 6^'^t wurde der Kursus durch eine gestern abend iin Saalbau togac!" In unser modernes Deutsch übersetzt beiitt baä |üc ■bie Gemeind- W-db-rg vir-uistM-t- nllg-.
vor der Uvilreaieruna bat ncb in 7^. iS meine M i s n o n s v er s a rn m l un g, m welcher Ansprachen Staat der Sabel rn kus^pr» ?0^?^rdneten verschiedener Missionare mit Darbietungen des hiesigen Kirchen-
das ist sehr richtig, wie gesangvereins abwechselten. Nach erfolgter Morgenandacht, gehalten die versch-iedentlichen Erfahrungen bereits gelehrt haben. I von Pfarrer Wissig, Bad-Nauheim, begrüßte Pfarrer L e y d - Wir erinnern nur an die Zeit, da Waldersee Politik trieb I h e ck e r-Auerbach a. d. B. als Vorsitzender, sowie Professor "" E J--' ' t1 “ Iv. Eger im Namen der Gemeinde und des Predigerseminars die
4?0lrtrfche Tagesschau. Knrsusteilnehnwr. Das erste Referat erstattete Direktor Dr. Wurster
Man°',Lb°!°n°ns #ff - J“"ÄS' £'-dSmVJf ?° '°Ä3f °“b"J»”
n t 11 1 n§ dein Reichstagswahlkreis Alsfeld- außerordentlich sachkundiger und objektiver Weife. Er betonte ein- Lauterbach-Schotten: | leitend die Deutschland bedeutend überlegenen Missionsleistungen
feiten? Amerikas und Englands (dies ziffernmäßig nachweisend) und ging dann auf die neueren Erscheinungen „Alllanzmifsion", China- inlandmission, Studentenweltbund, ärztliche Diission, die Spezialfrage „Bildung und Mission in den einzelnen Ländern" näher ein. Eine interessante Diskussion schloß sich an, besonders bereichert durch die Ausführungen des Missionssekretärs Pfarrer Würz-Basel. In der NachmittagSversammlung sprach Missionsinspektor D. Oehler- Basel über: „Welche Aufgaben stellen der Mission die neuesten Vorgänge in Ostasien?" Dieser hochaktuelle, von einem Berufenen erstattete Vortrag bot Belehrung und Anregung die Fülle.
Der gestrige Abend brachte ein geschlossenes Zusammensein der Teilnehmer im Hotel „Zu den drei Schwertern". Aus der Versammlung wurden in das Gebiet der Mission einschlagende Fragen aller Art gestellt und von den anwesenden
Nr. 310 ^wertes Blatt 156. Jahrgang Freitag 7. September 1906
Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags. A
--- Ä träfe A zA ,4V. AA «otationttruct und SBerlcg ber Brühl>schm Die „Eichener $amilienblätter“ werden dem H T MW g j f Unwersitatsdnickerei. R. Lange, Gießen.
»Anzeiger viermal wöchentlich beigelegt. Ter V » IK fi W . ■ 0 BT fi £H 8 fi B fi fi H -------
„Hessische Landwirt" erscheint monatlich einmal. C S Q m •"/.> Redaktion, Expedition u.Druckerei: Schulstr.7.
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