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7.7.1906 Drittes Blatt
 
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Nr. 157

Drittes Blatt

156. Jahrgang

Erscheint «glich mit Ausnahme des Sonntags.

DieGießener ZamMrnblStter" werden dem »Anzeiger viermal wöchentlich beigelegt« Der hessische Landwirt" erscheint monatlich einmal.

Gießener Anzeiger

Samstag 7. Juli 1906

Rotationsdruck und Verlag Der Brühl'sche» Universitätsdruckerei. R. Lange, Vietze».

Redaktion, Expedition u.Druckerei: Schulstr.K.

Tel. Nr. 61. Telegr.-Adr.: Anzeiger Gieße».

General-Anzeiger, Amt;- und Anzeigeblatt für den Kreis Siehe».

Die Fieiorm der tzhe in IranKrcich.

Die französische Ehe soll von Gründ aus moralisch und zivilrechtlich reformiert werden. Es ist ein merkwürdiges Faktum, öq{s die gallischen Literaten, denen die Ehe ein so unerschöpf­liches Gebiet für heitere und tragische Werke war, nun selbst an bie praktische Lösung der brennenden Ehesrage hcrangiugen und tn Gemeinschaft mit einigen Nechtsgelehrten und Frauen sich zu demKomitee der Ehe-Reform" verbanden. In diesem Komitee sitzen u. a. die bekannten Dichter Maurice Maeterlinck, Octave Mirbeau, Marcel Prevost. -

Die Arbeiten des Komitees sind nun auch beendet, und Henri Coulon, der Präsident, hat der Deputiertenkammer und dein Senat einen Gesetzentwurf nebst einer ausführlichen Motivierung überreicht, aus der wir folgende interessante Punkte herausheben: Es wäre kindisch, hier verhehlen zu ivolleu, daß die Einrichtung der Ehe in eine kritische Phase getreten ist, Philosophen und Romanciers verkünden um die Wette den Zusammenbruch dieser Institution vielleicht gehen sie dann etwas z»l weil. Aber es ilt nichtsdestoweniger wahr: Es liegt ein wesemliches und ernsthaftes Interesse zutage, die Eheemrichttmgen zu reformieren. Läßt man diesen Ausgangspunkt gelten welchen Weg müßte man ein» schlagen?

Der Eintritt in die Ehe muß so leicht und uube­schwerlich wie möglich gestaltet luerben; auf diese Weise wird die Zahl der Ehen, die sich auf Liebe gründen, rasch anwachsen. Dann mufj ma.n den Gatten gleiche Rechte, gleiche Pflichten, gleiche Verantwortlichkeit bewilligen; man wird die Ehe hierdurch praktischer und weniger unmoralisch gestalten, als sie es jetzt ist. Endlich muß man und das ist wesentlich- die Scheidung er leichtern. Diese wird hierdurch die einzig würdige Trennung zweier denkenden Wesen werden und wird nicht mehr die abscheuliche Komödie sein wie heute.

Selbst die unlösliche Ehe ist kein Band für die, die e§ zerreißen wollen, deren Sttten liederlich geworden sind. Die absolute Freiheit ist kein Hindernis für die Treue und die Beständigkeit im Gegenteil: Die Freiheit ist eine Ursache ber Beständigkeit. Die Scheidung ist kein Glück, sondern cm Hilfsmittel; aber das Zusammenleben zweier Menschen, die sich hassen, ist ein größeres Tiebel als die Scheidung. Gewiß wäre es am schönsten, wenn sich die Gatten ihr Leben lang so lieben würden, wie sie am ersten Tage ihrer Ehe getan; daß sie ihre Kinder lieben und von diesen verehrt werden. Aber da die Menschheit nicht ohne Fehler und Laster ist, geht es so nicht weiter. Die Scheidung, wie wir sie wollen, macht die Che würdiger und tiefer. Sie schmiegt sich besser den neuen sozialen Bewegungen und dem modernen Geist an.

Die bürgerliche Gleichheit der beiden Geschlechter müßte ein Grundgesetz des modernen Rechts bilden. Tas französische bürgerliche Gesetzbuch erkennt ja beiden Geschlechtern schon jetzt gewisse gleiche Rechte zu; aber die Frau verliert doch einen Teil ihrer Rechte in dem Augenblick, da sie sich ver­heiratet. Sie ist in Wirklichkeit geschäftsunfähig. Ter Kontrast zwischen der Geschäftsunfähigkeit der verheirateten Frau und der Geschäftsfähigkeit der unverheirateten ist einer der charakte­ristischsten Züge unserer heutigen Gesetzgebung. Vor allem das englische, aber auch unser neues Bürgerliches Gesetzbuch gibt der Frau eine größere rechtliche Selbständigkeit, als das französische Recht es bisher tat.

Die Scheidung hebt schon jetzt die von der Kirche geforderte Untrennbarkeit des ehelichen Bandes auf. Der Ehebruch darf nur als Scheidungsgrund angesehen werden und deshalb auch keine Entschuldigung für den Mörder sein, der seine ehebrecheude Frait oder deren Komplicen tötet.

Wir fordern die Abschaffung der Strafen für Ehe­bruch, weil die Verfolgungen in dieser Hinsicht entweder der Rache oder dem Prozeßverfahren eiitfpriiigcn. Die Gesellschaft formt die Gesetze, um sich zu schützen, nicht um sich den Gefährlichkeiten einer Rache oder eines Verfahrens auszusetzen.

Major v. Zander und Genossen vor den Geschworenen.

(Unberechtigter Nachdruck verboten.)

H. F. Breslau, 5. Juli 1906. (Sechzehnter Tag der Verhandlung.)

Ter Vorsitzende, Landgerichtsbirektor Studenumd, eröffnet die Sitzung mit etwa folgenden Worten: SDL H. Geschworenen: Ter gestern vernommene Zeuge S ch o e p k e hat ja einen etwas selt­same n Eindruck gemacht. Er ist das erste mal wegen des Ver­kaufs des Rittergutes Schmoegerle an v. Zander nnd gestern über die Forderung, die er noch an v. Zander hat, vernommen worden. Diese Vernehmungen sind aber ans die ben Angeklagten zur Last gelegten Straftaten ahne jeden Einfluß. Ich ersuche Sie daher, sich durch die Bekundungen des Zeugen Schoepke in keiner Weise be­irren zu (affen. Ein Geschworener: Herr Vorsitzender, da in der Anklage behauptet ist, der Prozeß gegen Schoepke sei vom Ange­klagten v. Zander in frivoler Weise angestrengt worden, ist doch die' Aussage des Schoepke 'ur uns von Interesse. Bors.: Die An­klageschrift existiert für Sie überhaupt nicht, Sie (jabeit es lediglich mit dem Eräffnnngsbeschluß zu tun.

Der Verkauf des Rittergutes Schmoegerle.

Auf Auffordern des Vorsitzenden bemerkt v. Zander: Nachdem er den Prozeß gegen Schoepke verloren hatte, trat die Frage an

ihn heran: solle er Konkurs amnelden? Ties widersprach aber feiner Gesinnung, er wolle nicht, daß jeinand auch nur einen Pfennig an ihm verliere. Er machte sich klar, sobald er Konkttrs anmelDc, komme das Gut zur Subhaslalion uud falle an Schoepke zurück; die große Mehrzahl insbesondere der kleineren Gläubiger gehe ihrer Ansprüche vollständig verlustig. Ties widerstrebte feiner ehrlichen Gesinnung. Er sagte, gelingt es, das Gut vor der Sub- haslation zu retten, dann sei es möglich, alle Gläubiger abzufinden, zumal das Zustandekommen des Teutonia-Geschäfts in baldiger sicherer Aussicht stand. Nach Zustandekommen des Tentoing- Geschäftes sei es ein Leichtes, die Gläubiger zu befriedigen. Nach Abschluß des Vertrages vom November J903 bei dem Justizrat Reinbacher in Schöneberg bei Berlin habe er an Mensching eine mündelsichere Hypothek mit der Verpflichtung gegeben, die Hypo- thekenzinsen an deil Grafen Harrach z»l zahlen. Er (Zander) sei darauf nach Hannover und London gefahren. Als er zurückkam, hörte er, daß Mensching seiner Verpflichtnng, die Hypothekeuzinsen an den Grafen Harrach zu zahlen, nicht nachgekommen fei und daß aus diesem Einlaß Graf Harrach die Subhaslalion beantragt batte. Als er Mensching zur Rede stellte, sagte dieser: Es ist ja in unserem beiderseitigen Interesse, wenn das Gilt zur Subhaslalion kommt. Mit Schoepke werde ich schon fertig ivecdeu nnd ich komine billiger zu dem Gute.Jnzivischeu zog sich em ganzes Netz von Jntrignen um mich. ES verbanden sich Mensching mit Schoevke und Bondick. Der Amortisationsfonds der Landschaft wur^e aus- geschi'lttet, dieser sollte aber aus Anlas; der furchtbaren Ueber- fchwemniilng zu merneu Gunsten ausg.schüttet werben. Mensching sagte mir, er habe den Eindruck, daß Frau Schoepke unter dem dämonischen Eiitfluß deS gewalttätigen Schoepke einen Meineid geleistet.

Justizrat Dr. Rheinbacher (Schönebergs als Zeuge erläutert den von ihm vollzogenen Abschluß deS Kaufvertrages. Bei Grundsiücksver- käufen in Berlin nehme man gewöhnlich an, daß die Angaben des Ler- kuufrrs richtig seien: es werde für übet flüssig erachtet, das Grundbuch nacbzusehcn, um sich von der Richtigke t zu überzeugen. Bei der sozialen Stellung deS Majors konnte man nicht annchmcn, daß er etwas ver­schweigen werde.

Eine dramatische Szene.

Baumeister Mensching (Berlin- als Zeuge: Er habe sich das Gut angesehen. Es sei selbstverständlich, daß er den Vertrag nicht geschloffen haben würde, wenn er von den Nachhypotheken Kenntnis gehabt hätte. Er hatte allerdings die Verpflichtung übernommen, die Hypothekenzinsen an den Grafen Harrach zu zahlen nnd habe dafür die von ihm außer der 5040 Mark baren Anzahlung übergebene Hypothek von 14000 Mark vom Angeklagten zurückrrhaltcn. Graf Harrach hatte ihm jedoch nut» geteilt: er habe überhaupt noch keine Hypothclcnzinsen erhalten, aus diesem Grunde sei die Snbhastalion bereits bei dem Grundbuchrichtcr beaniragt worden. Bors.: Der Angeklagte sagte: Sic haben ihm geraten, Konkurs anznmeldeu, damit das Gut zur Snbhasiatiou kommt, alsdann kommen Sie billiger zuni Gut'? Mensching: Aber Herr Major, wie können Sie so etwas behaupten, bleiben Sie doch bei der Wahrheit, v. Zander: Herr Mensching, wie können Sic daö bestreiten, bleiben Sie doch bei der Wahrheit. (Große Bewegung im Zuschancrraum.)

Verdächtigung von Beamten.

v. Zander: Schoepke war der Freund der Schreiber und Registratoren des Winziger Amtsgerichts. Diese lud, er zur Zagd ein, um von ihnen über alle Vorgänge unterrichtet zu werden. Bors.: Sie verdächtigen'Beamte einer Handlung, die, wenn sie bewiesen werden kann, eine sofortige Absetzung und Bestrafung der Beamten zur Folge haben würde. Bedenken Sic, wenn solche Indiskretionen beim Militär entdeckt würden, v. Zander: Beim Militär werden täglich Indis­kretionen begangen. Bors.: Das rann ich nicht glauben. Staatsauw.: Der Angeklagte verdächtigt eben den Untersuchungs­richter und zum Teil auch mich, er hat Justizrat Haber und Rechtsanwalt Malkwitz in Leipzig angegriffen, in derselben grund­losen Weise verdächtigt er die Beamten des Winziger Amts­gerichts.

Mensching: Er habe noch einen Anspruch an Zander von 20 000 Mark. Wenn aber die Dfd>cr§iebcner Hypothek gelöscht werde, bann erkläre -er sich für befriedigt und verzichte auf die 4000 Mark Amortisationsgelder, v. Zander: Um Gottes­willen, ich will von Ihnen kein Geschenk haben.

Ter Ankauf eines Kaliwerkes.

Da Generaldirektor Bäumler (Seesen) erklärt, daß er nicht länger in Breslau weilen könne, wird zur Verhandlung über den Ankauf des Kalibergwerks Carlsfund geschritten, v. Zander bemerkt: Tas Bankhaus Heß u. Sohn in London hatte den Wunsch geäußert, ein großes Kalibergwert zu kaufen und zwecks Ausbeutung eilte Aktiengesellschaft zu gründen. Er sei daher im Auftrage dieses Bankhauses mit dem Generaldirektor Bäum­ler wegen Ankauf des Kalibergwerkes Carlsfund in Verbindung getreten. Die Verhandlungen, die im besten Gange waren, seien durch das Entstehen des Kalisyndikats schließlich gescheitert. Ge­neraldirektor Bäumler bestätigt, daß das Geschäft durch das Zu- standetommen des Kalisyndikats gescheitert sei: wäre es zu­stande gekommen, dann hätte v. Zander eine Provision von mindestens 150 000 Mark verdient. Ter Angeklagte hatte ein großes Verständnis für das Kali- und Kohlenbergwerkswesen, Es war ihm außerdem ein großes Geschick für den Abschluß von Verträgen mit den Bodenbesitzern eigen. Wenn der Angeklagte nicht in diese Untersuchung verwickelt wäre, bann würde er zweifellos Ausiichtsratsmitglied verschiedener Aktien-Gesellschaften sein. Leute von dem Geschick, der Bildung und Sachkenntnis des Angeklagten, der iwd) obendrein preutzisck^er Stabsoffizier sei und einer sehr vornehmen Aöelsfamilie angehöre, werde, wenn sein Name intakt fei, als Aufsichtsratsmitglied gesucht. Solche Stellungen werden bekanntlich sehr gut bewertet. Die von v. Zander in Auerswalde abgeschlossenen Vertrage leien für die betreffende Gesellschaft so günstig gewefen, daß ihr da­durch zweifellos ein großer Gewinn zugesallen sei.

Eine Verpfändung.

Auf Vorhalt des Vorsitzenden bemerkt v. Zander: Er habe ein Geschäft voll 8 Millionen vorgehabt, eS Ipbc ihm aber in­folge der unsinnigen Ausgaben seiner Frau das Reisegeld ge- ehlt, um nad> Köln und Elberfeld zu fahren. Er habe daher einen Teil seiner £ r b e it genommen und den Pfandleiher Wartung gebeten, ihm darauf 30 Ak a r k zu leihen. Er schäme sich dessen nicht Friedrich der Große und andere Heerführer haben selbst ihre Kroniuwelen in Zeiten der Not verpfändet Ich baubcltc im Interesse meiner Familie. Ms Betragen des Vorsitzenden gibt v. Zander zu, daß er auch ftlderne Mester, Gabeln, Losfel usw. verpfändet habe. _________

vermischtes.

* Eine mcrkrvürdige Entführ ungsgesch ichte ruft großes Aufsehen in Bad-Elster hervor. Dort soll der 81jährige Graf Zedtwitz von seiner 45 Jahre alten Wirischafterilt, die ihnt und seiner vor kurzem verstorbeneit Frau zehn Jahre lang Dienste als Wirt­schafteritt geleistet hatte,entführt" worben sein. Ob der Graf die Wirtschafterin, oder die Wirtschafterin gern den Grafen heiraten möchte, weiß man nicht recht. Jeden­falls sind die beiden itach Testerreich gefahren und werden dort wohl bald alsjunges",- glückliches Ehe­paar auftauchen. Tie Polizei in Bad-Elster scheint mit deut Heiratsplan nicht ganz einverstanden gewefeit zu sein und zeigte ein lebhaftes Interesse für die lebens­lustigejunge" Dame, die den alten Herrn entführt hat. Sie machte den Versuch, das Paar in Eger anhalten zu lassen, kam jedoch zu spät.

* Bittgesuch an deit Klapperstorch. Von eiitcm Karlsruher Knaben dessen heißes Sehneit nach einer Spielgefährtin in Gestalt eines Schwesterchens bis­her ungestillt geblieben tvar, ging der Direktion des Zoo­logischen Gartens in Köln, das folgende originelle Bittgesuch zur Weiterbeförderung an die richtige Adresse zu:An den Zilobischen Garten. Köln-Riel. Lieber Klapperstorch! Ich habe schon so lange-wartet und habe doch keines ge- kricht. Bringe mir ein Schwesterchen ich heiße Karl K . . . ! und ich bin schott acht Jahre alt Karl K . . . und tvohne Karlsruhe .... straße 33, 3. Stock. Ich bitt 4 Wochen auf besuch. Ter Klapperstorch soll es nach Karlsruh bringen." Die Direktion bemerkt dazu: Wir habett dieses Schreibett den versammelten Klapper­störchen vorgetragen und hoffen, daß einer den frommen Wunsch des kleinen Karl erfüllen wird.

* Der Couleurhund als Lebensretter.^ Etn aufregender Vorfall spielte sich am Salzufer in Char- lottenburg ab. Auf der Zille des Schiffers Roebel spielte dessen 6 jähriges Töchterlein mit seiner Puppe und einem kleinen Pudel. Plötzlich fiel dem Kinde die Puppe ins Wasser und als die Kleine versuchte sie, zu erhaschen, glitt sie aus und ohne einen Schrei von sich zu geben, stürzte das Kind in die Flutett. Die Schiffer hatten von dcnt Uttglück ttoch nichts bemerkt, als plötzlich mit einem mächtigen Satze etn großer Neufundländer in das Wasser sprang. Schnell hatte er die schon Untersinkende erfaßt nut) hielt sie mit Ausbietung seiner ganzen Kräfte über Wasser, so daß der Schiffer, der dadurch erst Kennt- ttis von deut Unfall seines Kindes erhielt, dem braven ßebeitsrettcr seine Bürde abnehmen konnte. Tosende Beifallsrttfe vom Ufer her lohnten die wackere Tat. Als der Hund das Ufer wieder erreicht hatte, wurde er von seinen Herren, ztvei Studenten, mit Lobeserhebungen empfangen. Ter Schiffer ivnßte feinen Dank nicht anders attszudrücken, als daß er ein großes Stück Wurst, ver­mutlich das Abettdbrod der Familie, an das Land warf. Ter mutige Lebensretter nahm diese Belohnuttg gern an und stattete durch lautes, freudiges Bellen seinen Dank dafür ab.

Anrversitäts-Nachrichten.

Zum Tode des jäb aus dem Lebert geschiedenen Professors Trübe schreibt dieVoss. Ztg." u. a.: Der Dahingeschiedene, über dessen Aufnahme in die Akademie der Wissenschaften in der letzten Leibnizsitzung vor wenigen Tagen zu berichten war, »war einer der vefähigsten und hoffnungsreichsten unter den jüngeren Physikern, dessen'Arbeiten von den physikalischen Forschern der ganzen Welt mit Spannung verfolgt wurden. Schon diese glänzende äußere Laufbahn zeugt von dent Ansehen, dessen sich der so jäh Tahingegangene bei seinen Fachgenossen erfreute..... Dazu kam

eine angestrengte Lehrtätigkeit, die an seine Zeit und feine Arbeits­kraft nicht geringe Anforderungen stellte. Seine näheren Freunde waren daher schon seit langem von Besorgnissen erfüllt, daß ferne an sich jugendlich kräftige und elastische Natur schließlich unter dem Uebermaß von Arbeit nnd geistiger Anspannung zufammenbrechen konnte. Daß diese Befürchtungen nicht grundlos waren, hat leider der ?lu§gang bewiesen. Sein älterer Bruder ist ber bekannte Botaniker Oscar Trude, Professor an der Technischen Hochschule und Direktor des Botansichen Gartens in Dresden.

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für Kinder, Kranke,Genesende. Verhütet u.beseitigt:Diarrhoe. Brechdurchfall, Darmkatarrh.

..L, wundsein, Wundliegen, ao*. (Wolf) bediene man sich der Kosmetika

19 ytltiftlflll TI Hausuasalan, Rezept: Nafalail 50, VII Lanolin 15, Zinkweiß20, Parafsin 15, a 50 und 100 Pfg., und des Naialan-Toilette-Streupulver äbOPfg. Bestandteile: Naialan 10, Magnesia 20, Talk 35, Stärke 27, Borax 3, gmklveiß 5, Parfum 0,5. Nur echt nnd rein mit Retorten- Marke und Namenszug Nr. Adolph List. Erhältlich in Apotheken resp. Drogerien, Parfümerien.

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Man verlange ausdrücklich RÜAGGI3 Stippen SchutzmarkeKreuzstern. ___________