Ausgabe 
6.4.1906 Erstes Blatt
 
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falben lassen. Wir sind nicht TTeinltcb, wir sind in manchen rmuhten fragen nachgiebig gewesen, aber wir haben unerschütter­lich fcftgehalten an dem Grundsatz der offenen Tur, der neben der Wahrung des deutschen Ansehens uns in der ganzen Marokko- jaktion geleitet hat und leiten mutzte. (Beifall.) Es warmem schwieriger Berg, den wir erstiegen haben, manche Nebergänge waren nicht ohne Gefahr. Eine Zeit der Mühen und Beunruhig­ung liegt hinter iws. Ich glaube, datz wir jetzt mit mehr Ruhe ins Werte blicken dürfen. Die Konferenz von Algeciras hat, wrc Sch glaube, ein für Deutschland und Frankreich gleich befriedigen­des, für alle Külturlärrdcr nützliches Ergebnis geliefert. (Lebhaftes Bravo.) t

Abg. Frhr. v. Hertling (Ztr.): Wir zollen dem Rerchs^- lanzler für die Behandlung der Marvkkofrage Anerkennung und Dank. Die Wahrung unserer Interessen war iwtwendig. Zn Algeciras hat es keine Sieger und keine Besiegten gegeben. Redner erörtert dann die öaihtng der französischen und ver­deutschen Presse. Möge sich die jetzt mit Frankreich erzielte Ver- ständigilng immer weiter geltend machen. Möge Marokko eine verstärkte Bürgschaft bieten für ein dauernd friedliches Zusammen­wirken. (Beifall.) Redner gedenkt der Vorgänge in Cour- riöres, wo die Menschenliebe die schönsten Früchte ge­zeitigt hat. Möge dies Vorkommnis ein Vorbild sein und zeigen, datz über die politischen Grenzen hinaus das gegenseitige Wohl- toollen doch endlich obsiegt. (Lebhafter Beifall.) Wir danken wärmstens für das besonnene Eintreten des ö st r e i ch i s ch e n Vertreters auf der Maroktokonferenz. Mögen die engen und freundlichen Beziehungen mit Sesterrcich noch über manche Fährlichkeiten hinweghelfen und möge Oesterreich selber seine innere Krisen glücklich bestehen. Der Ton eines Teiles der italienischen Presse gegenüber Deutschland mutz uns über- -raschen, verwundern und betrüben. Die radikale, revolutionäre Strömung in Italien zeigt nach Frankreich, hin, aber nicht ,nach Deutschland. Bestimmend dafür ist jedenfalls die französische Kircherrpolitik. Dabei ist beachtenswert, datz der italienische, Radi­kalismus von jeher kirchen- und religionsfeindlich gewesen ift. >Möge das konservative Volkstum gegenüber dieser Strömung mehr zur Geltung kommen, darin liegt eine Verstärkung des, gün­stigen Verhältnisses zu Deutschland. Bezüglich Englands ist zu hoffen, datz die in letzter Zeit l>ervorgetretcnen Friedensdemon­strationen unser Verhältnis zu dem verwandten Volke wirksam beeinfluffen werden. Die Behandlung, die wir seitens Rutzlands erfuhren, hatten wir nicht verdient. (Sehr richtig.) Wir hoffen, datz es gelingt, durch die Einführung einer Verfassung freiheitlichere Institutionen in Rußland einzuführen und auch dieses Land endllch in die Reihe der Külturnationen einrücken zu lassen. Ein dauernd unfähiges Rußland liegt nicht im Interesse des Friedens Europas. Ich wünsche aber nicht, datz deutsches Kapital sich ar. der Gesundung Rußlands beteilige. (Heiterkeit.) Bezüglich Amerikas begrüße ich, wenn auch nur mit Vorbehalt den P r o f e s' v r e n a u s t a u s ch. (Heiterkeit.) Für die Wissenschaft wird dadurch allerdings nicht viel herauskommen. (Erneute Heiterkeit.) Die vielfache Mißgunst gegen Deutschland im Auslande ist begründet in seiner historischen Friedensliebe und in seinem gewaltigen Aufschwünge. Betrübend sind die jüngst lxrvorgetretenen Vorstöße der revolutionären Parteien, insbe­sondere die Sprache der revolutionären Presse. Solche revo­lutionären Träume stoßen aber auf das deutsche Reich und auf die deutschen Regierungen, welche die konservativen Lebcnsinter- efsen und die christlichen Reckte ausrechterhalten werden. In diesem Umstande liegt auch ein Grund der Abneigung gegen unsere Politik. Wenn das Ausland für diese Abneigung das zu häufige persönliche Hcrvortreten des Kaisers anführt, so urteilt es falsch. Der gegenwärtige Leiter der auswärtigen Poli­tik ist jederzeit bestrebt, das Steuer des deutscher Schiffes durch olle Klippen sicher hindurchzuführen ohne, Chauvinismus, ohne semand zu brüskieren, aber auch ohne erfolglose Liebesbewerb­ungen und ohne Einmischung in fremde Händel. (Lebhafter Bei­fall bei den Mehrheilsparteien.)

Abg. Bebel führt aus: Die Informationen des Weißbuches über Marokko sind ungenügend. Ick behaupte, ein Bismarck hätte die Kvnferenz in Algeciras »nicht einberufen. Was hätte man in Deutschland gesagt, wenn der König von England nach Marokko gereift wäre und dort Reden gehalten hätte? Deutschland erweckt dem Sultan jHoffuungen, und reizt dadurch die anderen Rationew Die Lands- downesche Depesche an Cassini hätte unter anderen Verhältnissen zu diplomatischen Verwickelungen geführt. Dieser Affront ist die Antwort auf unsere Liebedienerei gegen Rußland. Die amtliche Bekämpfung der Schrift des Regierungsrates Martin ist unver- antwvrtlich, da 22 Milliarden russischer Anleihe in Deutschland nntergebracht sind. Wir wünschen int Interesse der Kultur das Zusammenbrecken des russischen Despotismus. Die Rede Herb­lings wird die Italiener überzeugen, datz Deutschland das reaktionärste Land der Welt ist. (Hierauf ereignete sich der bereits gemeldete Ohnmachtsan fall des Reichskanzlers.)

Um 1 Uhr 20 Min. eröffnet Vizepräsident Graf Stolberg die Sitzung wieder.

Abg. Bebel schließt nach kurzen Ausführungen.

Abg. Graf Limburg-Stirum (kons.) führt aus: Ich stimme in den meisten Punkten dem Fürsten Bülow und dein iFrhrn. v. Hertling zu. Die Tätigkeit Radowitz' verdient die vollste Anerkennung, er gehört der Bismarckffchen Schule an, welcher die erzielten Erfolge zu danken sind.' Redner spricht sich schließlich gegen die Reichstagsdiäten aus.

Abg. Bassermann (natl.): Wir wünschen dem Reichs­kanzler baldige Wiederherstellung; wir würden es bedauern, wenn er auch mir kurze Zeit den Geschäften fernbleiben müßte. Tie Gewährung der Diäten ist notwendig. Die friedliche Lösung der Marokkoirage erfreut uns, sie ist eine Folge des Sturzes Delcass ös, welcher der deutschen Divlomatie zu danken ist. Wir sprechen der Regierung volles Vertrauen Für unsere Zukunft ist es vorteilhaft, daß Deutschland sich nicht bei Seite schieben läßt und energisch vorgeht, wenn große materielle Interessen in Frage kommen. Wir erkennen gleichfalls die öster­reichische Haltung an, schwer ist die Kritik und die Haltung Italiens. lEs scheint, daß die Ep t r a t o u r Italiens mit Frankreich, wovon der Reichskanzler einmal gesprochen, sich zu einem recht unsoliden Verhältnis a ic s g e iv a ch s e n hat und zwar auf Kosten des Ehemanns Deutschland. Rußland hat Deutschland einen Nasenstüber versetzt. Die Unterbringung der russischen Anleihe bei uns haltert auch wir für unangebracht. Die Marokko- kom'erenz lehrt, daß wir ein starkes Heer tmb eine starke Flotte erstreben müßen.

Präsident Graf B a l l e st r e m teilt dem Hause mit: Der Reichskanzler toctr in den letzten Tagen recht stark er­kältet und überarbeitet. Er war nur gegen ärztlichen Rat heute zur Beratung seines Etats erschienen. Hier erlitt er in­folge der Hitze einen Ohnmachtsanfall, der ziemlich tief war. Ge- heimerat Renners hofft, daß das Besinden des Reichskanzlers ihm in etwa 1 V, Stunden erlauben werde, sich nach Hause zu begeben. Ich spreche namens aller Parteien den Wunsch aus, daß die Besserung anhält und der Reichskanzler die volle Gesundheit wieder erlange.

Abg. Müller -Sagan (frs. 23p.) führt aus, er schließe sich von ganzem Herzen den Wünschen an, wir sind zufrieden, daß Deutsch- land in Algeciras ohne das Danaergeschenk einer vorherrschenden Stellung weggekommen ist. Uns genügt die Erzielung der offenen Tür und der Gleichberechtigung. Vorteilhafter als transmarine Erwerbungen sind freundschaftliche Beziehungen zu den Kultur­mächten. Das Ergebnis von Algeciras wäre in unseren Augen ohne die Tanqerreise zweifellos freier als so. Deutschland begehrt nicht eine Eroberungspolitik, sondern den friedlichen Wettbewerb. Dte Heldentaten der deutschenB c r g I c u t e inCourriöres leisten für die guten Beziehungen derNationen m e h r als die gesamten Diplomaten in Algeciras.

Abg. Liebermann v. Sonnenberg (wirtsch. Vg.) be­grüßt den Erfolg der Konferenz in Algeciras. Wir sollten die geflüchteten r tc s s i s ch e n Revolutionäre zurück- schicken als Gegengabe für Rußlands Freundlichkeit in Algeciras.

Abg. Schrader (frs. Vg.) spricht ebeitfalls Wünsche für die Genesung des Reichskanzlers aus und schließt: in der jüngsten Zeit zeigt es sich, daß Deutschland nur wenig Freunde hat, und daß auch die Bundesgenossenschaft meist nur soweit reicht, als gemein- käme Interessen zu verfolgen sind.

Abg. Arendt (Rp.) spricht sein volles Vertrauen zu der maßvollen, zielbewußten Politik des Reichskanzlers aus.

Abg. Freih. v. Hertling (Ztr.) bemerkt, er sei hinsichtlich einer Äeußerungen über die Verhältnisse in Italien mißverstanden worden. Denn eine nur klerikale Partei würde er für ein Uebel in Italien halten. Redner schließt mit dem Wunsche für die Wie­dergenesung deS Reichskanzlers.

Nach einer Polemik zwischen Bebel tmb Lieber m a n n d. Sonnenberg schließt die Debatte. Der Etat des Reichs­kanzlers wird genehmigt.

»Es folgt die Beratung des Etats des Auswärtigen. Bezüglich der Verhaftung des holländischen Anar­chisten Nieuvenhuis weist

Geheimrat F r a n tz i u s auf die Debatte über diese Angelegen­heit in der holländischen Deputiertenkammer hin. Deutschland er­kenne nicht ein Asylrecht für Anarchisten und für aus Deutschland ausgewiesene Personen an.

Abg. Gröber kZtr.) sagt, die Jnhafthaltüng des Anarchisten Nieuvenkmis war bedenklich.' Die Regierung scheine übrigens be­züglich dePAusweisung von Anarchisten einerseits und von Jesuiten und barmherzigen Schwestern andererseits verschieden zu per- ahren.

Hieraus wird der E t a t des Auswärtigen und weiter ohne erhebliche Debatte die weiteren Etatsreste genehmigt.

Damit ist die zweite Lesung des Etats beendet.

Nächste Sitzung am 2 4. April: Kleinere Vorlagen und Petitionen.

Graf B a l l e st r e m schließt um 5 Uhr die Sitzung mit Ferienwünschen für die Abgeordneten. (Riöe: gleichfalls.)

Aus Stadt und Land.

Gießen, 6. April 1906.

DerJahrebbericht des Großh. Gymnasiums zu Gießen für das Schuljahr 1905/06 verzeichnet für den Anfang des Schuljahrs einen Bestand von 407 Schülern. Eingetreten sind im Laufe des Schuljahrs 17 Schüler, so daß ich die Gesamtzahl der Schüler auf 424 beläuft; hiervon waren 120 Vorschüler. Von den Schülern waren 375 au§ Hessen und 49 aus anderen deutschen Staaten: 357 waren evangelisch, 31 katholisch und 36 israelitisch. Int Laufe des Schuljahrs traten 12 Schüler aus, so daß der Bestand am Ende des Jahres noch »424 Schüler betrug. Die Zahl der Abiturienten betrug 14, 5 davon waren von der mündlichen Prüfung befreit. Dem Lehrerkollegium gehörten einschließlich des Direktors, Geh. Schulrats Dr. Schädel, 39 Herren an, darunter 17 Lehramtsreferendare, 2 katholische und 2 israeli­tische Religions- und ein Gesanglehrer. Das neue Schuljahr beginnt am 23. April.

" Lauterbach, 5. April. Die israelitischen Neligionsgemeinden unseres Kreises erheben im Rechnungsjahr 1906 an Umlagen: Crainfeld 850 Mk. (78 996 pEt. Zuschlag der doppelten Grundzahlen und des ganzen Einkominensteuerbetrags), Lauterbach 1160 Mk. (63,205 pEt.) und Schlitz 702 Mk. (65,829 pEt.).

Alsfeld, 5. April. Der 34. Jahresbericht der landwirtschaftlichen Winter schule zu Alsfeld gibt ein anschauliches Bild über die Tätigkeit der Anstalt, deren obere Abteilung von 16 und deren untere Abteilttng von 21 Schülern besucht waren. Von den Schülern stammten 27 aus dem Kreis Alsfeld, je 4 aus den Kreisen Lauterbach und Schotten und 2 auS dem Kreis Gießen. An Lehrkräften waren 3 Landwirtschaftslehrer, 3 andere Lehrer und der Kreiskulturtechniker tätig. Die Schlußfeier des 34. Schuljahrs sand am 28. März statt.

R. B. Darm st ad t, 5. April. Die heutige Sitzung der Stadtverordnetenversammlung beschäf­tigte sich eingehend mit einem Erweiterungsbau des Stadthauses an der Rheinstraße. Die beiden jetzt ge­trennt liegenden Gebäude sollen durch einen Mittelbau miteinander verbunden und die jetzt noch als Laben ver­mieteten Räume des Prasselschen Hauses zu Bureauzlvecken eingerichtet werden. Rach diesem Erweiterungsbau, dessen Kosten aus 90000 Mk. veranschlagt sind, hofft die Dtadd- verwaltung noch 15 Jahre mit den verfügbaren Bureau-- räumett auszukommen. Dann werde aber ernstlich an die Errichtung eines neuen großen Rathausbaues herangetreten toerben muffen. Der Antrag der Bürgermeisterei wurde genehmigt.

fc. Hanau, 5. April. In der vergangenen Nacht wurde im Rathause ein Einbruch verübt. Tie Diebe öffneten mittels Nachschlüssels die vom Mustädter Markte aus in das Rathaus führende Tür, ebenso die Tür wm Lokal der Stadthauptkasse im 1. Stock und erbrachen dort den Kassenschrant. Tas in dem Schrank aufbewahrte Geld war glücklicherweise gestern abend in das Okto öl bc geschafft worden. Es lagen nur das Gehalt eines Beamten in Höhe von 200 Mark und 4 Siegestaler darin. Tas Geld und die Taler nahmen die Tiebe natürlich mit, außerdem aber auch Hi ie Vorschrift für die Oeffnung des Tresors. Tiefer muß also jetzt vollständig umgearbeitet werden.

Vermischtes.

Der Kammerstted-Wettbewerb in Gießen Wir brachten die Nachricht, daß der Rektor der Universität Gießen einen Wettbewerb für das Festlied zum Kommers der Jttbelfeter der Universität im Sommer 1907 ausgeschrieben und als Preis 60 Flaschen edlen Weins ausgesetzt habe. Aber an dem Wett­bewerb können sich nur alle diejenigen beteiligen, die bis zum 1. März 1907 Angehörige der Universität Gießett sind oder gewesen siitd. Diese Nachricht hat den Mitarbeiter desFranks. Geit.°Anz." Diogenes" (Dr. Rudolf Presber nennt sich zuweilen so. D. Red. d. Gieß. Anz.) zugleich in Freude und in Trauer versetzt. Aus seiner Tonne hervor ruft er uns die folgenden ftimmungSuoflei; Verse zu:

In mein Dasein, weltvergessen, In mein Grübeln, kummerschwer, Läutet mir von Oberhessen Eine Helle Lockung her.

Grüne Römer hör ich Hingen, Und der Zapfer lacht vom Faß: Wer will Gießens Lob besingen, Sieh, dem springt ein edles Naß. Flotte Burschen, frohe Reimer, Auf zum kecken Liederstrauß Sechzig Flaschen Nüdeshetmer Gibt mein rundes Fäßlein aus!"

Hei, bas heiß ich eine Feier, Hei, das nenn ich einen Lohn Und ich putze meine Leier, Und schon gibt sie hellen Ton. Von der Wieseck will sie Hingen, Von der lenzbegrünten Lahn Und non hochgelahrten Dingen Und Ernst Ludwigs stolzem Ahn; Will--Ich seh den Rektor winken,

Emst unb streng und feierlich: Freund, zu singen und zu trinken Gibts in Giessen nichts für Dich!"

Sechzig Flaschen edleit WeineS Rektor, sprich, Du finstrer Mann, Warum meiner Lieder kemes Kämpfend sich bewerben kann?

Sieh, ich bin am Main geboren, Und das Heimweh ist mein Schmerz; An der Lahn hab ich verloren Mehr als einmal schon mein Herz. Und auf meiner Träume Flügeln, Sehnsuchtsbang und jugendstark, Flucht ich oft nach ihren Hügeln Aus der sandig platten Mark.

Und der Rektor spricht voll Tücke: Jedem Schwärmer wird sein Lohn; Eine große, böse Lücke Weist Dein Leben auf, mein Sohn. Deine Weisheit Dir zu holen, Also ward es uns bekannt, Hast Du Dich davongestohlen In der Bad'ner fröhlich Land. Gießen will von solcher Raffe Keinen, der es schnöd vergaß Und zu Heidelberg am Fasse Tief in Scheffels Schatten saß--"

Schön. Doch wißt, daß ich die Feier Nicht aus freiem Willen schwänz; Und ich packe meine Leier Grollend ein, Magnifizenz.

Und ich schwöre: Komm ich wieder Auf die wtmderschöne Welt, Werden Studium und Lieder ' Nur auf Gießen eingestellt, Eh' ginn zweitenmal der raschen Lebensflamme Glut verglimmt, Eure n ä ch st e n sechzig Flaschen, Rektor, hol ich mir bestimmt!

Mrchliche Nachrichten«

Evangelische Gemeinde.

Gottesdienst.

Sonntgg, den 8. April.

Palm ar um, Landes-Buß- und Settag.

Ju der Stadtkirche.

Vormittags 9*/r Uhr: Pfarrer D. Sch losser.

Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Matthäusgemeindv Pfarrer D. Schlosser.

Abends 6 Uhr: Pfarrer Schwabe.

Abends 8 Uhr: Vereinigung der konfirmierten männlichen Jugend der Matthäusgemeinde.

Gründonnerstag, den 12. April.

Abends 6 Uhr: Beichte und heil. Abendmahl für Matthäus- und Markusgemeinde. Pfarrer D. Schlosser.

Anmeldung vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. Karfreitag, den 13. April.

Dorntittags 91/, Uhr: Pfarrer Schwabe.

Beichte und heil. Abendmahl fiir Matthäus- und Markusge­meinde. Anmeldung vorher bet dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten.

Vormittags 11V« Uhr: Kinderkirche für Matthäus- und Mav kusgemeinde gemeinsam. Pfarrer Schwabe.

Abends 6 Uhr: Liturgischer Gottesdienst.

Pfarrer D. Schlosser.

In der Iohauueskirche.

Vormittags 91/, Uhr: Pfarrer Kraus.

Vormittags 11 Uhr: Kindergottesdienst für die Johannes- gemeinde. Pfarraffistent Knott.

Abends 6 Uhr: Pfarrer Euler.

Beichte und heil. Abendmahl für die LukaS- und Johannes- gemeinde im Abendgottesdienst. Anmeldungen vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten.

Nach allen Gottesdiensten Kollekte zur Unterstützung von hilfs­bedürftigen evangelischen Gemeinden unseres Landes, die an Orten mit überwiegend katholischer Bevölkerung bestehen.

Gründonnerstag, den 12. April.

Vormittags 9V, Uhr: Pfarrafsistent Knott.

Vorstellting und Prüfung der Konfirmanden aus der Johannes, gemeinde.

Abends 7'/. Uhr: Pfarrer Euler.

Beichte und heil. Abendmahl für die Lukas- und Johannes- gemcinde.

Karfreitag, den 12. April.

Vormittags 9/. Uhr: Pfarrer Euler.

Beichte und heiliges Abendmahl für die Lukas- und Johannes- gemeinbe.» Anineldungen vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten.

AbendS 6 Uhr: siehe Stadttirche.

Nach allen Gottesdiensten Kollekte für die evangelischen An­stalten in Jerusalem.

Die Konfirmation der Kinder auS der JohanneSgemeinde findet am 2. Ofterfciertag statt; im Anschluß daran Feier des heil. Abend- mahls; die Beichte hierzu am 1. Osterieiertag, abends 6 Uhr.

Die Vorstellung und Prüfung der Konfirmanden auS der Lukas- und aus der Militärgemeinde findet am 2. Osterseiertag, nachmittags 2Vi Uhr statt.

Tie Konfirmation der Kinder aus der Lukas- und der Militär- gemeinbe findet am Sonntag, den 22. 2(pri( statt, im Anschluß daran Feier deS heil. Llbendmahls.' Die Beichte ist Samstag zuvor nachinittags 2 Uhr.

Sonntag, den 8. April, abends 7/4 Uhr: Vereinigung der konfirmierten männlichen Jrigend der Lukasgemcinde im Konfir» mandensaal, Liebigsti^ße 56.

Katholische Gemeinde.

Samstag, den 7. April 1906.

Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr Gelegenheit zur heil. Beicht.

Samstag nachmittag von 47 und 89 und Sonntag vor­mittag voit 6 Uhr an wird ein fremder Priester Beichte hören.

Sonntag, den 8. April 1906.

Pa 1 msonnta g.

Vormittags von 6'/, Uhr an: Gelegenheit zur heil. Beicht.

um 7 Uhr: Die erste heil. Atesse, vor und in der­selben Austeilung der heil. Kommunion.

um 8 Uhr: Die zweite heil. Messe.

mn 9 Uhr: Palmweihe. Die Palmen müffen vor 9 Uhr in der Sakristei sein, versehen mit dem Namen des Eigentümers.

um 9'. Uhr: Hochamt mit Fastenpredigt.

Abends um 87t Uhr ist Fasten-Predigt, daraus Andacht.

Montag, Dienstag, Attttwoch, Donnerstag und Freitag abend 81/« Uhr ist Fastenpredigt.

Montag, Dienstag, Mittwoch und Donnerstag vormittag um 6 Uhr ist Gelegenheit zur heil. Beichte bei einem fremden Priester.

In frühester Jugend ML daß 2

ÄÄbic Myrrholinseife. n

sollen Kaffee und Tee meiden- Sie sollen auch nicht reinen Kakao trinken, sondern nur den wirklich nährenden

Perdymaiiiin-Kaknn

Büchse 2.50 Mk. in den Apotheken.