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Die Mobiliarausstattung für die Neubauten der Veterinär-medizinischen Institute in Gießen, nämlich Lieferung von Laboratoriums- und Arbeitstischen, Schaukästen, Sammlungsschränken rc. soll unter Zugrundelegung des Ministerialerlasses vom 16. Juni 1893 öffentlich vergeben werden.
Angebotsunterlagen können auf unserem Zweigburearr Frankfurter Straße 85 eingesehen, Angebots-Formulare» (keine Zeichnungen) dorther bezogen werden.
Offerten mit entsprechender Auffchrist sind bis Mittwoch, den 15. November, vormittags 11 Uhr, dem Eröffnungstermin, auf genanntem Zweigbureau einzureichen«
Zuschlagsfrist: 3 Wochen.
Gießen, den 3. November 1905.
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Die Rechnung der evangelischen Kirche zu Gießen (Gesamtgemeinde) für 1904 und die Rechnung der v. Ra- benau'schen Stiftung für 1902/05 liegen in der Wohnung, des 1. Pfarrers, Südanlage 8, acht Tage lang zu jedermanns Einsicht offen.
Gießen, den 4. November 1905.
Der evangelische Gesamtkirchenvorstand.
Dr. Naumann.
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LilUU iliönUl lull Studentenkarten Alk, 1.—. Kleine Partitur-Ausgabe sowie Konzertführer sind in der Musikaliery-Handlung des Herrn Ernst Chai Her (Rudolph’s Nacht.i, für Studierende auch bei Herrn Hausverwalter Bitter und abends an der Kasse zu haben. — Zur Hauptprobe Mk.
) Studentenkarten Mk. 1.— , Schülerkarten Mk. —.50.
Oeftnung des Saales 41/, Uhr.
Gültigkeit haben blaue, rote und rotweisse Karten, ungültig sind gelbe Karten. ip&3 zweite Konzert (Erster Künstler-Abend) findet am 19. November statt Gäste: Kammersängerin Frau Erika Wedekind 1 p. , Kammersänger Herr Hans Buff-Glessen f UTes CIL
Vcrqebung von Erdarbeiten
für den Neubau der Irrenanstalt zu Gießen.
Auf Grund deS Ministerial-ErlaffeS vom 16. Juni 1893 sollen folgende Arbeiten im öffentlichen Wettbewerb vergeben werden:
2500 qm Mutterboden abzuheben und
5000 cbm Erdauffüllung.
Es bleibt vorbehalten, die Erdauffüllung auch in kleineren Mengen getrennt zu vergeben.
Die Ausführungs-Bedingungen und Angebots-Formulare liegen in unserem AmtZlokal zur Einsicht offen und können daselbst zum Selbstkostenpreis bezogen werden.
Die Angebote müffcn mit entsprechender Auffchrist versehen bis zum Eröffnungstermin am 18. November 1905, vormittags 10 Uhr, portofrei an uns gelangen.
Zuschlagsfrist 14 Tage.
Gießen, den 1. November 1905.
Großherzoglichcs Hochbauamt Gießen.
Becker.
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wahlausrus!
Die Wahlen zur Halberneuerung des Hessischen Landtags sind nahe gerückt. An alle Freisinnigen im Lande und alle, die mit ihnen bte gesunde freiheitliche Entwickelung unseres politischen Lebens erstreben, ergeht die ernste Mahnung zu besonderer Wachsamkeit und Arbeit gerade bei dieser Wahl.
, Die direkte Wahl der Abgeordneten, die wir schon so lange Jahre erhofft haben, stößt leider immer noch »uf Schwierigkeiten. Offene und heimliche Gegner der Volksrechte haben wiederholt die Negierungsvorschläge auf Besserung des Wahlgesetzes zum Scheitern gebracht. Den stärksten Widerstand erhebt die erste Kammer, die es für nötig findet, die vermeintlichen Gefahren einer aus direkten Wahlen hervorgehenden Volkskammer durch Vermehrung der Rechte der ersten Kammer zu überwinden.
Der Kampf gegen diese unheilvollen Widerstände kann wirksam nur geführt werden, wenn jeder Volksfreund mit uns einsteht für das bltcltc, allgemeine und gleiche Wahlrecht, frei von sogenannten Kautelen, die meistens nur der Abneigung gegen das freie Wahlrecht und dem Mißtrauen gegen das Volk entspringen- Eine gerechte Wahlkreiseinteilung lediglich nach den Rücksichten des örtlichen Zusammenhangs und der Bevölkerungsziffer muß neben dem allgemeinen und direkten auch das gleiche Wahlrecht zur Wahrheit machen.
Den Rechten der Volkskammer darf nichts vergeben werden; die Ansprüche der ersten Kammer auf Verstärkung ihrer Rechte sind entschieden zurückzuweisen.
Neben dem Wahlgesetz wird ernste Arbeit erfordern die Gesetzgebung über die Gemeindesteuern. Beffere Regelung der Kreisumlagen, gerechte Verteilung der Gemeindeabgaben nach der Steuerkraft, nach Einkommen und Vermögen, mit Beachtung der besonderen Vorteile, die der Steuerpflichtige von der Entwickelung der Gemeinde hat, sollen nach Möglichkeit die Schwachen entlasten und den durch das unaufhaltsame Anwachsen der Gcmeindeaufgaben immer schwerer werdenden kommunalen Steuerdruck erträglicher gestalten.
Die bevorstehende Verwaltungsgesetzgebung soll uns ein geordnetes und vereinfachtes Verfahren und den Ausbau der kommunalen Selbstverwaltung in allen Instanzen bringen.
Manche weiteren Aufgaben werden an den nächsten Landtag herantreten. Hierbei sind alle auf Hebung der Landwirtschaft, der Industrie, des Handels und Verkehrs gerichteten Bestrebungen zu fördern ohne kleinliche Bedenken, aber mit weiser Schonung der Steuerkraft des Landes. Zu allen Arbeiten im Dienste des Volkes ist die starke und ffreiheitliche Gesinnung mitzubringen, die auf verständige Vorschläge von Land und Regierung hört, ohne sich von dieser abhängig zu machen, und stets gewissenhaft beflissen ist, die Rechte und Interessen des Volkes zu wahren und zu stärken.
In diesem Smne war seither die kleine aber wackere Schar unserer Parteigenossen im Landtage zu unserer dankbaren vollen Zufriedenheit bemüht, und wir erwarten in schwerer Zeit, die für die Volksvertretung ganze Männer erfordert, daß unser Ruf befolgt werde:
Wählt freisinnige Männer, wahrhaft liberal, mit starker Liebe zum Volke und starkem Pflichtgefühl für seine Freiheit und Wohlfahrt!
Darmstadt, 2. November 1905. D4/n
Der Landesausschutz der freisinnigen Partei in Hessen.
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Dirigent: Grossherzogi. Universitäts-Musikdirektor G. Trautmann.
Solistin: Teresa Carreno (Klavier), Berlin
Orchester: Das Vercinsorchester — Kapelle des Inf.-Regts. Kaiser Wilhelm (2. Grossh. Hess.) No. 116 — verstärkt durch auswärtige Kräfte.
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Schluss des Total-Ausverkaufs
Samstag den 11. November


