Ausgabe 
23.12.1905 Viertes Blatt
 
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9Ur. 302

General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Sichen

Keer und Atolle.

lmischuug

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mit Java lofhmg 20 Mk.

i Erinnerung.

Rotationsdruck und 9?erlag der Srübl'ick^» Umr;rftiät5brudcreLJL Lange. (Äie&en.

Redaktion. Expeduion u Tmiderei. Schulftr.T.

Lei. Nr. bl. ideflt.-91t>r.; Sinniger tiiefeai.

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tahljui,

Yin frijarfcS Urteil über den Handclsverlragsverem

Äi'ü verwunderlicherweise ein Sozialdemokrat, ls org «mharb in seiner Wochenschrift .PlutuS', mdem er u. a. »r-i-bt: -

IstHetnt llglid) mit Ausnahme deS Sonntags.

HiSiehener KamUienblätter" werden dem ,(!r jffiger viermal wöchentlich beigelegl. Ter .^stlchr Landwtr'" erscheint monatlich einmal

nMA in feinste

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nnd flemn-Kettfi

Idene nnd silberne Dm cm heute bis Weihnat:

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n, sowie den S8m:: st an, daß ich t Benutzung genor- ützlichstes und M nen, guten lütz(

Aüe'K^ tu Ki!binc

L5wen-Dr°l?n'

Ich mußte bisher nicht, baß der bcutidic vandclsveriragc-- verein <ur Förderung amerikanischer Aus'uhrintereiien da ist, sondern nahm an, baß ihm an der Förderung deutscher AuSsuhrinterefsen aclegen sei. Jedem anderen Lande gegenüber würde sich ja auch der Sandelsvertragsverein mit Hecht arv i'c- rufeuer Hüter exportinduslrieller Interessen suhlen. .Iber '.linerUa gegenüber ist das natürlich etwas anderes. Ta kommt bet den dorren tofort der sreihändlerische Albani Aum Dorschem, der da^ .Hauptgewicht aut die billigen Lebensnuttel legt, aber "versteht, boB das billtae Brot und die Rohmaterialien, die rotr von Amerika bestehen, in Wirklichkeit mehr als teuer bezahlt sind: mit bem Stu in unserer Erv 0 rtindnstrie. . . . Aber selbst wenn unsere Position Amerika gegenüber so schwach- wäre, wie der handelsverlragSverein sie barzustellen beliebt, ist cs dann Firmen klug, sie dem Gegner auszupkaudern? Und zeugt es von hohem taktischen Geschick, dem Feind gegenüber dieiemgen, die seine Stellung für höchst unncher und sein Gelarme für cmen BlnN halten, alS Ignoranten hinzustellen? So schätzenswert die ^aug- feil de? Handelsvertrag-Vereins bisher auch war und water hoffentlich wieder sein wird, in der Amerikatrage wirkt er | ct) a 0 - l ich für Deutschlands Interessen."______

lenol .tallputzmirt®1 Metalle .30,5m .6 Mk. 1.5°'

Ublitischk Tagceckrhan.

Großstadtnarren und Kleinstadtweise.

ILnb über Nacht war der schöne Traum erfüllt: der iLtagrn deS 1. Dezember verbriefte in acht deutschen Städten i ult Bürgern das Recht, sich fortan als Großstädter be- ^.ijchnin zu dürfeti. Welch enormes Hochgefühl, dies Groß- f IhtlbrrouBticinl Es geht erheblich über die Wirkung eines gFtbtnS, schafft es doch selbst eine Art erstklassigen Stadt- ms bentumS, vor dem der friedliche Kleinstädter nolens «Hen$ zu verblaffen droht. Und doch auch der Großstadt- 5irper must nach wie vor seine Steuer zahlen und sich über oLlttbo nb ärgern. Brüderlich wachsen mit der Stadtgröße 3«qini> und Untugend, Dummheit nnd Weisheit, Voll- . iflinianbeit und Mangelhaftigkeit, am meisten aber jene ' yr.n' steit, die man das Großstadtnaiim.tum nennt. Der

Küche notwendigen Waren einzukaufen. Heber sämtliche Em- nahmen und Ausgaben führen die Lehrerin und die Schüle­rinnen genau Buch, damit letztere die Preise der Waren kenen (emen und sich an Sparsamkeit und wirtschaftliche Einteilung gewöhnen. Heber die Zusammensetzung und bte Zubereitung der Speisen fertigen die Schülerinnen Niederschriften m ein Heft, ans welchem sie sich später bei der praktischen Ve» wendung des Gelernten im Haushalte stets Rat holen können. Neben der getvöhnlichen bürgerlichen Küche und der fertigtest in allen im'Haushalte vorkommenden Handarbeiten wird auch bie Herstellung non Krnnkenkost gelehrt: el>en,o werden die im Krankenzimmer erforderlichen gesundheitlichen Maßregeln b'sprachen. In Gioßen-Linden hat der dort praktizierende Arzt die Unterweisung der Kursusteilnehmerinnen m der Krankenpflege, sowie in der ersten Hilfeleistung bet Unglücks- fällen (Verletzungen,Ve'-brennnngen, Knochenbruchen)mdankens- werter Weise unentgeltlich übernommen. Auch für die Orte, in welchen die nächsten Kurse stattsinden, ist erfreulicher- iveise die gleiche Zusicherung bereits erteilt. Arn Ende emeZ jeden Kurses findet eine Schlußprüfung und eine Kostprobe statt, wobei auch die Handarbeiten der Schülerinnen aus-

Tie gesamte Kücheneinrichtung, sowie alle zur Erteilung des Unterrichts, insbesondere auch die zur Erteilung deS Unterrichts im Nähen, Waschen und Bügeln nötigen Geräte, ein Verbandkasten mit Verbandzeug und einfachen Heilmitteln ind vom Kreise angefchaffl worden.

Der vom Kreise Gießen angestellten Lehrerin, welche die Prüfung als Handarbeitslehrerin bestanden hat, 11t für die Frühlings- lind Sommermonate auch die Abhaltung von Ausbildungskursen für die Handarbeitslehrerinnen an den Volksschulen übertragen worden, ebenso die Revision deS Handarbeitsunterrichts an sämtlichen Volksschulen des KreiseS. ^>luch hat sich dieselbe verpflichtet, auf Verlangen kurze Wandeikurse in landwirtschaftlichen Fächern, wie Milchver­wertung, Geflügelzucht, Gemüsebau und Jungviehzucht, ab-

> wanöernttt Kauskaltungsjlchul- des Kreises Hießen.

Von Dr. Wilhelm Wagner.

Äuf Beschluß deS Kreisausschusses und mit Genehmigung L Kreistag? ist in den ersten Tagen deS Nooember d.e mkrnbe HauShaltungSlchule des Kreises Greben INS-eben ckeden. Der erste Kursus der Schule, welcher in Großen. Uen abgehalten wurde, ist nun beendet und die nm 15. !ye-nb-r uorgenommene Schlußprüsung, we cher mehrere ,Wln lieber des KreiSauSschusses und einige geladene Gaste, Lmlet der Sierr Präsident b-S landwirtschaftlichen Provm. Mu-remS, beiwohnten, hat gezeigt, d°S d,e »ehegteri Er- «ctilnqen durchaiiS berechtigt waren D,° wandernde S°>.°- IttiungSschule des KreiseS ©reuen ist. die erste ihrer Art m stii-n iind es bürsten deshalb einige Mitteilungen über sh Einrichtung und den Betrieb derselben sur weitere Kreise

prochenen Großstadtnarren gibt es sehr viele, und es s.li ilhvde, daß man im Einschluß an die jüngste Volkszählung *tint Statistik darüber aufgemacht hat. Sie wäre schließlich Mih !»arnach geworden, denn alles was auf Selbsteinschätzuiig 6nu'.)iv ist nicht weit her. Der moderne Großstadtnarr ist b gi borene Feind des Kle . dterS. Dieser findet ihn mit ijdariun Blick auS der Herde heraus und schaudert vor seinem Lslait zusammen. Er ist ihm einfach unausstehlich, wie er BytliDkißig den Mund voller nimmt, als sich mit den oft Ächeüdenen Größenverhaltnissen der Stirnpartic vertragen Hill, wie er den Tag zur Nacht und die Nacht zum Tage -sicht, wie er im Cafe seine zweite Heimat findet, wie er 3in Bert der Mitmenschen darnach beurteilt, ob sie der rauften Kragen-, Manschetten- und Krawattenmode folgen ater nicht, wie er über alles die Nase rümpft, waS nicht in die i'Mstt'lligen Ziffern geht, und wie et endlich alle besseren Biuliceen Stammeseigenschaften Gemütlichkeit, B'/der- 3(i, Naturfreude mehr oder weniger ablegt, wie der treffliche

Diefenbach ganz richtig sagt. Das muß ja dem Klein- Mtzier an die Leber gehen, denn im Verhältnis zu dem Datierten Großstadtnarren repräsentiert er die gesunde ISeiSpeit, die Ja Ja und Nein Nein ist und die mit ihren (.uten Augen schärfer sieht, alS das Monokelauge des Niesen- ijtibterrS. Hand aufs Herz, du großstädtischer Riesennarr: be- Üwteir olle Errungenschaften der Großstadt wirklich die !P.uliiurblüte der Menschheit? Ter Kleinstadtweise hat seine ,C1i v Meinung darüber, und die ist nicht gerade schmeichel-

Art. Er kennt die Abgründe der Herdenquartiere. Er daß ein halbes Unglück dort grimmer das Men'chen-

11 :' ansaßt, als im Wald- und Felderfrieden, wo schon m'näner ohne Doktor gefunb worden ist, dem die Grotz- ssWmirrnis an den Verstand ging. So dämpfet eueren Tn mphhymnus, die ihr laut Volkszählung vom 1. De- s:,nbrr 1905 die Hunderttausendgrenze überschritten habt und ,'xhi Hiebet mit Bedächtigkeit der Frage nach:Wie bringen n:( («§ mit unserem Großstadtverstand am besten fertig, zi jjlntnii .Kleinstadtfrieden zu gelangen, der die Nerven stärkt md das Leben verlängert.

der 9Lrothf*fcn in den Staatsbesitz.

G4 ein ct'.v 5 '.e l'Nalt S Programm, da., dieGe- Kosten" bunt! bem Nessittrn Volk UN rbreiten unb ne o'Kiwen wol'l fe (v- niet- bir. alle dien' c'lntr r auf einem .m «ag aucn mit b r crforberli i n Gr-nd^elk ' berafn w.r. " konnern Gincit Wntreq In)bei wir übrigens babe, oermiyt rote das Geld aufgebracht nrben '»ll'MN^rch Durch» -nhrnng all dieser Forderungen westen znm Eldvradro aller Zu- runsrssdaatH-Tröumer zu mnc'."

DolKSsählungsergebniffe.

Deutsches Aeich.

Königreich Bayern. Aach deut vorläufigen ErgebmS der Volkszählung nm 1. Dezember zahlt Bayern 6 ol-8.4 Ein­wohner gegen 6176 057 im Jahre 1900. Der Bevölkerungszuwachs

Württemberg. 2 300 330 (2 ,69 480).

Kunahme 130 850 6 Prozent.

o Großherzogtum Oldenburg. Nach der letzten Volkszählung hat daS Großherzogtum Clbet»bui-g 43819o @m- wohnet gegen 399180 im Dezember 1900 Tre Zunah,ne betragt etiva 10 Proz. Sic beträgt etwa oO Proz. inr bm- ^.tlhelmS haven. benachbarte Amt Nüstringen und 21 Proz. hu- die stabt ~elni£agent'74 528 (50609), Spandau ^0 301 (6503P,Bromberg 54 250 (52 204), Forst 53 777 (32 075) valberstadt 4o 460 (42 810), ßamm 37 869 (36 333), Witten 3o 883 (33 517), Rattbor 3- 565 (.15 256), Siegen 25199 (22111).

Hessen.

Oberhessen: Fraurombach 272 (243), Weder-Gemünden 518 (509», Rimbach 303 (298), Sandlohs 223 (219), Unier-Weg- iurth 94 (96), WeUsaasen 228 (214). , ,

Starkenburg: Beerielden 2294 (2203), Bickenbach 1371 (1250), Hainhaufen 611 (566), Zwingenberg 1816 (1640).

N b e i n h e f f e n: Gluntcryblum 2256 (2183), Wackernheun 858 (809). _

Hessen-Nassau und Kreis Wetzlar.

Kreis Wetzlar 58165 (54 069'.

Bürgermeisterei Aßlar 7391 (6723) Aylar 1480, SUeiu-2lltenftäbteu 608 (beide Orte 1900 1743), Bechlingen 215 (2)1), Berghan'en 406 (.,76), Bi . ?a y 123 (115), Tilircm 289 (280- Dreisbach 17.5 (155), Chrhig: hauten 1425 -13041, ' atzeiUurt 938 (ö43), Kölfchhaufen 447 (407), Aiederlemy 232 (218), Werdorf

B ii rgermeisterei Br a u n ' > tS 8469 (83.,0 , BraunkelS Stabt 1512 (1484), Brauniels 2/. of. 78 (88), Altenberg 142 (575, Albshauien 379 (416), BnrgiolmS 1613 (1567) Leun 10o9 (1076 , t Niederbiel 693 (728), Cheibicl 882 (oO), Oberndort 84o (816), : Steinbovi 563 (562', Tierenbach 703 (706).

zuhalten.

Die am 15. Dezember in Großen-Linden abgehaltene Schlußprüfimg hat ergeben, daß die Hanshaltungslehrerin ihrer nicht leichten "Aufgabe durchaus gewachsen ist. DaS Er- gebniS war in jeder Beziehung ein durchaus befriedigendes. Wenn der Kreisausschuß bei Errichtung der Schule von der Absicht ausging, durch dieselbe die vielfach noch mangelhafte ha iv haftliche Ausbildung der weiblichen Jugend auf den, Lande zu fördern, fo hat der bisherige Erfolg gezeigt, daß diese Absicht in weiten Kreisen der ländlichen Bevölkerung volles Verständnis und freudiges dankbares Entgegenkommen gefunden hat. Bei verschiedenen Besuchen, welche während des Hnterrichtskursus in Großen-Linden der Schule abge- stattet wurden, und bei der Schlußprüfung konnte mit Ge­nugtuung konstatiert werden, mit welchem Eifer und mit welcher Freudigkeit die Kurfusteilnehmerinnen die ihnen ge­botene Gelgenheit zur Forderung ihrer hauswirtschaftlichen Ausbildung benutzt haben. Ans dem nächsten KursuSorte sind so zahlreiche Anmeldungen eingegangen, daß dieselben um ein drittel reduziert werden mußten. Nicht nur für den laufenden B . sondern auch für den Winter 1906/07 sind sämtliche > .Haushaltungsschule durch Anmeldungen von Gern Ache einen Kursus in ihrem Orte abge-

halten haben wollci, vollständig besetzt. Hieraus läßr sich erkennen, daß durch die dauernde Einführung solcher Haus- haltungsk-i ' einem lebhaft empfundenen Bedürfnis der Land- bevölkc'.ii' v entsprochen ist. Die Abhaltung be*

,-.,v u... AAblid) für Fabrikarbeüermnen ist oo«. dm, Kreisau-.jchi.fse in Aussicht genommen.

Berlin, 21. Dez. Tie V e r fo n a 1 v e r a n de r u " S en im Heere brachten nut roem.-; Neubeietzungen »on nrb zwar für die Infantcrie und bic pnßattiNerie ie ein ,

ft Me sWmill-ri- in SReounent x« 3^

setzuna der 9. Inf nteric-Bngade Fre.nliurt a. L. ut noa lmrbchalten und bürfi-' erst zu "'in.rsgebuttStap er,olgen Be- förderi iw irden 3 EenerAleutnaMö, « o-encralmaiore, 4 Obersten der Inf.interic u!nd 1 Oberst der Fnnartillcrw; « Leut^

nants und 89 Fähnriche, von denen 2u als, diaraftcniicrtc Fäbnr'.che aus dem Kadel! .^rvorgeaangen sind. - Ter K. iskr hat ln'nnnni. d -8 die Liu-ierc >--> 3. ^batei lons em- schließlich Marinefeldbatterie n.bcn dm uralt vorgcichrubenen Unr- form wie die Mannfchasteii . en 4. t o r e n anzu g, bestehend aus Rock, Hofe, Mütze e d Br..mrd, .L und braunem ovenhelm, sowie hohe Stiefel, Schuhe nnd ' . n, en jjH

Leder zu tragen bähen. In bei '.cu .vom 1;>. bt5 26, <..11111.10 1906 findet bei ber Marine ein <rt.।v 1 -mvr-öortragdfur 1 u§ m 2Ir* iilleri- und vom 19. bis 24. '"l «'». r 1906 cm orp^dakursn-, im Anschluß daran vorn 2o. die c . Funlentesig. .' . kurluS für Stab5of>i~ n-' ibor ______

Viertes Blatt. ISS. Jabraang Samstag 23. Dezember ? .»0S

Giehener Anzeiger

-Martamentarischcs aus Helfen.

In der Zweiten Kammer brachten die Sozial­demokraten folgende durchweg in die Form emeS Er­lichens an die Regierung gekleideten Anträge ein:

Die Regierung soll ersucht werden,alsbald einen Geset-- eittnmrf vvrzulegen, wonach bie Wahlen nun 2 a u b t a g aut Gmnb des allgemeinen, .i[eid)en direkten und geh.'nncn 42ayi rechts mit Proportionalwalilsystnn stattzunnd.n hab n, und zwar unter Berücksichtigung folacnb r b foudercr De imm-umen. Wadi berechtigt ist iebet\ rechtsmilndige in Hchen ?u«uige angehörige. Tie Gesamtzahl ber Abgcoroneten ist dem Bevolkcr' ungszuwachs berart an zu passen, da« am ,e -0 000 Deelen em Abgeordneter zu rechnm ut. ^ie Wahlen ,md an Sonntagen vor zunehmen. Die Wahlstunden nnd von mittags 12 bis abends 8 Uhr restzusetzen Tie Wählerlisten und ftanbig auf dem Zausen den zu halten und bei Ankündigung d's Wahltermms durch den Druck zu veröffentlichen. Das Wahlgeheimnis ist durch Einführung amtlicher Stimmzettelkonverts und Einrichtung von Jsolierräumet. sicher zu stellen, ^cr Vorlegung emes Ernt- wurfs, ber bic Einführung des Ein kammer, nirem. und der birektenGesctzgebu 11 nb u r rf) das Vol rmittel« des Vorschlags^ und Vermerfungsreasts (Jnstiative und Reseren dum nach Schweizer Muster) vorsieht. m.

-Durch Gesetz soll.-n alisgehoben werden alle roli^ilich-.n V^ stimmungen und Verw.sttungsverordnungen, bic geeignet lind, bie verfassungsmäßige volle Vereins- nnb Ver- sammln ngsfreiheit zu beeinträchtigen. , ...

Die Progression ber Einkommensteuer sur bie Einkommen soll von 6000 Mk. ab_ erhöht, bic Vermögenssteuer soll progressiv gestaltet werden. 2.re Neviston des stemjeV t a r i f g c s c tz e s soll in bic Wege geleitet werden zwecks Bewitig- nna aller derjenigen Stempel und Gebühren, bie eine druckende Belastung der minber bemittelten Bevoll r.mgskreisi barstellen.

Ein Gesetzenttvurf wird tierferttgt, der M Ucbcrnahmc sämtlicher Volkss ch u Haften auf ben Ja a t vorlieht.

ferner wird verlangt ^luthebuna des Schulgelds, unentgelt­liche Lieferung ber Lernmittel, Reform samten, höheren Sckuilwefens im Sinne einer nationalen Einheitsschule, Neu­regelung der Ausbilduna d r Volksschullehrer, Wegfall des> Rcli- gionsunierrichts als obligater sicher Untcrriatsgegenstand, Wegfall staatlicher Aum-mbungen für Neligionsgemem'rasten

Weitere Forder- uzen t treffen Einnihmug eines wir k- : sgmeren Arbeit rsch u tzes, Ausbau ber Geiverbeinsv'liion, gesetzliche Regelung der ckrheitervcrhaltnisse m beit Staats- Betrieben, Einführung von 91t 6 c 11 c r F^a rn m e r n Hebern ahme ber Armenlasten auf b c n t a a t, Jtc- , Vision des Reichsgesetzes -ber bie ^tschAgimg uvschnldig Ber- 1 hafteter, Berufung von S6 östm und Gcirworenen auch a> 2 dem - . Arbeiters'and, Gewährung von Tagegeldern und Reisekosten an I Schöffen und Qleschwrren oblig itornü Noa'.rche IQ oji

VÜUrderridf)t wird von einer vorn Kreise angestellten I L® ereilt welche für ihren Beruf theoretisch und prak- lch voroebildet ist. Die HauShaltungSkurse werden von d Re Oktober bis Anfang April in drei verschiedenen Orten u Greife? abaehalten. Die Dauer der Kurse betragt dutch- h' teniitHich 7 Wochen. Der Hnterricht wird an allen Wochen- Lnon 8 bis 12 Uhr vorm.tt-gS und S-mStagS

m hn 9 bis 5 Uhr nachmittags erteilt und erstreckt lick) MU Ln Waschen, Bügel, Nähen, Flicken, Stricken Stopirn tz? födaß alle im Haushalt vorkommenden Arbeiten theoretisch

lch°mittaas bügelt. Mit der Reiheutolge wird täglich ab- a q Z Moraen werden die Schülerinnen kurze Zeit t wobei ^Küchenzettel durch.

I LfflS- und ReinlichkeüSimneS und a r b.c r topar 1 ^^»-..» -Ä U>wL^ w-ich°.n der Unterricht st-t.findet, d.e jür b.c

gestellt werden.

Tie Höchstzahl der Teiluehmerinnen soll 24 nicht über­steigen, da sonst die Aufgabe der Lehrerin zu sehr erschwert wird.

Tie Erteilung deS Hnterrichts erfolgt unentgeltlich.^ Für den Ankauf ber in der Küche zu verwendenden Rohstoffe bat jede Schülerin wöchentlich 2 Mk. zu zahlen, wofür derselben Mittaqseffen und RachmittagSkaffe frei verabreicht werden. Die Zukost zum Nachmittagskaffee, sowie das .Material zur Handarbeit haben die Teilnehmerinnen selbst mitzubringen. Bedürftigen Schülerinnen wird auf Antrag vom~ Kreisaus- schnß ber Wochenbeitrag ermäßigt oder ganz ertasten und in diesem Falle auf den Kreis übernommen.

Zu dem Unterricht bat die Gemeinde, in welcher der Kursus -tattnnbet, bic erforderlichen Räume (m der Regel im oberen Slock eines Wirtshauses) unentgeltlich Ver­fügung zu stellen. Auch hat sie für Heizung und Beleuchtung der Räume -,u sorgen. Endlich liegt ihr ob das Inventar der Haushaltungtzfchi'le aus dem Orte, m welchem der vor­hergehend Kui'i's stattgefunden hat, aus ihre Kosten ' holen zu lassen. Der Transport hat auf federnden Rollwagen zu geschehen.