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23/12/1905 Erstes Blatt
 
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11 jet s.-Bucb-u.Stein- ttet. M. Lange, gf'Wd:t»n, ErvediNon irö Trurferet:

93er-

B-llcu')-'

Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen

re yeulige Mnmmer umfaßt 18 Seiten.

Weihnachten.

i allen Sorten

Stimme unserer geistigen

sollen wir uns doch nicht dem

Deut-cL-cs Reichs.

ler der tänder und -Ständer

ter

Luswahl zn den billig« sen bei -onenlierg

ist denn nicht unser Jnteresie so und soviel größer, da« Deutschtum vor einer schmählichen Ausrottung zu bewahren? Die russische Regierung ist unfähig, daS erforderliche Maß von Schutz zu gewähren, folglich kann die rusiische Regierung sich unmöglich verletzt fühlen, wenn Deutschland diese Auf­gabe übernimmt. Die russische Regierung sollte vielmehr da­für dankbar sein, wenn sich die Mächte einmischen. Zum VergeltungSzug nach China haben sich die Mächte zusammen- gefundcn; um die Durchführung von Reformen in Mazedonien-

20. Dezember 1905.

Oldenburg, 21. Dez. Der 2anb t a g sprach dem Minislev Ruh siral auf einen Angriff des 2-oziüdcmokraien Hug weger^

Alt. 302

täglich

niet' Sonntags.

Dt'lert ir ßener Anzeiger n,«-1' tim Wechsel mit ,e mit Aschen Landwirt öi.Htbetter Familien» nicnnal in der bdxe beigelegt.

Ä

e 7.

ton 119

r.Exped.e^Völ

für Depeschen:

feindseligen Gesinnung Englands gegen Deutschland,erklärte: 2ord Avebury: Nachdem man uns mehrfach feindselige Ge­sinnungen, selbst kriegerische Absicht -u Deutschland zuae- schrieben hatte, war der Zweck der unter meinem Vorsitz in London abgehaltcnen Versammlung ausschließlich der, Ihren deutschen Landsleuten die Versicherung zu geben, das; wir solche Gefühle und Msichten als unbegründet zu­rückweisen Im Gegenteil, ohne irgend welchen Neid und Groll erlernten wir an, wie viel die Welt deutschen Staats­männern und Schriftstellern, deutschen Männern der Philo­sophie und deutschen Männern der Wissenschaft schuldet. Wir hoffen. Sie werden überzeugt sein, daß, weit entfernt von unsreundschaftlichen und feindseligen Gesinnungen die ! Majorität des englischen Volles erfüllt ist von Achtung und Bewunderung für Deutschland und von dem Wunsche jur das Glück und das Gedeihen Ihres Landes.

ibriklager

;SSEN 1*»*

Berlin, 22. De;. Ter Bundesrat bat den Antrag d's Rel'l/stages auf Gestattung der Selbstbeschäftig- u n g für alle Untersuchungsgefa.n g en en abgelehnt: -benio hat er dm Antrag, die Ausl ieferungsverträg« Vrcußens und Bayerns mit Rußland zu kündigen und in Zukunft mir Auslieferungsverträge n-nnens des Reiches ab» zuschließcn, abgelchnt. Dagegen hat der Bundesrat dem Verlangen d-s Reicbstages um Beschleunigung der amtsgericbtlichen Ver- i'hrcn stattgegeben und ;n diesem Zweck eine Novelle zur Zivil- Prozeßordn'.ing in Aussicht gestellt.

Ter ,,R' -- m." veröffentlicht dos 0) csetz betreffend die Handels de -iigcn zum britischen Reiche voml

vUuiiuuM, unv Vv iwenbircre Formen das Evangelium, biic Geburt Christi predigt, in unserem Innern an;

iKiitr., desto mehr kommt es uns zum Bewußtsein, daß m duch gar weit davon entfernt sind, die Heilsbotschaft in Wirr Umfange in Erfüllung gehen zu sehen. Wohl treten r.ir - jmanität, Milde und Barmherzigkeit auf allen Wegen e rg c. n, zur Linderung der Not der Darbenden im Lande ir kv Verfolgten und Beraubten jenseits der Grenzen iw. Rutschen Reiches, und manches Herzeleid wird durch - 11 n^ahrer Güte gemindert um die heilige Werh- ir. Aber wie viele, viele Tränen bleiben ungestillt, i r i ungestillt bleiben gerade in diesem Jahre, wo Mangel i.r ,or durch ungewöhnliche Teuerung der meisten und . iit:i der wichtigsten Lebensmittel in zahlreichen Familien iff Einzug geleiten haben. Manchem treu und redlich f;i Seinen schaffenden Familienvater mag es diesmal

' -.'s schwer fallen, seinen Kindern den Lichterbaum (w. uden. Die schwere Not der Zeit laßt die Funken diic 7"tiliehen Liebe, die von dem strahlenden Gestirn, das c ür'i über Bethlehem emporstieg, von dem Leben und SMün-n des Nazareners mrsgingen, nicht gleich wahr-- tzWil'ar und empfindbar in alle Hütten der städtischen < Hüttner dringen; möchte sie sie wenigstens entzünden i ilknll dort, wo man nur nach eigenem Vorteil trachtet.

' rode zur Weihnachtszeit ist es angebracht, darauf I minir eisen, wie zweischneidig die Jnteressenpolitik unserer D i st, die getrieben wird von Leuten, die ohnehin schon - ji-, .festen und regen und energischen, man darf auch in tapferen und klugen Zuscnnmenstehens und Zu- s <nriT nkämpfens die Bevorzugung des Staates sick) errungen r wv t n ie sie sich schlecht verbinden läßt mit der Verheißung, hnt y r Menschheit einst zuteil ward. Wie kann Friede «riii Erden herrschen, wo die Begier nach Sondervorteilen, t m Z inzelner, durch Stand und Rang an sich schon üblich Bevorzugter Streben nach Macht und Etn- ' ii sich derart bedenklich äußert, trne es heute tr ?,at[ ist, und wo unter diesem Streben der ganze iL'i. che Organismus zu leiden hat! Ta muß auch redlichste Gesinnung dem aulgedrungenen Kampfe 7t ;i und das Wohlgefallen, das den Frieden bereiten ix erscheuchen. Könnte wohl der schlichte Burger ^ohl' .SfLn finden daran, daß die Reichsregierung es versucht, i.-n enorme Steuerlasten die Aermst^. /och armer zu I m- -I.T, während andere ihnen das zu ihres ^.ben^>tdurst ir y.nhrunq Nötigste verteuern um vermeintlicher Vorteile t r: ? Könnte er Wohlgefallen finden daran daß ^n ikannte Volksagitatoreu und Demagogen das Vaterland ) fit' r nnen und unsägliche Gefahren herausb^schworen fnr llh .rn den Leitern des Reiches peinlich gehüte^ Wahruna 1 bjfi 2 itfriedens und für die Ecl)altung des Aacstes um llatnilicheu Achtung vor Thron und Altar? Kann er tzl HiÜn.-ofjt darüber freuen, das; diese fanati)chen <wlk_ au^- * e iZ.r... fsttnrrh m'npti bcn aiiberen ausspielen, als

unb Preislagen.

Schuh

Pfg. an.

eumeii

»426 Sonne

unterstützt hat, die jya§ schwerste Unglück über ein Riesen-1 Cßwarcn zu und freuen sich unbändig, endlich den .rechten reich gebracht haben alles um seines schnöden wirt-1 Schutz' gefunden zu haben. Bei wem sollen denn dte chaftlichen Vorteiles willen. Dieses große und mächtige Volk Deutschen Hülfe suchen charakteristisch ist daS ihnen ge-> cheint trotz immer sich erneuernder Beschwichtigungskunde cbcnc# aur Aufstachelung dienende Beiwortzarentreu* zurzeit eher bereit zu sein zur Entzündung der Krtegsfackel menn nij.t bci ben Soldaten? Etwa bei dem Mordgesindel, denn des friedlichen Lichterbaumes. Und im ^danken daran Qug ^^der Zerstörungslust, aus tierischer Freude am wenden wir unsere Blicke vom Norden mit Schaudern nach A1lg nr;mminfier Wut auf alles was einen

>*db®äCa^i>oS,Uin Unfreiheit 'Äfinf'n R^jben noch w lammcrlichen »est» darstcttt im Land-umhe^ieN»

Kriegsschauplatzes jetzt Hunderte wackerer deutscher ^ohne Nur wer nichts zu verlieren hat und den glichen Inchntten

um geringwertigen kolonialen Ehrgeizes willen ihr folgt, schließt sich dem Mob an. 4JC Deutschen prei?geqeben

junges Leben hinopsern, wo von wilden, kultur-1 t>cn feit langem, auch durch Schuld der russischen Regierung,

fcinolichen Ein geboren en stammen infolge ,,kiilturbringen-1 Hciß aufgewühlten Letten und Esthen Deutsche

her" europäischer Läudergier Trauer und Herzeleid zu diesem Bild namenlosen Jammers und Elends kühl in viele deutsche Familien getragen wird, wo iyeuer uno und sprechen vonunausbleiblichen Folgen'.

Schwert Not und Tod nnb grausiges Elend den Heim- bec 9((>qcorbnctc Bebel Gelegenheit

aswssrÄ? a» «m» ä Hr* * ,«*! o7,s Osten Europas, vollzieht sich eine überaus gefährliche Ent- m,rd m Berliner Ze.tuwien em Appell an die Oeffentlich laduna, deren Folgen heute noch ganz unabsehbar sind. Dazu I feit gerichtet, die Deutschen m den baltischen die neuesten blutigen Vorgänge im äußersten Osten und Provinzen durch rasche unb reichliche weio- ber Ausblick auf die Gefahren der Marokko-Konferenz! Für-1spenden zu unterstützen. Wir wünscbcn diesem LiebeSwerk wahr, eine über die Maßen unerfreuliche Illustration zu bcn qvöBten Erfolg. Aber e§ wäre nicht zu verstehen, wenn dem Evangelium, die uns vorhält ilnfriede stattJ-riede, Hülfe, durch Entsendung von Kriegsschiffen,

und Kümmeruis statt Wohlgefallens das sich uber nugbhebe, Schweden hat Kriegsschiffe geschickt, ein englischer die Menschheit ausbreUen soll, und alles durch die Me sch 2-urbincnfrcu cr foa bie britischen Staatsangehörigen schützen heit selbst! . .. 1 - - ... *--

Aber mögen auch die Betrachtungen, zu denen die Himmelsbotschaft, welche die Geburt des Erlösers einst an­kündete, anregt, ergeben, das; unübersehbar vieles zu wün­schen bleibt, bis die Berkündigung ihre Erfüllung gesunden, soNen wir uns doch nicht dem Zauber entziehen, den das Weihnachtsfest ausübt auf alle, die noch aufnahmefähigen Herzens sind und im .Kampfe ums Dasein, in den Sorgen dieses Lebens die Erinnerung an die eigene Kindheit, die Empfänglichkeit für die göttlichen Lehren nicht ganz ver­loren baden Wir sollen uns des Mitgefühls für die, denen,-------- - - ,, ..

fein Himmelslicht, kein Kerzenbaum ihres Erdendaseins sonnte, allerdings nut AuS,chlutz Deut,chlandS, eme Flotten« Dunkel erhellt, nicht entschlagen und nach Kräften dazu bei- bcmonilration in Szene gesetzt werben. Hier erst recht 'uutzten tragen helfen, daß auch auf den Lebensweg dieser ärmsten die Biächte sich vereinigen. Auch die Bestrebungen zur unserer Mitmenschen ein freundlicher Sonnenstrahl fällt, Haltung des Friedens würden dabei gewinnen.

sollen uns auch freuen, wenn es das Sck)icksal wohl mit * t

uns meint und uns wie den Unsrigen die Gnaden eines Freundschaft mit England.

fröhlichen, seligen Weihnachtsfestes zuteil iverden laßt. Aber ivrcunoman mn g .

nickt das allein; wir i ollen unb wollen aus den Betrach-1 Tie Demonstration zu gun st en n-iey freunb* tun gen heraus aua) Den festen Vorhatz nehmen, so viel I > ch a f t l ich e n Verhältnisses zwischen dem Deut- au unserem Teil liegt, milzuwirken, daß es besser werde scheu Reiche und England mehren sich. Dem Bet-- mit der Menschheit, damit es besser werde auf Erden, ein spiele, daS in Senin unb Breslau gegeben wurde, werden Vorsatz der die Weihe des Festes nur erhöhen kann, weil zunächst die Handelskammer und die Han dels- er dazu helfen wird, die Botschaft zu verwirklichen, die Hochschule in Köln folgen. Ferner beabsichtigt der der Erde Frieden, den Menschen aber Wohlgefallen verhieß, Handelsvertrag s v e r e i n , feine 21 Januar 190L "vripheii und Wohlgefallen m Frankfurt a. M. stattfindende Generalverfam m -

»___ . - - -- ~---- "*' >lung zu einer Kundgebung zn benutzen, die denk

Ilrtliliffhp (TrtflPCifrhmf lebhaftem Wunsche, vor allem der dcmtschen HandelSwelt^

y (iI/ligr5|U)ulL nach Anftecl tcrhaltung guter und freundschaftlicher Be-

Der Hilferuf au8 den baltischen Provinzen. ziehungen zu Groß-Britannien Ausdruck verleihen soll.

V°n ,wci M,tg.i°d«n d-S Reichstags, ben »geotbnef«. | Echo

Froelich unb Pauli, ist bei dringende Antrag an den Reicks-. beitragen, ben Leuten das Handwerk zu

kanzler gerichtet worden, unverzüglich einige Kriegsschiffe die hüben «und drüben Unfrieden säen wollen, unb in die russischen Ostseehäfen zu entsenden, um bie bic xines besseren zu belehren, die zwar einen Zusarnmen- Deutschen au§ ihrer verzweifelten Lage zu retten und der stoß nicht herbeisehnen, ihn aber doch resigniert als un« Vernichtung des DeutschtlunS vorziibeugen. Welche Auf- vermeidlich ansehen.

nähme dieser Antrag gefunden hat, ist einstweilen nicht be- Berlin, 22. Dez. Lord Avebury richwte an bie fannt. Die heutige .Nordd. Allg. Ztg.^ erwähnt nichts Aeltesten der Kaufmannschaft ein Schreiben, davon. Bisher sind nur Passagicrdampser zur Bergung de. in dem es heißt, ^ Engländer die .der Börsen« Flüchtigen obgesandt. Ab-e es handelt sich kemeswegS -ll-m ^"Lnügtu»^ begrüßen w?rdc>^ Trotz Einzelner ,ens°f UM die Ermöglichung der Flucht, cS kommt ebenso sehr, ! Aenßerungen in einigen Zeitungen kommt das

wenn nicht noch mehr, daraus an, den von der^ Volksivlit a^qcmc|nc m Großbritannien unzweifelhaft in bent

verfolgten Deutschen soviel als möglich «chutz zu Insten Wunsche zum Ausdruck, nicht nur in friedlichen, gewähren. sondern in freundschaftlichen Beziehungen ui bleiben, öegeti«

D,e ^Leipziger Reiicst. Rachr.^ bemerkten kürzlich u. a.: über der Behauptung, die Tatsache, das; das unter seinem Wenn in Venezuela deutsche Börseninteressen gefährdet Vorsitz in London abgehaltene Meeting stattgefunden habe, werben, bann fenben wir unsere Kriegsschiffe aus, wenn im fei em unwiderleglicher Beweis für ^«s .Bestehen einer Osten Tausende von Deutschen um Besitz unb Leden gebracht werben, dann chartern wir ein paar Prioatdampser unb schonen frembe Empfindlichkeit". Der .Vorwärts", der sonst nicht leicht eine Gelegenheit versäumt, der Regierung Fehler und Nnterlaffungen vorzuwerfen, versagt in diesem Falle.

(Mhärlid) genug: das Weik der Zertrümmerung des russischen Absolutismus darf nicht gestört werden, mögen die Greuel der sogen. Kulturträger noch so furchtbare fein, noch so schwer die Deutschen treffen. Ein Bericht deS von der.Rcvolutionsroman- tir völlig bezauberten Zentralorgans aiis Mitatt leugnet einfach bie blutigen Ereignisse ab! Man lese z. B. Folgendes: .Die Nachrichten über die von den hiesigen Revolutionären ver­übten .Greuel", die gefliffentlich von der realtionären Preffe ausgestreut werden, sind völlig erlogen. . . Rur auf ein­zelnen Dörfern ober GutShöfen kommen Ausschreitungen gegen | Die Gutsbesitzer seitens der Bauern vor, wie überall im i russischen Reich, als unausbleibliche Folge der brutalen Haltung der Gutsbesitzer wie der Regierungsbeamten*. Eine klassische Probe, wie derVorwärts" sich mit den Schreckens­taten der Revolutionäre avsindet. Tie Blutgier, die Unmenscb- lichkeit ist stets auf der Seite der .Schergen des Zarismus". WaS die Revolutionäre verüben, ist nichts als eine .unaus­bleibliche Folge'. Mit diesem Ausdruck werben .Aus­schreitungen' wie Morden und Brennen, die Anwendung von Foltern, wie sie scheußlicher und raffinierter nicht das finsterste Mittelalter erdacht hat, entschuldigt unb gebilligt. Mit zynischem Spott sagt ber Litauer Bericht bes .Vorwärts' von ben Deutschen: .Die hiesigen zarentrenen Deutschen sinb bis zur Verzweiflung erbittert. Sie tragen den Kosaken Bier und

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rt-n8lSc^ß ,ni ! i n nsam das Interesse haben, die Macht und da.

I ' i! ihres Landes hochzuhakten unb einig unb ^s^losten PUfl J ach*IV ! ben so im Innert wie nach Außen hin ? May es auch J|än^,86tor iL V v-foii' .1 erscheinen und für ewige Zeiten ein frommer .u billig E bleiben, daß bduewbe ^artnonie ei:

t 1a/) . ... Volkes, so tollte doch der politiscye stampi

I 1s77,d°M^hr »S

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Sl-4- der Weltordnung, daß Friede herrschen |oll in itn unb unter den Völkern, unwirksam zu machen.

Z i(t für uns wie für andere Völker, von denen der

W ten nnb mächtigst-n eines sich just ru d'eser Zert^nnt

M ' n»haltfen trägt, ein Volk, bas vor nicht Oit^u lang 'M einen fürchterlichen und ungereAen Krieg an^- .v ullis s^mer und mühsam Linen Sieg errungen hat fTOi l r i- r? Men und an Gefahren überreichen Felde

K dla- am andern Ende der Welt andere Kriege geschürt, «-L anderer Stelle Menschen mit seinem ^lde

Erstes Blatt. 18S. Jahrgang Samstag 23. Dezember 1 »03

yAx. wrf f) monallicb7bPl.,viertel-

V 4 V jährlich All. 2.20-. durch

GietzenerAnMgei

w General-Anzeiger v Ȋ

Teil: P. Witiko: für .Stadt unb Coub- und Gcrichttsaaf: Ernst y e ß stir den An­zeigenteil: t>an4 Beck.

Ütenn der Weihnacht heilige Schatten sich auf die Erde f yilzi und von Turm zu Turm eherne Glockenklänge die hiÄtt Botschaft verkünden, die der Menschheit einst zuteil nirtrb , als der Stern von Bethlehem hell am Himmel auf* gj|ür, Dann herrscht auch Stille im öffentlichen Leben, und 6 . ü", wo vordem die Wogen der Erörterungen hoch . ir. en,, wo politischer Haß und wirtschaftliche Gegensätze und Parteien zu heftiger offener oder versteckter fifabc reizten, weicht Streit dem F-riedcn,den die himmlischen LlMrscharen der Erde vordem verhießen. Die großen und tiGrlmr Sorgen des Alltagslebens, sie treten zurück unter (der Feier st immun g, die Nöte des wirtschaftlichen JLMts werden auf kurze Zeit vergessen, wenn die Kerzen c(hij|kmimen an dem Baume, den sorgliche Hand gc'schmückt I Mt M Symbol der alles umfassenden Liebe, die in jener Scf|t lvom Himmel auf die Erde ausströmte, unb Freude BSnrfftlt allenthalben, wo ihr Schein hindringt, Freude und i.

Doch leider ist es nicht der immerwährende Friede, den t: i? deilsverkündiaung uns brachte, nicht dauernde, un» r,MCbie Freude, die allein solchem Frieden entsprießen Bjm. Denn wenn auch unter dem strahlenden Kerzenbaum tz i-S.imme des Herzens, das ja doch in allererster iijänit und zumal am Weihnachtsfest für bie Familie s'Wflh schweigt von allen nüchternen Erwägungen und Cgimii rungen an die rauhen Seiten des Erbenbaseins' so üwibimmt doch nicht ganz die bSiusüch t, und je Icbenbiocrc