Karlsbad foor. Der betreffende Herr"hat mir erllärt, er habe von 1898 bis 1904 Karlsbad überhaupt nicht gesehen l Dann bte Sache &cr Herr Scheide mann das Stenogramm
feiner Rede in einer Art „lorrigiert*, wie eS Wohl in diesem Hau,e noch nicht üblich gewesen ist.
Herr Scheidemann hat dann auch gesagt: ich hätte die Kasse durch die Verschreibung teurer Arzneien zu ruinieren versucht. Dabcl mutz er doch selber wissen, datz bei einer plötzlich auftrerendell Influenza-Epidemie die Arzneikosten in die Höhe schnellen mutzten! Uird das kostbarste ist: seitdem ich meine Stelle dort niedergelegt habe, slnö die Arztkosten bet den sozraldemotrattschen Aerzten noch bcieutcnö gestiegen l Und wie haben die Sozraldemokraten in der Kasse gewrnschaftet! Tas erste war, datz sie bte Betträge von 20 mir 40 Psg. erhöhten. Sie haben pro Jahr das 9- bts 10-fache an 4>erwaliungs- und Ar-nettosten verbraucht, als eine andere, nicht- sozlaldemotratische Kasse, bte infolge bes Terrortspius ber Soztal- bcmotraten dort gegründet wurde. Eine kletne Probe vom Zu- runftsstaatl Ich konstatiere ferner, datz noch nte eine Beschwerde über mich über zu hohe Rezepttosten bet ber Aufsichtsbehörde eingelaufen ist. Das hat Herr Scheidemann behauptet, und auch das lst nicht wahr! Herr Scheidemann hat gesagt: ich sei anfangs wegen^ meiner sparsamen Rezeptur von den $rau der „Äarmllen- ^otror genannt worden, darüber hätte ich mich bann so geärgert, datz ich fortan fo teure Rezepte verschrieb. Tas entspricht alles in s nCcm^c‘1e Ärmchen. Das ist akrenmätzig festgestellt worben, das Material mutz Herr Scheidemann auch haben. Ter Kreisamtmann hat auch erfldrt: datz er bas Wort „Kamillendoktor* zum ersten Male aus dem Bericht der Scheidemannschen Rede vernommen habe! (Hört! hört!) Ein Kommentar ist überflüssig.
Nun lagt Herr Scheidemann, ich hätte nur eine neue Kasse gegründet, Ich habe hier etne Bescheinigung des Kreisamlmanns, mit Siegel und Stempel verletzen, datz bteje Kasse etne Gründung bes BurgervereinS ist. Ferner tagte er, bie Aufgabe dieses Bürger- vercins )ei, bte Sozialdemokratie umzubnngen. Ich würde das zwar rur em' ganz gutes Wert halten (Heiterkeit), aber bei Bürgcrverein halt iich uatUtengematz von allen polmichen Streitigkeiten fern. Wenn Herr Scheidemann bieje feine Behauptung beweisen kann, zahle ich 1U00 Aänt in bte ,ozialdemo:rarnche
diese Kasse nenne man „ßum billigen Jakob-. Wenn Herr Scheidemann diese Behauptung autzerhalb des Hauses wiederholen würde, könnte ich feststellen, wer dieser „man* ist. Ein Arbeiter sagte mw: „Ja, Herr Dokwr, die Sache ist ganz klar, ich Weitz, wer dieser „man* istt. Ihr Gegner hat eben vergessen, seinen Vor- namen hinzuzusetzen, es muß heißen Scheide—mann. (Stürmische Heiterkeit.) Ich glaube, ich ijabc nachgewtesen, daß bte Angriffe des Abg. Scheidemann mich nicht in meuter Ehre schäbigen können, er verlaßt ja Offenbach am 1. April zum großen Segen der ganzen Gegend. (Hetterkett.) Ich bitte Herrn Scheidemann nur, wenn Sie mich bekämpfen wollen, tun Sie es sachlich, ich werde Ihnen stets Rede stehen, aber nicht persönlich; auch Ware es doch anständiger gewesen, wenn er seine Angriffe so lange aufgespart hatte, bis ich anwesend sein konnte. (Lebhafter Beifall.)
Abg. Scheidemann (Soz.): Für jeden Angriff meiner Zeitung bin ich Nicht verantwortlich, denn ich bin während einer langen Zeit in Berlin. Ich bin keineswegs ein politisches Rauhbein. (Heiterkeit.) Ich habe Herrn Becker nicht angegriffen. (Lebhafter Widerspruch.) Tr. Mugdan griff hier Arbeiter an, die sich nicht verteidigen konnten, und präparierte sie sozusagen für seine Zwecke. Tem mußte ich entgegentreten und zeigen, wie es bie Aerzte machen und dachte, es wäre ritterlicher, wenn ich einen Arzt angriff, der zugleich Abgeordneter war. Redner polemisiert hierauf ausführlich gegen den Abg. Tr. Mugdan. Was ich über den Dr. Becker gesagt habe, halte ich Punkt für Punkt aufrecht (Lachen rechts), aus das, was Dr. Becker hier verlesen hat, kommt es gar nicht cm. Ich habe in Sprendlmgen eine Versammlung etnberufen und die Versammlung hat nur gesagt, alles, was ich gesagt hätte, wäre wahr. Der bürgerliche Rechtsanwalt Katz aus Frankfurt hat darüber ein Protokoll aufgenommen. Redner verliest dies Protokoll und legt es auf den Tisch des Hauses nieder. In dem Prowkoll ist alles bestätigt, was ich gesagt habe. Ich lege auch das Rezeptbuch hier nieder. Wenn also das, was ber Abg. Becker gesagt hat, wahr wäre, wären bocb alle Leute, bte das Protokoll unterschrieben. Lügner und 23ctrüger. Ich yave hier auch einige Schreiben von Arbeitern, die mit ihrer Unterschrift bezeugen, daß Dr. Becker ihnen mit Entlassung gedroht hat. Wie ideal Dr. Becker denkt, zeigt em Briet Dr. Beckers an einen Arbeiter, in dem er schreibt: „Wegen
Amt als HauSarzt nieder. Ihre Familienmiltzlieber können daher nur gegen Bezahlung behandelt werden.* Redner geht ausführlich weiter auf jede Bemerkung Tr. Beckers ein und sucht nachzuweisen, daß, „fotoert ferne Informattonen reichten*, Dr. Becker unrichtige Behauptungen ausgestellt habe. Dr. Becker har so viel Medizin, besonders Pepsinwein, verschrieben, datz es der stärkste Indianer nicht vertragen könnte. Dabei kann keine Kasse bestehen. Ein Berliner Kassenarzt hat mir geschrieben, daß wiche Rezepte m Berlin unmöglich seien, fern Patient könnte so etwas tiertragen, der betr. Arzt eigne sich nicht als Kassenarzt. Nicht wir, faitbem Dr. Becker hat Terrorismus ausgeübt, er hat sogar einem politi- ichen Gegner ein Kapital gekündigt. Die Roheiten, die gegen Dr. Becker verübt sein sollen, sind nicht erwiefen. Man hat sogar ein Extrablatt herausgegeben, daß Dr. Becker durch Dolchstiche ermordet sei. Da dies nicht wahr ist, werden die anderen Geschichten auch wohl Schwindel sein. Außerhalb des Hauses werbe ich meine Behauptungen nicht wiederholen, ich habe besseres zu tun,, als mich mit ihm herumzustreiten. Daß die Klingel Dr. Beckers mit Kot beschmiert ist, verurteilen auch wir, aber dem Gegenkandidaten Ulrich sind solche liebenswürdige Delationen per Brief übersandt worden. An dem Stenogramm habe ich nichts geändert, die Streichung des Wortes „umsonst* war sinngemäß, ich hatte mich da versprochen. Weshalb sollte einem Sozialdemokraten nicht auch ein falscher Zungenschlag passieren, wenn dies doch Herren vom Bundesratsttsch passiert.
Um 7 Uhr wird ein Vertagungsantrag abgelehnt.
Nach einigen Bemerkungen des Abg. Bruhn (Antts.) steM Abg. Singer (Soz.) erneut einen Vertagungsantrag und droht zugleich mit Auszählung des Hauses.
Jetzt wird der Vertagungsanttag angenommen.
Nächste Sitzung: Donnerstag 11 Uhr. (Fortsetzung der Etatsberatung, Nachtrags- und Ergän- zunasetatS und Wahlprüfungen.j
Schluß 7% Uhr,
Ziuspaud in Sturm und Arang.
Petersburg, 29. März. Der Kaiser hat an den Warschauer Geueralgouverneur in einem Reskript darauf hingewiesen, daß sich mit der Erneuerung des bürgerlichen Lebens im Weichselgebiet in den verflossenen letzten vierzig Jahren eine Reihe von Bedürfnissen hervorgedrängt h-ätte, Lenen die Negierung jetzt ihre besondere Aufmerksamkeit jchenke. Die Versuche der Feinde der Rechtsordnung, Wirren chervorzurufen, verhinderten die ruhige Erörterung dieser Bedürfnisse. Gleichzeitig äußerten einige Gruppen der polnischen Gesellschaft übermäßige Ansprüche bezüglich der «Grenzen der Anwendung der Staatssprache, welcher Lm ganzen Reiche ihre gebührende hohe Bedeutung gesichert bleiben müsse, aber ohne überflüssige und un- (gerechte Bedrängung der örtlichen Sprachen. Demgemäß beauftragt der Kaiser den Generalgouverneur, unter gesetzmäßiger und fester Unterdrückung der Künstlich hervorgerusenen Wirren, an die Ausarbeitung Lon Reformen zu schreiten, die als notwendig anerkannt Iwerden für das Gedeihen des untrennbar mit den übrigen Teilen des russischen Staates verbundenen Gebietes.
Petersburg, 29. März. Der Minister des Innern «Bulygin erklärt, die Berfas snngskommission werde Lrst dann einberufen werden, wenn die drei Professoren, (welche gegenwärtig die parlamentarischen Einrichtungen !ves Auslandes studieren, ihre Berichte und Schlußfolger- Lungen vorgelegt haben werden.
London, 29. März. „Daily Ehronicle" meldet aus Odessa, daß ein dortiges auswärtiges Konsulat die Nachsicht erhalten habe, die Aufständigen in Jalta hätten das SchloßdesBareninLivadianiedergebrannt. Die Nachricht ist bisher noch nicht bestätigt.
Petersburg, 29. März. In Jalta wurde folgende Bekanntmachung des Gouverneurs veröffentlicht: Ich erkläre amtlich, daß die Ordnung wieder her gestellt ist. Sie totrb aufrecht erhalten werden. Ich werde Jalta nicht vor dem Wiedereintritt vollkommener Ruhe verlassen. In (einigen Tagen werde ich, wenn die Beruhigung vollkommen Lst, eine Versammlung der Arbeiter und Werksührer gestatten.
Petersburg, 29. März. (Petersb. Telegr.-Ag.) Heute suchte eine Menge von etwa 300 Personen die auf 1 Uhr nachmittags angesetzte Wiederaufnahme des Unterrichtes im Konservatorium zu verhindern. Es wurden revolutionäre Rufe ausge,toßen. Die Polizei zer- fftreute die Ansammlung und verhaftete einige Personen. — In den Zuckofsjchen Oelwerken entstand heute nachmittag in der Oeldesuttaüonsabtettnug, wie mau vermutet infolge uon Brandstiftung, eine Feuersbrunst, durch die bO 000 Pud Del vernichtet wurden.
Lemberg, 29. März. Der von Warschau nach Wilna Verbannte Richter Andreas Niemojsski hat im Auftrage des Gouverneurs auch Wilna verlassen müssen und ist in Lemberg eingetrosfen, wo er sich vorläustg uied^läßt. 29. März. Anstelle des durch das Bombenattentat verwundeten Oberpolizeimeisters Baron Nolcken wurde mit der Leitung des Polizeiressorts der Oberst B a l k o betraut .
AUS Awöl Ull0
Gießen, den 30. März 1905.
"Personalien. S. K. H. der Großhcrzog haben den Ocbtcr an dem Herbstgymnasium zu Mainz Petrus ' Nach!uch-n unter Anerkennung seiner langjährigen iteu geleisteten Dienste und Verleihung der Krone zum Ritter, kreuzt. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen iR '« 'Lakdesu°ni°krsitä(. Prof. Dr. Messer ist während des kommenden Sommersemelters gleichfalls b e - ""^«Postsendungen nach Mülheim a. Rhein und s Nudr Man schreibt uns: Nach den
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mit einem E'cht'gen oder ungena Folg- hiervon
überhaupt ohne einen solchen emgeuefe v v -
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^bisherigen Bemühungen der Postoerwaltung.,?°^rkolaloS l'um zu einer genaueren Bezeichnung zu bew g , rs 3 waren so hat das Reichspostamt angeordnet. 1. daß bei Einlie erunq an den Schaltern alle Sendungen nach Mui- «m zurückgewiesen werden, die nicht den deutlichen Zusatz Kein« oder „Ruhr« tragen, 2. daß für Pakete und Send, «gen mit Wertangabe, die den unzweideutigen Zusatz „Rhem Mber „Ruhr" tragen, dabei aber nach dem anderen Orte be- jchimmt jmü, bet der Weiterjendung nach dem uchtizen Be
stimmungsort Nachsendungsporto erhoben wird und 3. daß die Postanstalten auf Absender, die sich in Bezug auf die zusätzlichen Bezeichnungen nachlässig zeigen, belehrend einwirken. Es liegt daher sowohl im Interesse der Absender, wie auch der Empfänger, alle Postsendungen nach Nlülheim tu Rhein und Mülheim a. d. Ruhr mit einer genauen und richtigen Zusatzbezeichnung zu versehen und bei allen Ortsnamen, die mehrfach vorkommen, ebenso zu verfahren.
— Silberne Hochzeit feierten gestern Herr Kaspar Herdt, Diener an der Veterinäranstalt, und dessen Gattin. Von der Philipps-Gemeinde wurde dem Paar ein schöner Regulator zum Geschenk gemacht.j
§ Friedberg, 29. März. Die feierliche Entlassung der Kandidaten des hiesigen Predigerseminars fand im Beisein des Superintendenten v. Pe- tersen-Darmstadt heute vormittag 11 Uhr in der Burgkirche statt. Die Abschiedspredigt hielt Paos. D. Eger, während von den scheidenden Kandidaten Herr Scharmann sprach. Von den 9 abgehenden Herren sind 4 aus Oberhessen, 3 aus Starkenburg und 2 aus Rheinhessen.
Alsfeld, 30. März. Oekonomierat Leithiger, Leiter der hiesigen Ackerbauschule, feierte gestern sein fünf» undzwanzigj ähriges Dienstjubiläum. Zu seinen Ehren fand ein Festesten statt, woran sich Geheimrat Braun aus Darmstadt, Landesökonomie rat Muller und sonstige Vertreter vom landwirtschaftlichen Institute beteiligten.
Darmstadt, 29. März. Das Gewerkschaftskartell hat beschlossen, die von den bürgerlichen und Kriegervereinen zu veranstaltende Schillerfeier und deren Festzug nicht mitzumachen, sondern die Feier in Gemeinschaft mit der sozialdemokratischen Partei zu begehen. Die Kriegervereine hatten erklärt, am Festzug sich nicht zu beteiligen, wenn die sozialdemokratischen Gewerkschaften zugezogen würden.
r. Hochheim a. M., 29. März. Unsere Gemeindevertretung hat ein eigenartiges Hochzeitsgeschenk für den Kronprinzen ausgedacht, nämlich eine große hölzerne Truhe, auf welcher die verschiedenen Wappen und Emblemen Hochheims künstlerisch dargestellt sind. In der Truhe wird eine Sammlung hochfeiner Hochheimer Weine verschiedener Jahrgänge Aufnahme sinden, die von den ersten Hochheimer Weingütern herrührt.
w. Limburg, 28. März. Als heute nachmittag mehrere Jungen Reif spielten, lief der Reif eines Jungen in die Lahn. Um wieder zu seinem Spielzeug zu kommen, ging der Knabe eine Strecke ins Wasser, das gegenwärtig hoch steht. Die Strömung riß ihn jedoch mit sich fort und trieb ihn vom User ab. Mehrere Leute versuchten den Jungen mit Stangen zu erreichen, doch gelang das nicht. Da sprang der Polizeisergeant Möhlhenrich ins Wasser, schwamm dem Jungen nach, erreichte ihn kurz vor der unteren Mühle und rettete ihn so unter eigener Lebensgefahr von dem sicheren Tode des Ertrinkens.
** Kleine Mitteilungen aus Hessen und den N a ch b a r st a a t e n. In R e i ch e n b a ch i. O. gerieten mehrere junge Burschen wegen eines Gläschens Schnaps m Streit. Es gab eine Schlägerei, und der 22 jährige Mullerbursche I. Michel wurde mit einem Messer tätlich verletzt. — Bei einem Streit zwischen drei jungen Fabrikarbeitern in Worms wurde der 20 jährige Johann 'L amel y aus Leiselheim durch einen Stich m den Hals so schwer verletzt, daß Lamely soiort seinen Geist aus- hauchte. — Die verstorbene Frau C. Burgeff m H o ch h e i m bei Mainz hat der Pensionskafse der Aktiengesellschaft vormals Burgeff u. Eo. Ml. 110 000 und außerdem der Gemeinde Hochheim Mk. 100 000 teftaineittarijd) vermacht. — Ein 14 jähriger Schlosserlehrling in A s ch a s' e n b u r g schoß beim Spielen mit einem Flobertgewehr (einer Pflegemutter, der 60 jährigen Taglöhnenrau Lackner, eine Kugel durch den Kops. Tie Frau war soiort tot.
214.00
240.62
143.80
246.25
209.60
Oest. Kredit . Deutsche Bank Tarmstädter Baick Bochumer Guß . Harpener Bergbau
Kandel und Uerliehr. Volliswirlschafl.
Berliner Börse vom 29. Marz 1905.
(Mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie, Gießen.) Pnvat-Diskoul 2*/2 Prozent.
Anfangs- u. Schlußkurse.
N e u e 3 V, V» D e u t s ch e S t a a t s a n l e i h e. Wir haben aestern kurz mitgeteilt, daß es m der Absicht der maßgebenden llreiie liegt bei Ausgabe der nächsten deutschen Relchsanlelhe und der vreußis'chen Konsols den 3’/,7o Zmsiuß zu wählen, entgegen der schon länger bestehenden Hebung, der 3 °/. Verziiisung. An der Börse wurde die lltachricht recht gut angenommen und auch in Bankkreisen ist man darüber erfreut. Auch wird angenommen, daß die Regierung zu diesem Entschluß — ofttziell ist die Sache ja noch nicht bekannt - jedenfalls gekommen istt, m der Bestirchtung dak neue 3 °/„ Anleihen in bedeutendem Betrage nur mit Schwie- ttake en unte'rgebracht werden könnten, währeiid 3V,°/0 Reichs- «Leihe uud Preußische Konsols jedenfalls vom Kapttalistenpudlikum
. . 239.90
. . 143.80
. . 246.40
. 209.50 Tendenz: fest.
sehr gerne entgegengenommen würden. Weiter wird man sich sagen, daß eme Ausgabe neuer 3 °/(f inländischer Anleihe eine neue Erschütterung des Kursnweaus ber älteren zur Folge haben würde. Aus diesem Grunde sind auch die 3 °/0 bis 91 gestiegen.
Auszug ans teil KirtzkMcher» der Statt Gjrtzeu.
Evangelische Gemeinde.
Getraute.
Matthäusgemeinde. Ten 13. März. Karl Wahl, Färber in Butzbach, und Karoline Diartha Ftebia, Tochter deS Fabrikarbeiters August Flebig zu Wetter. Deii 15. März. Johann Friedrich August Hofmann, ein Witwer, Schrelnermeister zu Gießen, und Luise Sand, geb. Becker, Witwe des Klubdieners Heinrich Sand zu Gießen. Den 18. März. Adam Döbus, Schuhmacher in Gießen, und Luise Katharine Münker, Tochter des verstorbenen Postillons Heinrich Münker zu Gießen. Denselben. Karl Herr, ein Witwer, Dienstknecht in Gießen, und Elisabete Margarete Walther, Tochter des verstorbenen Alaurers Johannes Waller zu Seckmauern/— Lukasgemeinde. Den 18. März. Johann Georg Spaar, Bremser i. P., und Katharilie Schneider, geborene Jünger. — Johan uesgemeinde. Ten 18. März. Karl Georg Gödel, Gärtner zu Gießen, und Elisabethe Katharine Stühler, Tochter des Fuhrmanns Georg Stühler zu Gießen.
Getaufte.
M a t t h ä us g e m e in d e. Den 12. März. Dem Schuhmachev Theodor Judt eine Tochter, Alathilde, geb. den 28.Dezember 1904. — Tem Heizer August Deitz eine Tochter, Katharine, geb. den 3. Februar. — Dem Ausläufer Karl Atandler ein Sohn, Christian Ludwig Emil, geb. den 29. Jan. — Dem Kunst- und Handelsgärtner Gustav Wittmann ein Sohn, Gustav, geb. den 8. Febr. — Dem Postboten Georg Hübner eine Tochter, Elisabeth Jofephme Barbara, geb. den 4. Januar. — Dem Kaufmann Adolf Reichert ein Sohn, Adolf Karl, geb. den 12. Febr. Den 18. März. Dem Lehrer Aiartin Fischer eine Tochter, Martha Emilie, geboren den 18. Febr. Den 19. März. Dem Kaufmann Karl Friedrich August Michel eine Tochter, Christine Katharine Else, geb. den 28. Jan. Ten 20. März. Dem Fabrikant Karl Plank ein Sohn, Heinrich Ludwig Karl, geb. den 10. Oft. 1904. — M a r c u s g e m e i n d e. Den 12. Marz. Dem Kaufmann Wilhelm Hofinann ein Sohn, Friedrich Wilhelm, geb. den 29. Jan. — Dem Locomotwheizer EmÜ Marx ein Sohn, Ludwig Hemrick), geb. 28. Dez. 1904. Den 19. März. Dem Küfermeister und Wirt Leonhard Dörflern ein Sohn, Leonhard, geb. den 24. Jan. — Dem Fuhrmann Georg Bachmann eine Tochter, Margarete, geb. den 8. Okl. 1904. — Dem Kaufmann Otto Fangmann eine Tochter, Mathilde Rosa Äarola, geb. den 14. Febr. — Lukasgemeinde. Ten 19. März. Dem Hllfä- schaffner Heinrich Schneider em Sohn, Wilhelm Ludwig, geboten den 13. Febr. - Dem Schlosser Daniel Dtohler ein Sohn, Willi Berthold, geb. den 8. März. — Johannesgemeinde. Dtzn 13. März. Tem Schreiner Friedrich Eisenträger eine Tochter, Lucie Juliane Margarete, geb. den 21. Febr. Den 19. März. Dem Taglöhner Kaspar Lenz eine Tochter, Anna, geb. den 18. Jan. — Dem Lackierer Hugo Hisgen eine Tochter, Lina Anna Luise, geb. den 22. Januar.
Beerdigte.
Matthäusgemeinde. Den 14. März, Friedrich Wil» Helm Thielmann, Ober-Lokomotivführer, verheiratet, 32 Jahre all, starb den 10 März. — 19. Julius Lony, Kaufmann, Sohn des verstorbenen Kaufmanns Karl Lony, 28 Jahre alt, starb den 18. März. — Marie Georgine, geb. Noll, Witwe des Schlöffet- meisters Richard Pröschold, 64 Jahre alt. — 23. Johannette Isabelle Ziegler, geb. Kreich, Witwe des Packmeisters Friedrich Ziegler, 75 Jahre alt, starb den 20. März. — Lukasgemeinde. Ten 18. März. Marie Schwarz, geb. Denzler, Ehefrau des Rent-' ners Karl Schwarz, 61 Jahre alt, starb den 16. März. —19. Reinhard Müller, Lehrer i. P., 69 Jahre alt, starb den 17. März. — 22. Justus Emil Lenz, Wirt, 53 Iahte alt, starb den 20, Marz. — 22. Hanny Werner, geb. Krautze, Ehefrau des Lehramts-AffeffotS Ferdinand Wetlier zu Laubach, 24 Jahre alt, starb den 20. März zu Laubach. — 23. Meta Germann, Tochter des Agenten Karl Germann, 22 Jahre alt, starb den 21. März. — 3obanne3- gemeinde. Ten 14. März. Lina Strubel, geb. Busch, Witwe des Kreisarztes Tr. Franz Strubel, 71 Jahre all, starb den 12. März. — 20. Softe Haubach, geb. Lony, Witwe des Instrumentenmachers Theodor Haubach, 71 Iahte alt, starb den 17. März.
Kirchliche Ziachrichten. Evangelische Gemeinde.
Freitag den 31. Alärz, nachm. 5 V, Uhr, im Konfirmanden» saal der Lukasgemeinde, Llebigstratze 56: Versammlung ber konfirmierten Mädchen. Porter Euler.
Israelitische Religionsgemeinde.
Hottesvienil in Oer Synagoge (Äudanlage). Samstag, den 1. April 1905.
Vorabend 6.45 Uhr. Morgens 9.00 Uhr Predigt. Nachmittags 3.30 Uhr. Sabbathausgang 7.45 Uhr.
Israelitische Religivusgesellschast.
chottesdieast.
Sabbalh feier am 1. April 1905.
Freitag abend: 6.30 Uhr. Samstag vormittag: 8.30 Uhr. Samstag nachmittag: 3.30 Uhr. Sabbathausgang 7.45 Uhr. — Woittenaottesdienst: morgens 6.45, abends 6.30 Uhr.
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