Donnerstag Ä1. Dezember 1905
M. 300
General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Eichen
die Wahlen zu den Ausschüssen anberanmt.
ermitteln.
und
werden.
in das Staatsbu!
den der au5.
Landtag für er- Ersten Kammer,
in der Kammer, ganz. Denn so
Eid und
ferngehalten und leisten morgen den Immer hübsch unentwegt und voll liebens die „Genossen*.
Der Staatsminister erklärte öffnet; Gras Görz, der Präsident
Rotationsdruck unb Verlag der Brü hl'schem UnivcriiiätdbrucfereL 9L Lange, Gießen.
Redaktion. Expedttion u. Truderet: 6d)ulftr.f. ieL Nr. 51. ldcgt.-31£)L; iU^eiga eße«.
Hfllldf mit Ausnahme de« Sonntag?.
< 4 „Siebener Familienblätter" werden dem erl-i> qet viermal wöchentlich beigelegt. Ter £anö®Uf*‘ erscheint monatlich einmal.
In der Zweiten Kammer haben Zentrum und Sozialdemokraten ein ganzes Bündel Anträge eingereicht.
^^Wir beantragen, die hohe erste Kammer wolle beließen - — - «t für 1906 einen Betrag von 10 000 Mark
Zwecke der weiteren Ausbildung der rer durch sachgemäße Gewährung von Streifen in das In - und Ausland."
Aus dem hessischen Landtag.
Man schreibt uns aus Darmstadt, 20. Dez.:
Die zweite Kammer war heute auf 10 Uhr vom Präsidenten zusammengerufen. Tagesordnung Ausschuß- Wahlen. Die Mitglieder waren wohl im StändehauS anwesend, aber nicht im Sitzungssaal, in dem sich a»ich zeitweise ein Slbqeorbncter den wenigen Besuchern der Tribüne zeigte. Eine Stunde verrann und noch kein Anfang, nicht einmal den Anschein dafür. Die Journalisten können feiern. Daß sie eS gern tun, sieht man ihnen nicht an. Zeit ist Geld. Immer weiter ruckte der Zeiger der Saaluhr, schon wars 1I1 12, da endlich „begann die Sitzung*. Ganz wenige Minuten später unb sie war auch schon geschlossen. Um 12 Uhr sollte doch im Schlosse die feierliche Eröffnung des Landtags durch S. K. H. den Großherzog vor sich gcherr. Und der Grund dieser SitzungSkomödie?! In den Fraktionszimmern zerbrach man sich die Köpfe über die Zusammensetzung der Ausschüsse. Der Bauernbund hätte auch hier gu gern das Kommando gegeben.
Mit dem üblichen Zeremoniell erfolgte im Schlosse die „Eröffnung des 33. Landtags*. S. K. H. der Großherzog verlas die Thronrede. Dann rief StaatSminister Dr. Rothe die Namen der neu eingetretenen Mitglieder zur Eidesleistung auf. Tie Herren treten nacheinander vor den Landesfürsten rind sprechen, die Rechte erhoben, die Eidesformel „ich schwöre*, worauf ihnen S. K. H. der Großherzog die Hand reicht. Als der Staatsminister die Namen „Gemeinderat Raab-
Mesuchi M 1.3«® 19 unabhängige'- von 9Ubt nwrg. b - Oohnl5<mtjwl^
‘5 stets vw Rufers. berechn^
Zum Eintritt xe. .906 wird eine WrI gesucht. — Schrie u. 6475 an den @ir
Kunst unh Mistenslstatt.
— Der Komponist um Verbind bei Roosevelt. Man schreibt aus Newyork: „öerr und J-rau Engelbert Humper- bind wurden am 10. Dezember vorn Präsidenten und Fran Roosevelt im Weißen Hans empfangen und verlebten eine anregende, interessante Stunde. Ter Präsident bediente sich mit Humperdinck der deutschen Sprache, welche er, wie er sagte, seit langen Jahren nicht mehr gesprochen habe. Er erzählte, Kars er Wilhelm habe ihn durch Uebersendnng eines interessanten Abdruckes des Nibelungenlieds erfreut; ti habe sich mit dem Buch redlich Mühe gegeben, ohne daß daS Mittelhochdeutsch ihm bis jett seine intimen Geheirnnisie enthüllt hätte. Iran Roosevelt sagte, sie habe tn ihrer Kindheit außerordentliches Interesse an deutschen Märchen gefunden unb sich nicht satt daran lesen können. Sei sie unartig gewesen oder habe sie — „was häufig vorkam" — ihr Haar nicht gelammt, hätte man sie durch zeitweise Entziehung ihres Lieblingsbuches recht empsindlich getroffen. Es hat Humperdinck Spaß gemacht, m einem Kellner im Hotel Kaltenbach in Niagara-Falls einen Neffen seines verstorbener! Freundes, des berühmten Komponisten und Hoskipell-Lrgcmisten Anton Bruckner inJSien vor- zunnden." fT^s ist w ein sehr nctfrTü treu ber ..Svaß".)
fond ä 2S Pf, und 40 Pfg, rät
Linden^ iffickelm flejuöi. Ludwig G
Pfungstadt', „Necbtsanwalt Dr. Fn ld a - Darmstadt* verliest, entsteht eine Pause; die beiden Sozialdemokraten werden durch ihre „Prinzipientreue* von der höfischen Zeremonie
bringt das Hoch auf den Großherzog
Für morgen sind nun „zum endgiltig allerletzten male*
Lcmteren-Mainz. . - f .
Zum 2 Ausschuß: Fürst zu Leimngm. Fürst Solms- Hohem ol ms-Lich, <S5raf Stolberg - Roßla, Geh. Rat Prof. Tr. Schmidt-Gießen, Oberbürgermeister Morneweg und dre Over- l.rnbesgerichtsvräsidenten Conradi und LippoL.
Zum 3. Ausschuß: Fürst zu Solms-Luh, Geh. Kvrnmer- •ienrat Tr. Merck, Gras Yseub"rg-Büdingen-Meerholz, Graf zu Solms-Lauterbach, Prälat D. Walz. . .
Zum 4 Ausschuß: Graf Solms-Rodelsherm, Erbpmnz zu Erbach-Schönberg, Erbprinz zu Ysenburg-Büdingen, Geh. Rat Tr. Kitiler und Ju'ttzrat Dr. Kleinschmidt.
Es folgte die Beratung der Adresse der 1. Kammer an S. K. H. d e n G r o ß h e r z u g, die vom Bureau des, Hauses entworfen worden ist. Tie erste Kammer spricht barm dem roßherwg untertänigsten Tank für die huldvollen Worte der Thronrede aus. Ti'' Kammer würde e? mit Freude begrüßen, wenn bezüglich d>s neu vorzulegenden Gesetzes über die Abänderung des Wahlrechts mch,über dre Gemeindeumlagenreform eine Verständigung beider Kammern zustande käme. Sie gebe um gern der H ofsnung fffn, daß in der neuen Session über diese beiden wichtigen Fragen eine Uebereinftimmung erzielt und ein gemeinsames Zusammenarbeiten beider Kammern zum Wohle des Landes erreicht werden möge .
Tie Adresse wurde vom Hause e i n it i m m i gji n g e n o m» men Wie der Präsident weiter mitteilt, wird s. K. V- der Großherzog die Tebutation der 1. Kammer zwecks lleberreidjung der Adresse noch heute abend i/2S Uhr empfangen
Tie Äanuner wählt daraus an stelle der verdorbenen Mw. »lieber Exz. Goldmanu und Exz. Knorr v. Rosenroth zum Mitglied der Staatsschuldenverwnltung den Lberlandesgerichtspräsideuten Lipp old und zu dessen Stellvertreter den Geh. Rat Tr. $1 * Tie r<Sifeung schließt darauf um 6 Uhr. Auf Antrag des Frhm Hehl zu Herrnsheim, der von allen Mitgliedern unterstützt vnrd, findet darauf noch eine v e r t r a u l r ch e L> r tz u n g unter Ausschluß der O Öffentlichkeit statt.
In der ersten Kammer sind folgende Anträge eingelanfen: „ , , ,,. ..
..Wir beantragen, die hohe Kammer wolle beichte neu, die Großb. Regierung zu ersuchen, eine Aen be r u n g d e s W o hn - unasfür sorge-Gesetzes vom 7. August 1902 dahin jn treffen, daß die Lanbes-Krcbitkasie aus, Grund naher ^ bestimmender gesetzlicher Grundsätze ermächtigt werde, Darlehen auch ohne Vermittlung der Gemeinden gemernnutzigen Bauvereinen, welche Rechtsfahrgkert erlangt haben, zu ge-
Hlnivcrstläts-Nachrichten.
Vorschriften über die Prüfung der Tierärzte. Ter Bundesrat hat Änderungen an den Borschrisien über die Prüfung der Tierärzte vorgenommen. Danach soll die Prüfung auch auf die Fleischbeschau ausgedehnt werden. Ter Kandidat soll auch an einem geschlachteten Tiere die Fleischbeschau ausführen und sich über bas Ergebnis äußern. Ter Befund und die Beurteilung sind schriftlich mitzuteilen. Außerdem ist gleichzeitig durch eine mündliche Prüfung zu erm"’ ' ob der Kandidat die für die Ausübung der Schlachtvieh- Fleischbeschau erforderlichen theoretischen Kenntnisse, insbesondere auch hinsichtlich der wichtigsten gesetzlichen Bestimmringen besitzt. Tie n.uen Bestimmungen finden auf alle Fachprüfungen in der Tierheilkunde Anwendung, die nach dem 1. Januar 1906 begonnen
[fiine ordcutli-d- ® Reinigung bi
>um 1. Januar 1t» Näheres in der > )e§ (Siebener AnM
flUe .
öte-1
Jie Thronrede zur ßröffnuug des hesstschen Landtages.
Darmstadt, 20. Dez.
tie bereits gestern auszugsweise mitgeteiltc Thronrede hach stlg enden Wortlaut:
Meine Herren Stande?
I3uim Beginn des 33' Landtags heiße ich Sie freundlichst wiUlllmmen. Eine Reihe wichtiger gesetzgeberischer Re- foirrn, welche auf dem vorigen Landtag unerledigt ge- itjen sind, werden auch auf dem beginnenden Landtag 1F:: Tätigkeit in Anspruch nehmen. Nach wie vor betrachte
He Revision des landständ ischen Wahlgesetzes al« bie Aufgabe Meiner Regierung. Ich gebe Mich der 'bt|Nr;g hin, daß sich die Grundlage für eine Verständigung nrnnt srrdcn lassen, welche einer erneuten Vorlage Meiner lt'tzi'rumg Aussicht auf Erfolg bieten würde.
[ Ebenso hoffe Ich, oaß eine Einigung über eine Ihnen criitLt zugehcnde Vorlage Meiner Regierung, den Erlaß eiM Gesetzes, die Gemeindeumlagen betreffe, nd, sowie über den damit zusammenhängenden Gesetz- erteurf über die Ge m e i n d e a b g a b e n erzielt werden Turt Zunächst wird Ihre Zustimmung zu einem Gesetz- erüTflniiri über einstweilige Fortdauer des in Geltung befind- liiHn Provisoriums inbctreff der Gemeindeumlagen er- becktm n crden.
2ie Gesetzentwürfe über die Revision der Verwal- 1 rgsge setze herben Ihnen in der Kiirze wieder 311* gk-^n and imrb es hoffentlich in diesem Landtage gelingen, biirte wichtige Gesetzgebungstverk zu einem befriedigenden AÄ-stlir'se zu bringen. Ferner werden Sie sich wiederum mel cinenn Gesetzentwurf über die Dien st Verhältnisse 0 'n Staatsbeamten zu beschäftigen haben.
3um Zweck der Herbeiführung einer angemessenen FMrsc rge für die Ge m e i n d e b e a m t e n ist Meine SBierirng zurzeit mit der Vorbereitung einer Gesetzesvor- tary 6d chäftigt, welche die Errichtung einer Kasse zum Zweck bnn lj. Dü()rung von Pensionen unb Hinterbliebenenfürsorge cmc Me Beamten ber Lanbgcmeinden unb ber weiteren Kom- moralucrbänbe zum Gegenstand hat. — Die Beratung beS Zta alsbalb zugehenden Hauptvoranschlags ber S-ttaa! seinnahmen unb -Ausgaben für 1906 spM' Les zugehörigen Finanzgesetzes wirb eine Ihrer
abhängen, ob Ihnen ein Gesetzentwurf zur Ab- änberung bcs Dachgesetzes zu bem Zwecke vorgelegt werben kann, bie Einschränkung ober Entziehung bestehender Nutzungen an Quellen ober Wasserläufen bei Inanspruchnahme bes Wassers zu öffentlichen Zwecken abweichenb von bem bisherigen Recht zu regeln.
Auch ist Meine Regierung mit Prüfung ber Frage beschäftigt, inwieweit bas dermalen geltenbe Berg reckt im Hinblick auf bas gesetzgeberische Vorgehen Preußens unb im Sinne ber auf bem vorigen Lanbtage stattgehabten Erörterungen abzuänoern ober zu ergänzen ist. Eine Gesetzesvorlage, betreffenb ben Bauarbeiterschutz, be- finbet sich in Vorbereitung Eine Revision ber Allgemeinen Dauorbnung ist in Aussicht genommen, unb es wird, sobalb ber Stand der Arbeiten es gestatt eine bezügliche Vorlage Ihrer Beschlußfassung unterbreitet werden. Bei diesem Anlaß wird auch bie Frage ber Umlegung bebauungsfähiger Grunbstücke ihre Erlebigung finbcii.
Zur Abänberung bes 05esctzes über ben Urkünde n st e m p e l wird Ihnen Meine Regierung Vorschläge in Form einer Gcsetzesnovelle erneut unterbreiten. Ter Entwurf wird einerseits auf eine Beseitigung der auf dem Gebiete des Stempelwesens hervorgetretenen Härten Bedacht nehmen, andererseits aber auch der Finanzlage Rechnung tragen. — Ein Gesetzentwurf, betreffend die Verfassung und Verwaltung der israelitischen Neligionsgemeinden des Landes, ist ber Vollendung nahe unb wirb Ihnen in kurzer Zeit zugehen können.
Ich hoffe. Meine Herren Stände, daß e§ Ihnen gelingen möge, bie Ihnen gestellten umfangreichen unb wichtigen Aufgaben in Einmütigkeit zu einem guten Enbe zu führen, zur Wohlfahrt Meines geliebten Landes. — Meines landesfürstlichen Wohlwo'lens dürfen Sie sich ver-
Tie wichtigsten Anträge bcsZen tru m s sind: an ine Regierung d s Ersuchen zu ricktel'. , mögsichlt lofprt bem tage eine Vorlage zukommen zu Ir.r.cit, wodurch lür die Zahlen zum Landtage dos d i r c k t e W a b l r e ch t m Veckn'dung mtt dem Proportional wahlvcr fahren emgeiuhrt . roirb. Weiter wird ein Ers"ckren beantragt: im Bundesrate dahin zu wirken, daß den Geschworenen und «cho s sc n voller Ersan für i h r e Z e i t v e r s ä u rn n i s gewährt wird. Em anderer Antreg gebt dahin, 1> im Bund Srate d-ahui wirken zu wollen, d'ß die d'u Clnncinben ;u. gewahrende Vcrgütungsuv d i c V e r p s l e g u n o e i n q m r t i c r t c r T r u v p c n t e . l c entsprechend erhöht wird: 2) bis dces geschehen Ul. den Oae- meindeu aus der Stalttskasse diejenigen Beträge zu cmben, Me sic für Quartier-V-'pstegung über bic derzeitigen VcrpflegungS- sätze aufbringen muffen. - ■ , m ~
Fenier wird beantragt, die M 0 b i l i a r v c r s l ch e r u n g für Geq.nständc, für die sie wen en erhöhter treuer geb'br abgeleynt wurde, ben Versicher'!ngs^iescllsckwften als VerpNicktung aufzulegen, ob. eine staatliche obiliaroersick-ernng emzusuhren. Zm Bundesrat soll dahin gewirkt werden, dap, d'.e -4.'icnj boten in die Krankenversicherung cinbcjogen werde,i, falls p-cs nickt erreicht wirb, soll Hess'n selbstäiidig rwrgehen. 'fernere Anträge beziehen sich aus bie Förderung der A r b c i t s n a ch- weise, durch Verbillchuna der Verkehrsmittel für diese, die Erleichterung der Kreditgewährung n bie gemeinnützigen Bauvcreine aus der Laub.ii ffsc, Erweiterung der 1 Gewerbe aufsicht durch Hinzi ug von Perioncn aus dem
> Arbeiter st nd und Einführung a .caenber Arbelterschuv-Be-
’t immun gen, Beseitigung des Brückengeldes, Einführung des P r 0 v 0 r t i 0 n a l v e r f a h r e ns bei G e - meinbewahlen, bessere Witwen- und Waisen Versorgung fü r Volksschullehrer, Regelung der Rechts- ' und Anstellungsverhältnisse der Schulverwal- ' ter usw.
einzusetzen zum t Volksschulleh pendien zu R
Zweites Blatt. 155. Jahrgang
Gießener Anzeiger
ralfltn Aufgaben sein.
■ 5 Vi: wohl die Besserung der allgemeinen wirtschaftlichen L^E tu erhöhter Veranschlagung der Einnahnien, uament- li Ä <\vA direkten Steuern, Forstdomänen und Stcratseisen- btiulim zum Ausdruck konnnt, so war es trotz Zurückstellung 11 uit "si'setzung mancher ertm'mschter Ausgaben doch nicht zrr. vermeiden, auch diesmal wieder den Voranschlag ftir drlrS-.rwaltung mit einem erheblichen, noch aus Vermögens- resflttt früherer Jahre zu deckenden Fehlbetrag abzuschließen.
Dann Meine Regierung Ihnen nicht gleichzeitig die uw tliäf liche Vorschläge zur nachhaltigen Herstellung des GS-tichu Wichts der Einnahmen und Ausgaben der Staats- t>e-iWM’rung unterbreitet, so ist dies lediglich veranlaßt durch bcTi er gen Zusammenhang dieser Aufgabe mit der eben inti Btrjianbbmg begriffenen dringend nöt'.gen Neuordnung de-Z §ci-ckshaushalts. An der Notwendigkeit solcher Vor- fdßlflr; kann auch die Tatsache nichts ändern, daß gleich- ze,::t - dank der sehr erftenlicken Entwicklung der Eisen- bc^'gemeinschaft - namhafte Rücklagen m den zur Neber- h|®un..} unerhoffter Rückschläge gebildeten An.sglerchsfonds unabhanM, crytLm- Reiben dock die jährlichen Abführungen ut diesen ..Eue?*: Füllte noch immer hinter dem Betrag zurück, ivelcher an strankfuük siüi üi einer angemessenen Verminderung der erheblichen, mm mich größtenteils werbenden Staatsschuld verwendet wtuü sollt e — Bei alledem wird die weitere Etitwick- ’>> der produktiven Kräfte des Landes, insbesondere auch biM Erbauung neuer Bahnen, eme ernste sorge Lamm'!: Regierung bleiben; Sache der Beteiligten wird es
Vnb ipat : aU.Mngs sein, sic dabei zu ermutigen und zu unterstützen ■ di^ vollen Einsatz auch der eigenen Kraft.
Kii.f«1®1; Tie fortgesetzte starke Zunahme der Befuchs- §rnehmen. M j i^i ||t r 0 0 n B 0 d - N a u h c i in macht es notig, neben der • ®"r- «tuchmhrung des Ihnen bekannten Gesamtplanes für die
niWnftuTUt der Badeanlagen auch eine besondere Waffer- v. chigung für die dortigen staatlichen Betriebe anzulegen. D".Äwoiebigkeit der dafür in Lauter gesicherten Quellen ist i) .groß, daß daraus gleichzeitig eine 9^0 sie re Zahl vü-.-Gem cin den der Krei se Gießen, Büdingen unb F'ckdbera mit billigem Wasser ver; orgt werden Eine Vorlage hierüber wird ^hnen demnächst zu-
9 ib-enfo erhalten Sie eine solche über Bad-Salö- h Ürnsc n, welche ffir eine neue Tiefbohrung zur Erschließe «I«I! «oturwarmer Soole, für Errichtung e>ne3 neuen »abc- W--> unb für Einführung elektrischer Beleuchtung die N' .d .m Mittel anfordern wird. Durch Uebertragung dieses eM- zum Domänenbesitz Meines Hauses gehörig.n Bades s°N-ugletch eine enge hpÄ
sichert halten."
Noch Vereibigiing der neuen LondtogSmitglieber er- klärte StaoiSmimster Rotbe auf Befehl beS G> oßherzogs den 33. Landtag für eröffnet. Der erste Präsident der ersten Kammer, Graf v. Schlitz, gen. v. Görtz, brachte alsdann daS Hoch auf S. K. H. den Großherzog au5.
Anschließend an bie Lanbtag5eröfsnung fnnb heute mittag em Festmahl im Kaisersaal des Residenzschlosses statt. Rehen S. K. V. bem Gr 0 ßHerz 0 g saßen zur Rechten ber Präsident der Ersten Kammer Grai von Schlitz, gen. von Görtz, zur Lmken der Gra' ■u Erbach-Für st enan. Dem Großherzog gegenüber hatte der Staatsminister Tr. Rothe, ihm znr Rechten der Präsident ber Zweiten Kammer £i a a § und zur Linken des Staatsministers der zweite Präsident der Zweiten Kammer Köhler Platz aenommen. Während der Tafel unterhielt sich S. K. £\ der Großherzog lebhaft mit keinen Tikchnachbarn. Das Menü war folaendes : Sparaelsiwve, Pastetchen, Steinbutt mit Austern, Dammwildrüden, Ganscledei lisit Schinkenmus, Kapaunenbraten, Salat, Sellerie mit Tchsenmark, Eräugen-Gefrorenes, Käjestangen. Tie Kapelle des GroßH. Lew' garderegiments führte die Tafelmusik aus.
Kessislöer Landtag.
Tie Erste Kammer
der Stände trat heute nachmittag 4' _> Uhr unter Vorsitz bes Grafen v. Schlitz, gen. v. Görtz, zu erner längeren Sitzung zusammen. To.5 Haus vollzog zunächst bic Neuwahl ber vier Ausschüsse. In ben 1. Ausschuß wurbcn gewählt: ^rhr. Lubwig Riebesel zu Eis.-nback Fürst Ifenburg-Btrftein i^mz Friedrich zu SolmS-Hohensels, Graf Erbacl>-Fürstenau,^vrhr. Deyl -u Herrnsheim und die Geh. Kommerzienräte Mersel-Mamz und
Geb. Frj! ich Weihnacht, füt zu Sinderu t:
471] Wilhelm bin tüchtig.,« solides IdC atz gut bürgerl.! ud sich teilweises mtcrzieht, geg. flu Deubach a.M., S
(>-erlÄlslaal.
Cottbus, 20. Dez. Vor ber hiesigen er'ten Strafkammer begann heute der Straforozeß gegen den Lial nsbeamf u S t u l l- jus aus Spremberg, dü Wcichenüctter Wiedemaun-Schreife und Schmibt-Spremberg in Sachttl des Spremberg er Gifen- bahnunglüds am 7. August.
vSuädjc "Serbinbung ber beiden staatlichen Heilbäder ' Wvrm'uTib Salzhausen ermöglicht unb bie Dufwenbung MD l bWltnismämq hoher Mittel für bas erst zur vollen Ent- toMni zu führend? Salzhausen erleichtert werben s-on bem Zustcmbekommeu und ber ^urdhrun^bes Die,6t e-i!aiB-.|btnn vorigen Lanbtag mcht mehr zur Deratu g g
nhd 1Ö.P wi Gesetzentwurss betreffenb bie jotb«- u^b.er Bobeukultur rni oberen Vogelsberg 'en Qrfi Mir eine wesentliche Verbesserung ber wirr ,fciWicken "aoe bieses Laubesteils unb seiner Bewohner. T rj tnm-J imrb Ihnen baher und zwar m einer Fassung luaebcn, bie aus laut gewordene Wunsche, soweu b!Ä berechtigt erscheinen, geeignete Rücksicht mmntt.
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