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21.12.1905 Erstes Blatt
 
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155. Jahrgang

Erstes Blatt

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Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen

Deutsche»

Berlin,

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rtilt Imt täglich rronnlagS.

Die hetstsche Thronrede

wi ft - v-eifelloS allenthalben die günstigste Ausnahme finden. ,Gch : 'n geschäftsmäßig sie auf den ersten Anblick auch er- fchit'i o gewinnt sie doch bei näherem Eindringen in ihre Ei im; wei ten erhöhte? politisches Interesse. Vergleicht man flkß r t ber letzten Thronrede und mit den politischen Vor- gätz v u der letzten Zeit, so läßt sich unschwer in ihr ein Bild de>Ü römischen Lebens in Hesien während der letzten Jahre «Mm m ,

I «Ti, Thronrede vom November 1902 sprach im Em- gasn von dem .Vertrauen*, mit dem der Großherzog de« .llr terstützung und Mitwirkung* der beiben Parlamente befl^n bevorstehenden Aufgaben entgegensehe. Von diesem V Ist treuen i st diesmal keine Rede! DaS gibt ent-

Donnerstag 21. Dezember 1905

VezugSvret«: o moualltct)7bM, viertel-

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'Haubt, Kleider üen-Anii,.

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Berlin, 20. Dez. Heute wurde die am Ende der ®tonqclftwi(je qcfeqenc neue ZabortirSe in fflegenroart öcS Kaisers und der Kaiserin, sowie der Spitzen der Zivil- und geistlichen Behörden feierlich eingcweiht.

Wie der .ReichS-Anz.* meldet, hat der Kaiser dem Fürsten von Pleß die Herzogswürde für seine Person

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cs gelingen möge, die umsangrcichen und wichtigen Aus­gaben in (wir müssen schon hinzufügen: schließlicher) E i n- mutigkeit zu einem guten Ende zu führen, zur Wohl­fahrt Meines geliebten Landes". ,

Im ganzen spricht aus der Thronrede cm lclbstandiger und fortschrittlicher Cveift, spricht aus ihr em2 unermüdliche starke Arbeitskraft und Arbeitslust zur sozialen Hebung des Landes, sowie aller Werktätigen in Landwirtschaft, Handel, Industrie und Getverbe, sowie in den Kreisen des Be- .'imtenrums, ~ __

politiffhe ssatiessltuni.

Tie deutsch englischen Kundgebungen.

-tt- Berlin, 20. Dezember.

gegenüber zu empfehlen sein.

Gulversorgte Führer.

R. Berlin, 20. Dez,

Seitdem urplötzlich der Zylinderhut des Tr. Spa h n in der Wilhelmstraste beim Fürsten Bulow aufgetaucht ist, bekennt sich ein fröhlicher Optimismus zu der zu­versichtlichen und baldigen Erwartung von ^.age- oeldern für das Reichsparlament. Es wird aber wohl noch viel Wasser die Spree hinuntcrfließen, ehe diese Er­wartung sich erfüllt. Bevor die Regierung nicht Lar sehen sann hinsichtlich des Schicksals der Finanzreform und der Steuervorlagen, dürfte sie keine Entscheidung in der ^iaten- frage herbeiführen. Bei einer etwaigen Auslvsungdes Reichstags sicht man die Sache vielleicht mit anderen Augen an. . t

Was an durchschlagenden Gründen für die Gewährung von Tagegeldern beigebracht werden kann, das hat unlängst im Reichstag am geschicktesten der Aba. Grober (Zentr.i ins Feld geführt. Es sei aus seiner Rede einmal die Be­merkung herausgegriffen, daß die Wahl wirklicher Arbeiter zu Mitgliedern des Reichstages nur bei Tiatenzahlung mög­lich sei. Gröber wies mit Recht darauf hin, daß der so­zialdemokratischen Fraktion, dieserreinen Ar­beitervertretung", kein Arbeiter an geh ort. mne interessante Ergänzung findet dieser Hinweis durch das vom Reichstaasbureau herausgegebene offizielle Verzeichnis der Parlamentsmitglieder. Es ergibt sich daraus, baß eine ganze Anzahl vielgenannter Führer der äußersten Linken ihre bescheidenen Hutten ,m feinen W e ft e n Berlins und in den vornehmen west­lichen Vororten, also fern von den Proleiarierquartieren, aufgcschlagen haben. .

Beispielsweise Stadthagen, der Mann derrup­pigen" Tonart. Er ist zu nervös, um es lange in ben,elden Räume,! auszuhalten, aber er liebt es, fern Junggesellen- heim int Geheimrats- ober kommerzienratsviertel zu eta­blieren, unb man weiß, baß er des großstädtischen Leben» Unverstand" nicht gerade mit Wehmut genießt. Singer, der bekanntlich auch nicht auf ein spießbürgerliches Leben -ingeschworen ist, kann es sich als remyer Mann leisen, in der Nähe des Tiergartens zu residieren -Bebel, der Kapitalist, und Molkenbuhr, der den Eindruck eines

jährlich Alk. 2.20; durch Abhole. iu Zweiflstellen monatlich 65 Pf.; durch dlePost Alk. 2.viertel- jährt, ausschl. Bellellg. Annahme von Än;etqeo iitr die TageSnummer bis vormittags 10 Uhr. ZeilenvreiS. lokal 12Pf^ auSwärlS 20 Ptg.

Peranlwortlich stlr den doIil und aQqem. Teil: P. Wittko: tut .Stabt unb 2anb4 nnb (üenditoiaal*: Ernst veß. tür den An- zeiqenteil: HanS Beck.

W-r zu denken. . . .

- W ihrend unsere Kinder zurzeit mit heißem Bemühen dc! S I uherzig-schlichte Lied .Alle Jahre wieder kehrt das (S. l'tti lL! finb* zum bevorstehenden Feste einüben, kann das hi-ff fc Volk das schöne Lied singen von der häßlichen Ein- riiöi.nc, daßalle Jahre wieder" die Wa h l gesetz-Vor- (ahf (15 ruheloses Gespenst erscheint. Diesmal spricht die T2 'i ii':de die Hoffnung auf eineVerständigung* aus, und oiv Schlüße wird der Wunsch der .Einmütig keif nf. i cilunal ausgesprochen. Die Erste Kammer hat in ihrer AMch an den'Großherzog dieselbe Hoffnung kundgegeben.

wir ab, ob sich daS als mehr denn eine Phrase er-

Wie das .Mil.-Wochenbl." meldet, ist Militär- Attache in Petersburg Major und Flügeladjutant Graf von Lambsdorf seines Posten? enthoben worden. Sem Nachfolger wurde Gencralinaior v. Jakobi, der Kam- mandcur der 9. Jnfanteriebrigade, unter Verleihung als

gesättigten Bourgeois macht, haben das ziemlich fashionable Schöneberg zum Wohnsitz erkoren, wo an den teppichbe legten Vorhallen der Häuser zu lesen ist: ..Aufgang nur für Herr­schaften". Ter von Dr .Franz Mehring als^alonprole- tarier" verspottete Abg. Tr. Südekum ist durch seine Heirat mit einer Kommerzienratstochter der materiellen Sorgen überhoben. Er wohnt im teuersten Westen inmitten distinguierter .Herrschaften und leitet von dort aus die . Sächsische Arbeiterzeiiung". L e d e b o u r ist von der Villenkolonie Grünewald, wohl der vornehmsten Gemeinde in Berlin, in einen westlichen Vorort übcrgefiebelt, m bte Nachbarschaft ber Herren Auer unb Gradnaucr. M>g. Tr. Herzfeld studiert die proletarische Not am idyllischen Gestade des Wannsees. Bernstein dagegen, dem nach seinem eigenen Geständnis die Partei schriftstelleret nur kümmerliche Erträge liefert, besckeidet sich mit einem Do­mizil im behaglichen Westen Berlins. In den eigentlichen Arbeitervierteln sind nach Ausweis des Parlamentshand­buches von den in ober bei Berlin Wohnenden nur tvenige sozialdemokratische Abgeordnete seßhaft, Gewcrkschaftsserre- trire, Buchhändler usw, die nicht zu den Führern zahlen.

Tie Tiätenfraoe ist für die Sozialdemokraten nicht von Belang, da sie bekanntlich ihre dlbgeordneten aus der Parteikasse entschädigen. Aber im Interesse der zu den bürgerlichen Parteien haltenden Arbeiter ist die baldige Tiätenqewähriing von Reichs wegen zu wünschen, damit auch wirkliche Arbeiter an der Gesetzgebung teilnehmen können, die die Interessen der Arbeiterschaft mindestens so gut verstehen und vertreten werden, wie dteAutori­täten" der Sozialdemokratie.

roi i' i wird.

Ti.I) die Gemeinde st euerre form -Vorlage wird roi'tbrir n eingebracht, und zwar, wie es den Anschein hat, niT± i r sie, sondern auch das Wahlgesetz ohne ie gl t s)c p c:i;: i >iel le Abänderung. DaS zeugt von der Nück- grÄlilr'..' c unserer Regierilng, toie von der Erfolglosigkeit der vWMir Bemühungen bei Hofe.

ch die Revision der Verwaltungsgesetze unb dein .ntwurf über die Dienstverhältnisse der beamten kehren auS der Thronrede vor drei wieder. So zeigt denn die neue Thronrede gleich was der Landtag in der vorigen Session zu er»

le.< verabsäumt hat.

> : Thronrede stellt dann fest, daß sich trotz ber Wl's.rimg der allgemeinen Wirtschaftslage ein erheblicher Fsj-tlb»etrag in dem Staatsbudget nicht vermeiden ließ. < nfr euliche Entwickelung der Eisenbahngemeinschaft lagt

r genügende Abführung in den Ausgleichsfonds nicht zu.

cnglftcm Zusammenhang mit den Staatsfinanzen steht die i in des Reichsfinanzwesens. Die zu greifbarer Gestalt gen( irnt*n Reformvorschläge auf diesem Gebiete werden in ber TM:i : de mir ganz sachlich und ohne für und wieder erwähnt u» Umschläge zur Herstellung deS Gleichgewichts der Em- ncil r. und Ausgaben in Aussicht gestellt. Wir wollen von dit"n Vorschlägen das Beste hoffen zugunsten der bedrängten L^rin.ahler. Daß die Gestaltung deS Staatshaushalt? auch | berührt wirb, baß die Steuerreform nach neuzeitlichen ®li!t punften immer noch nicht abgeschloffen ist, unter- Ibra; Liner Frage. So können wir denn das Lied an» ftrim-iu:

Wir wollen alle Tage sparen

teu'T ii fenerAnzeiger roero i Wechsel mit bewnlilUchen Landwirt b-c h) ler Familien. t>lät^nnal in der

'M« beigelegt.

flloK druck u. 93er- [r-.?, ( in Nrüh Lichen lln'uoH. Buch-u.Siein- bnwK: . R. Lange.

Ervedttiou

Pir) Druckerei:

Lrillst raße 7.

ilkjchtcm 112

. j.peb.fc=s^ol i'ir Depeschen:

Dl- vor Gießen.

Die deiitschen Kundgebungen für eine Besserung der Be­ziehungen zu England haben erfreulicherweise im Insel- reiche eine gute Aufnahme gefunden. Stimmen der Lsmdoner Preffe, wie der »Daily New?', desGbronicleL klmgen seit langer Zeit zum ersten Male angenehm. Aller- ding? wird da? Telegramm C a mp b e l l - Ban ner m a u ? an die Aelteiten der Berliner Kausmannschaft (vergl. unsere gestrigen Telegramme), da? den Eindruck voller Aukrichtigkeii macht, nicht wenig zu der Aenderung de? ToneS beigetragen haben. Hätten die leitenden Männer ber vom Schauplatz abgetretenen konservativen Regierung, Bal'our ober Lans- bowne, auch nur bei einer Gelegenheit ähnliche friedliebende Worte gebraucht, so wäre den Völkern manche Unriihe er­spart worden, und die Stimmung hüben wie drüben hätte nicht einen so gefährlichen Grad der, Gereiztheit erreichen können. In Berlin an unseren amtlichen Stellen wurde die besonnene Taktik beobachtet, gewisse zum Teil boshafte Sticheleien, zum Teil herausfordernde Redewendungen der brit. Staatsmänner mit kühler Nichtbeachtung zu beantworten. Delcassö zog die Fäden feines 5?omplotts gegen Deutschland mit plumpen Händen, die britische Diplomatie arbeitete mit geschickteren Mitteln. Aber ba§ Ziel der Heraufbeschwörung eines Krieges war dem Triumvirat Delca ss§, Bal- laut und La nsdowne gemeinsam. Es gewährt immerhin Erleichterung, daß den edlen Dreien die amtliche Macht, ihre Ideen einzutreten, genommen ist. Die englische Geschä't? weit ist einsichtig genug, sich von einom deutsch-englischen Konflikt keinerlei Vorteile zu versprechen. Die Diplomatie hat Monate hindurch fast ausschließlich da? Wort geführt.

Man sagt, ein Juristenstreit sei endlos. Aber wenn Diplomaten nicht einig werben können, so ist da? Schauspiel noch um vieles unerfreulicher. Die diplomatischen Spitz­findigkeiten stellen die Auslegungskünste von Juristen weit in den Schatten. Noch mit dem Unterschied, daß sie viel ernstere Folgen herbeiführen, verhängnisvoll einwirken können nicht nur auf da? Schicksal des Einzelnen, sondern auf die Geschicke ganzer Nationen. .Mehr Inhalt, weniger Kunst", möchte man mit dem Shakespeare-Wort den Aktionen der Diplomatie wünschen. Warum klärt sich denn jetzt mit einem Male der politische Horizont auf? Doch vor allem deshalb, weil Personen, die im praktischen Leben stehen, nüchterne, !(ugc Kaufleute, das Wort ergriffen haben. Urb diese Aus­sprache vollzog sich in voller Oeffentlichkeit. Ein ähnliches -ur Klärung dienendes Verfahren dürfte auch Frankreich

J Xe ßeufifle Stimmet umfaßt 10 Seiten. HE- ' -------

Und brauchen alle Tage mehr!

gnnnerhin zeigt sich auch in der Thronrede zwischen den die günstige Folge einer Besserung der wirtichastlichen ßlu», sowie die Umsicht unserer Regierung, zugleich aber trwii.? Straft der Gnauth'schen Finanzverwaltung m der FL. der zum Teil große Opfer erheischenden Vorlagen. 6'T c -zog und Regierung sind also überzeugt, daß wohl un irMi:Indien aus den vorhandenen Mitteln stch die Ko len n - - erschwingen laffen. ES werden neue Bahnbauten a nrü idigt und Verbefferungen für die Bader Nauheim u ^Salzhausen. Aus der »besonderen Wafferversorgung fi i - (heim sollen mehrere ober-hessische Kreise properen. HMillich finden diese Vorlagen Verständnis m den Par- <efCin%ie Arbeiten des letzten Landtags knü^t dann noch

fachen

ti, *** e,H6e?8bieniOTitereit Vorlagen ist nichts besonderes zu * ' st W M-r Wir sehen all-nthLb-n, daß unsere R-gr-rrmg iim reriafc Äur Reichsremerung nicht. Wie es sich oen * n den Verkehr erschwerenden

c »rqrkehrte E°zi-l»olrt.k. sondern eine lY'al-Ve^-» »ach wie vor zu treiben ernschaft gesonnen rft. am

S Ä-uqe allein liegt es, auf der von der Regierung ge. trü: .-in Bahn aufwärts zum Ziel gU gelcmgern.

Auf di> großen politischen Kämpfe, bte bas Wg teä «f. da» abermalige Scheitern des neuen Wah.reM- n -u hie Throiirebe nur andeutungsweise ein. ZN

General \ la suite bc§ Kaisers.

Der Zentralansschuß hiesiger kaufmännischen, ge­werblichen und industriellen Vereine hat beschloffen, dem Reichstage die schweren Bedenken, die gegen die von der Reichsregierung vorgeschlagenen Steuern auf Bier, Tabak unb Zigaretten sowie die VerkehrSsteuern seitens des Berliner Handels und der Berliner Industrie er­hoben werden, in einer eingehend motivierten Eingabe zur Kenntnis zu bringen.

__ Das zu Ende gehende Jahr war ungewöhnlich reich an Fortschritten auf dem Gebiete der Feuerbestatt­ung Zu den deutschen Bundesstaaten, die schon früher tue Feuerbestattung offiziell als zulässig erklärt hatten (Sachsen- Koburg-Gotha, Baden, Homburg, Sachsen-Weimar.El'enach, Hessen, Bremen und Württemberg) ist als achter das Herzog- lum Mein in gen getreten, während in Lübeck mindestens osfifiös die Zulaffung ausgesprochen wurde, und die Regier* ung des Königsreich Sachsen vor wenigen Wochen erklärt hat, daß in den Ministerien die gesetzliche Regelung vorbe­reitet werde. r t .

Königsberg, 20. Dez. Heute fand m Gegenwart des Kronprinzen und des Prinzen Joachim Albrecht die Enthüllung des dem Andenken der gefallenen KriegS- f am erat) en des Regiments Kronprinz gewidmeten Denk- iu a l s statt. , t i -

Stettin, 20. Dez. Prinz Eitel Friedrich trat heute nachmittag hier ein, um an der Weihnachtsfeier des Grenadierregiments König Friedrich Wilhelm LV. teil zu- nehmen, bei dem ber Prinz als Hauptmann L la suite steht.

Barmen, 20. Dez. Tie Stadtverordnetenversammlung bewilligte gestern in geheimer Sitzung 100000 Mark als Morgengabe zur silbernen Hochzeit des Kaiser- paares. Es wurde beschloffen, mit dieser Summe em Ziechenhaiis unter dem Namen ,Kaiser Wilhelm-Augusta- ViktoriastiftungE zu begründen.

Dresden, 20. Dez. Eine Abordnung der städtischen Kollegien überreichte dem Minister v. Metzsch einen Ehren­bürge r b rief, der seine .zielbewußte gerechte Leitung der inneren Verwaltung^ und seine Verdienste um die Städte- auSstellung würdigt.

Die Regierungsvorlage über die Vertretung von Handel und Industrie in "ber Ersten Kammer wurde (teilte einstimmig vom Ausschuß ber nationallib. Partei als ungenügend erklärt. Tie Fraktion wird aufgefordert,,un- bedingt die Vorlage ab zu lehnen, wenn nicht mmdeslenS die freie B ertreterw a h l gewahrt werbe. _

Der Entwurf des hessifche« Hauptvoraufchlags

- ber Staat Einnahmen unb -Ausgabe", für bas Etatsiahr 1906 ist vom Finanzministerium mit allgemein / ^efraaytungen über , den LlbsSü-s; und den n>e,cnthcfcTi 3nly.,t d's Budgets und nn ^inammenbang damit über die rznnanzlage des Landes begleitet.

1 gn diesen^ Ausführungcn wird im wesentlichen konstatiert, daß der vorliegend H uvlvmanschlaZ wie seine beiden Vorgänger "»-er dem Zeich.n einer langsamen, aber stetig fort- - reitenden Besserung unserer wirtschaftlichen Verhältnisse steht. Von dem vorliegenden Hauptvoranschlag,