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20.12.1905 Zweites Blatt
 
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Hl. 49»

General-Anzeiger, Amt;- und Anzeigeblatt für den Kreis Eietzen

Redaktion, Expedition u. Druckerei: Cchulfh^T.

Del. Nr. 6L ieleflv-ilör.; Slnjeig« «Sicßau

Junge

Kaufmi

scheint tAgllch mti Ausnahme deS Sonntag«.

ti<Siehener ZamtllenblStter" werden dem liüttflCT vrernial wöchentlich bcigelegt. Der Affiche Lavdwtr^' erscheint monatlich einmal.

tlr^of, wie der zu Zeiten deS großen österr. BauerndichjerS, so- «zweimal den Zensor z»im Verbote zu bestimmen gewußt, I ! nian einsab, daß daS Erscheinen von 12 Mönchen oder rrrtir ouf der Bübne ein Verbot nicht rechtfertige und eine l^chridunq deS Ministeriums eS endlich freigab, obwohl es, r viii der KleruS freilich ganz zutreffend sagte, .weder

kaum zu erwarten, daß sie eine mäßigende auf

die Arbciterscharen ausub^u. To außerdem in Berlin an Elementen kein Mangel ist. die jede liegenheit zu Zu­sammenrottung und Hawaii begrüßen, so würde smon von dieser Leite dafür erfeforat werden, daß Temonftrrrtionen gegen das preußische Wahlrecht auf den Straßen ihre Fvrt» setzuna sinden, nimal vor bentvom Gespenst der fRcanton umschlichenen" preußischen l"bgeordnetenhause selbst. Damit wäre denn die ..Tat" geschehen, vor der Fürst Bülow tm Reichstag die Sozialdemokraten warnte, und die Unter* drücknua der Vew-gung wäre die augenblickliche Folge, eine Unterdrückung mit Waffengewalt.

Man kann nur wünschen, daß die Führer der Sozial­demokratie über den Erinnerungen an die vorjährigen Januar-Ereignisse in Petersburg die Fähigkeit^ nicht ver­lieren, nüchtern abzuwägen, was sie aufs einet sehen würden. Sie können darüber nicht im Zweifel^sein, daß die Regierung verpflichtet und in der Lage ist, Störungen der öffentlichen Ordnung wi- aller Entschiedenheit zu ver­hindern.

85*. Stall#1

CirKener

Die Brüder von St. Bernhard,

Schauspiel in 6 Auszügen von Anton Ohorn.

Or. Anton Ohorn, Professor an der kgl. sächs. Gewerbe- Meinie zu Chemnitz, hat nach Kürschners Litteraturkalenber seinem nahe an 60 Jahre langen Leben mehr denn sechzig fflnft veröffentlicht: eine Anzahl Schriften litteraturhistorischen InholfiteS, mehrere Bände Gedichte, Novellen, Romane, Jugend- f äinitnn), auch eine stattliche Menge Dramen. Seine ganze .Mwirische Produktion ist aber bisher wenig beachtet und I 'seine? seiner Werke weiteren Kreisen bekannt geworden. Erst 1 em 9. losterdrama .Die Bruder von St. Bernhard* hat ihn

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m'tz - W tat ab 18. Tezemi! Januar.

Offerten find luud- >pht«m, Lietzen,;;

titWlnb nochbildend* wirken könne.

Prof. Ohorn ist, wie Graf HoenSbroech, nicht nur em Brihmiger der kathol. Kirche, nicht nur ein ehemaliger 5 Werbruder, sondern seit Jahrzehnten ein eifriger Propa- |Äbifi der LoS von Rom-Bewegung, sein neuestes Drama l iw Propagandapredigt gegen Rom. Und allein der er- 7. IWiie Klerus mit seinen zahlreichen Verboten hat dieiem s <iim kulturkämpferischen Drama zu einem weitreichenden JUneinerfolge verhalfen.

Auf Wunsch seiner frommen Mutter war Ohorn m j ßin Jahren in ein Prämsnstratenserkloster seiner böhnn» s Än Heimat getreten. Und er muß wahrlich nicht sonderlich g iH Eindrücke von dem Klosterbrüdertum erhalten haben, denn sich's nach der Schilderung Ohoms für Durchschnitts- N«ch.?n ohne andere Ideale als rein materielle ganz gut i v Ri öfter leben läßt, bald löste er sich aus dem Ekatöe der alleinseligmachenden Kirche, um im reformierten iiinntniffe fein bisher schmerzlich vermißtes Seelenheil zu

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M »Ild W fort 250 toll- LtrAich- W B dm Giegmer >

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zedeien. den

Wie die Sozialdemokraten über den Generalstreik denken, davon gibt folgende Betrachtung eines KeffelbeizerS, die et in seinem Fach blatt loSlässt, ein deutliches Beispiel:

In Anbekrachi der gegenwärtigen Situation haben wir aber alle Ilrlacke, b;cic etretnrnne nicht nuf die leichte Achtel zu nehmen, sondern nHc ürnft für ein" starke Organisation und zielbewußte Kalleaenschait einzuleßen. Nachdem einmal das Wortpolitischer (Generalstreik" gelaslen ist, hoben auch wir die Vsticht, uns mit all,-n Kräften nnf diele Eventnalität vormbereita»», ja, gerade wir in unserem Berufe finb dazu dovvclt verpflichtet. Gesetzt den ,rav, dan irgendwo, vielleicht in Sachsen, zur Erringung de? allgemeinem Wahlrechts der Generalstreik proklamiert wird, welchen vorteil­hasten Eindruck muß es da machen, wenn wir uns auf liniere Kollegen verlassen können und infolgedessen nicht nut die Fabriken, sondern speziell auch die Wasserwerke, Elektrizitätswerke re. stille flehen. Da4 Vertagen von Lickt. Krast, Wasier re., das Stilliege« jeglichen Verkehrs würde dem Spießer wohl am meisten imponieren »nid es ihm in erster Linie nahe legen, daß möglichst rasch tut Veileanna de? Streiks .> -lor?' - >'d"n >" in "

Redensarten über Goethe und Lessing und Wieland und lasse diese au? finsterstem Priestermunde nicht unhrtbei* sprochen, dann habe ich einmal den Applaus für mich und tum andern die ästhetisch ckwkierten Lacher ans meiner Seite. Und er verkalkulierte sich nicht, der Herr Professor. Man nahm das, was tausend andere deutsche Professoren seit einem Jahrhundert täglich origineller vorzutra^eu pflegen, mit zustimmender Befriedigung auf, freute sich an dem Kampfe gegen Intolerant, Heuchelei und Muckertum! und dem Siege der Gewissensfreiheit und üb-'rsah wohl- wollmd die gan.ze Hohllioit und langwellige Weitschweifig­keit des selbstgefällig und über die Maßen ernsthaft Bor­getragenen.

Des S?errn Prof. Ohorn Unterfangen, eine Stelle auf dem d.w.tschen ^maß nach stLessing zu erobern, ist kläg­lich gescheitert. Eine vertrocknete Pr"ißelbeere kann nie eine süß-saftige Ananas, ein geknickter Dollunderzweig nie eüt Schatten' spendender Eichbaum werden. Ein Seifensieder bleibt meistens ein Seifensieder und redet wie ein Seifen­sieder, und ebenso bleibt ein Chemnitzer Akadcmicprofessor eben Akademi 'Professor und Y?bet nicht wie ein Dichter, sondern wie ein Akademieprofessor, wenn ihm die poetische Ader oanz und gar vertagt ist- und wie der Herr Akademie- prosessor reden sein Prior, sein Tischler, die'Frau Drechs­lerin und der Förster sie reden alle in Ohornschcm! Buchdentsch Ohornsche Plattheiten. Es ist dem gesinnungS- tapseren Mann nicht gelungen, mit der Abschüttelung der Fesseln eines drückenden Glaubenszwanges auch der Fesseln! eines engen Horizontes sich zu entwinden.

Tas einzige Starke an dem Stück ist eigentlich, da.tz mem es dem Publikum bietet.

Die Darstellung tat ihr Bestes, um das Stück nicht zum Scheitern zu bringen Sie stand auf einer höchst achtbaren Höhe. Herr Lüttjobann bemühte sich redlich, die Rolle des hingen feuerköpfigen Klerikers, der da glaubt, künst­lerische und literarische Ideale ins Kloster hinüberzuretten, zu verinnerlichen. Er gab seinem Ton die rechte Resonanz und machte an manchen Stellen das Mitklingen der Seele vernehmlich. Im Vaterhause traf er den rechten schlichten, bescheidenen und doch unterrichtenden und eindringlich ent­schiedenen Ton mit feinem Takt in vollendeter Form. ES lag Tiefe, Kraft und Empfindung in diesem Paulus. Herrn Golls Meinrad fehlte nicht das warme Blut, der heitere Freimut dieses unfreiwillig geistlichen Herrn. Ter ganz mit Mehl bestrichene Herr Reimer zeigte als katholischer Rabbi Ben Akiba die erforderliche abgeklärte Milde in der Rede, Herr Mendel, der den Theaterschritt und scheele Seitenblicke liebt, mehr die Streitbarkeit und Eitelkeit als die ganz ungTaubtrirbige Beschränktheit des Priors, der sich die Verhältnisse des Klosters und seiner Insassen von anderen auseinandersetzen lassen muß. Auch die Herren Stauf, Frey, Freitag und Herrscher führten die mit ein paar groben Strichen flüchtig skizzierten Kkoster- aeftalten in schärferer Prägung, als fte der Verfasser bot, ms Treffen.

Daß der so brutal als evikuräisch veranlagte Drechsler Döbler als die verhältnismäßig am frischesten gezeichnete Gestalt des Stückes zur Geltung kam, verdankte die Rolle der in Maske und Spiel recht realistischen, wenn auch etwas possenhaft gefärbten, so doch abgerundeten Darstell­ung des Herrn Lippert. Dagegen war Frau Fischer al? die fast ebenso wie Papa Döbler maßlos egoistische und zugleich fanatisch fromme Mutter des Paulus allzu pathetisch und rührselig. Frt. D o n e ck e r und Herr Stein­mann gaben ein ganz nettes Liebespaar, dem es nicht an Wärme und Emp'indung wie an Frische fehlte, das leider aber zu allzu viel stummem Spitl verurteilt ist, mit dem Beide nichts Rechtes anzufangen wußten. Herr Witt­man n wurde wohl von keinem seiner Kollegen um die Rolle des Försters beneidet.

Ein hübsches Bild bot der Konv'cktssaal. Einzelne Heine Fehler aber störten, am meisten, daß man statt eines Zeit- schriftenheftes im 1. Akt ein Rollenheft wohl in der Eile gewählt hatte.

Im oanz.'n r -j, literarisch und ästhetisch genommen, ein verlorener Abend P. W.

seinem Versuch, die Arbeiter massen von Straßen kundgeb- ungen zurückzuhalten, und baß auch in Preußen die Führer bestrebt sein würden, die Entladung revolutionärer Leiden­schaften auf der Straße zu verhüten Dies anzunehmen, fällt allerdings nicht ganz leicht: wies doch Tr. OVrnbnauer in derselben Rede, in der er zurKaltblütigkeit" mahnte, daS Voll darauf hin, daß die Stadt dem Volk gehöre, daß es einRecht auf die Straße" habe. Und dabei gehvN Tr. Gradnauer noch zu'den sozialistischen Rednern, die sich nicht leicht zu unbedachten Aeußerungen ßinreiß-m lassen. Wollte er etwa durch sein Verhalten in Leipzig feineGe- sinnungstüchtigkeit" nachweüen und sich wieder vollends in Gunst setzen bei Bebel, der dem .Ästhetisierenden" Dr. Grad­nauer unlängst die Redaktionstür desVorwärts" zuwarf? Tie neuesten sozialistischen Zeitungen Sachsens kündigen eine verstärkte Fortsetzung der Demonstration für Weih­nachten und Neujahr an, obwohl gleichzeitig zuverlässig verlautet, daß der sächs. König nach dem dorbilbe unseres GroßherzogS feinen Ministern die Wahl- rechtSänderungdringend empfohlen habe. End­lich kommt die Kunde aus Dresden, baß dort ein Tief­bauarbeiter an den Verletzungen, die er bei den Wahlrechtskrawallen erlitten bat, gestorben ist. Die Po­lizei läßt setzt in Dresden durch Anschlag bekannt machen, daß alle Vorsichtsmaßregeln ge! rossen sind, um künftige geplante Ruhestörungen zu verhindern. Tie Polizeidirektion hat zu diesem Zweck alle Ansammlungen und Auszüge auf Straßen und Plätzen innerhalb deS Stadtgebietes verboten. Ter Tod eines Gefinnungsgenoffen als Opfer der Wahl- rechtskämpfe gäbe wahrlich V rnnlassung zur endlichen Ein­kehr der Besinnung in den aufgewiegelten und aufgewühlten Massen, und so beklagenswert er ist, so muß man doch der sächs. Regierung zugestehen, daß sie die brutale Nicht­achtung der staatlichen Ordnung mit allen Mitteln un­nachsichtlich bestrafen muß, will sie sich nicht selber aufgeben. Das Königswort, von dem man wohl bald näheres Horen wird, wird wohl feinen Eindruck auf beide Seiten auch nicht verfehlen.

Von den Personen, die in Berliner Sozialisten- IberfammTunaen das W"rt w f'brm fragen, ist indes

zianten erstehen unter dcn geistlichen Herren. Ta2 olles sieht mit Abscheu Frater Paulu?, der Sohn kleiner, bigotter Hand- werkslente. Er steht unmittelbar vor dem Profeß, vor der für bas Leben bindenden Ablegung der Klostergelübde. Seine ganze GeisteSrichtiing drängt ihn au5 der Enge des Klosters hinaus. Schon hat er sich zum Austritt entschlossen, da zwingt ihn die Liebe zur Schwester wieder in den ihm verhaßten Beruf hinein. Aber als er den letzten entscheiden­den Schritt tun soll, da, vor dem Altar welcher Theater­coup l siegt doch seine Ehrlichkeit; er spricht da» ent­scheidende Wort nicht unbrettet sich in die Welt.

DaS ist, wie ich höre, ber Schluß deS Stückes, ben ich nicht mehr abgewactet habe. Ich meine, 11 Uhr wäre ge­rade spät genug zum Abschluß eines Theaterabends, der wahr­lich, wenn das Stuck eS erfordert, früher beginnen könnte. Und die magere Handlung dieses Stückes reizte wahrlich nicht zu längerem Verweilen. Noch weniger aber die ganz und aar handwerksmäßige Mache, ber blutige Dilettantismus des Versaffers, der seine Figuren denn c§ sind Figuren ohne Seele und ohne Leben und keine Menschen auf ber Bühne hin- und herschiebt, ganz wie es ihm in seinen Kram paßt. Meist wird ein Figurenpaar durch ein zweites abgelöst, dann kommt ein drittes, viertes und so fort; allenfalls bleibt ein­mal eine Figur des einen Paares zur Verstärkung bc5 nächsten Paares übrig ober eS wirb eine dritte Figur bazu- gefchoden.

Jntereffanter als bie einfache Handlung erscheint denn auch bas reiche Bild des mönchischen Lebens, bas Ohorn mit kundiger Hand entrollt. Richt ohne Neugier folgten gestern viele den intimen Schilderungen des Klosterlebens und man erhielt doch wohl eine Ahnung von ber MönchSromantik, aus der freilich nüchternste kleine Menschlichkeit hervorlugt. Aber das ganze Bild ist doch zweifellos schief, voll der unmög­lichsten Einseitigkeiten, und ein dozierender Zug wirkt durch­weg störend. ES kommt auch gar nicht zu einem großen Konflikt; wenigstens nicht ber Charaktere. Wir gewinnen keinen rechten Anteil an ben inneren Kämpfen des jungen Klerikers, sehen sein Handeln vielmehr bestimmt durch rein äußerliche Motive, bie in ihrer technisch nicht ungeschickten Steigerung faustbick kommen. Der die Wahrheit und Geradheit und bas Schöne und Einsame über alles öcreßrcnbe Paulus muß darum zum Saulus werben. Ohorn entwickelt aber den Charakter seines Helden nur auS der Situation, macht ihn ganz von dieser ab» I ängig. Ucberhaupt ist feine Charakterisierung schwach und obciflächlich. Man vermißt in seinem Tiama jede individuelle Note. Alles ist konventionell, nirgends eine Spur frei schaffender Gestaltungskraft, die tnon in dem ähnliche Fesseln tragisch lösenden TrömaMaria Friebbammer^ des jungen Schwaben Lilienfein trotz mancher aufbringlicher Schwachen doch roahrnebmen konnte.

In ber Verwendung der üblichen technischen Hilfsmittel verfällt Ohorn in arge Geschmacklosigkeiten, io wenn im zweiten Akte genau auf des Vaters Anruf ber geistliche Sohn zur Tür bercintriit, fo wenn ber alte Förster Brinkmann, im hastigen Spiel mit seiner Buchse auf den Knall hinter ben Kulissen vorbereitet rc rc. DasErbförster"-Motiv des davon gejagten Klosterförsters bat Ohorn überhaupt ganz gewaltsam in sein katholisches Uriel Ac^sta-Stück bineingepreßt. Tie Schwarz-weiß-Technik, die veinlich - reinliche Scheidung in ganz Gute und ganz Böse, zeigt vollendetste Stümper baftigkeit.

Herr Professor Ohorn appelliert an die Gesinnungs- tüchtigkeit des Publikums. Er sagte sich: gebe ich ein paar unumstößliche Tatsachen aus meinenGrundzügen der Lite- -raturgeschichte (nach Kürschner 3. Aufl. 1898! O be­klagenswerte deutsche Jugend, die du aus diesem gewiß ebensalls an leeren Phrasen überguellenden Buche dein literarisches Urteil holst!) in konzentrierter Formästhe­tisch" aufgeputzt zum Besten, mache ich ein paar banale

Die Wnhtrechts-Straßpndemonstralionen.

Wenn dieHamb Nachr." zutreffend berichtet sind, wtb eine große Protestkundgebung der Sozial- ! beim d !r ci t i e auch gegen das preußische Land- !«gS Wahlrecht veranstaltet werden Für Mitte Januar ' cmgeblich Volksversammlungen für alle Provinzen der Monarchie geplant, denen die Maffenverleilung eines Flug- M'e>s vorangehen soll. Es wäre das ungefähr zu der Zeit, "1 beir im preußischen Abgeordru'tl'nhaus die Etatsdebatte tictüinibet. Die Webten der sozialistischen Bewegung würden >Mo '.in die zweite prenß. tzc.mmer hineinbranden, in der '^'1 bisher feine Soziolistendebatten aab, und in der die frtei Bebels noch nicht vertreten ist, trotz ihrer starken Sm Übungen, b-'i den letzten Wahlen wungstens für diesen röhret einen Sitz zu erobern Aus unserem Lande iKtrtrjitct vor der .Hand noch nichts über ein ähnliches sozial- 'tomek.catisches Vorhaben, und cs ist zu wünschen, daß auch 'tolk h^ss. Sozialdemokratie die Ueberzeugung hat, :tncf r§ unserer Regierung doch noch gelingen wird, die 'Ahliechtsreform durchzusübren Da aber auch für die flridr § T a n b e sozialistische Wahlrechtsbemonstrationen in 'ÄMHt genommen sinb, hat man es hier wobl mit einem ml l Vbischen Vorgehen der deutschen Sozialdemo- Ttotie au tun, um die Massen zu bearbeiten, bamit, wenn 'dm Zmtpimkt gekommen erscheint, ber politische Gene­ralstreik proklamiert werben kann.

Was Preußen betrifft, so bat bek. nntlich ber Vorschlag '*tetr öreslauer Sozialdemokraten, durch Straßenumzüge «WM das Klassenwahlrecht zu Protest' ren, beim Partei- '»erflatnb keine Billigung gefunden Mit den Ternonstratlo- - mtn »i Versammlungen aber scheint der Vorstand einver- [tterbm zu sein. Die in Sachsen gegebenen Erfahrungen *toiirbtm indessen auch für Preußen befürchten lassen, daß 'teie Parteileitung die aufgeregten Massen nicht zu zügeln üitrnwti, daß also an die Protcstversammlmigen etraßen- zijnto sich umschließen, bei denender Aufschrei der ?njaf|errt in die freien Lüfte" ertönt, wie Dr. Gr ad nauer kim Sachsen sich ausdrückte.

(5« fpf pinmnT e- ihm (?-vnt n^ir mit

(Sinken. . _ .....

,Die Brüder von St. Bernhardsinb em Hauptstuck e itiS des Versaffers Leben, bie um bie Glaubensfreiheit r »falbe Hauptfigur bes Schauspiels er selber. Wenn der tl^aiig aufgeht, könnten wir, wenn's ein pbantahe- INhrc Regiffeur so wollte, ein behäbiges "nd re^- GrÜtznerscheS Bild vor uns sehen: Dre Mönche t« Klosters St. Bernharb haben ihr Mittagsmahl V y?3. Einige halten in behaglicher Verbauerlaune ihr »ittfii»": ^d(7rstündchen, biese spielen Schach, jene Karten. Doch

~ tlsiraunblidie novellistische Eiiffatz wirb halb abgelost bürd'

b Liumenbe Vorgänge. Der Engel bes Tobes ilt an die Seite ' d hiqrnisen Abtes getreten. Unb schon treten Ansprüche aus

Hospiz

r mit timem Schlage zu einem vielgenannten Manne gemocht, unb eia gidbt seltsamerweise nur wenige Bühnen in Deutschlanb unb IOfrt?nreid), bie biesek Stück nickst schon oufgeführt haben ober 81*6 »wenigstens haben aufführen wollen. Denn wie an tlüfjtr Stelle an8 mehreren Orten, in benen ber KatholistsmuS f |*rt wertreten ist, gemeldet wurde, ist bort bie Aufführung, rmt'ienS durch bischöflichen ober erzbischöflichen Einspruch, rietort worben. In Wien, ber Stabt Anzengrubers, deS Mtiwermiiilfl- & emtf^S beSPfarrer? von Kirchfelb^, hat ber heutige Erz« UchEäUj L........ ..... -----«-- «-------

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pji pl^u' u:!t:ie frei werbende Würde, und Intriganten unb Denun-

Ö| jF | H unter denAcht Geschickten erzählt für die reifere

Völl*'* ft'jjjfnbo" bie er zu diesem Weibnacktskeste unter bem Sammel- ipltl tiTli ne r de« tscker Eicke" in f diener Ausstattung rr» in etuH^art) finbet W eine b,e Ide 6>ie an feine klösterliche Vergangenheit erinnert. Es ist die Ki«ÄMe eines jungen Mönches, dessen bauerhdier Vater m 'tot Veiinoaensvcrliältin'se geraten ist unb der von einem Mosterbrnber, bessen veltlickeS Vorleben mit Blut besudelt i Falfchmünjerei verfuhrt wirb.

Zweite? 155. Jatzrnang Mittwoch 20. Dezember 1?>05

W Rotatlonsdnid und vertag d« vrübl'fck«,

in sucht leiplokal. nitiiaje Unfleboio. en Öiefeener Aiijk MM

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