Ausgabe 
3.3.1905 Erstes Blatt
 
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vcrnriichteK.

* Breslau, 2. März. Es ist jetzt festgestellt, daß bei dem Unglück auf dem zur Preußengrube bei Miechowitz.

Teufidic^ flic-d»

B erlin,

Königspaar

des

vormittags 9 /2 Uhr, wird gegen

Montag den 6. März,

ist für Samstag nach hier: dringlich einberufen.

werden.

neidischer Patriotismus und gar die kärglichste 9lrt der Geschichts'chreibung, das versteckte Pamphlet, am wahren Alexandcrbild verändert haben, das ahnen wir nur, und darüber wird Uneinigkeit stets bleiben. Es ist ein glücklicher Zufall, daß Kaiser Trajan in Alexander sein Ideal sand.

Frhr. v. Walbern, und dem Gouverneur der chinesischen

Provinz Schantung, Eboufu, wurde der Kronenorden

erster Klasse verliehen.

TerReichsanz." veröffentlicht eine Verordnung vom

27. Februar, wonach das Zolltarisgese tz mit dem 1. März 1906 in Kraft tritt.

Bremen, 2. März. Am 22. März wird das Ka ise r- Friedrrch-Denkmal feierlich enthüllt. Es heißt, daß der Kaiser zur Teilnahme an der Feier eintrifft

Washington, 2. März. Im Repräsentantenhaus;?

imb Wertsachen waren noch vorhanden.

Aus Stadt und Land.

(Sieben, 2. März 1905.

II- KK. HH. der Großherzog und die Groß­herzogin, deren Rückkehr aus Rußland in diesen Tagen erwartet wurden, werden bis Mitte dieses Monats mn Zaren­hose verweilen. , (it- 3«)

Die Sitzungen des Schwurgerichts für das 1. Quartal 19 05 sind auf folgende Tage verteilt worden:

parlamentarisches.

Berlin, 2. März. Die Budgetkommission

2. März. Der .Rationalzig." zufolge wird die Fahrt zum Mittelländischen

der Kaiser, der die Fahrt zum Mittelländischen Meere zur See machen wird, soweit bisher festgesetzt ist. in Liffabon mit dem portugiesischen ff" '

zusammentreffen. Der Kaiser werde zuvor in Vigo von einem Mitglieds des sp a n i sch e n K ö n i g s h a u s es begrüßt werden. In einem Hafen des Mittelländischen Meeres werde wohl die Zusammenkunft mit dem König von Italien erfolgen.

Dem österreichisch-ungarischen Gesandten in Peking,

Reichstags setzte die Beratung des Gesetzentwurfs be- Montag den 6. Marz, .

treffend die Friedensprüfenz des Leeres fort. Auf Anna Marie Fartz W.twe aus Hlbesd-msen weqen M n

" 'J u. __ , _ .. . I . a 7 SiDav nrtrmirmna M llnr

Sie verlassen das kalte, unfreundliche Zimmer und.eilen aus die Gasse. Hier finden sie Gelegenheit zu allerleiUnfug. §»alb- wüchsige, verdorbene Schlinger werden ihre Lehrmeister, und bald ist der rohe Gasseniunge fertig, der das Publckum durch alle mög­lichen Streiche belästigt, bis zur spaten Mendstunde lärmend durch die Straßen zieht, Mit Stemen wirft, Diebstähle ausfuhrt usw Wie betrübend es in dieser Hinsicht auch m unserem eng-eren Daterlaude aussieht, läßt die Tatsache erkennen, daß im vorigen Tahre nicht weniger als 1419 sittlich verwahrloste Kinder in Zwangserziehung untergebracht waren. Diese Zu­stande schreien noch Abhilfe und haben auch vor etwa 11 Jahren die Einrichtung hiesigen Knabenhorts veranlaßt. In diesem mit der Knabenschule verbundenen Institute finden die Kmder der ärmeren Klassen auf Wunsch ihrer Eltern freundliche Aus­nahme. Sie werden dadurch dem verderblichen Einfluß der Straße entzogen und während ihrer freien Zeit angemessen und nutzbringend beschäftigt. . .

Worin besteht diese Beschäftigung? Tie Jungen ver­sammeln sich an jedem Nachmittage, gewöhnlich um 2 Uhr, in einem bestimmt-m Schulsaale und fertigen ihre Schulaufgaben für den kommenden Tag. Wahrlich keine leichte Aufgabe für den die Aufficht führenden Lehrer, da zur Zeit 6070 Kinder aus den verschiedensten Schulklassen den Hort besuchen. Nach Beendig­ung der 2üebeiten wird im Speisezimmer das Vesperbrot V2 Schopven Milch und 1 Taigscher eingenommen., Darin gehts in den Schulhof ziim munteren Spiel-Kreisel, Reifen, Stelzen, Schleuderball, Croguet lassen keine Langweile aufkommen. Im Sommer bietet der Schulgarten Gelegenheit zu allerlei nütz­lichen Arbeiten. Jedes Kind erhält ein Beet zugewiesen und hat das Recht, es umzugraben, zu bepflanzen, zu begießen und zu erntm, ganz nach seinem Geschmack. Ueberall ilt der Lehrer zugegen, aber nicht um zu stören, sondern, um mitzuspielen, anzuleiten, zu belehren, auch hier und da einmal zu wehren. So eilen bei günstigem Wetter die Stunden rasch dahin. Weni­ger angenehm sind kalte und regnerische Tage, die einen Auf­enthalt im Freien nicht gestatten. Es macht sich dann Mangel an geeignetem Spielgcrät bemerkbar. ...

Welche Geldmittel stehen dem Knabenhortc zur Verfügung, und wie werden diese aufgebrachr und verwendet?

Auch die Beantwortung dieser Frage genmfate den Eltern einen interessanten Einblick. Jeder Junge, der den Knabenhorl besucht, muß wöchentlich 20 Pfg. . an den Rechner des Hortes abliefern. Tiefe Beträge ergeben jährlich die Summe von 500 Mark Dazu kommen weitere 500 Mark aus der.Wilsonstiftung", sodaß die G.samteinnahme des Hortes sich aus 1000 Mark be­ziffert. Davon werden 900 Mark für das Vesperbrot und die übrigen 100 Mark für Spielgeräte, Bücher und sonstige laufende Ausgaben verwendet. Die Stadtverwaltung und einige edle Menschenfreunde auS den besser situierten Kreisen der Gießener Bürgerschaft haben es bis jetzt immer ermöglicht, den dankbaren Kleinen auch eine Weihnachtsfreude zu bereiten. Gerne würden sich die größeren Knaben mit der Herstellung von leichten.Papp-, Schnitz- und Flechtarbeiten befassen, doch ist es noch nicht ge­lingen, diesen Wunsch zu erfüllen, da die nötigen Mittel zur DeÄing der wenn auch geringen Materialkosten fehlen. Hoffentlich hilft auch eine mildtätige Hand über diese Schwierig­keit."

Diesen kurzen. g"meinv^ständlick'm Ausführungen folgten die Eltern mit regem Interesse. Anschließend an die Vorträge wurden in zwangchser Unterhaltung Wünsche geäußert, Bitten vorgebraebt und alle möglichen Anliegen von Person zu Person erledigt. Beide Teile Eltern und Lehrer waren von diesem ersten Versuche, an einem Elternabmde sich in gemeinsamer, freier Arbeit an dem Werke der Jugenderziehung zu unterstützen, so befriedigt, daß allseitig der Wunsch laut wurde, alljährlich einer solchen Abmd zu veranstalten.

Unterfrilhmg von Serben in Südafrika eine erhebliche Der- rinqerung vorgenommen. Das Haus lehnte , sodann ven trag auf Verringerung des Nachtragsetats mit, 1J9 gegen ioö Stimmen ab Semge lL'bO verlangte heraus Vertonung der Beratung. Balwur bekämpfte diesen Antrag und erkläre, die Liberum beabsichtiaen Negierung diwch Ucberr'-mvelung dci d-r Abstimmung eine Niederlage beizubringen Nach wvr er reatm ^^atte verwarf das Haus den Antrag Georges mit r gegen 167 Stimmen. Die geringe Mehrheit, welche-die^Le­gierung erlang, rief lonaanhaltmde Beifallsaußerungen » t Opposition hervor, und Rufe wie -Zn rücktreten! folgten den weiterm Abstimmungen, in denen die Regierung Mehrheiten von 26 bezw. 28 Stimmen erzielte. innfi fnrhprf

Das britische Flottenbudget für 1905 und 1l906 fordert 3.3 389 000 Pfund Sterling, das sind 3,8 Mill weniger. al im Vorjahre. Mannschaften werdm um 21'900 Manni ge t g angesetzt. Es werden zwei Klaffen ^rpedomgcr gefordert, ein spezieller Typ schnell fahrender Hockseftorpedomgm, un d ein neuer Typ von Küstentorvedoiacwrn. ^en geschaffen werden. Für das Rechnungsjahr wird der Beginn folgender R c u b vorgeschlagen: ein Schlachtschiff, 4Mil torpedojäger vom Versuchstpp, 12 Kostentorpedomger imb 11 Unterseeboote. Der Aufwand da^u iw Rechnungsm^.e-betragt etwas über V/4 Millionen. Künftig sollen wemger ^ffe gleich- zeitig gebaut werden, diese sollen <Aa /^^ller fertig gfteni werden. Seit Jahresbeginn imh über 100 Fahrgeuge erfolg

Kamme r setzte am Donners- tag MeSeTOtunq des Heeresbudaets fort Breton sSo^) »erlangt Abkürzung der U eb u n g s P erio dc n von 28 Tagen und Aushebung d?r dreizehntägigen Uebungsperioden, Kriegsmmist r Berteaur erinnert daran, daß es der ^en.öt 6ci der Beratung des Gesetzes über die ^eifälwige ^renstMt ab- lekmte die Uebungsperioden abzukurzen und fügt mnzu, datz. wenn man das neue Gesetz auf die Soldaten der Jahre^klasp. 1905 Mi wenden wolle, man dieses Gesetz Nicht bei der Gelegenhi'U der Budgetberatung an'asten dürfe. Guvot -).enaigne der Vor­sitzende der Kommission für Heeresangelegenh '.ten, erN. rt, wenn der Gesetzentwirrf betreffend die Einführung der zwciiabrigen Dienstzeit angenommen werde, wolle die KommiNwn einen be- sonderen Gesetzentwurf über die Verkürzung der Uebungen ein- kwingen. Coffiard Ead.-soz.) beantragt, die nur dreizehntagigeii Uebungen abzuschaffen. Ter KriegsmiNister Berteaur erwidert daß man 600 000 Mann Territorialarmee biwume, um die Fest­ungen zu besetzen, und konstatiert, daß Teu.schland eine enorni große Menge von Landwehrtruppen an der Grenze aufstelle Kwtz (Radikaler^, Berichterstatter der Heer s.omm-ss on^ bekämpft die beiden Abänderungsvorschläge, und verlangt Zurückweisung derselben an die Heeresokommission. Dieser Antrag wird ange- nommen._____________ .

die Bemerkung Richtdofen, bei "der Reichssina n zresorm I eid es verdnndelt; Dienslaq den 7. März, vornütw^ 9 Uhr, dürfe die Selbständigkeit der Ein zelstnnten nicht hegen Pnul Berk aus Schlitz wegen Stttltchketts. i n F r ° g e k o m m e n, erwidert Reichsschatzfekretär ».Stengel: verbrechens; Mittwoch den 8. Marz vormittags 9 Uhr, Tie Neick-Sverwaltung war sorgfältig bemüht, Eingriffe in gegen Christian Fan ft aus Mellershausen wegen Mein- die Hoheitsrechte der Einzelstaaten zu vermeiden. Habe ei des.

nach sorgfältiger Prüfung der Bundesstaat den rechten Weg ~ In der nichtöffentlichen ^tadtvcr ord neten- gefundcn, dann möge der Reichstag seine Zustimmung nicht sitzung wurden Gehaltsregeli.ngen und andere, die Oeffent- versagen. Major Goltz fuhrt aus: Im Jahre 1909 würde lichkeit nicht interessierende Tinge beraten. Ferner wurde die nach der Annahme der Friedenspräsenz die Mebrbelastuug AufnaHnie eines 3 pr oz e n t i gen » i 1 ° n en der Bevölkerung 1,08 pCt. betragen, bei Berücksichtigung der Anlehens beschlossen (vergl. die heutige Bekanntmachung) BcvölkerungszimaHme nur 1 pCt. Generalmajor Gallwitz zur Beftreitiing außerordentlicher Ausgaben.

weist nach', dah feit dem Iabre 1887 sich die Tauer der Altertli,nsvo rtrag. Vorgestern hielt Hroteffor

Manöver nicht änderte. Es wäre sehr wünschenswert, l). Strack einen Vortrag über Alexander den Orotzen wenn der oberste Kriegsherr sich viel öfter von dem Stande i n Geschichte und Sage, den letzten m der Reihe der der Korps überzeugen könnte. Eine Reihe von Truppen- geplanten Altertiimsvorträge. Einleitend ivies er aiif die formationen könne nur bei großen Manövern üben, so die Fülle des guten Ataterials hin, welches un Altertum zur Luftschiffer-Abteilimg und die Funkentelegraphie. Beurteilung des Matedonierkönigs vorlag und auch uns heilte

Die Budgetkommission des Abgeordneten- noch ziemlich reichlich zur Verfügung steht. Dem entspricht Hauses erledigte heute das Extraordinarium der Eisenbahn- die Uneinigkeit im Urteil über Alexander durchaus nicht, von Verwaltung. Minister v. Bud d e teilte mit, daß für Brau d- dem der Vortragende zunächst das ihm vorschwebende Bild schä den durch Funkenflug im Jahre 1904 voraussichtlich entwarf. Die Erklärung der Uneinigkeit bat man darin zu 34 Millionen erforderlich sein werden gegen die durch- finden, daß frühzeitig Sage, Geschichte lind Glaube von der schnittliche Ausgabe in den letzten fünf Jahren von 285 000 Person des Welteroberers Besitz ergriffen, und lebe dieser Mark. Brächte in steter Bceinfllisfilng durch die zwei anderen immer

'" -' tj.' neue Bilder schuf, dem Zeitgeschmäcke nachgebend. Die Sage,

Älrrskanv. die im Altertum den ganzen reichen Märchenschatz des Orients

Rom, 2. März. Die Obstruktion der Eisen- sanimelte, ist durch den an sich schlechten Roman des falschen bahn er dauert fort. Das Agitationskomitee der Eisenbahner Kallisthenes in alle Welt gedrungen. Jnihmistschon aus dem heldenkühnen Makedonen der pfiffige Grieche geworden, der dann im Llbendland des Mittelalters zum hochgesinnten Necken

einrichtungen.

** Verhaftet wurde gestern der mehrfach vorbestrafte Taglöhner Philipp Schneider aus Großen-Buseck, der dringend verdächtig ist, am 11. vor. Mts., abends, einem Bäckerjungen in der Ludwigstraße in räuberischer Absicht die Geldtasche entrissen zu haben.

** Gelände-Erwerb. Der Bankier Albert Heichel­heim jr. hat von Bauunternehmer Winn den letzten freien Bauplatz an der Johannesstraße für 34 000 Mk. (35 Mk. pro Quadratmeter) gekauft. Es ist der Platz zwischen den Earle'schen Grundstücken und dem Garten von Fr. Georg.

** Lahntal-Sängerbund. Am Sonntag vormittag 10 Uhr findet imSchipkapaß* der Sängertag des Lahntal- Sängerbundes statt, der sich n. a. mit den Vorbereitungen des im Jahre 1906 in Gießen stattfindenden Lahntal-Bundes­festes befassen wird.

** Tyroler-Konzerte. Im Reuen Saalbau finden am Soniitag, dem 5. März zwei Konzerte der Elite- Tl)roler-Sänger- und Tänzer-TruppeLini vom Heede^ statt. Der Gesellschaft geht ein guter Ruf voraus, wie wir aus auswärtigen Blättern entnehmen. Zuletzt konzertierte die Truppe mit großem Erfolg im Palmengarten in Frank­furt a. M.

** Bei der Hauptversammlung des landwirt« schaftlicben Bezirksvereins Gießen hat, wie wir be­reits berichteten, der Vorsitzende, Geheimrat Dr. Breidert, den Geineinden empfohlen, auf die so gut voraussagenden Gießener Weterkarten zu abonnieren. Wir betonen dies noch einuial, weil aus dein Bericht nicht ganz klar hervor­ging, daß Gießener Wetterkarten gemeint waren.

(!) W i e s e ck, 3. März. Gestern w-eilten hier aus Gießen der Untersuchungsrichter, die Staatsanwalt und die Gen­darmerie aus Gießen. Bei verschiedenen Einwoh­nern wurden Haussuchungen vorgenommen. Bei einem Wirt und Metzger W. M. sind, wie beobachtet wurde, verschiedene Flinten, Munition, sowie Messingdraht. und Kordel, also alles, was man zur Wilddieberei ge­braucht, beschlagnahmt worden. T«s Beweismaterial gegen dem Wirt ist so stark, daß er von der Gendarmerne ver­haftet und nach Gießen transportiert wurde. Die Gen­darmerie soll ihm schon einige Z-eit auf der Spur ge­wesen sein. In letzter Zeit soll man zwei Rehe mit ab­geschnittenen Hälsen auf verschiedenen Plätzen gesundens haben, was offenbar zur Entdectung des Täters geführt hat.

-o- Ortenberg, 2. März. Die vor Kiirzem ver­storbene Witwe Georg Der sch hat unsere Stadt als Universalerbin eingesetzt. Das hinterlaffene Vermögen beträgt ca. 40 0 00 Mk. und soll, dem Wunsche der Ver­storbenen gemäß, zur Errichtung einer K lei nkin der schule dienen.

t. Hattenrod, 1. März. Die neunzigjährige Waldarbeiterin Katharine Weiß von hier erhielt von Sr. König!. Hoheit dem Großherzog die Medaille für treue Arbeit. Sie war 60 Jahre lang Waldarbeiterin Sr. Durchlaucht des Fürsten von Lich. Vom Fürsten von Lich erhielt sie ein beträchtliches Geldgeschenk.

R. B. Darmstadt, 2. März. Die heutige Sitzung der Stadtverordneten beschäftigte sich wieder ein-( mal sehr eingehend mit der Frage des A ch t u h r - L a d e ir- schlusses. Die Buchf-, Kunstwaren- und Schreibmate- rialienhandlungen, die Eisenwarengeschäste usw. hatten! längst gemeinsam wiederum den Lbrtrag gestellt, die Stadt­verwaltung möge den Ladenschluß um 8 Uhr für alle Ge­schäfte einsühren. Der sozialpolitische Ausschuß hatte den Antrag schon früher einmal adgelehnt und beschloß auch jetzt wieder mit 5 gegen 4 Stimmen die Ablehnung des Antrags. In der heutrgen Stadtverordnetensitzuug wurden viele Reden dafür und dawider gehalten, doch stimmte schließlich die Vtajorität gegen eine erhebliche Minderheit für Ablehnung des Antrags auf Einführung des Achtuhr- Schlusses. Die Versammluna war dafür, weiter abzuwarten, bis sich auch die anderen Geschäftsbräuchen vereinigen und den Schluß der Geschäfte um. 8 Uhr beantragen würden.

Rotenburg a. d. Fulda, 2. März. Prinzessin Karo- line von Hessen-Philippsthal-Barchfeld, geborene von Solms - Hohensolms - Lich, wurde von einem Sohne entbunden.

^Kleine M i Heilungen ans H e s se n und den N a ch b a r st a a t e u. Apotheker Ernst M t g n o n aus Wetzlar hat nm 1. ds. Mts. die Schwanenavotheke in Worms tawweise übernommen. Ter im vorigen Jahre in Biebri ch gegründete VereinVolkswohl" hat die Erbauung eines Volksheirns mit Volksbad, Volksküche usiv. beschlossen. Tie aus 200 000 Mk. ver­anschlagten Kosten sotten durch Ausgabe 3 V3 vrozentiger Anteil­scheine zu 1000, 100 und 50 Mk., die nach 10 Jahren kündbar : sind, aufgebracht werden. Im Mainkanal bei Hanau wurde . die Leiche des Reisenden Steinhorst aus Berlin gesuiiden. Cb, ein Verbrechen oder Selbstmord vorliegt, konnte bisher nicht festgestellt

wieder auf. Und unter Hadrian fand sich ein ehrlicher hohe, Staatsbeamter, Arrian, der auf alte noch nicht so arg ent­stellte Bilder Zurückgriff, und so 450 Jahre nach des Königs Tod ein leidlich richtiges Bild des Herrschers schuf.

** 50jähriges Jubiläum der Gießener Feuerwehren. D-er geschäftsführende Ausschuß für die Feier des öOjährigetl Bestehens der beiden freiwilliger, Feuerwehren trat am Donnerstag abend behufs endgiltigev Zusammensetzung im Schipkapaß zusammen.. Der Sitzung wohnten die Vorsitzenden des Festausschusses, Oberbgm. Mecum und Kommerzienrat Gail bei. Die Zusammen­setzung der übrigen Ausschüsse hat einige Aenderungen ivi den Stellen der Vorstandsmitglieder erfahren. Der bis­herige Vorsitzende des geschäftssührenoen Ausschusses- Branddirektor Traber, hat das !Amt niedergelegt, und Stadtv. Helm wurde an dessen Stelle gewählt. Zu Stell­vertretern wurden die Haupftlente der beiden Feuerwehren- Wigandt und Lindcnstruth gewählt; ferner zum 1. Vorsitzenden des Finanzausschusses Kreisamtsbureau­vorsteher Schiffnie, zu dessen Stellvertreter Bureaw- Vorsteher Allen d orf, zum Schristführer Dr. Heuser- zum Rechner Hermann Petri. Zur Leitung des. neu eingesetzten technischen (Feuerwehr-) Ausschusses wurde Branddirektor Traber (1. Vorsitzender) und die Haupv- (eilte Linden st ruth und Wigandt berufen. Das Amt des 2. Vorsitzenden des Wohnungsausschusses wurde dem Ratsdiener Ochs, das Amt des 1. Vorsitzenden be§ Bau- ausfchusses dem Vautechniker Köhler, des 2. Vorsitzenden dem Architekt S e u l i n g übertragen. Tie Feier soll am 15., 16. und 17. Juli stattfinden. Die .Geschäftsordnung wurde eingehend durchberaten, ebenso die sonstigen Fesb-

wurde heute eine Resolution eingebracht, welche sich für die Ein Verleihung der Republik Panama ausspricht und den Präsidenten auffordert, im Kongreß mitzuteilen, pnter welchen Bedingungen dieses Gebiet annektiert werden könne.

Ein Elternabend im Knabenhort.

und freigebigen, immer Geld und Waffen schenkenden König, im Morgenlande zum Philosophen und verschämten prüden Schah wird oder gar zum frommen Gottesknecht und reli­giösen Fanatiker. Aus der neueren sorgfältig Kritik übenden Litteratur hob dann der Vortragende eine Reihe in sich er­staunlich verschiedener 'öllexanderbilder heraus, wie das vou Droysen, Niebuhr, Holm, Bedow u. a. Die Unmöglichkeit, Gießen, 2. März. das ideale, von allen Forschern erstrebte Ziel der voraus- zu -eid,en und d, vielfache Tnwung einen sog.Elternabend". Er sollte den^Zreck haben, die Eltern der lftterarn'chen Quellen haben diese Verschiedenheit bcimrtt. mit den Einrichtung^ des Hör es . vertraut zu machen, ihr In- Wirkliche Lügen und die diirch gesälschte Reden und Briese tereffe für dieses Wch. ftkeitsins>itut zu toeef-n unb ifm<m auch eiitftcmbencn Trübungen können wir noch durchschauen imb

«"taftÄtaW smd und über den Wett und Unwert einig. Aber was die ringen möchten. rhetorisierende Histogrophie, was die perfide gehaiftge Oppo-

' Hauptlehrer K n a u ß eröffnete den Abend, indem er bir fition und die Rivalität der Philosophen, was röuiischer erschien''nen Eltern c5 waren etwa 60 begrüßte unb ik7N-n K-nächst kurz die Gründe Oortrug, die zur Vcranstalt- unn dieses Aufammenseins führten. Sodann schilderte er in Mnent Vorträge die Ausgabe des Hortes, der vielen Arbeiter- nnd Handwerkerfomilien unserer Stadt ihre soziale Lage wescnt- erscichtern Hilst.Der Kamps ums Tasem treibt die

-n-mochi'cnen Familienglieder zur Arbeitsstätte. Tie Kinder bleiben _ . . -

vUe laiche Aufficht zurück. Was treiben sie in diesen Stunden? Durch ihn kam eine bessere Meinung vom Makedonenkonig