'0.
ine
: große Huiin) f prima Zadck bemlte Slusiubur; irrgcwöhulitt ti.
Wrnju. raitfo L'ieitw . Henkt ihMtreluervI iounnfttV Vk ü
[obQT ilgewedre, St» ett.Patro-iev^ in großer W d. Kein. LaßtnhandlG
HWSe,w
91 r. 284 Drittes Blatt.
155. Jahrgang
Samstag 2. Dezember 1905
Mtffdnt tlgltd) mit Ausnahme deS Sonntags.
W< „ÄUfiener Lamllienblätter" werden dem Itllnuemei viermal roörhentlith beigelegt. Der Lanvwtrt" erfcbemi monatlich einmal.
Gießener Anzeiger
Rotationsdruck imd Verlag bet Brübl'lch« Untvcrr'tni^brucfereL R Lange. G'eß«.
Redaktion, Ervebrtion u Vrucferei GchnkOr U.
Tel. Olt. 51. Telegr.-Adr. r Anzeige» «Sicßm.
General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen.
£>(*£ u.öfino ratie unö KandelspoNiiK.
Ter sozialocmokrati'che volkswirtschaftliche Schriftsteller Gsrg Bernhard erörtert in der von ihm herausgegcbenen Atchenschrifl PlutuS (91r. 47) die Frage, welche Stellung Oi. deutsche Sozialdemokratie im Interesse der deutschen Än ilerschast bei der bevorstehenden 9ieuregelung unseres ^idelspolitischen Verhältnisses zur nordameritanijchen Union r-tijiinehmen habe. Bernhard ist mit Schippet und GLil id e r der Rleinung, dag die Frage der 9ietlregelung von SSjjt mglon, nicht von Berlin aus gelöst werden, das heißt, te'i Zlnierika im Jmeresse von Teulichlands Handel und In- ‘tu;tti>e Konzissionen machen müsse. Welche Stellung Hal l'lßrn, fragt Bernhard, die „große deutsche 9irbeiterparlei' ein- zliuklmen. Tie dculiche Sozialdemotralie sei nach ihrer MNi Entwickelung eure srcihändlcrische Partei. Ihre -Eichung zu den handelspolitischen Probirmen sei wesentlich ■HB»nt durch ihre Stellung zu den (6>t re idezöllen, die ssir al* ein Llloment dec 9iahrungsverleuecung bekämpfe. So irtir berechtigt dieser Standpunll auch sei, |o könne er doch ij.niLls allein aiisjchlaggebcnd sein. Im Hinblick auf dieses $Hon ent wie die augenblickliche handelspolitische Sltiiation fjiibri dann Bernhard aus:
So wie man unserer offiziellen Sozialpolitik den Vorwurf »in ersparen kann, baß 'sie vicimchr daraus hinausläuft, die M>cü.er, Die früh schwach, krank oder invalid werden, zu |ü)i.thii, als zu verhindern, baß sie so früh ftuiiF, schwach und »tt . .» werden, so muß nian bn- sreid..i:dl.rgchen Handelspolitik (.csiive entgegenhalten. Sic will dem Arbeiter billiges id c schass.n. Auer was i>t biiLg Y U:nt ]‘cijr relativer Begriff.
billiges Vrot kann zu teuer für Arbeiter sein, denen ixr KjtJt.tf ul, der von der Auslandslonkurrenz bedroht ist, den lo.n herabsevt. Wenn Tcutschland heute in der Situation lut, wie England im Beginn der fünfziger Jahre, so würde Üil.ig. s Brot d.e Situation der Arbeiter verbessern, oa eine well tu) i r r s ch e n d e Industrie ihnen die Ch.,nce a u s s i ch t s - »kill er Lohnt .mpse böte. Aber die Welt starrt heute in M.l'i ssen. In Amerika ist jüngst erst ivieder die Revision
Zolltarifs abguet.ml worden. In Cngland bereitet sich M., n u/bem Lord ^aiisburg vereits vor zehn Jahren auf die Im .^politische Wehrlos sgi'eit d.s Britcnrcich.s hingcwiesen hatte, »bi: .jioilbcivcguiig vor, deren Konsequenzen unS die Augen tränen l£i tu werden. Ta gilt cs auch für Teutschand, die Waffe 11 ii di t abzuwerscn, sondern f i e z u nutzen.
TaS iit em durchaiis vernünftiger Standpunkt. Nicht itoitii: i kommt es lediglich an, daß der 'Arbeiter billiges Brot ,|ii tf en hat, sondern daß die Löhne so sind, daß er eventuell 61 d) teureres Brot ohne allzu große Beschwerlichkeiten be« |oi)l(in kann; bei niedrigen Löhnen kann unter Umständen williges Brot für den Arbeiter noch zu teuer sein. ÄchcL betont Bernhard auch, die Maximen der Handelspolitik Mtn nicht durch Dogmen und Prinzipien im Emzelfaste zu Willmnen. Tas Prinzip dürfe nur die Richtung angeben. Uni ü)q§ Prinzip einer Arbeiterpartei müsse lauten: „Billiges OJtDt und hoher 2ot)ii*. Auf die Konsequenzen der sozial- ^iiokratlschen Fieihandelspolitik hinweisend, heißt eS so- birn:
M it ihrer jetzigen Politik aber macht sich die drill sch e Arbeiterpartei die Erreichung dieses AlinzipS ganz unmöglich. Sie zwingt die Industrie, di pi« SozialdemoUatie fiu) weigert, in eine sachliche Diskussion ütl die Berechtigung von Abwchrmaßregeln crnzutreten, die Hönkzöllc zu bewilligen, um von den Agrariern die Jndustrie- bewilligt zu erhalten. Und natürlich nur zu gern ge- »hrcn die Landwirte den Jndusiriellen die Möglichkeit zur Be-
3u H'.nfüh ung in Ou»5 jto zert um 6. Dezcmt) r
Gießen, 1. Tez.
Am 27. Januar 1906 werden 150 Jahre vergangen sein, |i: Wolfgang Amadeus Mozart das Licht der Welt er* Mk. Fast hät.e ich geschrieben: der größte musikalische Vnms aller Zeiten. Aber rechtzeitig fällt mir ein, daß L erst dieser Tage in der „Franks Ztg." las, daß das „ja un- xiuiig" Beethoven sei. Wir wollen den allen Zwist nicht neuern. Wem der Sinn für das Schöne uno für das Er- Iktcuc gleichmäßig innewoynt, der weiß ohnedies, daß er fluiem der beiden die Palme reichen kann, ohne sich sofort j^i feind zu fragen, ob er sie nicht dem anderen hotte zzten sollen. Wir kennen das Gemälde, das die Wirkung Üclhovenscher Musik auf die Zuhörer wiederzugeben ver- «:: nach innen gekehrt ober den Blick nach oben gerichtet, ki htig ergriffen oder in Verzückung sitzen fie da. Tas i die Stimmung nicht, in d e uns Mozarts Kchnst versenkt. Zullten wir ihr I-arbe leihen, wir müßten die Szene zum Kewurf nehmen, die Morike in seiner entzückenden Ro- ftillc „Mozart auf der iiecijc nach Prag" geschildert hat:
Meister vor einem kleinen Kreise hmfqinniger Hörer iö>3 seiner Konzerte spielend. „Es ivar eines jener glän- ijinben Stücke, worin die reine Schönheit stch einmal, wie «es Laune, freiwillig in den Dienst der Eleganz begibt, 's: inber, L « sic gleichsam nur verhüllt in diese mehr ldillünich fplelenden Formen und hinter eine Menge stimmender Lichter versteckt, doch in jeder Bewegung ihren mzemsten Adel verrät und ein Herrliches Pathos verschwen- ausgießt."
lleberali rüstet sich die musikalische Well, Mozarts Ge- tink.ag feierlich zu begehen. Gießen durfte dabei mchl ^tüdvleiben. Wenn es scheinbar vorangeht, so hat das u örtlichen Verhältnissen seinen Grund, die uns h>n- kitjm, unsere Feier mit dem Geburtstage zusammenfailln ,cicesfcn. Wer der 6. Lezemöer ist der Tag, an dem Mozarts ^lliiche Reste auf dem Friedhof von St. Marx m Wien B Öle Erde gesenkt wurden. An diesem Tage wollen wir ihn in unserer Stadtllrcsie sein ^Dienlich singen, das Stquiem: „Schenke ihnen, Herr, die ewige Äiuhe, und das löißiz Licht leuchte ihnen."
Tie Geschichte der Entstehung von Mozarts Requiem ch ooft erzählt worden. Es war wenige Monate vor seinem Bfoe, im Juli 1.91, als in sein A-.oeitsz.mmer ein Bote ttict,. der in geheimnisvoller Weise den Auftrag eines Un- mnnnten überbrachte, eine Seelenm.sse zu schreiben. Mo- gm,v der gerade seine Zauber flöte vollendet hatte, sagte -tz. Aber allerhand Umstände hinderten ihn, rasch zu
kämpsung der Arbeiterorganisationen, die für hohen Lchn zu kämpfen berufen sind. Ansiatt daß die Arbeiterpartei ihren enormen Einfluß in die Wegst-.ale zu w.rsen vermag, setzt sie sich selbst matt und treibt die Jndustrieparteien in die weit geöffneten Arme der politischen Rechten, d e r e n M a ch t siestärkt, und berat Lebensdauer sie verlangt. Und anstatt billiges Drot, billige Rohstoffe und lwher Lohn ist der praktische Erfolg ihrer Abwehrpolitik teueres Brot, teuere Rohslosfe und mäßige Lohne.
Bernhard schließt: „Tic deutsche Sozialdemokratie ftchi handelspolitisch an einem Scheidewege ... Es bandelt sich letzt darum, ob die große deutsche Arbeitervarte» Schippet imb Calwcr oder Slntrid in ihrer Handelspolitik folgen will.' Jedenfalls >vird die Parole auch ferneibm Antrick lauten. Tas beweist foroobl der Abgang Schippels von der parla- uienlaiischen Bühne, wie die Beschimpftlng Bernhards in der ozialdeuiokratischen Presse, weil er es geivagt hat, mit Schippet eines Sinnes zii sein.
Kcer nnö K ot e.
— Die ^Nordd. Allg. Ztq.^ erklärt gegenüber Aus. lasiungen einzelner Zeitungen, die gegen die gesetzliche Fcü- legnng der Verstärkung der Flotte Stimmung zu machen versuchten, der Griindiatz der gesetzlichen Fundierung der Vtarine habe sich glänzend bewährt. Die geiätz« tiche Festlegung des Sollbestandes der Schiffe sei der »vich- tigstc Faktor für eine weitere gesunde Entivicklung der 'iharine. Bei der fliudaiuclitalcn Bedcuttlng bieier Frage köniiten die Vertreter der gegenteiligen Ansichten nicht glaube» daß die Verbündeten R-giertingen bannt einverstanden sind, und erklären, von der gesetzlichen Festlegung Abstand zu nehmen. Falls der Reichstag sich jetzt die Ablehnung der gesetzlicheu Festlegung der geforderten großen Kreuzer zu eigen machte, woran laum zu denken sei, würde er sich mit den eigenen früheren Enticheidungen in ausgesprochenen Widerspruch setzen. Dem Zweifel, ob eine richtige gcfoibertc Vermehrung der großen Kreuzer gesetzlich feftzulegen sei, lönnte em Schimmer bet Berechtigung nur zugestanden werden, wenn die Gesamtzahl der im Flottengesetz vorgesehenen Kreuzer dadurch zu hoch würde. Dafür laste sich km einziger Grund anführen und es sei auch in der Presse leiner angeführt worden, daher fehle dem Gedanken, die geforderte Vermehrnng um sechs Kreuzer nicht gesetzlich festzii- tegen, jede sachliche Berechtigung.
* Vorsicht beim Milzbrand. Aus dem dem Kommelzlenrat Hofmann in Neugersdorf gehörigen Rittergut m Lautitz iSachsen) wurde vor drei Monaten ein milzkranker Bulle geschlachtet, wobei die Kutscher Freund, Ritsche und Zischang behilflich waren. Alle drei samt dem Fleischer lourben sofort nach Abschlachten des Tieres krank. Während der Fleischer in Weißenberg geheilt wurde, mußten die anderen drei nach Bautzen in das städtische Krankenhalis gebracht werden. Ritsche und Zischang konnten nach mehreren Wochen wieder entlassen werden, beide sind jedoch heute noch arbeitsunfähig. Schlechter erging es Freund, denn ihm mußte dieser Tage der rechte Arm abgenommen werden, um ibm am Leben zu erhalten.
arbeiten, wie er s geivuijnt nxir. Er,r«llcm.st)em bie Zauberflöte zur Auffahrung g.langr war, maaj.c er sich voll Eifer an die Vollendung. Er hatte nur noch Wochen zu leben. Richt selten war er der Erichöpfung nahe, und immer deutlicher ward ihm das Bewußtsein, daß er feine eigene Totenmesse schreibe. Bis zuletzt hat er daran gearbeitet. „Am Tage vor seinem Tode", sa;reibt Jahn — und Munkacsy hat es uns gemalt —, „ließ er sich d.e Partitur aufs Bett legen und sang selbst noch die Altstimme, Schack fang wie gewöhnlich den Sopran, tzof^r, Mozarts Schwager, Tenor und Gerl Baß. Sie waren bit den ersten Tauen des Laeri- mosa, als Mozart im G.fülü, daß er es nicht vollenden werde, heftig zu meinen anfing und bie Partllur bei Seite legte." Ein ihm nahestehender Schüler, Franz Xaver Süß- maycr, vollendete nach des Meis^rs Tode das Wert. Völlig fertiggeftellt waren nur die beiden ersten Sätze, das Requiem und das Ä’yric. Aber für das Ties irac und das Offertorium (Tomine Jesu Christe und Hostias) waren die Lingsllmmen voklstand.g ausgeschrieben und der Partitur- entmurf unschwer zu vervollständigen, zumal Mozart diese Teile mit Süßmayer wi.derholl durchgegangen haAe. Vom Sanctus, Benedicius und Aignus Tcc fehlten auch die Anlagen. Auch der Schluß des Lacrimosa ist Süßmayers Werk, der es nach dem Urteil der Stenn er m trxffiiüjer Weise ver- standen hat, seinen Satz den ihm betannten Intentionen Mozarts unter reichlicher Benu^ung von Mollven aus den früheren Sätzen anzupasfen. So ist das Ganze doch ein einheitliches Werk geblieben, und die weih.volle Stimmung, die darüber ruht, nicht in Gefahr, durch nachdenkliche Kritik gestört zu werden.
Tas liriia/c buquüni unterscheidet sich, abgesehen von Kleinigkeiten, von der Messe dadurch, daß ihm ras „Gloria in excelsis" und das „Eredo" fehlt, während das „Ties irac" (Tag des Zorns) und ba£ Offeriorium „Tom.ne Jesu Ehriste" eingejugt sind. Tw neunzehn trochcrische Ra.m- strophen von je drei Zciten emyaltenbe L^qmnz „Ti^s irae" ist hochsllvahrscheuiu«-y ein Werl des Franziskaners Thomas von Eelano (geft. um 12Ü3), der zu den ^ungern des Heiligen uuO i|i in oie pi<:qu^msmejie schon
im 14. Jahrh. ausgenommen worden. Tie mal re, d.e kirchliche Spraa)e gun^iiaj vciw.spende U.ber,etzung, die unseren G-esangsllxten bc.g.g.bcr ist, gibt von der Gavalt oieser er.ch^i^rnden SJc.iberiu,tduiU)u.iig kaum eine blas,e Vorstellung. Im offiziellen Totcnamr w.rd das T.es irac wie die ganze Ziequiemsmcs, in einfacher Ehoraun^lodie vorgetrag-n. Polhp^one ^omposllioiien waren in der alleren Zeit selten. Pallirriua z. B har gerade die dem Requiem vifluuanuiujui ot..ac in |vLU To^».m.,,T nia,t imponiert.
• Halb Katz, halb Ha,c. Der .Augsv. Abendztg.E wirb ans Kempten berichtet: ,Taß cs viele Katzen gibt, die fit) nn Sommer von Hause entfernen und im Walde auf- halten, iit bekannt. Inteiestant ist aber folgender Fall auS Oer Rähe von Keinplen. Bon einem alleinstehenden größeren Besitztum, ganz von Wald umgeben, entfernte sich im Früh- jabr eine Katze und lehrte erst nn Herbst dieses Jahres vor ungefähr 14 Tagen zurück. Doch lain sie nicht allein, brachte vielmehr nod) zwei Junge mit, die halb Hase und halb Katze sind Ter hintere Teil der Jungen ist ein ausgesprochener Hase: Haseustutzel, Haienfüße (die Hinterbeine viel länger alS die Boideibeine), and) hüpfen bie Jungen wie Hasen; der vordere Teil ist Katze; oud) putzen sich diese Tiere nicht wie die Katzen, sondern iuic Hasen. Diese gewiß seltenen Tiere sind jetzt ganz zahn, gemacht und erfreuen sich der besten Gesundheit.^ An der »Gesundhelf der »seltenen Tiere^ wird man kaum ziveifeln ivollen. Sind es nun aber mehr Katzenhaien oder mehr Ha^enlatzen? Wenn die Tiere sich gut ent- wickeln nnb reich vermehren, wird man sicher einen guten Katzenhafenbraten in Kempten bekommen, und wenn der Trunk gilt «it, können die Kemptener gut leben. Weh aber, wenn fle am nächsten Morgen einen echten — Hasenkater haben!
U)ih nitli rl.fbrr. Qt brr Crörslabr lllörrrladtGietzrü
45. Woche. Born 5. bis 11. November 1905. Einwohnerzahl: angenommen zu 28 000 iiukl. 1600 Mann Militär). Llerblichkeitszisfer: 20,41
nach Abzug vou 4 Ortsfremden: 14,84 7«.
Kinder
91 nm.; Tie m Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle m der benejienben Krankheil auf von auswärts nach (5>,eisen gebradne Kranke fommeiu
Es ftovben an:
Zusammen:
Erwachsene:
im
vom
Masern Bronchitis
1
1. Lebensjahr:
2.—15. Iah» 1
4(2)
KD
—
cniivodie
1
•—
1
Etlarnpne
Kl)
1(1)
—
—
Lungenentzündung 2
2
—
—
Kiebs
1
1
•—1
Jufluenza
1
1
—
—
Summe 11 3)
6(2)
1
4(1)
Schwächliche beim Lernen zurückbleibende Kinder, sowie blutarme, sich mattfühlende und nervöse nberrabeitete, leicht erregbare Km aciisene jeden Alters gebrauchen als Kräftiguuns -Mittel mit grossem Erfolg UOJlllEL’s llaematogen.
Dez Appetit erwacht, die geistigen und körperlichen Kräfte werden rasch gehoben, das <*e- *amt-Nervensystem gestärkt.
Man verlange jedoch ausdrücklich das echte „Dr. Hom- mel’s * Haematogen und lasse sich keine der vielen Nachahmungen aufreden. c”/y
Möbelfabrik-Lager Th. Brück gegr. 1858. Aellesies und gropies Gesd)äft diefer Branche in Ober- Hessen. 10 Schaufenster, 100 Znnmeremrichiungen. Ecke Schloßgasse — Kanzleiberg — Brandplatz gegenüber dem renovierien allen Schl ß m roeldjcm das Alufeuin des Oberhessischen GejchichtsoeremS fick) behübet 6704
sondern )ie dem Xuuvgcii uiu> uuin Gr^orraiiiicyLN Ehoral überlassen.
Unter den polhphonen Kompositionen des Requiems ist die Mozarts weitaus die berühmteste geworden. Ten kirchlichen Eharakter streng bewahrt, trägt sie doch durchweg das Gcpräge der spezifisch Mozartschen Musitkunst. Sie enthält od^e von ergreife tder Schönheit und entzückender Licblick)kcit, von erschütternder Gewalt und mächtigem Vielklang. Es ist unmöglich, einzelnes herauszuheben, ohne gegen anderes ungerecht zu erscheinen. Tod) mag auf die geniale Verarbeitung des „Consutatis" besonders hingewiesen werden. „Tas Consutatis malt in erschreckten, aufgeregten Figuren des Streick'orgesters den Zustand der Verdammten, die Munn er stimmen veranschaulichen das Angst- g^schrei der den Höllenslammen preisgegebenen Seelen. In Sätzchen von größter Einfachheit treten dieser Gruppe die ruhigen, in Tur g.haltencn Btllgesänge der Frauenstimmen gegenüber. Ter zweite Teil der lurzen Nummer vereinigt den gesamten Choc in frommem, aus zitternder Seele kommend, m Ausdruck des G.dailleubedürfuisfes" (Kretzschmar). Tabei find durchweg bie einfachsten Mittel verwendet, und von den musikalischen Spielereien, zu denen das Dies irae verführt und an denen manches Requiem überreich ift; hat sich der große . . .ster völlig ferngehalten. Für das Orchester ist eine düstere Jnstrumcntenzusammenstellung gewählt. Meist wird nur Streichquartett verwendet und zur Vermehrung des an sich tiefen und elegischen Klanges der Basselhörner Begleitung der Fagolle. Flöten, Oboen, Klarinetten, Hörner fehlen gunzlich, und nur bei ganz besonders markigen oder feierten Stellen treten Posaunen hinzu, bei glanzvollen Momenten hie und da, doch nur unterbrochen und tafitocife, zwei Trompeten.
Tie „Maurerische Trauermus»k^, ein 1785 „hei dem Todesfall der Bruoer Mecklenburg und Esterhazy" komponiertes kurzes Adagio, gehört nuu> allgemeinem Urteil zu Mozarts siy-nslln und ^immungsvollsten Werken. „Es ift", schreibt Jahn, „der mu,itali,ck^ Ausdruck der männlich ge- saßtcn G.sninung, die u.m ^one gegenüber dem Schmerz feut Reujt läßt, ohne sich durch ihn beugen ober blenden zu lasten. Zu Grunde liegt, wie in mehreren Freimaurer- mufiLn ein Canms sirmus, der jdne besondere Bedeutung haben mochte."
Aut.) m der Traucrm..llt wird die gedämpfte und doch gefätug.e Klangfarbe durch Streichqnartell (CKigen, Brat- icljen und krtinu, iiiu;t ^uUi; erjieu u.uer Hinzusugung von ^>ajfethvrnern, Kontrafago.t, Oboen und einer Klarinette. Flöten, zweue kUrine. e F golle, Harner, Trompeten und posaun.n sind weggelasser Kr.


