Ausgabe 
30.9.1905 Erstes Blatt
 
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des

Handel*

Harpener Bergwerk. . . 225.00

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III

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1.

Wal.

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Moderne

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Der Vorstand.

Jedermann ist willkommen.

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Berliner Handelsges. . 175.30

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147.00

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287.501

254.00

178.70

Ungar. Goldrente . . Italien. Rente . . . Portugiesen Serie I .

Lanrahtitte . . .

Nordd. Lloyd . .

Darmstadter Bank . . Deutsche Bank . . . Deutsch-Asiat. Bank Diskonto-Kommandit. . Dresdner Bank . . Kreditaktien . . . . Baltimore- und Ohio-

Ei sonbnhn . . . . Gotthardbahn . . . . Lombard. Eisenbahn . Oesterr. Staatsbahn . . Prince-Henri-Eisenbahn

. 175.30 . 152.60 . 244.60 . 104.70 . 169.90

Harpener Bergwerk Lanrahütte . .

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3%

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Dr> Koeppe

von der Reise zurück.

Canada E. B. . . . Darmstadter Bank . Deutsche Bank . . Dortmunder Union C. Dresdner Bank . .

Tendenz: fest.

Reichsanleihe do.

Konvois . .

do. . .

Hessen . .

Roonstratze 50 Johannes Schäfer III. Maler- nnd Weissbinder-Geschäft.

Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst.

voraussichtliche Witterung in Hessen für Sonntag den Oktober 1905: Zeitweise aucheiternd, kühl und windig.

Näheres durch die Gießener Wetterkarte.

4%0/0 rnss.Staatsanl. 1905 4%e' japan. Staatsanleihe 4 % Conv. Türken von 1903 Türkenlose ......

4% Griech. Monopol-Anl. . 4% äussere Argentinier . 3°/0 Mexikaner . . . . 4X°!o Chinesen . . . .

Aktien:

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Mniversttäts-Uachrichten.

, Dem Generalsekretär bei der Zentraldirektion des Archäo­logischen Instituts in Berlin, Professor Conze, wurde die nacbgesetzte Versetzung in den Ruhestand bewilligt. An Conzes Stelle wurde der Professor der Universität Freiburg, B u ch st e i n, ernannt.

Wie unS aus Marburg berichtet wird, ist die Er­nennung de§ Geh. Iustizrats Dr. Schollmever, ordentl. Pro­fessors in der juristischen Fakultät der Universität zu Berlin, zum Kurator der Universität Marburg erfolgt. Er wird Nach­folger des in den Ruhestand tretenden Geh. Oberregierungsrats Dr. Steinmetz. Geh. Baurat Th. Landsberg feiert am 1. Okt. sein 25 jähriges Jubiläum als Professor der 3ngenicur= Wissenschaften an der Technischen Hochschule zu Darmstadt.

3^e/fl Oberhessen . . . 4 % Oesterr. Goldrente. . 4vI6% Oesterr. Silberrente

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97.75

3% 3Vi6U 3% 3

. 152.40 . 244.50 . 187.50 . 195.70 . «9.50 . 214.50

Privatdepesche von einerhohen Autorität steht ein Drei­bund zwischen Deutsch land, Rußland und Frank- reich al? Gegengewicht gegen daS englisch- japanische Bündnis bevor. Dies sei der Gegenstand der Verhandlungen Wittes mit dem Präsidenten L 0 u b e t und Rouvier in Frankreich und s 'm Kaiser und dem Fürsten Bülow in Deutschland gewesen.

Paris, 30. Sept.Echo de Paris" berichtet aus Mai­land, dort sei ein Telegramm aus Rom eingetroffen, wo-, nach ein Militär-Telegraphist die Pläne der Dee Ver­eidigung Italien? an et ne fremde Macht ver­kauf t'habe.

Paris, 30. Sept. DasPetit Journal" meldet aus Washington: DaS Marincdepartement trifft Vorbereitungen iir den Empfang de? englischen Kontreadmiral? Prinzen Ludwig von Battenberg, der mit seinem Geschwader demnächst Amerika besuchen wird.

Petersburg, 29. Sevt. In den Weichsel-Pro­vinz en wurden in der Zeit vom 21. bi? zum 27. Sept. 4 7 Cholerafällc amtlich fcstaesteklt, von denen 2 5 t ö d - 1 i ch verlaufen sind. Jtn ganzen sind bisher 50 Fälle, davon 28 tödlich, festgestellt.

Moskau, 29. Sept. (Petcrsb. Telear.-iMg.) Der nächste Kongreß der Sem st w 0 5 und der Städteverwaltungen wird auf November 1905 einberufen. Bis dahin werden die Kandidaten für die R c i ch s d u m a w a h len bekannt sein. Zur Teilnahme an dem Kongresse sollen auch Ver­treter der Bauern aufgefordert werden.

Odessa, 29. Sept. D.e Universitäten Odessa und Warschau befinden sich infolge der bewilligten aka­demischen Autonomie in hilfloser Lage. Die Pro­fessoren sind bereit, ihren bereits neun Monate dauern­den Streik aufzuhcbcn und die Vorlesungen zu beginnen; e? ist jedoch unmöglich, well die Stijdenten'nicht zusammen­kommen können, um eine entsprechende Entscheidung zu fällen; der Kriegszustand verbietet jede Versammlung. Um blutige Konflikte mit den Kosaken zu vermeiden, werden die Professoren den Beginn der Vorlesungen Hinhalten, bi? die Aufhebung des Kriegszustandes erfolgt ist, was aber die Regierung systematisch ablehnt. Dem Beispiel der Peters­burger Universität und des Warschauer Polytechnikum- folgend, hat das hiesige Professorenkollegium beschlossen, die Regierung um unverzügliche Aufhebung der unge­rechten, folgenschweren Einschränkungen und um 'Aufnahme sämtlicher jüdischen 'Abiturienten, anstatt 10 Proz. wie biS- her, zu ersuchen.

Dauerbrand* ©feaa irischen nnd amerik. Systems Landöfen und Herde in grosser Auswahl stets am Lager bei

«§-. Häuser

vorm. J. Happel

Tendenz: ziemlich fest, bei sehr geringem Geschäft infolge de«' israelitischen Feiertages.

Berliner Börse, 30. Sept, Anfangsknrse.

Emgel. Inglings- unö Männer-Verein.

Feier des 18. Fchresseßes

Sonntag den 1. Okt., nachm. 3 Uhr, in der Kleinkinderschule.

Festansprache: Prof. Dr. Wurster von Friedberg.

Tes Schwurgeich.: mit einer IMache wem 8:1 cj,cm Ausgang. 2er 3M lidjflfl Groh I. -u Urbe* Mar Johann Seid, mit btr tn bewohnte, schon lange w q sollen nun ine An des W die Güm p - teikt «Jf? kuppeln aus den Groh los, y «.' fern packe ergrijf unbL

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klärten sich mit der Untiünnbluna emverstarrten. MeirtelSsohn übernimmt die Realisierung der Anleihe, die wahrscheinlich eine 5 Proz. sein wird.

Märkte.

Gießen, 30. Sept. Marktbericht. Aus heutigem Wochenmarkt kosteten: Butter pr. Psd. 1.101.25 Mk., Hühnereier 1 St. 78 Mq. 2 Stck. 0000 Vsg., Gänseeier 1500 Pfg., Enteneier 67 Psg., Käse vr. Stck. 68 Pf., Käsematte 2 Stck. 56 Psg. Erbsen pr. Liter 21 Pfg., Linsen vr. Liter 32 Pfg., Tauber vr. Paar0,800,90 Mk., Hühner pr.St. 1,001,60 Mk., Hähne pr. Stück 0,801,80 Mk., Enten pr. Stück 1,802,20 Mk., Gänse vr. Pid. 7000 Pfg., Oebsenfleisch pr. Psd. 7282 Psg., Kuh- und Rindfleisch pr. Pflrnd 7072 Psg., Schweine­fleisch pr. Pfund 7686 Psg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfund 90 Pfg., Kalbfleisch pr. Psd. 7080 Pfg., Hammelfleisch pr. Pfund 5076 Pfg. Welsche per Pfund. Kartoffeln pr. 100 Kg. 5,000,00 Mk., Zwiebeln pr. Ztr. 6,008,00 Mk., Milch per Liter 20 Pfg., 9(cvfel per Pflind 10 bis 30 Pfg., tu Korben 00 Psg., Nüsse 100 Stück 3540 Psg., Zwetschen per Zentner 67 Mk., Birnen per Zentner 8 bis 10 Mk. Weißkraut 0.100.15 Mk., Marktzeit 82 Uhr.

fc. Frankfurt a. M., 29. Sept. H e u- und Stroh- mar kt. Mait notierte: Heu Mk. 3.40 bis Mk. 3.80, Stroh Mk. 2.60 bis Mk. 2 80. Alles per 50 Kilo. Tendenz: flau. (Die aus Montag, 2. Oktober fallenden Vieh- und Fruchtmärkte finden wegen der israelitischen Feiertage am DtenStag, 3. Oktober statt).

guben Beamten war in einem Artikel der Südjütischen Jahrbücher oer Dorwurf der versuchten Verle itungzumMein-! ei de gemacht worden.

Die Schncidemühlev Ei s e nb a h n u n t ers chl e i f e gelangten in außerordentlicher Tagung des Schwurgerichts in Schneidemübl zur Verhandlung. Angeklagt ist'der Kvuf- mann Viktor Friedeberg aus Breslau und mehrere Eisenbahn­beamte. die beschuldigt sind, durch jahrelang fortgesetzte Unter­schlagungen 'wn Ciseubahnmaterial den Fiskus schwer geschädigt zu haben. Als die Triebkraft der verübten Diebstähle ist Viktor Friedeberg an-usehen, der in Görlitz zu vier Jahren Gefängnis verurteilt wurde. Im Schueidemühler Fall soll auch Viktor Friedeberg seine Hand int Spiele gehabt haben. Ein ebenfalls schwer belasteter Produktenhändler Freimann aus .Hannover hat im Untersuchunasgefänanis seinem Leben durch Erhängen ein Ende gemacht. Die Anklage richtet sich außer gegen Viktor Friede­berg gegen den Bahnmeister Belke, den'Materialien-Vcr- Walter GebucNik und die Bahnmeistersfrau Olga Belke. Belke besitzt ein größeres Bankdepot und will, obgleich ihm seine Fwau nur eine Mitaist von 5000 Mark in die Ehe brachte, noch später von seinen Schwiegereltern 40 000 Mark erhalten haben. Das Velkesche Bankguthaben erreichte schließlich die Summe von Gl 800 Mark. Im Vei-lcmfe der Verhandlung stellte aber der Vorsitzende fest, daß der Großvater der Frau Belke, von dem das Vermögen herstammcn soll, nur ein Einkommen von 900 Mark versteuert hat. Friedeberg bestritt die ihm zur Last gelegten Vergehen. Belke wurde zu 5 Jahren 2 Monaten Gefängnis und und 5 IJehren Ehrverlust verurteilt. Seine Mitangeklagten wurden fr e igesprochcn.

Hriqinak-Ilratitmckdungen.

Berlin, 30. Sept. DieRationell. Korresp." meldet, der Bundesrat werde sich in der nächsten Woche mit der Reichsfinanzreform beschäftigen. Der Voranschlag des Etats für 1906 stelle abermals einen starken Fehl- betrag in'Aussicht.

Berlin, 30. Sept. M't dem heutigen Tage scheibet der Reichstagsabg. Wilhelm Bruhn aus der Oleschäfts- leitung derStaatsbürger-Ztg." aus. Än seiner Stelle'hat Hans Freitag die Leitung übernommen.

Köln, 29. Sept. Der verstorbene Professor des Kölner Konservatoriums Seiß vermachte zu wohltätigen Zwecken 5 34 000 Mark. Wie dieKöln. Ztg." berichtet, sind davon 200000 Mk. zum Besten von Kölner Volks-- schulkehrern und Lehrerinnen, 200000 Mark zur Ver­teilung an die bei seinem Tod" am Kvnservatorium wirken­den Lehrer aller Fächer und 100 000 Mk. für hiesige Kran­kenhäuser bestimmt. Ferner sollen 20 000 Mar-k zur gleichmäßigen Verteilung an die bei seinem Tode einer seiner Ünterrichtsklasse zugewiesenen Schüler gelangen und 10 000 Mark der Lehrerpensionskasse des Konservatoriums zugeteilt werden.

London, 30. Sept. DemEvening Standard" wirb aus Odessa telegrphiert: Nach einer dort ein getroffenen

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Kunst und Wissenschaft

Professor Robert Koch macht, wie aus Deutsch-Ostafrika gemeldet wird, z. Zt. in Begleitung von Dr. Stuhlmann, bei den, er sich längere Zeit mit bakteriologischen und biologischen Studien beschäftigt, auf der Regierungsstation Amani in West-Usambara aufgehalten hatte, eine Reise nach Uganda. Er will dort seine bisherigen 2lrbeiten über Trypanosomen und Tsetsefliegen durch das Studium der ebenfalls von der Tsetsefliege durch Tryvanosornen- insektion zur Uebertragung gelangenden Schlafkrankheit zum Ab­schluß bringen. Geheimrat Koch wird am 3. Oktober von Mom- bassa aus die Heimreise antreten und am 23. Oktober in Berlin wieder eintreffen.

Düsseldorf, 29. Sept. Professor Andreas Achenbach, Ehrenbürger von Düffeldorf, beging heute seinen 90. Geburtstag. Obgleich der Jubilar mit Rücksicht auf seine Gesundheit gebeten hatte, von einer öffentlichen Feier Abstand zu nehmen, hatten die Stadt und die Bürgerschaft, namentlich die Künstlervereine, e? sich nicht nehmen lassen, durch die Ausschmückung besonders der Straßen in der Umgebung der Wohnung des Künstlers, demselben eine sinnige Ehrung zu bereiten. Der Kaiser übersandte dem Künstler den Stern zum Roten Adlerorden zweiter Klaffe mit einem Glückwunschschreiben.

Mitten Ohorns neuestes drciaktigeZ Schauspiel -,,Un- lösbar wurde im Chemnitzer Stadttheater in seiner Ur­aufführung mit enthusiastischem Beifall aufgenommen. Der an­wesende Verfasser wurde über 20 mal hervergerusen. Das Stück wendet sich in scharfer Weise gegen das Cölibat. Zahlreiche Theaterdirektoreu und Intendanten wohnten der Aufführung bei.

Devrients Luther festspiel in Dresden. Im städtischen Ausstellungsvalast in Dresden ging am Mittwoch die erste der geplanten zehn AuMhrungen vom Otto Devrientschen Lutherfestspiel in Szene, dem sich mehrere hundert Dresdener Einwohner dienstbar gemacht. Unter künstlerischer Leitung des .Hofrots Hugo Edward aus Darmstadt hatte das Stuck eine Nlächtiac W'rk>'>w h'dn'ird üe'lte wMckfr d.-u °i!thcr dar.

Landwirtschaft.

A Aus dem Vogelsberg, 27. Sept. Die Keller reichen nicht aus, den ungewöhnlich großen Kartoffelsegen all zu saffen und aufzunehmen. In solchem Maße wie Heuer haben die Kartoffeln lange nicht eingetragen. Von allen übrigen Säten sind c5 besonders dieWeltwunder", welche ganz vorzügliche Ergebniffc liefern. Aber auch die übrigen Hackgewächse, wie Kraut, (Kohl) und Wirsing, Dickwurz und Kohlrüben sind in vollendeter Weise gediehen. In "x Tat gehört der diesjährige Jahrgang zu einem reich gesegneten nach jeder Richtung der landwirtsckiaftlickicn Produktion.

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Gera, 29. Sept. Die Weber lehnten die Angebote der Arbeitgeber ab. Die Situation ist schwierig, da die Fabrikanten nicht weiter entgegenkommen wollen.

Longwv, 29. Sept. An der belgisch-französischen Grenze bei Aubagne kam es gestern zu einem ernsten Zwischenfall. Die belgische Ofeudarmerie begleitet seit einiger Zeit die belgischen Ar­beiter, die in Frankreich arbeiten, bis an die Grenze und über­gibt sie dort den französischen Gendarmen. Gestern nun waren bie französischen Gendarmen noch nicht an der Grenze eingetroffeu. Drotzdem veiffuchtcn einige belgische Arbeiter die Grenze zu überschreiten. Sie w-iirden jedoch von französischen Aus- ständigen mit Revolverschüssen empfangen. Die bel- gischeul Arbeiter bombardierten sodann einige Zeit lang die Franzosen mit Steinen und flohen über die $rcmc nach Belgien zurück. Bei dem Kampf feuerten auch die belgischen Gendarmen einige Schüsse ab, wodurch ein französischer Ausstän­diger g ? f öt et und mehrere verwundet wurden.

Berlin, 29. Sept. .Heute erschienen die Vertreter der Ar­beiterschaft der Elektrizitäts-Branche auf bent Einig- ungsamt des O^-M'rrbegerichtes und legten die Anrufung eines Schi cdsg er, .0 ts protokollarisch fest.

Hande5 iihb Serkeßr. VolZsiviktschäft.

Der Hibernia-Prozeß. Obwohl wie in Berliner Blättern gemeldet wird, jetzt große Aussicht vorhanden ist, daß die noch ausstehenden Hibernia-Aktien in den Besitz deS Fiskus überführt werden, hat doch vor dem Oberlandesgericht Hamm die Fortsetzung des Hibemia^Prozesses stattgefunden. Interessant war dabei, daß der Vertreter des FiskuS, die Dresdener Bank, eine Vertagung im Hinblick auf den bevorstehenden Friedens­schluß herbeiführen wollte und wie wir schon meldeten, die Der-- llagten die Verhandlungen verlangten, zu der es^schließlich auch kam. Der Fiskus refo. 'bie Dresdener Bank ist Sieger geblieben im Gegensatz zu dem Urteil erster Instanz. Wenigstens hat die Bank zu einem Teil gesiegt. Die Anfechtung der Kapitalerhöhung der Hibernia ist für begründet erklärt worden. Die Dresdener B-mk hatte den Beschluß, mit dem die Mtretung der Hibernia an den Fiskus aogelehnt wurde, angefochten. In diesem Punkte hat auch die zweite Instanz zu Unguusten der Dresdener Bwik entschieden. Man hatte aber auch von der Dresdener Bank auf diesem Gebiete einen Sieg kaum erwartet. Ter Gang zur zweiten Instanz war hier mehr eine Formalität. Wenn, was nach der augenblicklichen Sachlage nicht gerade zu erwarten ist, die Friedeusverhandlungen zwischen dem Fiskus und der Heme-Ver- cinigung scheitern sollten, so würde sich die Situation zu Gunsten des Fiskus verschoben haben. Gerade diese Verschiebung wird aber die Gegner der Verstaatlichung voraussichtlich gefügiger machen: allerdings hat eventuell noch die letzte Instanz, das Reichsgericht, zu sprechen. ?___

Kleine Finanzchronik. Der Aufsichtsrat der Su^- deutschen Trahtindustric Akt.-Ges. Mannheim-Waldhols beschloß die Verteilung einer Dividende von 7 gegen 5 Prozent t. SB. Bei der gestrigen Ziehung der Türkenlose fielen auf 41 698 300 000 Fr., auf Nr. 147 366 25 000 Fr. und auf Nr. 1294 392 und Nr. 1 824 919 je 10 000 Fr.

Russische Finanzen. Wie dieRufi" meldet, soll die bei Mendelssohn u. Co. aufgenommene kurzfristige russische Anleihe im Betrage von 320 Mill. Mk. in eine langfristige um­gewandelt werden. Das Finanzministerium und Mendelssohn er=

b eigenes M^schliehlich d

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