Ausgabe 
30.9.1905 Erstes Blatt
 
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SamStag 3V. September 1905

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Ausland.

Brüssel, 28. Sept. König Leopold hat seine Be­sitzungen in Villefranche und Beaulien seinem Arzt, Professor Thiriar, verkauft. Man sagt offen, es handle sich um einen Scheinverkauf, um das Erbe seiner Töchter zu verringern.

Kalkutta, 20. Sept. Im Zusammenhang mit der Be­wegung gegen die Teilung Bengalens in zwei Provinzen, versammelten sich gestern 5000 Hindus im Tempel der Göttin Kali, dem größten Bengalens. Sie schworen bei der Göttin, sow-it e8 irgend durchführbar sei, keine aus­ländischen Waren zu gebrauchen und in fremden Läden nicht zu kaufen, was sie in einheimischen erhalten könnten.

Konstantinopel, 29. Sept. Bei Jeladjiers im Vilajet Saloniki wurden zehn kürzlich zum Exarchat übergetretene Bulgaren von einer etwa vierzig Köpfe zählenden Bande überfallen und getötet. Eine Kommission, die den Vor­gang untersuchen soll, ist nach dem Tatort abgeschickt worden.

Budapest, 29. Sept. Im Hotel Royal, in welchem sich das Klublokal der Unabhängigkeits-Partei befindet, fand heute ein Monteur eine Blechbüchse, an der eine Zünd­schnur befestigt war. Da die Büchse Pulver enthielt und man vermutete, daß es eine Höllenmaschine sei, wurde sie den Behörden zur Untersuchung übergeben.

London, 29. Sept. Hier eingegangenen Meldungen aus Peking zufolge hat dec Vizekönig Puanschikai den Pekinger Behörden mitgeteilt, daß der Revolutionär Sunyatsen, der augenblicklich nach Japan geflüchtet ist, mehrere fanatische Emissäre nach China gesandt hat, um die hohen Be­amten des chinesischen Hofes umbringen zu lasten. Der Vizekönig drängt auf Zurückführung des Projektes be­treffend die Abhaltung einer Militärrcvue in der Provinz Paotingfu.

Wien, 29. Sept. Während der heutigen Sitzung des Abgeordnetenhauses kam es bei der Besprechung der Wahlrechtsfrage zu furchtbaren Sturmszenen zwischen den christlich Sozialen und Sozialdemokraten, sodaß dir Sitzung zeitweilig unterbrochen und die Gallerte geräumt iverden muhte.

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Aufschwung der Essener Sozialdemokratie (von 4000 auf 22 000 Wähler) zu hindern vermochte. Auch hat sich der Kaiser wahrscheinlich für die Wirkung des Bergarbeitergesetzes auf die dortige Parteientwickelung interessiert.

Der Generalinspekteur der Marine, Großadmiral v. Koester, wurde aus kaiserlichem Vertrauen als Mitglied des Herrenhauses auf Lebenszeit berufen.

Die meisten hiesigen Blätter beschränken sich darauf, die amtliche Note über den Inhalt des Marokko-Ab­kommens wiederzugeben. DieNat.-Ztg." begrüßt den Ausgang der Verhandlungen im Hinblick auf die zahlreichen Schwierigkeiten mit großer Genugtuung. In schlagender Weise werden auch die Unterstellungen englischer Blätter widerlegt, wonach Deutschland bei seinem Ver­halten in der Marokko-Angelegenheit durch Hintergedanken geleitet sein sollte, als ob es sich bei dieser Frage lediglich um einen Vorwand für andere Zwecke handelte. Sollte daher das dentsch-französ. Abkommen dazu beitragen, allen der­artigen Mißdeutungen ein Ende zu machen, so könnte auch dieses Ergebnis als ein Symptom der friedlichen Entwicklung der internationalen Beziehungen betrachtet werden.

Dresden, 29. Sept. In Gegenwart des Königs fand heute die feierliche Grundsteinlegung des neuen Rathauses statt. Oberbürgermeister Dr. Beutler hielt eine Ansprache, in der er kundgab, daß Staatsminister v. Metzsch zum Ehrenbürger der Stadt Dresden ernannt worden sei.

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Dom öayrischerr «Landtag.

In der bayr. Kammer hat am Freitag der Finanz­minister Pfaff bei der Vorlage des Budgets für die 23. Finanzperiode die Notwendigkeit der größten Spar­samkeit betont, wenn auch die wirtschaftliche De- pression im Schwinden begriffen sei. Aus der Ueber- sicht über die Erübrigungen der früheren Jahre, über die Maßnahmen zur Deckung eines rechnerischen Fehlbetrages aus früheren Jahren, über die Verwendung der Kreditreste, ins­besondere auch zur Deckung der Matrikularbeiträge, gehe hervor, daß das neue Budget ganz auf sich selbst an- gewiesen sei. Im weiteren Verlauf wieg der Minister nach­drücklich auf die dringende Notwendigkeit der Herstellung fest­geordneter finanzieller Beziehungen zwischen dem Reiche und den Einzelstaaten hin. Das gegen­wärtige Verhältnis mache die Führung eines geordneten Staatshaushaltsetats für die Einzelstaaten nahezu unmög­lich. Sollten für die 28. Finanzpenode ungedeckte Matri- kularbeiträge hinzukommen, oder gar nur die gestundeten Matrikularbeiträge nachträglich eingehoben werden, so würde nur die Ausnahme einer Anleihe oder eine Erhöhung der direkten Steuer übrig bleiben. .Ich möchte den dringenden Wunsch aussprechen, daß die Reichsfinanz­reform und die sinanziellen Beziehungen zwischen dem Reiche und den Einzelstaaten in einer Weise geregelt werden, welche die Einzelstaaten von der Verpflichtung zur Entrichtung ungedeckter Matrikularbeiträge wenn irgend möglich ganz entbindet, jedenfalls aber für diese Beiträge die äußerste Grenze setzt. Ein solches Verlangen ist um so billiger, als der ReichSgesetzgelmng bereits die hauptsäch­lichsten ausbaufähigen Steuerprojekte überwiesen sind.

Das Budget für die 28. Finanzperiode bilanziert mit 461 332 789 Mk., daS sind 19 507 463 Mk. mehr als bei dem letzten Budget. Dieser Abschluß war möglich ohne eine Erhöhung der direkten Steuern, aber nur unter der Fort­erhebung, die zunächst nur für die 27. Finanzperiode be­willigten Zuschläge zur Erbschaftssteuer und einzelnen Ge­bühren, zweitens unter der Nichteinstellung von Mitteln für etwaige ungedeckte Matrikularbeiträge, drittens unter dem Vorschlag einer Anleihe von 7 892 400 Mk. ftir die Deckung einiger einmaliger Ausgaben. Der Minister bespricht sodann eingehend die drei großen Aufgaben, welche in den nächsten Jahren an die Finanzverwaltung gestellt werden. Ersten? eine durchgreifende Steuerreform, über die dem Land­tage eine Denkschrift vorgelegt werden wird, zweitens die Einführung einer regelmäßigen ausgiebigen Schulden­tilgung, drittens die Schaffung eines Beamtengesetzes mit höheren Bezügen für staalliche Beamte, Bedienstete und Arbeiter.

Nach dieser beifällig aufgenommenen Rede gab der Präsident Dr. Ritter o. Orte ree die eingelaufenen An­träge bekannt. Drei davon verlangen ein neues Wahl­gesetz, zwei Hilfe gegen den Elementarschaden in der Pfalz. Weiter liegt eine Interpellation Stegitz über die Fleisch- n o t vor.

Das Präsidium des Landtages wurde mit Ausnahme eines Schriftführers ausschließlich vom Zentrum besetzt. ___________ _____________

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Berlin, 29. Sept. Wie dieDtsch. Ztg.* mitteilt, hat sich der Kaiser am Tage der Essener Nachwahl zum Reichstage um 11 Uhr abends durch da? Zwilkabinett beim Essener Landratsamt nach dem Wahlrcsultat erkun­digt. Das besondere persönliche Interesse des Monarchen an diesem Wahlkreise reicht bekanntlich schon in die Zeit zurück, wo er am Sarge Krupps die Sozialdemokratie brand- markte, ohne daß die Kaiserrede aber einen außerordentlichen

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Dem Gießener Anzeiger werben im Wechsel mit dem Hessischen Landwirt die Siegener Familien- blätter viermal in der Woche beigelegt.

Rotationsdruck u. Ver­lag der Brühl'schen Univers.-Buch-u. Stein­druckerei. 0u Lange. Redaktion, Ervedition und Druckerei:

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hat jetzt Schritte unternommen, um ihn zu veräußern, und will den Waldbestand meistbietend versteigern lassen. Da dieser auf 400 000 Bäume geschätzt wird, so dürfte sich der Erlös jedenfalls auf eine Reihe von Millionen beziffern und es scheint nicht unmöglich, daß aus einem Teil dieser Millionen der Brautschatz chres Patenkindes, der künftigen Königin der Spanier, gebildet werden soll.

Die Anttsemiien Hannovers

und der frühere Reichstagsabgeordnete Dr.Hahn haben sich so wird und aus Hannover geschrieben geeinigt: der 19. hannov. ReichStagswahlkreis ist dem Dr. Hahn zu­gesprochen tvorden, nachdem ihm der Führer der dorttgen Antisemiten das Zeugnis eines »guten Antisemiten" aus­gestellt hat. Die antisemitische Wahlhülfe dürfte ihm aber das Reichstagsmandat nicht verschaffen. Im Jahre 1893 erhielt er über 10 000 Stimmen, bei den Wahlen von 1898 ungefähr 7000 und bei den letzten allgemeinen Wahlen 6000 Stimmen. Noch bei den Wahlen von 1898 machte die ihm zugefallene Stimmenzahl ungefähr 1/8 aller abgegebenen Stimmen aus, bei den letzten Wahlen nicht mehr V<- Dies, trotzdem Bündler, Antisemiten und Zünftler für Dr. Hahn arbeiteten und trotzdem ein Landrat die Nationalliberalen aufforderte, ihre Kandidaten zugunsten der Hahnschen zurück­zuziehen. Den Nationalliberalen des 19. Wahlkreises kann kein größerer Gefallen geschehen, als eine Kandidatur Hahn, denn sie sind dann alle Wähler von den Freikonservativen bis zur freisinnigen Volkspartei sicher.

er denselben ersucht, um die vorübergehende Fleischteuerung nt den großen Städten und den Industriezentren h e r a b zu­mindern, eine Ermäßigung der Eisenbahntarife für lebendes Vieh herbeizuführen. Die Eingabe geht davon aus, daß der Eisenbahntransport, durch welchen da§ Produkt dem Konsumenten zugeführt wird, als der letzte Akt der Produktion zu betrachten ist. Durch eine Ermäßigung der Transportkosten werde mithin eine Verbilligung der Produktion herbeigesührt, welche, ohne den Produzenten zu schädigen, dem Konsumenten zu qute komme. Zugleich müßte eine noch weitergehende Ermä­ßigung der Transportkosten für frisches Fleisch eingeführt werden, damit die vom Gesetzgeber beabsichtigteFrei­zügigkeit des Fleisches", die bisher mehr oder weniger nur auf dem Papier steht, ebenfalls eine verbilligende Wirkung auf den großstädtischen Fleischkonsum ausüben könne.

Also hier wirb zum ersten Mule von einem der be­deutendsten deutschen Großgrundbesitzer, einem hochkonservativen Herrn und früheren ersten Vize^ Präsidenten des Reichstages, zugestauden, daß infolge der abnorm hohen Fleischpreise in den Städten eine Kalamität bevorsteht, der abgeholfen werden muß. Allerdings redet er nur von den Großstädten, obwohl in mittleren und kleinen Städten genau dieselbe drückende Lage angetroffen wird. Jedenfalls unterscheidet sich aber dieser von agrarfreundlich-- fter Seite ausgehende Versuch 'Abhilfe zu schaffen, aufs vor­teilhafteste von der ungehörigen Art einer bestimmten Sorte von Leuten, die eine in weitesten Volksschichten sich aus­breitende Sorge zum Anlaß ihres Gespöttes nehmen, i>ie sich damit begnügen, überFleischnotgeschrei" hämische Betrachtungen anzustellen und Herrn v. Podbielski mit unentwegten Beifallsgeheul zu umtoben.

Ob das vom Grafen Stolberg vorgeschlagene Mittel hinreichend wirkt, muß die Erfahrung zeigen. Leider macht dieN. A. Ztg/^ nicht die mindeste Andeutung, ob die Anregung eine wvylwollende Aufnahme beim Fürsten Bülow gefunden hat.

Uebrigens wird nun doch noch der außerordent­liche deutsche Städte tag einberufen werden. Der Magistrat von Berlin ist dem Beschluß der Stadtverord­netenversammlung auf Einberufung eines außerordent­lichen Städretaqes beigetreten, auf dem die Maßregeln zur Linderung der Fleischnot erörtert werden sollen. Die meisten größeren Städte haben berells ihre Teilnahme zugesagt und es bleibt nur noch der Termin für die Tagung zu be­stimmen. _________________________

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Kirche und Schule.

Fulda, 29. Sept. Die älteste Gelehrt en sch ule Deutschlands, das Gymnasium von Fulda, be­ging am 27. bis 29. d. M- die hundertjährige Gedenkfeier seiner Gründung durch den Fürsten Wilhelm von Nassau-Oranien. Betrachtet man das heutige Gym­nasium als eine Fortsetzung und die letzte Form der schon von dem Gründer und ersten Abte von Fulda SturmiuL um die Mitte des achten Jahrhunderts errichteten Kloster- s chule, dann erscheint es als die älteste Geleh rteni schule Deutschlands und blickt auf eine fast zwölf- hundertjährige Geschichte zurück. Zu ihren Schülern gehörte u. a. von 1499 bis 1505 Ulrich von Hutten, ferner der als Mitbegründer der Reformation in Hessen für die hessische 'Geschichte bedeutende Magister Adam Kraft. Er wurde 1527 vom Landgrafen Phi..rpp dem Großmütiges zum Surperintendeuten oer oberhessischen Diözese und zum Professor der Theologie an der von ihm gestifteten Uni-i versitat Marburg ernannt. Die festlichen Veranstalt tungen zur Eentenarfeier nahmen Mittwoch abend mit einer Begrüßung der Gäste ihren Anfang. Heute früh wurde in der S-tadtpfarrkirche Festgottesdienst abgehaltew und um 10 Uhr begann in der Aula des Gymnasiums dev offizielle Fe st aktus, an der auch der Bischof Adak Bert, der Oberpräsident v. Windheim, sowie die übrigen Behörden teilnahmen. Aus Anlaß der Eentenarfeier wurden verliehen bent Direktor Dr. Wahle der Kronenorden 3. Kl., den Professoren Lahmeyer und Hoffmann der rote Adler- orden 4. Kl. und dem Pedellen Hirschfelder das Kreuz des Allgemeinen Ehrenzeichens.

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Politische Tagesschau.

Die künftige Königin von Spanien.

Bon einer Seite, die mit dem engl. Hofe gute Beziehun­gen unterhält, verlautet neuerdings mit aller Bestimmtheit, daß die Prinzessin Viktoria Eugenie von Datten­berg dazu ausersehen sei, Königin von Spanien zu werden. Es scheint, daß man in London eine Vermähl­ung Alfons XIII. mit einer britischen Prinzessin von An­fang an, vorzugsweise aus politischen Gründen sehr gern gesehen hätte und die Weigerung der jungen Tochter des Herzogs von Eonnaught, der Werbung des Königs Gehör zu schenken, nicht nur auf spanischer Seite empfindlich ent­täuschte. Die Prinzessin von Battenberg, der das nicht eben apollinische Aeußere des spanischen Monarchen nicht das gleiche Mißfallen erweckt zu haben scheint, wie ihrer Cousine, würde nach den geltenden höfischen Anschauungen eine glänzende Partie machen, wenn diese Nachricht sich be­stätigen sollte. Die Battenber^ sind bekanntlich eine Mben- linic des hessischen Fürstenhauses und Nachkommen des 1888 verstorbenen Prinzen Alexander von Hessen, der sich mit der Gräfin julie Th er es von Hanke vermählte, der Tochter eines ursprünglich aus Flandern stammenden russischen Generals und Kriegsministers des Königreichs Polen. Prinzessin Viktoria Eugenie ift, die Tochter des Prinzen Heinrich von Battenberg, be5 dritten Sohnes des Prinzen von Hessen und der Gräfin Hauke, der anfangs in preußischen Militärdiensten als Gardes- du-Corps-Leutnant stand, oann aber in die Englands nber- trat und die jüngste Tochter der Königin Viktoria, die Prinzessin Beatrice, heiratete. Er starb auf einer Reise nach Indien im Jahre 1896. Seine Tochter, die in wenigen Wochen erst ihr 18. Lebensjahr vollenden wird, wurde in diesem Frühjahr zum erstenmale am Londoner Hofe ein­geführt. Sie ist eine anmutige Mädchenerscheinung und erinnert in ihrem Aeußeren weniger an ihren Vater, der als einer der schönsten Männer Europas galt, als an ihre Mutter, deren Gestalt zu starker Fülle neigt. Viktoria heißt die jugendliche Prinzeß nach der Königin von England, Eugenie aber nach der K a i s e r i n E u g e n i e v o n F r a n k- rerch, deren besonderer Liebling sie ist. Und man weiß feit langem, daß die Witwe Napoleons III. die Slbsicht hegt, str Patenkiud selbst mit einer Mitgift auszustatten

Cs wäre interessant, dabe: zu erfahren, wie hoch ftch wohl ungefähr das Vermögen der Exkaiserin beläuft. Nach der Entthronung ihres Gemahls sah sich die Kaiserin,ja flenötiat, sich sogar ihres Schmuckes zu entäußern, desien Verkauf eine Million Mark brachte. Ungefähr ebenso groß war die Hinterlassenschaft Napoleons HI. bei seinem Tode, nach Abzug aller Schulden. Dann aber gelang es der Kaiserin nach vielen Schwierigkeiten, von der Regierung der französ. Revublik wenigstens einen Teil ihres beschlag- mahmten Eigentums an beweglichen Sachen und an Jm- nnobilien zurückzuerhalten. So besaß die Kaiserin Eugenie v B. in der Nähe von Landes einen umfangreichen Terram- komplex. den Napoleon III. ihr selbst geschenkt» hatte. Sie

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vez«S»Prei»r monatlich 76 Pf^ viertel­jährlich Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 6o Pf.; durch diePostAtk.2.viertel- jährl. ausschl. Bestellg« Annahme von Anzeigen sür die Tagesnnmmer bis vornrittagS 10 Uhr« Zeilenpreis: lokal 12 Pf^

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Verantwortlich für den volit. und allgem. Teil: P. Wittko: für Stadt und Land" und Gerichlsfaal": August Goetz; für den An­zeigenteil: Hans Beck.

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Heutige Kummer umfaßt 18 Seiten.

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Wir lesen heute in der reichsoffiziösenNordd. W Ztg.": Wie wir hören, hat der ReichStagsabg. Gras Udo Stolberg den Reichskanzler eine Eingabe gerickstet, in welcher