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te6n* außer Sonntags.
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Erstes Blatt.
155. Jahrgang
Donnerstag 27. April 1905
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Gietzener Anzeiger
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AmK- und Anzeigeblatt für den Kreis Sietzen WW
_______ ______:zeigenteil: Hans Bech
Die öeutige Wummer umfaßt 8 Seilen.
Mom AutliH unserer Käufer.
Es gibt Leute, die beim Klange des Wortes Aesthetif don einem Schauer befallen werden. Wenn Frau So und so ein Bild malt und Herr So und so ein Theaterstück schreibt, ein Nachbar aber seine beste Zeit mit dem Ab- sassen von Romanen „verplempert", so ist ihnen dies ein Merkzeichen des Aesthetischen. Die Kunst pflegen um ihrer selbst willen kann und soll wahrlich der Mensch, wenn seine staatlichen, rechtlichen, sittlichen, gesellschaftlichen und ökonomischen Verhältnisse geordnet und auf sicheren Grundlagen aufgebaut sind, wenn er die Natur beherrscht und meistert und ifyre Kräfte in den allgemeinen Menschheitsdienst zu stellen vermag. Das Aesthetische mit den schönen Künsten erscheint, wenn das Menschheitshaus, der Staat, die Familie gegründet ist. Kultur hat ein Volk, wenn allen Volksgenossen das Recht auf Persönlichkeit garantiert ist, wenn es in Freiheit sich entwickelt und „auf freiem Grunde wenn es in fruchtbringender Arbeit dem Ganzen nützt, wenn es eine gerechte Gesetzgebung, eine weise Rechtsprechung besitzt und durch eine vergeistigte Religion sich über die Grenzen des Animalischen erhebt und von der Schönheit der Gotteswelt einen Abglanz für sein Tun und Treiben erringt, um Freude und Behaglichkeit zu genießen. Dazu kann ja unter Umständen auch ein Bild, ein Roman, ein Theaterstück beitragen. Die Wenigsten aber sind in der Lage, dieses Aesthetische in den speziellen Formen einer exklusiven Kunst zu genießen. Das ist schließlich auch gar nicht notwendig.- viel wichtiger ist, daß das ganze Milieu, in dem der Mensch lebt und arbeitet, in gewissen Schönheitslinien gehalten ist und Behaglichkeit ausströmt. Hierher gehört vor allem ein wohnliches Heim, eine auch mit den kleinsten Mitteln arbeitende geschmackvolle Ausgestaltung von Haus und Herd, ein Haus, das auch in seinen äußeren Formen den natürlichen Schönheitssinn des Auges nicht beleidigt, sondern beruhigt und befriedigt.
Gerade auf diesem Gebiete steht es aber mit dem allgemein Aesthetischen recht schlimm. Das ist nicht so zu verstehen, als ob wir in der wirtschaftlich-behaglichen Ausgestaltung des „Heims" zurückgegangen wären. Im Gegenteil. Die Wohnungen auch der kleinen Leute haben an Ausstattung gewonnen, fie sind luftiger, reinlicher — auch die Reinlichkeit ist ein Hauptmerkmal der Kultur — bequemer und schöner geworden. Aber Haus und Heim stehen zweifellos nicht auf jener Höhe des „Aesthetischen", die dem allgemeinen Kulturzustande unseres Volkes entspräche. Das liegt wohl vor allem daran, daß ein gewisser extremer Utilitätsgeist — ein brutaler Nützlichkeitsstandpunkt — der eine allgemeine Begleiterscheinung der jetzigen hochentwickelten technischen Kultur ist, Jetne Herrschaft ausübt. Es soll trotz der vortrefflichen Bestrebungen unserer besten Künstler und Kunstgewerbler, trotz unserer hervorragend Schönes leistenden und Geschmack bildenden Kunst- zeitschriften, wie die Münchener „Kunst" und die Darmstädter „Kunst und Dekoration", doch immer noch nach dem bcmausen haften Dutzendgeschmack so ziemlich alles möglichst „rationell" und innerhalb der „Schablone" des bestimmten „Musters", ausgeführt werden. Besonders das Aussehen der kleinen Häuser in Stadt und Land, vornehmlich auf dem letzteren, hat unter diesem Nützlichkeitsgeift, der ein Feind des Schönen ist, zu leiden. Und in unserem benachbarten Bade Nauheim nehmen sich, wenn man mit der Bahn vorübereilt, die großen, protzigen Tutzendhäuser auf dem grünen Plane wie Disteln unter Rosen aus. Nur freundliche kleine Landhäuser im Fachwerkstil wären dort am Platze. Wir lesen in verschiedenen Blättern folgenden Artrkel:
Der Regierungspräsident zu Minden hat ein Pr^.-s-Aus- schreiben zur Erlangung von mustergiltigen Entwürfen für die gebräuchlichsten ländlichen und bürgerlichen Wobn- und Wirtschaftsgebäude ev- lassen. Die Grundgedanken für das Preisausschreiben sind folgende: Es ist eine in den letzten Jahren leider überall gemachte Wahrnehmung, daß das malerische Aussehen der Dörfer u n d S t ä d t e s.ch w i n d e t. An die Stelle der hergebrachten, in einfachen, wirkungsvollen Formen hergestellten Steinhäuser oder der in Holzfachwerk ausgeführten Giebelhäuser, die in der verschiedenen Färbung von Holz und Gefachen, in ihrer Verbindung mit Bäumen und Sträuchern und-Hecken einen reizvollen Anblick bieten, treten nur zu häufig nüchterne Ziegelbauten, ohne Verputz und Anstrich undohneieden Versuch, die Oede ihres Aussehens durch lebendes Grün zu mildern; oder es entstehen, was ebenso bedauerlich ist, durch allerlei Spitzen und Türmchen und durch angeklebte Zierrate in Gips und Zement aufgeyutzte Baulichkeiten. Hand in Hand mit dem verschlechterten äußeren Gewände geht nur zu oft eine minderwertige Raumausnutzung und Grundriß- bildung zum Schaden der Gebrauchsfähigkeit. Eine Besserung in Plangestaltung und Aufbau ist dringend geboten, ehe noch unsere Städte und Dörfer durch häßliche Bauten ganz v e r do r b e n werden. Zwar finden sich unter den neueren Bauten, namentlich ber wertvolleren,, die unter der Lotung erfahrener Architekten eichtet wurden, Mele, die wohlgelungen sind und künstlerischen Mrforderungen genügen, doch lassen auch sie meistens den h e i m a t l i ch e n E h a r a k t e r vermissen. Vollends aber lehrt eine Umschau rn Stadt und Land, das, der groben Mehrzahl nach die Bauherren und Bau- Meister, besonders die für ländliche und bürgerlich« erhaltnissc schaffenden, noch der Anlehnung an geeignete, der Eigenart der Gegend und ihre Bewohner angepaßte Vorbilder auf w lange bedürfen, bis die ausgeführten Beispiele int Verein mit den guten Bauwerken aus älterer Zeit allem H^Mgen, Anregungen im richtigen Sinne zu bieten und die zur Zeit schwer gefährdete Ueberlieferung gesunder Grundsätze auf spatere Gelchlecht^: zu gewährleisten. Ans diesem Grunde ist für den RegterunEbbzirk Minden ein Preisausschreiben zu einem Wettbewerb für Erlangung mustergiltiger Entwürfe erlassen worden. Diesem Vorgehen bat sich die Regierung des benachbarten Fürstentums. Schaum- burg-LiPPe angeschlossen, da dort die Verhältnisse ähnlich wre v»
Regierungsbezirk Minden liegen. Auch haben eine große Anzahl auf das Volkswohl bedachter Männer erhebliche Geldovfer zur Bestreitung der Kosten gebracht. Um das Ergebnis so nutzbringend als möglich zu gestalten, sollen die ausgewählten Entwürfe veröffentlicht und in einer Sammlung dem Buchhandel übergeben werden. Ein Abdruck der Sammlung wird bei den Landräten und Kreisbaubcamten zur Einsicht offen gelegt, und den Baulustigen werden einzelne, von ihnen ausgewählte Entwürfe in Abdrücken zu geringerem Preise zugänglich gemacht werden. Dadurch hofft man, eine weite Verbreitung und eine wirkliche Benutzung der Vorbilder zu erreichen.
Die Anregung, die hier gegeben wird, ist ganz außerordentlich verständig. In unserer Stadt Gießen pflegt man ja z. Zt. in erfreulichster Weise und oft mit Glück den guten alten oberhesstschen Fachwerkstil. Aber gehen wir hinaus in die nahen Dörfer, z. B. nach Heuchelheim. Neben den schönen alten, in die Landschaft so wundervoll wie daraus hervorgewachsen sich fügenden, finden wir Häuser von geradezu schandbarem Aeußeren. Die Außenwände sind ganz ohne Verputz, und Regen und Sturm zerzausen solche Häuser derart, daß sie nur zu schnell häßlich, unreinlich, unfreundlich, düster aussehen. Dieses abstoßende Aeußere aber der Häuser beeinflußt den Charakter der Bewohner, namentlich der Kinder, höchst nachteilig! Das spezifische Bauernhaus härt allmählich auf zu existieren. Aus ästhetischen Gründen nicht nur, sondern auch aus ethischen muß man das sehr bedauern. Und um so mehr, als der Bauer von heute mit seiner einstigen malerischen Tracht, der glücklicherweise die Frauen und Mädchen noch treu geblieben sind, und seinem charaktervollen Heim seine Eigenart immer mehr und mehr aufgibt. Dadurch aber steht er vor der Gefahr, in manche andere Häßlichkeiten zu verfallen. Der Bauer kann und soll „original* bauen, er muß sich nicht in die Schablone fügen, und vollends braucht der Dorfbewohner durch die häßliche Art seiner jetzigen Bauführung nicht das Auge beleidigen und sich selbst nicht dem Einfluß eines häß« lich wirkenden Milieus auszusetzen. Die Häuser müssen wieder verputzt werden.
Wir empfehlen darum die Anregung des Mindener Regierungspräsidenten auf das angelegentlichste. Wer in gleicher Art wirkt, der tut ein gutes Werk an den Landleuten und ihren Häusern und wirkt außerdem erziehend in der Richtung der öffentlichen, populären Aesthetik, die im Volke den Sinn für Schönheit und Reinlichkeit hebt und festigt.
Die deutsche Kaiserfamilie auf Sizilien.
Palermo, 26. April.
Gestern abend besuchten die drei Prinzen die Oper im Theatro Maffimo. Der italienische Panzer „Sardegna" und die Torpedoboote hatten illuminiert. Heute morgen lief die Lustyacht „Viktoria Luise* hier ein. Die Passagiere begrüßten das Kaiserschiff mit Hurrarufen und an Bord spielte die Kapelle die Nationalhymne. Der Kaiser, die Kaiserin und die Prinzen besuchten heute morgen die königliche Villa Favorita mit ihrem herrlichen Park am Fuße des Monte Pelegriuo, besichtigten den Dom von Palermo mit allen seinen Sehenswürdigkeiten und machten eine Promenade im Botanischen Garten unten am Meer. Für die Frühstückstafel waren an Bord der „Hohenzollern* geladen: Der Kommandant des Panzers „Sardegna*, Kapitän Nicastro, Kammer- Herr Pierardi und Professor Salinas.
Der Kaiser und die Kaiserin empfingen heute mittag den Erzbischof von Monreale an Bord der „Hohenzollern".
Der Kaiser, die Kaiserin und die Prinzen und das Gefolge nahmen heute nachmittag den Tee bei dem Grafen und der Gräfin Mazarino und begaben sich dann zum Blumenkorso auf der mit schönen Platanen und Palmen bestandenen Promenade Via della Liberta, welche zum Giardino Jnglese hinführt. Die angrenzenden Häuser waren mit Rosen- guirlanden und Teppichen geschmückt. Eine ungeheure Menschenmenge empfing die kaiserliche Familie mit begeisterten Zurufen und Händeklatschen. Die vornehmste Gesellschaft Palermos nahm an dem Korso in zahlreichen Equipagen teil, welche über und über mit Blumen, hauptsächlich Rosen, geziert waren. Der Kaiser in Marineuniform und die Kaiserin, ganz in Weiß gekleidet, saßen mit dem Generalleutnant v. Scholl und dem Militärattache v. Chelius trt dem ersten für den Hof gestellten Wagen, in dem zweiten saßen die Damen und Herren der Umgebung. Die Offiziere der deutschen Schiffe folgten in weiteren Wagen. Das Kaiserpaar dankte in der heitersten Laune für den Blumenregen, der über sie niederging. Die Prinzen und die Herren des Gefolges beteiligten sich besonders lebhaft an der Rosenschlacht. Zur Abendtafel an Bord der „Hohenzollern* waren geladen Fürst und Fürstin Trabia, Graf Tasea, Graf und Gräfin Mazarino und Herr Whitaker mit Gemahlin und Töchtern. Die deutschen Schiffe illuminierten. Die „Hohenzollern*, der „Friedrich Karl" und der „Sleipner* gehen morgen nach Bari in See, wo die Ankunft übermorgen nachmittags erfolgt.
Kaiser Wilhelm wird nach den bis zur Stunde feststehenden Dispositionen am 3. Mai in Venedig eintreffen. Da die Zusammenkunft der österreichischen und italienischen Minister des Aeußern am 28. d. Mls. slattfindet, ist es nicht wahrscheinlich, daß der Kaiser die beiden Herren in Venedig noch antrifft unb empfängt.
Per Krieg.
Alls der Mandschurei.
Tokio, 26. April. (Reuter.) Amtlich wirt» gemeldete Der Feind, der in einer Stärke von 5 Bataillonen, 16 Sotnien und einer Batterie unsere vorgerückte Kavallerie! bedrängte, griff am 24. d. M. in der Umgegend von Kai-' v u a n an. Unsere dortigen Truppen gingen unter Deckung vor und besiegten den Feind und verfolgten il^r bis nördlich von Mienhuachiech, Unsere Verluste sind 38 Mann; der Feind verlor ungefähr 200 Tote. Zwei' andere Abteilungen, von denen die eine aus 6 Bataillonen und 16 Sotnien und die andere aus 12 Sotnien und einen, Batterie bestand, griffen Tschangtu und Sia-Tatzu an, zogen' sich aber, als ihre Kameraden geschlagen waren, jurüdl,
Petersburg, 26. April. (Petersb. Tel.-Ag.) General Linewitsch telegraphiert vom 25. April: Unsere Vorposten zwangen am 22. April den Feind, das Dorf Nanchenzo und das Dorf Vemanpaomeng, das befestigt war, nach und nach zu räumen. Die Japaner besetzten eine befestigte Stellung drei Werft südlich vonj Vemanpaomeng. Artilleriefeuer und das Erscheinen unserer Abteilung in der Front der linken Flanke nötigten die Japaner, sich eilig auf Kayancheng zurückzu* ziehen. Während des Rückzuges brannten sie eine Nieves läge mit Mundvorräten in einem Dorfe nieder. Am 23. April näherten sich unsere Vorposten, den Feind zurückdrängend, Ebantoufou, das stark befestigt und von den Japanern besetzt war. Die Artillerie eröffnete von der Ostseite Feuer auf die Stadt. Ms sich herausstellte, datz diese von einer bedeutenden Truppenmenge besetzt war, zogen sich unsere Truppen zurück. Unsere Kavallerie zerstörte den Telegraphen zwischen Kayencheug unfr Chantoufou.
Tas Kriegsrecht
ist über die ganze Jüsel Formosa erklärt worden. Die Maßnahme wurde von dem japanischen Geheimen Rat beschlossen.
Japan und Deutschland.
Daß von englischer Seite alles Mögliche ge* schi eht, um in Japan eine mißtrauische Stimmung! gegen Deutschland hervvrzurufen, dafür stellen stch immer wieder Beweise ein. Dieselben Federn, die in England das Gv- schäft der Verdächtigung besorgen, liefern auch der japanischen! Presse den Stoff. Es ist nur zu verwundern, wie sonst so intellb- gente Leute, wie die Japaner, auf solche Manöver hereinfalleu^ statt bei den bekannten Gesinnungen in England gegen DeutschlaTlb doppelt scharf die Befchuldiaung zu prüfen. Der Korrespondent des „Verl. Tagebl." in Tokio legt ausführlich dar, in welcher! nahezu herausfordernden Weise die japanische Presse über Deutsche land urteilt, und zwar auch diejenige Presse, aus welche bie Regierung Einfluß hat. Interessant ist besonders, daß die Rede des Grafen Bülow im Reichstag, die ausdrücklich die korrekten Beziehungen zwischen Berlin und Tokio feMellte, mit unverhohlen feindseligen Aeußerungen beantwortet wird. Diese Rede, schreibt der Gewährsmann des „Berl. Tagebl."^ habe offenbar in Japan das Gefiihl hervorgerufen, als wenn Deutschland um Freundschaft buhle. Wenn das der Fall ist, dann verftigt man in Japan über ebensoviel Einbildungskraft wie ein hochaesteigertes Bewußtsein des eigenen Wertes. Die japanische Freundschaft ist ftir Deutschland gairz gleichgiltig.. Es genügt völlig, daß die Beziehungen korrekt sind und bleiben. Auffällig ist es allerdings, daß man selten oder nie Frankreich feindliche Artikel in den japanischen Zeitungen findet., Einfach deshalb, bemerkt der Korrespondent des „B. T.", toeil Frankreich eine ruhige, feste und energische Politik verfolge, nicht mit Worten oder Orden, sondernjnit Taten. Hier zeigt sich eine merkwürdige Uebereinftrmmuns mit den Wirkungen der deutschen Politik in den Ver. Staaten: auch dort haben bekanntlich die Freundlichkeiten von deutscher Seite nicht den erwarteten Eindruck erzielt, auch dort macht sich statt Erkenntlichkeit eher Mißtrauen und Ueberhebung geltend. Der Japaner wie der Amerikaner vertragen augenscheinlich 'die Liebenswürdigkeit nicht und wollen kräftiger angesaßt werden. Die „Nat.- Ztg." macht Mitteilung von Jntriguen gegen Deutschlands Stellung in Sch antun g. Wiederum hat ein japanisches Blatt englffchen Ausstreuungen — über angebliche neue Forderungen an China zur Erweiterung des deutschen! Einflusses — bereitwillig Aufnahme gewährt. Es bedarf kaum der Festellung, daß die Geschichte von Anfang bis zu Ende erfunden, obendrein schlecht erfurrden ist.
Russische Flotteusammlungeu.
Die nationale Sammlung für die Erneuerung der russischen Flotte hat angeblich erhebliche Fortschritte gemacht, und bis jetzt etwa 30 Millionen Mark ergeben. Die zu erbauenden Schiffe sollen. auf russischen Werften erbaut werden, und zwar sollen nur solche Schiffe gebaut werden, welche möglichst schleu7rig> in Dienst gestellt werden können. Es sollen demgemäß zunächst 18 Torpedokreuzer in Auftrag gegeben werden zu einem Tonnen- g.ehalt von 500—600 Tonnen und einer Geschwiardigkeit von 25 Kwoten, ferner 4 Unterseeboote.
Die Schiffe sollen ihre Namen zu Ehren der hauptsächlichsteus Spender erhalten. Der erste in Auftrag zu geberrde Torpedo-- kreuzar soll Feldmarschall Graf Scheremeteff heißen nach dem Grasen Scheremeteff, der über 4 Millionen hergegeben hat.
Der Emir von Buckbara hat ebensoviel gespendet, einer der Torpedo kreuz er soll daher „Emir Buchharsky" heißen. Weitere: Namen neuer Schiffe sollen sein: „Stawvrpolsky Trnkhmenets" lnach den Händlern von Stawropol im Kaukasus, die 660000 Mark spendet en V ferner „Finn" (zu Ehren des Senats von Finnland, der 600 000 Mark her gegeben hat) usw. Dem Namen nach scheint die Torpedokreuzer-Flotte also bereits fertig zu sein.
Russische Disziplin.
Paris, 26. April. Aus Petersburg wird berichtet: 2000 Soldaten der Regimenter Orenburg und Troitsby, Welche sich auf dem Wege nach dem Ktfiegsschauplatze befinden, zerftörteut einen staatlichen Alkoholausschank, sowie die Opferkästen des Rotew Kreuzes.
Ein Preußenprinz in Ostafien.
Peking, 26. April. (Reuter./ Nach den gegentoärtigett Bestimmungen hat Pnnz Friedrich Leopold von Preußen am.


