Sfs
&
I
L
K
> G t:
S
155» Jahrgang
(<Mtc8 Blatt
Nr. 124
•rieflet «»«l»- öufeet Sormiogt.
ttm Gießener Anzeiger werden fm Wechsel mit frtrn hessischen tandwtrt bw Siebener Zamtlten. tziSNer oifvmai tn bet
Woche beigelegL /iotattonSbrud u. Verlag bet Brühl ichen Unttxrt.-8uct>-u.Sietn* bruderri. 0t fiange, Rzbafrtcn, Vxvebttum
und Trutretet:
G-otstraße 7.
ßlbresse lür DevefcHeiN Anzeiger (Stcfctu.
ffern1pr<-d)antd)lu6 ')h 51
Samstag 27. Mai 1905
VezagDprei-, monatlich 75 Bl.. DterteU
’w General-Anzeiger w
Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen
jährlich Ml. 6.20, durch vlbbole- u. Zweigstellen monalhcb 65 Pt.. durch die Post Att 2.— viertel- jährt auSichl. Bestellg. vinQhm< om Hnjcb-e»
ii v,e Zt b8r-fi'♦r.tet •3 do mittiql J ^Jix.
'ennrerS: ..f,u ‘U'3fw oj-trodrtl "4 3*J.
" «»antwort’a» |j*T den doht und C ,d. u teil P. Wrttroi für ,Stadt und Land* und ß\end)t^aar: 91 u au ft Goetz, lür den 9ln» ^etaenietl Han- Beck
^ie l-cniige Mrrnmer urnfaßt 18.
_____________ÜHSLSSI'. ....... !»• ■. ■■■1L—2L""
Zur Reise des Königs von Spanien.
In Paris staben, wie wir bereits berichteten, merkwürdige Protestkundgebungen der Sozialdemokraten über den bevorstehenden Aufenthalt deZ spanischen Königs in Paris stattgefnnden.
Pariser Blättern zufolge verhaftete die Polizei sieben du9 Spanien eingetroffene Anarchisten; fünf derselben weigern sich, über den Zweck ihrer Reise Auskunft zu geben; zwei von ihnen sollen jedoch erklärt staben, daß sie durch das LoS dazu bestimmt worden seien, einen Anschlag gegen das Leben des Königs Alfons auszufüstrcn, sie feien jedoch froh, daß man sie verhaftet habe, weil sie nicht den Mut fühlten, die ihnen übertragene furchtbare Aufgabe auSzuführen. Der Beschluß der Revolutionäre in Paris, bei der Ankunft des Königs von Spanien feindselige Kundgebungen zu veranstalten, hat in maßgebenden Kreisen Beunruhigung stervorgerufen. Verschiedene Zeitungen fordern die französische Regierung auf, energische Maßnahmen zur Verhinderung der angekündigten Demonstrationen zu treffen.
Rach den auS London gemeldeten Nachrichten wird dort für den bevorstehenden Besuch des Königs von Spanien ein außerordentlich reichhaltiges Programm ausgearbeitet. ES bandelt sich um die erste Auslandsreise des jungen Herrschers, und daß sie dem Inselreiche gilt, ist ebenso bemerkenswert, wie die Dauer deS Aufenthalts auf englischem Boden. Es sind volle zwei Wochen in Aussicht genommen. Besondere Anlässe staben ihr besonderes Recht, und ein Zweifel über die Besonderheit der Englandsfahrt des Königs Alfons ist kaum noch am Platze. Der jüngste, durchaus familiär gehaltene Besuch der Königin von England in Spanien, und der Umstand, daß König Eduard an dem Programm für den Empfang und Aufenthalt des spanischen GafteS bestimmend mitwirkt, laffen erkennen, daß man in König AlfonS nicht sowohl den befreundeten Regenten, als vielmehr den zukünftigen Verwandten begrüßen wird.
Der an die Englandsastrt sich anschließende Besuch König AlfonS in Frankreich ist nicht auf so lange Dauer berechnet, und dasselbe gilt von den nächstdem geplanten Visiten an den Höfen in Berlin und Wien. Hier handelt es sich lediglich um repräsentative Kundgebungen.
Dom deutschen Flottenverein.
Stuttgart, 26. Mai. (W. B.) Iw königl. Schlosse /and gestern Hostasel statt, zu welcher geladen waren: die Mitglieder der königl. Familie, die Hofstaaten, der preust. und der bayerische Gesandte, die Mitglieder des Staats- ^ninisteriums, der kommandierende General des 12. Armeekorps, der Kommandant von Stuttgart, die Mitglieder des Präsidiums des deutschen Flottenvereins, sowie der geschäftsführende Ausschuß des württembergischeu Landesverbandes des deutschen Flottenvereins. Während der .Tafel brachte der König folgenden Drinkspruch aus:
„Mit Freuden folge ich dem Bedürfnis, Sie alle, meine Herren, die Vertreter des Präsidiums des deutschen Flottenvereins, herzlich zu begrüßen. In den verschiedenen deutschen Hauptstädten, in welchen der Flottenverein bis jetzt getagt hat, hat er warme herzliche Aufnahme gefunden, und es wurde J'bnen der Beweis erbracht, daß rn allen Gauen Deutschlands ein reges Interesse sür die Bestrebungen des Vereins besteht. In den kommenden Tagen werden Sie sich davon überzeugen, welch' treue, ja begeisterte Anhänger Ihre Sache im Schwabenlande hat. Ich an deren Sitze heiße Sie daher von Herzen willkommen, bin ich doch so lebhaft wie einer überzeugt, daß eine starke Wehr zur See eine unabweisliche Notwendigkeit für unser Vaterland ist. So begleiten denn meine besten Wünsche Ihre Beratungen. Wie sehr S. M. der Kaiser von derselben Anschauung durchdrungen ist, von dem Bewußtsein, daß ohne eine tatkräftige Flotte es undenkbar ist, unsere Stellung im Kreise der Mächte zu behaupten, deutschen überseeischem Unternehmungsgeist zum Schutze und um den Weltfrieden zu bewahren, wissen wir alle Seine Marine ist dem Kaiser besonders fest ans Herz gewachsen. Ich kann somit nicht besser die Gefühle rum Ausdruck bringen, die uns alle beseelen, als indem wir das erste Wort und Glas dieser Tagung Seiner Majestät weihen. Ms voller Seele lade ich Sie nunmehr ein, in den Ruf einzustimmen: Seme Majestät der Kaiser hoch, hoch, hoch!"
Der Pröktdent de-- beutftfien Flottenvereins Fürst zn Salm-Horst mar dankte hierauf im Namen des Präsidiums und brachte ein Hoch auf den König aus.
deutsches Reich.
Berlin 28. Mai. Die .Germania" erfährt: Auf An- orbnung de? Papstes werde sich ein- eigene Gesand. schast von Rom nach Berlin begeben, um dem kaiserlichen Hofe die Glückwünsche des Papstes zu der Hochzeit des Kronprinzen darzubringen. ,
Schwerin, 26. Mai. Der Kronprinz traf heute nachmittag 4’/2 Uhr, von Berlin kommend, stier ein, und wurde am Bahnhöfe vom Großherzog und von der (rroß- Herzogin-Mutter, der Herzogin Cecilie und dem Herzog Adolf Friedrich empfangen. Nach herzlicher Begrüßung be- mben sich die Fürstlichkeiten zum Schlosse, wo der Kronprinz iür die Tage der Adschiedsseierlichkeiten zu Ehren der Herzogin tecilie Wohnung nimmt.
Würz bürg, 26. Mai. Die Königin-Witwe Margherita von Italien, welche seit vorgestern abend ineognito im Hotel „Kronprinz" weilte, ist heute morgen gegen 11 Uhr nach München per 9(ntomobil weitergefahren.
Keer und K olke.
Berlin, 26. Mai. Der „Reichsmiz." veröffentlicht die Ver- teibnng des Verdienstordens der preußischen Krone an den General der .GntmUrrie und Generalin spellen r hzr Kan"llerie (V-bfar v>'N Mr Planitz: ferner die Verl'fama des Sterns zum Rot-n Adlerovdcn zweiter Klasse mit Eichenlaub, an den Itnterfhrnt^ sekretär im Finanzmintstmnum Dom^ois, siwi'e des Rotrn Ad^erovdens zweiter Klasse mir Eiebcnlaub an den Generalmajor z. D. Protzen in W esbadm, b^her K^mm"ndont non Glngcru.
Stuttgart, 26. M^i. K"in el-rendm Grdä-üirnis des Generals d"r Insintrnfe v. Wölkern hat fa^ K^nfa a^ae- ortmet, daß d'e ^ffi^irre und Beamten des württembergtschen Armeekorps drei Tage Trauer anleaen.
Kiel, 26. Mai. Prinz Heinr'ch hon m?enßen begab sieb mittag zur Teilnabme an trer Hai'vtversummlung des Deutschen K-l o t t e n v e r e i n s nach Stn^aart.
Nnskand.
London, 26. Mai. In Beantwortung einer Anfrage bezüglich des Titels „König" als Bezeichnung für den Herrscher von Afghanistan im englisch - afghanischen Abkommen erklärt Brodrick im UnteihauS, der Titel „König" sei vom verstorbenen Emir geführt und niemals in Frage gestellt worden. Seine Anwendung macht keinen Unterschied in den Beziehungen Afghanistans zu den auswärtigen Mächten, soweit sie die englischen Uebereinkommen mit dem Emir betreffen.
Paris, 26. Mai. In der Vormittagssitzlmg der Kanuner wird der Gesetzentwurf, betreffend Abänderung der Einfuhrzölle auf Seide weiterberaten. Bei Titel „reine Seidengewebe" spricht sich Abg. Puech (soz.-rad.) gegen die beabsichtigte Zollerhöhung aus, unter welcher die blühende Seidenindustrie Frankreichs derart leiden würde, daß es zu einer wirtschaftlichen Krisis kommen könne. Redner empfiehlt, mit der Schweiz in Unterhandlungen einzutreten. Abgeord. Rajon (rnb. Np.) wendet sich gegen die Zwischenhändler, durch welche die Preise gesteigert wurden. Die Weiterberatung der Zotlerhöhungen wird auf den 7. Juni vertagt.
— Der Senat nahm einstimmig den Gesetzentwurf, betreffend einen Kredit von 17 000 Frcs. zur Teilnahme deS Unterrichtsministeriums an der internationalen Ausstellung in München, an.
— Die Kammer hat die französisch-spanische Konvention, durch die der Ausbau von drei Eisenbahnlinien durch die Pyrenäen ermächtigt wird, angenommen.
Madrid, 26. Mai. Unter den Vorlagen, die mit Genehmigung des Königs den Cortes unterbreitet werden sollen, befindet sich eine solche, betreffend die Neubildung der Flotte. Es sollen acht Panzerschiffe von je 14 000 Tonnen, fünf gepanzerte Kreuzer und eine Anzahl anderer Schiffe gebaut werden.
Petersburg, 26. Mai. Wie die Petersburger Tele- graphen-Agentur aus Tschita meldet, ist Prinz Friedrich Leopold von Preußen dort eingetroffen.
Stockholm, 26. Mai. Der König hat heute die Negierung wieder übernommen.
Dakar (Senegambien), 26. Mai. Laut einem Telegramm aus Podor wurde der französische Regierungskommissar für Mauretanien, Coppolant, am 12. Mastin Tidjiksa von einer Schar rebellischer Mauren ermordet. Die Mauren wurden verfolgt und verloren vier Mann.
Konstantinopel, 25. Mai. Der rumänische Gesandte hat im Pildis mitgeteilt, die rumänische Regierung habe beschlossen, auS Dankbarkeit für da§ beständige Wohlwollen deS Sultans gegenüber den Kutzowalschen in Constanze! eine monumentale Moschee zu erbauen. Diese Mitteilung machte einen ausgezeichneten Eindruck. (Kein Wunder!)
Jer Kriesi.
Tie russische Flotte.
Das Gerücht von einer Seeschlacht war falsch. Wie es scheint, teilte Admiral Roschdjestwenski die Flotte. Siebzehn russische Schiffe ankerten auf der Höhe der Serddleinseln. Vielleicht haben sie dort Kohlen genommen, nm nordwärts weiterzusahren.
Wir erhalten folgende Nachrichten über die Bewegungen der russischen Schiffe:
Shanghai, 26. Mai. Die gestern nacht eingetroffenen Dampfer „Wladimir" und „Livonia" sowie vier weitere zum baltischen Geschwader gehörige Transportschiffe liegen noch bei Wusung vor Anker.
Shanghai, 26. Mai. Die russischen Schiffe „Wla- d i m i r", „Vorne j", „I a r o s l a w", „M e t e o r" und „C u r o n i a" gingen auf der Höhe von Shanghai vor Anker. Es wird berichtet, daß mehrere russische Kriegsschiffe auf der Höhe der Saddleinseln angekommen sind.
Shanghai, 26. Mai. Die „North China Gazette" meldet, daß der heute von Nagasaki eingetrosfene Dampfer „Ben Dorlich" gestern abend V26 Uhr zwei russische Kreuzer passierte. Letztere dam-ften mit VvUtrasl ostwärts.
Zwischen Tschifu und Shanghai.
London, 26. Mai. Die grojc Nordist-> Telogravbengestll» schäft gibt bekannt, daß das K^bel ’.nrifcfr'n Tschifu und Shanghai unterbrochen ist. Der Verkehr über die Unterbrechnngsstellev hinaos werde ÖW die chinesischen Landltnien geleitet.
Tschisu, 26. Mai. Weiter.) erchng Befehl, daß alte fantte einaetr^fsenen japanischen Damnser bis auf weitere Anordnung hier z n r ü ck a e h a l t e n werden.
Ein anfgegriffcner Kohlentranbport.
Nagasaki, '26. Mai. Neu.er.) Drei englische Dampfer mit Kohlen sür Honok na l^k'iwir.t, wurden auf Befehl der Negierung in M oji an gehalten.
Irrsinnige russische Soldaten.
Der von den Nass n g^-'^r'erte Dam.vser ..Whampoa" verläßt am 27. d. M. mit im Krieg irrsinnig gewordenen Soldaten Shanghai, um die Unglücklicl^n nach Odessa zu bringen.
Die französische Wachsamkeit.
Varis, 26. Mai. In dem heute abgehaltenen Ministerrate, gab der Marineminister Thomson bekannt, daß er ein zweites Geschwader für den Schutz von I n d 0 ch i n a in Vorbereitung gebracht habe. Dieses Geschwader werde im August an seinen Ve- s!imm"na^art abgehen. Es hat dieselbe Ii'sammensetzung wie bte erste Staffel, die im letzten Jahre ausgeschielt wurde, das heißt, es besteht aus zwei Unterseebooten, vier Torpedowachtbooten, die in der Mündung des Saigvnfluss.'s nützlich zu verwenden sind, und ans sechs Torvedobooten erster Klasse. Man berechnet die Zeit der Ankunft dieser Schiffe in Saigon auf Anfang November.
Japanische Finanzen.
T 0 k i 0,26. Mai. (Reiner ) Dar^n K o m u r a , der Minister des Wurmartigen, und der Fjnanzmim'ster Baron S 0 n ö sprachen heute in der Genossenschaft d s Abrechmingshauses. Baron Ko- mura sagte, die finanzielle Leistungsfähigkeit Japans habe die Welt vollkommen überrascht. Er wäre erfreut, daß Japan außer der Stärke aur dem Schlachtfelde solche Finanz- und Produktivsahigleit gezeigt hätte. Der Krieg würde lange bauern, und er vertraue sehr auf die Geschäftswelt, daß sie Iiapan ermöglichen werde, seine Absicht durchzuführem Nach) dem Kriege, wo sich {tröfiere Aussichten für das Land eröffneten, erwarte er, daß die Handelsinteressenten ihr Aenßerst-es tun würden, um den Handel weiter auszudebnen und zu entwickeln. Er rechne auf das Zuströmen fremd n Kapitals nach dem Kriege und empfehle der Versammlung dasselbe zu erleichtern, indem sie sich^bemühten, Vertrauen zu dem Lande zu erwecken. Finanzminister Baron Souö dankte den Finanz- mib Handelsinteressenten für den großen Beistand bei der Beschaffung der Geldmittel für den Krieg.
Ein russischer Schiffskauf.
Der „Corriere della Sera" in Mailand, erhält eine besonders Inwrmation aus Sofia, daß Rußland von Argentinien vier Panzerkreuzer und drei Hochseetorpedos kaufte, wobei Bulgarien als Strohmann diente. Alle diese Schiffe hätten bereits argentinische Haien in voller Ausrüstung und verproviantiert verlaßen, um unter bulgarischer Flagge, aber mit argentinischer Bcktnanmmg über Neuguinea nach Wladiwostok zu fahre», wo die Uebergabe an Rußland ftattfinbet. Argentinien habe anfänglich Verhandlungen mit Rußland verweigert und erst eiugewMigt, als Bulgariei^ offiziell als Käufer auftrat. Für feine Vermittlung erhalte Bulgarien Eüenbahn-Vollmaterial von Rußland im Werte von Fr. 18,600,000. Ein internationaler Hwifchenfall sei ausgeschlossen, da Argenlinien beim Ausbruch bcs Krieges den Pan^ zerkreuzer „Nißhm-Kasuga" an Japan verkaufte.
-EL■■■!'■ -----■■■■■■■!■ । K
Aus Stadt und Laad.
Gießen, 27. Mai 1905.
** Kun st verein. Von den seit acht Tagen ausgestellten Willr oid erschen Werken sind bis jetzt zwei Gemälde, „Abend an der Günz" und „Nach dem Negersi^ angekauft worden. Das erste bleibt hier; das andere geht in D-armstädter Privatbesitz über.
•• Die Vorarbeiten zu dem Feuerwehr- Stiftungsfest am 15. bis 17. Juli sind, so teilt man uns mit, in den letzten Tagen wacker vorangeschritten. Die Sympathie, welche die beiden Wehren in der Bürgerschaft genießen, erleichtern die Beratungen und Beschlüße in erfreulicher Weise. Die EinzelauSschuß-Sitzungen werden von den Mitgliedern vollzählig besucht und daß Interesse an der Sache wächst immer mehr. Die Besprechung mit den hiesigen Gesangvereinen verlief ohne Debatte; einstimmig stellten sich sämtliche Vereine dem Festausschuß zu Vorträgen von Gesamtchören zur Verfügung, unb Herr Franz Bauer wurde einstimmig zum Dirigenten erwählt. Auch die hiesige Turner» schäft beschloß, dem Wunsche des Festausschußes bereitwilligst nachzukommen, und es werden am zweiten Festtage besondere turnerische Aufführungen geboten werden. Die Einzel-AtiS- schüsse haben ihre Arbeitsvergebungen an hiesige Gewerbetreibende teils vergeben, teils ergehen hierfür dieser Tage die nötigen Ausschreibungen. Das bereits ausgestellte Programm, das demnächst bekannt gegeben wird, enthält recht anziehende Darbietungen, die dem Charakter einer Jubelfeier der Feue^ wehren entsprechen dürften.
•• Zwei Einbrüche. In der verfloßenen Nach! wurde in das Bureau der ,Justitia" eingebrochen; efl sielen dem Dieb aber nur etwa 3 Mk. Kleingeld in die ?ände, da die Kasse und Wertpapiere regelmäßig abends in Sicherheit gebracht werden. Der Dieb nahm eine eiserne Kassette, in der sich aber nur wertlose Privatbriefe befanden, owie einen lieber,fieber unb einen alten Cackrock mit. Sämtliche Schublaben waren durchwühlt unb ber verschloßene Pult erbrochen. Der Dieb hatte im Hof eme Fensterscheibe ein* gebrückt unb war durchs Fenster eingestiegen. — Ein weiterer EinbnichSversuch winde in einem Geschäftshaus ver* sucht. Die Diebe — eS wurden hierbei drei gesehen — er-


