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27.1.1905 Zweites Blatt
 
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Nr. 2»

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Freitag, 27* Januar 1905

155, Jahrg.

Gießener Anzeiger

W#*eA«**wwB wa* Iterfog ta MMMa an$»atoAt»öatiliCTeL 8L -a»g«.

Sfrebofttim, tL Druekeret' <M)ulfhL K,

iUt Str. M. ixLegt^-Äbi»; La-^g« Otetzm

Keneral-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblati für den Kreis Sichen.

die Oberpostpraktikanten sollen

Die 9Trt imb Weise, wie H-rr trauen bei der Post gefprock?n Wuemt ift, von N'ni mt? man

lgge hon 600 Ml -rbalten; auck ^00 ^wf Kulane erhalten.

Aba. v. (Mcrlitdi ffrnf. Vga.f: nöcH-r Bi^r über B-fckättimmg der 'nt, h-p'-lst rnrr. wie ni-dria da?

r?d*f<* Auswahl an Idviff-u. berben wir im? bemüht. da? Verk-brs-. , h-hürfnls an erkennen ^tr bab<m daber dieieniaen fMe

bevorzugt, die t-m» Brinroottmatzme bon 10 Proz. für 6 OifJ'-,

viel Titel oitf die Briete gefckrieben werden. In den meisten Fal- :-n aber würden die Briese der Uebersetzungsstell? überwiesen, ob« Wohl ***e B-'anit-n mrf wiü-n. für wen sie bestimmt sind. Ick habe mein eiaene? Vollfgck. bekomme z. B. 2000 Briefe im Iabr, trotzdem gehen die Nässte meiner Briefe an das Uebersetzungsarnt. Ich frffr aber dock meinen, daß die Beamten so intelligent sein müßten, S(w sie wüßten, was bi» tanfendmal sckon gelesene Adresse bedeutet. Ick will nickt sagen, daß die Beamten Ebikane üben wollen, aber sie sind salick inllriri-rt. Ein großer Teil der Bevölkerung im Osten kann aar keine dentlcken Adressen sckreiben. Ersckwert wird die Pn^e dnrck di? vlö.tzkicke Ilmänderung vieler Ortsnamen. Die Poft niiHe desbalb ein Verreicknis der Ortsckaften herausgeben.

Dbg. Dr. Sattler 'natl.): Auch die Rede des Vorredners hat mick nickt davon überzeugen können, daß die Schuld auf feiten der

Aufsckristen gehören eigentlich an den Dl'iender zurück. Die Forde« Dbg. Dr. von Igzdzewskl (Pole): Ick gebe zu, daß manckmal rnng der Gleichberechtigung der polnischen Sprache mit der deutschen ' vcu Pollbeamken im Ollen Schwierigkeiten dadurch entstehen, daß zu

t-pnrhm. Da könne man der Voswerwaltuna dock keinen Vorwurf macken, denn untreue Beamte kamen hier und b~ immer mal vor.

Abg. Eickhoff slreis. Vp.l protestiert gege,- die gestrige Be- n,r»vnn h-s b^p- rin belli'astee Beamter nickt be-

frrbrri werden dürfe. Man müßte hier den Grundsatz verfolgen: Vc bis in idem.

Staatssekretär .QrncfTc erwidert, der Vorredner habe ihn voll- <""Si(7 in'sw»n'wndeu, einen derartiaen Ansfvruck habe er nie ^etan. Er habe mir aeiaat, daß ein Beamter gleich nach seiner ^ostratuna keinen Dnspruck auf eine Zulage habe.

Auk mne Bemerkuna des ?lbg. Kunert erwidert

Staatssekretär th-netfc, er Wille noch immer nickt, was Herr llunert "iaentlick wolle. In dem einen J-alle, wo ein Verschulden 'ir?? Barnten nachaewreken sei, sei eine Bestrafung erfolgt. Mehr 'önne di? Verwaltung doch nickt tun. Aus Grund solcher Vorfälle 'önne man dock nickt allgemein den Satz aufllellen, daß die Poll 'n? Briefaehekmni? verletze. Er mülle gegen diesen Vorfall energisch protestieren. lV^sfoll.)

Auk An wag de? Dbg. Dr. Müller-Sagan sfreif. Vp.l wird 5-erauf ^cr T'telNnterbeamte" von der Tagesordnung abgesetzt, M die Budaetkommillion für diese Beamten eine Gehaltserhöhung bcantraat habe

B'im TitelOberpollgssillenten" tritt

Dbg. Vrnbn lAntis.l dafür ein. daß den Beamten an der Ostsee die Te"»rungsnilaae gewährt werde, die ste an der Nordsee, z. B. in No"^ernev. bekämen.

7 aat?sekretär .Qraeffe erwidert, die Zulagen würden bon den ^be- ''Direktionen ungeteilt, von Berlin aus könnte man cs mchr über -5.'N, wo die Zulage nötig fei. ..

Beim TitelNnterbeamten im Paubbellelldremt wünscht Abg. Zubers sSoz.) eine Erhöhung der Geaalter der Landbrieftrager.

Auch dieser Titel wird abqesetzt, bis die Verhandlungen der B"daetkommillion beendet sind. , T > «.

Beim TitelPollagenten" tritt Dbg. Graf ^rrola (nl.) sur eine Aufbellerung der Pollagenten ein. .

Staatssekretär Kratt ke erwidert, die Verhaltmste der Pollagen­ten seien so verschieden, daß eine allgemeine Kellerung nickt mög­lich sei. Dock werde in den Fällen, in denen dw Agenten sehr Mel Arbeit lind viele Auslagen hätten, eine größere Entsckadigimg ge­währt werden. 15 000 Mk. seien dafür in den Etat eingestellt. ,

Beim TitelPollbülfsllelle" bittet ?lbg. Held lnl.) größere Beträge für diesen Titel in den nächsten Etat einzustellen.

Der Titel wird bewilligt, ebenso ohne.wesentliche Debatte der R c st des O r d i u a r i u m s und die E i n n a h m e n mtt Ausnahme der an die Budget-Kommisiion verwiesenen Teile. ,

' Nächste Sitzung: Montag 1 Uhr. (Zweite Beratung de» NachtranKrtg^a für Südwestzifrika.)

Sckluß 6Vi Uhr.

kosten« und ov'-erlös in den Sckoß. und warum? Weil sie 'ick k 'T' rentieren. Von einer unenwettlicken Anlage auf dem vlatw' Lande war aber nickt die Rede. R?an verlangt von den Pnnb gemeinden eine lOvrorentiae Garantie aill 5 Jahre. Da? nt -m 1 Qinfifiiü. ^?n man bei einem privaten Geldgeber, besonder? w-nn r? kick um einen nOttcken Gesdaeber bandeln würde, al? Wucher bereicknete: andernfalls sollten be Gemeinden 40 Prozent ru ^n Anlaaekollen beitragen. Ick meine, man könnte dock die ^ra-v। se? Zuschusses von etwa? weiteren Gellckt?vunkten anfeben als nnp rein finanziellen Da? Telephon ift auf dem Lande gerad» tz?- , sonders w'ckt'^ Man braucht es ri'r Herbeiführung von är2ffj^'*r < AiHe, von tierärztlicher Hilfe, von CvTfeTei'hmn bei skeuer?gem^e auch von nnbrreri Dingen di» vielfach da? ^^bl und Webe der O'-t^ schäften beeinflussen r. B wenn irgendwo ein Bulle hrrfnitfen ift. bann ist'ie tefrphaniscke Anfraa- febr» wichtig Ich fiH? den "^taatsf^kre^är drck er uns wenigsten? den ^offnunasschimm''r. gibt, daß die Pand^em-in^en nickt fo febr mit llufcküllen bei An-- , läge und bei den ^»nußuna ^rranaem'>»n wrrden.

Unterstaatssekretär Siidnw: Die Reichstelearabhenverwal<-"ng ill von der Notwrndiak''it, mit der Air?d>'bnuna des ^-»rnsbreck- wef-'n? über das find'? lland io fn^it und fo rafck al? möalick brr« rug'-ben, übergeuot. Duck bisher ill getan, wa? möalick war. Aber N7an mußte fick befchränk''n: wenn man allen Anträaen entsprechen

ist eine polnische Arroganz.

Der Anregung des Herrn Erckerger auf Ermäßigung der Fernsprechgebühren für gemeinnützige Arbeitsnachweise sieben nm svmvathisch gegenüber, aber es gibt noch viel mehr gemeinnützig Anstalten, die dieselben Vergünstigungen beanspruchen könnte!- Wollte man diesen Wünschen enrgegenkommen. io nniß man aut dabei die finansielle Tragweite erwägen, daber bedarf dieie '?> regung reichlicher Prüfung. 7

Eine Bitte möchte ick dem Herrn Staats'ekretär dringend ar° .Herr legen, d. i die Ausdebnuna des Fernsprechnetzes auf den flacken Lande. Es ist bedauerlich, daß man auf dem Aachen Par -um größten Teile kein Telephon bat, durch den der Notschrei l*<" B?vötk"r"na ^um Staatssekretär dringen könnte. s.Heiterkeit.^ A, ick einen Berliner Jungen vor einiger Zeit von derOuallelstrivv? sprechen hörte aT§ von etwa? gnnq selbstverständlichem, wie wurde

Der Reichstag wolle besckließen:

Den Reickskanller qu ersuchen, den gemeinnützigen Drbeils- nachwellen in bestimmten lMorgen-s Stunden die Benutzung der fternfprecheinrichtungen gegen ermäßigte Vergütigmig zu ermög­lichen.

2. Resolution Dr. Hitze sZtr.s u. Gen:

Ter Reichstag wolle beschließen:

Den Herrn Reichskanzler zu ersuchen:

1. die Sonntagsruhe für die Beamten der Reichsvoswer- waltuna durch Einstellung deS Geld-, Nachnahme-, Trudsacken- und Paketverkebrs an Sonn- und Festtagen, sowie durch Ver­kürzung der Schalterstunden für den Paketverkebr an den Vor­abenden dieser Tage in erhöhtem Maße durckzuführen;

2. für die mittleren und unteren Beamten der Reicksvost- und Telegravhenverwalttmg die wöchentliche Maximalarbeits- zcit Wetter -m beschränken;

3. in der Stattstik der Reickspost- und Telegraphenverwal- tnna eingehende Mttteilimgen über die Verhältnisse der Post­beamten in den Schutzgebieten imd im Auslande, und üb-w daS außerhalb de? Beamtenverhältnisses stehende Personal der Reichs- - oll- und Telearavb''nverwaltting ^u macken.

Die erste Resolutton wird einstimmig angenommen. Auck die zweite Resolution wird angenommen, dock stimmen ^'gen die Puutte 1 imb 2 NationaMberale und Freisinnige.

Eine große Reihe von Titeln werden ohne wesentliche Debatte bewilligt.

B"»mObervostdirekttonen" bringt

Dbg. fhmcrt sSoz.s einifle Fälle über angebliche Verletzung br? Briefgeheimnisies vor, die im Bezirk Kastel vorgekommen sein

aarantter-n konnten. *Tn'*nrr di- lN-meindpn selbst ^iew? Rillkn rir sollen.

ainaen. dann war wob! an^"nebmen. da»» fvr V»-*ebr§b?dürfni^ J Staatssekretär Kraetke erwidert, daß m dem einen Fall das vorlag. Statt bi<*f?r Gfaronh? l-ab-n tmr Mick d»» evnma^rr Verschulden eines Beamten festgestellt sei. der Beamte sei entlasten

s>e Frauenarßrit beurt"ilt. Die Voll muß sich ein Beispiel an der Ostseribabn nehmen, und nock mehr Frauen anllellen. Die neuen ^stphonabbarate, die man erst feit kurzem einncfübrt bat. find schlechter als di? alten. Es scheint, daß keine gehörige Prüfung der Abbargte vorberg''agngen ist. D'e Vofbnnterbeamten wünschen feit langem schon, daß e? ihnen a?llatt''t f"i. einen großen, allge­meinen -u Hildes mic ibn bi» A'f»llent-n fckon lanae be­

sitzen. Oe'bor hnt die B-'ttvepwakb»»»^ bief-'n hini->en Wunsch rech »mrrti'r nickt erfüllt R"bner hrinat f-^ner noch eine sf^^nbl bon ^Ni'nifiben ber TTnterb«'-imtf*n per unb ferb^rt- Sttw»nbänbe'- an berr ber Rene7"^än^"l für alle llntevbi'nmten

:m Außendttnst. früh"n«> (^^»-^i^",fng des Höchstgehalts und gllaemeüie afrr.rrp?mf^err''*11TTr» fist bie Lanbbrieftrgaer, und Titriere Arbeit?" reit für all" Vollbegmten.

Aba. Raab lAnttf S: Ich bitte, Herrn b Gorlack nicht auf ba? Gobiet ber Frauena^b-it su folgen, benti biefe ill utrieit dock uiw noch ein Problem. Al? alücklicker Besttzer ein"? Telebhonanschlufs"S ßin ick keineswegs entrückt von ber Frauenarbeit bei ber Poll. So konnte ich z. B. am Montag brr? Televbon überbaiwt nickt benutzen, nermutl'ch, weil die ^amen von den Sonntagsruhe einen anderen Gebrauch mackten, als wir es wünschten, l.Heiterkeit. 1 Im übrt- aen alaicke ick. daß Kraetke ietzt lieber standbriefträaer al? Staat?fokretär sein möckte s.Heiterkeit> denn es muß keinen Svaß mgchen, so lange hier -ru lltzen und sein Gehalt ru vertekbig-'n unb bghei so viele Eiurelwünstbe anruhö'-en. (.Heiterkeit.) Redner bringt barnuf nock eine große ?ln-?ghl von Ein-relwünscken. vor und verlangt u. a. eine Wintermütze mit Ohrenllavven für die Brief- träger, Einführung von Briefmgrkenheftcken. Fortfgll von Bestellge­bühr, Heraufsetzung der Gewicktsorenze für Ausländsbriefe auf 20 Gramm, Vermehrung der Postämter in Hamburg und Errichtung

Pallamenlarische^erlitniohuinen.

XachdruL otzue Lereinbsrrrnx «icht gestattet.

Deutscher L?ekchsiag.

12 b. Sitzung vom 26. Januar.

1 Uhr. Las Haus ist i ck w a ck beietzt. .

Am BunbeLratstiscke: K r a e t t e, F r h r. v. R i ch t h o s e u, Graf Po'aoowLky u. a.

Vor Eintritt in 0re Tagesordnung erhält das Wort

Staatssekretär Graf PofadowSkn: Auf die Interpellation Freiherrn von Norumnn betreffend den Abschluß des österrei- ckisch-ungariscken Handelsvertrages habe ick erklärt, ick würbe die Interpellation im Laufe dieier Woche beantworten. Inzwischen hat sich die Sachlage dahin geändert, daß gestern abend der Handelsvertrag von den Bevollmächtigten der beiden verhandelnden Mächte unterfcbrteben i ft. Ick darf annehmen, daß der Bundesrat seine Berattingen über die sieben Hondelsverttäge so besckleunigt, daß dieselben am 1. Februar dem hohen Hmrse zugehen.

Bei dieser Gelegenheit werden auck alle Fragen, welcke sick auf unsere Handelsvertragsvolittk belieben, wahrscheinlich Gegenstand der Erörterung werden. Ick darf annehmen, daß die Interpella^ tton von Normaun vorläufig erledigt ist.

Hieraus .etzt das Haus die zweite Beratung des P o st e t a t s beim Titel .Gebalt des Staatssekretärs" fort.

Dbg. Tove (freif. Vag.): Ick freue mich darüber, daß die finanziell? Lag- der Reicksvost eine günstige ist. sodaß wir auf den Gelbvunkt nickt so sehr Rück'ickt zu nehmen brauchen. Wenn die Leitung der Post auck allgemeine Anerkennung gefunden hgt. s^ dürfen wir uns dock nickt höbet beruhigen. Denn e? hat fahren, fick b?- dem Gettihl zu beruhigen, in der besten aller Welten zu leben. Wenn wir dies taten, könnte es uns leickt geben, wie es Herrn von St-pban in den letzten Jahren aina. daß wir auf unfern Lorbeeren cnttruhten. Eneroifck Wib-rsv^nck erheben, muß ick gegen die Zeu^rumSrefolution, bie eine so gewaltige Einickr-^nkima des Voßv'»rkebr? am Sonntag fordert. So w<>it, daß wir den gonren Gelb- und Bak<>tv?rkehr am Sonntag einstellen, können wir unmoalick gehen. Duck gegen die Einfchränkuna de? Verkehr? am Sonnah-'nb Abend müsten wir uns w?nden. Auck ick glaube, daß in ber vi.tt besprochenen Vofittnn 3Ra eine vm-st^ckw Ostmarkensulaae ru erbHd-'n Denn bi? Ueß^sckritt be- TttelsZur Vntrr< llützuna-nn in Not geratenen fRriW'r'rmitrn in ber Provinl Vasen ill 5ndi --hr mcrkwürbig. Es ill nW reckt ztt beruhen, daß b'estr n auf *ua Ostmarken hefckräntt sein soll. Die Beamti'n^ in anderen Land?sttilen können bock anck in Not geraten. Vi^lleickt kalknliert b»e Vw"w?rwaltuna anck fo: ber preußisch- Beamte be­kommt bie stulaae ber P"fchLvosth-a»nte nickt, folglich h-f'nb-t fick der letztere in emer Notlage. l.Heit-rkeit.) Die NebersttzunaS- st-lle in V^fen falten guck wtt tt'rr nötig dock darf ihre T'.ttakett nickt -ur Eb-k.-»ni?rung d-? Pnbs?knms führen. S^üglvnlittfch ill brr Staotsf-kretä»- auf b-m richtigen Wege, wie sckon sein letzter Erloß hew^ill Wir werh-n mit ihm zusammen weiter arbeite,r. um n-ue F^rttckritte zu erzielen.

Dbg^ LivinSki tSoz.): Die solialpolittfcke Fürforoe darf ück nickt nur auf bie Vollbeamten beziehen fonbem muß fick auf alle Ar'aellell>'»n erftrecken, die ietzt unter den fvät-n Schalt-rfbanber» sehr zu l-ib-n Haben. W-nn der Schaliericklitß frhnrt itm 6 Uhr er- folgte, triirbm viele Tgufenbe von Hanbelsang-llellt-n nickt fn ivät zu arbeiten herber. Namentlich ein früher Schalterickluß für Pakete ließe llch frhr fischt ennönlich-n. nickt rnrr für bi? Sonnabend?, ,faiw Hern für all'' Daae Obwohl im R"'^stnae ein Vollauf ist,

wollte, di- von den Lanhaem-inden uns arll-llt wirrhen, dann i müßten wir nickt mrr über aonz andere Alltel berfitaen. fonh-rn I Mick über ein Maß von straften »ur ^-rstellnna h-r bMilick-u An^ laaen, wie c? nickt fo leickt zii beschaffen ist. Hm nun "in? a?< l

di- B"icksw^»si'»7tali-'b?r für die ihu"n hier zua-ß"N, nock Bc ftpTTrrr'fb snbspn denn di? R-icksvostb?r-"altttna saat, der Reichstag ist kein'' bn? ist bock ein klern^cker Gesicktsvunkt.

Ahg. Stöcker (b. f Fr.): Ick strecke meine Freub? dar"her au?, baß in dem Etat so viel- neue ^wllen a?f->rbert w-rden Dies zeigt bnrr d-r so-rigsen Fürfora- t - 3 Staatssekretärs. Ich ,-nünsck? aber, baß er soüalvolittsck nodi weiter giu^e und Ansickülle aus säm^t'ch-n Benm^-nkat-nnrien schafft?, mit b-nen bi? Pollv-rwaltting in B"ratung tret-n könnte. Wie viele stla"'"' unter b-n Post­beamten laut werb-n davon Teat sckon bi? Tatsache Z?tr--'nis ab haß in ein-m Jahr« nickt w?nia?r als brei Broickür-n v^n Vost hpgnst-n er'chien?n sinb. In weiten Kreisen herrscht al'o ITnmfri-- deuheit airck barüber. baß ber Wobnunasgelbsusckuß auf d?m Lanb-' und in b"n kl-ineu Stabten so bi-l gcrinaer ill als in Mwß-n. Da? ill nickt g-reckt. D'nn in manck-r Besiehung z. V. berügsick b-r sti'ck-rerziehung lebt man auf dem Lanbe teurer al? in den Städten. Ein Landvfarrer lebt teurer ar? ein Stadtpfarrer Ferner muß ber Nacktbienll einaefckränkt werben -ßenfo der Sonn- taasbienll: hier llimme ick mit dem Zentrum überein, auß-rd-m stimm? ick darin dem Vorredner bei, baß der Sckalterfckluß an allen Ab-nden früher erfolaen könnte. Redner äußert fobarm nock ein- Reih? von Einzelwünfcken. Er fi"b?t e? lafttg. baß die Druck­sacken. bei denen eine Zahl bandfckrittlick vermerkt ist. bald al? Driickfacken. bald als Postkarten behandelt werden. Die ckris!-- licken G-sellsckatten, die von kleinen Svenden leben müssen unb öfter solcke Drucksachen versenden, leiden darunter. Derartige Sendungen sollten allgemein als Driicksacken gelten. Endlick wünsckt er nock, daß die Landhriesträger für den Winter große Pelzmützen mit Ohrenllappen bekommen, damit sie es fckön warm haben.

Dbg. Dr. Wollan sntl s: Wenn man die Ausführungen b?s Redue»-.? ber volniicken Fraktion hört, bann müßte man wirklich sagen, daß hier eventuell gegen das Verkebrsbedürfnis gesündigt worden ist. Sah man stck aber nachher das Material an, das der Redner auf den Tisch des .Haufe? leate, fo hatte man ein aanr guheres Bild. Da sah man Adressen mit unausfvrecklicken volnückeu

eines Postamts in Winterhude bei Hambiwg.

Staatssekretär Kracike: Mir ist nickt bekannt, daß die Em- wobner Winterhudes ein Postamt g-wünfckt haben. Man kann im übrigen nickt sagen, daß wir die Bedürfnisse Hamburgs vernack- lälliaen, weniastens hat sick die Hamburger Handelskammer nickt b-sckwert. Das Bestellgeld finde ick auck nickt sckon, bock ist e? nickt fo einfach, dasselbe ab-uickaffen, benn es steht in unseren Etat Ortsnamen. Das gebt dock wirklick über hie Gemütlickkeit. Wen" i mit 19 Millionen Mark. Mau müßte, daher fckon das Porto er« die Post nun ein 17ebers?tzuna?bureau eingerichtet, so ill das ein ! höben, und eb? wir uns dazu entschließen, mußten lvir die Frag? Entgegenkommen, eine Courtoisie. Briefe mit unentzifferbaren I erst gehörig prüfen

Zahlung von 40 Proz. her Anlaa-kosten eittgea-ngen"^»»men.

1 dt nickt? m-i+er als ein? Kavttalisstruna her Gorantte.

Dbg. Hng sZtr.) tritt hrdür ein. haß hi? Posthtt?ktor?n, nid'* mrr Berlin?, sondern all-r großen Städte eine v-nllonsfähifle Zu-

Vcstverwaltung heat.

L f t Hiermit schließt die Debatte. Der Titel ^Gehalt deb

mir ba! Denn wir Landbewohner kennen das Televbon nur vow .^ggssspfretärs" totrö bewilligt.

Hörensagen, und als dt? Post endlich daran ging, den ^rmored- 1 ' es ^lat die Absttmmung über die Resolutionen de? ^-rkehr auf das platte Land zu n-rl-gen, unter welchen Moba - o-«wum? 'Dieselben lauten- raten tat ste das! Den großen Stabten ^?l?n die Einricktungl ',l 1 Relolutton Dr. Hitze lZtr.l:

Kleines Jeuilleton.

Heute, am 27. Iantiar, feiert Balduin Müll- hausen, der bekannte Romanschriftsteller, seinen 80. Ge- b urtstaq. Möllhausen haben wir eine Reihe hübscher Retseschilderungen und fesselnder Romane namentlich aus jenen Zeiten zu verdanken, in denen er vor nun bald 50 Jahren die Vereinigten Staaten von ^lmerika durchquerte. An diese Zeit erinnert auch einRückblick', mit welchem Möllhausen denPostrelter" einleitete;

Rückblick/

In dein Lande der DakotahL, wo der N-ranun des Nebraska Still muschleicht die niächt'gen Blackbluffs, damals noch des szott'gen Bisons Ungezä-ilte schtvarze Herden träge schritten zu den Träiilen, Um im Flußschlamm sich -u walzen, wo der Ztegenmelker klagend

Wbivv-voor Will" rief durch die Klüfte, und bet braune Bär " Ificl) nährte

Von der süßen Frucht der Ceder; dort im Lande der Dakotcchs, c> dem Land ber Iugenbträume, [taub ich hott) aus gelber v jKlippe.

Unten glänzten Siouxzelte in betn Abendschein ber Sonne. Um bie Feuer emsig regten braune Weiber sich unb Dulder. Marmer lagerten im Kreise, unb ben Kalumel man reichte Feierlich von Hanb zu Händen. Abseils meibcten bie Pferde, Manche rasteten gesätliat. . . ...

-sieben herrschte aller Gnben auf ber Prärie grün unb buftig, Hrieben lächelte der Himmel, zart geschmückt mit Abendpurpur. Frieden hauchte selbst die Brsie, die mir fächelte bte u fSchlmeii.

Unb ich atmete mit Wollust jene reine Luft bev Berge: Weiter behüte sich bie Brust mir unb bas Blut es wallte heißer Durch bie jugcnbmjd)cn Atern, als ich spähte traumverloren 23i0 -ur Greme, wo bie Prärie mit bem Hnnmelsdom sich einte.

Vias ich aber dachte, fühlte, was ben Pulsschlag trieb zur Eile: Alles ward zu Iubelgrüßen, bie begeistert ich entlaubte, Hui, so weit bas Ange reichte. So ward ewig unvergessen Jener nnlbe Zauberavenb. .... ,

Jatire sind seitdem entjcimninben, über fünfzig lange ^ahxc.

Vor dem Haiich des EisenrosteS, Feuer freßend, Funken sschnaubeiid.

Auch die Menscheii jener Zeiten siiib geblieben nicht bicjelbciu Schnee mit jedem Jahr sich senkte in den Bart und aus oas sHaupthaar;

Träger kreiset m den Adcrii jetzt baß Blut, das ab<iefübltc. Ernste Ruhe trat an Stelle cinftgcn wilden Dorwartsstürmens. Wchmutvoll die Blicke schweifen in die langst DCr9^tcn Auch nach vorne, wo verlockend neu!) des Lebens Müh und

1 sArbeit,

Eines Lebens lang uns köstlich grüßet jene süße Ruhe Der glüchoi'gen Jagdgesilde.