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Samstag 16 Dezember 1905
155 Jahrgang
Drittes Blatt
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General-Anzeiger, Amt;- und Anzeigeblatt für den Kreis Eichen
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Giessen: Allcestrasse 2, verm. J. Kurz L Co.
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Giäszen, Ssltersrvsg 20
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Belade fristen m mehreren
Redaktion, Expedition u.Druckerei: ©dtulftr.T. XeL Nr. 6L re1egr.-Ldr.: Anzeiger «Siefeen.
b, r Wnigl. Eisenbahiidirektion I-rankfurt a.
I Kiilligunq besserer Anschlüsse und längerer bc.intragt.
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ich DOlimtinr i. hannäckige lurjcr Zeil t ivurde.
ta Slloh, Hausl.i.
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It.p. lOOeUntv : Mayerh-Irr, i ilsurt ft. 1X. _
i(nng der Reickissteuern auf die Kreise irr Konsumenten rs-ils, da die neue Steuer, sofern ihre Abwälzung auf die
An- and Verkauf von Wertpapieren, ausländischen Noten, Geldsorten etc.
Annahme verzinslicher Bareinlagen anf kürzere oder längere Zeit.
Diskont-, Konto-K-rrent- und Check-Verkehr für Industrielle, Geschäftsleute und Private.
Beleihung aller börsengängigen Wertpapiere.
Koupon-Einlösung vier Wochen vor Verfall.
Wechsel und Zahlungen auf alle Plätze des In- und Auslandes.
Ausstellung von Checks und Zirkular-Kreditbriefen, zahlbar an den grösseren Städten der Welt, sowie an allen Badeorten Europas.
"Uebernahme v. Wertpapieren in sichere Aufbewahrung und Verwaltung (offene Depots)
Versicherung gegen Verluste im Falle der Auslosung (Prämientarif liegt zur Einsicht offen,I
Strenge Verlosungs-Kontrolle aller mir aufgegebenen Effektennnmmern
Ber< it willigste Auskunftserteilung über alle das Bankfach berührenden Fragen.
Vermietung feuer- nnd diebessicherer Priyatttesors , Safes) unter eigenem Verschluss des Mieters in meiner Stahlpauzerkammer. — Bedingungen liegen in meinem Bureau zur Einsicht offen. D”/i»
hon 265.
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{) Fern Großh Amtsgericht zu Gießen imtrden stellen Gutachten erstattet.
? Aenderung des B r a u st en erg e se tzc s. Der dem Mi te in Verbindung mit den anderen Vorlagen zur Reform c kci 'sfinanzcn zugeganaene Gesetzentwurf zur Mäuderung
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la|ch« M Pjg, öS irüder A 14 «ä»»b»r.
i fin willliommenes FSeihuachlsgeschenk
e. Litzunn der (s-roßh. Handelskammer Gießen fik Die Greife Gießen, Alsfeld und Lauterbach.
Protokoll-Auszug.
Gießen, 8. Dezember 1905.
»wesend die Herren: Kvmmerzienrat Koch, Vorsitzender vme i ienr it Heichelheim, Z-riedberger. Grüncimild, Ihrind- fihtftr r, stkowack, Röhr, Stammler, Wallach, Zurbuch, sowie en ?trdikus Tr. Kvipper.
1 Aus dem Geschäftsbericht ist folgendes mitzuteilen: Hl) 1-r dem Großh Ministerium des Innern vorgcleate Ent-
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MtzM illc id, brleiiii i g» mnitjilthi il mit) een tun agcr.bkl-wird!» laauttönpk« *■" .1 ?-au S. my 6«#Pl»inie. I
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Wmlmungs Urrlmuf m ycbwitrcn
Der vorgerückten Saijon wegen verlausen wir pelz-5to!a und Uoas zu jedem annehmbaren Preise.
A. Hokterhoff Söhne
' Hi r nten gesingt, in erster Linie von her minderbemittelten B»8>1 >ning ’ii tragen ist. Tic Knmmn- beschloß unverzüglich finr T'ei's ch rift zu dem Gesetzimtwurf, betr. die Ordnung des 5Wtrnishalts und die Tstm'''--- d"r Reick'ssckmld, auszuarbeiten inn pt eingehend ihre Bedenken gegen die neuen SAtki erv orl a gen dargeleat werden sollen und die alsdann den > ' vt"g unterbreit^ werden wird.
ft ebergang in die neuen Zollverhältnisse AiWluckvs der Zweifel über die Verzollung der Waren, die am Tve(i d- s Inkrafttretens b'r neuen Handelsverträge die Grenze V-nfif-.t haben, aber noch nicht verzollt sind, oder die durch ......;r (-i'-mtt am rechtzeitigen Eintreffen an der Ct-renxe ver- sind h-t der Handelsvertrags verein den Reichskanzler --' n durch alsbaldige V'rbandlungcn mit den beteiligten Der- r'tti fen darauf hinzuwirken, daß in diesen Staaten gründ- «wie in Tratschend, die reckstmitige s>stnmeldung zur Verirre für die Auivondung der Zollsätze entscheidend sein solle f n-^fm die M'ftrtigung erst nach Inkrafttreten deS neuen ; ri erfolg» daß ferner durch Verlängemmg b"r Tienfd- • t r und Vermeh'ung W Hilfskräfte bm den Zollämtznm wSi«k»jd hrr lebten Geltimgstage der alten Verträge dem ver- •n Ai'dm^-nge Rechnung g"trogen werde, daß in besond'ren . ?t denen d"s rechtzeitige Gintreffen ein~r Seuirmg durch c>'cw"lt verhindert wird, aus Billigkeit der alte Zolssat' •' 7ft werde, wenn der Rachweis rechf">itig"r Ahs ^duno
■■ wird, daß bei rechtzeitigem Gintreffen der Ware an ks larrence durch Verncerkung beim Grenzzollamte auch ihr- <r‘cr.nrfi'Ttn '.um alten ^offlotz an einem Binnenzoll-
Urf «ent tlglld) mtl Ausnahme des SonntogS.
„Älefjener Zamilienblättec" werden dem c.qpr viermal wöchentlich beigelegt. Ter
CanörDU*** erlchemt monatlich emmaL
Baruch Strauss
Bankgeschäft
Marburg ♦ Frankfurt a. M. ♦ Giessen
Giro-Conto bei der Reichsbank.
amte gesichert werde und daß in allen F-ällcn, wo über Kl asst fi zierung einer vor Inkrafttreten der neuen Verträge zur Vec zollung angerneldetc Ware Zolls'reitigkeitcn entstehen und er» nach dem Inkrafttreten zur Entsckxidung gelangen, Wiod'reiw setzung in den vorigen Stand gewährt werde. — Tie Handels k-immer hielt diese Vorschläge zur Regelung der Zolll»ehandluua beim Inkrafttreten der neuen .Handelsverträge für sehr geeianct und beschloß, sich auch ihrerseits diesen Anträgen anzuschlienen
4. Beförderung von Eisengußwaren. Nach § 77, 3 der Gisenbohnverkehrsordnung rtn'rfru die auf der Dahn beschädigten unvervichten Gisengußwaren auf Verlangen nach der Aufgabestation frachtfrei zurückbefördert. .Nach einer, Mitteilung des Verbandes deutscher Giseuwarenhändler in Mainz hat die ständige Tarifkommission beschlossen, der Generalkonferenz ber deutschen Eisenbahnen die Aufnahme einer Zusatzbcstimmung vor- zuschlagen. wonach bei der frachtfreien Beförderung solcher.Maren ein anderweitiger Ersatz für die Beschädigung au.sa''schloffcn Je in soll. Eine solche Aenderung würde jedoch für die Verfrachter eine wesentliche Verschleeh-termig des bi-Jh"''igen Zustandes bringen, denn bisher konnte die Dahn, wenn ihr ein Verschulden nachzuweisen war, verantwortlich gemacht wcwd'n, was auch wiederholt geschehen ist. Tie Handelskammer erklärte sich aus diesem Grunde gegen eine Beschränkung der jetzigen Haftpfficht der Eisenbahnverwalttmgen.
5. Erteilung von L e g itim a t t on ska r t.e n ^a n Stelle von Wandergewerbescheinen an die xc» tailreisenden. Ter Derchand zum Schuhe des Detailreisens ?n Stuttg'rt hat an den Reichstag eine Eingabe gerichtet, in brr beantragt wird, den Tetailreisenden allgemein an Stelle der Wandergewerbesch-ine Legitiwationsk-rten zu erteilen, da ihre wirtschaftliche Bedeutung durchaus verschieden sei von derienigen der Hausierer. Tie Handelskimmer w-n- der Ansiffst, daß ein De- Virsnis für die allgemeine Erteilung von Legitimatwns- k'rten an die Tetailreisenden nickst vorl'eqe und beschloß d"sha!b non einer Unterstützung des Antrags des genannten Verbandes
.ri»ezirk4 eine lebhafte Beunruhigung über die zukünftig-- iifl ing des Braugewerbes hervorgerufen. Tie Kummer schlof rin eingehender B ratung der Drausteuervorlage den Be süstttrnA-n der Interessenten voll und ganz an. _Sie erblickt im bei vorgesehen en Steuersätzen eine ernstliche G'fährdung der m tttlrrer und kftiner-n Brauereien einerseits und eine ungerecht
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Wurf von Vorschriften für die öffentliche An- s-llung und Vereidigung von Bücherrevi- I (*r c n hat die erforderliche Genehmigung erhalten.
j) ?Imf die Desckstoerde einer hiesigen Firma über unzweckmäßige Anschlüsse ihres Wert' s und ungenügende B e - und Entladefristen bin hat die Handelskammer bei
I Soeben erschien in dem unterzeichneten Verlage:
Karl Schäfer:
o Das Klofterkind ❖
Roman aus der Zeit der Kreuzzüge.
Preis drosch. Mk. 4.— ; elegant gebunden 'Bit. 5.—.
Bit beziehen durch alle Bilchhandlimgen, sowie gegen Einsendung des Betrages oder gegen Nachnahme, franko, direkt voni Verlage
Müller & Rühle, Eofonchhardln., Darmstadt.
Iällen besser gebi nt wird, als durch die Verkaufsst-mde auf den Krämermärktcn. Trol dem läßt sich, im allgemeinen Intereffe der Stadt und der Mehrzahl der bntgtn Geichafte die Auf- h-bung der Krämermärk nickst rechtfertigen, da sie trotz ihre- Rückg nges immer noch Anlaß geben, die Bewohnerschaft der um* fi'*gcnbcn L^ndgemeind'n mehr als an gewöhnlichen ^agen uaa) der Stadt Gießen zn fuhren, um dort einen Teil ihrer Einkäufe in decken. Tie Kvwwer b sckstoß deshalb, die Beibehaltung der Krämermärkte zu - befui-worten. o . .
8 Mißstände bei der Vergebung von Lieferungen für Wasserleitungsarbeiten Ter Kvmmer (~q eine Beschwerde einer Firma ihres dczcrkes über die -3er» g b"n i von Arbeiten und Lief.-rtmgen für den Bau kommunaler Wasserleitungen in Lberb ssen vor, die scck hauptsachuch gegen die Vergebung von Lieferungen und Arbeiten an einen auswärtigen Eseneraluntcrnehmer unter Zurücksetzung örtuckstr S>pe- riolgeschäfte für Teilliefem.-ngen und Teckarbecten und gegen die Au^h nf sverweigerung über das Ergebnis der Lubmcncon rcchtet. Tie Handelskammer beschloß, zunächst weitere Erkundigungen über die angeblichen Mißstände einzuziehen 'md gegebenenfalls d« betreffenden Dehördcm um AbsteNi-ug der Mißstände zu ersuchen.
9. Eingänge. Ter Handelskammer sind Mitteilungen zu»
9 al^übcT eine Zusammenstellung russischer Paßvorschriften für deutsche Reisende christlicher Religion und mosaischen Glaubens: . , .
b) über d s Mittübren von Waren durch Handlungsretsenve tn'i Reisen in der Sckstoeiz; . u
C) über d s Erfordernis b't Bezeichnung „Made m Gcmnany o"f allen u^ch Britisch-Guvana ein* ober binxljgcführten Waren, sowie . _
dl über eine zweifelhafte F-imca m Bukarest.
10. Besichtigung derZi g arren fabrikder F\rma (T Klinasvor Im Anschluß an die Atzung folgten die '^'itglied-r einer Einl'd"na d-s Hern' Klingsvor zur Besichtigung seiner Zigarrenfalnik. Bei dem Rundgaiig durch dac F^abriv* räume wurden den Teilnehmern die oerschiedenen Arten Ro^* - lwk die in brr Z'g-rrenfabrikation zur Verarbeitung tenmnen, n^’.eigt, sod nn die Verarbeitung des Tobaks zu, Zigarren durch Wickelmackier i nd Roller, wobei namentlich die in sogen. Hand* rbeit beraestelltm Zigarren interessierten. Denn auch eme.eigente fi-fic Maschinenarbeit in der Zig^rrei-industrie nicht existiert, so, ist doch für einige Hilfstrbeiten die Verwendung Nemerer Ma- schiimn möglich. Hierbei erregten namentlich die Herstellung nm Zig^rrenkistchen und die maschinelle Gummierung des Teckel- Hildes und Etiketten Interesse Auch die Tätigkeit der Lorllerer, V-rv-cker usw. fand bei nUen Teilnehmern lebhafte Aufmerk, s-mk it, desgleichen die verschiedenen horten versandfert'ger Zi- g rrren An die Besichtigung schloß sich em Imbiß an, der von dm Inb-b-rii der ft-mu den Toisu^hmern geboten wurde.
r en i in der Entwicklung oder
beim Lernen znrtickbleibendo Kinder, sowie blutarme, sich mattfühlende und nervöse -berrabeitete, leicht erregbare Elrwacbnene leden Alters gebrauchen als Kräftignngs-Mittel mit grossem Erfolg HO.W^I HI/s 13nemnto«ren.
Iler Appetit erwacht die ceiNfnffen und Kör- perllclien Kräfte werden ra«ch gehoben, das tte- samt-X<‘rven«y*tem gestärkt.
Man verlange jedoch ausdrücklich das erhte „Dr. Hom- meVs ‘ HaeniatOffen und lasse sich keine der vielen*Nachahmungen anfreden. c 17
g faust man vc J. Rudolf I ^jDlarhÜroBtj gebrauch von t ' WBrl-A l IS Jahre« bc»«- Öeuitln a 30 w
V RotationSdnick und Verlag der Brübl'ich«,
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6. Beschränkung des H a u s i e r h a nh e l s in Te v- oichen Ter Verbend der Teppich-, Linoleum- und Mebclstoft Händler Deutschl'nds hat eine Dcft7'ränkiing des Housierhande!^ in Teppichen bei den in Bekrocht kommenden Behörden tn Bor schlag gebracht. Nach den Mitteilungen des Verbandes- hat des Hausieren mit orientalischen Tepvickien d'-rck» ausländ-'scku! Händ ler zu großen Schädigungen der ai's ffigen G schäfte und zi' 'lebervorteilnngen kaufenden Publikums geführt. T-'r Ver- b'nd schlägt deshalb eine Reibe erschwerender Bestimmungen aeaenübm: deii ausländischen Hausierern vor. Tie Kammer konnte sich zw'r nicht allen Vorsck'läaen gnsck^ießen, beschloß ledoch die Großh. Kreisänrter ihres Bezirks zu bitten, vor Erteilung eines W^ndergewerbescheins an aussöndisckie Tenvichhandler die Handelskammer, bezw. eine lokale Bernfsergonisation des ansässigen .st'-"fmannsstandks, über die Bedürfnissrage zu Horen.
7 Aufhebung der Krgmermärkte in Gießen Tie (ttroüf). Buraea-mcisterei Gießen h"t di" Hand^lsk'mmer um eine Meinungsänsternng über die in der S' dt s^ en 'rftkoni- nstssjon angeregte A-shebun-' d'c 6rämerm,ärkt? in Gießen ersuck-t x'-ic K'amwer Hot sich in dieser Sache mit dem Verein der xc- tefflisten, dem Verein der Gastnnrte von lllleßen und llmgegend, sowie der Bäcker- und Mevgw-Innung von Gießen in Verbindung gesetzt, die sich sämtlich oegen die Aufhebung der .Mamer- markte ausgeftmochen haben. Es ist zw"r nickst zu vcwkennen^ d ß einzelne Sstsckiäfle in der Stadt durch die Händler aus den Krämermärkten «'ine genstsse Konkurrenz erh-lten und daß den Interessm des c blik""s dur-ch di" ans'ss'g"n Gei ' -- v. len


