Ille. 296
Sencral-Anzeiger, Amts- und Anzeigsblatt für den Kreis Eichen
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Hanjen, Trzrmder 1
Meinen Wählem; ie ein|linimige W um Mgermeiiltk c. jege meinen herzli-d :l) werde tldS i>m \ub des ^edraucns
«nm.: Tie in SUammern oefetzteu Zistern sieben an, wie viel der Todesfälle in der betrefienden Krankheit an« von auSwartS nach G,enen gebrachte Kranke kommen. ____________
9Utafion8bnid unb Verlag bn fltflbl’l*en UnwerülälSdruckerei. R. Lange, Dieben.
Redaktion. Exoedttion u Druckerei: ®dinlftt.t. Del. Nr. 51. telcgt.^llbi.: Anzeiger ©ufern.
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Schüler *CI1 in der yomthe eme
Lchrüü. An'ragen i an den ^ehencr Äw
trTt)Ctnl ttgllch mit Ausnahme bei Sonnlogi.
le ..Gietzener FamMenblater" werden dem ^arzeiger viermal roodjen: a beigelegt. Der
piche Canöwlr*** ericheml monatlich einmal
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Aolks-ntttuNl'.St"n?t)Nlffe. Deutsches Reich.
Gelsenkirchen 146 742 (129 181), Mülheim a. d. Ruhr 93 718 (80 597), OHeiroih 61177 (52 431), Bromberq 54 2a0 (52 2041 Reck-
linqhmifcn 44 000 (34 042), Schwerin 41 699 08 697) Ratibor 3^ 565 (25 250), Neunkirchen 32 358 (27 684). Lehe 31 644 (24 301) (die geographisch ein Games bildenden Hchenorle Lehe, Bremen Haien (24 159), Geestemünde (23 618) unb Wulsdors O7ö8) haben zusammen 83179 E. (67 746)], Neuß 30 749 (28 484), Tübingen 16 786 (15 338).
Hessen.
Oberhessen: Altenburg 711 (627), Ettingshausen 568 (531), tzndori 375 (402), Gambach 1467 (1407), be'delbach 3 - (303), Lchrbach 33" (350), Sich 2630 (2415), Nieder-^toll 159 (162) N'eder-Weisel 1360 (1385), Ober-Mörlen 2180 (2074), C.uec. 5,-
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Volifischo Tagesschau.
Ter geschaftsführende Aussduh de? Deutschen Handwerk«- und GewcrbkkammertaqeS
hielt, wie uns geschrieben wird, am 13. d. M in Berlin im Beisein verschieden"!: Nlitglieder des Reichstags itub des preuß. Abgeerdnetenhons'-: eine Sitzung ab. Aus den Bcr- hnndlnngen ist folgendes hervorzuhcbcn:
Ter' vom Bundesrat bereits angenommene (^setzent- Wurf betr. Sichcrung der Bauforder ungen imtrbc eingehend beraten und der Ansschust stellte sich im wesentlichen ans den Boden des Entwurfes. Indessen hält er noch verschiedene Verb'sscrungen |ür notwendig und möglich Insonderheit wünscht er die Beseitigung der Bestimmung des £ 9, nach der der Bauverinerk gelöscht wird, lvenn nachträglich, d h. nach Beginn des Baues Sicherheit in der Höhe des 5. Teils der voraussichtlich cnlstehcuden Baukosten geleistet wird Auch hält er es für nottvcndig, daß die Sicherheitsleistung noch erhöht wird.
Hinsichtlich der von der Reichsregierung gevlanten neu en Steuern sprach sich der Ausschuß dahin aus, daß nach seiner Ucberzeugung dos deutsche H-andwerk in seiner Gesamtheit gewillt fei, trog seiner schlechten wirtschaftlichen Lage nach seinen besten Kräften au einer Gesundung der st-inanzverhältnisse des Reiches beinctragen, vorausgesetzt, daß es durch neue Steuern in seinen Konkurrenzverhältnissen gegenüber den 0>roßbetrieben in Handel und Gewerbe nicht einseitig ungünstig beeinflußt wird. Eine derartige einseitige Belastung wi'irde aber eintreten, falls der von der Reichsregierung vorgeschlagene Fracht urkunden st ern- pel und der Quittungsstempel einsp führt werden sollten. In diesem Sinne wird der Ausschuß eine Eingabe an den Reichstag richten.
Ferner wurde beschlossen, eine Eingabe des deutschen Ilcischerverbandes an den Reichskanzler, in der sich der Verband dagegen wendet, daß seitens des Reichskanzlers den Stadtverwaltungen empfohlen tvurde, die Fleischversorgung der Städte selbst in die Hand zu nehmen, dergestalt zu urtterstiitzen, daß der Reichskanzler ersucht wird, anläßlich der Fleischteuerung alle Maßnahmen zu vermeiden, die das Fl-ischerhandwerk in seinem Fortbestände, der im Interesse der gesamten Bevölkerung liegt, gefährden würden. Tie .Handwerkskammer zu Darmstadt war als Ausschu^kammer b-i den Verhandlungen vertreten.
gezeichneten Organisation ist der Ansicht, daß es ebensoviel gelten muß, wie irbe andere Macht. Mit seiner starken Arm e e, seiner wachsenden Mar in c und der besten Feldberrnschule der Welt, ist d s deutsche Volk sehr empfindlich,gegen jede Vernachlässigung, die als Mangel an Achtung aufgesaßt toerben Tann. Sv, faßt Teutschland offenbar auch seine Stellung zu Marokko auf. ES cbeiirt die Idee zu haben, daß eS. wenn stin Wille nicht respektiert n»rrbe, z u den Waffen greifen könnte, eine Lage, au) welche die cnglis<<>en unb französiset'en Staatsmänner nicht vorbereitet zu sein schienen. .
Ter Eindruck des 0)elbbuchcs in der Kammer und m der Presse Frankreichs ist, daß er beweist, Frankreich habe Deutschland von seinen Abmachungen mit England und Spanien amtliche, wenngleich nicht förmliche Mitteilung gemacht, Taillandier habe nie einen euroväischen Auftrag dem Maghzen gegenüber vorgeschützt, Teutschland habe ein Jahr lang nur Handelsniteressen wahrnehmen wollen, Delcassö habe'Radolin im Aprt. 1903 angeboten, in Sonder- verhandlungen einzutreten, und sowohl Radolin als auch Bülow seien in Gesprächen mit Motivier und Bihourd bis zu kaum verhüllten liricasdrohiiugen gegangen.
einer Teilung der hessiscl-en Lande und zur Gründung der Gießener Hochschule, die, zuerst ein Gymnasium illustrr, als Gegengründiing gegen Marburg, ins Leben trat, hat kommen können. Dabei wird die politische Klugheit und die choraktev- volle Haltung aller bei dieser Neuschövwng beteiligten Männer^ vor allem des Landgrafen Ludwig i.nb der Professors Mentzer und Winckelmaun, in gebührendes Licht gerückt. Haben tmt so zuerst die innere und äußere Geschichte der Entstehung des Gießener Gymnasium illustre werden sehen, so geht der Redner dami dazu über, das Einst und das Jetzt mit einander zu ver- gleichen. Der wesentlichste Unterschied der Zeiten besteht darin, daß die Universität sich von aller theologischen Bevormundun- befreit und sich zur Stätte freier Forschung entwickelt hat. Ader diese Entwicklung liegt doch keimarttg in den Prinzipien^ jener lutherischen Theologen selbst, die in ihrem Mut der Wahchaftig-^ feit die Stützen der jungen Hochschule wurden. Endlich geht der Redner zu der Frage über: Was wir aus ben Vorgängen von 1605 und aus den Schicksalen der Gründung jenes Jahres für uns lernen können. Hier fallen scharfe und sehr beherzigens- werte Lichter auf unser gegenwärtiges geistiges und kirchliches Leben. Der Einfluß der Universität auf die Vorbildung ihrer künftigen Bürger, die einmütige Uebemeugung von dem Wert der theologischen Wissenschaft sür das öffentliche Leben und das geistliche Amt im besonderen, der Mcrnnesmut, für die erkannte Wahrheit unerfckro'm einzutteten, das olles hatte jene Zeit vor der um'eren voraus. Endlich warnt uns jene Periode vor den Gefahren, die in dw Einmischung politischer und firtfo- lichcr Parteien in das Leben einer deutschen Horst'chule und in das der evangelischeii Kirche liegen. In einer Reihe ernstester J-rngen au die. die auf die kirchl. Gntnritfiunq von Einfluß sind und d's kirchliche Leben zu schädigen drohen, klingt die gehaltvolle Rede aus. So bietet sie in knappen Zügen einen Ueberblick über die Entwicklung der Gießener Hochschule und deren Vedentiing für die geistige Entwidlunq Hessens, dec über den Kreis d r Universität und ihrer ch-a ! g n Angeh r g-n hinaus gerade in der jetzigen bewegten Seit Beachtung verdient.
Kunstausstcllunss.
Gießen, 16. Dez.
Künstler die ihren Werken einen .Kommentar mitgebm, pflegt m mit Mißtrauen zu betrachten. ..Bilde, Künstler, rede nickt V-M bie" ®oetW<fe SReaet «ter
'n solches Mißtrauen zu überwinden und ^^ vM^bendei stsler Gerechtigkeit widerfahren .affen. Der Düsseldorfer Carl 'linnen, von dem jetzt einige
• R;s tn hier ausgestellt sind, darf cm solches ^tgcgenk^mmcn '^s verlangen- denn nur zur Rechtfertigung des ungewöhnlichen 'frnfangens unfertige Skizzen dem Publiftim ^'Ulegen, schrieb .°s"ine Degleitworte. Er will mit dwsen oder minder
:t5tiqen, der Natur abgeschricbenen Skizzen, die ursprüngttck ‘■kÄ für die Oeffentlichkeit bestimmt warem d-n Ursrw n ■m Bildern vorfuh^n ZCigev den Maler m b r
, KnfXt Irt" Und diese Absicht erreicht er vortreM'v. wanz »'h-iae ftisch e^aßte Motive: Pferde, Rinder Baums-cklan.
TSrfer °m Strapb. Schiff- W-tt 7,. *
tintk des Saales, manche ganz rudimentär, andere fa'M° KaXitet wie die fertigen Bilder. Tos Berhättms dieser t d»-n Skizzen ist sehr interessant: die ungestüme
»lx-int gebändigt, nach persönlichen Neigungen auS der ^Me tri wiirwixH-n rine Auslese getroffen, der gefällige Natur-.nls-
Tum Sh.enb6^»f<)ifc7t. Ms belle Srifmrte Em b™ UMrfrtbitb mit ben OTri SBÜumen unb
Vti STÄ eÄ%*
» om M Bethe-^öwe Skizzen und aiiSgeführte Bilder m kchchcm'Verhältnis und ebeiiso ivteresftuct einander ge en- kaüft>b"n Auch hier begegnen uns oortr<illicn .fr.1 * * * S '
LLder/L Lmwern,. Sylt unb dazu
ti dem Dimumland eme Reihe von Lanbjchaften, oie jur
TKTu oüRo
Man fomite mit einigen*. Recht erwarten, in der neuesten , ,Jrr!r)b. Allg Ztg." lv uigftcu- einige Bemerkungen über h) französische Marokko- 'n lbb.ich zu finden. Das offiziöse Sffiit behält sich jedoch vor, auf ben Inhalt des GrlbbucheS ' eeepl^ehei' Darnach scheint eine ausführliche T-arlegnng x ben hauptsächlichen Aktenstücken ber französischen Re- glming b absichticft zu sein Ta hätte denn boch den Vor- ' orrbient, wenn möglichst zu gleicher Zeit wie bas Gelb- ö;l ein beutsches Weißbuch über Marokko veröfsenllicbt tlr.T n wäre. Wie btc Tinge liegen, hält sich bie Kritik it>' 2 uslanbes an da?, was bas G. lbbuch behauptet. Fürst Wjew hi.l zlvar im stleichstag den Stanbpnnkt Teutscki- Htnh-? in ber Marokkokrisi? erörtert, aber es ist um vieles räfry ugenber. ben Nachw- is ber Notwenbigk it ber getanen «ßdirr ti- in Aftionen von solcher Tragweite an ber Hcmb diiplomatiscl>en Dokument - zu erbringen. Jetzt hat bie utlic^keit im Inlande unb im Auslände eine einseitige krcr'wllung vor sich. Sorgfältig sind allerlei Einzelheiten gi|6n. men getragen, um den Eindruck zu erwecken, baß Mtftßlanb jählings unb ohne -uireicheuben Grunb bie •Smc"fofrage aufgerollt ijabe Es ist charakteristtsch für ibüi Eindruck des Olelblmchs, baß DelcassS in ber Pariser 'ftrlß nunmehr fast allgemein Recht gegeben wirb. Diese
Hat ton ist keine llcbcrrafdn'ng, man )var auf ihr Gr- fl^iipn lange genug vorbereitet, um bie beutsche Tar- Iltnimq zur Vergleichung geben zu können Tie „Norbb.
3tg/' hätte imn erftin sofort ben Widerspruch baaegen imci'bcii sollen, baß bies Gelbbuch als ein klassisches iliniis zu betrachten ist.
Sir Eßa'-les Dilke erfiärte in einem Interview, euitschlands Anspruch, dieselbe handelspolitische -Kung in i.'crrokko zu erlangen, wie sie England im Ver- ttrr.c* von 1904 zugesicherl wurde, sei durchaus gerecht
r tä g t, umfomcc.r, als Deutschland die Zoll- und Han- ikiir iljcit nicht als Privileg für sich allein, sondern für *\\t :.iqnatarm<i»fe des Madrider Vertrages anstrebe. Dar «ber lasse das Gkfbbud) keinen Zweifel. Frankreich und Hrpi:mb würben bieser Angelegenheit auf ber Konferenz W-rttlich im Interesse ber Grlxiltung guter Beziehungen M 7-ntschlmtb bas erforderliche Entaeg-mkommen zeigen ?W* glaubt absolut nicht an eine Verstärkuna ber •jeip n sätzezwischenEnglanbunbTeutschlaub. Sie Furcht vor Kriegsgefahr sei also g r n n b l o s.
Die e n a l i s ch e P r e s s e stellt sich in ihrer Besprechung IH ö^lbbuches, wie zu erwarten war, im allgenu-inen iov| frie französische Seite. Tie besonnenen Blätter geben ■|-bedi den gebesserten Beziehungen zwisclwn G n g- :lar: und Deutschland in bemerkenswerter Weise •flilehrurf Die „Times" bringt folgende Auslassungen:
4 '3 llrtrif eines unbefanwenen Beobachters fällt zu Gun- Iflfü ^Vr a n fr e i rf) 5 aus. Die lange Zeit. Ehrend der w<m ernt hroberibc Haltung beibehielt, und die plötzliche schwenk- nnq der deutschen Politik, als zweckmäßig erfcknen, «rbfi den besten Kommentar zu den friedlichen 23 e r f i a> e r- Btfi -• n B lows. Wir stellim ihre Aufrichtigkeit nicht in Frage, ah :-ir können sie nicht mit derselben Gl a u b e n s z u v e r- Sitf auinehmen, wie es vielleicht gesck-ehon Ware, wenn vi'sthl-nds Verhalten von anderen Grundsätzen geleit<-t itwrhcn tt^r, als es nach dem Gelbbuch offenbar wird. Die Kvnferenz
Deutschland Oielcgenheit zu beweisen, daß es mißverstanden
Ter „Standard" sagt, indem er darauf 23czug nimmt, M DelcassS versäumt Ijabe, Deutschland formell eine Ab- mrif: des englisch-französischen Abkommens zu übermitteln, ar Jeder müsse bedauern, baß insoweit bas Vorgehen Amiveichs nicht in ibealem Sinuc korrekt gewesen fei.
Die „Morningpost" bemerkt:
I Man schien die Tatst ck^ vergessen zu haben, daß Deutsch- •kil das strmelle Recht bestß, <m jeder Berenrbarung tki - pr6iT.cn, welclje die Loge in Marokko änderte ,Die veröffent- !kÄ.' Korrespondenz ändert nicht den Eindruck. datz ir<wnd etwas i väese-n Punkte unterlassen würbe. Die dentsdw Rcgicruug Will offenbar an allen Punkten eijersüchtig auf ihre steNung w) wünscht keine ihrer Rechte preis:ugeben. _ Des ffk eine :cj. ivie sic jede Regierung emnebmen mutz. Tie erste J. fit an m Rcgieriing ist, ohne em«: Mmderimg alle Mt: b r Ittümt ai-frechtzuerhalten. Ob Deutichlands TorrncHe Berechtig- «, in Bezug auf Marokko befragt zu werben, durch gioße üüraelle Interessen begründet wirb, ober Nicht, ist emc andere 'r:<p. Jede Regierung muß sclbst beurteilcu, . ^^ 'brer R chte i- $ cktend mackum will. D c vt s ch an d mit stmer großen n* senden nudstarkcnBev ■ I f- r -■” Q lll,b r " T
zweites Vlntt. 155» Jahrgang Samstag 16 Dezember 1905
Gießener Anzeiger
Masern 2
Herzschlag 2
Lungenentzündung 2 (1)
Krebs 1
Bauchsellentzündung 1 (1)
Summe 8 ■ 2)
1 1
KD 1 —
1 (1) -
4 (2) 2
Märkte.
«(eßen, 16. Dez. Marktbericht. Auf heutigem Mockenmartr osteten- Butter vr.Wd. 1.10-1.20 Mk., Hühnereier 1 6t 8-9 Ma. •2 Stck. 00-00 Pst., ttänleeier 00—00 Pst., Enteneier 0—0 Pst., Käse vr. Sick. 6—8 Pi., Kästnmtte 2Stck. 5—6Pst. Erbstn vr.LUer 21 Pst? Linken vr. Liter 32 Pig.. Taubenpr.Paar0,80-1,00Pik., vuhner pr.©L 1,00—1,60 Mk., Häbne pr. Stück 0,80—1,80 DIk., Enten pr. Stück 1 80—2,20 Pik., Gänse nr.Pst. 60—75 Pst., Cdüenflcüm^ pr. PW. 72—82 Pst., Kub- unb Rindfleisch pr. Pkuad 70—72 Pst., fleifd) pr. Pfund 80—90 Big., Scbweinesteisch, gesalzen, pr. Pmnd 94 Pst., Kalbfleisch vr. Pst' 70-80 Pst., Hammelfleisch pr. Thmb 50-76 Vin. Wellche per Mund ^arwfseln pr. 100 Kg.
5 50—0,00 Mk., Zwiebeln vr. Zrr. 6,00—8,00 Mk., Milch per Liter 20 Pst. Aevkel ver Pbmd 18 bis 30 Pst., in Körben 00 Bst., Russe 100 Stuck 30 -40 Pst., Birnen per Wd.Mk. 0.15—0-20, Weißkraut per Stück 8—10 Psg., per Zentner Mk. 2.00—8.00. — Marktzeil 8—2 Uhr.
st. Frankl urt a. M., 15. Dez. und Stroh
markt. Man notierte: freu Mk. 8.60 bt5 Mk. 8.80, Stroh Mk. 2.50—2.80. Alles per 50 Kilo. Tendenz: matt.
ErzkuZten-riotlernuge«
ermittelt im freien Verkehr von dem Barmer Bankverein unb ber Rieberrheinischen Bank.
Bernie G 4875, B 4975, Peterszeche G 180, B 200, Wllbberg (4 25(|0. B 2~>~_'5. _
fflö ffitli-’ r ürtrrtüM FerTrlfifäh in hrr Stadt «-itßt»
49. Woche. Vom 8. Dezember bis 9. Dezember 1905* Einwohnerzahl: angenommen zu 28 000 (infl. 1600 Riann Militär).
Sterblichkeitsziffer: 14,84 nach Abzug von 2 CrtSfremben: 11,14''/».
Kinder
Es starben an: Zusammen: Erwachsene: hn o«>m
1. LebenSiahr: 2.—15. Jech»
(590), Rupi'ertsbura 632 (614), Slornsels 208 (205), Weickartshain 397 (379), Willost 819.
Starkenburg: Froschhausen 1022 (894) Gosheim 838^ Lämmerfviel 817 (660). TliWbcn 3344 (2886', Ober-Abtstemach 529, Tröst! 517, Unler-Abttteinach 503.
Rheinhessen: fTlbcnbeim 1564 (1496), Bnbenheim 504 (564), lliroß-Winternbeim 801 (814), IberSbem 283 (260) Rhem- Dürkhrim 1280 (1157), Schwabenheim a. Selz 1323. Wallertheim 1221 (1175), Weisenau 6350 (5760), Wo'kcheim 569 (596).
Hessen-Nassau unb Kreil Wetzlar.
Argenktein 243 (28'), Bab Loben 1017, Braubach N20 (2721), Eamberg 2511 .241"), Dietz 4360 "3N), Dillenburg ^6 4448 , Eltv:lle 4051 (3690), (sMabenbach 1533 (1356), Habamar - -' l' Haina 1257, Hosteismar 4857 (4622), «Sniastein S4>0 (?182), Lan.ienlch'valbach 2838 .2677), Montabaur 8740 (3555 Oder- (nbnftebi 8354 -7970>, Rödelhei.n 8223 (6492), Runkel 1112 (1075), ^cnlanacnvnb 358, _______________
C^rridilsidiit.
Grfurt, 14. Dez. Eine Aufsehen erreqenbe Verhanblung, Über bie schon kurz berichtet würbe, beschäftigte bas Kriegsgericht der 38. Division am vorigen Montag. Als Ll n geklagte waren cifd)!ciicn ber Oberst unb Reqimcntskoimnanbeur bes 7. Thurln- qischeu Iu'aulerie-Regiments Nr. 96 v. Donop in Gera, ber Oberzahlmeifter Michaelis von bemfelben Regiment unb ber Leutnant unb Reaimeutsabjutaiit v. Kloebe n m bem- fclbcn Neginient. Die Perhanblimg fnnb unter Ausschluß ber Oeffentlichkeit statt, nur bas Urteil routbe öffentlich oerfunbet. SoB Urteil lauiclc gegen v. Tonop auf sechs Wochen Gefängnis unb Dienstentlaisnng, gegen MichaeliS auf o I e r Wochen Gefängnis unbAmtsenthebung, v.K l o c b en toiirbc freigesprochen, lieber bie Tat, bie bie Beranlaffuna ui bcin gerichtlichen Berfabren toar, ist z. Zt. etwas Postiwe» kaum zu sagen, ba alle Stellen, bie zuverlässige Auskunft geben könnten, völlig veriageii. Sa viel scheint aber festzustehen, baß Verstöße gegen bie B e st i m m u i, a e n über daS V er- p f l e g u n a s w e s e n bco Heeres mit Bezug auf bas brüte, ctatS- u-äl'ioe Pferb des Cbrrftcn Genndlanb der Verhandlungen waren. M-n b-cfen Verfloßen soll der Zahlmeister Michaelis insoweit be- tcilint lein, nie er Icbiqlich bie Anoibmmgen des Obersten m Bezuq auf bie Buchunaen und Auszaklmiaeu für bas angebliche Pferd de- lalqte. lieber bie Tätigkeit des Regimentsabjutanlen bei biesem. frnnbel ne. lautet niebts. Zweifellos wirb bie ganze Affäre noch ein Rachfviel haben. Sie würbe burdi einen Zahlmeister-Aspiranten linstp-r-ft. Der .^nbl",einer ist 33 ^ahre 'M Dienst.
Gießener ba? besondere Interesse des vertrauten Vckanntteins haben: wir sehen vorn Schiffenberg nack Gießen und um- kehrt, auf Wieseck und den P h , l o s v phe n wa l d , vom
Gleiberg auf den Vetzberg. Es ist nickt die norinalc Erscheinung dieser Landichasteu, die uns bier entgegentritt: unter besonderen Beleuchtungen hat di- Malerm ihnen Interesse ab- gewonnen und dm Bildern dadurch etwas im ersten Augenblick Veftemdendes, aber sehr Reizvolles^.gegeben. Am besten: gelangen sind unter diesen Gießener V'ldwn wob. der "Blickaus d-m Sckif.'enbcrq", die H'uernte i-nb di- Daumgruvven am Weiher des Botanischen G ar t en s , ber an dankbaren künstle^ scheu Motiven io reich ist. Sebr hubick ,st dann der hessliche Wald belebt durck bie Wakdhexe, btc von Knter unb Rabe be- afeitet aus ibrem Waldbä'.iscken heraus durch sonnenvermmnntes Gras bergab bumpelt Die Künstlerin en reut uns aber serner durch eine Reihe vortrefflicher Bildnisse m O-el und Pa'tess, unter denen das einer jungen Dame in ^auem Kle-d das eines Herrn im Strandkostüm und, nach meinem Gefühl beiden noch überlegen, das einer bunkestekleid-ten iomc .auf rotem Stuhl besoniwrs zu rühmen sind. Audi hier fmden tmr ^öne Lttidicn wie den alten Schiniedemeister von Braunfels und das ganz flüchtig hingcworsene Pastcllvortrüt, emer tungen Aflm«. — Die geg?nwär'iae An^ellung trtrb, nut klemen Denderungen, bis in die Weilmachtstagc dauern; dosten, daß fn trotzd-r zeitraubenden J-estv erb erst tim gen gebuyrende Beachtung und .Zahlreichen Besuch finden wird. * -ö- 'ö-
- Stade, Bernhard Einst und H-Vt Rück- blicke und Ausblicke Rede, geh. am 25 Rov 190o im Fcstakttis der Ludwigs-Nmverfitat zur ^eicr des G.burt^ tages S. K. H. des Großherzogs Erich Ludwig von Henm und bei Rhein und Ziir Erinnerung an die am 10. Ott. 1605 er» stlatc E-chssminq der „Gvmnasium illustre" genannten Wen^^Gi^cner Hock^chule. Äicßen, Mftcd Tövelma,nn
S pider' T.r.-i3 80 Pf. — Die Rede gibt zunackn eine' großzügige" Schilderung der Entlmälung des Luthertums bis zum 30 jckhr. Krieg, um verständlich zu mack-en, wie es zu
Mnsik-
Trompeter uni Kit den 2. geiertü; ? ibeicg^ctflcinkti iS K geslchnler Pch«, luiehrn zu mätzig» , genAbschlnb tum;. heiung. Lchnill. l i den töicBcner .
UNd $ erb. hntflgercdjt Nil isgtiioDU m ber Sn?: t Ang, ücctzschniar.i i305| 9)iäöcbcii tni»'.' l nd Pulzen. Vriinbcic i


