Ausgabe 
16.12.1905 Erstes Blatt
 
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gerichtet worden. Dieser Arzt war längere Zeit Vertreter eines verstorbenen Schwagers des Dr. Feldhaus, eines Augen- Arztes, und mit dessen Angehörigen wegen der Honorierung seiner Dienste in Zwistigkeiten geraten. Dr. Feldhaus hat dann den Briesschreiber nicht gefordert, sondern den be­leidigenden Brief dein Ehrengericht vorgelegt, da§ dann das Urteil auf schlichten Abschied fällte.

Dresden, 15. Dez. Der heute dein Landtage zu- gcgangene Regierungsentwurf betreffend die Reform der Ersten Kammer bleibt weit hinter den berechtigten Er­wartungen zurück. Es sollen lediglich für Handel, Jn- diistric und Gewerbe zusannnen fünf Vertreter der Ersten Kaniiner angchören, die vorn Könige ernannt werden. Auch die königl. Technische Hochschule in Dresden er­hält einen Vertreter, den das Professorenkollegium wählt Mit dieser Rcfornr bleibt das Uedcrge wicht der^lararier tn der Ersten Kammer und damit in der ganzen sächsischen Gesetzgebung bestehen.

Stuttgart, 15. Dez. In der Beratung der wncmz- kommission der Abgeordnetenkammer über die Hoftheater­vorlage ivurde einstimmig ein Antrag angenommen, unter der Bedingung, das; auf Griind des Angebots der Bürger­lichen Kollegien von Stuttgart spätestens innerhalb 20 Jahren 1 200 000 Mk. zur Erbauung eines Schauspielhauses zu zahlen sind, und zwischen der Stadtgemeinde Stuttgart und der Krongutverwaltung unter Mitwirkung des Fmanz- ministeriums ein der Kommission vorzulegender Vertrag zu­stande kommt, durch den die Verpflichtung der Stadt Stutt­gart zu der genannten Beitragsleistung nach allen Richtungen festgestellt wird, für Errichtung eines neuen Hoftheaters (Opernhauses in Stuttgart) einschließlich deS Inventars 4 Millionen, eingerechnet die Braudeutschädioung von 1 062 248 Mk. als Höchslbetrag zu bestimmen. (Frlf. Zig.)

München, 15. Dez. Bei der heutigen Weiterberatung des Justlzetats in derAbgeordnetenkammer traten beim Kapitel .Strafanstalten" verschiedene Redner vom Zentrum für diePrügelstrafe ein. Justizminister von Miltner zeigte für die Forderung nicht das mindeste Entgegenkommmen und erklärte mit dürren Worten, das; an eine Wiedereinführung der Prügelstrafe unter keinen Um­ständen zu denken sei. Ein moderner Rechts- und Kulturstaat müsse eine solche Frage für immer von der Tagesordnung streichen. Von der linken Seite deS Hauses wurden diese Ausführungen mit lebhaftem Beifall begleitet.

Trotha und Südwcstafrika.

Hamburg, 15. Dezember.

Der Dampfer Pcinzregent mit dem General v. Trotha an Bord ist heute früh im Hamburger Hafen eingelrosfen. Kurz vor 9 Uhr erschienen mehrere Herren des Senats, der kommandierende General deS 9. Armeekorps mit der ge­samten Generalität und Offiziere des Berliner Oberkommandos der Schutztruppe zur Begrüßung. Auf eine Ansprache des Fommanb. Generals von Boek und Polach dankte General v. Trotha für den Empfang und erklärte, daß er als Soldat und Beamter nur seine Pflicht getan habe. Er glaube mit vollem Recht aussprechen zu dürfen, daß wohl noch nie ein grausamerer Krieg mit solcher Mäßigung geführt worden sei. Unsere Triippen hätten an Opfer­mut und Disziplin die alten Tugenden der deut­schen Armee gezeigt. Er schloß mit einem Hoch auf den Kaiser. Später fand an Bord des .Prinzregenri' ein Früh­stück statt. Um 11 Uhr begab sich Trotha an Land.

Der General vertrat in einem Intern iew die An­sicht, daß die Gesamtlage in S ü d w est a frik a im all­gemeinen äußerst günstig sei. Im Hererolande herrsche Friede, das Bethanierland der Witbois sei in der Hauptsache paeifiziert. Die noch vorkommen­den Raubzüge kleinerer Banden würden freilich noch einige Zeit andauern, aber der Krieg sei dort beendet. Anders stehe eS im Süden in der Warmbader Gegend. .Dort sei noch viel Arbeit zu leisten, und um den unserer Truppen dort harrenden Aufgaben gerecht zu werden, hält General v. Trotha infolge der starken Abgänge von Mannschaften eine Ergänzung des Truppen- materialS für unumgänglich nötig. Die jüngst aufge­tretenen alarmirenden Meldungen über ein erneutes Auftreten der Rinderpest will Trotha nicht hoch eingeschätzt wissen, da tatsächlich ein Erlöschen der Rinderpest noch nicht ganz eingetcctcn sei. Für die Verpflegungsfrage entstehe dadurch keine Schwierigkeit. Nur die Geldfrage spiele hier herein.

General v. Trotha ist heute abend nach Berlin ab- ' gereist.

Telegramm aus Windhuk: 8. Dezember bei Sandfontein gefallen: Gefreiter Friedrich Webel; die (hessischen) Reiter Wilhelm Jäckel, geboren zu Ernst­hofen, früher Infanterie-Regiment Nr. 117, Brustschuß, und Konrad Hilger, geboren zu Leiselheim, früher Inf.-Regt. Nr. 117, Kopfschuß; ferner die Reiter Richard Wolf und Franz Brüssau. Verwundet: Reiter Robert Schmidt. Leut­nant der Reserve (Kriegsfreiwilliger) Dreyer, früher Jnf.- Negiment Nr. 43, seit 25. November bei Aukum vermißt und als sicher tot an zu nehmen.

i Deutschoftafrika.

Berlin, 15. Dez. Dee Kommandant des Schiffes Thetis" meldet aus Tar-es-Salaam:Bussard" hat in Dar-es-Salaam Reparatur.Seeadler" bringt am 15. Dez. ein kleines Detachement der Schutztruppe nach Sri Ito a Ki- toindje und bleibt dort als Stationär für den Süden. Die etatsmäßigen Besatzungen de Kriegsschiffe sind Mitte des Monats an Bord. Tie übrigen Detachements werden dahin geändert, daß Oberleutnant von Hehdekampf Lindi, Ober­leutnant zur See Wachtel Stiswere, Hauptmann von Schlich- ting Slihua Stitoinbje besetzt Hauptmann Selbst kommt nacy Dar-es-Salaam zu meiner Verfügung. Im Hinterland von Lindi sanden Kampfe statt.

2tus»aud.

Brüssel, 15. Dez. In der heutigen Kammer- sitzung, in welcher die Vorlage betreffend Antwerpen be­raten wurde, ereignete sich ein Zwischenfall. Während der Rede eines Abgeordneten erhob sich jemand auf der Zu­schauertribüne und,rief:Die S ozial dem okratie ent­

ehrt da? Land«. ES gelang den Caaldicnern, den Geistes- kranken zu entfernen.

Paris, 15. Dez. Die Kammer nahin einen GefetzeS- cmtrag an, durch welchen die Mandatsdauer der Senatoren von 10 auf 9 Jahre herabgesetzt wurde. In Zukunft soll den Senatswahlen auch das allgemeine und gleiche Stimmrecht zu Grunde liegen.

Wien, 15. Dez. Heute begann die zweite Lesung des BudgetprovisoriumS. Berichterstatter von Lkene sagte, nach seiner Ueberzeugung werde die Wahl re form an- genominen werden. Die Verhältnisse im Hause würden nicht schlechter werden, wenn die Großgrundbesitzer nicht da seien. Der Tschechischradikale Choe bringt den an­geblichen Verkauf von Herr en h a u S si tz en unter Körber zur Sprache. Der Großindustrielle Pollak von Parneg habe 2 000 000 Kronen-r seine 9!o b 11itieru ng gezahlt, weniger als andere, weil er mit einem Freunde Körbers ver­wandt ist. Bezüglich der Wahlreform erklärte Gautsch, er werde die Vorlage im Februar einbringen. Gegenüber verschiedenen Eimvendungen und Bedenken konstatiere er, Daß bei dein Fo'tschreiteu der Arbeiten an der Wahlreform- oorlage die letzten Zweifel über die Durchführung bei der Regierung schwanden. Die Wahlreiorm sei notwendig und werde das parlamentarische Leben Oesterreichs beleben.

Fitch bürg (Massachusetts), 15. Dez. Bei einem Bankett der Kaufleute hielt Schatzsekretär Shaw eine Rede, in welcher er auf die Notwendigkeit der Ver­mehrung der Handelsmarine hinwies, um den amerikanischen Fabrikanten gleichgünstige Gelegenheiten, wie sie die Koulurrenten auf den verhältnismäßig neuen Märkten besäßen, zu ermöglichen. Tie früheren Jahrhunderte wären Zeugen von fürchterlichen Kämpfen im Interesse territorialer Ausdehnung gewesen, das gegenwärtige Jahrhunden iverde wahrscheinlich Zeuge eines wegen des Handels geführten Krieges sein, der ebenso aufregend, wie all- acmein sein werde, er werde sich im Frieden, aber nut nicht geringerer Intensität vollziehen.

Washington, 15. Dez. Wie verlautet, soll Deutsch­land der brasilianischen Regierung gegenüber das B e - dauern über den Zwischenfall des Panther ausgedrücki h a b er.._______________

Ans §tnöt und £m»ö.

Gießen, 16. Dezember 1905.

* Ernicichti gnng zur Annahme» fremder Orden. S. K. H. der Großherzog haben dem Ober- regierungSrat und Vortragenden Rai bei dem Ministerium des Innern, Eng. Wagner, die Erlaubuis zur Annahme und zum Tragen des Königl. Preuß. Roten Adlerordens 3. Klasse, und dein Bürgermeister Wilh. Ullman n zu Rieder-Erlenbach die Erlaubnis zur Annahme und zum Tragen des Kronenordens 4. Klasse erteilt.

* * Zula s s u n g zur Rechtsanwaltschaft. Ter RechtSamvalt Wind isch inRtdda wurde zur Rechtsanwalt­schaft bei dem Amtsgericht Höchst, mit Wirkung vorn Tag der ?(nfgabc der Zulassung bei dem Amtsgericht Nidda zu- gelassen.

Gemäldeausstellung am Brand. Ein Teil der seit achtTagen ausgestellten Kollektion von C. Vinnen- Düsieldorf bleibt nur noch bis kommenden Mittwoch aus­gestellt. Stattdessen gelangt eine Kollektion von A. Engel- hard-KarlZruhe zur Ausstellung. Auch die Kollektion von Frau Beth e-Loewe-Gießen bleibt voraussichtlich nur noch einige Tage vollständig ausgestellt.

* Für die Anlagemusik am morgigen Sonntag um 11% Uhr in der Südanlage ist folgendes Programm aufgestellt: 1. Ouvertüre zuNorma" von Bellini. 2. Czardas von Michiols. 3. Potpourri a. d. Afrikareise von Suppö. 4. Armeemarsch 205 von Voigt.

* * Unsere Reg ime ntsui u sil konzertiert morgen abend im Neuen Saalbau.

* * Tas näch i'te (26.) La h nt al - S ä n g e r b u n des fe st wird im nächsten Jahre in Gießen abgehalten werden. Auf Veranlassung der vier dem Bunde angehörigen hiesigen Gesangvereine fand gestern abenb imPostkeller" eine Sitzung der Vorstände sämtlicher hiesigen Gesangvereine unter dem Vorsitz des Herrn Todt statt, in der die Vorstände fast sämt­lich zahlreich vertreten waren. In der eingeheiiden Besprechung des bevorstehenden Festes wurde allseitig festgestellt, daß die hiesigen Gesangvereine demselben sympathisch gegenüberstehen und es nach Kräften fördern wollen Am 14. Januar soll eine größere Versammlung unter Einladung aller hiesigen Vereine u. s. iv. stattfinden, in der die Festausschüsse gebildet werden sollen. TaL Fest wird voraussichtlich Ende Juni oder Anfangs Juli stattfinden.

* Feuerwerkskörper. Im heutigen Amtsblatt ist eine Bekanntmachung des Großh. Polizeiamtes wegen des Verkaufs von Feuerwerkskörpern sowie der gesetzlichen Be­stimmungen über das Abbrennen derselben enthalten, worauf im Hinblick auf das kommende Neujahrsfest besonders hin- geiviesenEsei.

* * Ein Eisenbahnunglück in Ob er Hess en. Aus Hel den bergen wird unS gemeldet: Heute nacht kurz nach 12 Uhr flicken im hiesigen Bahnhof zwei Güterzüge zusammen. Die beiden Maschinen und 5 Güterwagen entgleisten und wurden erheblich beschädigt. Ein Bremser wurde verletzt. Heule morgen 6 Uhr war die Strecke wieder frei.

* * FesttagSku chen können dieses Jahr am 24. und 31. Dezeinber bri den hiesigen Bäckern nicht gebacken werden, loorauf alle Hausfrauen, die ihre Festkuchen noch selbst zu- bereiten, hingewiesen seien. Als geeignete Backtage empfehlen sich deshalb die Tage vorher, 22., 23. und 30. Dezember.

' Von den fünf größten Städten Hessens hat während der letzten fünf Jahre, von 1900 bis 1905, die Stadt Offenbach die stärkste Bevölkerungszunahme aufzuweisen, nämlich eine solche von 19 Prozent, daun folgen Darmstadt mit 16 Proz., Gießen mit 14 Pr oz., WorrnS mit 11 Proz. und zuletzt Mainz mit nur 7 Proz. Auch in dem Jahr­fünft 18951900 zeichnete sich Offenbach durch die größte Zunahme, 28 Proz., aus. Tann kam Worms mit 23 Proz., Darmstadt mit 14 Proz., Gießen mit 11 Proz. und wieder Mainz mit 10 Proz. an letzter Stelle. Die fünf größten Städte haben in den letzten fünf Jahren einen Gesamt- znwachS von 35 000 Personen = 12,8 Proz. erfahren. Es

weiteren Belastung des Tabaks seineZustimmuk,

geben.

Mehr als 20 Jahre Z

[] Marburg,

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Beleidigungsklage

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den vor acht Tagen de

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Frage kommenden Beleidigungen.

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baus hatte cm Mann schon verbüßt, der bei einem nädlläi Einbruch in Neustadt in Gemeinschaft mit einem noch jungen, seither unbescholtenen Menschen dingfest greif wurde. Es handelt sich um den wegen allen niri.j, Straf toten vorbestraften, zuletzt vom Schwiirgencht in ri-i wegen Notzucht zn 10 Jahren Zuchthaus üerurtcillm y erst kürzlich entlasst nen etwa 50 Jahre alten Maurer H Leusch aus Brandenburg und den Kaufmann Gotisch.4 aus Sangenbiclau. Beide hatten sich in der Arbcitccstt. r Reu-Ulrichstein kennen gelernt und waren von ki irr« gelaufen. Le lisch benahm sich heute oor der <B traftamr.i: so auffällig, daß das Gericht die Beobachtung feines (Ml. zustandks anorbnete, während sein jugendlicher (Stnofita einer Mindeststrafe von 3 Monaten und 14 Tagen ©tu-rj verurteilt wurde. Der Kaufmann Kugelmann in biny häufen hatte gelegentlich der Eintragung seiner Firn'.* Handelsregister zu Vöhl einem jungen Beamten eine ßigrs angeboten Die wegen Be a in t en b e st echu n g (!) acqu» erkannte Strafe von 10 Mk. wurde heute aufgchobki

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Für die I ton uns betri Wülidjen

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ist dies eine geringere Zunahme, als in dem Jahrfünft w bis 1900, welches mit einer VolkSvermehrung von 37 om, - tonen abschloß 15.7 Proz., während die Jahre 189'm 1895 nur eine Zunahme von 23 000 Personen brauten

Groß-Steinhe im, 15. Dez. Mit Rücksicht Qn" dem Reichstag vorliegende Ta b af fte u e r d or I qQc schloß der ©em einberat im Hinblick darauf, bajj x größte Teil unseres Städchens in der Tabakinbuslrie deren Hilfsgewerben Beschäftigung findet, einstimmig,

Dermi|d>tes.

* Kiel, 15. Tez. Eine aus Berlin zugereiste Vi!-^ beging gestern abend Selbstmord durch Ertränkn Kriegshafen. Ihr vierjähriges Söhnchen ist oerschir' «' vielleicht von der Mutter getötet, da bei dieser ein o. schossener Revoloer gefunden wurde. Die Frau wa: ' Kiel gekommen, um ein früheres Verhältnis mit einem u- maat wieder anzuknüpfen. Dieser ist aber inzwischen mcitig verlobt. Er fdi«.,..t nun gemeinsam mit der den Tod beschloffen zn haben, denn er liegt an ^lyolvergll schwer kranz im Lazarett.

©in Säbklduell hat zwischen einem 0inr (dem Fechtmeister bc5 40. Regiments) und £ Studierenden der Technischen Hochschule zu

Nachbarstaaten. Ein Blatt in Frankfurt a. TI. brrde kürzlich von einem Reuter-Abend:Der mit reichem, ird!» bienten Beifall belohnte Nesitator hatte leider nur cm einM^ mächtigenLauschen und Riemeis" zur Bereicherung^ Vortrages auserkoren." In Frankfurt scheint man den, jr.'-a Atecklenburger Humoristen Reuter doch noch sehr freut1 :r ' zu stehen, wenn man ihm Lauschen andichtet. LkkRtMH Dachset aus Winzenheim wurde auf der KreuznacVi 8 ermordet. Zweifellos handelt es sich um einen fliatbeal-. Täter ist noch unbekannt. Ein verdächtiger Arbeiter hastet. Die Gemeindebehörden franauS und Kestelstadls r« die Etuqenieindung Kei'elstodts in franou.In im drlcKG die Stadtverordneten den Gebrüdern David und Simon fiair-l der Stadt Main; ihr gan;es Verntögen, über l', Alillionen A iür wohltätige Zwecke hinterlassen haben, auf dem lsrciellW Friedhöfe ein Teuf mal zu sehen.

am Freitag folgendes Urteil gefällt: Oberst ..

trdrb zri einer Gelb st i i c von 250 Mark, crontirj» Dcgen Gefängnis vcri rtc.lt und dem Kläger die $cr3fftr.r® des enlscheidenb.n Leilc.- d^s Urteils in dem in Warn-dtV scheinenden 6!cf:mb!: it5L. rcr und in h't in B rlin cric* r* Zeitschrift für nat.irgen.äße Lebcnstoeise zuerl mit. Tv: L* begrünbung erkennt an, daß der Kläger seinen Okpucr r habe, inde n er in seinem im G sundheitslehrer Abwehrartikel i.bcr die Gfrcu.c des Zulässigen imb 1 .

hinmtsgegangcn ist. Dr. Kontors Ausführungen, fotveit mit Spohrs Person und dessen privaten Verhältnissen bci'cÖCTr betoegen sich auf der Grenze der Beleidigung und dieser U-C sei bei ÄuSmess ing der 'Strafe berücksichtigt worden. - 2; trage die Vorn Besagten erfolgte Entgegnung offenfimt'* !1' Eharakter d"r Gchässig-keit gegen die Person des 2r- l|T, nicht nur, sondern gegen die gesamte mevi)iniskk>' derartig zur Schau, daß von einem nnssensctxullichen = in den Spolir'schen Nrtikrin sehr wenig übrig bleibt. Dies: vielmehr d s Gebiet d'? Zulässigen gegen Dr. Kvntar unnD gesamte Kvllegen ents ' den verlassen und deren '. 'rißubtr- gehöffiger Weise an den Tag gelegt. Don einer ßonive'^ ober wechselseitigen Beleidigung könne im norlügenben : die Rede fein, ebenso liege auf der Seite Spohrs nr i I behauptete Wahrung berechtigter Jntcreffen vor. Es habe "i I Beleidigung aus § 185, 186 deS Str.-Hf. erkannt werden -r die Höhe oct Strafe rechtfertige sich durch die S''iorre w H

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WorrnS, 15. Dez. Nach kurzem Krankenlager o»-, schied der Senior der Priester tn der Men r- Diözese, Pfarrer und Iubilarpriester May in Watten £ I Der Verstorbene, der über ein Menschenalter bis in die [ f. Tage mit voller Geistes- und Körperfrische seiner Genvitz Vorstand, hatte sich bei der Waffernot im Winter 188.'.' Verdienste um die Rettung und Bergung der Einwri^ seiner Pfarrei und der anderen von den Rheinwasiern ß drohten Orte erworben. Mit Pfarrer May, welcher 80. Lebensjahr stand, ist der letzte aktive Geistliche gestoch» welche seiner Zeit die kath.-theol. Fakultät in ®i«jf. besuchten.

Frankfurt, 15. Dez. Ter Magi strat hat ftd j einer Eingabe an das Abgeordnetenhaus gewandt, di? in scharfen Worten gegen den S chul gese tzentn^ll rvendet. Die Eingabe gipfelt in der Beschwerde bor?*H daß die Rkitwirkung der Kommune und der Schuldeprtü^ I an der Schulverwaltung durch den Gesetzentwurf schwe: > eintcächtigt, ja sogar ausgcschaltet wird.

Blarburg, 15. Dez. Hettte abend tagte eine«, über 200 Gewerbetreibenden besuchte Versag, lang, welche sich mit der Vergebung der Fenster zum w«, Schulgebäude an eine 7 uma in Weimar befaßte, giodi :Cl 'ichiedenen -Reden wurde einstimmig eine an den D!cj zu richtende Resolution angenommen deS Jnhalis , Einkunft bei städ 11schen ^Arbeiten mehr die heiuii>, Geschäftslvelt zu berücksichtigen.

(th.) Gießen, 16. 2 n dein Preßprvzcß des Oberarztes Dr. Heinrich ntf -". itsdorf in Böbiiien grgett Oberst a. D. O N e b chöffengericht verhandelt^W

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Abgeordneten deS Reichstagswahlkreises Offenbach *. Becker in einer Denkschrift dringend zu bitten, fei?.

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