Zweites Blatt
155* Jahrgang
Nr. 170
Eichener Anzeiger
General-Anzeiger, Amts- und Anzergeblatt für den Kreis Gießen.
Mg meine Ablehnung der UersonenLarisreform
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Samstag ÄS. Juli 1905
Rotattonrdrvrk tmb Vertag bet Brühk*sch« * Untoer|Xt6tSbrudereL R. Lang«, Gieße»
Redaktion, Expedition «.Druckerei: Schulst«.R.
Lei. Nr. LL. Tetegr^Ldr.1 Anzeige, Gieße»
Glschetnt K-Nch mtt vnSnahm» drS Sonntag».
Die ^virtzenn KamMendlätter- werden dem Anzeiger viermal wöchentlich beigelegt Der ^tfststh« toRtiölrt*’ erscheint monatlich einmal.
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»» Bismarcksäule. Wie wir bereits mittellten, findet am Samstag dem 29. Juli dss. Js., pünktlich 6 Uhr, die eierliche Grundsteinlegung des von der hiesigen Studenten- chaft zu errichtenden Bismarckturmes statt. Aus Anlaß dieser Feier werden die Chargierten sämtlicher hiesiger Korporationen in Wichs mit Fahnen um 5 Uhr von dem Kollegienhaus aus eine Wagenfahrt durch die Stadt nach dem Festplatze unternehmen. Die übrige Studentenschaft nimmt direkt Aufstellung bei dem Grundstein. Außer den Studenten und den ge- adenen Gästen kann niemand Zutritt zu dem abgesperrten Festplatze erhalten. Die Gießener Omnibusgesellschaft wird von 4 Uhr an im Interesse der Festteilnehmer von dem Oswaldsgarten au§ nach dem Besitztum Valentin Omnibusfahrten einrichten gegen 20 Pfg. für die einfache Fahrt, worauf an dieser Stelle noch ganz besonders hmgewiesen sei. Ein näheres Programm über die Feier wird demnächst noch
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-bcn gegen Wohnung LtephaustM^-L asezugelauieu. Muh.
Aas Klaöl und Land.
Gietzen. 22. Juli 1905.
•• Gründung einer Finkenschaft an der Landesuniversität. An der Universität Gießen hat sich zwecks engeren Zusammenschlusies der Nichtkorporationstudenten mit Genehmigung des Engeren Senats eine Finken-
Wie uns von zuständiger Seite mitgetcilt witt>, ist es noch immer nicht gelungen, die Persönlichkeit des am 1. Jum ber Biebrich a. Rh. erschlagen aufgeftlndenen Mannes festzustellen. Der Erschlagene war 1,70 Meter groß, von krämger Statur, 20 bis 25 Jahre alt: er hatte volles Gesicht, gewöhnliche Nase, kurzes, dichtes, schwarzes Kopfhaar und mittelstarken dunkelblonden Schnurrbart. Besondere Kennzeichen, insbesondere Tätowierungen, waren aut Körper nicht vorhanden. Die Kleidung bestand' aus dunklem Sackrock mit weißen Längsstretscn, MchL und Hose aus schwarzem Kammgarnstoff, schwarz wollenen ^orat, gut erhaltenen schwarzledernen Schnürschuhen, hellfarbigen Trtwt- hemd mit Umlegkragen und grauem Gummtgürtel. Auf dem Hemd ist ein Drusteinsatz aus Stoff mit blauer Phantaste-Ver- zierung attfgenäht: der Kragen hat eine ähnliche ca. 1 Zentimeter breite blaue Borte und wurde durch eine halbwollene Kordel mit Troddeln zusammengehalten. Auf dem Leibgurt stehen die Worte Glück Aus: dazwischen ist ein Eichelkranz Mit gekreuzten Bergmann shämmern aufgedruckt Neben der Leiche lag ein hellgrauer weicher Filzhut. An den Kleidern, insbesondere überm Knie und am Rockkragen befinden sich schmierige Flecke, anscheinend von Ocl oder Fett herrührend. Möglicherweise war der Getötete als Taglöhner in der Fett- iudüstrie beschäftigt, wo er zuweilen Gefäße mit Fett auf der Schulter zu tragen hatte. In den Westentaschen fanden sich Messer und 1 Schlüssel.
>rter Position erijata zu mäßigem ZiM schluß einer Lebens-M-
Lchriill. 2)lelb. u. 3&W icßener Anzeiger erteiiL n wurde Samstag naä! It ein schwalz°weiß°gri!" Wemzipse! bangt, klein. M* u Äelohnung objiigJj nle.LeUersweg^.!
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gelu kann man biliM u gründlich erlernen, ch »achniitlags. [04856 torstraße 10, II, 'g durch den Laden.
veröffentlicht werden.
•* Zum Besten des JnvalidendankS gibt am nächsten Montag unsere Regimentsmusik ihr Konzert. Wie es in Gießen zum guten Ton gehört, zahlreich in den Abonnementskonzerten zu erscheinen, so gehört es leider in Gießen auch zum schlechten Ton, diesem einen Konzerte, m welchem daS Gießener Publikum in etwas seinen Dank für die unentgeltlichen Sonntags-Promenadenkonzerte abtragen könnte, fern zu bleiben. Hoffentlich genügt dieser Hinweis, um diesmal und künftig einem befferen Besuche dieses gemeinnützigen Konzertes die Wege zu weisen.
"Von der Post. Jeder Landbnefträger führt auf seinem Bestellgang ein Annahmebuch mit sich, in das er einzutragen hat: Die von ihm angenommenen Telegramme, Einschreibsendungen, Sendungen mit Wertangabe, Postanweisungen, gewöhnlichen Pakete und Nachnahmesendungen, sowie Zeitungsbestellungen; die zur Frankierung der Sendungen, zur Bestellung von Zeitungen und zur Beschaffung von Wertzeichen ihm übergebenen Beträge. Gleiche Annahme- bücher führen die in Landorten bestehenden Posthilfstellen. Der Einlieferer oder Auftraggeber ist berechtigt, sich das Annahmebuch vorzeigen zu lassen, um sich von der Richtigkeit der Eintragungen zu überzeugen; auch kann er die Eintragung selbst bewirken. Dem Publikum wird empfohlen, von dieser Berechtigung Gebrauch zu machen.
" Sommerfrischen-Zeitoertreib. Wir lesen im „Darmst. Tägl. Anz.":
Zn einem vielbesuchten Orte des Oden waldes war eines Abends ein langer Tisch von Damen besetzt und nur von einem einzelnen Herrn, welcher ein hohes Amt bekleidete und dessen Haupt bereits die Spuren des Alters zeigte. Die Damen waren m lebhaftester und lauter Unterhaltung begriffen, als drei junge Herren eintraten und an einem besonderen Tische Platz nahmen. Am folgenden Morgen waren dieselben wieder abgereift mit Huite^ lassimg eines Spottverses im Fremdenbuche, in welchem ste sich über die laute Unterhaltung der Damen und das gelichtete Haar des Herrn lustig machten und sich ausgaben als von Köln her- kommend. Kurze Zeit nachher stand neben ihrem Ver-von unbekannter Hand geschrieben em ähnlicher des en Versah er i nbefannt blieb. Es'war eine kleine Rache für die erlittene Verspottung und
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lautete also:
Besser redselige Zungen, Als die Feder geistlos geschwungen; Bester fein Haar auf dem Kopi, Als nichts drin und ein armer uiropf. Weit bester, nicht so weit her, Als von Köln und doch nichts d'rmehr.
- Von diesem Verse haben die drei über den Rhein ziehenden Burschen wohl schwerlich jemals Kenntnis erlangt. Gesimd wäre es ihnen aber jedenfalls gewesen.
Wir haben diese Niederschriften mi Fremdenbuche schon vor 6—7 Jahren gelesen und zwar in Neunkirchen i. O. bei Bürgermeister Schmidt. Die oben angeft'ihrte Entgegnung stammt von Gymnasialprofessor Sammt in Darmstadt.
? Burkhards, 21. Juli. Um ll1/» Uhr gab es heute Feueralarm. Die mit Heu gefüllte Scheune des Landwirtes Haas stand in hellen Flammen, und bald ergriff das Feuer den angrenzenden neucrbauten Stall. Beide Gebäude brannten vollständig nieder. Die hiesige Pflichtfeuerwehr vereint mit denen der Nachbardörfer Staub fto5 und Sichenhausen hatte vollauf zu tun, das Woljnhaus und die Nachbarqebäude zu schützen, da auch das Wasser sehr weit zu holen war. Ein vierjähriger Knabe, der allein zu Hause war, hatte den Brand in der Scheune angelegt. Die meisten Leute, auch dte Glieder der betroffenen Familie, waren auf dem Felde. Der Mann trat erst vor 14 Tagen aus einer Mobilarversicherung aus.
V. Bad-Nauheim, 21. Juli. Bis zum 20. Juli 1905 sind 17 239 Kurgäste angekommen, wovon am genannten Tage noch 6239 anwesend waren. 209 249 Bäder wurden bis zum 20. Juli abgegeben.
tc Frankfurt a. M., 21. Juli. Am der Fahrt nach Usingen verunglückte gestern abend das Automobil des
Der preuß. Berkehrsminister hat mit seiner großen Rede km Abgeordnetenhaus dicht vor den Ferien dieses Parla- ments nur eine Augcnbkickswirkung erzielt. Es sollte eine Beruhigung sein, und zu diesem Zweck kam eine förmliche Anfrage der Nationalliberalen und Freikonservativen ganz gelegen — aber was bedarf ein gutes, in seinen Zielen klares Vorhaben beruhigender Aufschlüsse? Wozu sind viele Worte erforderlich, wenn ein Projekt so beschaffen ist, daß es sich selbst empfiehlt? Genug, das reisende Publikum sieht nicht ein, daß seine Bedenken widerlegt sind gegen Neuerungen, die auf jeben Fall das Reisen verteuern. Ein schlechter Tro st, wenn vorgerechnet. wird,, die B er - teuerung sei nur ganz geringfügig. Mit dem Hinweis auf eine „minimale, kaum fühlbare" Mehrbelastung ist bekanntlich auch jede neue Reichssteuer oder Steuer-Er- lwhung annehmbar gemacht wurden. Jü der Praxis aber wurde das Anziehen der Schraube ganz anders empfunden. Einheitliche Tarife sind in diesem Falle das Lockmittel. Für die Abschaffung der Rückfahrkarte wird ebenso anlockend geltend gemacht, daß dann die Wahl des Reiseweges in jedermanns Belieben gestellt sei. Auf der anderen Seite stehen als Abschreckung der Fortfall des Freigepäcks und die Schnellzugszuschläge. Das Erfieuliche der Reform ist nicht erheblich genug, um über das Unerfreuliche hinwegzuhelfen. Man sieht von der Abschaffung des Freigepäcks zahllose Sch erereien kommen, B er e ch- uungs- und 'Abfertigungsumständlichkeiten, die den geduldigsten Reisenden zur Verzweiflung bringen können, man sieht überraschende Mehrkosten entstehen und man sieht die A b t e i l e z u ch a o t i - scheu Handgepäckwagen umgewandelt von praktischen Familien, die auf diese Weise die Fracht ersparen wollen. 'Aber nicht genug damit: man sieht prophetischen Gemütes auch den Eisenbahnbeamten kritischen Blickes und mit einem Zentimeterstab nahen, um jedem Passagier gerecht, aber unerbittlich Umfang und Matz seines Freigepäcks zuzuteilen — alles aus reiner Besorgnis fiir die Bequemlichkeit der Mitreisenden. Welche Menge neuer Schnellzüge — mit Zuschlägen — „geschaffen" — werden können, das aber ist unabsehbar. Das Kursbuch der Zukunft wird vermutlich wimmeln von fettgedruckten Zügen.
300 000 Personen haben nach Berliner Meldungen in diesem Sommer zu Beginn der großen Schulferien die Reichshauptstadt verlassen. Die gewöhnlichen, die Sonderzüge, sie waren belagert wie bei einer Mobilmachung. Wer sich unter den Schwarm der Reisenden mischte, der konnte vielfach die halb im Scherz, halb im Ernst gemachte Bemerkung hören: „Jetzt können wir noch billig fahren! Wer weiß, wie es nächstes Jähr sein wird!" Herr v. Budde, der nach dem Vorbild des weisen Kalifen „ins Volk geht." und dabei sogar die vierte Klasse nicht verschmäht, hätte bei der Gelegenheit inkognito die Stimmung erkunden können. Er hätte wenig Lob für die Tarifreform mit nach Hause genommen. Und in demselben Verhältnis steht natürlich der Verkehr auf allen übrigen Stationen der preußych- hessischen Eisenbahngemeinschaft, und ähnlich kauten dte abfälligen Urteile über die „Reform" von Main und Mosel bis zur Memel. Der Verkehr an den Sonntagen auf den Bahnhöfen so viel besuchter Orte wie Nauheim, Homburg, Wiesbaden usw., das Drücken an den Schaltern, wenn's keine Sonntags- und Rückfahrkarten mehr gibt, wird fürchterlich werden. Wer allein bei dem Fort, all des tfret* geväcks seine Freude hat, das ist der Dienstmann,,der Kofferträger; der kann sich ins Fäustchen lachen, seinen Rücken doppelt breit und seine Kleingeldhand doppelt groß
nimmt. Das würde von Japan Eawn günstig ausgenommen und, nach den trüben Erfahrungen Bismarcks als „ehrlicher Makler" beim Berliner Kongreß, von Rußland nicht gedankt werden.
Von Bedeutung ist folgende Meldung:
Petersburg, 21. Juli. Zu der beabfidrtigten Seefahrt des Zaren wird unterricht eterseits versichert, daß "die Fahrt nur deshalb erfolge, damit der Zar seine in letzter Zeit bart mitgenommenen Nerven stärke. Aus diesem Grunde werde die Reise 1 igere Zeit dauern und bis Kopenhagen ausgedehnt toi men. Don einer Zusammenkunft mit dem deutschen Kaiser weiß 'm an hier nicht s.
„Künftig wird die Reise noch teurer und unbequemer durch den Fortfall des Freigepäcks und der Rückfahrkarte, und das Ganze ist dann Reform!" Der so abfällig und sarkasttsch über den Wert der geplanten Persouentarif-Umgestaltung sich ausspricht, ist nicht etwa ein geschworener Oppositionsmann, sondern ein Mitglied des regierungstreuen, geruhigen preußischen Herrenhauses! Und das Hauptblatt der konservativen Partei, die „Kreuzztg.", gewährt der auch im übrigen sehr ; .schneidigen Kritik an den Plänen des Herrn v. Budde Aufnahme. Die konservative „Schles. Ztg" hatte zuerst die ! Lanze eingelegt gegen das Reformprojekt. Das konnte als eine vereinzelte Erscheinung aufgesaßt werden. Es scheint über, daß nunmehr von der äußersten Rechten bis zur äußersten Linken eine seltene Ueberein- stimmung des Urteils festzustellen ist, dahingehend, daß die Reform keine Verbesserung, sondern „Verböserung"
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Das kleinere Messer ist aus gelblichem Metall mÄ besitzt außer einer großen u nd einer kleinen Kinne und einen Champagnerbrecher. Derartige Mess^ pflegen von größeren Wein- und Champagnerfirmen, sowie Brauereiw an die Künden verschenkt zu werden. Es ist wahrscheinlich Solmger Fabrikat Auf der einen Seite steht der Spruch: Im Wem liegt Wahrheit, auf der anderen Seite rst eine Fr au en- gestalt mit einem Weinglas rn der Hand abgeblldeü
Das größere Messer hat eine dunkle Amicale: auf der einen Seite ist eine Verzierung aus hellem Metall tn J^rm emes stweiges eingelegt; die Verzierung- ist nicht melrr tolUtänixg vorhanden. Die andere Seite ist Äatt- Dieses Messer, welches wahrscheinlich belgisches oder französisches Fabrikat ist, besitzk nur eine Klinge. Auf dem Mcken des Messers ist eM BeschlaA aus hellem Metall mit einem Ringe angebracht: die Klmge läßt sich nur durch Herausziehen des Ringes öffnen und schließen.
Der Schlüssel ist anscheinend ein Mansardenschlussel; er mar für ein sog. Sicherheitsschloß bestimmt und hat das Schloß, nur von einer Seite (entweder nur von außen oder nur von innen) geschlossen. Auf der Schlüsselstange oberhalb des, Bartes istJne Zahl 42 eingegossen: die Zahl ist wahrschemlich em Fabrikzeichen, nicht die Nummer des Schlüssels oder des betreffeuoen Raumes. An dem Bart ist frisch gefeitt, anscheinend von un-
Auf die Ermittelung und Festnahme des Täters ist ein^ Belohnung von 500 Mark ausgesetzt.
Die bisherigen Verdachtsgründe gegen einzelne Mswuenyaden keine Bestätigung gefimden. Möglicherweise lassen sich trott aus der Feststellung der Persönlichkeit des Erschlageneri W punkte für die Ermittelung des Täters getonnten. Man sollte meinen, daß es Personen geben müsse, »oelche auf Grund,der obigen Mitteilungen zweckdienliche Angaben machen kMiUen, insbesondere die beschriebenen Gegenstände bei ihrem Besitzer gfo» sehen haben. Wer in dieser Richtung etwas zu melden hat, dringend ersucht, dies bei der nächsten Polizeibehörde oder dem Untersuchungsrichter in Wiesbaden unverzüglich zu tun.
Die obige Abbildung gibt die 2 Meffer (das kleinere von beiden Seiten) und den Schlüssel in Zweidrittel der natürlichen Größe, sowie das Profil des Scklüsselbarts, dieses m natürlicher Größe, wieder. „ . . ... -
Vor wenigen Tagen ist bei Wicker m der Nahe von Hoch« heim ein neuer Raiibmordversuch vorgekommen, sodaß also rn einem Zeitraum von etwa 8 Wochen nicht weniger, als drer solcher schweren Verbrechen auf einem ^rhalttiismaßig netnen Gebiet verübt worden sind: in Biebrick, NudesheiM und Wuker. Hoffentlich haben die gerichtlichen Forschungen nach "den $äcrn;
machen. _
UMische TiMSschMi.
Die Begegnung Kaiser Wilhelms mit dem Zaren.
Gestern wurde uns aus PetersourI gedrahttz (vergl. Lnsere gestrigen Drahtnachrichten),, daß ewe Zusammenkunft des Kaisers mit dem Zaren tn den ^wedrschen Gewässern bevorstünde. Wir fügten der Meldung em paar Fragezeichen hinzu, und heute äußert sich auch dte ,,Aordch Mch Ztg." mit kcfinem Wort zur Sache. Aber der leider gleichfalls noch offiziöse „Lokalanz." Begegnung
für sehr wahrscheinlich, „sollte der Zar tatsächlich an Bord ^^Jm g, genwärtigen Zeitpunkt hätte selbstverstündllch die Aussprache der beiden Herrscher eine
deutuna Es läßt sich allerdings vermuten, daß NikolaU ' tl. nach den öahIloseu Schicksalsschlägen, bie u Rußland hereingebrochen find, einmal s^n^zuer leicktern und die Aiifiassung eines w o h l w o l l e n d e n Freundes zu hören wünscht. Des Zaren Ratgeber stehen den ^rhältitifien zu nahe, es mag für den Zaren von Wert^sein, das Urteil eines fernstehenden Beobachters zu hören Auch die Friedens-und Waf, ensttllstands- v e r Handlungen mit Jäpan kommen füreme solche Erörterung in Betracht. Es darf indessen wohl dte Erwa^ hrnrt nef.ent werden, daß, wenn, was imr vorläufig noch nitfrt glauben die Entrevue der beiden Kaiser wirllich ftatt» Sen sollte Deutschland bei diesen Verhandlungen
i ne r l ei freundschaftlichen Auftrag u^r-
Seidenfabrikanten Hermann Passavant von hier. An der großen Kurve zwischen Wehrheim und Usingen, die der Chauffeur zu niedrig eingeschätzt hatte, setzte das Automobil über den Graben, fuhr in den Wald hinein und zerschellte an einem Baume. Der Besitzer des Fahrzeuges, sein Bruder von Schloß Ziegenberg und der Chauffeur Huber kamen mit geringen Verletzungen davon. — Der Dachdecker» lehrling Heinrich Kleber wollte am Bier der Gehilfen naschen, erwischte aber statt einer Bierflasche eine Flasche mit Salzsäure. Er verbrannte sich Mund und Kehle so stark, daß er in? Spital geschafft werden mußte.
pcr Aieörich-r Kauömord.
MMMegWsMiZ
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Erfolg!
B®Äs^®^/(ltbewährl:e Nahrung *■«■■■ für Kinder, Kranke,Genesende. Verhütet u.beseitigt ^Diarrhöe, Brechdurchfall, Darmkatarrh. ,


