M8 yertonlhntgSfh-eihierfdhrfn ^mstänblg ist. Wer daher meint, in seinem Neckte gekränkt zu fein, kann sa das Gericht anrufen. Dann bat man in der Debatte auch etne grundlegende Aendcrung des Gesetzes über den Erwerb und den Verlust der Staatsangeböng- Teit verlangt. Wer so weit, wie man es bier gefordert Hal. können wir nickt gehen. Wohin foH es denn fuhren, wenn das Deutsche Reich seden. der fein deutsches Vaterland feit 20 Jahren verlassen und sick gar nickt mehr darum gekümmert h,tt. auf einmal, wenn er in Konflikt mit einer fremden Regierung gerät, und bann sagt: »Ick bin ein Deutscher und beanspruche den Sckutz des Deutschen Reiches", wenn die Regierung den schützen seit? Tas gebt dock nicht an. dadurch würden unsere Reibungsflächen auf5 bedeut lichite vermehrt. Wir müßten vor allem unsere Schiffe um ein Bedeutendes vermehren. Und das wollen dock gerade die Herren von der Linken nickt. Ick gebe zu, daß das Gesetz von 1870 einer gewissen Neuregelung und Modernisierung bedarf, namentlich mn Rücksickt auf die überseeischen Verkehrsverhältnisse. Tenn die Verhältnisse baden sick inzwischen sehr verändert, aber zu weit dürfen wir doch nicht gehen.
Abg. Dr. Spahn (Zcntr.): Der katholische Pole hängt vicveiclu tm feiner Nationalität und sonstigen Eigenart fester, als der evan gelifcke Pole und ist deshalb wohl etwas fd'iuienger zu behandeln Statt daß man aber auf die Empfindungen deZ katholischen Polen bei der Anstellung des Beamtenpersonals Rücksicht genommen hat hat man das Umgekehrte getan und damit einen schweren Fehler begangen. Gegenüber dem Abg. Büsing muß ich hervorheben, das das Großpolenntm mit seiner Agitation erst eingesetzt hat. nachdem dix preußische Regierung ihre jetzige Polenpolitik eingclciret hatte Im übrigen meine ich, die Aeußerungen der polnischen Presse, aui welche sich die 9tegiciiing immer beruft, täte man besser, nicht allzu <mjt zu nehmen. sSehr richtig! im Zentrum.!
Abg. Tr. v. Jazdzewski (Pole): In den Einverleibungsvertragen ist ausdrücklich statuiert worden, daß die polnische Nationalität, Sprache usw. aufrechterballen werden würde. Preußen ha: schrittweise diese Garantien gebrochen. Die Polen ihrerseits fint stets loyal gewesen. Sie haben 1870—71 ihre Pflicht als deutsche Staatsbürger auf dem Schlachtfeld voll erfüllt. Wie aber benahm sich dann die preußische Regierung? Kulturkampf! Ausnahmegesetzgebung I Da tarn das Ansiedlungsgesetz. Es ist kein Zweifel, daß es gegen die Verfassung ist. Wenn Herr Büsing davon sprach, es sei ja von der vreußtschen Volksvertretung gebilligt, so erinnere ich ihn daran, daß es einst einen Abg. Gneist gab, der von „brutalen Majoritäten" sprach, die das Reckt mit Füßen treten. Es hat eine Zeit gegeben wo wir Polen versucht haben, den Beweis zu liefern, daß wir den Frieden wollten, wo wir die Regierung unterstützten. IZurus rechts: Aus bestem Herzen?) £b wir das aus bestem Herzen taten oder nickt, das ist ja gleichgültig lGroß^ Heiterkeit), genug, wir taten e§. Und die Folge? Die Parole Kampf gegen die Polen I Es entstand der Hakatistenverein, nach dessen Rezept jetzt die Regierung arbeitet. Ist es ein Wunder, wenn da eine Unruhe in die Bevölkerung kam? Da ist immer von der „großpolnifcken Agitation" die R^de, von dem Versuck einer gewaltsamen Losreißung Polens von Preußen. Kann man im Ernst den Polen einen solchen Gedanken zumuten? Wie kann ein Volk ohne Waffen an so etwas denken? Also: eine großpolnifcke Agitation dieser Art hat es nie gegeben. Was will man aber sonst von den Polen? Will man ihren Empfindungen, ihrem Herzen kommandieren? Was wir Polen in unserem Herzen fühlen, das lasse man uns, das ist nicht Ihre Sacke! Von uns verlange man nur die genaue Erfüllung unserer Pflickten als Staatsangehörige! Und da^u sind wir, waren wir stets bereit.
Man behandle uns daher von einem anderen Standpunkte aus, /ls von dem des Hakatisrnus. Wenn die Regierung aber gegen die ganze Bevölkerung, auch gegen die ruhigsten Leute, so vorgeht, da kann man sich über unsere Agitation nickt wundem. Will man Ruhe haben, so schasse man uns Gerechtigkeit. (Beifall b. d. Polen.)
Abg. Gröber empfiehlt nochmals die Zentrumsresolution auf Vorlegung der Bundesratsbeschlüsse. Der diätenlose Reichstag verdiene etwas mehr Rücksicht seitens des Bundesrats.
Abg. Festen (Däne) erhebt nochmals Beschwerde über die Ausweisung dänischer Optanten. Diese Ausweisungen seien ein Rechtsbruch und widersprächen dem Wiener Frieden.
ReickSkanzker Gras Bülow: Ich möchte mich nur gegen die beiden letzten polnücken Redner wenden. Der Gras Mielczynski hat gesagt, daß im Fabre 1848 auch die Berliner einen Auf stand ne macht hätten. Dao ist richtig. Tas war aber sehr unrecht und töricht von den Berlinern. (Große Heiterkeit.)
Ick möchte aber dock auf zwei Punkte hinweifen: einmal, daß die Berliner dock niemals die Absickt gehabt haben, sich von Preußen loszureißen. (Heiterkeit.) Der Berliner will ia immer hoch hinaus, aber das hat er doch nie gewollt. (Heiterkeit.) Ferner: daß die aufrührerische Berliner Bevölkerung damals nerabe von polnischen Agitatoren aufgehetzt worden war. (Ob! oh! links.) .Nun er« ‘enne ick gerne an, daß der Abg. Dr. b. Iazdzcwski sick einer über- - :s maßvollen Sprache befleißigt bat. ick kann sagen: einer sehr v "föhnlichen Sprache. Ick werde ihm ebenso maßvoll antworten, nistt mit der Leidenschastlickkeit des Tones, die er der Minister- F '.nt vorgeworfen bat und von der ick bis jetzt nichts gemerkt habe. >err von Iazdzewski bat gemeint, die vreußifcke Regierung hätte stit nunmehr 100 Jahren oder wenigstens feit dem Jahre 1815, ihre •Wtft insofern nickt erfüllt, als sie es verabsäumt hätte, durch das ebtige Entgegenkommen, durck die richtige Beschwichtigung polnischer E innerungen, polnischer Emviindungen und Wünsche die polnische Bevölkerung zu gewinnen. Das trifft nickt zu. Solche Ver- 'öbnunas« und Besckwicktigungsversucke sind von feiten der preirßi- ’.fen Regierung wiederholt unternommen worden. Sie find unternommen Worden in den 40er, 50er und 90er Jahren. Bei folcken Versuchen ist aber für die preußischen und deutschen Staatsinter- csten nie etwas berausgekommen. Es ist dabei nur herauSge- wmmen. daß die polnischen Aspirationen immer erorbitanter wurden, und wenn der Abg. v. Iazdzewski auck erinnert hat mit einer "cwisten Wehmut an die Zeit, wo auch die polnische Fraktion gewisse Annäherungsversuche unternommen hätte an die preußische Regierung, fo glaube ick, fo hoffe ick, ihm nickt zu nabe zu treten, wenn ick sage, daß er diese Annäherungsversuche Wohl am besten •baraftcrinert bat. indem er meinte, er laste es dabin gestellt. ob diese Annäherungsversuche ans bestem Herzen hervorgegangen seien.
Ick glaube, daß ste nickt aus bestem Herzen hervorgegaugen sind und deshalb hat mit Reckt Fürst Bismarck darauf hingewiesen, daß dieses Entgegenkommen der vreußiscken Regierung gegenüber der großpolnifcken Agitation, und ich mache keinen Unterschied rwiscken großvolnifcker Agitation und den volniscken Politikern, nur den Herrn von Iazd»ewski nehme ich ausdrücklich ans (Heiterkeit!, nur baut führt, die Deutschen ans den gemischtsprachigen Gebieten zu verdrängen, das Deutschtum durck das Polentum zurückzudrängen. Dann hat Herr von Fazdzewski auck erinnert an den Kulturkampf. Fch glaube, ick kann wob! sagen, in dieser Richtung werden von leiten unserer katholischen Mitbürger keine Beschwerden mehr erhoben werden können. (Widerspruch tm Zentrum.) Gegen mich ist jedenialld in die'er Beziehung begründetes Mißtrauen nicht vorhanden. Dann möchte ich noch darauf Hinweisen, daß es nicht richtig ist, daß die deutsck-evangelifcke Bevölkerung im Verhältnis •ur polnisch-katbolifchen sich vermehrt bat. Im Gegenteil, die polnisck-katholiscke Bevölkerung bat trotz des Ansiedlungsgesetzes im Verhältnis zur deutsch-evangelischen zugenommen, und deshalb wird, und damit will ick schließen, die preußische Regierung und ich auch ferner das Deutschtum tm Osten schützen mit allen Mitteln, die uns zu Gebote stehen. iBeifall.)
Abg. v. Gerlach (freif. Vergg.) erklärt sich als Gegner der preußischen Polenpolitik.
Hiermit schließt die Debatte.
Das Gehalt des Reickskanzlers wird bewilligt.
In der darauf folgenden Abstimmung über die Resolutionen werden abgelehnt: die sozialdemokratischen Resolutionen über ein Reichs-Jndigenatsgesetz, ein Reichs- kanzlerverantwortlickkeitsgesetz und ein Gesetz, das den Aufenthalt der Ausländer regelt.
Angenommen wird die sozialdemokratische Resolution, die eine Kündigung her Auslieferungsverträge mit Rußland fordert und die Zentrumsresolutionen betreffend Vertretung Elsaß-Loth- ringens im Bundesrat und Vorlegung einer Ueberficht
über die Bundesratsbeschlüsse über Reichstagsentscheidungen in jeder Session.
Der Etat des Reichskanzlers und der Reichskanzlei wird angenommen.
Es folgt der Etat des Auswärtigen Amts.
Abg. Eickhoff (fr. ,23b.) tadelt die Begünst gung der Firma Krupp durch die Regierungsie werde bei Waffenlie'eruugeu an das Ausland besonders empfohlen, wodurch die Firma Ehrhardt geschädigt iverde.
Abg. Dr. Dnhlcm (Ztr.) wünscht eine Revision des Gesetzes über den Erwerb und den Verlust der Staatsangehörigkeit.
Staatssekretär Frhr. v. Richthofcn erwidert, daß eine Novelle zu dem Gesetz dem Reichstage noch in dieser Tagung 'ngeben werde. Von einer Bevorzugung der Firma Krnpv könne keine Rede sein., liniere Vertreter im Anslande hätten dafür zu sorgen, daß dis Lieferung Deutschland zugewendet werde, da müßten sie sich für eine Firma interessieren, denn wenn beide Firmen empfohlen würden, bestände die Gefahr, daß leine die Lieferung bekäme. Am besten wäre es wohl, wenn bei Lieferungen für das Ausland beide Firmen sich vereinigten und zusammen eine Offerte machten. Redner geht dann noch auf einige seinerzeit von dem Grafet» Reventlow erwähnten Fälle ein, in denen deutsche Reichsangehörig» von ansländischen Regierungen geschädigt und von der deutschen Regierung im Stick gelassen fein sollten und weist nach, daß die Regierung getan habe, was sie tun konnte. Redner bleibt im wesentlichen unverständlich.
Abg. Dr. Beumer (nL) bedauert die Angriffe auf die Firnis Krupp,' für die er sich lebhaft ins Zeug hält. Er bestreitet, daß die Firma Krupp an den Panzerplatten so sehr viel verdiene. Auch ich bin durchaus für den Wettbewerb, aber die einzelnen Fabriken müßten den Beweis der Leistimgs'ähig'eit znvor erbringen, wenn sie fonturrieven wollen. Diesen hat die Firma Ehrhardt nickt erbracht Sie hat zwar der Budgetkommission einen Bericht vorgelegt, in der ein Bries der schweizerischen Artillerie - Prüfungskommission enthalten war. Dieter Brief ist zwar für die Firma günstig. Aber die Budgetkommission ist gröblich getäuscht worden lHörtl hört!), denn in dem Briefe fehlen alle Stellen.die für die Firma ungünstig waren. 11. a. stellt die Prüiungskommission darin fest, daß die Haltbarkeit der Geschütze viel zu wünfcken übrig lasse, daß der Vorlauf des Rohres und der Verschluß nicht den Vergleick mit anderen anshalten, kurz und gut, daß diese Geschütze in ihrer jetzigen Gestalc noch unfertig seien.
Was die Bestellungen anlangt, so bat Ehrhardt seine Geschützt in England nur während des Burenkrieges abgesetzt. Bei wirklichen Konkurrenzen zwischen Ehrhardt und Krnpp bat Krupp stets noch den Sieg davongetragen. Vor dem Patemamt ist festgestellt worden, daß Ehrhardt einen widerrechtlichen Verkehr mit Angestellten der Firma Krupp gepflogen habe. (Hört! hört!) Die Behauptungen des Herrn Eickhoff sind hinfällig. Auf weitere Einzelheiten kann ich nickt eingehen; sonst müßte ich mich auf Aeußerungen des Kriegsministers über das Rohrrücklaufgesckütz beziehen, die er heute im strengsten Vertrauen in der Kommission getan bat.
Nach einigen Bemerkungen des Abg. Eickhoff, der eine Replik beim Militäretat in Aussicht stellt, schließt die Diskussion.
Das Ordinarium wird genehmigt.
Beim Extraordinarium wünscht
Abg. Tr. Bachem (Ztr.) eine Erforschung der alten Baudenkmäler ui China, welche von höchstem Interesse seien.
Staatssekretär Frhr. v. Richtbofen dankt für die Anregung, der im nächsten Jahre Rechnung getragen werden wird.
Abg. Dr. Sudekum: Wir freuen uns ebenfalls über die Anregung und wir hoffen, daß dann auch die chinesische Architektur Einfluß haben wird auf die Berliner Architektur. (Heiterkeit.)
Abg. Dr. Müller-Sagan (freif. Vp.): Wir auch! (Große Heiterkeit.) ü
Ter Rest des Etats wird nach kurzer weiterer Debatte genehmigt.
Hierauf vertagt sich das Haus. Nächste Sitzung morgen Sonnabend 1 Uhr. Tagesordnung: Kolonialetat.
Schluß 7% Uhr.
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i Sodig5 s kandierter
feit und Förderung gemeinschaftlicher Interessen. Mit Rücksicht darauf, daß Frauen nicht immatrikuliert werden können, sondern nur als Gasthörerinnen zugelassen siitd, ist die Anmeldung des neuen Vereins bei der Polizeibehörde, nicht bei der Universität erfolgt.
wie Tapioka-Julienne, Reis, övbs, Grünkern, Haferschleim, Kartoffel, Sago, Gemüse, Riebelo u. f. w.
k_________________ _____ C16/8
Aiiivcrsiläts-Nachrichlrn.
— Im Reichsanzeiger werden die Listen über die im Prüf- ungsrahre ] 903/04 in Deutschland approbierten Aerzte, Zahnärzte, Tierärzte, Llpotheler und Nahrungsmittelchemiker vcrösfent- Uckt. Es ergibt sich daraus beim Vergleich mit den früheren Zähren, daß die Zahl der Arztapprobationensehr stark zurückgegangen ist. Es sind nur 1056 Aerzte approbiert gegen 1562 im Jahre 1902/03 und 1431 im Jahre 1901/02. luiau muß 18 Jahre, bis 1885/86, zurückgehen, um eine niedrigere Zahl von Approbationen zu finden. Tas Maximum wurde im Jahre 1890/91 mit 1570 erreicht. Der Rückgang gegen das lVor- jahr beträgt 506 oder 32 v. 5). Gestiegen ist ibie Zahl nur in Mecklenburg-Schwerin von 39 auf 40 und in Hesse n von 42 auf 47. Die Zahl der neu approbierten Tierärzte, die im Vorjahre von 2 70 aus 329 gestiegen war und fc-amit ihr bisheriges Maximum erreicht hatte, ist auf 311 gesunken. Die Zahl der Apotheker zeigt ebenfalls einen Rückgang. Es sind 580 approbiert gegen 612 im Jahre 1902/03. Stark gestiegen i)t die Zaht der für befähigt erklärten Nahrungsmittel- chemiker; sie beträgt 77 gegen 47 im Jahre 1902/03 und 28 im Jahre 1901/02, Unter den approbierten Aerzteu befanden sich 11 Frauen. i
Bonn, 17. März. Eine Student innen Verbindung Hilaritas mit 24 Mitgliedern hat sich zum Schluß des Semesters an der hiesigen Universität gebildet zur Pflege der Gesellig
^erlchts^al.
Gießen, 18. März., Die Strafkammer verurteilte gestern den Geometergehi^en Johann Heinrich W. von Ober- Florstadt wegen Betrugs im Rückfall zu 1 Jahr 9 Mo- n a t e n Gefängnis. W. wird von seinen Arbeitgebern als
Korn- n. jtfalz-Xaffee
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Reichsbank aus weis. Der Status der zweiten März» Woche zeigte eine Kräftigung, die stärker ist, als in der gleichen Zeit des Vorjahres. Der Metallbestand, der i. V. um 23,32 Mill. Mark anwachsen konnte, hat sich diesmal um 38,91 Mill. Mark vermehrt. Es wird angenommen, daß dies hauptsächlich auf die Herabsetzung des Distontsatzes der Bank von England zurückzuführen ist. Gegenwärtig ist der Metallbestand, um 165 Mill, auf 457,09 Mill., also um 58,24 Mill, gestiegen; im Vorjahre hatte er sich um 42,33 Mill, auf 326,83 Mill, erhöht. Die Notendeckung ist von 92,69 Prozent gegen 84,70 Prozent in 1903. Für die dritte Märzwoche ist eine Anspannung zu erwarten, da sich um diese Zeit die Anforderungen des Quartalswechsels geltend machen. Es ist möglich, daß zu Monatsschluß dre Bant wieder in die Notensteuer Eonimt.
Kleine Finanzchronik. Die Motorenfabrii Oberursel erzielte in dem am 31. Mürz zu Ende gehenden Geschäftsjahr einen bedeutenden Vrehrumsatz, sodaß auf eine höhere Dividende als tm Vorjahre gerechnet werden kann; damals wurden 5 Prozent gezahlt. — Die Deutsche Ostafrika- Linie in Hamburg ist wieder nicht in der Lage, eine Dividende zahlen zu können. Der Betriebsüberschuß muß für Abschreibungen verwendet werdet:. Im Vorjahre blieben nach 1640129 Mark Abschreibungen 3906 Mart Reingewinn vorzutragen.
V o m K oh le ns h n dikat. Wir haben Mitteilung gemacht, daß die lungit be)chlofscne Förderungseinschräntung des Syndikats Aussehett erregte und vielfach mit dem bevorstehenden Berggesetz in Zniammenhang gebracht wurde. Andererseits wird auch geglaubt, daß das Syndikat künstlich eine gewisse Knappheit ait Koh len Hervorrufen will, um die im Prinzip bereits' beschloßene Preiserhöhung bei geeigneter Gelegenheit durchzuführen. Dre weiteren Schritte des Syndikats dürften mit großer Aufmertiamkeit verfolgt werden.
crmoglich-il der Haussrau angenehme AbWr'chslunq bei Herstellung npfnrM11C^>n 6ll|Se;, ®in Würiel zu 10 Psg, gibt — nur mit Wasser gemocht — <2 gute Teller.
Man verlange ausdrücklich MAGOJs SUppen.
ein sehr brauchbarer Mensch, der in seinem Geschäft Vorzügliches zu [eilten imstande ist, geschildert. Sobald er sich aber dem Alkohol ergibt, ist die Arbeit Nebensache und er sucht sich au: Kosten anderer durchzuschlagcu. Im Jahre 1899 kam er nach Verbüßung einer längeren Freiheitsstrafe zu dem Kreisgeometer Lchopbach zu Butzbach 'in Stellung, der ihm auch Kost und Wohnung gab. Hier arbeitete er längere Zeit zur vollen Zufriedenheit und lebte fehr solid, sodaß ihn sein Arbeitgeber anhielt, hie auszugehen. Plötzlich ergab er sich wieder dem Trünke, die Arbeiten wurden nachlässig verrichtet und schließlich arbeitete er 9ar nichts mehr, sondern trieb sich, Schwindeleien verübend, in der Wetterau umher. Es wurden ihm 26 Betrugs fälle nachgewiesen, die teilweise aus Zechprellereien und aus Darlehen, die er infolge falscher Angaben erhielt, bestehen. Das Gericht zog die Tatsache, daß W. die Betrügereien gewerbsmäßig verübte, straferschwerend in Betracht. — Ebenfalls wegen eines Betrugs im Rückfalle wurde der Korbmacher 1L von Kohden zulJahrGefängnis verurteilt. U., der bereits 22 Strafen wegen Vergehens gegen das Eigentum verbüßt hat, begab fich zu der Frau des Schlossers Kuhl zu Inheiden, bereit Ehemann im Krankenhaus zu Hungen lag, und- erzählte ihr, er habe mit ihrem Manne vereinbart, seinen Hund mit dem ihrigen zu ver- tauichen. Frau K., die den Angaben Glauben schenkte, verab- wlgte ihren Hund gegen den f einig en. 11. nahm den wertvollen Hund der K. mit und band dafür seinen wertlosen Köter an die Kette. Natürlich war die Unterredung mit K. ein Märchen. Trotz der vielen Vorstrafen nahm bas Gericht noch einmal milbernbe Umstände an, um U. vor dem Zuchthaus zu bewahren.
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parlamentarischem.
Berlin, 17. März. Tie Toleranzkommission hcS Reichstages nahm die §§ 5 und 6 des Initiativantrags unverändert an. Absatz 2 des § 7 wirb auf 'Antrag Schrader wie folgt abgeänbert: Beim Inkrafttreten des Gesetzes bestehende, auf besonderem Rechtstitel beruhende Leistungen, welche auf gewissen Grundstücken zu leisten sind, werden von der Austrittseiklärung nicht berührt. Hieraus wird § 8 unverändert genehmigt.
— Die Budgetkommission des Reichstages genehmigte debattelos von dem Extraordinarium des Heeres- etats für Preußen Titel 3 bis 7 (Artillerie nnd^Waffen- wesen, Ingenieur-, Pionier- und Verkehrswesen nnd Festungen), zusammen 53 589 400 Lllk., ebenso die entsprechenden Etats für Sachsen und Württemberg, 6 649 735 Mk. bezw. 2 653 000 Mk., wobei beschlossen wurde, die Titel auch dieser Etats auf den ordentlichen Etat zu übernehmen. Im Laufe der Debatte über Kapitel „Naturalverpflegung" entgegnet General Sixt von Armm auf verschiedene Beschwerden, daß der Kriegsminlster die Generalkommandos ersuchte, die unterstellten Truppenteile auf genaue Beachtung dec Bestimmung hinzuweisen, wonach der Vertrieb anderweiter Waren als der gewöhnlichen Lebensbedürfnisse und Gebrauchsgegenstände in den Kantinen unstatthaft sei. Der Kriegsminisler erklärt gleichfalls, daß die Konkurrenz der Kantinen den Geschäftsleuten gegenüber unzulässig sei. Die Kommission genehmigte die Kapitel Naturaloerpflegung, Ausrüstung der Truppen und Garnisonbauwesen und nahm die Resolution Noeren an, nach welcher tm Jahre 1906 dec- Gehalt von 1900 bis 3200 Mk. für die Beamten an den Unterofsiziersschulen einzustellen ist, nachdem sich Staatssekretär v. Stengel damit einverstanden erklärte. Die Kommission bewilligte sodann eine Reihe von Kapiteln des Artillerie- und Waffenwesens.
Kuche nnd pchnle.
München, 17. März. Die Vorstände der bayerischen Handwerkerkammern haben sich in gemeinsamer Beratung öegen die Verlegung der katholischen Feiertage auf die Sonntage erklärt.


