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Nr. «28
©rl^etid OfHA mti rluSnahm« bei Sonntags.
Ote Hetzen« $amlfienblät1er* werden dem ^Ännetger viermal wöchentlich beigclegt Der ^elfisch« Lao-wttt- erscheint monaUich einmal.
Zweites Blatt« Jahrgang Freitag A2. September 1905
Q Rotationsdruck unb Verlag bet BrÜhllchae
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General-Anzeiger, Amts- unb Anzeigeblatt für den Kreis Liehen.
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deutschen Zolltarif staltfand. Der Vorsitzende sagte, die amerikanischen Fabrikanten hegten eine unberech- t i g t e F u r ch t vor der Wirkung des neuen Tarifes. Dieser Tarif würde zweifellos Deutschland mehr schaden als den Vereinigten Staaten. Jedenfalls aber müsse der amerikanische Kongreß wirksame Schritte unter- nehmen, um die amerikanische Industrie gegen feindliche
(Freitag) wird das Zarewpaar die Rückreise nach P e t e r h o f antreten.
In den nächsten Wochen wird die Wahlkampagne beginnen. Herr v. Witte wird für nächsten Dienstag in Petersburg erwartet. Ein offizieller Empfang ist nicht in
Nach dem Kriege.
Wladiwostok, 21. Sept. In der Kornilowbai fand am 16. September eine Besprechung des russischen Admirals Jessen und des japanischen Admirals Schimura statt, um die Bedingungen des Waffen- tillstandeS zur See auszuarbeiten. Das Geschwader JesienS bestand auS zwei Kreuzern und zwei Torpedobooten, das japanische Geschwader ebenso. In der fünfstündigen Ve- prechung wurde die Demarkationslinie festgesetzt und die Aus- chließung von Kriegskonterbande bestimmt.
Jena, 21. September.
Der sozialdemokr. Parteitag trat heute in die Generaldebatte über den Bericht Fischers über
die Maifeier
ein. Der Zentralsekretär der Arbeitergewerkschaften, Schmidt- Berlin, verbreitete sich über den entgegengesetzten Standpunkt und betonte, daß es ihm fern liege, die Maifeier prinzipiell zu bekämpfen. Er stelle aber der Erwägung anheim, ob die Maifeier wirklich die großen Opfer wert sei, die die Arbeitsruhe unter Umständen von den Feiernden fordert. Er und seine Anhänger seien bereit, die Resolution Fischer über die Maifeier anzunehmen, die Entscheidung dieser Frage gehöre aber dem internationalen Kongreß und der Partei. Er halte die Maifeier nur dann für eine wirksame Demonstration, wenn wirklich der gesamten Arbeiterschaft die Möglichkeit gegeben sei, sich dieser Feier anzuschlleßen.
In der Nachmittagssitzung nahm man die Maifeier- Resolution mit lebhaftem Beifall einstimmig an.
Keine Wahlkompromisse.
Dem Parteitage ging folgender Antrag zu:
Der Parteitag wolle beschließen, daß in Zukunft bei Reichstags-, Landtags-, Stadtverordneten- und Gemeinde-Wahlen Kompromisse mit anderen Parteien zur Erhaltung von Mandaten in den oben genannten Körperschaften nicht mehr geschloffen werden dürfen, da die Erfahrung gezeigt habe, daß trotz aller Kompromiße die bürgerlichen Parteien m_ben entscheidenden Momenten immer für die reaktionären Anschläge und die Feinde der Sozialdemokraten sich entschieden haben.
Der Studentenhumor hat sich auch an den Parteitag herangemacht. Vor der alten RatSzeise am Markt sah man gestern einen Trupp Akademiker sitzen, deren Häupter mit blutigroten Ballonmützen bedeckt waren. Eifrig kannegießernd tranken sie ihren Schoppen Wein und freuten sich, daß ihnen von den Passanten die gewünschte Aufmerksamkeit geschenkt wurde.
Pie Ilteilchteueruvg.
Berlin, 21. Sept. Hier hat eine Reihe großer Fftmen ihren Angestellten einmalige Teuerungszulagen bewilligte So haben verschiedene Konfektionsgeschäfte, Fabriken, kaufmännische Betriebe rc. als anerkennenswertes Beispiel ihrem Personal als Teuerungszulage ein Monatsgehalt aus- gezahlt c
Trier, 21. Sept. Auf eine Umfrage des hiesigen Regierungspräsidenten erklärte der Oberbürgermeister, daß die Schweinschlachtungen im hiesigen Schlachthaufe um 25 pCt. zurückgegan gen und die Preise um 25 pEt. gestiegen seien und daß sich die Einnahmen des Schlachthause? um 2000 Mk. vermindert hätten.
Tarife zu schützen.
P a r r s, 21. Sept. Dr. v. Rosen hatte heute abend eine Unterredung mit Rcvoil und sodann mit Roubier. Im Ministerium des Aeußern machte sich danach eine unbehagliche Stimmung geltend. Man gesteht zu, daß das Einvernehmen unerwartet auf neue Hindernisse gestoßen und wieder ferner gerückt ist, als man noch vorige Woche geübte. Man fügt hinzu, daß man die neuen deutschen Einwände schwer versteht, aber dennoch hofft, daß die Fortsetzung der Verhandlungen zu einem guten Ende führen kann, obwohl augenblicklich alles bisher Erreichte wieder in Frage gestellt sei.
— „Echo de Paris" meldet aus Madrid, daß gelegentlich des nächstjährigen Besuches des Königs Eduard auch die VerlobungdesKönigs Alfons proklamiert werden solle. Wie verlautet, sei als Braut des Königs die Prinzessin Luise von Orleans auser ehen.
Belgrad, 21. Sept. Hier zirkuliert das Gerücht, daß in Risch jener Offizier, welcher den Minister Pawlowitsch ermordet hatte, in seinem Zimmer ermordet aufgefunden worden ser. Der Offizier habe auf der Brust ein Stück Papier mit der Ziffer 1 angeheftet gehabt.
K o n st a n t i n o p e l, 21. Sept. In Smyrna wurde ein berüchtigter armenischer Verschwörer verhaftet und hierher transportiert. Er war unter dem Namen eines Majors Marancesk aufgetreten. In Magnesia in Kleinasien ist bei einem armenischen Händler ein Lager von 18 Bomben und Munition aufgefunden worden. Das in Pera beschlagnahmte Bombenlager steht nach Ansicht der Polizei mit dem Attentat im Pildiz Kiosk in Verbindung. Der Bruder des Hausbesorgers, in dessen Hause sich das Bombenlager befand, ist der Kutscher des Magens gewesen, auf welchem sich die Höllenmaschine befand. Die Polizei hat auch gestern wieder in einem armenischen Quartier viele Bomben gefunden und mit Beschlag gelegt. Ferner fand um Mitternacht in dem einem Deutschen gehörigen „Grand Hotel Kroeckel eine Haussuchung unter Leitung des Nedjib Pascha Melhorn« statt. Das gesamte armenische Dienstpersonal des Hotels wurde verhaftet. Die türkischen Behörden nahmen die Haussuchung in Gegenwart des deutschen Konsuls v. Bellhetml
Deutsches Reich.
Berlin, 21, Sept. Das Kaiserpaar unternabm heute morgen einen Ausritt. Später hörte der Kaiser den Vortrag des Chefs deS Militärkabinetts General-Adjutanten Grafen von Hülsen-Häseler. Um 12^ Uhr empfing der Monarch Herrn Wagner, Vertreter der Mosaikfabrik von Pfuhl u. Wagner, und nahm darauf die Meldung des mit der Führung des Kreuzergeschwaders beauftragten Kontre- admirals Breusing und deS Gouverneurs von Südwestafrika von Lindequist entgegen. Diese beiden Herren wurden zur Frühstückstafel geladen.
— Handelsminister Möller, der heute die Dienstgeschäfte wieder übernommen hat, äußerte sich einem Journalisten gegenüber über die zur Zeit schwebende aktuelle Frage des Bergbaues im wesentlichen wie folgt:
Was die Frage eines event. Beitritts des preußischen Fiskus zum K o h l e n s y n d i k a t betrifft, so finden zur Zeit die ersten Besprechungen statt, so daß von der Erzielung eines Ergeb- niffes noch keine Rede sein kaun. Dasselbe gilt von der Frage, ob und in welchem Umfange sich der Fiskus am Felderbesitz der internationalen Bohrgesellschaft beteiligen soll. In der Hib erniafrag e ist kein neues Stadium zu verzeichnen.
Das Gerücht von seinem Rücktritt bezeichnet der Minister als „müßiges Geschwätz". Niemals habe es ihm ferner gelegen, von seinem Amte zurückzutreten, als gerade jetzt.
— Der Präsident der Hauptverwaltung der Staatsschulden, Wirkl. Geh. Rat Otto von Hoffmann ist heute im Alter von 72 Jahren gestorben.
— Die „Nordd. Allg. Ztg." schreibt: Die „Tägl. Rundschau" vom 20. September bringt unter Bezugnahme auf eine Mitteilung der „Preuß. Schulztg." die Nachricht, die Staatsregierung plane, zum Zwecke der Beseitigung des Lehrermangels abgekürzte Seminarkurse zur Ausbildung von Lehrern einzurichten, die vornehmlich zur Besetzung von Stellen auf dem platten Lande bestimmt sein sollen, und eigene Seminare zu gründen, in denen nur Landlehrer ausgebildet würden. Diese Mitteilung ist in allen ihren Teilen erfunden.
Baden-Baden, 21. Sept. Der Reichskanzler Fürst Bülow empfing heute den aus Berlin hier eingetroffenen japanischen Gesandten, welcher später beim Reichskanzler dinierte. ■
München, 21. Sept. Die Staatsbahn-Werkstätten ordneten die Herabsetzung der Arbeitszeit von 9 Vs auf 9 Stunden an.__________________
Ausland.
London, 21. Sept. Aus New.»ork wird gemeldet, daß in Philadelphia eine Konferenz der amerikanischen Baumwollfabrikanten über den neuen
Aussicht genommen.
Der Zar droht den Belagerungszustand über ganz Finnland zu verhängen, falls diepolitischenMorde dort fortdauern. Diese Haltung des Zaren verschlimmert die sehr gespannte Lage und vermehrt die Unzufriedenheit unter der finnländischen Bevölkerung, die wegen der Nichtachtung der sinnländischen Verfassung höchst erregt ist.
Ter Ministerrat beschloß, die am 9. d. M. der Universität Petersburg verliehene Autonomie auch auf die übrigen Hochschulen Rußlands auszudehnen. Ebenso urde beschlossen, die Versammlungsfreiheit in- oweit zu gewähren, daß politische Versammlungen ab- gehalten werden dürfen, wenn innerhalb dreier Tage nach erfolgter Anzeige und Mitteilung des Programms kein Verbot erfolgt. — IN einer Versammlung polnischer Studenten zu Warschau wurde indes beschlossen, die Universität in Warschau sowie das Polytechnikum aus nationalen Gründen auch weiterhin zu boykottieren.
Ter Edelmann Tachtfchoglo, der auf den Pristaw Schischko ein Revolverattentat mit tödlichem Ausgang verübte, ist vom Odessaer Kriegsgericht zum Tode durch den Strang verurteilt worden.
Aus Petersburg wurde vor einiger Zeit gemeldet, daß der Revolutionär Feldmann, einer der Rädelsführer des „Potemkin", aus seinem Gefängnis in Sewastopol entnommen fei. Jetzt werden die näheren Umstände der Flucht bekannt. Zwei Genossen verlleideten sich als Gefängniswärter, gelangten zu Feldmanns Zelle und brachten ihm ebenfalls den Anzug eines Gefängniswärters. Alle drei verließen dann vollständig unbehelligt das Gefängnis. Sie ließen eine Wachsfigur in der Zelle zurück und der Tausch wurde erst nach einigen Stunden bemerkt.
Meldungen aus Baku wissen noch immer von neuen Untaten der Tataren zu verrichten. In Balachany wurden die Naphtaquellen des Statthalters vorn Kaukasus, Fürsten Woronzow, durch Brandstiftung vernichtet. Ueber- ällc von Eisenbahnzügen durch Tataren sind an der Tagesordnung. In den letzten drei Tagen wurden 30 Armenier aus der Reise ermordet. In Schuscha, das vom Verkehr durch Tatarenbanden abgescynitteu ist, herrscht Hungersnot.
Volttische Tagesschau.
Heber die vertrauliche Versammlung de8 Verbandes deutscher Zigarettenfabrikanten
in Dresden bringt die „Südd. Tabakztg." jetzt folgenden offi- nellen Bircht:
Der Verband deutscher Zigaretten - Fabrikanten hatte am 13. Sept, eine Versammlung abgehalten zur Besprechung der anscheinend bevorstehenden höheren B e st e u e r u n g des Tabaks in Deutschland. Aus Zcitungs- und anderen Meldungen hatte verlautet, daß eine Souderbesteuerung der Zigaretten in Höhe von 2.50 Mk. das Tausend geplant sei. Die zahlreich besuchte Versammlung erklärte sich natürlich gegen die angeblich beabsichtigte Sonderbesteuerung nur eines der fünf Zweige des deutschen Tabakfabrikationsgewerbes als einer ungerechten und höchst unzweckmäßigen Maßregel. Da der Vorstand bereits Anlaß genommen hatte, eine Eingabe an das Reichsschatzamt zu richten, ist deren Ergebnis äbzuwarten. Inzwischen soll dem Deutschen Tabakverein das Ansuchen unterbreitet werden, seinerseits für die Zigarettenindustrie als einen der fünf Zweige des deutschen Tabakfabrikationsgewerbes Stellung zu nehmen gegen die Bestrebungen, welche bezwecken, die Zigarette zu Gunsten anderer Fabrikate Hüber zu belasten und in der Entwicklung aufzuhalten.
Parteitag der sozialdemokratischen Kartei Deutschlands.
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Aks Alüöt unö KlMd.
Gießen, 22. September 1905.
** Minifterwechset? Kurz vor Schluß der Redaktion ging uns heute folgende Drahtmeldung au 9 Darm st a d t zu:
Wie uns aus zuverlässiger Quelle mitgeteilt wird, Hal S. K. H. der Großherzog dem Abg. Justizrat Dr. Gut. fleisch in Gießen mittels Handschreibens das hessische Staatsminister. Portefeuille, als Nachfolger von Exzellenz Rothe, angeboten.
Derartige Gerüchte sind bereits seit einiger Zeit in Um-* lauf und von der Zentrumspresse Hessens zuerst verbreitet worden. Wir haben bisher von ihnen keine Notiz genom- men, da eine Bestätigung von keiner Seite erfasste. Diese heutige Meldung veranlaßte uns, bei Herrn Justrzrat Gutfleisch anzufragen. Auf dessen Bureau weiß aber niemand etwas davon. Er selber ist zurzeit verreist.
•• Personalien. Das Ehrenzeichen für Mitglieder freiwilliger Feuerwehren wurde verliehen dem Mitgliede der freiwilligen Feuerwehr zu Steinbach, Weckbach. — Am 20. September d. I. wurde der Oberförster der Oberförsterei Lauterbach, Mann, in gleicher Diensteigenschast in die, Oberförfterei Eichelsdorf versetzt.
** Der Theaterverein läßt, wie män uns mitteilft gegenwärtig bei seinen Mitgliedern den Beitrag für das laufenbe, Jahr erheben. Wer dem Verein neu beizutreten beabsichtigt, wolle seine Anmeldung an den Rechner des Vereins, Musikalienhändler Challier, Neuenweg, richten. Der jährliche Beitrag ist 5 Mk., er wird aber beim Abonnement auf die sechs Separatvorstellungen des Vereins wieder voll in Abrechnung gebracht. Die Mitglieder genießen bei den Abonnements des Stadttheaters einen Rabatt von 8 Prozent, und bei der Eröffnungsvorstellung! am 3. Oktober, die außer Abonnement stattfindet, wie auch bet anderen besonderen Veranstaltungen stehen ihnen Kvrten zu ermäßigten Preisen zur Verfügung. Für die erste Vereinsvorstellung steht die beste Neuerscheinung dieses Jahres, das Schauspiel „Der Graf von Charolais" von Beer-Hofmann mit einem hervorragenden Gaste in der Titelrolle in Aussicht; für eine der folgenden Vorstellungen ist Frl. Ce nta Br6, die im leisten Winter mit so großem Erfolge im „Frühlingsopfer"- gastierte, gewonnen, und zur Zeit schweben Verhandlungen mit Hansi Niese, der ausgezeichneten Wiener Künstlerin.
Friedberg, 21. Sept. Mit Wirkung vom 15. Sept, wurde Dr. H. Hoffmann aus Koblenz, bisher Lehrer an der Obst- und' Gartenbauschule zu Köstritz und der Landwirtschaftsschule in Zerbst, mit der provisorischen Wahrnehmung des Dienstes eines Lehrers für Naturwissenschaften und Landwirtschaft an der Großh. Ob st bausch ule und Landw. Winterschule Friedberg an Stelle des. verstorbenen Professors Reichelt betraut
Deutsch-Afrika.
Der „Köln. Ztg." wird au§ Berlin gemeldet: „Die über Kapstadt durch das Reuter'sche Bureau übermittelte Nachricht, daß in Keetmanshoop ein deutscher Transport mit 1000 Stück Vieh und 122 Wagen unter Niederrnachung der Begleitmannschaft von Witboi-Hottentotten genommen worden sei, verdient keinen Glauben. Amtlich liegt über das angebliche Mißgeschick der deutschen Truppen noch keinerlei Nachricht vor. Eme solche müßte aber, da der Ort der Handlung und seine Umgebung das heliographisch mit Windhuk verbundene Keetmanshoop gewesen sein soll, viel rascher übet Swakopmund als auf dem Landweg über Kap- stadt nach Deutschland gelangen. Ein Transport von 122 Wagen, der etwa 2000 Stück Zugochsen bedingen würde, gehört nicht in das Reich der Möglichkeiten. Wenn der Nachricht überhaupt ein tatsächlicher Vorgang zu Grunde liegt, kann es sich jedenfalls nur um die Wegnahme eines unbedeutsamen Transportes, die der telegraphischen Berichterstattung nicht wert erachtet wurde, handeln. Es unterliegt indessen bei der Kampfesart Witbois keinem Zweifel, daß die deutschen Truppen bei dem kürzlich gemeldeten siegreichen Gefecht gegen Witboi nur einen Teil der Anhänger des alten Hendrik Witboi vor sich gehabt haben können, während ein Teil davon sich abgezweigt hatte, um die anderweitige Beschäftigung der deutschen Hauptmacht zu einem Raubzuge zu benutzen." .
Wie weiter aus Berlin gemeldet wird, wird Gouverneur ». Lindequist voraussichtlich am 30. September die Ausreise nach Deutsch-Südwestafrika antreten.
Ein Telegramm aus Windhuk vom 13. Sept, melde Im Gefecht bei Nuhib westlich Haruehas verwundet die Reiter Litzau, Gläenzel und Guthier.
Nach einem Telegramm des Kommandanten des „Bussard" ßom 20. September aus Daar-es-Salaam wollte der Kreuzer am Morgen des 21. ds. in See gehen, um das Mrogoro-Detachement zu instradieren. Es besteht aus-dem Leutnant Engelbrecht, dem Marine-Oberassistenzarzt Deutz, 34 Mann, 1 Maschinengewehr, zusammen mit Hauptmann Frhr. v. Wangenheim, 2 Unteroffizieren und 15 schwarzen Soldaten und Trägern. ___
Russische Neuigkeiten.
Das Zarenpaar ist in Wiborg an Land gegangen und wurde vom Befehlshaber der Festung empfangen. Nacy einer Inspizierung des Ärtillerieparkes kehrten der Zar und die Zarin an Borü des „Polarstern" zurück. Heute


