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18.11.1905 Erstes Blatt
 
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Erstes Vlarr

Dir bentifle Kummer umtafct 22 Seiten.

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Baden-Baden, 17. Nov. Ter Kaiser ist von Donau- tsabingen lammend, hier ein ne troffen und von der Großherzogin LW Bahnhof empfangen worden.

Berlin. 17. Nov. TieNordd. Allg. Ztg." schreibt offt- ;iöS: Ter Kaiser und die Kaiserin gedenken IkiS für den 27. Februar k. I. bevoi-üchendc Fest iljrer silbernen Hochzeit im engsten Familienkreise zu feiern. Aus­wärtige Negierungen sind auf Anfrage von diesem be­reits vor mehreren Wochen gef.fiten Entschluß des Kniierpaares in Kenntnis gesetzt worden. lDamit fallen die meisten Kom­binationen, die an W gestrige Londoner Tementi geknüpft irmrden. in sich zusammen. Immerhin aber bleibt die Lon­doner scllrasse Tonart bemerkenswert. D. Ned.l

Nachdem der BundeSral die neuen Steuervor- tagen in erster Lesung (übrigens mit Einstimmigkeit' angenommen falt, loirb die zweite Lesung dieser Vorlagen f(fa?n in der näclLren Plenrrsihung erfolgen, die endgiltige An­nahme ist zn^eiselloS. Der Gesamtertrag der neuen Steuern wird jetzt höher als bisher, und zwar auf 24ü Millionen Mark berechnet.

In der gestrigen Vundesratssitzung wurde ferner die Zustimmung erteilt b'm Entwürfe einer Novelle zum Gesetz betr. die deutsche Flotte. Außerdem wurden an- genommen die Entwürfe eines Gese-es weam l'-farnahme einer Garantie deS Reiches in Bezug auf die Eisenbalm von Dugia nach den Manengiiasiorgen, eines Gesetvs b:tr. die Pen sio nierung der Cssi ziere, einschliestlich der S-anitätsoffi- ncre und eines G^-setzes betr. die Versorgung von Persone'- der II n l er kl o sse n des Reichs Heer es, der Marine und txnc C ch » tz t r u v p e n. Ten EnNo"rsen d S Etats f"r das Reichs Militärgericht, über den allgemeinen PensionSsonds und über ben NeicliSiuvalidcnfmids, für das Schutzgebiet Kian tschau und die Marineverwaltung wurde die Zustimmung erteilt.

Tie in Sertin stattgehabten V eb"dlunaen zwischen den deutschen Tuchfabrikanten und den cFm-hmern behufs Ab schlusses einer Konvention ergaben n.gsiae Pebereinftimnuing in den grundlegenden F-ragen, wehrend über einige wenige Punkte noch ein Einverständnis zu erzielen bleibt. Vertreten ttrrcn unter Vorsitz des Kommerzienrats Eduard Meyer-Aacl^cn d-.'s 23er eins deutscher Tuch- nmb Wollwarenfabrikanten, der Verband deutscher Tucl>groffisten (Sitz Aarben) und ber Verein deutscher Tuchgros.hündler und verwandter Dränen ''Sitz München), sowie von beiden Gruppen hervorragende Einzelfirmen.

Am Mittwoch Y: fr-nb tagten die Berliner Parteiftinktionäre und der sozialistische Parteivorstand gemeinsam, um eine Erklärung in Sachen des Vorwärts-Konfliktes zu beraten. Der Vorstand des Vereins Arbeiterpresse b'tte eine solch- ausgeo.rbeitet, der die sechs ausaeschiedenen Redikteure im Voraus ihre Zustimmung gegeben; batk.n. Pai-teivorsland und Preßkommission bitten aber an den Hauptsäfrni ein­schneidende Aenderungen vvrgenommen und legten am Mittwoch ifamb die beiden Erklärungen den Funktionären vor mit dem Anträge, der von ihnen abgeändertert Erklärung ihre Zustimmung zu geben.

Oldenburg, 17. Nov. Gros''Herzog Friedrich August wurde von den Technischen Hochschulen Hannover und Danzig in An- erkennung seiner Verdienste um die Technik und daS Verkehrs-- wesen die akademische Würde eines Tr. ing. honoris causa verliehen.

Straßburg, 17. Nov Anlässlich der gestern stattgehabten Einweihung der neuen Molelbrsieke bei Moulins erklärte der rcsichsländiscbe Landwirtfchaftsminister Zorn von Bulach, im fol­genden Jahre würden alle von Metz nach Frankreichs führenden Schleusen des Kanals erweitert und vertieft werden. Tie Aussulnmng daeses für ganz Lotbringen fabeutungSvollen Werk-'s sei dank dem Entgegenkommen frr fran­zösischen Negierung möglich geworden. Es sei zu hoffen, hast sich mif dem Kanal, der in Frankreich Anschluß an bas groste Kanalnetz habe, ein recht inniger Verkehr mit Frank- re i ch entwickeln werbe.

außei Sonniaqtz. tem Äiesteuer Anzeiger HKTben tm Wechsel mit ttm hessischen Landwirt btt Lietzener Zamitiew Hiner viermal tn der

Woche beigelegt ft»taiion6brud u. 23er­lag ber 6 r ü h loschen UntDed.-Sud)-n.Siein- bmderet. R. Lange. Ktvaklion, Ervedmo« und Druckerei:

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Ausland.

Brüssel, 17.Nov. Gras Philipp vonFlandern ist heute im 69. Lebensjahre hier geft or ben. Ter Gras der jüngere Bruder König Leopolds II., wurde 1837 geboren. Er vermählte sich zu Berlin 1867 nut der am heutigen Tage in ihr 61. Lebensjahr tretenden Prinzessin Maria von Hohenzollern. Der einzige Sohn dieser Ede, Prinz Albert, ist, da die Ehe König Leopolds II. ohne männliche Nachkommen geblieben ist, Thronfolger. Bon den beiden Töchtern deS Verstorbenen ist Prinzessin Henriette an den Herzog von Vendome, Prinzessin Josephine an den Prinzen Karl Anton von Hohenzollern vermählt.

Paris, 17. Nov. In der Kammer protestierte (nach der Wiederaufnahme der Arbeit in den 'Arsenalen) der sozia- listische Abg. Allard gegen das Necht, welches die Regierung sich anmaste, den staatlichen Arbeitern das Streil­recht abzusprechen. Dec Kabmetsches Nouvier erklärte, dast niemals eine Negierung dieses Recht ber Arbeiter anerkennen werde. Diese Worte veranlastten den Sozialislensübrer Ja urös, auszurufen: Tas bedeutet eine Kriegserklärung gegen bie Arbeiter. Die endgiltige Abstimmung endigte mit einem Siege der Negierung nut etwa 360 Stimmen Mehrheit.

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Berlin, 17. Nov. Gouverneur Grof v. Goetzen telegra­phiert unter dem 16. Nov.: Der gröstte Teil des Bezirks L i n b i kann als beruhigt gelten. Der Ackerbau unb der Handel beleben sich dort wieder, nur Mafanga erscheint noch gefährdet, bi das Tctacl>ement v. Wangenhcim den Bezirk Morogoro- Kilossa nicht ganz entblösten konnte unb n-^ch seiner Teilung zu schwach war, um die Flußübergänge über ben Ruahu und Manga zu erzwingen. Am 21. Nov. marschiert eine als Besatzung von Morogoro bestimmte Abteilung von Dar-es-Sglaam ab, um dem Hauptmann F-rhr. v. Wangenheim freie Hanb zu geben. Major Johannes erhielt ben Befehl, einen Teil seines Expeditions­korps von Liwale auf Mahenge zu detachieren, da S o n g e a, nach dem bereits gemeldeten Ekfecht bei Nvumabengo austerGefahr erscheint. Hauptmann Nigmann feljrte nach dem Entsatz von Songea nach Iringa zurück. Negierunasvat Boeder meldet nach seiner Rückkehr von der Bereisung der sudlick>cn Teile d.s Bezirks Dar-eS-Salaam, daß eine Beruhigung eingetreten und bie Arbeit mieder ausgenommen sei. In den Matumbibergen kommt es noch gelegentlich zu kleineren Zus^mwenstüsten.

Ein interessantes Charakterbild des zuküns igen Königs von Norwegen, jetzigen Prinzen Karl von Dänemark, der no-ch neuesten Meldungen am 25. d. M. in Christiania seinen Einzug halten wird, wird in derNat.-Ztg. von kundiger tzond gezeichnet. Ter Prinz, der in der Blüte der ManneS- )ohre steht er ist 33 Jahre, sieht aber jünger aus, ist mit seinem offenen, liebenswürdig freien Arllitz und der Güte seines Wesens der Liebli"^

Rom, 17. Nov. Der Papst hat seine Zustimmung zur Abänderung deS Protektorats über die Katho­liken im Orient erteilt. Nach diesem neuen Abkommen soll Deutschland das Protektorat über die Katholiken in China, Japan und Korea erhalten, Oesterreich in den Balkan- itaaten, mit Ausnahme der Türkei, Belgien in Westafrika, Spanien in Marokko und einem Teile von Ostafrika, Eng­land in Indien und Zentralasrika, Italien in der Türkei und einem Teile Albaniens, Tripolis, Palästina und den Inseln un ägäischen Meer.

Paris, 17. Nov. Ter heutige Ministerrat beschloß Verhängung einer vierzehntägig en Arrest strafe über den Generalissimus Brugöre, weil Vrugöre den Blättern Mitteilung über seine geheime Unterredung mit dem Kriegsminister Etienne über den Zwischenfall mit General Percin gemacht hat.

Madrid, 17. Nov. König AlfonS hat den deutschen Kronprinzen eingeladen, ihm in Madrid einen Besuch abzustatlen. Der Kronprinz hat die Einladung angenommen und wird noch vor dem Gegenbesuche deS Kaisers in Madrid eintreffen. Es heisst, daß sich zwischen dem jungen Könige und dem Thronfolger eine innige Freundschaft entspannen habe.

Wien, 17. Nov. Der Londoner Korrespondent der .N. Fr. <ßr.' ist in der Lage sestzustellen, daß trotz deS Dementis der Nachricht über die Anwesenheit deS eng­lischen Königpaares bei der silbernen Hochzeit deS deutschen Kaiserpaares die englisch-deutschen Be­ziehungen eine derartige Wendung zum Besseren ge­nommen haben, dast aller Voraussicht nach die beiden Monarchen eine Zusammenkunft, die durchaus freund- schäftlichen Charakter haben wird, beabsichtigen. Man habe in englischen Regierungskreisen die Ueberzeugung gewonnen, daß die deutsche Politik ehrllich sei und sei außerdem zu der Erkenntnis gefommen, daß alle obskuren Verdächtigungen von einem agrcssiven Vorgehen Deutschlands anderen Brächten gegenüber Erst.'.düngen seien.

Budapest, 17. Nov. Auf die Anfrage eine« Professors der Klausenburger Handelsschule an den Sozialistenführer Bebel, welche Meinung er über .die Frage habe, ob die Sozialdemokraten in Ungarn gegenüber den nationalen Forderungen die Forderung deS allg e- gemeinen Wa hlre chts erheben dürfen, antwortete Bebel, daß nach seiner Ansicht das ungarische Parlament in seiner jetzigen Zusammensetzung gar keine Rechte habe, im Namen deS Volkes zu sprechen. Die Ungarn sollen daS allgemeine, geheime und direkte Wahlrecht nehmen, woher sie eS be- fonnnen können und dies sei der Grund, weshalb daS Co binett Feyervary zu unterstützen ist, welches dies Prospekt vertritt, damit Ungarn ein moderner Staat werde, der eS bisher nicht war.__________________

Ausstiche Aeuiqkkiten.

Petersburg, 17. Non. Tie Petersb. Telegr-Agent, teilt mit: DerKuryer Warszawski" brachte die Meldung^ die beutsche Diplomatie habe der russischen Regier- ung den N a t erteilt, gegen die Polen strenge Maß- nahmen zu ergreifen. Wir können die Meldung als völlig grundlos bezeichnen. Ebenso grundlos ist die Meldung derPetersburgskaja Gaseta", die europäischen Macht« hätten an die russische Regierung eine gemeinsame Note über die Judenverfolgung in Rußland gerichtet mit deut Hinweis auf die Möglich "eit einer Einmischung ihrerseits.

Wie aus sonst gut unterrichteten Kreisen verlautech wird die Ernennung des Großfürsten Nikolai Niko- lajewitsch zum Diktator ernstlich erwogen.

Auch heute war hier alles ruhig. Ernste Zusammen­stöße fanden zwischen dem Volk und der Polizei und deut Militär nicht statt. Der Telephonbetrieb wurde heute mittag e in ge stell t. Tie Telegraphenbeamten ver­handeln noch über den Anschluß an den Ausstand. Von den Bahnen find noch die finnländische und die kurze Strecke nach Zarskoje Sselo in Betrieb. Die Bäcker wollen Sonntag in den Ausstand treten. Ta- Streikkomitee beschloß in einer Nachtsitzung, im Ausstande zu verharren, bis eine auf der Grundlage des allgemeinen direkten Wahlrechts gewählte demokratische Regierung an die Spitze tritt. Auf die Sympathien Wittes verzichtete« die Arbeiter.

Tie Apotheken und die drei größten elek­trischen Gesellschaften streiken. Tie Behörden lassen die elektrische Straßenbeleuchtung^ durch technische Truppen bedienen. An vielen Punkten der Stadt werden auf großen Höfen starke Truppenabteilungen mit Maschinengewehr, n. bereitg-chalten. Wenn auch das Straßen­bild das gewöhnliche Aussehen hat, ist die Bevölkerung doch voll Unruhe. Alles versieht sich mit Waffen. Tie Früchte, nach denen nachmittags am Nikolaibahnhofe ein Zusammenstoß zwischen Ausständigen und Arbeitswilligen stattgefunden haben sollte, wobei von der Schußwaffe Go- branch gemacht wurde und zahlreiche Menschen getötet worden feien, erwiesen sich als unbegründet. Gestern abend hielten auch die Offiziere eine Versammlung ab, m der beschlossen wurde, in der Armee dafür Propaganda zu machen, daß gegebenenfalls nicht auf die Bevöl­kerung gefeuert werde. Mehrere Gardeoffiziere er­hielten Drohbriefe, in denen sie mit dem Tode bedroht werden, stlls sie auf das Vol. feuern lassen würden. Alb- gemein wirft man den Semstwos und den Mitgliedern der Dumas vor, daß sie Witte im Stich gelassen und ihm ihre Unterstützung versagt haben. Tadurcy sei daS Mißtraue«

tuet t er Kreise, nicht nur in England und Skandinavien, joubcrn in ganz Europa geworden. Als Enkel König Ehri- slianS von Dänemark, als Großneffe KönigOSkars von Schweden, als Schwiegersohn König EGuards von England, dazu als Cousin des Juten, weist er eine bedeutsame Verwandtschaft auf. Von riljcr Jugend an bis zu seiner Verheiratung l)atte er rin Leben dem Meere und der Marine geweiht und war überall unter dem Namen derSee man ns prinz" bekannt.

Tie Mutter des Prinzen Karl, die Kron- viinzessin Luise von Tänrmark, ist nicht nur durch Körpergröße, sondern auch durch Reichtum die auS- le^eichnetste Fürstin Europas. Sie erbte von ihrem Vater, irm König von Schweden, den stolzen Wuchs von über k<lis Fuß Höhe und ein Riesenvermögen von über 60 Mill. Mark. Von den Fähigkeiten des zukünftigen Herr- schors, Regierungs- und Verwaltungsgeschäfte zu leiten tvciß man nicht gerade viel. Es ist nicht bekannt geworden, daff er bei der Leitung der Politik Tänemarks schon irgend eine bedeutende Rolle gelpielt habe. Ta aber sein Vater, ber Kronprinz, trotz seiner Bescheidenheit und seines zurück­gezogenen Wesens, hauptsächlich die NegierungSgeschästc Dänemarks erledigt, so sind wohl auch dem Sohne die Sorgen und Beschwerden des Herrschers nicht fremd ge­blieben. Seine frische Natur aber trieb ihn mehr zu kühnen Abenteuern unb dem wagefrohen Leben drS Seemanns. Als langjähriger aktiver Kommandant ein cd dänischen Kriegsschiffes hatte er Gelegenheit, seine firaft und seine Energie zu prüfen, und er ist aus diesen harten Lebensjahren des MarincdicnsteS als ein fern- cefunber, wetterharter, in allen körperlichen Hebungen gestählter Mann hervorgegangen.

Seine Gemahlin de Prinzessin Maud von Wales, hat er sich aus Liebe erwählt, und eS mag e;n Aa mpf in seiner Seele gewesen sein, als er der jungen Jiau zuliebe das ihm ans Herz gewack;sene Seemannsleben aüfgab, doch soll Prinzessin Maud in den ersten Jahren her Ehe ihn gebeten haben, über seine Pflichten als Sck)ifss- koinmandant nicht die Pflege feines häuslichen Glückes und die Freuden des Zusammenlebens zu vernachlässigen.

Co lebt denn nun der Prinz hauptsächlich seiner Frau unb feiner Familie; er führ ein einfaches Leben. Em tüchtiger Ritt auf der Jagd mit den Hunden um die Brtte, eine gute Beute, bk seine zielsichere Hand erlegt, da-s sind seine Freuden. Daneben ist er ein glänzender Lillardspieler, der es in bie)er schwierigen Kunst zu großer Misterschaft gcbrcia,: hat. Ueberhaupt ist er in allen Dingen deS Sports woyl erfahren, unb bie Leute in ber Hingegen!) von Canbringham, wo ber Prinz unb feine Ge­mahlin währcnb ihrer häutigen Besuche bei bem Sck)wieger- 6a ter ihr prächtiges Heim zu Appleton House haben, ver- tljircn ben Prinzen ebenso wegen seines schönen unb go irinncnbcn Aussehens, als sie ihn wegen seiner hervorragen­dem Leistungen als Jäger unb Sportsman achten.

Tas etwas extravagante WesenberPrin- c s f i n war Anlaß zu manchen amüsanten Vorfällen. Tie rrinzcssin ist eine vorzügliche Keglerin. Sie iibr eines Tages allein im Park von Winb,or einen ber- ictenen Weg, worauf sie von einem Parkwächter an ne­belten unb barsch zur Rebe gestellt wurde. Ein anderesmal lam sie in einem einfachen Togcart nach Wolf ertön ge- jähren, wo damals der beut,che Kaiser weilte, und verlangte, ckiigelassen zu werden, um dem Kaiser Guten Tag zu lagen. Ter Pförtner aber weigerte sich, sie einzulassen, und glaubte, sie sei nicht re-^t bei Sinnen, als sie sich als rechter König Eduards offenbarte. Als sie einmal in- loignito auSaing, verliebte sich ein junger Pre­diger in sie unb verfolgte sie mit seinen Anträgen. £ie Prinzessin gibt nicht feqr viel auf Mcibung, bock) besitzt sie wunbervolle Juwelen unb vor allem einen kostbaren Gürtel von ihrer Großmutter, ber Königin Viktoria, ber nht herrlichen Smaragben besetz ist.

Kaiser Wilhelm hat übrigens als Erster bie S'winbibatur beS Prinzen Karl ben in ber norwegischen Elljronfragc interessierten Mächten, unb zwar sofort nach Üuiflöfunn ber fkanbinavischen Union, borgeschlagen. Zatzt ber jucht man an anberen Höfen bas Serbien ft für bie tr jolgreiche Knnbibatur in Anspruch zu nehmen. In Lonbon ist unter ben bort afrebitierten Diplomaten unb in Hof- fritifcn eine fast beluftigcnbe Kontroverse bar über ent- stauben.

Tas KönigsschifsDannebrog" wirb aus ber Fahrt mit detm neuen norwcaischcn Königspaar von brei ber größten dLnischeu Kriegssch.fse, cotoie zwei bis brei Torpebobooten begleitet sein. Vielleicht wirb ein beutsches unb ein tniglisches Ges ch waber im Christiania-Fjorb bem neuen König bie Honneurs erweisen, wenn er ben norwegi­schen Boben betritt.

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