Nr. 129 Zweites Blatt. ISS. Jahrgang
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Samstag 3. Juni 1905
RolattonSdruck und Verlag der Vrühllch« Untoerfltätsbruderet 9L Lang«. Vietze»,
Redaktion, Expedition u. Druckerei: Schulst?.
Lei. Nr. 6L Lelegr^Udr. i Anzelg« Vietze»,
General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen.
Aer Krieg.
Der nennte Bericht des Admirals Togo, der am 1. d. Mts. in Tokio einging, lautet: „Jwate" und „3afitmo" melden, daß keine russischen Schiffe zwischen Torischima und Schanghai seien. Kontreadmiral Chimamura meldet, daß sein Flaggschiff „Jwate" die „S cherntschnn g" am Nachniittag des 27. Mai auf 3000 Meter Entfernung stark beschaffen und zweifellos zum Sinken gebracht hat.
Die Gefangennahme NoschdjestwenLkiS.
Nach einer Depesche des „Daily Expreß" au5 Tokio belichtet ein Offizier von dem Untergange des „Borodino^: Die Geschosse von dem japanischen Linienschiff „Schikischima" begannen die „Borodino" gleich nach Beginn des Kampfes zu treffen. Ein Schuß von der „Borodino" traf die „Schikischima". Roschdjestwenski kam darauf an Bord der „Borodino" und leitete den Kampf. Die Schlachtschiffe „Schikischima" und „Fudschi" eröffneten gemeinsam das Feuer. Ein Geschoß schlug in die Geschützbank der „Borodino". Von der Mannschaft lagen Dutzende tot und verwundet umher. Durch zwei andere Geschosse wurden die beiden zwölfzölligen Geschütze der „Borodino" außer Gefecht gesetzt; 18 Mann wurden getötet. In der nächsten Stunde glich die „Borodino" einer wahren Schlachtbank. Es zeigte sich denn auch, daß Noschdjestwenski verwundet war. Er wurde, wahrend die unbeschädigten kleinen Geschütze weiter feuerten, an Bord eines Torpedobootszerstörers geschafft. Die Japaner kamen näher heran und feuerten sämtliche Geschütze ab. Die „Borodino" geriet in Brand und zog sich unter dem Feuer von 8 japanischen Schiffen, da- von den noch brauchbaren Geschützen der „Borodino" erwidert wurde, zurück. Die „Borodino" sank tiefer und tiefer, fuhr aber fort, verzweifelt zu kämpfen, obgleich alle Hoffnung vergeblich war. 400 Mann waren getötet oder verwundet. Nachdem ein japanisches Torpedoboot gesunken war, wurde die „Borodino" von der ganzen Flottille der feindlichen Torpedoboote angegriffen. Durch eine Explosion wurde die „Borodino" zum Kentern gebracht. 40 Mann wurden gerettet und an Land geschafft.
Rassische Schiffe in japanischen Diensten.
London, 2. Juni. Nach Meldungen aus Tokio sollen die erbeuteten Schlachtschiffe „Orel" und „Nikolai" nur leicht beschädigt und bereits mit japanischen Mannschaften in Dienst gestellt mord en sein.
Die Japaner rücken in der Mandschurei vor.
Petersburg, 2. Juni. General Linewitsch meldet §em Kaiser unter dem 31. Mai: Die Japaner begannen am 2 9. Mai vorzurücken, indem sie unsere Truppen in dem Tale des Tzinkheflusses, drei Werst vor dem Fenchulinpasse, an griff en. Das Tal blieb in unseren Händen. Am gleichen Tage wurde eine Bande Chunchusen 30 Werst südwestlich von Kherasu in der Umgebung von Jknetchen durch die Freiwilligentruppen zerstreut. Ein Teil der Chunchusen wurde getötet.
Die Wat im rnffischen Publikum wegen der furchtbaren Niederlage findet nicht allein in Reden der größten Erbitterung Ausdruck, sondern auch, wir nachfolgender Vorfall beweist, in offenen Demonstrationen. Die Fahnen-Kompanie einer Flotten-Abteilung zog eine Petersburger Straße mit klingendem Spiel entlang. Das Publikum drängte sich herbei mit lautem Ruf: „Es wäre zeitgemäßer, anstatt luftige Weisen, einen Trauermarsch zu spielen".
Daß in Petersburg ein großer Ausstand auSgebrochen ffi, der sehr gefahrdrohend ist, teilen wir unter „Rußland in Sturm und Drang" mit.
Alle Blätter außer „Swjet" fordern Frieden um jeden Preis. Die materielle Einbuße, die Rußland durch die Seeschlacht von Tsuschima erlitten hat, wird auf 300 Millionen Rubel geschätzt, davon entfallen 140 auf die untergegangenen Schiffe.
Das Pariser Journal meldet aus Petersburg: In einem außerordentlichen Ministerrat, dem auch mehrere Großfürsten beiwohnten, sei die Notwendigkeit eines Friedensschlusses anerkannt worden, doch sei fein Beschluß betreffs Nachsuchung eines Waffenstillstandes gefaßt worden. Auch soll der Zar Befehl gegeben haben, die Abfahrt des 4. baltischen Geschwaders zu beschleunigen. Diese Flotte kann jedoch nur Bedeutung er» halten, wenn sie sich mit der Schwarzen Meerflotte vereinigen könne. Diesbezügliche Gerüchte zirkulieren mit großer Bestimmtheit. Auch in Konstantinopel zirkuliert das Gerücht, Rußland beabsichtige ernstlich die Frage der Durchfahrt der russischen Schwarzen Meerflotte durch die Dardanellen aufzuwerfen und sei entschlossen, etwaigen Einspruch Englands zurückznweisen.
Eine engere englischstapanische Allianz?
Der englische Minister für auswärtige Angelegenheiten, ^andsdowne^ hielt bei der Konferenz der konservativen Partei eine Rede, worin er ausführte, weder England noch Japan habe daran gedacht, das Bündnis zwischen beiden Ländern aufzuheben. Die einzige Frage wäre gewesen, ob das Bündnis in der jetzigen Gestalt fortbauern solle oder ob eine engere Allianz abgeschlossen werden solle.
Rußland po 't vergeblich in Frankreich an.
London, 2. Juni. Der „Daily Chroniele" meldet, /aß die russische Negierung im Begriffe war, in Frankreich eine Anleihe von 6 00 Millionen Franes aufzunehmen; deren Abschluß hatte am 30. Mai stattsinden sollen, doch veranlaßten die Berichte über die russische Niederlage die französischen Finanzleute, sich von dem beabsichtigten Geschäft zurückzuziehen.
Volttische Tagesschau.
AuS Anlaß der Schneider-Außsperrung
wird uns geschrieben: Wer die Zwistigkeiten zwischen den Arbeitgebern und Arbeitern mit aufmerksamem Blick verfolgt, kann sich des Eindrucks nicht erwehren, daß bei drohenden Streiks Aussperrungen der Arbeiter häufiger als seither eintreten. Bei näherer Ueberlegung ist es auch weiter nicht verwunderlich, daß die Entwicklung diese Richtung nimmt. Wie von einem Streik nicht die Rede sein kann, wenn die Arbeiter nicht organisiert find, so kann auch eine Aussperrung von Arbeitern nicht veranstaltet werden, wenn sich nicht die Arbeitgeber zu einem Verbände zusammengeschlossen haben. Da nun die Arbeitgeberverbände in den letzten Jahren einen großen Aufschwung genommen haben, so ist es erklärlich, daß die Arbeitgeber bei Forderungen der Arbeiter, die sie als unbegründet ansehen, mit der Aussperrung vorgehen. Denn dadurch verhüten sie, daß der Streik zu einer Zeit ausbricht, in der er ihnen am ungelegensten ist, d. h. während der Hochsaison. Wie ferner von den Arbeitern mit Sympathiestreiks vorgegangen wird, so kann man heute auch allerwärts von Sympathieaussperrungen hören, die zu dem Zwecke veranstaltet werden, die Gewerkschaftskassen zu erschöpfen. Je mehr die Verbände der Arbeitgeber und Arbeiter erstarken, desto mehr wird die Entwicklung dahin führen, daß die kleineren lokalen Streiks verschwinden und an ihre Stelle gewaltige Kämpfe zwischen den gegenseitigen Organisationen treten. Sobald in einer Stadt eine bestimmte Gewerkschaft den Streik proklamiert, wird der zuständige Arbeitgeberverband größere Aussperrungen vornehmen in der ganzen weiten Umgegend. Anfänge dieses Systems haben sich in der Praxis schon gezeigt. Dadurch wird die Häufigkeit der Ausstände sich vermindern und Tarif- oereinbarungen werden in größerer Anzahl getroffen werden. Die8 würde in noch viel weiterem Umfange geschehen, wenn die Parteien sich mehr als bisher entschließen wollten, vor den Einigungsämtern der Gewerbegerichte zu verhandeln. Unter einer unparteiischen Leitung wird eine Einigung unter den streitenden Parteien viel leichter erreicht.
Deutsches Reich.
Berlin, 2, Juni. Großfürst Michael Alexandrow itsch traf heute mit Gefolge hier ein, vom Kaiser in Begleitung des Kronprinzen und der Prinzen Eitel Friedrich, Adalbert und August Wilhelm empfangen. Der Großfürst nahm in der russischen Botschaft Wohnung, wohin ihn der Kaiser geleitete. — Der Kaiser verlieh dem Großfürsten NikolausMichailowitsch den Schwarzen A d l e r o r d e n.
— Dem kranken Freisinnsführer Eugen Richter bringen bekanntlich die Sozialdemokraten keine freundlichen Gefühle entgegen, weil er der schärfste Kritiker der zukunftsstaatlichen Phantasien gewesen ist. Das Blatt des Genossen Franz Mehring aber entblödet sich nicht, in Ausdrücken gegen Eugen Richter vorzugehen, welche nur die tiefste Verachtung dieser sozialdemokratischen Kampses- weise Hervorrufen können. Die „Leip;. Dolksztg." überschreibt einen Artikel gegen Eugen Richter: „Ein Strolch noch im Sterben."
— Gestern abend starb nach kurzer Krankheit infolge einer heftigen Lungenentzündung in Charlottenburg der Zentrums-Abg. Stötze! im 70. Lebensjahre. Er vertrat seit 1877 im Reichstage den Wahlkreis Essen und war feit 1885 Mitglied des Abgeordnetenhauses für den Wahlkreis Koblenz-St. Goar.
— Der Entwurf eines Reichserbschaftssteuer- Gesetzes wird zurzeit im Reichsschatzamt einer Umarbeitung unterzogen im Sinne einer allgemeinen Abschwächung. Der Entwurf hatte dem preußischen Finanzministerium zur Begutachtung Vorgelegen und war dort auf mehrfache Bedenken gestoßen, denen nunmehr Rechnung getragen werden soll. Insbesondere soll die vorgesehen gewesene Besteuerung der Deszendenten wieder fallen gelassen werden.
Jena, 2.'Juni. Die deutsche Anarchisten-Kon- ferenz, die zu Pfingsten nach Wendgen-Jena einberufen worden ist, wurde von der Behörde verboten.
Ausland.
London, 2. Juni. Unterhaus. L-wd Newton lenkt die Aufmerksamkeit des Aauses aus den neuen Vertrag m 11 ® f «• ghaniftan, durch den England nicht mehr erreichte als unter dem früheren. Rußlands schweres Mißgeschick in Ostaften habe seine (Bteflimg in Mittelasien nicht beeinträchtigt. Unterstaabs- iefretät für Indien Batli bestätigt die Erklärung Vatf-mrs über den Bau russischer strategischer Bahnen. Wenn NNr die Politik fortsetzen, fi-eundNche Siebungen mit Afghanistan zu unterhalten, ohne d'esem Lande unsere Aufmerksam keil en zu sehr Mifzudräng'M, werden wir alles erreichen, was totr im Auge haben. Wir werden ferner fremden Macht eine Einmischung gestatten. N"ch hinterer Dcbotl» erlist Lord Lans- downe das Wort. Hauptpunkt des W .-muten § sei, daß die auswärtigen Angelegenheiten Afghanistans unter Englands Leitung und Kontrolle stehen sollen.
— Der Sultan ließ den Gesandtschaften in Tanger den Wim sch nach Berufung einer i n t e r n n t i n n alen.marokka- Nischen Konferenz anzeism, und bis zum Eintreffen der .Antworten der verschiedenen Regierungen alle Per Hand- l u n g e n sowohl mit deutschen als auch französischen Sonde rgesandl schäft abbrechen. Für den Fall, dnß die Mächte den Gedanken einer Konferenz begünstigen sollten, wird die Zurückziehung dieser Missionen erwartet. Ms Ort der Konferenz loirb der Sultan Tanger vorscUagen.
Rom, 2. Juni Bei der Himm-lfahrtK-Proklamation in Bari stürzte sich ein Anarchist aus den Ka rd i n a l G a l l o und stieß ihm einen Dolch ins Gesicht. Es entstand eine .große Panik, bei der das Kreuz hnh ,m*irrere Heiligenbilder zertrümmert uni) die Geistlichen zu Boden geworfen wurden.
Budapest, 2. Juni. Das YlbgeordnetenhauS nahm mit', großer Mehrheit einen Antrag Kossuths auf Schaffung eines auto« nomen ungarischen Solltarifs an.
— Zeitung-sm^ldungen zufol.-re ist das Kabinett, Fejervary bis ans einige Lücken^geb^det. Die formellen Entscheidungen erfolgen anfangs nächster Woche. Das Kabinett ist berufen btt Geschäfte z.u führen, bis im nächsten Herbste der Boden iür eine Verständigung' und für neue Konstellationen vorbereitet ist.
Madrid, 2. Juni. Nach einer Blättermeldung war eine c artistische Erhebung in Catalonien in Vorbereitung. Die Ovg-anisatton soll bis in das Ausland hinein feine politischen Machenschaften y.i veranstalten versucht haben, wodurch bet Erfolg der Reise des Königs von Spanien sehr verringert worden wäre. Es gelang aber den Behörden rechtzeitig, daL Komplott M entdecken und zum Scheitern zu bringen.
Schwurgericht.
th. Gießen, 8. Juni.
Gestern vormittag wurde daS Schwurgericht der Provinz Oberhessen für das II. Quartal d. I. eröffnet. Der Gerichtshof war gebildet aus dem Vorsitzenden, Landgerichtsrat Prätorius, und den Beisitzern, Landgerichtßräten Schmeckenbecher und Neuenhagen. Verhandelt wurde unter Ausschluß der Oeffentlichkeit gegen den verheirateten, 42 Jahre alten Land- und Gastwirt Georg Grein von Romrod wegen Sittlichkeitsverbrechens, begangen an einer geistesschwachen Person. Die Geschworenen bejahten die Schuldfrage, worauf der Gerichts!', f den Angeklagten zu 1 Jahr Zuchthausstrafe verurteilt'' welche als Zusatzstrafe zu einer von der Strafkammer ausgesprochenen aus 6 Monate Zuchthaus reduziert wurde.
Aus Stadt und Land.
Gießen, 3. Juni 1905. \
** Personalien. Se. Kgl. Hoheit der Großherzog haben dem Architekten Ebhardt zu Berlin-Gnmewald das Ritterkreuz 1. Klasse des Verdienstordens Philipp« des Großmütigen verliehen. — Heinrich Wilhelm Röddiger zrr Darmstadt wurde zum Bureaugehilfen ernannt
** In der Gemälde-Ausstellung am Brand sind von heute an neu ausgestellt: eine Kollektion von 21 Gemälden von W. Besig-Rom, sechs Aquarelle von A. Mangold-Darmstadt, sowie Werke der plastischen Kunst in GyvS, Bronce und Terracotta von E. Beyer-München und W. Fritsch-Berlin. Die gegenwärtige Ausstellung um^ faßt über hundert Gemälde und Kunstwerke.
• * DaS Promenadenkonzert fällt morgen aus.
• * Flugfeuer. Gestern vormittag gegen 11 Uhr geriet, wie man uns mitteilt, wieder einmal, wie im vorigen Sommer so überaus häufig, der Eisenbahndamm, und zwar besonders an der Herberge „zur Heimat", in helle flammen. ES wäre sehr zu wünschen, daß die Heizer der Lokomotiven größte Vorsicht namentlich innerhalb und in der Nähe von Ortschaften nehmen.
* * Bezirkstag der mittelrheinischen Bezirksverwaltung des deutschen Techniker-VerbandeS. Wir weisen auch an dieser Stelle auf die Einladung deS Technischen Vereins Gießen zum 17. Bezirkstage der Mittel- rheinischen Bezirksverwaltung des Deutschen Techniker-Ver-^ bandeS hin. Die Verhandlungen finden am morgigen Sonntag von 11 Uhr an im Neuen Saalbau (Steins Garten) zu Gießen statt.
• • Verunglückter Radfahrer. Bei einem AuS- finge von Marburg über Gießen nach Braunfels rannte ein radelnder Lokomotivführer von Marburg auf der abfallenden Straße an einer Kurve in voller Fahrt gegen einen Baum und blieb bewußtlos liegen. Passanten veranlaßten feine Beförderung nach Gießen. Der Verunglückte hat einen schweren Beinbruch und anscheinend eine Gehirnerschütterung erlitten.
• • Die oberhessische KornhauS - Genossenschaft hat, wie man uns mitteilt, den Bau eines Kornlager- hauses an der Station Burg-Nieder-Gemünden beschlossen. Die Erbauung wird in aller Kürze begonnen.
* * Besitzwechsel. Witwe Rusag, Frankfurterstraße 39, verkaufte ihr Haus an Karl Seibel, Frankfurterstraße, für 38 000 Mk. — Kalkwerkbesitzer Stadtverord. Aug. Gabriel kaufte ein hinter seinem Werk liegendes umfangreiches Terrain für 35 000 Mk.
«Ti Lich, 2. Juni. Gestern nachmittag 1 Uhr sand im Saale des Gastwirts I. Stein die theorettsche Gesellenprüfung statt. Die Prüfung wurde von Hochbauaufseher Hübner geleitet. Jeder Prüfling mußte zwei Aufgaben rechnen und einen geschäftlichen Aufsatz schreiben. Dann fand die mündliche Prüfung statt. Es hatten sich 23 Prüflinge gemeldet; zwei davon fielen schon in der praktischen Prüfung burch, 19 Prüflinge gingen mit der Note „gut bestanden", 2 mit „bestanden" ab. Dem Gewerbe nach waren eS 4 Zimmerlente, 3 Maurer, 2 Weißbinder, 6 Schreiner, 2 Glaser, 2 Schlosser, 2 Schmiede, 1 Wagner und 1 Schneider. Nach Beendigung der Prüfung hielt Lehrer Alt eine Ansprache an die Junggesellen. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses, Glasermeister Scherff, dankte den Meistern, sowie den Lehrern für ihre Mühe und Arbeit und überreichte den Junggesellen unter Handschlag die Gesellenbriefe.
w. Bad-Nauheim, 2. Juni. Wie wir hören, beab- sichtigt der Prinz von Wales zur Kur hierher zu kommen. Es sind bereits mit dem Besitzer des Kaiserhoss' Herrn Haberland wegen Wohnungen Verhandlungen gepflogen iporbcn. '
Schotten, 1. Juni. Gestern feierte Rendant W. Wolfschmidt das 5l)jährige Jubiläum als Rechner der Kirchensonds Winger^nausen und Eichelsachsen. Geh. fRe*' gierlmgsrat Schönfeld überreichte ihm daS von Sr. Königs


