Ausgabe 
18.4.1905 Zweites Blatt
 
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Erlcheirü tVtzNch mit Ausnahme des TonnlagS. AA AA X A AA

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.Anzeiger viermal wöchentlich beigelegt. Der jS W M W BL SL i 6L Vv

Landwirt" erscheint monaUtch einmal. W V V « TF V

ienstag 18. April 1905

Rotationsdruck und Verlag der Drühllche» llnwersitätsdruckerei. tR. Lange, Gieße«,

Redaktion. Expedition u. Druckerei: Schulstr.t»

Del. Nr. 6L Telegr^Adr.» Anzeig« Gieß«,

General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Eichen.

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Taormina auf­ist der Ort jetzt selbst für vieles

gestern von Taormina auS einen Ausflug Venere.

Während die Zahl der Touristen, die suchten, bisher verhältnismäßig gering war, von Reisenden geradezu überschwemmt und

Zollfrei! Muster an Jedermann!

Seidenfabrikt. Henneber^, Zürichs

Kkrichtslaat«

Wien, 17. Avril. Hofrat Grünhut, der in dem Prozetz gegen dieZeit" lvgl. unsere Nr. 90) als Zeuge vorgeladen war, aber infolge des raschen Abschlusses nicht mehr vernommen' wurde, erklärt, er würde unter seinem Eide folgendes ausgesagt," haben: Vor drei Jahren machte Bergrat Max v. Gutmannr in einem Gesvräch mit Grünhut die Bemerkung, daß sein Onkels David Gutmann, die Berufung ins Herrenhaus gern sehen würde, und er bat Grünhut, sich "dafür zu verwenden. Grünhut erklärt ferner, er habe mit Rücksicht la'-nf die angesehene Stellung David von Gutmanns als Industrieller die Aufmerksamkeit auf ihn xu lenken gesucht, aber sofort den Eindruck gewonnen, daß ernel Berufung ins Herrenhaus nicht beabsichtigt sei. Die Frage eben*, tueller Leistungen für den Dispositionsfonds sei von Vergrab von Gutmann und Grünhut nicht berührt worden. Hofrat Grün-, Hut ist der Schwiegervater des Hofrats Sieghardt, des Chefs der Präsidial-Kanzlei im Ministerrats-Präsidium.

Die kaiserliche Familie in Sizilien.

Wie aus Taormina gemeldet wird, erweist sich der Aufenthalt im sonnigen Süden für die Rekonvaleszenz des Prinzen Eitel Friedrich so günstig, wie seine Eltern und Aerzte es erhofft hatten. Der Prinz, dem man noch bei seiner Abreise von Berlin die Spuren der überstandenen schweren Erkrankung deutlich anmerkte, erholt sich von Tag zu Tag mehr und hat bereits die frühere blühende Frische seines Aussehens wiedergewonnen. Hierzu trägt nicht wenig der Umstand bei, daß daS Wetter den Söhnen des Kaiser­paares bisher erlaubt hat, fast den ganzen Tag im Freien zu verbringen. In leichten Reiseanzügen, den Panamahut auf dem Kopfe, so unternehmen sie täglich Spaziergänge und Ausflüge in die Umgebung, stets jeder mit einem Kodak be­waffnet und bald hier, bald dort den Gegenstand einer photo­graphischen Aufnahme wählend. Bei der Bevölkerung er­freuen sich die Prinzen Eitel Friedrich und Oskar einer außer­ordentlichen Beliebtheit, die sie der ungezwungenen Natür­lichkeit ihres Wesens danken. Der Aufenthalt in Taormina ift auf die Dauer von vier Wochen berechnet. Nach deren Verlauf wird jedenfalls Prinz Eitel Friedrich auch die letzte Spur des Leidens verwunden haben, das ihn während des Winters so unvermutet befiel.

Der Kaiser verblieb am Montag an Bord derHohen- zollerrtt und hörte die Vorträge der Chefs des Militär­kabinetts und des Marinekabinetts. Die Kaiserin nnternahm

Bekanntmachung,

Mr. Landespferdezuchtverein, hier Fohlenimport 1905, Schlußtermin für Bestellung von Zuchtstutfohlen.

Es wird hiermit unter Bezugnahme auf die Bekannt- /nachungen in den Nummern 1 und 2 der Nereinszeitschrift zur Kenntnis der Pferdezüchter gebracht, daß Bestellungen zum Bezug von Zuchtstutfohlen aus Belgien, Oldenburg und der Rheinprovinz nur bis zum 1. Mai er. bei der Ge­schäftsstelle des Landespferdezuchtvereins in Darmstadt, Neckar­straße 10, entgegengenommen werden. Bestellungen nach dem 1. Mai werden unter keinen Umständen mehr be­rücksichtigt.

Darmstadt, den 8. April 1905.

I. A.: Naegels.

zu haben; denn oie gestrige Beratung der Ersenbahnvorlage hatte eigentlich nur einen akademischen Charakter. Be­merkenswert ist, daß der Republikaner Colaianni das Vor­gehen der Eisenbahner verurteilte. Es handle sich darum, schloß Colajanni, ein Mittel zu finden, um unter Achtung des Rechts und der Gerechtigkeit, einer dem Lande und der Volkswirtschaft Italiens schädlichen Bewegung ein Ende zu machen. Die Forderungen der Eisenbahnangestellten seien übertrieben und ungerechtfertigt, was auch durch die ruhige, ganz reservierte Haltung der sozialistischen Deputierten be­wiesen würde.

schäften sich ablösten, oder wie noch heutigen Tages in Italien, wo nur die Mauern des Theaters stehen und an die stets auf der Wanderschaft mit Darstellern, Dekorationen und dem gesamten technischen Apparat befindlichen Gesellschaften auf Zeit vermietet werden, fo pflegt doch selten nach Ablauf der Vertragsdauer Mischen! einem Direktor und der Stadt der Vertrag erneuert zu werden, und in Köln sahen wir noch nach 22 Jahren der Aera Hofmann einen neuen Mann und neue Verhältnisse einziehen.* Auch besitzt noch längst nickt jetes S'adttheater, selbst die größeren nicht, feilten, eigenen Fundus an Kostümen, Requisiten usw., ja oft nicht em> mal an ausreichenden Dekorationen und Möbeln, und in mittleren Städten ist der Betrieb der Theater-Direktion noch regelmäßig cm den Besitz eines solchen Fundus gebunden. Bei der Vergebung des Theaters gibt meist das Inventar des Fundus und der Nach-! weis eines entsvrcchenden Betriebskapitals vor der künstlerischen Befähigung den Ausschlag. Mit diesem Fundus zieht der Direktor von Ort zu Ort wie der Schäfer mit der Herde. Hat er einrj Wiese abgegrast oder als nicht saftig genug befunden, so setzt er seinen Stab weiter. Hat er aufs neue Fuß gefaßt, so gilt} sein Bestreben natürlich "der größtmöglichen Ausnützung des neuen Bodens. Was liegt ihm an der Pflege eines von Grundsätzen künstlerischer Oekonomie geleiteten Repertoirs, das ihm Opfer auferlegt, an der stilvollen Ausstattung der Klassiker, die auch ohne dem gehen, und der Neuheiten, die unsicher sind, was kümmern ihn die geistigen Interessen der Stadt, da er für seine Kundschaft arbeitet, und die geistigen Bedürfnisse der Unbemittel­ten, da er sein Publikum nur in den Kreisen der zahlungskräftigen Leute findet; was hindert ihn aber vollends an der Pflege und Ausnützung von Stücken, die mit Kunst und mit den edlen Aufgaben der Bühne nichts zu tun haben, aber durch "wohlfeile Spekulation auf die Dummheit und die rohen Instinkte der Mehrheit des Publikums beim Geschäfte den Ausschlag geben! Woher stammt der tiefe Stand des Geschmackes und der dramati­schen Produktion in Deutschland anders als von diesem Geschäfts- Prinzip? Woher^ endlich sonst die Stillosigkeit in der Wiedergabe der klassischen wie modernen Literatur, die aller Tradition und Entwicklung der deutschen Theaterkunst Feind ist? Vor allem aber unterdrückt dieses Prinzip die zur Leitung vermöge ihres Könnens und ihrer Bildung befähigten Männer und liefert das Theater den Kapitalisten und Spekulanten aus, die es zur melkenden Krch machen.

(Schluß folgt.)

Aer italienisch- Kisenbahnbetrieö

/ft gegenwärtig das Versuchsobjekt einer lohn kämpfe­rischen Kraftprobe, die den italienischen, an sich schon nicht besonders gut gefüllten Staatssäckel in arge Bedrängnis zu bringen imstande ist. Die italienischen Eisen­bahner sind in den Generalausstand getreten. Der Grund zu dieser Kriegserklärung ist die der Kammer zugegangene Eisenbahnvorlage, die für den Streik im Eisenbahndienst bis zu 3000 Lire und für die Aufforderung zur Verletzung von behördlichen Anordnungen Haftstrafen bis zu einem Fuhre vorsieht. Freilich sollen dafür die Eisenbahner zu Staatsbeamten erklärt werden. Aber die italienischen Heizer und Maschinisten weigern sich, dieses Geschenk anzunehmen, das ihnen die Hände bindet, wenn es gilt, die Lohnverhält­nisse zu verbessern. Sie wollen sich dais Streikrecht nicht aus den Händen winden lassen.

Die Obstruktion, die die italienischen Eisenbahner mit oewundernswerter Einigkeit vom Schalterbeamten an bis zum letzten Wagenschmierer bereits vor einiger Zeit trieben, Hut dem italienischen Publikum schon einen bitteren Vor­geschmack von einer allgemeineren Verkehrsverzögerung ge­geben. Jetzt aber handelt es sich nicht mehr um Verlang­samung und Verzögerung des Verkehrs des italienischen Eisenbahnbetriebes, jetzt droht unter Umständen den Adern der gesegneten Halbinsel die völlige Unterbindung durch den Generalstreik. Die Zeit ist für die Kämpfenden nicht übel gewählt. Das Land der Sehnsucht kann alsbald für viele Fremde, die seine Schätze aufsuchen wollen, ent­weder verschlossen sein oder es wird vielleicht für diejenigen, die bereits dort weilen, zur unentrinn­barenFalle" für längere Zeit. Der Lohnkampf der italienischen Eisenbahner ist mitbin nicht bloß ein Feuer, das die Umgebung gefährdet und in Mitleidenschaft zieht. Alle Welt hat ein Interesse an dem Ausgange dieses Kampfes um das wichtigste Lebenselement eines Volkes, um die Eisenbahn. ,

Vorläufig ist allerdings noch kerne Gefahr rm Verzüge. Im Gegenteil, es scheint, als ob das Schlimmste überhaupt vermieden bleiben wrrd. Der gestrige erste Tag des Eisenbahnerausstandes brachte bereits einen Mißerfolg der Ausständigen. Zahl­reiche Züge verkehrten, »f allen Linien arbeitete die Hälfte des Personals weiter. Diejenige Beamtenkategorie, die die größte Zahl der Streikenden stellt, ist die der Heizer und Maschinisten, ^n Rom war der Eisenbahn­verkehr am Montag abend fast wie der normale. Die Eisenbahngesellschaften versichern, heute werde er völlig normal sein. Die Bahnverbindungen mit allen Verkehrs­zentren ist gesichert. In Venedig, Novara und in anderen Orten arbeitet das gesamte Personal weiter. Der Marine- minister dichtete zwischen den Hasenplätzen Italiens einen Post- und Passagierdienst durch Torpedoboote ein. Das Marineministerium stellte der Industrie die zum Betriebe der Fabriken erforderlichen Kohlen zur Verfügung. Die wirtschaftlichen Vereine ganz Italiens pro­testieren lebhaft gegen den Ausstand.

Der Hauptbahnbof in Rom wurde am Montag

nicht mehr vermittelt.

Alle diese Tatsachen scheinen den Obstruktions- eifer der Soziali sten in der Kammer gedämpft zu haben; denn oie gesttige Beratung der Eisenbahnvorlage

von 300 Grenadieren besetzt. Anstelle der ausständigen Loko­motivführer und Heizer trat Militär. In den Bureaus der Eisenbahngesellschasten fanden sich 200 Lokomotivführer und Weichensteller ein, die sich dem Ausstande nicht an­schließen.

Auch der Bahnhof in Venedig wird militärisch be­wacht. Aus Padua sind dort Truppenverstärkungen ein- gettosfen. Zwei Kriegsschiffe und einige Torpedoboote wer­den zur Aufrechterhaltung des Postdienstes, längs der Küste bereit gehalten. Der Luxuszug Wien-Venedig traf fahrplan­mäßig ein und wurde weiter geleitet Nur Güterzüge ver­kehren nicht.

Eine Versammlung der Eisenbahner in Mail and aber beschloß die Niederleaung der Arbeit. Indes hat sich der Streik auch dort bisher wenig fühlbar gemacht. Fast alle Personenzüge der adriatischen Eisenbahn sind von Mailand abgefahren. Nur int Netz der Mittelmeerbahn fielen fünf Personenzüge 'a*u§. Gestern vormittag verkehrte auf der Linie Porto Ceresio-Mailand kein einziger Zug. Man hofft aber, wenigstens zwei Züge täglich laufen lassen zu können. Aus der internationalen Gotthardlinie verkehrten die direkten Züge bis 10 Uhr vormittags regelmäßig; der Güterverkehr dagegen wurde eingestellt. Tie Be­hörde untersagte den Fernsprechverkehr mit der Schweiz. Gespräche zwischen Como und Mailand werden

der Aufgabe der Kunst. Und das Geschäftsprinzip ist die Ursache für den Tiefstand des Theaters in Deutschland, der im Ver­gleiche zu den anderen Künsten sichtlich in die Augen springt, ist der Grund seiner künstlerischen wie sozialen Schäden, und gefährdet aufs bedenklichste seine fernere gedeihliche Entwicklung zur Höhe der Aufgaben, zu denen es im modernen Leben berufen ist. Eine Abwendung der Gefahren, eine Besserung der ge­stehenden Zustände, eine ruhige Entwicklung ist nur möglich, wo das Theater der geschäftlichen Spekulation entzogen und statt dessen staatliche und städtische Mittel oder auch private Zu­wendungen seinen Bestand soweit ermöglichen, daß auf der Basis finanzieller Unabhängigkeit eine künstlerische Ausgestaltung seiner Leistungen möglich ist

Diesem Kampfe gilt seit Jahren Kraft und Stteben aller, denen es ernst um das Theater ist. Nachdem das Beispiel mehrerer Städte längst bewiesen hat, daß nur so Stetigkeit in die künstlerische Entwicklung der Bühne gebracht werden und diese ihren kulturellen Aufgaben in vollem Maße dienstbar gemacht werden kann, sollte es eigentlich überflüssig sein, umständ­lich den Beleg für das eine und den Beweis ft'ir das andere zu erbringen. Dennoch sieht man immer wieder Bedenken auf­tauchen, ob das Theater unter städtischer Leitung ohne größere Opfer dieselbe Leistungsfähigkeit wie im geschäftlichen Wettkampfe beweisen würde. Als ob ein Geschäftsdirektor, der für sein Risiko ein Aequivalent in einem entsprechenden Gewinn sehen will und muß, jemals daran dächte, diese durch Erhöhung der künst­lerischen Leistungsfähigkeit zu schmälern; als ob ein Theater, dem seine Ueberschüsse zu statten kommen, nicht unter allen Um­ständen besser sein mußte; endlich, als ob nicht überall die Leist­ungen den zur Verfügung stehenden Mitteln angepaßt werden könnten und müßten, anderseits aber eben durch diese beschränkt würden! Die Frage wird eben, wie alle ähnlichen im Verwalt­ungskörper großer Gemeinwesen, vor allem eine Personenfrage sein: es gilt nur den richtigen Mann zu finden. Und ist da die Wahl nicht bedeutend erleichtett, wenn die Qualifikation nicht an den klingenden Beweis des zur geschäftlichen Leitung einer Bühne gehörenden beträchtlichen Vermögens gebunden ist? Den­noch wollen wir in folgendem näher auf diese Untersuchung ein- ^b^Alles Schaffen, auch das künstlerische, muß auf einer Organisation beruhen. Diese feste, mehr als primitive Basis aber fehlt dem deutschen Stadt-Theaterweien zumeist. Ist es auch, wenigstens in den größeren Städten, nicht mehr so wie bis aur Mitte des vorigen Jahrhunderts, daß reisende Gesell-

Ht) ater-Hrganilat on.

Aus einer Denkschrift von .

Karl Ludwig Schröder, Dramaturgen des Kcusenubiläums- Stadt-Theater und der Volksoper in Wien.

(Nachdruck verboten.)

Ueberall wo in den letzten Jahren die Theaterfrage aktuell geworden ist, hat sie fick schließlich auf .die fundamentale Prinzipienfrage zugespitzt: Artistische Leitung oder ge- s ch ä f t l i ch e D i r e k t i o n , Intendantur oder Pachtspstem? So in Leipzig, Düsseldorf, Köln, Colmar usw In Köln ist schon im Jahre 1901 die Frage eingehend erörtert worden und in diesem Jahre mit größerer Hartnäckigkeit wieder auf^taucht, und in Düsseldorf ist sie vor wenigen Wochen zugunsten städtischer Regie entschieden worden. Auch in dem kleinen Colmar hat sich der Magisttat versuchsweise für Uebernahme des Stadt- theaters entschlossen. Die städtische Regie besteht ferner seit vielen Jahren in Frankfutt a. M., Sttaßburg, Freiburg r B, W unÄ Achnlich liegt der Ml in Krefeld Arn, Ärich Riga, Wien fRaimnnd-Theater), Berlin (zwn Qwrller- Tbeaterl wo Miengescllsclnrften ohne Erwerbzzweck das Theaier meist cr'icMimem siädtisÄen Anscknitz betreiben nnd eenen artistischen Leiter angestellt haben. Durchweg ist das Sostem auch dm dn,t chen tz-fthe-tern auSgebild-t, wo man die Leitung nieisteinM besonders gualifiriertenMann-über rag«t ha^ der die gesamte Verantwottung für das Institut, fern künstlerisches toie fewHtemSUter einem ähnlichen Institut, dem Museum, schwesterlich gleich. ^^n ^M^stern der

lliele- Einerseits Erhaltung de^ von den JltCiltern Der

Vergangenheit Geschaffenen, dauernd Wertvollen^ ung der zeitgenössischen Produktion andererseits ^ege des Verständnisses für die Meisterwerke der Kunst und ^rd^ung künstlerischer Kultur durch Wirkung in bie Brette und Tiefe. Welche Kunst aber spiegelt reicher. und .k und die mannigfachen geistigen wie sozialen ^romungen. ter Gegenwatt wieder als die Bühnenkunst, welche Kunst wirkt^ nach­haltiger und tiefer auf Gemüt und Geist ter

matische? Die hohe Aufgabe aber heischt einen Mann, dn Wette des Hottzonts mit Ueberlegenheit des organisatorischen Könnens verbindet, und ter unabhängig seine Kraft der hohen Aufgabe

Erst in zweiter Linie kommen die geschäftlichen Gesichts­punkte. Das Bestreben, Ueberschüsse zu erzielen, liegt lenfeitS

Geld augenblicklich auch nicht das kleinste Zimmerchen zu haben. Das deutsche Element überwiegt natürlich, aber da-' neben sind auch England und Amerika sehr stark vertreten. Man kann sich denken, daß die Hoteliers damit nicht unzi^ frieden sind; sie hoffen, daß durch den wiederholten Kaiser^ besuch Taormina nunmehr in die Reihe der fashionablen europäischen Badeorte eingeführt fein wird.

~* KlHne Tageschronik. Auf dem Geleise ter <öer- lin-Wetzlarer Eisenbahn im Grünewald bei Berlin wurden die gräßlich verstümmelten L e i ch en eines inngen M ad- chens und eines jungen Mannes aufgefunden, die pch vor den von Charlottenburg nach Potsdam fahrenden Zug geworfen hatten. Die Persönlichkeit des Mädchens konnte bisher nicht fest- gestellt werden. Der junge Mann ist der 1885 in Schs"dpow in Westpreußen geborene Schuhmacher Sonnenburg. Auf der Feldmark von Gräb scheu in Schlesien wurde ein alt he io­nischer Friedhof aufgedeckt. Bisher _ hat man 300 Grab­stätten bloßgelegt. In jeder Grabstätte befanden sich mehrere Urnen, Teller, Töpfe und Schalen, ferner bronzene Nadeln, Broschen und andere Schmuckgegenstände. Der Direktor ter Köln-Bonner Kreisbahnen, ter verflossene Nacht den Schnell­zug von Duisburg nach Köln benutzte, tourte, bei ter Abfahrt von Duisburg von 20 bis 22 jährigen Burschen in seinem Wagenabteil zu Boden geschlagen, geknebelt und beraubt. Die Sttolche bedrohten den Direktor, wenn er sie verraten würde, mit dem Revolver. Kurz vor Einlaufen­des Zuges in die Station Düsseldorf entsprangen die Verbrecher, dem Zuge. Der schwerverletzte Direktor wurde nach Köln ge­schafft. Der Düsseldorfer Polizei gelang es, die Verbrecher feft> zunehmen. In Teterkhen bei Saarbrücken fand bei tent Bau eines Tunnels eine Explosion statt. .Man fand emeto großen Vorrat von Dynamit. Ein Schießmeister, der infolge der Explosion 20 Meter weit geschleudert tourte, ist tot, drei italienische Arbeiter tourten verletzt. Die Ursache ter Explosion ist noch nicht ermittelt. In der Nacht zum Sonntag brach m. Stettin in dem Schneidemühlgebäude der Baufirma W. R. Gaedeke Feuer aus. Der Schaden ist ziemlich bedeutend. Als der Kaufmann Vogt an dem Fenster seiner, der Brandstätte gegen-, Überliegenten Wohnung des Feuers ansichtig tourte, machte tut Herzschlag seinem Leben ein Ente.

ArßeiLeröewkflung.

Mannheim, 17. April. In ter Benzschen Motvv r e n s a b r i k wird ter Ausstand morgen von neuem beginnen., Es bandelt sich um die Maßregelung eines Ausschußmitgliedes..

Limoges, 17. April. Gestern abend kam es zu weiteren! Straßen-Kundgebimgen. Soldaten des 14. Infanterie-Regimentes wurden, als sie den Bahnhof verließen, von einer Anzahl Porzellan-Arbeiter tätlich belästigt. Vor dem Justiz­palast wurde ebenfalls eine feindselige Kundgebung gegen eine. Kompagnie Soldaten veranstaltet. Stteikente versuchten einen?, verhafteten Genossen aus dem Gefängnis zu befreien. Das Mi-) litär schoß zuerst blind und dann ernst, um den Ansturm ab*; zuwehren. Zwei Arbeiter wurden getötet und mehrere verwundet.

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