Telephomscher Kursbericht.
Frankfurt » ML, 19. August 1905.
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Tendenz: matt, Lombarden fest.
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Präsident Moniere» jen Frage sprechend Abenteuer zuzulaßen, ordasrika befestigen c anderen interessierten inblage den spanisch« '.904 nehmen würde, Mr Nutzen Maar
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Reichsanleihe do.
Konsole .
stadt gegenüber anderen Städten reich mit Wasser versehen ist, beweist der Umstand, daß die Stadtverord-
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si'sche Abgeordnete Dr. reiburg 'm Breisgau
Staatsanwaltschaft, daß ein Vorkommnis, das hierbei berührt wird, längst als eine Mystifikation aufgeklärt ist. Es wird also dabei bleiben, daß Hudde nicht mehr lange zu leben haben wird. — Heute verbreitet eine Darmstädter Korrespondenz die Nachricht, daß die Verteilung der ausgesetzten Belohnung für die Ergreifung Huddes schon beschlossen worden sei. Auch daran ist, wie wir hören, kein wahres Wort.
verständigen Acht zu haben.
p. Gladenbach, 19. Aug. Aus gesundheitlichen und vielen anderen Gründen wird im Laufe der nächsten Jahre ast jeder Ort eine Gemeindewasserleitung haben; ür die hiesige sind 100 000 Mk. in Anschlag genommen.
** Kleine Mitteilungen aus Hessen und den N a ch b a r st a a t e n. In der Nähe von Nastätten, Kreis St. Goarshausen, verunglückte der Musketier Schäfer vom 118. Regt, in Worms aus eigenartige Weise. Er fuhr mit einem Ladestock in der Hand — Schäfer mar als Büchsenmachergehilfe beschäftigt auf seinem Fahrrad über einen Graben, kam zu Falle und stürzte in den Ladestock, der ihm in die Lunge drang. Der junge Mensch tarb nach einigen Stunden. Er war gebürtig aus Gonsenheim.
8°/0 Mexikaner 4,/e% Chinesen . . Electri-*. Schuckort . Nordd. Lloyd . . Kreditaktien . . . Diskonto-Kommandit. Darmstädter Bank . Dresdener Bank . . Berliner Handelsges Oesterr. Staatsbahn . Lombarden . . . Gotthardbahn . . . Laurahütte . , . Bochum . . » .
sehr gering ist. Dies verursacht der Stadtkasse einen täglichen Kostenaufwand von 75 Mark. — Die 34. Wander- versammlung des deutschen Photographenvereins erreichte heute ihr Ende, während die damit verbundene Ausstellung noch weiter geöffnet bleibt. Heute nachmittag erstattete'Professor Bruno Meyer-Berlin einen kritischen Bericht über die Ausstellung, auf der ganz vorzügliches gezeigt werde. Die Prämiierung war bei Schluß der Korrespondenz noch nicht vorgenommen.
RB. Darmstadt, 18. Aug. Der heutige 35. Jahrestag der Schlacht bei Gravelotte galt allen ehemaligen Kriegsteilnehmern und den jungen Kameraden als Feiertag. Das Denkmal des tapferen Truppenführers Ludwig des IV., sowie das Kriegerdenkmal waren mit reichem Blumenschmuck versehen. Die vereinigten Kriegervereine zogen früh morgens in corpore nach dem Darmstädter und dem Bessunger ■ Friedhof, wo erst beim Denkmal der deutschen Truppen und dann bei den gefallenen französischen Kriegern Gedächt- । nisseiern abgehalten und Kränze niedergelegt wurden. Nach einem Choral der Kapelle des 61. Feld.-Art.-Reg. sprach auf dem Darmstädter Friedhof Pfarrer Widmann, auf rem Bessunger Friedhof Lic. Pfarrer Waitz.
p. Ehringshausen (Dill), 19. Aug. Ein kleines Kind eines hiestgen Arbeiters spielte mit Knöpfen und »rächte sich einen solchen in die Nase, der erst durch operativen Eingriff von seiner Stelle entfernt werden 'onnte, und dann am andern Tage durch den Stuhl nach außen ging. Schaden hat die Kleine nicht genommen, doch mahnt dieser Fall ernstlich, auf das Spielzeug der Un-
abschürfungen.
•• lieber die bevor st ehende Vollstreckung des Todesurteils gegen den Raubmörder Hudde waren von einem Teil der Preffe in den letzten Tagen falsche Nachrichten verbreitet worden. Wie wir aus der besten Quelle hören, war die Nachricht eines Frankfurter Blattes, es sei Termin zur Vollstreckung des Urteils auf Freitag oder SamStag anberaumt gewesen, nachher aber verschoben worden, vollständig erfunden. Gestern brachten Frankfurter Blätter die Nachricht, auf Antrag der Verteidigung Huddes sei ein Wiederaufnahmeverfahren eröffnet worden, wofür auch die Gründe, auf die sich dieser Antrag stützen soll, angegeben waren. Der Berliner Lokal-Anzeiger posaunte sogar in die Welt, die „auf heute anberaumte Hinrichtung sei plötzlich verschoben worden". Das macht sich so, al? hätte der Scharfrichter schon das Beil erhoben gehabt, um einen Unschuldigen zu töten. . . Der Antrag auf Wiederaufnahme, so hieß es in der Frankfurter Preffe, stütze sich darauf, daß der vielgenannte Willi ein übelbeleumundetes Individuum aus Oberbrechen sei, der sich in der Welt herumtreibe. Wir hören nun von der hiesigen
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3l/t% Oberhessen . . . 4% Oesterr. Goldrente . . 4*/5 % Oesterr. Silberrente . 4% Ungar. Goldronte . . 4°/g Italien. Rente . . . 4 % Portugieser I . . , 3°/ Portugiesen. HI
1,°S Unif. Türke» . . . Türkcnlose......
4% Griech. Monopol.-Anl. 41/J°/0 äussere Argontine'- .
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Auch im vorigen Jahr wurde schon bei einer Ausgrabung im Dorf ein Totengerippe gefunden.
Hungen, 18. August. Eine wesentliche Erleichterung ist dem Publikum bei Aufgabe von Stückgütern mit dem Heutigen dadurch geschaffen worden, daß die Abfertigung jetzt direkt in der Güterhalle geschehen kann. Auch wurde die Güterabfertigungsstelle an das Telephonnetz angeschlossen.
-ft Ober-Mockstadt, 17. Aug. Der im besten Mannesalter stehende und in den besten Verhältnissen lebende Landwirt Leo Nickel hat sich heute morgen in seiner Hof- reite erhängt.
fc. Büdingen, 18. August. Das gesamte Personal der Braunkohlen grübe „Hedwig" 'bei Niederbügen erhielt seine Kündigung. Die Grube wird eingestellt.
sd. Darmstadt, 18. Aug. Daß die Stadt Darm-
Xtaitbe* iinb Aerkrsir.
Brauerei-Gew erbe Rheinland-Westfalens Wie wir erfahren, war das Geschäft in den meisten Großbranereien Rheinland-Westfalens in den» mit 30. September ablanfenden Ge- chästsjahre recht rege. Aus diesem Grunde wird angenommen, daß die Dividenden sich bei der Mehrzahl dieser Brauereien auf der vorjährigen Höhe halten. Der Bergarbeiterstreik und der Vierboykott haben zwar einen ziemlich ungünstigen Einstuß ausgeubt, doch er ist durch die in den Sommermonaten recht heiße Witterung Rinn Teil wieder ausgeglichen worden.
Pfälzische Eisenbahnen. Wie aus dem neuesten Betriebsausweis hervorgeht, hat die Besserung der Einnahmen wieder Fortschritte gemacht und die Gesamteinnahme des Jul, nut 2 940 000 M'k. überschreitet die des vorjährigen ParaNelmonats um 162 907 Mk. In beit abgelaufeneu 7 Monaten wurden 18 860 000 Mk. vereinnahmt, d. i. 695 408 Mk. mehr als im gleichen Vorjahresabschlusse. ,
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für Kinder, Kranke,Genesende. Verbüket u.beseitigtiPiarrhoe, Brechdurchfall, Darmkatarrh.
A ir i n ü Goetz.
Fahrer und ein Handwagen in der Marburgerstraße, versehen ist, beweist der Umstand, daß die Stadtverord- Der Radfahrer, den die Schuld des Zusammenstoßes treffen neteuversammlung beschlossen hat, in den großen Woog täg- soll, erlitt außer einem defekten Rad verschiedene Haut- lich 650 Kubikmeter Wasser aus der Leitung abzulassen, weil der natürliche Zufluß in den Sommermonaten dort
Veran'i'-ortlich iiir d
Hch. Großardt von hicr zu sein. Nachdem der Jn gesagte vor längerer Zeit wegen Betrugs und Urkundenfälschung zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt worden war, gelang es ihm sehr schwer, wieder eine Stellung zu erringen. 6invu Jmmen angebliche Krankheiten in seiner Mit gefälschten Zeug
nissen und Briefen gelang es ihm schließlich, bei vermnedenen Firmen in Mannhum und Hanau Stellung 5U erhalten. Bet eitler Firma erhielt der Angeklagte während zweier Monaten an Gehalt und Reisespesen 1100 Mk. hierfür gab er ungefähr 25 Bestellungen auf, von denen 22 fingiert waren. Er wurde von der Firma sofort entfernen. Dasselbe Mmöver betrieb der.Angeklagte noch bei drei anderen Firmen. Auch s'll er einer Firma Brimvavier und ein ftnndenverzeichnis unterschlagen Habern Die Inhaber von vier Geschäften erklärten, sie siihlten sich nicht für betrogen, sie wollten annehmen. daß sie einmal einen recht ..teueren" Reisenden gehabt Das Gericht verurteilte den Angeklagten nur wegen dreier llrkuudenfälschunaen zu 8 Monaten Gefängnis. — Ein „schwerer Jung e" stand heute in der Person des 36 jährigen Schuhmachers Kaspar Debus III. aus Reiskirchen bei Gießen vor den Schranken, um sich wegen schweren Di ebsta hl § zu verantworten. Seine Bor- sühmng erfolgte von drei Gendarmen, der Angeklagte war besonders gefesselt, da er kürzlich b'i einer Vorführung zum Untersuchungsrichter seine tlettc mit Leichtigkeit abüretfte. ~er Angeklagte hatte in der Nacht des 15. Juni aus der scheuer eines Frachtsiihrmanns in Ebershei.n ein Paket mit 30 VW en gestohlen Die hiesige Kriminalpolizei hatte von dem Diebstahl sämtliche Iub"b^r der Herbergen benachrichtigt. Am 20. Juni gelang es den Debus. als er in der Herberge zur „Neuen Heimat vier Hosen verkaufen wollte, festzunehmen. Debus, ein alter Zuchthäusler, wollte die Hosen von h^m b^k' unten ,1 nbefannten zum Verkaufen erhalten haben. Während der Unter'uchungshast schrieb der Angeklagte einen Brief an zwei ilmi bekannten „Damen" in Offenbach, rtt dem Schreiben bezeichnete er ftd) rü ckhaltl os als Erzgauner. Er schrieb ferner, er f et ein Hamster, der nichts mehr zu arbeiten brauche, und, der Herr im Hause, wenn die Bauern im Felde seien. Einem Mitgefangenen bezeichnete er ganz genau einen Acker in der Hechtsheimer Gemarkung, wo er den Rest der Hosen versteckt habe. Der Kriminalschutzmann Reeg stellte Ermittelimaeu au uud die Hosen waren tatsächlich am bezeichneten Vlatz^versteckt gemeßen, inzwischen aber von einem Doglöbner beim Schneiden der Frucht gesunden worden Der Finder hatte einen Teil der Hosen. für sich behalten und die anderen verschenkt, sie wurden alle wieder beigebracht. Tas Gericht verurteilt? den Angeklagten zu 1V-- I ähren Zuchthaus. _____
** Die Eröffnung der Darytstädter Garten- Sau-Ausstellung fand, wie uns ein Drahtbericht aus Darmstadt meldet, heute vormittag in feierlicher Weise in Gegenwart mehrerer hundert geladener Gäste und der Spitzen der Behörden durch den Groß Herzog statt. In seiner Begleitung fanden sich Prinz und Prinzessin Ludwig von Battenberg, Oberhofmarschall v Westerweller. Generaladjutant E^eneralmajor von Wachter nnd Flügeladjutant Frhr. v. Massenbach, ferner Geh. Staatsrat Krug v. Nidda, Geheimerat Braun, Oberbürgermeister Morneweg und viele andere behördlichen Vertreter Nachdem der Großherzog das prächtige Festzelt betreten hatte, bat der Ausstellungs- Vorsitzende, Bürgermeister Glässing, den Großherzog um Eröffnung der Borstelluna, worauf dieser sagte: „Ich erkläre hiermit die Ausstellung für eröffnet und hege dte Hoffnung, daß man den Nutzen aus ihr ziehen wird, den man von ihr erwartet." Bürgermeister Dr. Glässing dankte hierauf in einer längeren Ansprache dem Großherzog für seine fortgesetzte, unermüdliche Förderung der Ausstellung, die von dem Elartenbauverein und der Handelsgärtner-Ber- bindung zur Feier des 70iährigen Bestehens des Gartenbau- Vereins veranstaltet ist. Nur durch das Eintreten Sr. Kgl. Hoheit sei die Durchführung der Ausstellung in so großem Umfange möglich gewesen. Er dankte ferner den Mitgliedern des Vereinsausschusses, der Großh. Regierung und allen Künstlern für ihr einmütiges Zusammenwirken. Besonders dankte er Sr. Kgl. Hoheit für die Ueberlassung des Orangeriegartens, ein Terrain, wie ffs schöner nicht gedacht werden kann. Neben der Fülle herrlicher Natureindrücke, welche durch neue prächtige Kulturen pflanzliche Sonderausstellungen, stimmungsvolle Sondergärten usw. hervorqerufen werden, will die Ausstellung die Gartensonderen Betonung bringen und mit Form und Farbe, ~tmt kunst a uch nach ihrer speziell künstlerischen Sette be= und Schatten große Wirkungen hervorbringen. Der Redner schloß mit einem dreimaligen Hoch auf den Großherzog und die Großherzogin. Nach der Nationalhymne unternahm der Großherzog einen mehr als einstündigen Rundgang durch die Ausstellung, wobei er häufig seine größte Bewunderung
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HeriÄtssaal.
(n.) Gießen, 18. Aug. Die Strafkammer verurteilte den vielfach vorbestraften Dienstknecht Michael Z. aus Kbulbach wegen Betrugs ini Rückfall zu 1 Jahr Gefängnis und drei Jahren Ehrverlust. Er hatte sich zu Fauerbach-Friedberg in drei Gasthäusern bewirten lassen, ohne im Besitze von Geldmitteln zu sein. Als er mhlen sollte, tröstete er die Wirte auf später. In der vierten Wirtschaft wurde man durch einen Schutzmann auf den Zechpreller aufmerksam gemacht, noch ehe er die bereits vorgesetzten Getränke zu sich nehmen konnte. Trotz der geringen Schädigung, hielt das Gericht, mit Rücksicht auf das gewerbsmäßige Betreiben der Betrügereien, eine hohe Strafe für angezeigt. — Der Dienstknecht Ludwig R. aus Eichelsachsen stand bei einem Schlossemteister zu Berstadt in Diensten, wo sich auch eine Tochter der Witwe Röhl von Kohden befand. Er kam gelegentlich nach Kohden und schwindelte der Frau vor, ihre Tochter benötige ein paar Schuhe, sie habe aber kein Geld dazu. Da die Frau den Angaben Glauben schenkte, gab sie ihm 5 Mk. Spater erschien er wieder und gab an, das Geld habe nicht gereicht, er müßte noch, 3 Mark haben um die Schuhe mitnehmeu zu können. Die leichtgläubige Frau gab ihm ihre ganze Barschaft in Höhe von 2 Mark, die. er wie das andere Geld verjubelte. Es liegt Rückfallbetrug vor, doch hatte sich R. m den letzten Jahren gut geführt, weshalb ihn das Gericht mit 6 Monaten Gefängnis durchkommen ließ. — In zehnstündiger Ver- hatidlung bis spät in die Nacht hinein, hatte sich die Kammer mit einem Urteil des Schöffengerichts Bad-Nauheim zu befassen. Der Weißbinder Heinrich St. imb der Schuhmacher Richard Paul K. von Rödgen hatten in einer öffentlichen Versammlung die Gern eindeangelegenheitenRödge ns erörtert, worüber sich Bürgermeister und Polizeidiener beleidigt fühlten. Auch Redakteur V. in Gießen, der rüder „Mitteldeutschen Sonntagszeitung" einen Artikel über die Zustände in Rödgen brachte, war mitangeklagt, desgleichen die Ehefrau des Maurers Heinrich H. I. von Rödgen. Die Verhcmd- lung, die am Schöffengericht zwei Tage in Anspruch nahm, führte zur Verurteilung des St. zu einer Geldstrafe von ,5 Mk. und der K. zu einer solchen von 50 Mk. V., der sich auf Verrohrung berief, ging straffrei aus: desgleichen Frau H., die wegen ungenügender' Beweise freigesprochen werden mußte. Das Urteil wurde von der Staatsanwaltschaft sowohl, als auch von den Verurteilten angefochten. Die Staatsanwaltschaft wollte bezüglich aller Angeklagten — V. ausgenommen — FreiheitZstrastn erzielen, während diese Freisprechung erstrebten. Aus dem Referat war zu entnehmen, daß dem Bürgermeister der Vorwurf gemacht wurde, er könne kein Protokoll führen, die Gemeindeverwaltung sei schlecht, er habe ein Gemeinderatsprotokoll gefälscht und eint an ihn bezahlte Geldstrafe nicht an die Gemeindekasse abgeliefert. Den Polizeidiener, welcher zugleich Feld- schütz ist, traf der Vorwurf des Meineids, auch, hätte er sich an fremdem Eigenttim vergriffen. Man sprach sich offen darüber aus, daß ein solcher Mensch als Polizeidiener nichts tauge. Nach 'seinen Angaben ha.t ihn Frau H. öffentlich einen Lügner und Spitzbuben geheißen, der in einem Vierteljahr fein Schütz mehr sei Was die Beleidigung des Bürgermeisters anbelangte, ließ das Schöffengericlst bezüglich aller F-reisvrechung einfreten; auch zog die Staatsanwaltschaft in der Verhandlung insoweit die Berufung zurück, sodaß nur noch der Polizeidiener in Betracht kam. Die ganze Sache trug den Charakter der PartexUxb cn- schast. Während der Polizeidiener auf der einen «Ar als diensteifriger pflichttreuer Beamter bezeichnet wurde, hicll man ihn auf^der' andern Seite aller strafbaren Handlungen fur_fabig. Dos Ergebnis der Benffungsverhandlimg ward tn der Sitzung am nächsten Freitag bekannt gegeben werden.
sd) Mainz, 18. A-a Em recht teuerer Reisender scheint der vorbestraft ..... iährige Kaufmann Gg.
i Festartikeln anläßlich ,g§ heben die Organe Forderung der ungari- insbesondere gegenüber : Umoersitätsprofesiors Hohenzollern' fest, daß Il/iisies zwischen der Würgern nicht die die Petersb. Telegr.« befindliche Gerücht lsfuhroerbot voll- iiie «iW'f irgangedmi** i dis waten,
Führer, dciS Kummetgeschirr von der Firma Müller & Diebel zu Gießen geliefert Die Pferde werden aus dem Markt gekauft. Der Preis deS Loses beträgt 1 Mk. Die Ziehung findet am 7. September, nachmittags 2 Uhr in der Turnhalle der Stadtknabenschule statt. Der Vertrieb der Lose ist dem Kaufmann Richard Buch acker zu Gießen übertragen. Lose können von diesem direkt oder von den von dem Genannten eingerichteten Verkaufsstellen bezogen werden.
•• Unvorsichtiges Fahren. Em hiesiger Metzgerlehrling, der gestern nachmittag mit seinem Fuhrwerk zu schnell und unvorsichtig fuhr, rannte in der Neustadt an einen Arbeiter auS Krofdorf, so daß dieser zu Boden siel und verschiedene Verletzungen davon trug. Der Täter, statt anzuhalten und sich mindestens zu entschuldigen, jagte ruhig weiter. Es wurde Anzeige gegen ihn erhoben.
•• Kollision. Gestern abend kollidierten ein Rad-
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Berlin , 19. Aug. Der Kai sc r sp en d e t e aus seiner Privatschatulle für die armen Bewohner des Amtsgerichtsbezirks B i s ch h a u s e n , die kürzlich von schwerem Wasserschaden betroffen worden sind, die Summe von 1000 Mark. \ „ „
Paris, 19. Aug. Die Nachricht, daß Gras Lambsdorff seine Demission eingereicht habe, wird antt- licherseits äls u n b e g r ü n d e t bezeichnet. Es scheint jedoch, als ob der Minister tatsächlich sein Abschiedsgesuch eingereicht hätte, das jedoch vonz Zaren abgelehnt worden ist.
Petersburg, 19. Aug. Ein an den Senat gerichteter Ukas vom 19. August ordnet die Veröffentlichung des kaiserlichen Manifestes, sowie der Bestimmungen betreffend die Schaffung einer Reichsduma an. Der Ukas verfügt zugleich mit Rücksicht darauf, daß alle Fragen, die sich auf die Vervollkommnung des Regierungssystems beziehen, der Duma vorgelegt werden müssen, die Aufhebung des dieselbe Frage behandelnden Ukases vom 3. März 1905.
Wien, 18. Aug. Saatenstand zu Mitte ^August: Der in den letzten Tagen gefallene Regen hat die Dürre teilweise behoben. Die im Frühjahr gehegten Hoffnungen bezüglich der Getreideernte erfüllen sich wegen der Dürre im allgemeinen nicht. Die Weizenernte ist besser als die Roggenernte. Im allgemeinen ist die Ernte mittelmäßig. Die Zuckerrübe weist eine befriedigende Gewichtszunahme auf.
Belgrad, 18. Aug. Ministerpräsident Stoj ano« witsch hat in der Skupschtina einen Ukas des Königs verlesen, durch den die außerordentliche Tagung! der Skupschtina geschlossen wird.
Tokio, 19. Äug. Eine große repräsentativeVer- einigung beschloß, an Komura ein Telegramm folgenden Inhalts zu senden: 1. Wir sind der Ansicht, daß die Friedensbedingungeu viel zu gemäßigt sind und daher nur eine unzulängliche Garantie bilden für einen dauernden Frieden, 2. die Vorbesprechungen müssen nachdrücklich durjüi Militärische Operationen unterstützt werden. Wir bedauern, daß, während die Verhandlungen kräftig fortschreiten, ein Waffenstillstand eingetreten ist, der zum Äergernis der japanischen Nation die Russen in ihrer hochfahrenden Haltuna wähi-end der Verbandlunaen bestärkt.
ausdrückte.
Kaiserparade. Am 8. September wird das 18. Armeekorps zum erstenmal seit seinem Bestehen den Beweis seiner Schlagfertigkeit vor dem obersten Kriegsherrn führen. In militärischen Kreisen rüstet man sich schon eifrig zu dem großen Tag, man hört nur noch das Wort: „Kaiserparade". Um Seinem 18. Armeekorps dieses erst große militärische Ereignis noch glänzender zu gestalten sm auch aus den Bundesstaaten Bayern und Baden Regimenter kommandiert, die uns neu und unbekannt, so die Ulanen aus Bamberg und Ansbach und die Dragoner aus Bruchsal und Karlsruhe. — Ferner wird eine h^nnteressante, uns ganz neue Waffe unser Jntereffe auf höchste fesseln, das Maschinengewehr, das nur erst bei den Grenz-Armeekorps eingeführt ist. Die den Mitrailleusen ähnlichen Geschütze werden, auf leichten Lafetten von den Bedienungsmannschaften gezogen, int Parademarsch vorbetkommen — An diesem Tage sollte schon um die Majestäten und das uns zum erstenmal besuchende .Kronprinzenpaar zu ehren, niemand aus der Gesellschaft und kein guter Patriot fehlen. Wem schlägt nickt das Herz höher, wenn unsere Sohne an diesem Ehrentag im strammen Paradeschritt ober als schmucke Reiter ihrem Kaiser ins Auge sehen dürfen, — dem Kaffer, um den uns die Völker beneiden, dem es wohl ums Her ist wenn er grade in der Jetztzeit sieht, rote fern -ßolf sich um Ihn schart und Ihm und dem schlagferttgen Heer
Heuchelheim, 18. Aug. Bei der Herstellung eines Weges wurde heute morgen auf dem sogenannten „Getß- berg" ein vollständiges Menschenskelett ausgegraben.
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