Nr. 164 Drittes Blatt. 15F. Jahrgang Samstag 15. Juli 1 SOS
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General-Anzeiger, Amt;- und Anzeigeblatt für den Kreis Giehen.
Sozialdemokratie und Landwirtschaft.
Der Sozialdemokrat Kautsky hat bekanntlich ein größeres Buch über die „Agrar-Frage" geschrieben, das in vielfacher Hinsicht bemerkenswert ist. Er weist vor allem den Zwiespalt zwischen sozialdemokratischer Theorie und Praxis hinsichtlich der Stellungnahme zum ländlichen Kleinbesitzer- Stande aufs deutlichste nach. Vom reinen und unverfälschten Standpunkte des sozialdemokratischen Programms aus vermag die Sozialdemokratie dem Bauern nichts, aber auch rein gar nichts zu bieten. Sie darf ihm keine Hoffnungen für die Zukunft machen, sondern ist vielmehr verpflichtet, seinem Untergange mit Freuden zuzuschauen, ja, denselben nach Kräften zu fördern. So verlangt es Marx, der Begründer des sog. „wissenschaftlichen Sozialismus".
Kautsky stellt sich denn dem Hauptinhalte seines Buches nach auch auf den streng sozialdemokratischen Standpunkt. Der Bauernstand ist ihm einfach eine dem Untergange unrettbar preisgegebene Menschenklasse. Wie die gesamte wirtschaftliche Entwickelung angeblich unaufhaltsam dem Großbetriebe zudrängt, so auch die Landwirtschaft. Die Kleinen müßten bei diesem Prozesse von den Großen zerrieben und. aufgesogen werden. Und es ist nach Kautsky auch gut so' Wie er sich wörtlich ausdrückt, zieht der Bauernstand seine Lebenskraft ja doch nur aus „übermenschlicher Arbeit und untermenschlicher Lebensweise"; der bäuerliche Kleinbetrieb ist der „unrationellste Betrieb, der sich denken läßt." Ihn erhalten und fördern zu wollen, heiße eine gesunde Entivicklung aufhalten und unwürdige Zustände verlängern.
So Kautsky in den Partien seines Buches, in welchen er sich als überzeugten Vertreter sozialdemokratischer Anschauungen zeigt. Nun aber läßt sich doch mit dem bäuerlichen Stimmenfang eine solche Offenherzigkeit nicht gut verbinden, und deshalb hat Kautsky andere Teile seines Buches in einem der Sozialdemokratie gerade entgegengesetzten Sinne abgefaßt. Dabei zeigt sich die bemerkenswerte Erscheinung, daß selbst ein Sozialdemokrat, der gelegentlich einmal unter Verleugnung seiner eigentlichen Grundsätze dem Bauernstände mit praktischen Maßnahmen helfen will, nichts Besseres tun kann, als die Vorschläge der Agrarier aufzunehmen. Kautsky will die Kinderarbeit im elterlichen Wirtschaftsbetriebe gestatten, hat gegen Ueberstunden des Gesindes im ländlichen Haushalte nichts einzuwenden und befürwortet sogar — man höre und staune! — das Verbot der Wanderarbeit jugendlicher Männer bis zum 18. und der Mädchen bis zum 21. Lebensjahre. Das sind doch Forderungen, gegen die in spaltenlangen Artikeln der sozialdemokratischen Zeitungsblätter täglich gedonnert wird.
Derartige Widersprüche haben denn auch im sozialdemokratischen Lager selber Anstoß erregt. Der Parteigenosse KautskyS, Dr. David, hat das Kautskysche Buch wiederholt arg zerzaust. Er möchte gern mit Rücksicht auf den Stimmenfang die Heuchelei systematisch betreiben und mißbilligt daher aufs entschiedenste die Offenherzigkeit, mit welcher Kautsky die Unanwendbarkeit des sozialdemokratischen Programms auf die Verhältnisse des Bauernstandes zugegeben hat. Das zusammenfassende Urteil Davids lautet: „Wer von der Eroberung der politischen Macht träumt und die bäuerliche Volksmaffe glaubt nebenbei lassen zu können, der treibt eine sehr phantastische Politik." Das glauben wir auch, meinen aber gleichzeitig, daß, wer da hofft, unsere Bauern mit trügerischem Versteckspiel gewinnen zu können, sich in dem gesunden Sinn dieser Wackeren sehr geirrt haben dürfte.
Zur 50jährigen Zubetfeier der Kießener freiwilligen Ieuerwehren.
Von Hermann Elle.
Als unser in diesem Jayre in allen deutschen Landen und darüber hinaus gefeierter Dichter Schiller in seiner „Glocke" schrieb:
. . . Kochend wie aus Ofens Rachen Glüh'n die Lüfte, Balken krachen, Pfosten stürzen, Fenster klirren, Kinder jammern, Mütter irren Tiere wimmern unter Trümmern . ..
mag er die Schrecken, die der Ausbruch eines Brandes zur damaligen Zeit hervorrief, trefflich gezeichnet haben. Machtlos stand der Mensch dem gefürchteten Element gegenüber, wenn es sich mit rasender Schnelligkeit über Städte und Dörfer verbreitete, deren Baumaterial nur allzu willkommene Nahrung bot. Der Ruf „Feuer!" bedeutete damals unfehlbar Tod und Verderben, m wenig milderer Form Verlust von Hab und Gut, der Frucht mühevoller Arbeit. Gleich mangelhaft wie die Sicherheitsvorrrchtungen zur Verhütung von Schadenfeuer waren die Einrichtungen zur Bekämpfung von Bränden. Ein geregelter Rettungsdienst bestand nicht; jeder, der nicht vorzog, ferne werte Person in Sicherheit zu bringen, suchte zu Helsen, so gut es ging, oder trug durch sein Eingreifen noch mehr zur Verwirrung bei. Die behördlichen Türordnungen m ihrem unbeholfenen Stil waren nur oa, um nicht befolgt zu werden, und so sank manch blühendes Dors, uumche gewerbrerche Stadt hilflos in rauchende Trümmer. Es bedurfte sehr langer, trüber Erfahrung, bevor sich die ^"remden zur Anschaffung von Löschgeräten entschlossen. Am Ende-des 17. Jahrhunderts erst wurden Spritzen Mit WmdMeln, mit denen man imstande war, einen stetigen Wasserstrahl in die Flammen zu werfen, gebaut. Aber immer noch fehlte es an den Organisationen, die die Löschgeräte auch sachgemäß zu handhaben wußten, an dm Feuerwehren. Erstdas m so vielen Beziehungen mächtig voranschreitende 19. Jahrhundert schaffte auch hierin Wandel zum Besseren ^n Deutschland bildete sich die erste freiwillige Feuerwehr tm Jahre 1841 in Meißen. 1846 veranlaßte Karl Metz, der Begründer der heute noch bekannten Spritzenfirma mAroel- berg, durch das Geschenk einer Spritze in Durlach in Vaden
die Bildung einer Feuerwehr. Schon im folgenden Jahre bestand die Wehr bei dem fürchterlichen Theaterbrande in Karlsruhe, dem 70 Personen zum Opfer fielen, im wahrsten Sinne des Wortes die Feuervrobe. Von da ab macht die Feuerwehrsache wenn auch bedächtige, so doch segensreiche Fortschritte. 1854 sand in Ulm der erste Deutsche Feuerwehrtag statt.
In Hessen machte 1845 die Stadt Offenbach den Anfang mit Errichtung einer freiwilligen Feuerwehr, 1849 folgten Darmstadt und Mainz, 1851 Essenheim; in Oberhessen 1854 Alsfeld, 1855 Lauterbach und Gießen. Bis dahin besorgten hier das Feuerlöschen die auf Grund besonderer Verordnungen, deren älteste am 26. November 1775 erlassen wurde, verpflichteten Bürger, in erster Linie Bauhandwerker — aber sie übten und löschten auch nur, wenn sie da waren, und sie waren meistens nicht da, daher gab es Durcheinander, Rennen und Jagen; jeder wollte nur kommandieren. Im Jahre 1850 wollte der Turnverein sich in den Dienst des Feuerlöschwesens stellen, er wurde aber mit seinem Verlangen, ihm eine neue Spritze nebst Geräten zur Verfügung zu stellen, abgewiesen; dasselbe widerfuhr einem im Jahre 1852 an die Stadt gestellten Ersuchen, angeblich wegen Mangel an Kleingeld in der Stadtkasse. Am 6. Oktober 1855 versammelten sich auf Einladung des Tabakfabrikanten Georg Phil. Gail 36 Bürger und bildeten die Freiwillige Gailsche Feuerwehr, nachdem das Haus Gail aus eigene Kosten eine Spritze und einen Gerätewagen angeschasst hatte. Tie erste Anleitung zur Bedienung der Spritze gab der Erbauer derselben, Karl Metz-Heidelberg, persönlich. Der erste Hauptmann der Wehr war Ferdinand Gail, der Sohn des Begründers; ihm solgten 1871 Schneidmühlenbesitzer Louis Köhler, 1876 Weißbindermeister Jakob Reiber, 1881 Spenglermeister Georg Marx, 1887 Gastwirt Emil Junker, 1888 Steindruckereibesitzer Martin Loos, der ictzige Kreisfeuerwehrinspektor. Der jetzige Hauptmann Heinrich Lindenstruth führt das Kommando seit 1900.
Da die Gailsche Feuerwehr in ihrem Verhältnis zur Stadt als private Feuerwehr betrachtet wurde, entbehrte sie jeglicher materieller Unterstützung seitens der Stadt. Zur Instandhaltung der Geräte und Ergänzung derselben, zur Neuanschaffung von Ausrüstungsgegenständen usw. reichten die geringen Mitgliederbeiträge nicht aus; das in manchen Jahren recht bedeutende Defizit deckte das Haus Gail. Seit Inkrafttreten der Ortsfeuerlöschordnung ist die Gailsche Feuerwehr in die einem Branddirektor unterstehende Gesamtorganisation des Löschdienstes eingefügt. Am 22. Oktober 1880 feierte das Korps unter großer Beteiligung der Behörden, von Vereinen, Feuerwehren und Bürgern ihr 25jähriges Jubiläum, bestehend in Kommers, Hebung und Festzug. Seit dieser Zeit hat sich die Wehr, in völliger Anpassung an die veränderten Verhältnisse, weiter entwickelt und ist mit Erfolg ihrer hohen Ausgabe: der Rettung von Leben und Eigentum gerecht geworden. Im Verein mit der Schwesterwehr griff sie wacker ein, wenn die Sturmglocke sie zur BrandsteUe rief. Die Wehr verfügt an Geräten über eine Metzsche Spritze, die ebenfalls ihr oOjühriges Jubiläum feiern kann und für die Güte der Metzschcn Fabrikate Zeugnis ablegt, einen Gerätewagen, eine fahrbare Schlauchwinde, eine mechanische Leiter. Eine zerlegbare, aus sieben Teilen bestehende sog. italienische Leiter, vor etwa 40 Jahren von den Schreinern Adolf und Georg Hoß und dem Schlosser Fr. Stohr gebaut, bildet heute noch ein brauchbares Requisit der Wehr. Die Gailsche Feuerwehr zählt zurzeit 98 aktive und 37 passive Mitglieder. Eine große Anzahl ihrer Mitglieder haben 25- und mehrjährige Dienstzeit. hinter sich; das von Großherzog Ludwig 1V. gestiftete Ehrenzeichen besitzen von den noch lebenden Mitgliedern: M. Loos, Th. Loos, M. Nagel, PH. Mootz, PH. Lang, Gg. Atzbach, Hx. Sauer, Rob. Sattler, Emil -Kalbfleisch. v
Es ist nicht festgestellt, ob die Gründung der Gailschen Feuerwehr Veranlassung war, in Gießen eine Wehr zu errichten, die in direkter Beziehung zur Stadt treten, und von dieser gegen Uebernahme gewisser Verpflichtungen auch erhalten werden sollte. Am 10. November 1855 fand sich eine Versammlung opfer.rcudiger Manner zusammen, die sich unter dem 15. Dezember zu einer freiro. Feuerwehr, der „Städtische n", organisierten. Die Satzungen besagen u a.: Das Gießener Feuerwehrkorps ist ein Verein Freiwilliger, welcher bei Feuersgefabr die Rettung des bedrohten Lebens und Eigentums der Mitmenschen sich zur Aufgabe macht. Dasselbe ist ein städtisches Institut und der höheren, resp. Lokalpolizeibehörde nach den bestehenden und noch erlassen werdenden gesetzlichen und verordnungsmäßigen Bestimmungen untergeordnet. Sie hatte mancherlei Stürme zu bestehen, bevor iie zu ihrer jetzigen festen Gliederung gelangte. In den 60er Jahren wurde versucht, die Wehr in eine Turnerfeuerwehr umzuwandeln, in die nur aktive Mitglieder des Turnvereins aufgenommen werden sollten Dieser Versuch mißlang; der Eintritt in das Korps blieb jedem Bürger of,en. Führer der unterlegenen Partei war Christoph Rübsamen, den die Turner Gießens als ibren Vater Jahn bezeichnen können, der hier aber jedenfalls in der Verfechtung der Turnsache zu weit ging. Die siegende Partei stand unter Führung des Buchdruckereibesitzers Fr. Ehr Pietsch. Der Streit hatte das Gute, daß die Stadt Veranlassung nahm, das Löschwesen neu zu regeln. In den folgenden 15 Jahren arbeitete die Gießener Feuerwehr an ihrer Ausgestaltung. Leider blieben der Wehr auch manche Widerwärtigkeiten nicht erspart; Differenzen mit der Stadtverwaltung führten im Jahre 1882 sogar zur Auslosung des Korps Am 5. Mai 1882 wurde unter .Vorsitz des Redakteurs Scheyda eine neue Wehr unter dem Namen Gießener freiro. Feuerwehr errichtet, der ca. 30 Manu der aufgelösten städtischen. Wehr beitraten. Die Wehr wurde neu umformiert, erhielt neue Satzungen; auch wurden ihr von der Stadt die Löschgeräte zur Verfügung gestellt. 1890 wurde mit Inkrafttreten der Feuerlöschgesetze eine Pilicht- feuerwehr in Starke von 300 Mann errichtet. Die drei Wehren wurden unter das Kommando eines Branddirettors gestellt 1894 wurde das neu errichtete Gerätehaus am Brand seiner Bestimmung übergeben. Durch die im Jahre 1883 eingeführte, 1894 durch Anschluß der Queckoorner
Quellen vervollständigte Wasserleitung wurde dem bet, früheren Bränden hervortretenden Wassermangel dauernd abgeholfen. Die Gießener freiwillige Feuerwehr wurde von seiner Gründung an befehligt von dem ersten Hauvt- mann e i n r. Ferber; ihn vertrat während der Jahre 1864—1866 Christ. Rübsamen, 1866 wurde Fr. Chr. Pietsch zum Hauptmann gewählt; 1867 folgte Advokat (jetziger Justizrat) O. Weidig, 1882 Stadto. L. Petri, 1890 Schlachthofverwalter Jul. Möhl, 1893 Gastwirt Heinr. Grün, 1894 Hutmacher C.L. Gail, 1900 Schreinermeiester Franz Wiegandt, der heute noch mit dem Amtstitel Brandinspektor Kommandant des Korps ist. — Das Feuerlöschwesen der Stadt stand seit 1872 unter Leitung des Stadtbaumeisters Stief, bis im Jahre 1892 nach Inkrafttreten der neuen Feuerlöschordnung Stadtbaurat Sch m an d t zum Branddirektor ernannt wurde. Zn seinem 9tad)folger wurde 1896 Baumeister Traber, der heute noch an der Spitze des Löschwesens steht, berufen.
Die „Gießener freiro. Feuerwehr" ist in zwei Löfchzüge eingekeilt (den 3. Löschzug bildet die Freiro. Gailsche Feuerwehr). Der ersteren stehen an Geräten zur Verfügung: eine mechanische Drchschiebeleiter mit 24 Meter Auszug nebst Standrohr, eine mechanische Leiter mit 16 Meter Auszug, zwei Steigerroagen, eine zweiräderige und eine vierräderige Sang- und Druckspritze, zwei Hydranten- wagen. Das Korps hat 178 aktive, 30 passive und 3 Ehrenmitglieder. Das Ehrenzeichen für 25jährige Dienstzeit wurde verliehen den Mitgliedern O. Weidig, L. Petri II., C. Moll, Gg. Schneider, Ehr. Frutig, F. Wiegandt, L. Friedrich, C. Neuling.
Werfen wir einen Blick auf die halbhundertjährige Tätigkeit unserer Feuerwehren, so zeigt sich, daß sie ihren Zweck, Hab und Gut der Mbenmenschen vor dem Untergang zu schützen, vollauf erfüllt hat. Bei zahlreichen, oft großen Bränden haben sie bewiesen, daß sie sich in Bezug auf Schlagfertigkeit jeder anderen Wehr an die Seite stellen können und einen Ehrenplatz in der Reihe der gemeinnützigen Vereinigungen unjerer Vaterstadt verdienen. Möge die bOjährtge Jubelfeier den Einwohnern der Stadt Gelegenheit geben, durch zahlreiche Beteiligung an derselben der verdienten Anerkennung und Dankbarkeit Ausdruck zu geben.
London, 12. Juli. Von den tm Kohlenbergwerk bei Wattstown in Glernorganshire verunglückten Bergleuten wurden bisher 69 Leichen geborgen. Man befürchtet, daß sich die Totenliste auf insgesamt 126 belaufen wird.
* Ein pfiffiger Land mann aus einem holsteinischen Dorfe bei Wöhrden Hai mit großem Erfolg ein Radikalmittel gegen die schädlichen Kohlmaden angewandt. Nachdem er bei einigen Pflanzen kleinere Mengen Petroleum aus- gcgossen hatte, machte er die erfreuliche Wahrnehmung, daß die Maden infolge dieser Flüssigkeit eingingen. Angespornt durch diesen Erfolg, kaufte der Landmann ein Faß Petroleum. Alles, was auf dem Hofe an Gießgeräten vorhanden war, wurde hervorgesucht und die große Kohlanbaufläche begaffen. Der Erfolg war überraschend: alle Maden waren tot, aber auch alle Kohlpflanzen waren abgestorben.
» Ein Theater für die Irren wird in Paris im Jrrenhause Sainte-Anne errichtet. Es sollen darin Vorstellungen für die Kranken und Angestellten des Hauses gegeben werden. An diesen Aufführungen werden berufsmäßige Sänger und Schauspieler, das Pflegepersonal und Wahnsinnige, die lichte Augenblicke haben, teilnehmen. Die modernen Irrenärzte empfehlen zur Besserung des Gemütszustandes heilbarer Irren eine solche Theaterkur, die die besten Wirkungen hat. Die erste Aufführung hat schon am 25. Juni stattgefunden.
• Newyork die zweitgrößte Stadt der Erde. Im Jahre 1898 wurden dem alten Newyork durch Eingemeindung der Boroughs Brooklyn, Queens und Richmond angegliedert. Dieses „Greater Newyork" zählt nach den letzten Erhebungen rund 3 988 000 Einwohner. Das Wachstum Newyorks seit 1790 — dem Jahre, in welchem die erste Volkszählung vorgenommen wurde — geht aus folgender
Tabelle hervor:
179o
33113
1870
942 292
1800
60 515
1880
1 206 299
1810
96 373
1890
1 515 301
1830
202 581
1900
3 437 203
1850
515 547
1905
3 987 154
1860
813 669
Es laßt sich mit annähernder Sicherheit berechnen, roann- Neroyork die Einwohnerzahl Londons (etwas über 4l/z Mill.) - erreicht haben wird; denn die Beoölkerungszunahme der Hudson-Metropole geht in ungleich schnellerem Tempo vor sich, als diejenige Londons.
OrrichtsjaaL.
Braunschweig, 12. Juli.. Das Oberlandesgericht als Be- rusungsmslanz verwarf die Klage des früheren Le u 1N a n t Bilse gegen den Verleger Sattler auf 200 000 Alk. Schadenersatz wegen unrechtmäßigen Verkaufs des Verlagsrechts nach Wien und wegen Uebervorteilungen bet Abschluß emes Verlags- Vertrags.
für Kinder, Kranke,Genesende. Verhütet u.beseitigb-Diarrhoe, Brechdurchfall, Darmkatarrh. <
Mau verlange ausdrücklich die Originalmarke „Di*. MonimeFs“ Haematogen und lasse sich Nachahmungen nicht autreden. DVr


