151/t Ühr
•eins
•IW
s
ita.lL
• J. BnJuy. ider
L. van Beetim läk
L van Beethoven.
eKkinePartitm-Äuigebe Iph’s Nacht.) uni abends agten Preisen zu haben.
A
1 gelbe Karten.
ta« ’ KM MU UM«M \e Hin ua Idsendeli' iit Ml, M l5en Wohltätigkeit
Geld-
jelKnnkeapflegeÄnM: 4.W Kreut, 8truMLt* kni) Balge* lOü ohne Abzug 706013
*: L ä
; = E W"’
a Ä M.
* ®ü * ? oB
Go*- 204 ,r MO
111**71
^dtttieneral-Ve,11
d&i-bC?LesI1 -j
•PPaa 1 jternoi
lraer
J n«1' roo'^iW’Ä r*»*;^«ciiarbe rTt . . ^brauch
Sfj*
6,1
r* jo^
,.uer *»"'
Nr. 63
Erstes Blatt.
155. Jahrgang
Mittwoch 15. Marz 190#
Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen
SchuIskra Ke 7.
Adresse für Depeschen:
Anzeiger Gießen.
Fernsprechanschluß Nr 51.
ietzenerAnzeig
General-Anzeiger ö
erfAelwt tLgttch außer Sonntags.
Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Vesfischen Landwirt die Siebener Familien. Hütter viermal in der Woche beigelegt.
Rotationsdruck u. Der» lag der Brühl'schen Univers.-Buch-u. Stein- druckeret. R. Lange.
Kedaktton, Grveditton
Vezv g»preiAr monatlich 75 Pf., viertel» jährlich Mk. 2.20; durch Avhole- il Zweigstellen monatlich 6ö Pf.; durch diePost Mk.2.— viertel- jährl. ausschl. Bestellg. Annahme von Anzei-'.n it tue Tr rsmnnnrer s vomrittaq- J 'rlne»i
3( TerT>Tei5:
abwärts -'4 -)y J. BerantwortL'ch ffrt den Doltt und iJje.-x. Leit: P. Wtttto; für »Stadt und Land" und „Gerichtssaal": August Goetz; für den Anzeigenteil: Hans Beck.
Die heutige Kummer umfaßt 12 Seiten.
Gießen, den 14. März 1905.
Betr.r Abhaltung eines Fortbildungskurses für Handarbeitslehrerinnen in Allen d orf a. d. Lumda.
Die Großh. KreiMmlkoniinisswn Gießen
an die Schulvorstände von
Weitershain, Rüddingshausen, Stangenrod, Beltershain, Lumda, Reinhardshain, Geilshausen, Kesselbach, Londorf, Allertshausen, Climbach, Odenhausen, Treis a. d. Lumda nnd Allendors a. d. Lumda.
Am 20. März l. Js. beginnend, soll in Allendors a. d. Lumda im Nathause ein zwei Wochen dauernder Kursus zur Fortbildung von Handarbeitslehrerinnen gehalten werden. Wir ersuchen Sie, die Handarbeitslehrerinnen Ihrer Orte für den genannten Tag, vormittags 9 Uhr, in den Versteigerungssaal des Rathauses zu Allendors p. d. Lda. zu bestellen und ihnen zugleich mitzuteilen, daß ihnen nach Schluß des Kurses eine Vergütung aus Staatsmitteln gewährt werden wird.
Dr. B r e i d e r t.
parlamentarisches aus Kesseu.
Tie Abgg. U-llmann, Leun und Genossen beantragen, die zweite Kammer wolle beschließen, die Regierung zu ersuchen, den § 21 der Verordnung vom 31. Mai 1902 (Regierungsblatt Nr. 32) dahin abzuändern, daß das Porto, welches seither von der Gemeinde getragen wurde, von der Berufsgenossenschaft zu tragen ist..
Tie Abg. Reh und Gen. beantragen, für das Großherzogtum Hessen durch ein besonderes Ausschreiben fest- zuftellen, was unter einer wandernden Schafherde zu verstehen ist.
Ter Kaufmann W. Menges in Mainz hat bei der Staatsanwaltschaft der Provinz Rheinhessen eine Anzeige eingereicht, in der er den verantwortlichen Leiter des St. Rochus Hospitals in Mainz Medizinalrat Tr. Reisinger, sowie den im Hospital angestellten Obekr- a r z t Dr. Schi s f m a ch e r und die Krankenschwester Ludmilla einer unrichtigen Behandlung seiner im Hospital aufgenonrmen gewesenen Ehefrau und der fahrlässigen Herbeiführung deß Todes derselben beschuldigte. Tie Staatsanwaltschaft hat Ermittelungen ein- treten lassen und darauf dem Menges eröffnet, daß nachdem Ergebnisse der Ermittelungen der von ihm geäußerte Verdacht, seine verstorbene Frau sei möglicherweise in einer den Regeln der .Heilkunde nicht entsprechenden Weise behandelt worden, völlig unbegründet sei. Gegen diesen Beschluß hat Menges Beschwerde an den Generalstaatsanwalt geführt, die gleichfalls als unbegründet zu- rüttgewiesen wurde. Eine Exhumation und Sektion der Leiche war, da seit dem Tode bereits 3Vs Monate vergangen waren, ausgeschlossen. Nach den Ermittelungen mußte angenommen werden, daß der Tod der Frau durch Erkrankung an Wundrose im Verein mit Lähmung beider Beine infolge Knochenfraßes der Wirbelsäule mit Senkungsabszessen herbeigeführt worden ist. Eine Eingabe des Menges an die Kammer ist daher nach Ansicht des dritten Ausschusses für erledigt erklärt wurden. Die Regierung soll ersucht werden, dem Kauftuann Menges mitzuteilen, daß er das Recht seines Einspruchs gegen den Bescheid der Gr. Generalstaatsanwaltschaft durch Friftablauf versäumt habe und daß derselbe nach der Sachlage jetzt auf den Weg des gesetzlichen Jnstanzenzugs verwiesen werde.
Den Antrag des Abg. Häusel betreffend: Nr. 25 (Rad fahr karte) des Tarifs zum Gesetz über den Ur* kundenstempel vom 12. August 1899, beantragt der 2. Ausschuß für erledigt zu erklären, da der (von uns ausführlich besprochene) neue Entwurf eines Gesetzes zur Abänderung des Gesetzes über den Urkunderrstempel noch umfassendere Bestimmungen zu aunsten des Radfahrer? vorsieht.
KMrsche Tagesschau.
Heber die politische Lage in Baden hielt, wie man uns aus Darmstadt schreibt, am 14. ds. in einer gut besuchten Versammlung ein Führer der jung- liberalen Bewegung, Oberamtsrichter Dr. Koch aus Mannheim, einen interessanten Vortrag. Er führte aus, daß nach der großen liberalen Aera in den 60 er Jahren unter Leitung von Jolly, Lamey re. auch in Baden, wie überall im Reiche, der Liberalismus bald erblaßte, nicht ohne Schuld der Liberalen selber, z. B. durch ihren Widerspruch gegen die berechtigten Forderungen der Lehrerschaft in den 80 er Jahren und gegen das direkte Landtagswahlrecht; auch die Romfreundliche Haltung der Berliner Regierung konnte natürlich nicht ohne Einfluß bleiben. Durch das Erstarken des Junglibera lismus, der in Baden bereits 22 Vereine mit über 5000 Mitglieder zähle, sei wieder frisches Leben erwacht und der Zusammenschluß aller Liberalen erreicht worden. Bei der nächsten, der ersten direkten Landtagswahl stehe der Kampf mit dem Zentrum auf des Messers Schneide, aber wenn dasselbe auch diesmal noch die größte Stimmenzahl erreichen sollte, so sei doch von dem hochersreulichen Zusammenschluß der Liberalen für die Zukunft das beste zu erhoffen.
Kirche und Schule.
Im Fürstentum Reuß jüngere Linie wurde den Geistlichen jeder Theaterbesuch untersagt.
Deutsches Reick.
Berlin, 14. März. Wie verlautet, ist auf das Anlaufen von Vigo auf der diesmaligen Kaiserfahrt nach dem Mittelmeer verzichtet worden, nachdem feststeht, daß der Aufenthalt Kaiser Wilhelms in Lissabon drei bls vier Tage in Anspruch nehmen wird.
— Zur Mittelmeerfahrt des Kaisers sind, wie die „Kreuzztg." erfährt, außer dem Staatsminister v. Budde auch Oberpräsident Dr. v. Bethmann-Hollweg, Universitätsprosessor Dr. Schiemann, v. Dresky-Ems eingeladen.
Stuttgart, 14. März. Dem „Schwäb. Merkur" zu- olge hat der Fürst von Oettingen-Waller st ein der Regierung mitgeteilt, daß er auf das w ü rite m bergische Staatsbürgerrecht verzichte. Damit scheidet der Fürst ür seine Person aus der württembergischen Kammer der Standesherren aus.
Kolonialpost.
Brüssel, 14. März. Einen Erfolg der heimgekehrten Kongomission bedeutet die Tatsache, daß der belgische Leutnant Mass art aus der Stelle verhaftet wurde. Dieser kommandierte einen Posten der Krondomäne, ließ dort die ihre Abgaben nicht entrichtenden Männer und Frauen er* chießen, die Gefangenen verhungern und die Lei ch en chandbar zerstückeln.
Ausland.
London, 14. März. (Unterhaus.) Balfour erklärte in Beantwortung einer Anfrage) daß nach der Ansicht des ReichsverteidigungSausschusseS eine Invasion in England zum Zwecke der Eroberung eine Unmöglichkeit sei. Die Frage kleinerer Einfälle sei von geringerer Bedeutung, aber verwickelter. Er glaube jedoch aussprechen zu dürfen, daß sie der Regierung keinen Anlaß zu ernstlicher Besorgnis geben könne. Das Haus setzte sodann die Beratung des Marineetats fort, von dem die Ziffern des Mannschaftsbestandes bewilligt worden sind. Im Laufe der Debatte führte Perbourgh (kons.) aus, der wirkliche Grund für die Aenderung in der Verteilung der Flotte sei das Heranwachsen einer sehr großen Flotten macht in der Nordsee. Die deutsche Flotte werde im Jahre 1917 ouS 38 Schlachtschiffen erster Klaffe bestehen und ferner aus 149 großen und 38 kleinen Kreuzern. Dies sei eine große, mächtige Flotte und man dürfe nicht vergessen, daß sie in der Nordsee konzentriert sei. Der Redner fuhr fort: Man wird mir sagen, es sei nicht mit dem richtigen Einvernehmen zwischen uns und anderen Ländern im Einklang, andere Mächte hier im Parlamente im Zusammenhänge mit der Vermehrung der britischen Flotte zu erwähnen: In anderen Parlamenten handelt man indessen nicht nach dieser Empstnd- dung. Wir sehen, daß im französischen und im deutschen Parlamente die Schaffung der Flotten anderer Länder offen erörtert wird. Der französische Marineminister hielt kürzlich eine Rede, in der er die Stärke der französischen und der deutschen Flotte verglich, und im deutschen Reichstage hat der Führer der sozialistischen Partei hervorgehoben, die gewünschte Vermehrung der deutschen Flotte könnte nur als eine Drohung gegen England gedacht werden. Ich bin also berechtigt, bei der Beratung der Stärke der britischen Flotte die Lage der deutschen Flotte vor dem Hause zur Sprache zu bringen.
Rom, 14. März. Das Gerücht, die italienische Kriegs- verwaltung beabsichtige Mehrausgaben im Betrage von 200 Millionen für die Nord- und Ostgrenze zu machen, wird von mehreren Seiten bestätigt.
Rom, 14. März. Den Abendblättern zufolge wurden zwei Landleute, die in Cuma bei Neapel den Prinzen Johann Georg von Sachsen beim Betreten eines Saatfeldes bedrohten, verhaftet. Der Präfekt von Neapel sprach dem Prinzen sein Bedauern über den Vorfall au§.
Saloniki, 14. März. Bei Cavatan, Bezirk Florina, wnrde eine 40 Mann starke bulgarische Bande von türkischen Regierungstruppen in die Flucht geschlagen. Die Bulgaren hatten 11 Tote.
5>ec Kttkg.
Die heutigen
offiziösen Meldungen vom Kriegsschauplätze lauten: Ä t „ ,,
London, 14. März. Der Berichterstatter des Reuterschen Bureaus in dem Hauptquartier des Generals Kuroki meldet von gestern- Der größte Teil der Russen hat, wie man annimmt,' Tieling erreicht. Die Nachhut hatte mit den Japanern zahlreiche Zusammenstöße. Wenn die Russen die Absicht hÄen, sich nach Charbin zurückzuziehen, müssen sie iTjre Vorräte von Tieling weitergeschafft haben, denn zwischen Tieling und Chardin verstreu sie über , keine Vorräte.
Tokio, 14. März. Das japanische Hauptquartier veröffentlicht einen ausführlichen Bericht über die Operationen des rechten japanischen Flügels gegen Fuschun seit dem 19 Februar Der Bericht, der bei der Schlacht von Tsinkhetscheng beginnt, schließt, wie folgt: Als die Japaner bei ihrem Vormarsch zum Angriff aus Fuschun am 10 März den Hunho erreichten, fanden sie das Eis m der Mitte des Flusses au f- aetaut Dieser Umstand störte und verzögerte den Angriff. Endlich wurde der Uebergang über den Fluß unter Heberwindung großer Schwierigkeiten und großer Gefahr bewerkstelligt, worauf die Japaner die Russen von ihren Befestigungen auf den nördlichen Anhöhen verdrängten. Nach dein Verluste von Paling verbrannten die Russen auf Rückzüge alle Dör
fer, um die Japaner jeden Obdachs bei der bittet ren Kalte zu berauben.
Petersburg, 14. März. General Küropatkttt meldet vom 12. März: Gen eral Meyendorf stürzte am 10. März vom Pferde und zog sich einen B^nch des Schlüsselbeins zu; er wurde nach Charbin geschickt. Die Merzte glauben, daß er bald wieder hergestellt ist. — Eine Depesche Knropatkins vom! 13. März meldet: Berichte über neue Kämpfe liegen zur Zeit nicht vor. In den Bewegrmgen der Trrrppen ist Ordnung. Der Feind unternimmt Rekognoszierungen.
Tokio, 14. März. (Amtlich.) Ein Bericht des Marschalls O h ama , der hier am 14. März ein ging, besagt: In der Richt^ ung nach Hinking besetzte eine Abteilung unserer Truppen am 11. März Dingpan, 18 Meilen östlich von Fushun, nach^ dem sie den Feind dort vertrieben hatte. Am Schahs, fahren unsere Truppen fort, auf .verschiedenen Punkten dis Ueberreste der feindlichen Streitkräfte zu v er j treiben. In den gebirgigen Gegenden östlich von Tieling hat sich eine beträchtliche Anzahl von russischen Offizieren und Soldaten ergeben.
Petersburg, 14. März. (Petersb. Tel.-Ag.) Es geht das Gerücht, der 'Generalkommandant der Truppen des Kiewer Militärbezirks, GeneralleutnantSsuchomlinow, werd« zum Stabschef des Ober st kommandierenden bei Mandschurei-Armee ernannt werden.
Ferner liegen folgende
Privatmeldungen
vor:
London, 14. März. Nach einem Telegramm aus Nntt tschwang macht der Gefangenen-Transport großÄ. Schwierigkeiten. 40000 Mann sollen über Dalny nach Japan gehen und eine weitere große Anzahl von Inkan ver-^ schifft werden, sobald das Wetter es erlaubt. Die Uebergabe der russischen Truppenteile erfolgt in unrmterbrochener Reihenfolge. Die russischen Soldaten sind halb verhungert und erfroren. Einem' Test blieb mir die Wahl zwischen Hungertod und Uebergabe. Die Japaner eroberten solche Mengen; Kohlen, daß sie ihre eigenen Vorräte übertreffen^
Paris, 14. März. Von der Regierung der Vereinigtem Staaten soll angeblich der Vorschlag zu einer mehrtägige» Waffenruhe in der Mandschurei zur Beerdigung der Totenj und zur Fürsorge für die uns ägli ch l eidend en Verwundeten ausgehen. . J
Petersburg, 14. März. Vom Generalstab wird R* Haupt et, daß Kuropatkin noch über 160000 Manw kampffähiger Truppen verfüge. Er werde versuchen, die Japaner solange in Schach zu halten, bis Verstärkungen etn^ getroffen seien. „
Petersburg, 14. rj. Das 1. Armeekorps Ren» nenkamp hat seinen Rüazug in vollster Ordnung? vollzogen und in mehreren Gefechten dem Feinde bedeut tende Verluste beial'bracht.
Kleine Melvungen.
Tokio, 14. März. Mit der Ladung des als Prise ein* gebrachten englischen Dampfers ist die Gesamtmenge der vortz Japan beschlagnahmten Kohle auf über 100 000 Toimen <je* stiegen. Die japanische Presse äußert dankbare Ge-, n u g t u u n g über das der japanischen Flotte und Armee durchs K a i s e r W i l h e l m in Wilhelmshaven zu teil gewordene ßobj
Petersburg, 14. März. Nach eingehenden,Erkundig-« ungen, die die Petersburger Telegraphen-Agentnr einzog, bestätigt sich die gesttige Reutermeldung aus Washington nichts nach der die russische Regierung das zweite Pacific-Ge- schwader zurückberief.
London, 14. März. Die „Evening News" melden aust Tschifu: Nach zuverlässigen Berichten aus Port Arthur totrty jetzt in der Wiederbefestigung des Platzes nur eine ge^ ringe Tätigkeit entwickelt. Die Besatzung zählt gegenwärttgt mir 4000 Mann; alle verfügbaren Leute sind zur Front gesandt: worden. Aus Port Arthur zurückgekehrte Personen, heben bett?, bemerkenswerten Wechsel hervor, der von der anfänglichen fieber*; hasten Eile bei der Vorbereitung der Wiederbefestigung zur; jetzigen verhältnismäßigen Untätigkeit und beinahe völligen Ausgabe der Docks in vergleichsweise erst neuerer Zeit eingetretav sei. Die gesunkenen Schiffe seien noch unberührt.
Der Rat zum Friedensschluß.
Der von allen Seiten an Rußland gerichtete, Rat, Frik^tt^ zu schließen, oder richtiger: um die Friedensbedingungen paus zu bitten, ist das Beschämendste, was einer Großmacht- begegnen kann, schlimmer noch als das Unterliegen zu Waff^ und zu Lande! Man erteilt ja doch den Rat nicht etwa, weil^ man Rußland vor weiterem Schaden bewahrt sehen möchte, sondern weil man der Ueberzeugung ist, Rußland könne unter fernen Umständen die Scharte auswetzen. Das militärffch zahlungs- i^.ffähige Reich soll den Konkurs anmelden. ^Die Zuschauer dieses, blutigen Krieges sind der einmütigen Ansicht, dag er als emj für Rußland verlorener zu betrachten sei. Die Welt hat von beut Vorsatz Rußlands gehört, nochmals 400 000 Mann ernzmetzen^ sie kennt das Wort des Zaren von der Opferung des.letztens Mannes und des letzten Rubels — und trotzd^mueht nrtfc Unglauben die weiteren Vorbereitungen. 400 000 Mann in döt Krieg schicken wollen und sie an Ort rmd Stelle haben mtt allttr nötigen Mitteln zur Verpflegung, das ist Zweierlei, tfür oto; Ausführung der kübnen Idee fehlen vor allem die Transports mittel. Der eingleisigen Bahn nach der Mandschurei, selbst,, wenn sie dauernd unversehrt und betriebsfälng gehal'-en werden könnte, ist nicht einmal die Beförderung der erforderlichen Lebens- mittel für ein solches Massenheer zmutrauen. Nur eine eni^ Stimme ließ sich bis zuni Fall Mukdens zu Gunsten Rußlands und einer tapferen Fortführung des Krieges vernehmen. S« kam aus dem Pariser „Temvs", dem anerkannten Organ des Ministers des Auswärtigen Delcassö. Nunmehr hat aber auch' der ,.TemPs" die Hoffnung an Rußlands schließlichen Erfolg aufgegeben. Er schließt sich dem Friedensrat an, selbst wenn! die japanischen Bedingungen hart ausfallen sollten,, und hat nur die schwackw Verzi,ck'r"ng f-'r die bittere Pille: daß Rußland in Zukunft besser vorbereit'i Vergeltung an Japan üben.forme.. 9hrn, mit der RevauHe toi ' so gute Wege haben, wie mit der Deutschland von Frar... z-ugZchworenen fürchterlicher Rack)e. Die Japaner w-erd.m ' ' rßändlich derartige Beding-- ungen stellen, daß Rußland vir . >ne lange Reihe vvn^Jahren- die Lust und die Kraft zu Lkbenteuern vergcht. Dazu zählt eine gewaltige Kriegsentschädigung. Diese kann nur im Wege enter Anleihe im Auslande gedeckt werden. ~ w .
Der Mißerfolg des Versuches, in Frankreich. eine neue Kriegsanleihe auszunehmen, liegt heutr^llaLi zutage. Es konnte keine Verständigung erzielt werden zwischeir den Delegierten der französischcni Bailkinstitute und dem russig schen Finanzminister, so meldet in dürren Worten der offiziös


