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Nr. 140
Drittes Blatt
155. Jahrgang
Samstag 17 Juni 1905
General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Eichen.
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vermischtes.
Geschäften.
zur Speisung einer öffentlichen Wafferleitungsanlage zu bezeichnen. Auch für technische Zwecke konnte es wegen seiner Reinheit und geringen Gesamthärte bestens empfohlen werden.
Redaktton, Expedition o. Druckerei i Kchulftr.V.
Tel. Nr. 6L Leteg^-Ädr. i Vn-eig« Vietze».
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Rotationsdruck und Verlag der VrLhllchar
UnroerfUdtdöruderet fft Lauge. Dietzen.
in Würfeln zu M Pffg. für 2 T©88^P ist sehr schmackhaft und kräftig. Zu haben, wie auch Kartoffel-, Niebele-, Sago-, Gemüse-Suppe u. s. w. in alleil einschlägigen
für sonstige Interessenten 1, Schweineschmalz 29, und Seifenpulver 23, Seifenunterlaugen 21, Spiel- 8, Tapeten und Buntpapiere 62, Waffer für Genuß- 101, Waffer für technische Zwecke 6, Wein 53, Wurst- 182.
Zu Beanstandungen gaben 63 Objekte gegen 65 zm Vorjahre Veranlassung.
Die beanstandeten Proben verteilen sich folgendermaßen auf die einzelnen Kreise: Alsfeld 7, Büdingen 4, Friedberg 18, Gießen 24, Lauterbach 3, Schotten 3, außerhalb der Provinz 4.
Die Einnahme au8 den ausgeführten Untersuchungen ergab die Gesamtsumme von 5211.24 gegen 6029.87 Mk. im Vorjahr.
Die Anzahl der im Auftrage von Behörden untersuchten Proben ist im verfloffenen Jahre etwas niedriger als im Vorjahre, was sich dadurch erklärt, daß im Vorjahre eine wesentlich größere Menge von Petroleum- sowie Tapeten- und Buntpapierproben — für welche die Untersuchungsgebühren sehr niedrige sind — untersucht wurden, als im letztverfloffenen. Die Anzahl der im Auftrage von Pri- vaten untersuchten Proben ist im letzten Jahre nicht unbeträchtlich niedriger als im Vorjahre, was darauf zurückzu- sühren ist, daß eine der bis dahin vertragsmäßig angeschlossenen Molkereien den Vertrag Ende 1902 löste, in der Absicht, die fraglichen Untersuchungen von Milchproben aus Fettgehalt in Zukunft im eigenen Betriebe ausführen zu lassen. Durch diesen Umstand sowie dadurch, daß im vorigen Jahre eine mit 500 Mk. berechnete Mineralwafferanalyse zur Ausführung kam, was im letzten Jahre nicht der Fall war, erklärt sich auch die um etwa 800 Mk. geringere Einnahme aus den Untersuchungen gegenüber dem Vorjahre.
Die regelmäßige Kontrolle von Nahrungsmitteln, Genußmitteln und Gebrauchsgegenständen fand in der mit den verschiedenen Behörden vereinbarten Weise gleich wie in
Einsender am ungeduldigsten.
— Hamburg — Helgoland.
Iie Tätigkeit des chemischen Mntersuchungsamtes für die Irovinz Höerheffen.
Der Bericht des chemischen UntersuchungsamteS für die Zeit vom 1. April 1903 bis 1. April 1904 ist im Druck erschienen und uns zugegangen. Im Geschäftsjahre 1903/04 wurden im Untersuchunsamte im Auftrage von Behörden 891, von Privaten 7146, zusammen 803 7 Untersuchungen, gegen 10 880 im Vorjahre, ausgeführt. Die Zahl der Untersuchungen beträgt für Abwässer 5, Baumaterialien 5, Bienenhonig 2, Bier 13, Branntwein 7, Brot 1, Butter 62, Buttermilch 6, Dörrobst 14, EiS (Fruchteis) 1, Erdboden 1, Essig 89, Farben 29, Fleisch (Hack-, Solberfleisch) 16, Fruchtsäfte, Fruchtgelees, Marmeladen, Limonaden 13, Futtermittel 2, gerichtliche Objekte 2, Gewürze 53, Harn 3, Hefen 7, Kaffee und Kaffeesurrogate 3, Kartoffeln 3, Küchengeschirr 50, Margarine 18, Medikamente 5, Mehl 1, Marktmilch 34, Äallmilchproben 3, Milch für Produzenten 10, Milch für Molkereien 6931, Magermilch für Molkereien 17, Magermilch für sonstige Interessenten 1, Obst- und Fruchtweine 2, Oele 8, Petroleum 50, Rahm für Molkereien 52,
e Kliniken, ägr jg* 10, IJ03962 6 Lausmädchkü Wtrofte 9, i. iäbdjtii t 8I
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Landwirtschaft.
f ] Marburg, 15. Juni. Um einen Ueberblick über daS sich zur Beschickung der großen landwirtschaftlichen Ausstellung in Frankenberg eignende Vogelsberger und Simmentaler Vieh im hiesigen Kreise zu gewinnen, hatte der landwirtschaftliche Kreisverein für heute hier eine Rindviehschau mit Prämiierung angeordnet. Diese war zahlreich mit prächtigem Viehmaterial beschickt und es konnten insgesamt etwa 70 Tiere prämiiert werden. Im Ganzen gelangten etwa 2000 Mk. an die besten Viehhalter zur Verteilung. Die Prämiierungskommission bestand auS den Herren Viehzuchtinspektor Vaupel-Gemschwert, Gutspächter Schlabach-Vil- lingshausen und Gutspächter Beuermann-Odenhausem
Kisenkayn-I-itung.
Der Kasseler Bezirksausschuß gibt bekannt, daß die Genehmigung zur Vornahme allgemeiner Vorarbeiten für eine Nebenbahn von Niederaula nach Alsfeld mit Abzweigung nach Schlitz erteilt worden ist.
inmitten herrlicher Gebir&swaidun&sn. Badeschrift durch die BedeverwafrunA.
Kirche unb Schule.
— Studentisches LoS-v on-Rom in Prag. Die Gründung einer zweiten katholisch-konfessionellen studentischen Verbindung, „Vandalia", in Prag und die offene Parteinahme der Regierungsorgane für diese, die jüngst die Auflösung eines Festkommerses der im D. C. vereinigten Prager deutsch-nationalen Burschenschaften herbeiführte, hat die in deutsch-nationalen Studentenkreisen vorhandene antirömische Strömung verstärkt und eine Agitation in Fluß gebracht, die auf einen Massenaustritt der Studenten aus der päpstlichen Kirche und den Ueb er tritt zur evangelisch-lutherischen Kirche abzielt. Die Zahl derjenigen Studenten, die diesen Schritt zu tun bestimmt erklärten, soll schon jetzt 80 betragen. Die Los-von-Rom-Be- wegung in der Prager Studentenschaft gewinnt an Boden.
Damen bei Strafe bis zu 30 Mk. untersagt, auf mehreren namentlich aufgeführten Promenadenwegen die Kleider schleppen zu lassen. Im Interesse der öffentlichen Gesundheit, der die durch die Schleppen verursachte Staubentwicklung nichts weniger als förderlich ist, kann man nur wünschen, daß dieses Nordhäuser Beispiel auch anderwärts Nachahmung stndet. Ob sich aber die liebe Weiblichkeit durch ein Polizeiverbot der Mode wird abspenstig machen lassen, ist noch sehr die Frage. Vorerst glauben wir nicht daran und wir möchten deshalb für alle Fälle schon jetzt einmal daran erinnern, wie sich vor mehr als 400 Jahren unsere Altvorderen der damals noch schrecklicher als heute grassierenden Schleppenplage zu erwehren wußten: Im 15. Jahrhundert erfreute sich das deutsche Volk großer Wohlhabenheit, die leider nur zu bald eine Ausartung des Luxus in den Lebensgewohnheiten und der Kleidung nach sich zog. Nur selten, so heißt es im „Eulenspiegel", sieht man auf dem Felde einen Bauern, der nicht eine Mütze aus dem Köpf hat, die mehr wert ist, als der ganze übrige Kerl zusammen!" Und was der Bauer sich leisten konnte, vermochte noch weit besser der Stadtbürger, vom Patrizier angefangen bis hinab znm kleinsten Zunftmeister und seiner Familie. Die Meister kleideten sich in Sammet und feinstem Tuche, die Aermeln waren mit Gold bestickt, die Gürtel schwer von Gold und Silber, an der Seite prangte der Degen. Ihre Frauen aber trugen teure, faltenreiche Mäntel, darunter Kleider von Sammet, Seide oder Brokat mit seltenen Spitzen und übermäßig langen Schleppen; ferner prächtige, goldgeschmückte Hauben und allerlei echtes Geschmeide. Um dem immer größer werdenden Klccher- aufwand und den zuweilen an Verrücktheit grenzenden Trachten zu steuern, kamen in den Städten besondere „Kleiderordnungen" auf, die nicht zuletzt auch den Schleppen den Krieg erklärten und dieser schon damals als Unfug erkannten Damenmode den Garaus zu machen suchten. Wohl das originellste diesbezügliche Verbot erließ dec wohlweise Rat der Stadt Breslau, der den „hoffärtigen Frauenzimmern" das Tragen von langen Schleppen bei einer Mark Buße untersagte und ihnen für den Fall der wiederholten Nichtbeachtung seines Verbotes wörtlich also drohte: „man werde sie sonst uff das Rathus antworten und alldo ihre langen Sweife absnieden und zu rechter Maß kurzen". — So grausam ist man heute nicht mehr: man ist den Damen gegenüber galanter, erwartet aber aueh von ihnen, daß sie sich nicht mehr von der Mode in lebendige, geradezu gemeingefährliche Straßen-Kehr- m a sch in en verwandeln lassen.
KuworMsches.
— Aus dem Stamm buch eines Redakteurs. Das Papier ist geduldig, der Redakteur ungeduldig und der
Aie'Kasjentrale in «Lauöach.
Kritische Betrachtungen von Rechtsanwalt Raab, Gießen.
HI.
Nicht nur Licht», auch Kraftanlage.
Es ist verkehrt, wenn man bei einer so umfassenden Anlaae nicht neben der Licht-, auch die Kraftquelle von Anfang an schasst, namentlich, wenn dies „in einem Aufwaschen hingeht". Zwar ist in den Verhandlungen, die bisher gepflogen wurden, soweit ich unterrichtet bin, von der Verwendung des Gases auch zu technischen Zwecken, von Anschluß von Gasmotoren die Rede gewesen. Die Aussichten, die hierfür vorhanden sind, durften aber geringe sein. Man hat für Gasmotors wenig übrig. Das Bedürfnis aber nach Unterstützung der Industrie und des gesamten Wirt-- schaftSlebens, der Gewerbe, des Haushalts durch mechanische Kräfte ist so verbreitet und allgemein anerkannt, daß es unbedingt mit in Rechnung gezogen werden muß und nicht nebensächlich abgetan werden darf, sondern einen Hauptfaktor bilden muß. Dem Streben nach Konzentration der großen und größten Betriebe fleht neuerdings gegenüber die Tendenz, die Industrie auf das Land zu dislozieren, weil dort die Löhne billiger, die Lebensbedingungen gesündere sind re. Mit verbesserten Verkehrsverhältnissen wird diese Eroberung des Landes und diese Entlastung der großen Städte immer mehr vorwärts schreiten. Und da trägt, soiveit sich dies jetzt übersehen läßt, die Elektrizität vor allen anderen mechanischen Kraftquellen den Marschallstab im Tournister. Sie wird, bis sie abgelöst wird durch einen weiteren Fortschritt, die Beherrscherin des XX. Jahrhunderts sein; deshalb sei die Losung: Elektrisches Licht und elektrische Kraft!
Die Landwirtschaft klagt über Mangel an Arbeitskräften, über Entvölkerung des Landes. Sie sinnt auf technische Vervollkommnung ihrer Maschinen. Man hat schon großes geleistet; die Hauptvorteile zieht dabei allerdings der landwirtschaftliche Großbetrieb. Wenn aber erst jeder einzelne Landwirt seine Häckselmaschine durch einen 63riff an die elektrische Leitung anschließen kann, so, daß die alten Leute, die zu körperlichen Kraftleistungen untauglich geworden sind, ja selbst Kinder die Maschinen bedienen können, wenn Mühlen, Dreschmaschinen, Holzschneidereien, Molkereien, Strickereien, Webereien, Schreinereien (z. B. elektrische Hobelmaschinen!) und Schnitzereien u. s. w. die elektrische Kraft „vor der Nase" haben, dann wird man die „Leutenot" weniger spüren. Wer ein elektrisch betriebenes Sägewerk, wo ein Dutzend und noch mehr Sägblätter einen Stamm in kurzer Frist zerrissen, neben einem nur mit Wasserrad betriebenen, wo mühsam und träge kaum zwei Blätter sich durchzogen, gesehen hat, sah einen Unterschied, wie etwa zwischen der stolzen elektrischen Bahn und dem Schneckenfuhrwerk eines schwer beladenen Kuhwagens. Gibt es etwas einfacheres, als elektrisches Bügeln? Man stellt durch Einfuhren der Hülse in das Bügeleisen den Kontakt her und das Bügeln kann losgehen. Jeder Landwirt könnte mit elekrischer Kraft fein Getreide selbst dreschen. Oder die Gemeinden könnten sich Anlagen schaffen, iüo dies geschieht, selbst auf freiem Felde (man braucht nur die Drähte dorthin zu spannen). Wer schneidet später noch mühsam mit der Handsäge sein Holz?
Man kann kochen unb heizen mit Elektrizität, wenn auch gerade dieser Zweig der Verwendung, so viel mir bekannt, noch in den Kinderschuhen steckt; die nächsten Jahre werden aber auch hier noch Verbesserungen bringen. Elektrische Bäder wären für Sommerfrischen von Wichtigkeit. Die Brauereien in Nidda unb Schotten könnten elektrische Kraft brauchen, ebenso die Papiermühlen im Niddatal u. s. w. Jede Nähmaschine läßt sich elektrisch betreiben. Der Umfang der Verwendung elektrischer „Energie" ift gar nicht auszudenken. Man könnte Kraftstationen für elektrische Automobile, die den Vogelsberg durchstreifen werden (Hochwaldhausen als Nachkurort für Bad Nauheim u. s. w.) anlegen; vielleicht verwendet die Landwirtschaft und das Gewerbe, Handel und Verkehr in absehbarer Zeit allgemein elektrische Kraftwagen. Den Vorteil, den dieHaus- industrie von elektrischer Kraft hätte, braucht man nur anzudeuten. Etwaige Verbindungsbahnen, die man im Vogelsberg wünscht, könnte man elektrisch einrichten und an das Werk anschließen; man baut überall eben schon elektrische Nebenbahnen (der Kreis Offenbach plant solche, Mainz, Frankfurt, Homburg, Wiesbaden): auch elektr. Postomnibusse u. dgl., (in Bayern hat man jetzt auch schon Postmotorwagen).
Reparaturen sind bei elektrischer Leitung, die meift oberirdisch und nicht solche Erdarbeiten erfordert, mel leichter: man berechnet aus der „Spannungsdifferenz" ganz genau die schadhafte Stelle: bei weitläufigen Gasleitungen kann man dies nicht. Die Gefahren endlich sind bei elektrischen Leitungen, die auch als Blitzableiter für die heftigen Vogelsberger Gewitter wirken könnten, weit geringer als bei Gas.
Nun sagt man, das ist ja alles richtig, aber das elektrische Licht ist viel teurer, als Gaslicht. Ich laffe das nicht gelten. Man führt da immer Zahlen vor, die deshalb nicht maßgebend sind, weil sie keinem unparteiischen Vergleich entspringen. Wer gibt das elektrische Licht ab ? Entweder die Gemeinden. Diese haben meist Gaswerke noch daneben und wollen diese doch nicht plötzlich entwerten dadurch, daß sie das elektrische Licht zu billig 'liefern. Oder eine Gesellschaft, die ohne Konkurrenz ist und natürlich nicht zum Selbstkostenpreis das elektrische Licht verkauft. Ick) bin überzeugt, daß man, größte Beteiligung der Abnehmer für Licht und Kraft vorausgesetzt, die Elektrizität von einem kommunalen Werk, das zum Selbstkostenpreis abgeben kann, mindestens gerade so billig liefern kann, wie Gas. Die Unterhaltungen und Beschaffung der 'Beleuchtungskörper und die erstmalige Anlage überhaupt sind endlich bei elektrischem Licht ebenfalls billiger.
So sehr der Zusammenschluß der Gemeinden zu 'billigen ist, halte ich eine Gaszentrale für verfehlt. Eine elektrische Zentrale ist das einzig Nichtige, in eigener Verwaltung von Anfang an, für Licht und Kraft eingerichtet und für spätere Erweiterungen schon gleich vorgesehen.
Ein großer Schritt dazu ist getan. Die Vorverhandlungen bilden die beste Grundlage; man unternehme nun mit der Losung „Elektrizität" die weiteren Schritte zur technischen und finanziellen Ftlndierung.
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* Polizeiliche Schleppenverbote einst und
jetzt. Nach Zeitungsberichten ist letzter Tage in Nord-
Ihausen eine polizeiliche Verordnung ergangen, die den
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früheren Jahren statt.
Gerichtliche Verurteilung von Metzgern wegen Zusatzes von Stärkemehl oder von Stärkemehl und Borsäure zu Wurstwaren bezw. wegen Feilhaltens und Verkaufes verdorbener Wurst sind in 10 Fällen bekannt geworden.
Außer durch die angeführten Untersuchungen war das Untersuchungsamt in Anspruch genommen durch Abgabe einer Anzahl größerer und kleinerer Gutachten, durch eine Reihe gerichtlicher Termine und örtlicher Besichtigungen, diese häufig verbunden mit der persönlichen Entnahme von Proben, durch die mit der Ausführung der Kontrolle der Nahrungsmittel, Genußmittel und Gebrauchsgegenstände verbundenen Amtshandlungen sowie durch einen lebhaften mündlichen und schriftlichen Verkehr mit Behörden und Privaten.
Wie in früheren Jahren fand eine chemische und bakteriologische Untersuchung des Wassers sowohl aus der neueren, wie auch auS der älteren Wasserversorgungs- anlage der Stadt Gießen, auS den Ouellen zu Oueck- vorn und aus den Quellen bei Großen-Busell und im Licher Walde stammend, statt. DaS Wasser war auch auf Grund der letztjährigen Untersuchung wiederum als von großer Rem- heit im hygienischen Sinne und infolgedessen als sehr geeigneti h aus
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stürmischer Neberfahrt, zu seiner Frau): „Du wirst ja so still und blaß, Luise?"
Gattin: „O Heinrich, mir ist daS Herz so ooHP
Gatte: „Dann nimm Dich nur zusammen; wem bad Herz voll ist, dem läuft der Mund über!"
Nmversttätg-Kachrrchten.
- - Der Köse n er 8. 6.-Verband hat sich auf feinet diesjährigen Pfingstverfammluug scharf auf bie ©eite^ber akademischen Freiheit gestellt und folgende Erklärung angenommen: „Der Kösener Kongreß erkennt jedem deutfchen Studenten das Recht und die Freiheit zu, sich mit anderen auf dem Boden irgendwelcher Weltanschauung zusammenzuschließen, er steht aber innerlich im schärfsten Gegensätze zu jeder Verbindung, die unter dem Deckmantel der Konfession den Zweck verfolgt, daS freie deutsche Geistesleben unserer Hochschulen zu untergraben. Wir erachten es daher für eine nationale Pflicht, den Kampf gegen Verbindungen, die unser vaterländisches Empfinden verletzen, mit allen uns zu Gebote stehenden Mitteln zu führen."
Sooden-Werra
MWHW


