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General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Ureis Gießen.
Volttische Tagesschau.
Die auswärtige Politik des „Vorwärts".
Wir lesen in der „Nordd. Allg. Ztg.":
,11m sich von neuem in der Rolle eines Wächters deS Völkerfriedens zu produzieren, hat der .Vorwärts" die längst abgetanen Unwahrheiten hervorgeholt, daß D e u t s ch- land am Ausgange des vorigen Jahres im Begriffe gewesen sei, England den Krieg zu erklären, und daß damals die Flotte mobil gemacht worden sei. Der „Vorwärts" will erfahren haben, daß die Ursache jenes angeblich drohenden Zusammenstoßes in einem schweren Konflikt zwischen Kaiser Wilhelm II. und König Eduard gelegen habe. Da aber diese neue Lüge dem „Vorwärts" selbst zu albern erscheinen mußte und doch die Sozialdemokratie den Massen als einziger Hort des Friedens einpfohlen werden sollte, so sucht das Blatt sich mit der Behauptung zu helfen, daß solche wahnsinnigen Erfindungen auch nur möglich seien, zeige schon, zu welchem Abgrund allmählich daS byzantinische, verkrüppelte öffentliche Gewißen Deutschlands die Dinge treibe. In Wahrheit beweist der „Vorwärts" damit nur, daß er ohne alle Rücksicht auf vaterländische Interessen mit den auswärtigen Angelegenheiten des Reiches groben Schwindel treibt."
Das ist eine kräftige Sprache, die wir in der „Norddeutschen" nicht oft finden. Aber man kann ihr nur zustimmen, denn die erwähnte Auslassung des „vorwärts" trägt ja den Stempel der Mache höchst offensichtlich an sich.
*
Was wird aus Egypten?
Die Engländer haben mit der „friedlichen Eroberung" in Egypten mehr Glück, als die Franzosen in Marokko. Die britische Regierung hat erreicht, daß die englische Sprache als Gerichtssprache anerkannt wurde. Bei der Abneigung des Engländers gegen die Erlernung fremder Sprachen ist dieser Erfolg von der größten Bedeutung für die Teilnahme des britischen Kapitals am egyp-tischen Wirtschaftsleben. Es kommt noch ein anderes Moment hinzu, das sehr lehrreich für die Art ist, wie mit kleinen Mitteln England große Fortschritte in der Befestigung seiner wirtschaftlichen Macht erzielt. Die Fäden des egyptischen Wirtschaftslebens laufen heute fast ganz ausschließlich bei nichtenglischen Fremden zusammen, hauptsächlich bei ftanzösischen, italienischen, österreichischen und griechischen, in Egypten ansässigen Kaufleuten. Sie sind nun alle auf den Gebrauch der englischen Sprache vvr Gericht und bei den Grundbuchänrtern, in allen öffentlichrechtlichen Funktionen des Geschäftslebens ange- wresen. Sie müssen sich also mehr und mehr englischer Anwälte und Agenten bedienen, wodurch Kenntnis und Beeinflusiung aller wichtigen wirtschaftlichen Vorgänge in die Hand des britischen (Zements gelangt. Gleichzeitig haben die in Egypten tätigen Banken englischen Rechts im Zu- sarnmenhang mit Kapitalserhöhungen oder Neugrundungen gewiegte ftemde Spekulanten in ihre Auftichtsräte gewählt oder an die Spitze ihrer Niederlassungen gestellt. Sie haben daher heute schon die besten Objekte in der Hand. Namentlich die Sicherung alles irgendwie in absehbarer Zeit auszubeutenden Grundbesitzes haben sich die englischen Kapitalisten mit Hilfe jener Personen angelegen sein lassen, sodaß man bereits heute, ein Jahr nach dem englisch-französischen Abkommen, sagen kann, die industrielle Entwicklung, die Landwirtschaft und die Bautätigkeit in Egypten sind von der Diktatur der englischen S^ekulationsunter- nehmnngen abhängig, und der Handel insoweit, als für ihn der Bahnbau von Bedeutung ist; denn in dieser Richtung haben die englischen Finanziers die Aufsaugung des französischen Syndikats neben ihrer Bodenpolitik erfolgreich durchaeführt. Wenn der Handel der britischen Flagge folgt, so geht dem Handel doch noch der gewerbsmäßige Gründer voraus. Das war in allen englischen Besitzungen so, und in Egypten ist es nicht anders. In Egypten und in egyp- tischen Zukunftswerten ist eine wilde Ueberspekulation eingetreten. Man raubt heute nicht mehr mit dem Schwerte, sondern mit dem Shareformular. Vorläufig wird zunächst einmal versucht, das Zehnfache des Kapitals aus Egypten in wenigen Jahren herauZzubekommen, das man hinein- sieckt. Industrielles, Werte schaffendes Kapital hingegen ist in erstaunlich geringem Maße nach Egypten gewandert. Englische Finanzsachverständige sagen bereits heute die Krise voraus. Jedenfalls wird das Land des Khediven erst diese ftühen Segnungen englischer Wirtschaft abzuschütteln haben, ehe es den gewerblichen Aufschwung nehmen kann, zu dem es berufen ist. Ruhig aufbauend ist nur deutsches und amerikanisches Kapital, und dauernd in Egypten interessierte Großkaufleute, Patrioten, sehen bereits jetzt nach diesen aus, völlig enttäuscht durch das Debüt der britischen Finanz. Isst ja doch die erste Kulturtat nach der Proklamierung des unumschränkten britischen Protektorates, die Ausstattung des Nils mit einer regelrechten Schiffahrt, eine deutsche Tat. Andererseits macht sich schon die spekulative Steigerung aller Hypothekarwerte in einer außerordentlichen Erhöhung der Steuerlast und Verteuerung des Kredits fiihlbar, in einem so kapitalbedürstigen Lande natürlich kein förderlicher Umstand. Wenn Egypten/auch eine englische Satrapie geworden ist, so ist daher doch alle Aussicht vorhanden, daß die eigentlichen großen Kulturleistungen anderen Nationen, insbesondere der deutschen, Vorbehalten bleiben werden.
Ans Audi und Land.
Gießen, 16. August 1905.
•* Vom neuen Grundbuch in Hessen. Das neue Grundbuch ist für mehr als die Hälfte aller Gemarkungen Hessens bereits angelegt. Für alle übrigen Gemarkungen dürfte eS in längstens fünf Jahren angelegt sein.
** Kein Zusammenschluß des Linksliberalis- mu§ in Darmstadt? Auf unseren Artikel in Nr. 187 aus Darmstadt tst uns heute von unterrichteter Seite Folgendes zugegangen: Eine Versammlung hat nicht stattgefunden, prohl aber wurden zwischen der freisinnigen Gruvve und
den National sozialen in Darmstadt in engerem Kreise Verhandlungen gepflogen, die aber noch nicht zu Ende geführt sind. Es kann somit keine Rede davon sein, daß die Verhandlungen resultatlos verlaufen sind. Ganz im Gegenteil besteht beste Zuversicht, daß unsere Einigungsbestrebungen von Erfolg gekrönt werden.
•• Anwärter für die Kolonialbeamten-Lauf- bahn können sich melden. Wie die „Nordd. Allg. Ztg." mitteilt, ist allerdings auf die Veröffentlichung der Kolonial, abteilung wegen Annahme von etwa 10 Anwärtern für die neu zu errichtende Kolonialbeamten-Laufbahn eine große Anzahl von Gesuchen und Anfragen eingelaufen. Von den Gesuchen haben aber die weitaus meisten zurückgewiesen werden müssen, weil die Bewerber die gestellten Bedingungen nicht erfüllten. Da die 'wärter von der Kolonialabteilung noch nicht sämtlich ausgewählt sind, besteht für tüchtige junge Leute, welche die Vorbedingungen erfüllen, noch Aussicht auf Berücksichtigung ihrer Gesuche. Die hauptsächlichsten Voraussetzungen sind: Alter etwa 21 bis 23 Jahre, Ablegung der Abschlußprüfung auf einer neunklassigen höheren Lehranstalt, Erfüllung der aktiven Militärdienstpflicht oder endgültige Befreiung vom Heeresdienst, Tropendiensttauglichkeit. Wer eine dieser Bedingungen nicht erfüllt, kann nicht berücksichtigt werden. Die näheren Bedingungen können von der Kolonialabteilung des Auswärtigen Amtes in Berlin, Wilhclmstr. 62, bezogen werden.
•* Zu den Vergiftungen in König i. O. wird unS mitgeteilt, daß einige der Erkrankten daS Bett bereits verlassen haben und einer in seine Heimat Frankfurt a. M. abgereist ist. Verschiedene erholen sich aber nur sehr langsam, darunter auch Frau Körner. Lebensgefahr besteht für niemand mehr. Immerhin ist nicht vorauszusehen, ob sich nicht bei einigen der Erkrankten später Folgeerscheinungen bemerkbar machen.
** Milchverteuerung. Die „Vereinigten Land- wlivte von Frankfurt und Umgegend" hielten am 13. August im Sale der Harmonie in Sachsenhausen eine Versammlung, in der 77 Orte der näheren und weiteren Um- gebunq Franffurts durch etwa 200M itglieder vertreten waren. Der Vorstand schlug eine Erhöhung der Milch Preise in den Städten Frankfurt, Offenbach und Hanau vor. Nachdem nochmals von verschiedenen Seiten nachgewicsen worden war, daß bei den jetzt von den Milchproduzenten erzielten Preisen der Milch die Lcmdwirtschast langsam aber sicher zu Grunde atet würde, erstattete namens der ernannten Kommission agsabg. Hirschel Bericht über die am 7. August in Frankfurt stattgehabte gemeinsame Sitzung der Kommission mit den MilchhKndlervereinigungen der genannten Städte. Nach eingehender Debatte wurde die vorgeschlagene Resolutton genehmigt, wodurch der Kommission Vollmacht jwn Abschluß eines Ueberein- kommens mit den Milchhandlerveremigungen erteilt wurde, mit der Bestimmung, daß eine Erhöhung der Preise unter allen Umständen mit dem 1. September eintreten müsse. Mtt dem Vorgehen der „Vereinigten Landwirte von Frankfurt und Umgegend" erklärten sich die anwesenden Vertreter des Klubs der Landwirte in Frankfurt und des Oberhessischen Klubs der Landwirte identisch und der gleichfalls anwesende Vertreter der Hessischen Molkereigenossenschaften gab die Erklärung ab, daß sein Verband nichts unternehmen würde, was geeignet wäre, die Interessen der milchliefernden Landwirte zu schädigen. Eine die Frage entscheidende gemeinsame Sitzung der Kvmmission mit den Milchhändlern wird nächster Tage stattfinden. — Zu diesem Vorgehen der Landwirte gehen der „Kl. Pr." aus Milchhändler- kvcisen folgende Mitteilungen zu: Der Auffchlag der Milch soll zwei Pfennig für das Liter bettagen. Der Franffurter Milchhändler-Verein, der einige hundert Mitglieder zählt, trat von Anfang an dem Plan der Landwirte entgegen. Er ging von der Ansicht aus, daß der Beschluß der Lcnä>wirte gegenwärttg hier undurchführbar sei. Die großen Molkereien würden im Falle eines Aufschlags mit den fleinen Händlern nicht einig gehen, so daß die letzten den Schaden allein zu tragen hätten. Der Milchhändlerverein hat nun als Gegen- maßregel mit einer auswärtigen Großmolkerei einen Berttag auf Lieferung von täglich viertausend Liter Milch geschlossen. Außerdem haben die Händler eine Genossenschaft ins Leben gerufen, die den Einkauf im Großen besorgen soll und Sammel- stellen auf dem Land errichten soll. Die Erhöhung des Milchpreises seitens der Landwirte soll im September in Kraft treten, weil in diesem Monat die Milch besonders knapp ist. Gegenwärttg kostet das Liter Milch 20 Pfennig. Bis jetzt haben aber weder die Händler noch die Großmolkereien Lust, eine Preissteigerung eintreten zu lassen, die Milchhändler wollen vielmehr, falls die Landwirte an ihrem Vorhaben festhalten, weitere Lieferungsverträge mit auswärtigen Großinolkereien abschließen.
? Herchenhain, 15. Aug. Se. K. H. der Großherzog hat genehmigt, daß der von dem hiesigen Zweigverein des „V. H. C." auf der „Herchenhainer Höhe" zu erbauende Turm (Aussichtsgerüst) den Namen „Ernst Ludwig-Turm" erhalten darf. Der hohe Herr hat dem Baukapital, das nunmehr gegen 1100 Mk. beträgt, 50 Mk. zugewiesen.
Offenbach, 15. August. Ein raffinierter jugendlicher Dieb ist der Polizei in der Person eines hiesigen zwölfjährigen Schulknaben in die Hände gefallen. Er hat in den letzten Tagen aus einem Hause in der Lud- wigstraße, wo er öfter zu verkehren pflegte, zu verschiedenen Zeiten nicht weniger als drei Damenuhren gestohlen. Die eine wurde noch bei ihm gefunden. In dem Bürschchen hat man auch den Taschendieb gefaßt, durch den fast an jedem Markttage hiesige Frauen um beträchtliche Summen gebracht worden sind. Er gibt selbst zu, in der letzten Zeit 15 Portemonnaies auf dem Markte gestohlen zu haben. Hoffentlich erhält der jugendliche Verbrecher bald heilsame Unterkunft in der Zwangserziehungsanstalt. Seine Komplizen bei den Diebstählen hat man noch nicht gefaßt. (O. Ztg.)
Hanau, 15. Aug. Heute vormittag erschoß sich in seiner Wohnung der 55 Jahre alte Bijouteriefabrikant Wilhelm Vogt. Vogt war in der bekannten Golddiebstahlsund Hehlereiaffare heute zu einer Vernehmung vor den Untersuchungsrichter geladen und soll den Selbstmord aus Erregung darüber verübt haben.
Mainz, 15. Aug. Der in Kastel stationierte Gendarmeriewachtmeister Pfeffer wurde heute morgen
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auf der Erbenheimer Chaussee erschossen aufgefunden. Der Erschossene hatte seinen Armeerevolver noch in der Hand. Der Untersuchungsrichter und der Staatsanwalt begaben sich an den Tatort. Pfeffer mar ein äußerst diensteifriger Beamter. Pfeffer hat, wie festgestellt wurde, nicht durch Mord, sondern durch eigene Hand geendet. Heute ftüh um vier Uhr verließ er seine Wohnung. Um neun Uhr wurde er tot aufgefunden. Er hatte sich eine Kugel in die rechte Schläfe geschossen. Pfeffer, der 45 Jahre alt und aus Darmstadt gebürtig ist, war seit 1892 in Kastel stationiert. Er sollte vom 1. Oktober ab nach CunderSheim bei Worms kommen. Da seine älteste Tochter in einem Laden in Mainz beschäftigt ist und seine weiteren Kinder in Mainz tn die Lehre kommen sollten, hat er sich die Versetzung so zu Herzen genommen, daß er sich das Leben nahm. Er äußerte noch gestern in Kastel, wo er sehr beliebt war, daß er von dort nicht weggehe. Eingaben des KreisamtS Mainz und der Bürgermeisterei Kastel an die Gendarmeriedirektion, Pfeffer in Kastel zu belassen, nützten nichts.
p. Oberlemp (Kr. Wetzlar), 15. Aug. Vierund» dreißig Küken, die von drei Hennen ungefähr gleichzeitig erbrütet wurden, läßt ein hiesiger Landmann von einer Glucke führen, die denn auch ihre Kinder und Stieftinder mit gleicher Liebe behandelt.
p. Berghausen (Dill), 15. Aug. In unserem WaldH wurde heute ein Geistesgestörter festgenommen und zunächst durch den hiesigen Ortsdiener auf das Bürgermeisteramt zu Ehringshausen gebracht, das die Ueberführung deS Irren in die Gießener Klinik anordnete, die denn auch gleich erfolgte. Wo der Bedauernswerte herstammt, konnte noch nicht festgestellt werden.
(.) Biedenkopf, 15. Aug. Das schon jahrelang von verschiedenen Komitees und sonstigen Interessenten geförderte Projekt, unser bahnarmes oberes Lahntal und den sogen. Breitenbacher Grund mit dem Dilltale und zugleich mit der Eisenbahn Gießen-Deutz zu verbinden, hat jetzt, nachdem verschiedene Vorbedingungen erfüllt sind, greifbare Gestalt angenommen. Es handelt sich um die von der ganzen Bevölkerung in dieser Gegend gewünschte Bahnverbindung zwischen hier bez. Wallau und Oberscheld, bis wohin von Dillenburg aus eine Sackbahn führt. Wegen der Angelegenheit fand in dem so ziemlich am Mittelpunkt der betr. Strecke liegenden Orte Gönnern unter dem Vorsitze de§ Land- ratS v. Heim bürg von hier eine stark besuchte Jnterefsenten- versammlung statt, der auch der Landrat v. W ussow aus Dillenburg beiwohnte. Da der Staat sich bereit erklärt hat, die Bahn zu erbauen, handelte es sich nur um die Geländestellung, wofür der Staat bei etwaigem Ankauf über 600 000 Mk. erfordert. Man kam nach längerer Beratung dahin überein, das Gelände oder die Mittel hierzu zu stellen, wie das geschehen soll, bleibt den Kreistagen von Biedenkopf und Dillenburg überlasten. Nach dem Vorschläge entfallen auf den Kreis Biedenkopf 50 Proz., auf den Dillkreis 25 Proz., die Stadt Dillenburg 3 Proz., die Stadt Biedenkopf 2 Proz., den Hesten-Nastauischen Hüttenverein 10 Proz. und die Privatinterestenten 10 Proz. der Geländeunkosten. Die neue Bahn berührt nach ihrer Erbauung ein Gebiet, in dem die Industrie durch die zahlreichen Eisensteingruben, Hochöfen, Hüttenwerke und Steinbrüche in hohem Aufschwünge begriffen ist. Schon jetzt finden hier Tausende von Arbeitern des Schelde- und Gernsbachtales, die ftüher nach Westfalen und ins Rheinland wandern mußten, lohnend« Verdienst.
.... । ... .
Landwirtschaft.
Hessische Landesziegenausstellung in Mainiz tüt September 1905. Der Hess. Landwirtschaftsrat schreibt u«8t Die im Großberzogtum Hessen seit mehr als 12 Jahren gezüchtete weiße hornlose Saanenziege, welche, weil von ihr abstammdtk sowohl in ihrem schonen, kräftigen Wrper als auch in Ihrer Milchevgiebigkeit der Schweizer Saanenziege gleicht, wenn ttüfit diese gar übertrifft, ist als erstklassige Zucht- und Milchziege m Züchterkreisen hoch geschätzt. Weiteren Interessentenkreisen diese Ziege insbesondere durch die Wanderausstellungen der Deub* scheu Landwirtschaftsgesellschaft, die regelmäßig mit erstAafstgeat Zuchtmaterial von feiten hessischer Ziegenzuchtvereine beschickt werden, bekannt geworden. Während indes auf diesen grotz« deutschen Ausstellungen bisher nur eine beschränkte Zahl ömt hessischen Saanenziegen (40—50 Stück), allerdings in erlesen« Qualität, ausgestellt wurden, wird die in Mainz vom 14. bis 18. September l. Js. stattsindende hessische Landesausstellung! eine weit zahlreichere Beschickung erfahren. Nach den vorlieae» den Anmeldungen zu dieser Schau werden voraussichtlich Stück hessische Saanenziegen in Mainz zur Ausstellung tommea, und zwar werden die Provinz Rheinhessen, in welcher der stellungsort liegt, mit 150 Stück, die Provinz Starkenburg mtt 110 Stück und die Provinz Oberhessen mit 80 Stück vertreten sein. Es werden in der Hauptsache nur selbstgezüchkh Ziegen von staatlich anerkannten Ziegenzuchtvereinen in Wettbewerb zu einander treten, und es steht, da von diesen nur daS beste Material zur Beschickung der Mainzer Schau ausgewähtt worden ist, ein heißes Ringen um die ausgesetzten zahlreich« Ehren- und Geldpreise zu erwarten. Wie auf keiner der früher« größeren hessischen Ziegenschauen wird diesmal in Mainz etil Bild der renovierten hessischen Ziegenzucht zur Darstellimy kommen, das die gegenwärtige Entwicklungsstufe der hessischen! Ziegenzucht in hellstem Licht zeigen dürfte. Wir machen deshalb die Interessenten auf fragliche Veranstaltung mit der Empfehlung aufmerksam, , die Mainzer Landesausstellung zu besnchen, ans der auch noch vieles andere Sehenswerte für den Züchter, Landwirt und Freund der Landwirtschaft geboten sein dürfte.
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Märkte.
fc. Frankfurt a. M., 15. Aug. Heu- und Strohmarkt. Man notierte: Heu Mk. 2.20 bis Mk. 2.35, Stroh Mk. 3.00 bis Mk. 3 50. Alles per 50 Kilo. Tendenz: fest.
T. 95 Pf. M
D8/x — Zollfrei! — Muster an Jedermann! —
Seidenfabrikt. Henneberg, Zürich»,


