tragt, der Wftrve Rothenberger das Gelände für 100 Mk. pro Quadratmeter abzutrcten, ihr ferner den wegen der Hofbreite nachgcfuchten Dispens unter der Bedingung zu gewähren, daß die DachauSladung nicht mehr als 30 Ztrn. beträgt und daß auf dem gesamten Grundstück keine Lumpen, Knochen oder bergt ausdünstcnde Gegenstände gelagert oder verarbeitet werden.
Stadtv. Kirch hat gegen die Bewilligung dcS Gesuches Bedenken. Er meint, es werde dem Neuenweg dadurch Licht und Luft genommen, und man möge mit dem benachbarten Besitzer sich ins Benehmen setzen, der vielleicht ein Interesse haben würde, das Grundstück selbst zu kaufen, so daß ein AuSweg gefunden würde, der eine derartige Bebauung des Stückchens freien Platzes verhinderte.
Oberbgm. Mecum entgegnet, der Nachbar könne doch keinen Einspruch erheben, während Stadtv. Huhn Herrn Kirch beipflichtet und ausführt, es sei unpraktisch, schieflinig in die alten, schlechten Häuser zu bauen. Wenn das Grundstück in Verbindung mit den benachbarten bebaut würde, könne man eventuell bessere Zustände erzielen. Er ersucht, die Sache vorläusig auszusctzen, welchem Vorschlag sich die Stadtv. Schaff st aedt, Wallenfels und Petri anschließen. Nachdem Oberbgm. Mecum nochmals darauf hingewiesen hatte, daß er bei der Festsetzung der Baufluchtlinie s. Zt. darauf aufmerksam gemacht habe, daß die Straße an der Stelle eng sei und die Häuser vorrücken könnten, wurde der Vertagungsantrag angenommen.
Außerhalb der Tagesordnung wurden darauf einige DiSpensgesuche erledigt. Genehmigt wurden die Gesuche von Euler und Haubach für den verlängerten Asterweg, von Stückrath für Ecke Stein- und Ederstraße (wegen dreier Erker), von Schreiner Lenz für die Frankfurtcrstraße. Ein Gesuch (Seife für Seltersweg und Kaplangasse wurde ausgesetzt.
Der Herstellung zweier Einfriedigungen an der Moltkestraße durch C. Nicolaus wird auf Antrag des Oberbürgermeisters nicht zugestimmt.
Der Fluchtlinienplan für die Wilhelm st raße war überall früher festgesetzt worden, nur die Strecke von der Ludwigstraße bis zur Ebelstraße war dabei vergessen worden. Man holt das Versehen nun nach. Es bleibt bei der Straßenbreite, während eine Vorgartentiefe von 8 Metern verlangt wird.
Punkt 5, die Anlage eines öffentlichen Platzes zwischen Senckenberg st raße und Zeughauskaserne betreffend, wird von der Beratung diesmal noch ausgesetzt.
Von den Eheleuten Friedrich Schreiner sollen im Seltersweg 10,5 Quadratmeter Gelände erworben werden und zwar zum Preise von 100 Mk. pro Quadratmeter. Die Versammlung ist damit einverstanden.
Von den früher in 3 Losen vergebenen Lieferung en vonPflastersteinen muß das 3. Los nochmals öffentlich ausgeschrieben werden. Die Versammlung ist damit einverstanden. Man springt dabei gleich aus Punkt 13 der Tagesordnung über, wobei es sich um den Betrieb der Steinbrüche im Stadtwalde, die seither von der Stadt verpachtet worden waren, handelt. Oberbgm. M e c u m macht den Vorschlag, diesen Betrieb, der sich augenscheinlich sehr gut rentiere, im Hinblick ans die geringe Pachtsumme, die die Stadt dabei nur hat, in eigene, städtische Regie zu übernehmen. Der seitherige Pächter liefere sogar Pflastersteine nach Frankfurt, und es habe den Anschein, als wollten die Besitzer der Steinbruchsbetriebe sich einigen, um höhere Preise herauszuschlagen. Die Stadt hoffe, da sie auch bei ihrer Sandgrube gute Erfahrungen gemacht habe, ein gutes Geschäft mit der Uebernahme in eigene Regie zu machen, sodaß die Kapitalanlage wieder verdient würde.
Stadtv. Schmal! meint, die Stadt habe genug zu tun, um allen ihren anderen Angelegenheiten nachzukommen, und solle nicht noch einen neuen Betrieb sich aufladen. In der Beschaffung der Steine könne man sich durch das Submissionsverfahren ausreichend vor zu teueren Preisen schützen.
Oberbgm. Mecum antwortet darauf, daß dies nicht der Fall sein werde, da bei Lieferungen von außen her die Fracht außerordentlich verteuert werde. Das geplante Unternehmen sei finanziell vorteilhaft und werde für einen Aufseher nur wenig Kosten verursachen. Die Versammlung erklärte sich schließlich für die Uebernahme in eigene Regie.
Die Reparaturarbeiten an Bürger ft eigen toerben für dieselben Preise Ivie im vorigen Jah-re an Konr. Rübsamen vergeben, ebenso die Müllabfuhr an Ehr. Rebe.
Mo Befestigung der Bürgersteige in der Bismarckstraße neben dem Bibliotheksgebäude soll in der beantragten Weise mit Klinkern von ähnlicher Farbe wie die Bibliothek vorgenommen werden.
Für das Tiefbauamt soll ein neues Dienst- fabrrad angeschafft werden. Die Versammlung bewilligt dafür 150 Mk.
Der weitere Punkt der Tagesordnung betrifft die Festsetzung der Preise für Sand aus dem städt. Betrieb oer Sandgrube im Stadtwald, die nur für die Rechnung einen Wert hat, da die Stadt selbst Unternehmerin ist und den Sand tult für ihre Zwecke verwendet. Sie berechnet den Normalpreis für den Quadratmeter Sand am Lageplatz auf 2 Mk. In der Zeit vom Herbst bis 31. März d. I. sind 1900 Quadratmeter Sand zutage gefördert worden.
lieber die Beschaffung von Lüftungsklappen für die Stadtmädchenschule entspinnt sich, da Stadtv. Jlann noch immer Bedenken gegen die beantragten Klappen am Oberlicht hat, wiederum eine Debatte. Oberbürgermeister Mecum empfiehlt die schon in einer der letzten Sitzung vorgeschlagenen Klappen, bei denen darauf Bedacht genommen worden sei, daß die kalte Luft sich nicht direkt auf den Boden niederschlagen kann. Auch Stadtv. Dr. Haberkorn meint, es gebe in dem alten Schulgebäude keinen anderen Ausweg, und acht gleiche Klappen seien in der Schule seit Jahren schon im Betrieb. Die Versammlung erklärte sich dann auch schließlich für die beantragte Einrichtung der Lüftungsklappen.
Zur Errichtung des M n j chin enhau ses für die Kläranlage wurden der Versammlung Pläne vorgelegt, an Hand deren Oberbgm. Mecum Einrichtung und Einheitspreise erklärte. Der vorgeschlagene Entwurf wurde akzeptiert, itnb die Firma Jäger und Rumps erhält die Ausführung, mit Ausnahme der Eisenkonslruktions- arbeiten, die der Darmstädter Firma Dönges übertragen werden. Für den Ban des Schornsteins soll beschränkte svubmission erfolgen.
Oberbgm. Mecum entwickelte darauf einen Plan, den düsteren Eindruck des Vorhofs der Friedhofskapelle zu beleben und zu verschönen. Er schlägt die Herstellung einer Teichanlage mit einem kleinen Wasserspiel vor, die, einschließlich einer Röhrenlegung und Errichtung eines Beckens, aus dem Wasser zum Gießen entnommen werden könnte, 2500 Mk. Kosten verursachen würde. Stadtv. Hau- b a ch ist gegen diesen Plan, da seiner Meinung nach der Friedhof schon genug Geld koste. Auch Stadtv. Kirch gefällt die Sache nicht; er meint im Gegensatz zu der Darlegung des Oberbürgermeisters, gerade die Ruhe scheine ihm dem Charakter des Friedhofs gemäß passender zu sein. Stadtv. Gabriel findet dagegen das Prosekt sehr schön, ebenso Stadtv. Wallenfels, während Stadtv. Schaffstädt sich der Ansicht des Herrn Kirch anschließt. Der Antrag des Stadtv. Heichelheim, die Beschlußfassung zu vertagen, wurde schließlich angenommen.
Zu vermehrten Terrain aufnahmen bedarf das städt. Tiefbauamt einiger Aushilfskräfte. Die Bau- deputation schlug vor, während der Herbstferien zwei Studenten zu Dienstleistungen heranzuziehen und dafür monatlich Vergütungen bis zu ie 100 Mk. zu bewilligen. Die Versammlung ist einverstanden.
Für die wissenschaftlichen Zwecke einer Versuchsgasanstalt in Karlsruhe hat der deutsche Verein für Gas- und Wasserfachmänner um einen jährlichen Beitrag gebeten. Die Versammlung bemißt diesen Beitrag der Größe des hiesigen Werkes entsprechend auf jährlich 50 Mk.
Für eine Reparatur des Gasmotors beim Gaswerk tverden 330 Mk. bewiUigt.
Der gefchüftsführende Ausschuß für das bevorstehende Feuerwehr fest hat um unentgeltliche Abgabe von Gas, Wasser und Elektrizität für das Fest nachgesucht, womit die Stadtverordneten sich einverstanden erklären.
Für die Quellf a ssun gs ar b e iten am Hubertusbrunnen werden bis zu 2000 Mk. bewiUigt.
Zum Schluß der öffentlichen Sitzung wurden einige Wirtschaftsgesuche erledigt. Das Gesuch der Witwe Elise Rath hier um Erlaubnis zum Wirtschaftsbetrieb im Vorgarten Plockstraße 11 (Cafä Skalitzky) wurde genehmigt mit der Bedingung, daß nach 12 Uhr nachts der Wirtschaftsbetrieb im Freien geschlossen wird. Es sollen nämlich schon nächtliche Ruhestörungen vorgekommen fein. Ferner wurde ein Gesuch des R. Wegener für Sonnenstraße 29 (Zum „Andres") genehmigt. Ein drittes Gesuch von Karl Eu ler IV. hier für Schützenstraße 5, wurde ausgesetzt.
Zum Schluß der <Ätzung bringt Stadtv. Dr. Ebel die üblen Gerüche zur Sprache, die einem Abzugsgraben am Schiffenbergerweg entströmen, und fragt an, ob sich dies nicht in irgend einer Weise beseitigen lasse. Oberbgm. M e c u m bemerkt, daß der Graben im nächsten Jahr in die Kanalisation einbezogen werde; man könne ihn aber einstweilen desinfizieren.
In der sich anschließenden geheimen Sitzung wurden Urlaubsgesuche nsw. erledigt.
♦ Für 50000 Mark Schmncksachen gestohlen. In auffälliger Weise häufen sich in letzter Zeit Diebstähle in den v-Zügen, die anscheinend systematisch durch internationale „v-Zugdiebe" verübt werden. Ans einem Abteil der ersten Klasse des O-Zuges 73 der Strecke Frankfurt a. M. — Gießen — Hamburg ist, wie wir bereits kurz berichteten, einer Dame eine große Handtasche aus braunem Krokodilleder mit Metallschild, gezeichnet A. B., gestohlen worden, in der sich Schmucksachen befanden. Die Tasche enthielt ein Paar orientalische Perlenohrringe mit je einer weißen runden Perle; eine kurze Halskette aus Platina, besetzt mit kleinen und großen Diamanten, endigend in eine mit Brillanten gefaßte weiße Perle- ein antikes dreireihiges Kollier aus kleinen Perlen, rund herum mit Gehängen aus Diamanten; eine goldene Brosche in Form einer Sicherheitsnadel mit einem großen Amethyst und einem kleinen Brillanten besetzt; eine goldene Brosche, besetzt mit einem Türkis, umgeben von kleinen Diamanten, und eine goldene Brosche in Form einer Spange, besetzt mit einer großen runden Perle und Brillanten, daran hängend eine schwarze und eine weiße birnenförmige Perle. Für die Herbeischaffung der gestohlenen Gegenstände ist eine Belohnung von 1000 Mark ausgesetzt. Aehnliche Diebstähle sind in der Nacht zum 18. Mai auf der Strecke Frankfurt a. M.—Berlin, am 3. Juni Hamburg— Gießen—Frankfurt und am 22. Juni Frankfurt—Luzern ausgeführt worden.
* Kleine Tageschronik. Beim Abstieg von dem Bäß- lerrücken auf der K r a u t e r s a l p (bahr. Mpen) verirrten sich der württembergische Bundcsratsbevollmächtigte Staatsrat von Schicker und sein Sohn in einer steilen, durch.Regen schlüpftig geworbenen Grashalde. Der Sohn stürzte in einen tiefen Einschnitt, der Vater wollte ihn retten, stürzte aber dabei ebenfalls ab, er konnte sich jedoch nach einer nahe gelegenen Wirtschaft begeben, von wo aus sich eine Rettungsexpedition aufmachte und den Sohn, da er beide Füße gebrochen hatte, zu Tal beförderte. Staatsrat v. Schicker selbst erlitt anscheinend keine Verletzungen. — Im Dorfe Uder (Eichsfeld) erschoß der Landwirt Foellner int Jähzorn feine Tochter, und verwundete seine Frau imb feine beiden Söhne durch Schüsse. Er vergiftete sich hierauf mit Strichnin. — In Speyerdorf (Pfalz) wurde die Ehefrau des Mermauns Bardua durch Hitzschlag getötet. — Gegen den Führer des englischen Dampfers „Aneona", Mitchell, der das dänische Privatschulschiff „George Stage" am 27. Juni im Sund angerannt und zum Sinken gebracht hatte, wurde die Eröffnung des Strafverfahrens wegen Verschuldens von Seeschaden durch schlechte Führung ober Pflichtversäumnis und wegen Totschlages durch Unachtsamkeit angeordnet. — Der Gastwirt Singelmann aus Garden (Schlesien! verunglückte bei einer Automobilfahrt in Preetz. Er erlitt einen Schädelbruch, der feinen sofortigen Tod herbeiftihrte. Die übrigen Insassen wurden leicht verletzt. Die Verwundeten und der Tote wurden nach Kiel zurückbeföidert. — Die Hängebrücke bei C a j (Portugal) ist e i n g e st ü r z t. Die im Augenblick des Einsturzes auf der Brücke befindlichen Personen sind umgekommen. Ms jetzt sind die Leichen von drei Männern und zwei Frauen geftmden. Die Zahl der Verunglückten ist noch unbekannt. — Bei Swinemünde im Walde erschoß sich der Gemeindeschulrektor Neumann auS Berlin. Bei der Leiche wurde nur ein geringer Geldbetrag geftmden. — Der „Zwickauer Zbg." zufolge entgleisten zwischen Stein und Niederschlema mehrere Wagen eines Güterzuges. Ein Schaffner wurde getötet, zwei andere verletzt. — In Mülheim an der Nhur, wurdew lauf dem Blechwalzwerk von Thyssen u. Cie. vier Mann, darunter ein Ober-Ingenieur, durch ausströmende Wassergase getötet. — Nachdem die Verwaltung der Zeche „Borussia" eine Konferenz mit der Bergbehörde gehabt hat, ist beschlossen w-ovdcn, die Bergungsarbeiten vorläufig einzu stellen. — In Gibraltar sind von den durch die Explosion au Bord des engt Schlachtschiffes ,Zmplaeable" Verwundeten vier gestorben. Die Gesamtzahl der Toten beträgt somit sechs. — Die Gallig deS Petersburger Gastlvirts Kübat, welche sich mit ihrer Fanale auf der Fahrt nach dem Süden befand, ist nachts bei der Sc^tion Podlence aus dem Schlafwagen des Schnellzugs in einem Anfälle von Geistes
störung hin ausgespr un gen und wurde mir wenig vev, letzt im Bahngraben aufgefunden^--^^^_^^_^^^_^_____^
Literatur und Kunst.
— Bj örnstj erne Björnson, Gesammelte Erzählungen. Dritter und vierter Band. Berechtigte Hebet» setznng von Cläre Greverus Mjöen. Jeder Band geh. 3 Mark. Verlag von Albert Langen in München. Mit _ben früher erschienenen beiden ersten Bänden zusammen umfaßt diese Ausgabe jetzt sämtliche epischen Prosawerke des großen norwegischen Dichters, mit Ausnahme Ser beiden Romane. Diese Ausgabe hat den Vorzug, daß sie vollständig ist, daß die Geschichten chronologisch geordnet sind, daß die Uebersetzung meisterhaft, die Ausstattung vornehm ist und der Preis im Verhältnis dazu billig genannt werden darf. Zum Lobe des Erzählers Björnson braucht man heute wohl nicht mehr viel Worte zu machen. Seine,Erzählungen gehören der Weltliteratur an, und ihr Ruhm ist in allen Zungen verkündet worden. Liegt die Entstehungszeit bietet von ihnen auch recht weit zurück, sie sind jung geblieben wie ihr Dichter. Sie wirken mit der gleichen Stärke wie damals, als sie zuerst erschienen und den unbekannten Namen des jungen Norwegers mit einem Schlage berühmt machten.
— Selma Lagerlöf: Unsichtbare Bande. Novellen. Einzige berechtigte Uebersetzung von Franeis Maro. Umschlagzeichnung von Josef Berchtold. Geheftet 3 Mark. Verlag von Albert Langen in München. Dieser Novellenband, der zu den wichtigsten Hauptwerken Selma Lagerlöfs gehört, erscheint hier zum ersten Male in einer autorisierten ungekürzten, muster- giltigen Uebersetzung, vornehm ausgestattet. Die Verehrer Selma Lagerlöfs werden es dem Verlage aufrichtig danken, daß et auch dieses Werk in der gleichen Ausstattung wie die anderen Bücher der Dichterin herausgibt. Denn jedem, der diese prächtigen Novellen nicht kennt, sind bedeutende Züge im Bilde der berühmten Schwedin unbekannt.
— Kulturbilder aus dem Simplizisfimus. Baud 3: D i e oberen Zehntausend. 1.—10. Tausend. Band 4: Vorstadt. 1.—10. Tausend. Preis jedes Bandes in mehrfarbigem Umschlag kartoniert 1.50 Mk. Verlag von Albert Langen in München. Die beiden Bändchen, von denen sich das eine mit den Spitzen der Gesellschaft, das andere mit den Aermsten und Niedrigsten beschäftigt, enthalten eine Fülle von scharfer, ätzender, bitterböser, oft erschreckender und grausamer, ja grauenhafter Satirik in Mld und Wort.
— Aus Berlin wird berichtet: Gerhart Hauptmann arbeitet auf seiner Besitzung Agnetendorf an einem großen Versdrama. Der Held des Stückes ist Wieland der Schmied, der der altgermanischen Sage entnommen, aber nach Simrocks Vorlage gezeichnet ist. Direktor Mahm, der jetzt in Agnetendorf weilt, wird mit Hauptmann alle Einzelheiten, die diese Dichtung sowie ein anderes lustspielartiges Stück betreffen, er- örtem,
Handel und Verkehr. Volkswirtschaft.
Berliner Börse vom 13. Juli 1905.
(Mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie, Gießen.) Privat-Diskont 2‘/4 Prozent.
Anfang?- u. Schlußkurse.
Deft. Kredit . . .
. 208.50
207.40
Deutsche Bank
. 238.60
238.62
Darmstädter Bank
. 142.90
142.87
Bochumer Guß .
. 246.00
246.40
Harpener Bergbau
. 215.00
215.20
Tendenz:
Ziemlich fest.
Kursbericht.
Frankfurt a. M., 13. Juli Offizielle Schlusskurse.
3‘/a% Reiohsanleihe . . 101.05 31/n do. ... 90.30 3Konsole .... 101.20 io/n do.....90.35
iV/gO/f) Hessen .... 100.50 31/, % Oberhessen . . . 99.30 4% Oesterr. Goldrente . 10150 41 '6 % Oesterr. Rilberrento . 101.10 4% Ungar. Goldrente . . 98.50 4% Italien. Rente , . . —.— 4% Portugieser I . . . 67.00 3°/ Portugiesen. III . . 67.15
8°/0 Mexikaner .... 67.85 4,/2',/n Chinesen .... 96.65 Electric. Sohuckert . . . 135 00 Nordd. Lloyd . . . . 122.90
Kreditaktien . . . . .208 00 Diskonto-Kommandit, . 189.40
Darmstädter Bank . . . 143.10 Dresdener Bank ...» 155 90 Berliner Handelspes * * • 169 20 Oesterr. Staatsbahn . . . 144.20 Lombarden.....1840
Gotthardbahn ..... 186.50 Laurahütte ..... 261.00 Bochum ..... 246.30
11 arpener . .... 21450 Staatschatzscheine . . . 100.50
fest.
1% Unif. Türken . . . 88.25
Türkenlose......135.00
4% Griech. Monopol.-Ank 53.50
41/,°/0 äussere Argentiner . —.—
Tendenz:
Nach schwerer Krankheit
nach großen Blutverlusten oder auch infolge einer fortgesetzten mangelhaften Blutbildung stellen sich beim Menschen die inannig. sachsten Erscheinungen ein. Man hat das Gefühl als wollte man sich nie wieder ganz erholen, ist müde, matt, ärgerlich, hat keinen rechten Appetit, ist nervös usw. Kopfschmerzen, Herzklopfen, Schwindelanfälle usw. stellen sich ein und das ganze Dasein wird einem geradezu verleidet. So finden wir diejenigen, welche den untrüglichen Beweis liefern, daß ihr Ernährungslebcn gestört d. h. daß das Blut krank ist. Um dies zu begreifen, muß man sich erst klar machen, daß die gesamte Ernährung unseres Körpers in feinen kleinsten und feinsten Teilchen nur durch das Blut erfolgt, Dieses allein enthält all die Lebens- und Aufbaustoffe, welche der Lebensprozeß zu seinem ungestörten Verlauf bedarf. Wir wissen, daß unser Leben ein fortgesetztes Werden und Vergehen ist und obgleich wir uns im Großen und Ganzen gleichbleiben, doch fortgesetzt in den einzelnen Zellen usw. zerfallen und neu aufbanen. Hieraus ergiebt sich ohne weiteres die hohe Bedeutung des Blutes und insbesondere eines gesunden Blutes. Ist dasfeloe in feiner Zusammensetzung mangelhaft, ungenügend, ist es arm an Eiweiß, Hämoglobin jEisen) Phosphor, sind die roten Blutkörperchen schwach und au gering an Anzahl, so muß ein solches krankes Blut die Ernährung des Körpers stören es müssen unangenehme Erscheinungen der verschiedensten Art eintreten. Aus diesen Gründen heißt auch immer in solchen Fällen „Sie müssen sich besser ernähren", „Sie müssen viel Milch trinken" usw. Es war daher stets daö Bestreben der Wissenschaft ein Jdeal-Nähr- und Kräftigungsmittel zu finden, das alle die erforderlichen Eigenschaften und Stoffe in sich vereinigt dem Körper die Lebens- und Aufbaustoffen in genügend großen Quantitäten und in einer Form zuzuführen, die sofort ohne jede Beschwerde von den Säften aufgenommen und in die Blutbahn übergeführt werden. Dem praktischen Arzte Herrn Dr. mcd. Max Heim, ist es nach langen und mühseligen Versuchen gelungen, diese Aufgabe in ganz herrorragender Weise zu lösen. Aus dem Eiweiß der frischen Milch, dem Lecithin (Phosphor) des frischen Eigelbs löslichem Eisen und Cacaozusatz wurde ein, „Bioson" genanntes, Nähr- und Kräftigungsmittel hergestellt. Was „Bioson" überall da leistet, wo bem Körper in bester conzentrier- tefter und leicht verdaulicher Form die erforderlichen Lebens- und Ausbaustoffe zugeführt werden sollen, das beweisen die Erfolge die an ersten deutschen Kliniken (Berlin) Hospitälern, Heilanstalten, von lausenden prakt. Aerzten erzielt wurden. Eine mit Bioson durch- geführte Bluterneuerungskur wird überall da den denkbar größten Erfolg haben, wo die Beschaffenheit des Blutes direkt oder indirekt die Krankheitsursache ist, wie bei Bleichsucht, nervösen Erscheinungen, Mageil- und Tarmerkrankungen, Appetitlosigkeit, Verdauungsstörungen, bei schwachen im Wachstum zurückgebliebenen Kindern, bei Gicht, Rheumatismus, Zucker-, Nieren-Leiden usw.
Dgs Bioson ist in den Apotheken, Drogerien usw. bat V» kg Mk. 3.— erhältlich, woselbst auch die hochinteressante Broschüre „Tie Bluterneuerungskur" von Dr Rob. Schultze und bio amtlich beglaubigten Berichte vieler Hundert Aerzten in tausenden von Fällen gratis zu haben ist. „Bioson* tft wohlschmeckend, leicht herzustellen und kann am Morgen anstatt Kaffee oder Tee getrunken werden, wodurch auch der nachteilige Einfluß der letzteren auf die Nerven, den Magen u. f. w. wegfällt Bioson spart den Kranken viel Geld, loeil seine Anwendung täglich nur wenig kostet und teure Eisenmittel, Haematogen, Nährpräparate, Lebertran u. s. « überflüfiia macht.


